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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. genau so ein projekt könnte ich jetzt brauchen! aber mit käse. Dann müssen Sie @preston schlitzohr fragen, wie man das einfädelt. Ich war selbst verblüfft. :) Werbeunterbrechung für welchen Hersteller? Sony, Phantom, Red, SI oder Dalsa? Das sind Konkurrenten.. Nicht unbedingt: zeitweise "Verbündete" im Kahlschlagen der Film- oder Kinoinfrastruktur. Erst also Plattmachen, danach den Markt neu aufteilen und die Konkurrenz entfesseln. :wink: Bitte diese Rubrik teilen! In "Digitale Projektion" und in "Digitale Postproduktion" wir von @Odiug vorgeschlagen. Das ständige Werben und Ausloben der individuellen "Auslastung" von Forenteilnehmern ist eine Störung der Diskussion um "Digitale Projektion" und lenkt ab.
  2. ja ... Das Projekt, bei dem der Star mit "Schinkensandwich" 'ausgezahlt' wurde? :wink:
  3. falsch, leider (wieder) nur hörensagen von Deiner seite ... City Screen in York hat Christie 2K projektoren und "doremi" server ... selber vor ort gesehen ... wer mal in der nähe ist mag sich selber davon überzeugen. York hat eine wunderschöne altstadt und das "city screen" ist sehr schön in die fassade einer alten zeitungsdruckerei eingebaut. Bill vom City Screen (genauer name und tel. nr. gerne per PN) führt gerne und stolz durch das kino. War kein Hörensagen, sondern dann (inaktuelle?) Abbildungen und Angaben aus dem Internet - erst letzte Woche aufgerufen und für das 'Ctiy Screen' dort 1.3k-Beamer gefunden. Einige Häuser haben ja ihre Leasing-Anlagen auch wieder zurückgegeben. Witzig. Stimmt aber schon: Der Rollout läuft auf Vollgas. Alleine in den letzten 18 Monaten wurden über 3000 Sääle auf 2K umgestellt . Wieviele Sääle haben wir in Deutschland? Es gibt Proklamationen und Memoranden von HDF und AG KINO. Diese sind Empfehlungen. Daher ist der flächendeckende Roll-out eben noch nicht in Sicht aufgrund diverser vernünftiger und begründeter Vorbehalte. Sprechen Sie doch bitte mal mit den Kinoleuten, anstatt nur Werbeanzeigen des World Wide Web hier zu repetieren.
  4. Man weiss halt von den unterschiedlichen Vorhaben und Projekten - das bringt die Branche mit sich. Und als zahlender Gast zahle ich gern noch mehr, so wie von Ihnen vorgeschlagen wurde. Ist doch nichts Schlimmes, was angesprochen wurde? Verschönert nur den Event-Charakter, den auch Sie sich wünschen. :) Sammeln wir nun für BEN-HUR?
  5. Zur Auflistung der Vorseite: einige der von @oceanic angeführten Kinos haben nur 1.3k-Beamer. Vom 'City Screen' in York erfuhr ich eben solches. Demnach könnte man alsbald auch DVD als Digital Cinema bezeichnen, was einige schon hier getan haben oder gar einforderten. Übrigens: ein "Roll-out" steht nicht unmittelbar bevor. Das wissen die Kinobetreiber und Kinoketten, die es ja finanziell beträfe, besser als die Werbeposter dieses Forums.
  6. Also ich habe schon Kopien unter "nicht-marktwirtschaftlichen" herangeholt und gezeigt - und lebe immer noch und unverschuldet. :lol: So teuer kann die Beschaffung aus Oslo nun wieder nicht sein, da ja, wie Sie im Vorjahr andeuteten, längst eine "Zusammenarbeit vereinbart" sei? In welcher Art könnte diese Zusammenarbeit Früchte tragen? Und es gäbe noch weitere Optionen mit Amsterdam, die Ihnen leichter fallen. Mein Angebot für eine farbschönere BEN-HUR-Kopie: symbolische 70 Euro für die Akquise diese Kopie, falls mind. eine Handvoll weiterer User mitmachten? Allerdings: die Tränen über Ihre Mehrkosten kommen mir wiederum nicht, haben doch Sie erst kürzlich Ausgaben in die Anschaffung von DLP-2k-Projektoren getätigt, u.a. auch, um das teure Filmband den angeblich kommenden Filmverleihern zuliebe zu reduzieren. :wink: Realistisch aber gesehen: es liegt in der Natur der Sache, nie Einigkeit über eine Filmauswahl erreichen zu können. So ist ein "Import"-Film wie PLAY TIME, den Sie vorgesehen haben, aufgrund unzähliger Berliner Vorführungen in der alten (scharfen) und neuen (flaueren und blaustichigen) Version, die wir wiederum in Amsterdam und Bradford gesehen haben (beide Kopien mit unterschiedlicher Wundertüte an Licht- und Farbausgleich) die gegenüber ALIENS DIE RÜCKKEHR derzeit sogar am geringsten verlockende Variante, zudem auch andere französische Filme wie DIE SCHWARZE TULPE oder DER KONGRESS AMÜSIERT besser gepasst hätten als Charlton Heston. Hat @magentacine diesen Film gewünscht? Und im Fall Heston wiederum wäre schade, auf 55 TAGE IN PEKING zu verzichten, ebenso wie beim Thema Rozsa auf KÖNIG DER KÖNIGE - beide sind nicht mehr nachkopierbar. PLAY TIME scheint vielleicht eher das Alibi für die Aufrechterhaltung des "internationalen Status", den Sie aber zusätzlich durch Untertitelung der deutschen Fassung tlws. zu sichern versuchen. (Denn das kostet wirklich nicht viel: UT von der DVD abschreiben und per PC und Beamer screenen, per Mausklick). Die neuen originalsprachigen Kopien von LORD JIM, RYANS DAUGHTER, MAD WORLD, STAR, CAN CAN, GRAND PRIX, MY FAIR LADY, LAWRENCE OF ARABIA, THE WILD BUNCH, THE TEN COMMANDMENTS wird man dann hoffentlich zumindest einmal in Bradford oder wieder in Los Angeles betrachten können, worauf ich mich doch noch freue, dort übrigens ebenfalls auf gekrümmter Bildwand und im 'Egyptian Theatre' im authentisch erhaltenen "Todd-AO-Bildwand-Layout". :) Hier ein Ausschnitt aus dem farblich deutlich schlechtesten Teil der Osloer Kopie:
  7. @meinhard: Vorsicht bitte mit Angaben in einer Branche, in der Verdrängungswettbewerb herrscht. Die Angaben von Kodak und Ergebnisse von Schärfetestfilmen verhallen leider im "interessegeleiteten" Herunterrechnen der filmischen Güten durch Organisationen im Auftrag der "Broadcastverwerter" (Fernsehgesellschaften aber auch Produktionsgilden, die auf ein Einheitsformat als Master, dem 2k Source Master, abzielen und die "Umwege" einer aufwendigen Filmproduktion, perfekten Nachbearbeitung und seriösen Distribution "einsparen" möchten):. Seitenlang Debatten hierzu auf : http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=7589 Die dort noch immer pragmatischste Schätzung: 35-mm-Film ist bei korrekter Bearbeitung im Farbraum, Kontrastumfang, in der Auflösung und im Blendenumfang digitalen Kameras überlegen. Dies gilt (den Bildstand einmal ausgenommen) auch für eine, selbst noch auf dem Standard von 1992 hergestellte 35-mm-Filmkopie (ohne Beeinflussung depravierender digitaler "Zwischenstufen" in der Bearbeitung wie etwa Digital Intermediates usw.), Moderner Kopierfilm hat ein extrem niedriges Korn. Mit der Nase an der Leinwand erst wäre Korn auszumachen, währenddessen bei digitaler Projektion bereits bei zweithalbfacher Entfernung zur Bildwandhöhe des Schirms Pixelstrukturen und Jalousieeffekte einige Besucher stören und auch der statische Kontrast mit Film nicht vergleichbar ist. Auch Kodak bestätigte mir im Vorjahr (was ich längst aus der Praxis wusste): Sehr geehrter Herr _, ich habe Ihnen einige Unterlagen zusammengestellt, die morgen früh per Post an Sie raus gehen. Prinzipiell läßt sich die verwertbare Auflösung des Films aus der MTF ableiten. Mit angewandter Kantenschärfung/-anhebung reichen wenige Prozent aufgezeichneter Kontrast für die Linienpaare aus, um sie verwertbar zu machen. Sicher nachgewiesen sind 4K für 35mm und 2K für S16, was mit dem Format zusammenhängt, denn die Filmauflösung pro Millimeter bleibt ja gleich. Inzwischen verwenden jedoch einige Postproduktionshäuser 6K Scanner für 35mm oder z.B. den Spirit 4K für S16 und finden Vorteile im Endergebnis - insbesondere bei mehreren Zwischenstufen. Also das Auflösungspotenzial des Films, das ja auch von den Aufnahmegeräten, Objektiven etc... abhängt liegt sicher > 4K (35mm) bzw. > 2K (S16). Mit freundlichen Grüßen / Best Regards HH KODAK GMBH :wink:
  8. Auch ich fände es unbedingt wünschenswert, bspw. die BEN-HUR-Kopie aus Oslo zu bevorzugen, deren Zustand überragend besser ist als meine oder die von @preston. Andererseits werden auf absehbare Zeit die Wünsche einiger Filmfreunde sich nur dann noch erfüllen lassen, wenn sie sich kostenmässig beteiligen (auch auf berliner Verhältnisse bezogen). So zumindest verstand ich die Erläuterung der Problematik im Thread "70mm-Ereignisse in USA": fracht- und versicherungskosten pro USA kopie hin und zurück ca. US$ 800,00 zzgl. natürlich lizenzabgaben. Da wir kein filmmuseum oder staatliche einrichtung sind, sondern im eigenen interesse angehalten sind, wirtschaftlich zu agieren, macht der transport einer solchen kopie für 1 - 2 einzelvorstellungen wenig sinn. Machbar evtl. im rahmen eines festivals, das durch sponsorengelder diese extrakosten tragen kann. Ansonsten müssten wir ca. EURO 30,00 eintritt verlangen...(was sicher sogar einige gäste bereit wären zu zahlen) Alleine für die transportkosten der demnächst auf dem programm stehenden KRIEG UND FRIEDEN sowie ANNA KARENINA aus dem Bundesfilmarchiv in Berlin könnte man 40-35mm kopien quer durch deutschland schicken .... Kommenden Samstag, 8. April um 17.30 Uhr auf der Südkurve THE ABYSS deutsche Synchronfassung Regie: John Carpenter Kamera: Mikael Salomon (FAR AND AWAY) sphärisches blow-up von Super-35 auf 70mm in guter bildqualität 70mm Dolby Stereo Magnetton im vorprogramm: die originale 70mm promo featurette von THE ABYSS (James Cameron on the set) Aus: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...sc&start=0
  9. Das stimmt schon. Aber Bauschmerzen verursacht mir: es gäbe zwei dicke Rubriken für Digitales, aber nicht eine einzige Rubrik für Analoges. Es müssten, finde ich, so lange immer noch 95% aller A-Produktionen auf 35 mm und anderem photochemischen Film gedreht werden, auch ANALOGE Produktionsberichte künftig besprochen werden. @magentacine: möchtest Du diese Mammutarbeit übernehmen, um ein Gleichgewicht zur digitalen Produktion herzustellen? Liest man die hiesigen Produktionsberichte, so dürfte es eigentlich kaum mehr eine Filmkamera oder ein Kopierwerk im Einsatz geben. Und diese Tendenz in Internetforen würde durch weitere digitale "Unterrubriken" noch ausgeweitet werden. Ich war ja von Anfang an gegen die Einführung einer Rubrik "Digitale Projektion" (die Hölländer haben sie glaube ich auch nicht in ihrem Forum) und auch skeptisch gegenüber der Rubrik "Nostalgie". Bevor diese neuen Rubriken eingeführt wurden, war das Filmvorführerforum viel lebendiger und streithafter - seit dieser Klassenteilung gehen sich die Lager aus dem Wege, scheint mir. Es gibt einen Schmalfilmbereich, einen Technikbereich und einen Small-Talk-Bereich, in dem über 90% der dortigen User noch nie einen Post für die Rubrik "Digitale Projektion" verfasst haben und umgekehrt. Das hat sich m.E., verstärkt. Zusammenfassung: Pluspunkt weiterer Rubriken ist natürlich die Übersichtlichkeit und Stringenz der Themen. Schwachpunkt ist die Klassenteilung der User, die sich immer weniger aufeinander einlassen. Künftig ein Scheinfrieden, aber irgendwie auch langweiliger. Mir scheint, daß das Ärgerliche einiger Treads darin liegt, daß sie Werbebeiträge für bestimmte Produkte oder ein bestimmtes Kino sind und folglich unserös und penetrant wirken. Das wäre durchaus ein Argument, diese "interessegeleiteten" Beiträge irgendwie zu bündeln und kenntlich zu machen. Ein klar erkennbares Beispiel aus dieser Rubrik: "mal wieder news von der aquisefront. dieses mal: Prag." Unter der Einsicht, daß hiesige Post- und Produktionsberichte leider fast immer Tendenzen und gewerbliche Interessen verfolgen, wäre die "Herausfilterung" solcher Beiträge ein Meilenstein für den Umweltschutz. :)
  10. Die war schon vor über einem Jahr in den Fachblättern annonciert. Schaut man sich die Testaufnahme an, wundert der etwas geringe Kontrastwert. Was für einen Blendenumfang hat sie denn? Schon wieder 11? Und was soll das mit dem 65-mm-Etikett? Da müßte doch der CMOS-Sensor 48,6 x 22,0 mm Abmasse tragen und es müssten Objektive der gleichen Öffnung und Brennweite wie zu klassischer Todd-A.O-Zeit zum Einsatz gelangen. Dies aber konnte ich den Datenblättern nicht einmal ansatzweise entnehmen. Was dort stand: The Phantom 65 has preset formats for classic 65mm (2.28:1) sowie Only a handful of full-length movies have been shot in the 65mm format, yet they are among the most acclaimed movies ever made: 2001: A Space Odyssey, Ben-Hur, Lawrence of Arabia, The Sound of Music. Also 2.28 : 1 hatte nie ein 65-mm-Format (wer solches behauptet, hatte nie im Leben ein 65mm-Negativ in der Hand), und der Aufhänger mit den sog. Filmklassikern (LAWRENCE, 2001, SOUND OF MUSIC) ist ja wohl ein fahler Witz - Werbung für Volltrottel. Ich sehe zwischen dem 65-mm-Bereich und dieser Kamera überhaupt keinen Zusammenhang! Auflösen tut sie in etwa wie 35mm (grob verglichen und noch zu ungunsten des Filmnegativs) mit niedrigempfindlichem Material im Format Super 35 bei 3-Perf. auf 1.85 : 1. Wenn, so dürfte allenfalls die ARRI 765 in dieser Weise werben, alles andere grenzt allemal an +*~#'&$%§ .... . :roll:
  11. Auch auf der Produktionsseite gibt es sicherlich Defizite: Daten-Crahs und Streitfragen bei Entscheidungen zum Scannen von 35-mm-Drehanteilen - leider immer wieder mit verhehrenden Ergebnissen und Verzögerungen. Aber sicherlich auch grosse Arbeitserleichterungen bzgl. anderer Aufgabenfelder. Liest man das führende Forum der Postproduktions-Interessenten: http://www.vfx-forum.de/ so taucht dort das Kino oder die "Spezies Filmband" nirgendwo mehr auf, oder allenfalls in dieser Form: http://www.vfx-forum.de/viewtopic.php?t=7854 Oder die Einführung des 4-D-Cinema, "schnell und effektiv", wie es dort heisst: http://www.vfx-forum.de/viewtopic.php?t=13867 und darin: http://roth-gfx.de/herdblocktut/herdblocktut.html :lol: Das brauchen wir unbedingt und zwar sofort. Welch ein Leben ohne 4D - ich kann es mir nicht vorstellen ohne. Einfach unerhört. Ich möchte im standesgemässen Filmvorführerforum sofort, jeden Tag und rund um die Uhr von streamiger Postproduction lesen, denn das Henne-Ei-Problem beweist uns, dass auch Kinos jeden Tag gerendert werden müssen. Wir Kinos sind der "Wilde Westen", hat @oceanic kürzlich erkannt. Also brauchen wir Scheriffs, Zucht & Ordnung. Kapiert? :wink:
  12. Ist vermutlich fast nur CGI (Blue Screen, VFX) mit [ironie-Modus "ein"] ein paar "Bühnenstars" - also die Verfilmung einer japanischen Animationsserie im Blade-Runner-Stil mit Andy Warhol- Verfremdungen, sehr nett. Offensichtlich auch ohne reale Landschafts-, Panorama oder Städteaaunahmen. Für so ein "Kunstding" kann man es schon einmal digital grieseln lassen ...
  13. Zum rmc-Kurs "Filmtheaterkaufmann" wäre durchaus zu raten - oder sich einen Theaterleiter zu arrangieren, der über Branchenerfahrung verfügt. Ohne Ansätze zu einem "Netzwerk" in der Branche dürfte die Gefahr gross sein, relativ schnell an die "Wand zu fahren" und von der Filmbelieferung ausgeschlossen zu werden. Die Anschaffung digitaler Bildwerfer lohnt ökonomisch nicht - die Technologie ist unausgereift und bringt dem Betreiber keinerlei Rabatt - im Gegenteil.
  14. cinerama

    Die Simpsons

    Leider kann ich fast nichts von SIMPSONS beurteilen. War nur heute fünf Minuten drin und verliess danach den Saal. Ist das Meisterwerk eigentlich in 1k gerendert? Treppchenstrukturen und Artefakte bis zum Abwinken - da brennt einem ja bald die Netzhaut weg. Farben stumpf wie aus einer 6 bit-Konsole. :lol: (Allerdings auf kleiner Bildwand gesehen, daher sicher noch gemeiner auf einer Großbildwand.) Bleibt das so schrecklich im Videolook, oder hört es wieder auf? Stört es niemanden?
  15. Versuche es einmal beim Verleih der hiesigen Stiftung Deutsche Kinemathek: http://osiris2.pi-consult.de/view.php3?...rame=unten Falls reines Archivgut oder Unikatkopie, wird es nicht ganz so leicht - aber auf Tauschbasis gibt es gelegentlich noch Verhandlungsräume. Ansprechpartner: Dr. Theuerkauf.
  16. Kann Dir per PN zwei Texte übermitteln, schrieb sie einmal für eine Uni (also zu PIERROT LE FOU und LE MÉPRIS). Vielleicht kann man daraus sogar noch einen Abschnitt zur Anregung herauslesen - es geht aber darin mehr um die "Breitbild-Ideen" [CinemaScope versus Techniscope usf.] der beiden Filme und leider weniger um die sozialkritischen "Dauer-Themen" bei Godard (etwa den sog. Kauf- und Tauschwert oder Warencharakter des Menschen), die andere besser beschreiben können. Aber auch unter dem Nostalgie-Effekt der 60er Jahre lassen sich heute selbst "ideologieferne" Kinobesucher anlocken, hoffe ich. :)
  17. Allerdings keine WA-Kopie: Freitag, 24.08. 21.00 Uhr Montag, 27.08. 18.15 Uhr Dienstag, 28.08. 20.30 Uhr Und um das Repertoire-Marketing für Pforzheim komplett zu machen: KW ab dem 02.08. "Die Katze auf dem heißen Blechdach" KW ab dem 09.08. "Der amerikanische Freund" KW ab dem 16.08. "Blow Up" KW ab dem 30.08. "Pierrot le Fou" Dann beste Wünsche ans Cinema! Als daß die Repertoire-Spielkreise sich auweiten. Auch Godard gehört von den Monitoren verdammt und zurück in die Theater geholt - eine WA aus Berlin: http://www.kino-central.de/archiv/p/p_pierrot.php Von TANZ DER VAMPIRE gab es ja noch einige ehemalige UIP-Mehrschichtenkopien (oftmals war leider der "spitzzahnige" MGM-Löwe "stibitzt" worden) und auch dieTechnicolor-Druckkopien: habe beide Versionen einmal für Freilichtvorführungen organisiert. Tut mir leid, aber seit der Sakrosankt-Sprechung einiger neuerer Fox-Kopien einer gewissen Breite muss ich Ihnen kopfschüttelnd die Übersicht absprechen. Sie haben leider nicht die Kopierwerkspraxis und Erfahrung (Lichtbestimmertätigkeit), um eine derart gewagte Behauptung aufstellen zu können, zumal Sie in früheren Threads den Farb- und Lichtrausgleich bereits mit der Beliebigkeit beim "Kochen" verglichen hatten und eine mangelnde Referenzfähigkeit (!) bei früheren Farbgüten stark machten. :cry:
  18. nicht ganz korrekt - BLOW UP wurde erst vor wenigen wochen von NEUE VISIONEN mit neuen kopien (35mm und digital) wiederaufgeführt ... Im Trend strittig, denn auch derzeit TANZ DER VAMPIRE in WA ist die Ausnahme gegebenüber dem fast wöchentlichen Polanski- oder Bergman-Repertoire in der BRD noch in den 1980er Jahren. Und etliche WA-Versionen (photochemisch aber auch digital) lassen den Originalcharakter der EA-Kopien und Lichtbestimmungen vermissen. Und auch die Digital-Version von BLOW UP lief bereits vor drei Jahren in 1.3k DLP-Projektion bei der UCI Kinowelt, d.h. noch nicht bei NEUE VISIONEN. Regelrechte Regisseur-Reihen, etwa auch zu Fellini, Kurosawa, Chaplin, Preminger, Ray, Saura, Bunuel usw., die überregional gängiges Repertoire der kommerziellen Programmkinos waren, sind es heute nicht mehr. Immerhin spielt das berliner Multiplex 'Cubix' 2 Filme zu Gedenken an Ulrich Mühe (und photochemisch auf 35mm, gottlob nicht "digital"), vermutlich eher wohl wegen des tagelangen Medienhypes etwa in der BILD-Zeitung, nicht aber als Beginn einer neuen Programmschiene.
  19. Am selbigen Tage verstarb auch Michelangelo Antonioni, Schöpfer von ZARBISKIE POINT, DIE ROTE WÜSTE, DREI GESICHTER EINER FRAU, DER SCHREI, BERUF: REPORTER, IDENTIFIKATION EINER FRAU, DIE NACHT oder BLOW UP. Seine Werke gaben insbesondere dem französischen Poststrukturalismus Rätsel auf, und auch im hohen Alter ist er seinen Thema treu geblieben und hat sich - abenso wie Bergman - zu keiner Zeit "verbiegen" lassen. Das ist vielleicht der Grund, daß diese Filme seit Aufkunft des lautstarken BIG-BANG-Kinos der 1970er Jahre (Spielberg und Lucas) im Dauerrepertoire der Kinos verdrängt wurden - denn allemal sind sie die Lehrmeister des psychologischen, sehr introvertierten aber immer zeitkritischen Autorenfilms. Der Nachruf in Bild und Ton: http://www.tagesschau.de/audio/0,2773,O...AB,00.html
  20. HAT DAS KINO IN DER DIGITALEN ZUKUNFT (K)EINE CHANCE? - lautet ein ambitioniert ausholender Essay auf www.heise.de Der Autor widerspricht vehement den "kultur(industrie)kritischen" Pessimisten und Skeptikern (oder auch "Bewahrern" des "alten Kinos") eben so wie den "Ökonomisten", die linearen Fortschritt der Kunst oder des Films von technischen und wirtschaftlichen Neuerungen abhängig machten. In der Schlussfolgerung wirft er dem Kino vor, die ästhethischen Neuerungen (vom Video-Clip über das Computer-Spiel bis hin zum MobilePhone, Multimedia-Player oder i-Pod) nicht konstruktiv aufzugreifen und sich anzuverwandeln. "Kino" (Kinostätten?) gingen in diesen Medien auf, aber die (fast schon exotische?) Spezialität eines "Cinema-Scope"-Films empfehle dann weiterhin die Kinostätte - bei gleichrangiger Kooperation zuzusagen mit den interaktiven Medien, Flash-Filmen und kommenden Handy-Filmfestivals. Die Akzeptanz dieser Vielfalt, möchte man die Thesen des Autors auslegen, gewinne erst dann an Boden, wenn zunächst erst einmal die ästhethisch-künstlerischen Vorzüge jener innovativen Filmproduktionen an Boden gewännen - erst danach setzten sich ökonomisch deren Technologien durch. Im Widerspruch zu seiner "Cinema-Scope"-These aber (ohnehin nur ein letzter Randverweis zugunsten des Filmtheaters?) schliesst der Autor jedoch mit dieser Quintessenz: Man kann also mit Spannung die Aufhebung des Kinos in den neuen Technologien abwarten. Die Aufhebung des Kinos wird demnach durchwegs vierlerorts bejaht und begrüsst, d.h. ein Absterben des alten Kinos und seiner Narrativität und Verwertungspraxis offenbar eben so. Gleichwohl der Verfasser zwar eben noch den Kultur(industrie)kritikern und Skeptikern "mangelnde Dialektik" unterstellte (zumal diese in den medialen Neuerungen immer nur Zerstörung bestehender, auch erhaltenswerter Kulturgüter sähen), so bestätigt er durch seine Quintessenz gerade deren Auffassungen massiv. Das stimmt nachdenklich: sowohl die Bejaher derzeitiger multimedialer und digitaler Bilderstürmerei als auch die Traditionalisten des narrativen und photographischen Kinofilms (beides fast "aversive" Lager?) treffen sich plötzlich in ihrer Schlußfolgerung, wonach eben gilt (zum zweiten Mal zitativ hier eingefügt): Man kann also mit Spannung die Aufhebung des Kinos in den neuen Technologien abwarten. Tatsächlich tut die produzierende Filmindustrie, so scheint es, nur selten noch evidente Schritte zur Erhaltung der theaterbasierten Auswertung und scheint sie durch Digitalprojektion sogar förmlich zu schwächen respektive an ihre (zunehmend an Vorrang gewinnenden) neuen Auswertungs-Märkte (DVD, Video, Fernsehen, OnDemand, Internet) "anzupassen" und anzuschliessen. Warten wir also gespannt ab? Der strittige Report ist nachzulesen auf http://www.heise.de/tp/r4/html/result.x...0h%F6ltgen
  21. In der Regel verteidigt Biskind die Regisseure gegenüber Studio-Potentaten oder Produzenten, hebt auch die Teamarbeit und das Handdwerk hervor. Anderseits kritisiert er auch die Allüren der Regisseure. Im Gegensatz zu Ihnen findet er sich nicht ab mit den "Zuständen", sondern benennt Roß und Reiter, ohne dabei aber de Fettnäpfchen des Klatsches umschiffen zu können. Zu Ihrem Vorwurf mangelnder Einsichtnachme: Wir bekommen alle Neuerscheinungen in der Bibliothek der Kinemathek, ich habe von daher einen Einblick in fast alle Neuerscheinungen, so weit es die Zeit zulässt. Schönen Abend noch und weiterhin lässiges und fröhliches Geplänkel!
  22. Mit 89 Jahren verstarb Ingmar Bergman. Erst kürzlich liefen im berliner 'Kino Arsenal' und im 'Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main' Filmreihen seines Ouevres. Werke wie DAS SIEBENTE SIEGEL, DAS LÄCHELN EINER SOMMERNACHT, DAS SCHWEIGEN aber auch SZENEN EINER EHE, DIE ZAUBERFLÖTE, FANNY UND ALEXANDER oder AUS DEM LEBEN DER MARIONETTEN machten ihn weltberühmt, aber auch seine "Stars" Liv Ullmann oder Max von Sydow. In späteren Jahren widmete er sich bevorzugt Inszenierungen für Theater und Oper. Kurzbericht: http://www.tagesschau.de/video/0,1315,O...AB,00.html
  23. Ich frage mich, ob Ihre "Wertung" (Motto: alles Verbrecher zwar, aber "tolle Filme") immer konform mit denen des Autors Biskind gehen? Aber gegen unberufene Vereinnahmung kann sich kaum jemand zur Wehr setzen. Die Welt war also immer so, und Ihnen reicht das "Showbusiness" zur Erbauung. :lol: Nicht meine Welt!
  24. Die Genres diffundieren immer stärker. Das ist Behauptung A. Dadurch wird die von @pluto kennedy bemerkte Tautologie (Behauptung B) immer absurder. (Ich hoffe dennoch stark, daß Sie sich als Stadtkinooberhaupt doch so ein kleines Wörterbüchlein leisten können? Immerzu Geld zählen ist nicht wirklich alles im Leben...)
  25. Beim Thema Tarantino läßt sich anscheinend weder die Tautologie der Genrediffusionen verorten (Motto: vom Märchen-. zum Sandalen-, über den Bibel- zum Fantasy-, Science-Fiction-Film und zur Potter-Matrix-Apocalypse), noch Selbstfindungs- und gesellschaftliche/kulturelle Emanzipationsstrategien festmachen. Formalästhetisch lockert T. das Narrationsschema auf und spielt Katz und Maus mit der Erwartungshaltung der Zuschauer, inhaltlich wiederum erhebt er die Genres des B-Films der 1970er Jahre zum heutigen Mainstream. Zum Marketing bei Tarantino und seinem Feldzug "Trash gegen Hochkultur" hier eine Rezension (die leider ihre Kritikfähigkeit ausgerechnet bei KILL BILL wieder verliert): Leider ist aus heutiger Sicht kaum noch rekonstruierbar, wie Tarantino ohne Kult eigentlich funktionierte - also im Zeitraum von 1992, als er mit seinem Erstling "Reservoir Dogs" (USA 1992) beim Sundance Film Festival erstmals auf sich aufmerksam machte, bis zum Triumph von "Pulp Fiction" in Cannes 1994, als dieser die Goldene Palme erhielt. Im Rückblick wurde soviel verklärt und schön geschrieben, dass man zwischen Fakten und Legenden kaum noch unterscheiden kann. Der weltweite Siegeszug von "Pulp Fiction" ist eine dieser gern verbreiteten Legenden. Bei der Publikumsresonanz war dieser Film alles andere als ein Selbstläufer. Der Trailer überzeugte kaum, zu befremdlich schien die Kombination aus schwarzem Humor und Killer-Geschichte. Dass einer der Hauptdarsteller John Travolta hieß, ließ zudem vermuten, dass es sich nach "Kuck mal, wer da spricht 3" (USA 1993) um einen weiteren Flop des einstigen Superstars handelte. Im thüringischen Erfurt war der Zuspruch so gering, dass der Film nach nur einer Woche wieder aus dem Kino verschwand. Erst, als der Film wirklich in aller Munde war, nahm man ihn wieder ins Programm. Dem medialen Trommelwirbel, der durch ein aggressives Marketing der Produktionsfirma Miramax beschleunigt wurde, konnte sich kaum einer entziehen. Fast alles, was mit Tarantino irgendwie in Verbindung stand, wurde zum Kult erklärt. (Quelle: http://www.cinefoyer.de/taran.html)
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