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Richtige Digitaltechnik ist auch schon keine Filmtechnik mehr, traurig genug. Aber Ihr werdet staunen: über Nacht holt sich der Kollege einen Full-HD-Beamer von Marantz, Sharp, Benq, Sony oder Sim (1080p, € 5,000 im Medienmarkt) + Blue-ray für € 29,00, und prompt erscheint bei Bildwandwinzgrösse die Topmeldung: "Schärfer als die Realität - perfekter als Kino: hier sind Sie noch Gast!". [Jetzt hab' ich sogar noch einen heissen Geschäftstip gegeben. :lol: ]
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Eine Bitte und Frage an die Moderatoren: wäre es möglich, diesen hoch interessanten Thread in die Rubrik "Digitale Projektion" zu verschieben (gerade durch digitale Restaurierungen konnten auch etliche geschrumpfte Negative wieder zur Deckung gebracht werden, u.a. ROBIN HOOD, WIZARD OF OZ, GONE WITH THE WIND usf.). Aber es sind brandneue Produktionsweisen, die sich auch nur brandneuer Projektionsweisen bedienen. Ein Beispiel: SINGIN IN THE RAIN IN BERLIN DIGITAL ist eben so in der Rubrik "Digitale Projektion" systematisch richtig eingeordnet: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=4231 Sinn der Rubrik Nostalgie erscheint mir, gerade die traditionellen Produktionsweisen des Kinos zu behandeln. Dies bezieht sich dann ja auch Formate, Vorführweisen, Filmkopien oder älteren Präsentationsmaterial und ältere Gerätschaft. HONDO ist daher m.E. lediglich Demomaterial für Digital Cinema-Umrüster, die eben so auch ROBINSON oder alsbald BATTLE ANGEL damit vorführen können. Eben so wäre doch der DVD-Vertrieb älterer Filme eine eigene Rubrik oder ein eigenes Forum: siehe www.beisammen.de). "Nostalgie" zielt im Kern m.E. auf museale Produkte und Ihre Beschaffenheiten. Zwar lassen sich nicht alle Verfahren streng trennen, und auch ein älterer Film hat nostalgischen Wert, aber ich glaube, dieses Forum hat nicht umsonst eine Rubrik der Nostalgiker eingeführt, um darin primär Fragen und Möglichkeiten der tradierten Vorführweisen einen Platz einzuräumen. Daher bedanke ich mich aufrichtig für eine Verlagerung der sehr spannenden Events in die Digitalrubrik.
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Na gut, das ist ein reelles Angebot! - Wir forschen dann gemeinsam im Archiv, wenn ich Hannover erreiche (ich kann ja vorher mal dort eine schriftliche Anfrage einreichen - vielleicht beim Magistrat?). Die Häuser sollen doch grandios gewesen sein! Gab es nicht auch das RIVOLI mit Todd-AO und DP-70? :idea: Grandiose Fundsachen, Stefan! Lange grübelnd, ob es nicht ein Theater der engl. Odeon-Kette sei, war alsbald des Rätsels Lösung nahe. Der Saal mit Rang folgt teils funktionalistischen Ideen, aber auch architektonisch den Ideen von Erich Mendelsohn (Universum Berlin, 1927) mit seinem Halbrund, Gesimsbändern und indirekter Voutenbeleuchtung (trügt mein Eindruck hier?) Die Bühne jedoch greift das Ornamentale wieder auf: aufgelegtes Blattgold, glänzende Bronze, feinlinige Bemalung und vielleicht sogar ein Orchestergraben? So versuchten auch der Funktionalismus und die neue Sachlichkeit, Dekorelemente zu verinnerlichen - denn das filmischze Normalformat verlangte nachwievor nach eine klassichen Guckkastenbühne, deren Umläufe ausgeschmückt werden mussten, um Festlichkeit zu verstrahlen, die jedoch blickführend nur auf die Bühne gerichtet zu sein hatte. Die moderne Form der Breitfilmkinos hätte in diesem Saal - hätte er nur nach 1945 weiterbestanden! - vielleicht nach dieser Bühnenarchitektur verlangt: Aber auch eine Synthese von Jugendstil und Sachlichkeit (Beispiel des unteren Bildes) finde ich interessant (klassisch die Akustik-Decke, die Ansprüchen moderner Konzerthäuser entspricht, und im heutigen Kino kaum mehr anzutreffen ist): In der Art Déco- oder Neobarock-Architektur dürfte es zu Problemen führen, wie Du bereits sagtest, sinnvoll ein gleichmäßig verteiltes und lautes diffuses Feld des indirekten Schalls zu erzeugen. Sowas in die Richtung? Es gibt zwar einige geometrische Schallabsorptionen, die hier schwer berechenbare Deko-Elemente sind, nicht aber einer akustischen Gliederung folgen - was zu Sprachunverständlichkeit führen könnte (es mögen die Besucher dieses Kinos einmal aufklärend ihren persönlichen Erlebnis-Bericht erstatten!):
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Herzlichen Dank für die informativen Berichte! Jedoch erscheint mir selbst die letzte Bruchbude erhaltenswerter als jedes neue Schick-Micki-Plex. Die brauchen wir nicht, selbst wenn die Technik neuwertiger sein sollte. Plexe machen Komplexe, und an der A20 gucke ich gewiß keine Filme, da ich nicht Auto fahre. :lol:
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In Fortsetzung der "Cinema-Paradiso"-Reihe heute der Schuldennachtrag für @Heiko (Du fordertest ja meinen freiwilligen Strafdienst, dem ich natürlich nachkomme :wink: Palastig-Neo-Barockes hiermit also - aus einer anderen Ära des Kinos, als das Filmtheater überbordende Traumwelten noch zurecht für sich in Anspruch nehmen konnte. Es kehrt wohl nie wieder. [Keine Verkaufsveranstaltung!] .............................................. - Wie besprochen allerdings keine Bildunterschriften - das Bild möge somit als Rätsel dienen. Einige recht patente Mitleser werden von selbst darauf stossen, dessen bin ich ziemlich sicher. P.S.: Kleine Anfrage nach Hannover: gäbe es eine Möglicheit, einmal in die dortigen Stadtarchive nach den früheren Todd-AO- und Cinerama-Kinos zu schauen? All zu sehr könnten diese Bilder so einige in Erstaunen versetzen. Nur so nebenbei - falls Du mal einen freien Tag hast und es dort regnet.
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Zur Frage 1: Dies ist ein Zitat von Ernst Bloch aus "Das Prinzip Hoffnung. In fünf Teilen. Kapitel 1-37". Frankfurt am Main: Suhrkamp 1959. Darin: "Vierter Teil (Konstruktion). Grundrisse einer besseren Welt (Heilkunst, Gesellschaftssysteme, Technik, Architektur, Geographie, Perspektiven in Kunst und Wahrheit)" [s. 523-817], darin: "37. Wille und Natur, die technische Utopie..." [s. 729-819], dort: "II. Nicht-euklidische Gegenwart und Zukunft, technisches Anschlußproblem" [s. 767-817], darin: "Gefesselter Riese, verschleierte Sphinx, technische Freiheit" [s. 813-817. Zitat auf S. 814] Zur Frage 2: FKT · Archiv - Komfortsuche Bis zum Ende 2011 soll die Umrüstung weitestgehend abgeschlossen sein. ... Denn digitales Kino bietet mehr Vorzüge als langfristige Kostenersparnis und noch ... fkt.schiele-schoen.de/zeitschrift/fkt/archiv/index.asp?idi=1561&ida=9427 Dort wähle man sich als Mitglied ein, um ältere Artikel aufzurufen. Ich hoffe, diese Hinweise konnten helfen?
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Zu den polemischen Nachfragen: Die Jahresangaben 1929 und 2012 sind leicht variabel und waren kein Primäraspekt in der sog. "Verhinderungsdebatte". Da aber gedrängelt wird: der Verband Fernseh- und Kinotechnik ( http://www.google.de/search?num=20&hl=d...DcountryDE ) ging davon aus, daß bis Ende 2011 alle Kinosäle digital umgerüstet seien. Das sehe ich keinesfalls, allerdings galt es in meinem Beispiel, die zeitliche Differenz zwischen Tonfilmeinführung und beabsichtigen Digital Cinema-Rollouts in etwa in eine Zeitlinie zu stellen. Übrigens propagieren auch die Konzerne, etwa SONY, die Verschmelzung von HDTV und Digital Cinema als erstrebenswerte Perspektive. Es müssen alsbald die Kinobetreiber hoffentlich wissen, ob Sie an die Lukrativität dieses Geschäfts langfristig glauben. Ich schliesse dies langfristig vollkommen aus. Dann gibt es eine noch eine andere Sichtweise, die gesellschaftliche Bewertung des "Fortschritts". Jubel über große technische Fortschritte ist allemal nichtig, wenn die Klasse und der Zustand der Klasse nicht mitgedacht werden, für die die Wunder geschehen. Zuletzt gab es eine riesige Kriegstechnik, sie war gerade dann, wenn sie kapitalistisch ohne Unfall funktionierte, ein einziger ungeheurer Unfall. Sind es also Technologien, die die Menschen stärker ans Kino binden, affizieren und zusammenführen, oder Technologien der rein individuell-privathäuslichen Verfügbarkeit ohne kollektive Bedürfnisse, die die Zufunft beherrschen?
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Moment: man muß aus der Zeit und dem Kunstwillen heraus den zeitgenössischen Angriff verstehen. Selbst de größten Filmtheoretiker (André Bazin oder Rudolf Arnheim [in Kürze 102 Jahre alt werden]) griffen den Tonfilm zunächst an. Warum? Weil er schlecht war! (Und weniger, weil die Kinoökonomie bedroht war, obwohl die Umrüstung auch einigen das Leben kostete.) Aber die sublime Sprache des Stummfilms - sie war zugunsten von billigen Revue-Filmen wie weggefegt. Der Tonfilm benötigte somit in allen Ländern einige Jahre, um zu einer aussagekräftigen Form und zu narrativen "Standards" zu gelangen. In der heutigen Digitaldebatte werden all zu leicht die Angriffe bei Umstellung auf Tonfilm mit denen zur angedachten Umstellung auf digitale Projektion gleichgesetzt, um Kritik in ein nostlagisch weltfremdes und fossiliertes Licht zu rücken. Diese Gleichsetzung wäre aber unzulässig. Aber vergleichen wäre erlaubt: a) Die Einführung des Tonfilms absorbierte das Massenmedium Schallplatte. b) Die Einführung des Digital Cinema absorbiert das Fernsehen und Multimedia. Differenz und Wiederholung: 1929 konnte das tönende Massenmedium noch vollends für Theaterverwertungen appliziert werden. Und eine "bebilderte" Schallplatte war in den Haushalten noch undenkbar. 2012 unterwirft sich der Kino-Theaterbetrieb dem Multimedia durch technologische und programmatische Gleichschaltung, ohne einen wesentlichen Mehrwert (oder eine Differenz) noch zu bilden. Aus diesem Grund kann man von einem Zusammenbruch der Kinobranche in den kommenden Jahren ausgehen, sofern sie sich wirklich gleichschaltet. :?:
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... nö, eher das endstadium des betrachters, der mit seiner gespreizten und antiquitierten deutschlehrer-mentalität (und -schreibe) den bezug zum aktuellen kino und dem publikum nicht mehr geregelt kriegt ... alles eine frage der haltung ... So so. Ein wenig, scheint mir, liegen auch Sie auf einer anderen Welle (zumal Sie die Kritiker plattmachen). Oder nicht? Sie schrieben auf der vorigen Seite: Und ein Klick auf Ihre Website zeigt mir die lustloseste "Mini-Vorankündigung" eines Kinofilms, der mir seit Jahren unter die Augen gekommen ist --- Ihr Engagement für diesen Filmteil stößt somit auf Grenzen - und einen Dienst am Publikum leisten Sie (etwa durch Verdammung der Kritiker) nicht unbedingt, da auch das Publikum in sich "gespalten" und twls. "genervt" ist. Etwas mehr Sachkunde in Ihren Attacken wäre schön. :)
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Ach, @magentacine, da riß mir viel früher der Geduldsfaden. Ich zähle einmal auf: Nebendarsteller, die in diesem Werklein „gut“ wirkten, hätten es auch über das Boulevard-Theater hinaus zu keiner neuen Aura gebracht: eben der Burleske affin - und subkutan auch tauglich für den kurzatmigen Blockbuster. Selbst antiquierte Szenen im Vaudeville-Theater eines Films der Postmoderne (KING KONG war dagegen noch ein Film aus der Urzeit!) berührt hier wenig, so daß die Spinnen-Flucht in die gesellschaftliche Vergangenheit (und Stabilität) sich als Filmlüge entlarvt: ein frühes Paradies der kunstgewerblichen Harmonie singender Revue-Girls, die Leben mit Show und Realsatire mit Nostalgie eingetauscht haben und für Kirsten Dunst die einzige kreative Folie darstellen. Oder die Darstellung von "Alltagssorgen": wie durch eine "Nachbar-von-Nebenan"-Klammerung (seit Spielberg) betrachtet - hier nur als lebloses Vorspiel und Interludium für den alsbald lärmigen Bühnenzauber (sprich: Effektzauber der CGI’s, der niemand der Zuschauer wirklich "bezauberte"). Das alles ist potenziert und verschaltet mit einer nirgendwo verankerbaren Sozial- oder Beziehungs-Tragödie (Elend, Notraub und Treuebruch), zumal all zu viel Moderne und Avantgarde (merke: der politische Konsens gilt noch immer als hollywood'scher Kitt der Widersprüche) in einem Film über übernatürliche Heroen das Massenpublikum nur verunsichert hätte. Zusammen passen alle diese Stilelemente keineswegs, und im Zweifelfall schließt der Kniefall vor der Fahne die Lücken der dramatischen Sinnesleere. Um so dreister, daß hier von Regie die Rede ist, die weder das holprige Drehbuch schreckte noch die affektierten emotionalen Wendepunkte im Griff hätte (die ohnehin kaum jemand nachvollziehen mochte), sondern "vom Reißbrett" ein Sujet entworfen wird, daß zu keiner Form findet. Und so wirkt der "Vollzug" eines dreifachen Showdowns im Finale gleich dreifach kalt, religiös verkitscht und summarisch bedeutungslos, wo nicht einmal die interessanteste Figur (der Sandmann) das Motiv für seinen Rückzug verrät, sondern sich selbst in Larmoyanz und Beichte zerstäubt. Tobey grinst zualledem wie ein Honigkuchenpferd, und Kirsten darf bestenfalls ihre Midlife-Crisis dagegen setzen - zumal sie von Anfang an den falschen Partner wohl erwählte, der lieber spinnt statt zeugt und gar nicht weiß, was er werden will. Handwerklich: uninspirierte, ins gefällige Licht getauchte Bildfotografie voller Sunshine-Poetik. Dynamisch einfallslos bleiben selbst die abkopierten George-Lucas-Animationen (ohne jedoch mit Lucas' antikisiert-dramatischen Aufwallungen mithalten zu können); motivisch dünn die auf dumpfen Stimmungswechsel umschaltende Music von D. Elfman; und immer wieder flüchtige Horror-Versatzstücke aus Raimis früher Zeit, die jeden wirklichen Schrecken vermissen lassen (der Symbiont - wie die ins Lächerliche sinkende Outriertheit der "dunklen Seite der Macht" - wirken wie Zitate, die sich durch und durch brav gerieren, weil auch ein pechschwarzes Kostüm zur Farbe rot schon keinen Kontrast mehr hergibt; sie "verletzen" gar niemand, der nur rechtzeitig in die Kirche eilt). Genervtheit auch bei der vorgestrigen Zweitsichtung auf Damenwunsch (die noch gelangweilter als ich den Saal verließ) - und das Versprechen, nie wieder ein Kino zu betreten. Das ist also das Endstadium des Blockbusters, der sich in der Mutlosigkeit der Plagiate selbst entwertet und den Spinnen-Teil IV (wie einst schon Superman IV von Globus-Production) zum B-Movie absteigen lassen dürfte (Resümee: die alten Bösewichte sind tot, aber soviele neue können gar nicht geboren werden).
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Sehr löblich und gierig: Da hat sich einer alles gekrallt, was Rang und Namen hat, und bewirbt doch fast nur Digital Cinema. Schlau. So sind die Zeiten: geltungssüchtig bis zur Selbstentblößung. :wink:
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Sie meinen Teil 3 (und doch nicht Teil 1, wie Ihrem Dreher zu entnehmen wäre?)? Die Erstinformation teilte mir "Blickpunkt-Film" mit, dort kommen mir die Charts automatisch ins Haus geflattert (deren Angaben ohne Gewähr): "Zwar stellte "Spider-Man 3" bei seinem Start in den deutschen Kinos anders als in den USA keine neuen Rekorde auf, aber der."... Aus: Blickpunkt Film, Newsletter, Montag, der 07.05.2007 Oder besser hier? http://www.nielsenedi.de/de/kinoservice/top/cd20_1.html Eigentlich mochte ich zuerst ja über den Filminhalt reden, Sie aber nun nur noch über's Geldzählen. Wir reden leider immer aneinander vorbei. :cry: Hier geht's weiter: RP Online, 26. April 2007: "Leider wurde Raimi von seiner Begeisterung aus der Kurve getragen: Das Übermaß an drei Bösewichten ist bezeichnend für den Film, der sich in Bombast und Nebensächlichkeiten verliert und dabei sein Herz auf der Strecke lässt." Süddeutsche Zeitung, 30. April 2007: "Der dritte Teil wirkt nun aber so lustlos, so festgefahren, so hohldröhnend pathetisch und so desinteressiert wie George W. Bush am Ende seiner Amtszeit - Spider-Man ist zur "lahmen Ente" geworden." Spiegel Online, 26. April 2007: "Materialismus und Humanismus sind die ideologischen Grundlagen für diese wunderbare Action-Sause, und das ist ein Glücksfall: Zynische Helden und eitle Gewalt gibt es im Blockbusterkino schon genug."
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Aber schwächer als der Vorgänger - sagen die ersten Erhebungen. Und 2007 hatte ja bisher noch kaum Blockbuster. Alles eine Frage der Interpretation. :wink:
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Der damalige DMR-Einsatz in Berlin war ja noch neuartig, er hatte sich (trotz spektakulärer Flyer) wohl nicht richtig herumgesprochen; und dieses, etwas rauhe Imax-Kino war (auch aufgrund der Konkurrenz zum besser laufendem Imax-Discovery-Theater gleich vis-à-vis) noch nicht richtig populär geworden. Ist es vielleicht auch heute nicht: Roashow-Charakter hat es nicht. In jedem Falle war bei diesen beiden Titeln nach zwei Wochen zu 50% die Luft raus. Kurzzeitig wurde auch noch APOLLO 13 gezeigt: leider verabsäumt! Erstmals aber seit vielen Jahren machte eine Projektion wieder Spaß.
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... für's weiterbestehen des/der kinos brachte der SPINNENMANN einen sehr simplen und pragmatischen fortschritt, der die meisten hier, die fürs kino arbeiten und leben, sicher erfreulich stimmt: SPIDER-MAN 3 setzte einen neuen startrekord weltweit (US$ 375 mio) ein beweis, dass dem KINO sein erster platz im auswertungsgetümmel mit recht zusteht, das Kinoauswertung profitabel ist und auch noch steigerungspotential hat. Und ein gewichtiges argument für die studio-und verleihbosse (die ihren geldgebern rechenschaft abgeben müssen), dass auswertungsfenster sinn und profit machen. "@cinerama ratlos in der zirkuskuppel" - der rest der welt zum glück nicht :-) Jenseits der (berechtigten!) Kinoüberlebensinteressen war mein Gedanke ja nur auf den Fortschritt in Story und Ästhetik gerichtet. Hier hatte Sam Raimi schon mutigere Filme offeriert, allerdings dann in seiner Vor-Block-Buster-Ära. Nur noch eine Nebenbemerkung zum Box-Office: oben steht, der Film habe neue Rekorde aufgestellt und weise somit in eine richtige Richtung. Dies gilt bekanntermassen für das Startwochenende in USA, denn in Dtl. wurden keine neuen Rekorde aufgestellt, wo der Film nicht richtig zündet (offenbar ist das Publikum im "unverstellten" Sinne empfindlicher gegen Mischmasch-Kost als einige "begeisterte" Kritiker hierzulande, die humanistische Intentionen der Figurenzeichnung zu erkennen glauben. Genau diese behauptete Intention erreicht aber das heute etwas rauhere und zynischere Publikum nicht, das jedoch keineswegs unempfängich wäre, wenn ein Regisseur es nur ernst meinte [u.v.a. bspw. Terminator II oder Schindlers Liste]. Hier ist das Publikum einmal klüger als der Kritiker.). :wink:
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MATRIX RELOADED sowie MATRIX REVOLUTION waren spielfilm-projektionstechnisch das Beste, was ich im letzten Vierteljahrhundert erleben durfte. Es stimmt auch, daß diese Experimente aufgrund von Besuchermangel (Start erst 3 oder 4 Wochen nach der konventionellen Kinopremiere) wieder eingestellt wurden. Beide Filme liefen unterbrechungs- und makellos! Vielleicht in diesen Imax-Kinos DMR zu sehen: Amsterdam, Wien, Brüssel, Prag, Moskau, Madrid, London oder Warschau? :)
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Das Sprichtwörtliche im Fortschritt - Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition. - Fortschritt oder Mogelpackung? - Durchaus Fortschritt, wenngleich Fortschritt immer auch Verlust bedeutet. - Fortschritt gerät so in die paradoxe Problematik, nach selbstgesetzten Kriterien Rückschritt und Verlust hervorzubringen. - Fortschritt führt zu Faulheit? - Fortschritt durch Gerechtigkeit! - Die Welt wird untergehen durch Verlust an Schönheit! - Um zu leben, bedürfen wir der angeblich so hochentwickelten Intelligenz jener anderen nicht. Diese Intelligenz beschäftigt sich ohnehin nicht mit unserem Leben, sondern mit der Vorbereitung einer möglichst modernen und technisch hochqualifizierten Form unseres Untergangs. - Technischer Fortschritt bedarf enormer Investitionen...Droht dem Menschen der Verlust seiner sittlichen Würde? - "Ich lehre euch den Übermenschen. Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll. Was habt ihr getan, ihn zu überwinden?" (Nietzsche) - Fortschritt in der Technik - Verlust der Sprache? - Überleben statt Fortschritt lautet das Motto!?... - Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewußtsein der Freiheit! - Der Fortschritt wird zu einem blinden Fortsturz. - Fortschritt bleibt ein faustischer Pakt: jeder Gewinn basiert auf einem Verlust - Technischer Fortschritt geht mit kulturellem und materiellem Verlust einher. Stammt die Religion dieses Begriffs nicht aus dem 19. Jahrhundert und ist veraltet? - Durch Fortschritt kann das Leben verlängert werden! Und aus dem Heimatbund Allgäu Besinnliches: http://www.woell-michael.de/Allgau/Alfr...hritt.html :wink: 1997 offenbarte uns MATRIX das Fortschrittliche und Vielschichtige im Digitalen. Frage an die Philosophen und Techniker: welchen Fortschritt brachte uns SPIDER-MAN 3 in diesem Jahr 2007? Als Parabel: "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos" - so grübelte einst Alexander Kluge. Ähnlich ergeht es manchem derzeit mit SPIDER-MAN, POTTER, CARIBIAN & Co. :lol:
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Ist schon starker Tobak, was lapidar aus dem Ärmel so geschleudert wird (und eine schlimme Diskreditierung der Errungenschaften und Verbesserungen der Filmkopierwerkstechnologien seit 150 Jahren): Es sind Schärftests eben so relevant wie Messungen des Kontrastumfangs. Grundsätzlich: seit Jahren (Jahrzehnten) ist es erklärtes Bestreben der Verfechter des elektronischen Bildes, dessen Parameter an filmische anzunähern (und dazu gehören keine Induktion nostalgischen Schrammens und Flickerns, sondern die oben angesprochenen Mindeststandards). Das behaupten grosse Teile der Industrie in Kenntnis der digitalen Defizite. Eine "Perfektion" des digitalen Bildes gibt es daher nicht (noch nicht). Ich weiß nicht, von welchen Beispielen (den Vorzug des optimierten Bildstandes einmal ausgenommen) Du ausgehst? Die von Dir angesprochenen DC-Reduktionen oder Hervorhebungen sind auch keine Gewöhnungssache, sondern ein technischer Mangel. Weswegen wir neuerlich bei Kontrastumfang, Farbtreue, Farbbalance und Auflösung angekommen sind. Es ist nicht ratsam, Erkenntnisse der Farblehre, der Farbtreue, der natürlichsten Kontrastwiedergabe u.a. in die Nostalgieschublade zu verdammen. Auf Eigenheiten der digitalen Fotografie gehst Du leider so gut wie gar nicht ein. Es hat aber seine Gründe, daß die Live-Action-Szenen SPIDER-MAN III u.a. Blockbuster nachwievor in 35mm gedreht werden. :wink:
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Ursprüngiich gefiel mir der Nick-Name "Vitascope" besser ... egal. Aber nachdem in Bradford, Seattle und Los Angeles 3-Streifenanlagen reinstalliert und sogar ein paar neue Kopien gezeigt wurden, galt mir und Bekannten dieses Verfahren als bestaussehendes der Geschichte. Wenn @oceanic den Markennamen kauft, würde das nur weiter das Interesse auf das Verfahren lenken, egal, was er damit macht. Erfreulich! Und vielleicht beschert er uns die in Aussicht gestellen 12k-Auflösungen via Abtastung und Digital Cinema-Projektion. Wenn ja, dann zahle ich gern bei ihm einen dreistelligen Eintrittspreis für HOW THE WEST WAS WON. Bekanntlich nur sind die hiesigen Beiträge nicht all zu ernst zu nehmen. Hauen und Stechen ohne Nutzwert. :wink:
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Aus dem Kopierwerksbereich widersprachen und widersprechen wir Ihnen (weiterhin). Einige Jahrzehnte Erfahrung hier unter den Kollegen werden Sie nicht durch "Film-Kill"-Bombardement umstossen können. Daher ist es sinnlos, mir (und auch einigen anderen Forumsteilnehmern) eine progressive HD-ready-Auflösung zu suggerieren und alsbald wieder die ITU zu zitieren. Wir sind in der Lage, die Differenzen zu sondieren. Sie haben doch gehört, daß Filmkopienauflösungen deutlich höher liegen, wenn kein 2k-Digital Intermediate dazwischengeschaltet ist (welches leider Sie monatelang als Krone der Schöpfung hinstellten). Aber auch, wenn 4k-Ausbelichtungen auf 35mm Dup stattfanden. Das aktuelle Beispiel eines Forumskollegen, der als Ingenieur gerade die Blue-ray-Disc mit der 35mm-Kopie CASINO ROYALE verglichen hat, fiel eben so wie meines zugunsten der Filmkopie aus. Und dies nun zu SPIDER-MAN 3 (4k Digital Intermediate, sichtbar auch in den 35mm-Kopien). Da Sie auf der NAB waren, dürfte Ihnen diese Standpauke nicht entgangen sein: http://www.studiodaily.com/filmandvideo.../7997.html
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Der richtige Weg, gar keine Frage - anstatt sich anderenfalls zurückzuziehen nach Motto "nie wieder Kino!". Aber auch ein kleiner Dämpfer: die Antwort wird erstaunlich jovial, empathisch und serviceorientiert ausfallen: ein Serienbrief wie aus einem Graduiertenkolleg der BWL. Nur verwundert, daß bundesweit offenbar kaum Änderungen eintraten. Meine Vermutung: solche (berechtigten!) Beschwerden sind so selten im Jahr wie etwa die Oscar-Verleihung. :wink:
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Filmfestival in der Schule -- Riesen Technik Frage
cinerama antwortete auf Mopelkiller's Thema in Technik
Auf "Kenntnisnahme" solcher Betriebszustände, wie Sie sie führ(t)en! Ansonsten schränkte ich den Mangel auf "etliche" Betriebe ein. Nicht alle hemmen die Kreativität. Jeder hier weiß aber, daß ein betrieblicher Rahmen aufgrund der kurzfristigen Unternehmensziele "etlichen" Anstrengungen Grenzen setzt. Daher die Ermunterung im Sinne @stefans2 zu Aktivitäten außerhalb des etablierten Gewerbes. Das nannte sich früher auch einmal "Off-Kino" oder sogar "Off-off-Kino"-Bewegung. Wenn Sie offiziell "Liebe" hier als Urwert des Kommerziellen beschwören, verschleiern Sie Ausbeutungsverhältnisse auch in Ihrer Regie. Schönen Tag noch nach Krls.! -
Filmfestival in der Schule -- Riesen Technik Frage
cinerama antwortete auf Mopelkiller's Thema in Technik
Bisher in verschiedenen Tonformaten von CASINO ROYALE leider nur dumpf klingende Sprache gehört (sowohl engl. wie deutsch, oder auch gleichgültig ob 35mm oder DVD). Weiß gar nicht, was ich da noch alles einschalten soll? :roll: Vor allem die in GB gezogenen Kopien waren erstklassig: wie direkt vom O-Negativ gezogen. Das schränkt auch die Sinnhaftigkeit der digitalen 4k-Projektion ein, wenn es auf einfache Weise günstiger und universeller projizierbar ist! (Leider waren nicht alle dt. Kopien auf diesem Level.) In kommerziellen Kinos ohnehin leider keine State-of-the-art-Projektion mehr möglich, weil Film- und Technikliebhaber, die viel austüfteln, zumeist andere Betätigungsfelder oder Filmbetriebe bevorzugen, und etliche Arbeitsverhältnisse in Kinocentern per se die Kreativität ersticken. Also hoffen wie auf "Jugend forscht für's Cinema" und die neue Avantgarde der Vereins- und Kunstkinobetreiber. "Kino in der Kirche" (auch leerstehenden), wie Du erwähnst, ist genial. Seit geraumer Zeit fotografiere ich diese Lokalitäten. Motto (ironisch angemerkt): wer Gott nicht fürchtet, verdient das Kino nicht! Und: mehr "Respekt" vor einer Kinostätte ist mehr wert als bis zum Abwinken verstreutes Popcorn. :wink: -
Die Bestrebungen in den derzeitigen A-Produktionen (sie sind seit einigen Jahren grossenteils "Hybridproduktionen", mit eben analogen und digitalen Anteilen) zielen auf ein hochwertigeres Mastering, um den Aufwand der Live-Action-Drehs möglichst wenig degradieren zu müssen. Im Folgenden äussert sich z.B. Bill Butler (Kameramann u.a. von DER WEISSE HAI: http://german.imdb.com/name/nm0124832/ ) und beschreibt den Pragmatismus in der Zusammenfügung höchst unterschiedlicher Formate. Hier nur als sehr allgemeines Beispiel angeführt: JW: Where do you stand on high-definition versus 35mm film? Bill Butler: It isn’t a matter of just having an opinion, but your opinion must be based on fact. And the fact is that film is probably about twice the quality that the best high-definition has. Film still is the best. Part of the reason is the latitude that you get on film far exceeds anything that you can get on high-definition video yet, at this point in time. Someday it may get better, but at the moment, film far out-reaches the quality of the amount of information that can be captured in one little area. Film still stands as the leader, and the new stock that Kodak is putting out has an extra stop of latitude towards to both top and bottom. It’s absolutely beautiful. JW: What’s your favourite kind of stock that you’ve worked with. I know we’re getting REALLY technical right now, but I love it. (laughs) BB: I stand with Kodak film, and their new stock that has the extra latitude, you can get it in both their 500 ASA film and you can get it in their daylight stock as well. It just keeps getting better. JW: How about release prints? Do you have a favourite? BB: It depends. Kodak has more than one choice of stock to print for release. For example, one is softer, one shows more detail, and so forth. You have to choose your stock in accordance with the picture you are releasing. There isn’t one best one. It’s one that shows off your product the best. JW: Do you have a personal preference in which aspect ratio to shoot in for each project? BB: It doesn’t matter too much in which aspect the director decides to shoot in. It’s a different composition; you compose differently in one format against the other. Close-ups are easier in the spherical 1.85:1 format, and in any of the widescreen formats you have to do it a little differently. They both work and they both have their own challenges. If you’re showing a large horizontal view and you want the widescreen to show the territory, then that’s a good choice. If it’s a little, tight, personal film, then maybe not. JW: Where do you stand on the Super 35 widescreen format? (Super 35 is a spherical widescreen process where the film’s negative is shot in the 1.85:1 “Flat” format and then optically converted to an anamorphic release print. BB: Super 35 is a great format. It’s one of the best choices that you can make today, and the reason it’s better now is because of digital intermediate printing. JW: Exactly, which was actually my next question, how digital intermediates have changed film processing in the labs today. BB: It changes in this manner; If you’re shooting in widescreen, Super 35, because all of the projectors and houses that are distributing film have to squeeze the image in order to use their lens -- which is a little stupid but it’s a money thing – you then have to go through one step further away in film in Super 35 to get it back to a squeezed image. You no longer have to do that with a digital intermediate. JW: What’s great too is recently that digital intermediates have recently went up to 4k resolution as opposed to 2k resolution, which greatly enhances print quality. “Spider-Man 2” and “I, Robot” are examples of films shot in Super 35 and DI’ed to 4k resolution and they look absolutely breathtaking on screen. BB: Oh yeah. You’re doubling your image quality, digitally, but they still have to back off the film quality a little bit… JW: But I still want it to look like film. You’re going to a theatre to see FILM, not digital. A lot of the films shot in HD look a bit disappointing to me [when transferred to film…] BB: Digital both in sound and in picture has a harsher quality, and in fact sometimes the detail lacks the softness that you get from a lens, especially a lens that’s out of focus in the background and sharp focus in the foreground, which tends to bring that image forward and focus your attention on it better. In situations like that, sometimes the digital doesn’t feel quite as right, it isn’t quite as natural; and by natural in the terms of a wood in a tree or the feel of someone’s hand. That kind of human experience, you’re kind of further away in digital sometimes than you are in film. (Aus: http://www.efilmcritic.com/feature.php?feature=1426)