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cinerama

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  1. Opportunistisches Gesäuel, Mr. @sturges. Bauen Sie vielleicht doch Ihre DP 70 lieber wieder ab, wenn Sie den Sinn dieses Verfahrens noch immer nicht begriffen haben und unverfroren (!) Super-35 4k und D.I.s mit Todd-AO vermixen. Ich bescheinige Ihnen: mit Ihrer Attitüde graben Sie dem Breitfilm ideologisch sein letztes Grab und schiessen sich mit Ihrem Repertoire ins Abseits. Was irgendein Regisseur, schwankend in die Fusstapfen alter Meister schlüpfend, oder Arri dazu sagen, tangiert mich jedenfalls nicht mehr die Bohne. Verstehen Sie es bitte endlich mal: Sie brauchen bei sinnvoller 65mm-Konzeption kein D.I., keine Arri Scans, Workflows oder strategische Ausrichtungen - sondern neue Filmtheater mit gekrümmten Bildwänden jenseits der 30-Meter-Marke. Und 70-mm-Direktkopien mit Auflösung von 30 Mega-Pix - was etwa BARAKA schafft, von dem ich mir heute abend die Kopie von 1993 (noch altes EXR-Material) angeschaut habe. Sie brauchen für 70mm-Kinoproduktion ausserdem Filmemacher, die mit dem Breitwandformat umgehen wie ein Komponist mit einer Sinfonie oder - ich werde bescheidener - Toniono Delli Kolli mit dem Techniscope-Format umging. Auch davon ist weit und breit nichts zu sehen oder zu hören. Dann begreifen Sie, dass die strategischen "Breitfilm"-Ansätze der letzten 37 Jahre ein kompletter, irreparabler und absurder Fehlgriff sind. Eine Spielerei irgendwelcher "Pixelzähler" und Experimentierer, aber nicht die Renaissance der Großleinwand und der Roadshows. 65 mm unter diesen Bedingungen HAT KEINE FUNKTION mehr. Leider. Daher empfiehlt sich ein totales Umdenken der Branche, oder eben die Finger vom Breitfilm zu lassen. Tja, wer einmal auf die "ewige Liste" geraten ist, wird auch nicht wieder gestrichen! Lars von Triers neuer Film ERIK NIETZSCHE - DE UNGE AR ist übrigens wieder auf 35mm gedreht. Und Robert Altman dreht sich allenfalls noch im Grab um, ob analog oder digital, entzieht sich meiner Kenntnis. "No one gets out alive!" Aktuell der hier vielfach ausgelobte, digital-euphorische Bryan Singer (SUPERMAN RETURNS - Panavision Genesis): der dreht hier bei mir gleich um die Ecke einen Staufenberg-Film - schön altmodisch auf 35mm. Allgemein scheinen die HD-Drehs unter den US-Produktionen rückgängig zu sein seit etwa 2 Jahren. Umgekehrt nehmen die 16mm- und sogar 35mm-Drehs der deutschen Fernsehsender zu. Die Rendite der Rohfilmhersteller ist jüngst gestiegen. Mich erstaunte das auch zu vernehmen - aber offenbar ist nunmehr eine Ernüchterung unter den wirklich professionellen Filmemachern eingetreten.
  2. "Oberhalb der 35mm-Welten" : das kann man ja deswegen nicht verallgemeinern, wenn es eben viele Welten gibt. :wink: Nur zur Erinnerung: Kodak bekam 1993 einen Oscar für sein neues 35mm-Intermediate-Material. Bei korrektem Duplikat-Prozess machte dieses möglich, dass die Dupkopien von einer Direktkopie nicht mehr unterscheidbar waren, allenfalls vielleicht messtechnisch. (So wie komprimierte und dekomprimierte 4k-Projektion.) Im Artikel "4k und mehr" zeigt der brandneue Artikel in TV- und Filmkameramann dennoch "alte" Fakten: einen herausragenden Kontrast und exquisite Auflösung selbst auf dem (von mir wenig geschätzten) Super-35-Format. Dort wird ein 4k-Scan empfohlen und es werden Beispiele gezeigt, wie selbst ein 8k Scan gegenüber einem 4k Scan aus diesem kleinen Super-35-Bildchen noch frappant-sichtbare Details herausholte. Finde ich gut. Wer eine tolle 35mm-Kopie (mit ~ 4k usf.) sehen möchte, muss eben ein wenig dafür auch bezahlen wollen. Ansonsten wird eben prozesswidrig (d.h. gegen die Kodak-Vorschriften) kopiert, und das Ergebnis einiger Serienkopien sollte nicht als Maßstab für die Leistungsfähigkeit eines Filmverfahrens hingestellt werden. Und im Moment bestellt kaum ein Kino in Europa 4-Projektion, sodass es Sinn macht, wieder auf die Eonhaltung der Güte des bestehenden Verleihmaterials ein Auge zu werden. @magentacine hat darauf bereits sehr schön hingewiesen: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=8381 Im übrigen interessiert mich der politische INHALT des Soderbergh-Films brennend: eine Che-Guevara-Biographie! :)
  3. Eigentlich in keinem der o.g. Verfahren/Systeme, würde ich meinen, es sind ja Farbkopien. Evt. ist ja Abel Gances NAPOLÉON gemeint, der als 3-streifige Nitro-Kopie 1927 gezeigt wurde. Woher stammt die Info mit dem Nitro-Material? Ließe sich das rekapitulieren?
  4. Wenn brennendes Nitro mit Wasser gelöscht würde (das hat es in früheren Zeiten aus Unwissenheit gegeben), so kann mit einer derartigen Sammlung leicht ein Häuserblock weggesprengt werden. Man verfuhr daher später mit Löschdecken. Wäre die Feuerwehr denn heutzutage auf solche Fälle überhaupt vorbereitet?
  5. Ein Report, der eigentlich der "Normalfall" sein sollte. Leider ist innerhalb der Industrie von interessierten Kreisen ein derartige Begriffsverwirrung angestiftet worden, dass man mit Statements wie "Pixels sagen die Wahrheit" usw. kaum noch durchdringen kann. So brauchbar der Bericht in der Darstellung des Negativpotentials zwar ist, so wenig sagt er aus über das Potential der Positive!!! Diesbzgl. schreibt der Autor nur pauschal über irgendeinen Verlust in der Filmkopierung, ohne diesen zu spezifizieren. Diese Verluste aber sind handhabbar. Leider ist somit der Eindruck entstanden, nur noch über eine Digitalprojektion die Vorzüge des photochemischen Aufnahmematerials darstellen zu können. Diesem Mainstream schliesst sich auch der Autor in Film & TV-Kameramann an, der auch kein Kopierwerkstechniker ist, sondern eben Fernsehtechniker. D.h.: auch hier erfahren wie nur die halbe Wahrheit. :wink:
  6. Gibt es Fotos oder Angaben zu den Bildwandmassen des REGINA? (In Philips-KT möglicherweise nicht abgedruckt - denn FP 5-Cinerama-Bildwerfer wären mir schon aufgefallen; es waren ja zumeist modifizierte FP 20). Lief dort auch Cinemiracle? Dann auch auf flacherer Bildwand? Wäre schon interessant.
  7. Das ist auch allen hier bekannt: darum hatte ich ja auch immer wieder auf jüngere Produktionen der 1990er Jahre verwiesen, die am Large Format scheiterten. Es geht um die "klassische" Wide -Screen-Epoche und um damalige Bildgestaltung, Optiken und Beleichtungstechniken. Schauen Sie also bitte noch einmal in die kürzlich z.B. von Ihnen erwähnten Filme LAWRENCE OF ARBIA oder SOUTH PACIFIC. Oder auch die hier oft diskutierte CLEOPATRA. Selbst auf DVD ist die exorbitante Tiefenwirkung auszumachen und als "Hauptzweck" des Todd-AO-Verfahrens nebst gesteigerter Auflösung verstehbar. Ich bin bei allen unseren Diskussionen immer wieder dankbar, einfach mal die Bilder und Filme miteinander zu vergleichen! Auch bei einem Vergleich RYANS DAUGHTER (Super Panavision 70) und 22 Jahre später FAR AND AWAY (Panavision Super 70) kommt man sehr ins Nachdenken über den Verlust an Interesse, die Kameraeinstellungen so einzuplanen, dass für den Zuschauer eine Art "Multitasking" (Tschuldigung für die neumodische Sprache) innerhalb eines Rahmens möglich wird, was auch zu diesem Faszinosum führt, das in der Reklame-Prosa dieser Epoche auch als "Window oft the World" bezeichnet wurde. Dann versteht man auch die Sinnlosigkeit der heutigen Verwendung des 65mm-Formats, aber auch den Vorzug der HD-Kameras mit 2/3-Zoll-Chip, die einen ähnlichen Tiefeneffekt wie frühere Large Format-Filme zum Vorschein bringen. Leider wird diese Art Tiefenschärfe von modernen Kameraleuten als Manko, ja sogar als Gerätefehler der HD-Kameras deklariert. Warscheinlich würde ich heute eine 12k-Kamera, wenn sie mit 2/3-Chip und 13 Blendenstufen augestattet wäre - wenn es sowas jemals gäbe - den gegenwärtigen 65mm-Kameras, Optiken und Filmmaterialien vorziehen.
  8. Tienschärfe ist das Markenzeichen der klassischen Large Format-Filme. Ohne diese wäre das Verfahren gar nicht in Konkurrenz zu Cinerama lancierbar gewesen. "Flach" wurden die Large Formats erst ab den 1990er Jahren: untauglich für eine Wiederbelebung des Verfahrens, weswegen FAR AND AWAY so schlecht auch in der Fachpresse abschnitt. Am ungeeignetesten auf Riesenleinwand: die Wackel-Zooms in THE WALL - das reißt die Einstellungsfolgen entgegen dem Rhythmus von P. Floyd irgendwie auseinander und wirkt bei 20 Meter-Leinwänden und darüber hinaus wie ein gewaltsamses Vor- und Zurückziehen des Zuschauers vor ein Fernrohr, ohne das ein dramaturgischer Grund nachvollziehbar wäre oder sich der Bezug zu einem Drogendelirum herstellt. Ausserdem unscharf kopiert! (Mieses Dup oder schlechter Andruck im Bildfenster.) FAME war m.E. stringenter inszeniert, 70mm-Kopie war auf englisch und lief auf einem Berliner Festival um 1990. Daher kein Bedarf an Schauburg-Versionen auf 35 mm und auf deutsch, aber dennoch danke.
  9. Oh ja, Entschuldigung bitte für das "SR" von "1983". Und auch dt. Premiere war eher am 1.10.1982 (erinnere mich an den Parallelstart mit BLADE RUNNER, der mich wegen 70mm und Ausstattung stärker interessierte). Für die Musikfreunde dann also erst die THE WALL-SR-Magnettonfassung die Offenbarung. Als dort die Mauer durchbrach, war das ein akustischer "Schockeffekt" - kalkuliert als Übergang von absoluter Stille zur Explosion. Aber so subitil panoramatisch wandernd wie bei BEN HUR-Mischung habe ich den Raumton von THE WALL nicht mehr in Erinnerung. Mehr Stereoton als "einhüllender" Raumton. Ist aber 16 bzw. 25 Jahre Jahre her. Und ich zog eindeutig die 70mm-Kopie (und das Thema) von Alan Parkers THE FAME seinerzeit vor, die war knochenscharf und tiefenschärfer fotografiert. Jedem also sein frei gewähltes Klangparadies. :wink:
  10. Das Film bleibt, halte ich für gar nicht so sicher und auf ewig lukrativ erscheinend. Bzgl. der Gründe hierfür würden wir hier alle übereinstimmen: unzureichende Nutzung des Potentials der Ausgangsmaterialien (bedingt durch entweder unfachmännisch hergestellte Dupnegative, 1000-Fußkopierungen mit dünnen Dups + Bildstandsfehlern und Massenabfertigung in den Kinos, die den bei mechanischen Prozessen erforderlichen ständigen Kontrollgängen widersprechen). Und schliesslich der Wunsch der Filmemacher nach Farbraumveränderungen und Morphing, die nur durch Zerlegung des Analogfilms ein indexalisiertes Raster verwirklicht werden können. An diesem Punkt haben die moderne Produktionspraxis und die Zuschauererwartungen den Wunsch nach eher spielerischer und beliebig wiederholbarer und abänderbarer Umgestaltung des eingefangenen Bildes vor die Ideale der früheren Filmemacher gestellt, die danach trachteten, entweder ein naturalistisches Bild oder ein in Auflösung und Farbraum bestmögliches Bild als filmisches "Master" (= damals "Originalnegativ") zu verewigen. Film bleibt schon deshalb nicht, weil es derzeit eher zähneknirschend eingesetzt wird, um von einem ungetrübten Bild ausgehend via Scan anschliessend das machen zu können, was man am liebsten schon am Set machen würde oder in der gesamten Produktionkette digital durchziehen würde. Am Ende bleibt von den Vorzügen des Films leider nur wenig übrig, wenn er durch 2k D.I.s gegangen ist - weshalb bisweilen schon ein Direktdreh auf HD/2k nicht mehr negativ ins Gewicht fiele - zumal von 35mm-Negativen ohnehin nach einer Digitalisierung wenig übrig bleibt. Bei der voll analogen photochemischen Kopierung des alten Jahrhunderts geland die ungetrübtere 35mm-Güte noch eher und selbst über den Weg über Duplikatnegative: in Nähe fast von 4k-Auflösungen. Man sieht dies aber nur im Ausnahmefall auf Leinwänden - traurig genug, obwohl bis vor kurzem noch ein weltweit verbreiteter Standard. Warum sollte also etwas bleiben, wofür es gar keine Lobby gibt? (Z.B. Photo-Puristen, Naturalisten, Gegner irgendwie digitaler Bildveränderungen oder Anhänger der Large Formats?). Solche Verfechter sind übertönt worden oder trauen sich nicht, sich zu Wort zu melden, weil die Filmverwertung seit einigen Jahren völlig konträre Interessen verfolgt, die den "naturalistischen" Anspruch in die hinteren Reihen verwiesen hat. Da es auch keine Kinos mit Riesenbildwänden mehr gibt, sieht es düster aus mit "Film bleibt", weil solche Güten irgendwann keine Verwertungswege mehr finden, wenn Full HD im Home Cinema und Digital Cinema sowohl im Look als auch im Content immer stärkere Ähnlichkeiten aufweisen. Also bleiben vermutlich weder Film noch Kinos. Bedauerlicherweise.
  11. Werden aber - da die Versuchung gross ist - auch für Spielfilmprojektion eingesetzt. Also abzulehnen! :wink:
  12. Ich möchte jetzt hier keineswegs eine große Diskussion vom Zaun brechen, aber meiner Meinung nach macht THE WALL nur in 70mm überhaupt Sinn. Etwas spitzfingig eingeworfen: Filme haben auch noch jenseits ihrer Form ein zweites Gesicht - jenseits aller Technik. Auch jenseits der Schauspieler oder der Musik. Aber wenn man Technik als hochrangig schon einstuft, so gilt es auch definierte Maßstäbe nicht aus dem Auge zu verlieren. Es ist schon interessant, das Konzept von Todd-AO von 1955 mit den 60er Jahre-Monumentalfilmen zu vergleichen. These: Michael Todd hätte sich wenige Jahre später angesichts von WEST SIDE STORY oder GRAND PRIX vielleicht im Grabe umgedreht, und ihm wäre schon bei BEN HUR der Schluckauf gekommen und beim Look und der Soundmischung von FAR AND AWAY sogar der Herzstillstand, wäre meine Vermutung. Dann die weiteren Epochenschritte der Diversifikationen: 35-mm-Musical-Blow-up-Kopien der 1960er Jahre wie FUNNY GIRL verglichen mit 1980er Jahre-Produktionen/Prints wie THE WALL oder CLOSE ENCOUNTERS: sowohl bzgl. der Tiefenschärfe, Fokusschärfe als auch in der Tondirektionalität verglichen. Man könnte sinnieren, ob THE WALL auch in einem heute digitalen Sound-Re-Mix, wie er seit den STAR WARS-Revivals in Mode ist, als HD-DVD nicht völlig ausreichen könnte. Warum er dann überhaupt in 70mm zu sehen war? 1990, als Flebbe eine Kopie für mehrere Theater ziehen liess, geschah dies nur aufgrund des Dolby-SR-Split-Surround auf Magnetpisten, die damals auf 35mm keinen Platz fanden. Die Erstaufführung lief 1983 aber in SR-Lichtton 35mm und war vom Bild her weitaus ansprechender als die 70mm-Fassung. Es darf angenommen werden, dass Parker seinen Film nicht bewußt für eine Auswertung auf Riesenleinwänden konzipiert hat, sonst würde dieser völlig anders aussehen und sich auch anders anhören.
  13. Bereits STAR WARS Episode II und III waren (digital gedreht) der Tiefststand der Photographie - das ging fast durch die ganze Branche: schwache Detailschärfe, absaufende Schatten, dürftiger Kontrastumfang, Hot-Spots ohne Ende. Und EPISODE IV, V und VI habe ich in 70mm-Kopien gesehen, einige davon vom Kameraoriginal gezogen. Sind somit für mich das genuine Original - nicht das der HDTV-Retuschierer anno 2007. McCallum und Lucas hatten jüngst wiederholt das Ende des Kinospiels prophezeiht, darum fürchtend, selbst mit ihrem letzten STAR WARS-Film nicht mehr "rechtzeitig den Markt zu erreichen" ... Dann wollten sie plötzlich nur noch fürs Fernsehen produzieren, weil Ihnen Kinoproduktion als zu teuer galt. Da staunt es nimmer, daß sie nunmehr TV-Technik in den Kinos unterbringen wollen. Tja - so verschmelzt man eine Branche mit den "Broadcast-Verwertern", mit viel Lärm und fast nichts. :lol:
  14. In der Friktion lastabhängiger Umroller und Projektor (seit Bauer-Zeiten) - Film wie neu auch noch nach Jahren. :wink:
  15. cinerama

    Nostalgiekino

    Der Einzugsbereich in Berlin ist sehr weitläufig. Für Fragen einfach mal per PN hier melden! :idea:
  16. cinerama

    DEFA 70

    GOYA auf 70-mm-Material: hier kenne ich nur Orwo-Kopien aus der SU und der DDR. Viellleicht ist aber die 35-mm-Kopie auf westlichem Material gemeint? BOLSCHOI BALETT indessen gibt es in 70mm auch auf Kodak-Printmaterial, ist rötlich gefadet. GOYA ist in 70mm m.E. erst nach 1990 im Gebiet des ehemaligen Westdeutschland gezeigt worden, eben so KRIEG UND FRIEDEN auf 70mm, währendddessen 2 Teile von DIE BEFREIUNG auch im Westen auf 70mm verliehen wurden. (Aus dem Gedächtnis zitiert - könnte auch im Verleihkatalog der 1970er Jahre angeführt sein) Die Bildschärfe bei GOYA wanderte aufnahmebedingt, viele offene Blenden und Reißschwenks usw. - ORPHEUS IN DER UNTERWELT war insofern weit überlegen.
  17. Ja, ganz bestimmt! :) Der von albertk zitierte Ausspruch bezog sich übrigens auf den Film ES GESCHAH AH HELLICHTEN TAG (1959) mit diesem netten Herrn und seiner Kasperle-Puppe: Und mit unserem Gert wurde endlich legal, wie der Kinoleiter mit meckerndem Publikum umzugehen hat: ICH ERWARTE VON IHNEN, DASS SIE STERBEN! Geschüttelt - und nicht gerührt!
  18. Heisser Tip: macht's doch auf berlinisch: wir haben unsere Royal-Paläste durch coole Kaufhäuser ersetzt: http://www.kewego.de/video/iLyROoaftK8K.html
  19. cinerama

    Digitales Kinoposter

    Nette Idee zwar (der universelle Austauschbarkeitsgedanke), aber nicht gerade neu und prinziell total verpixelt und kontrastarm. Es fehlt einfach das "Papierne", das "Angenagelte" und das real Handhabbare. Gefällt mir ganz und gar nicht und paßt eher in Areale der Airport-Werbeflächen. Wenn das so weiter geht mit Kino, na dann gute Nacht. 8)
  20. Gut bemerkt. Fiel mir bei der Premiere vor 3 Wochen, als der Darsteller hier war aber keiner auf die Location extra hinwies, gar nicht auf, obwohl die Bahnhöfe mir weitgehend "eingebrannt" sind. Muß daran wohl liegen, dass ein durchgängig von entfesselter Kamera lebendes, desaturiertes Super-35-Bild mit dynamischer Schärfenziehung jedwedem Naturalismus den Garaus macht. :lol: Hier zur Abwechslung die "stills" - die vergleichsweise ruhig "stehenden Bilder": http://www.moviereporter.net/images/912...matum.html
  21. cinerama

    Gute Kinos in Düsseldorf?

    @Martin, ich hatte vor einer Stunde eine Begehung im (hervorragenden) Düsseldorfer Filmmuseum. Worauf Du Dich beziehst, ist der Nachbau eines "Kinematographen"-Theaters um 1900, tlws. im Querschnitt geöffnet. In diesem befinden sich gemischt ein Telefunken-Tonlampengleichrichter, ein Selecton-Standprojektor, ein Filmschrank sowie Naßklebepresse und Handumroller der 1950er Jahre. Der nachgebildete Saal mit etwa 30 Plätzen ähnelt dem Black-Box-Prinzip und enthält eine Bildwand mit sichtbaren Spannbändern - ist aber nicht das BLACK BOX-Kino. Das BLACK BOX-Kino ist separat angesiedelt und wurde von den obigen Kollegen bereits beschrieben. Trotz des vorbereitenden Hinweises von @Manfred war ich dennoch schockiert, entlang der Graf-Adolph-Strasse (erstmals wieder seit 1991) zu flanieren. Filmtheater im Altstadt-Innenstadtbereich und in den Einkaufszonen wurden offenbar komplett (?) entfernt - scheinbar der Immobilienlage zuzuschreiben. Wundervolle Stadt - aber niederschmetternde Kinogeschichte der vergangenen Jahre. Von einem Besuch der neueren Kinos habe ich mit Verlaub Abstand genommen. :wink:
  22. cinerama

    Gute Kinos in Düsseldorf?

    BLACK BOX-Kino im Filmmuseum Düsseldorf u.a. Sozusagen Kinos, die noch themenspezifisches Programm machen können oder dürfen - auch mit raren Altfilmkopien und Filmbandoriginalen. Sehr erfreulich. :o
  23. cinerama

    Bild-Ton Abstand

    Nur am Rande: Dietrich Eckart, ganz schlimmer Finger! Ziehvater vom Adolf Hitler, Redakteur des "Völkischen Beobachter" und Dichter der SA-Sturmlieder - nach ihm auch die "Totenkopfstandarte 5 Dietrich Eckart" benannt. Autor der geistreichen Abhandlung "Der Bolschewismus von Moses bis Lenin: Zwiegespräch zwischen Adolf Hitler und mir." Neben dem "Reichssportfeld" (heutiges "Olympia-Stadion") ihm zu Ehren also 1936 diese Bühne (heutige "Waldbühne"), die trotz Anklänge an die Antike eine völlig untaugliche Akustik hat. Kein Wunder, daß die Berliner Philhamorniker dort Popmusik spielen. Nicht die Kunst, sondern das Pathos dominiert. :roll:
  24. Danke für den Beitrag - ähnelt meinen Erfahrungen: In Berlin DP 75-E u.a. in einem sehr akademischen Kino sowie in einem sehr sehr grossen "Theater"-Saal - trotz intensivster Wartung in beiden Spielstätten allenfalls nur akzeptable Bildstände erlebt, nicht aber was im Vergleich zu älteren Getriebprojektoren punkten könnten, im Gegenteil. Richtig schlecht war sogar der 70mm-Bildstand. Im ausgelieferten Zustand und bei regelmässiger (?) Einmessung sollen die Bildstände sehr gut sein, wie glaubhafte Kollegen versichern: allein in unserer Stadt habe ich sie noch nicht erlebt. "Roll-out" war eine kleine Provokation meinerseits. Die "EC"-Version war wohl die erste (Studio- und Rangierbetrieb, angeblich solider verarbeitet). Nachfolgemodell nach vorübergehender Einstellung der Malteserkreuzfertigung in einem Fremdwerk war die "E"-Serie, die hier fast allen geläufig ist. Die "Premium"-Serie, von der euphorisch BLICKPUNKT:FILM letzte Woche berichtete, ist also seit einem 3/4 Jahr im Angebot - mit der Verheissung des dreifach besseren Bildstands, als SMPTE-Forderungen ihn deklarieren. Bedauerlich, daß man sie nicht im Betrieb sehen kann.
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