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Neue Fundsachen aus der Welt der Filmkritiker: Sichtweise der dialektisch geprägten Kunsttheoretiker: "Wer natürlich die Cover billiger SciFi-Paperbacks für große Kunst halten sollte, wer in David Hamilton einen Poeten des weiblichen Körpers sieht, wer Farbfilter liebt, hinter denen die mühsam errechnete Berge, Schluchten, Ebenen Griechenlands mal gülden, mal blechern glänzen, wer das alberne Spucken großer Töne partout mit Poesie und Heldenmut verwechseln oder sich einfach nur mal mit faschistischem Camp oder campigem Faschismus amüsieren will, der wird gewiss vor dieser bleischweren Comic-Verfilmung wie Leonidas vor dem wundersam gepiercten König und Halbgott Xerxes in die Knie gehen." Aus: Eckehard Knörer-Essay "Auf die ermüdend lange Strecke seiner zwei Stunden entwickelt sich das Sandalen-Kriegsgemälde dann zu einer so unappetitlichen wie fast schon wieder originellen Mischung aus faschistischer Bildästhetik und bewusstem Camp. Genauer gesagt: Es mischt sich gerade nichts. Durch kein bindendes Band aus Sinn oder Verstand vereint stehen der wie in der Zahnpastawerbung kraftvoll in einen Apfel beißende Feldherr Leonidas (Gerard Butler) und die mit ironiefrei volltönender Heroenrhetorik über Leichenberge spazierende spartanische Kampfsporttruppe nebeneinander. In durch kein nachvollziehbares Konzept verbundener Tateinheit von Augenzwinkern und blutigem Ernst schreiten die stählernen spartanischen Hopliten zum Gemetzel gegen das vom riesigen gepiercten schwarzen schwulen Perserkönig Xerxes (Rodrigo Santoro) gen Engpass geführte persische Heer. [...] Die gängige Fanboy-Rezeption nimmt blutrot-bräunlichen Camp wie "300" einfach als großen Spaß. In Wahrheit handelt es sich dabei um die so unfreiwillige wie aufwändige Verfilmung eines wahren Adorno-Worts: Fun ist ein Stahlbad." Aus: http://www.taz.de/pt/2007/04/04/a0150.1/text Eine Freisprechung vom Telos der Filmethik, ein Plädoyer für den Liberalismus subjektiver Bildaneignung: "Das ist, schon weil sich die Frage, ob Leonidas das Richtige tue, niemals stellt, kein Drama, keine Tragödie. Es ist viel eher das Leonidas-Programm, das Online-Spiel „Sparta“, das da abläuft, wenn eine Truppe nach der anderen, jede noch ein bisschen grausamer als die vorherige, anrennt gegen die Reihen der Griechen, die dann schnell ihre Speere werfen und die Schwerter zücken müssen. [...] Und es sieht so aus, wie Frank Millers schöner, dunkler Comic „300“, der hier mit kinematographischen und elektronischen Mitteln in Bewegung gebracht wird. Echte Menschen bewegen sich hier über Schauplätze, denen erst der Computer die Form gegeben hat, was nicht ganz so stilisiert aussieht wie Robert Rodriguez' Film „Sin City“, aber ebenso künstlich - und naturgemäß haben diese Bilder kaum Ähnlichkeit mit dem, wie sich der humanistisch gebildete Mensch, der Akropolisbesucher und Vasenbetrachter, das klassische Griechenland imaginiert: Solche dunklen Himmel hat keiner gesehen, der je in einem griechischen August nach oben schaute, und die Bärte und Frisuren der Spartiaten hätte man auch eher umherschweifenden halbbarbarischen Keltenstämmen zugeschrieben als den Abendlandsrettern von der Peloponnes. Kurzum: man möchte diesen Film schon deshalb verteidigen, weil er die Bilder und Szenen, die man sich von diesem Genre erwartet, eben nicht nur nicht inszeniert, sondern sein Publikum, mit der ganzen Wucht seiner Inszenierung, dazu zwingt, sich endlich bewusstzumachen, wie viel Fiktion in jenen Erzählungen steckt, welche wir für Geschichtsschreibung halten. Fünf Millionen Menschen, so gewaltig seien das Heer und der Tross des Xerxes gewesen, schreibt Herodot; und dass die Flüsse Thessaliens nicht genug Wasser geführt hätten, den Durst dieser Massen zu stillen, und Zack Snyder (und der Computer) nehmen diese Aussage beim Wort und übersetzen sie in Bilder von allerschönster Unwahrscheinlichkeit." Aus: http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9...ntent.html Resigniert auch die psychologische, konservative Filmkritik: "Soziologen werden es wohl für unverzichtbar halten, Motivationen dieser Art zu untersuchen. Sie könnten ja vielleicht sogar auf einen neuen Propagandafilm stoßen. Aber ob sie dadurch dem Phänomen, warum „300“ das jugendliche Publikum so fasziniert, näher kommen, ist ebenso bezweifelbar wie die Vermutung der Kritiker, der Film bediene eben nur die natürliche Neugier der Altersschicht auf eine Abenteuergeschichte. Beide Seiten gehen von der veralteten Prämisse aus, dass auch junge Kinogänger der erzählten Story und den ideologischen Hintergründen vorrangige Beachtung beimäßen. Sie verkennen, dass Kino für junge Konsumenten längst nicht mehr das Unterhaltungsangebot Nummer eins ist. Eine Generation, die mit Computerspielen aufgewachsen ist und sich eine eigene virtuelle Fantasiewelt auf Webseiten wie YouTube und MySpace zusammensetzt, erwartet in ihrer Mehrzahl vom Kinofilm etwas ganz anderes als das, was ihre Väter und Mütter angelockt hat. Der „Wow!“-Effekt Filme vom Schlage „300“ werden nicht durch ihre mit traditionellen Maßstäben zu messenden Qualitäten zum Erfolg, sondern durch ihre rigorose Konzentration auf Testosteron-Effekte. [...] Ihre Aufgabe ist es, die visuelle Faszination, den „Wow!“-Effekt der schnellen Action und die vom Comic Strip gewohnte Simplizität der Figuren für die Leinwand nachzuschaffen. Der Erfolg von Filmen wie „300“, denen wir in Zukunft vermutlich immer öfter begegnen werden, leitet sich nicht aus Stars und Storys ab, schon gar nicht aus der nur für Experten wahrnehmbaren Bewunderung von Abel Gance und Leni Riefenstahl, sondern aus ihrem allseits erkennbaren Potenzial für immer aufregendere Action und zensurverträglich dosierten Orgiasmus. Deshalb die beständig ansteigende Menge von computererzeugtem Blut, die Reduzierung der Charaktere auf leicht fassliche Idealtypen und der Hang zur Uniformierung und Mythologisierung der einst Handlung genannten Aktionen. Der junge Besucher, dem die virtuelle Welt der Video Games zum zweiten Ich geworden ist, muss sich auch im Kino zu Hause fühlen können, wenn ihm ein Film gefallen soll. Die Spartaner und George W. Bush sind ihm dabei ganz und gar gleichgültig. Als Kritiker – oder auch nur als Angehöriger einer älteren Generation – wird man sich bewusst werden müssen, dass wir es hier mit einer ganz anderen Art von Kino zu tun haben, das nicht mehr den einstigen Gewohnheiten entspricht und das dabei ist, eine eigene Ästhetik zu entwickeln. „Es ist ein Epos ohne einen Traum“, schrieb die angesehene amerikanische Filmkritikerin Pauline Kael einst über „Star Wars“. „Die Lautstärke, der alles zerschlagende Schnitt und das unnachgiebige Tempo“, fuhr sie fort, „treiben jeden Gedanken aus des Zuschauers Kopf.“ Was würde sie wohl heute über „300“ sagen? So wie der Erfolg von „300“ nicht durch die Unterstützung von Journalisten, sondern durch die Propaganda von Fans auf der Comic-Con-Messe in San Diego und durch Clips auf der Webseite YouTube angeheizt wurde, so wenig erreichen Kritiker die immer stärker anwachsende Fan-Gemeinde dieser Filme, solange sie nicht anfangen, in den Kategorien jenes Kinos zu denken, das man als Bluescreen- oder Effektkino bezeichnen könnte, am zutreffendsten aber wohl als Testosteron-Kino. Wer das nicht will oder kann, wird damit leben müssen, dass ihn die jugendlichen Scharen einen Schwachkopf nennen." Aus: http://film-dienst.kim-info.de/artikel.php?nr=152724
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Das THX-Emblem hängt seit Jahren nicht mehr im FILMPALAST BERLIN: an dessen Stelle wurde - optisch etwas unpassend - ein Dolby-Digital-Emblem montiert. Tatsächlich fügte sich 1989, als Flebbe das Kino übernahm, in die 50er Jahre Neonschrift "Filmpalast Berlin" rechtsseitig durchaus sublim auch das THX-Logo ein, welches signalisierte, das ein neues Roadshow-Theater am Kurfürstendamm sich positionierte. Bei der Eröffnung fragte ich den Flebbe, ob die DP 70 installiert sei und er evtl. noch eine zweite bräuchte, worauf es hieß, der Projektor sei noch in der Restaurierung. Der Zweitprojektor wurde aber eine FP 30. Der ST 270-Teller bedient seitdem beide Maschinen. Von den anfänglich interessanten Ansätzen (Schienenspiel, Actionnächte, 70mm prints zur Demo der Soundanlage) ist leider fast nichts geblieben. Offenbar gibt es zu wenige Unterstützer des Kinos, oder die Hamburger Konzernzentrale der CinemaxX AG erstickt jeden kreativen Ansatz bereits im Keim, sobald Mehrausgaben und Vorauszahlungen erforderlich werden.
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Zusammenhang zwischen Umrüstnötigung und Fensterverkürzung sehe ich insofern: - Teile der Industrie wollen billiger, flexibler, kompatibler und lukrativer produzieren. Der Glaube ist, eine verbesserte Distributionsweise vollende sich mit HD(TV). Es gibt aber auch ausreichend Gegenargumente. - Produzenten interessieren sich zumeist für schnellstmögliches Einspiel: die Formate hierfür seien 24p/ 1080i-p/ 2 k. Der Vertrieb sei on demand oder zeitgleicher DVD-Start zur Kinopremiere. - Kino erhält keine exklusive, speziell nur dort abspielbare Ware, sondern HD(TV)-Content - es steigt in der Auswertungshierarchie auf den geschichtlich tiefsten Stand. - Kino darf nachwievor vor Premieren spielen, aber nicht mehr exklusiv, nicht mehr mit Zeitfenster und nicht mehr auf teurem Material. Es darf noch mitspielen, soll aber auf HD(TV) umrüsten. - diese Zentralisierungprozesse sollen mehr und schnellere Margen beim Filmeinspiel gerieren, und dementsprechend wandert die Primär-Auswertung weiter in Nicht-Kinos ab. - Entgegen den relativ billigen HD-Ready-Schirmen u.a. Geräten der Haushalte sollen nun Filmtheater ihre Selbstständigkeit durch Verzicht auf Filmbandmaterial verlieren und unlukrative und rasch veraltende HD-Anlagen anschaffen (die wechselnd positiven oder negativen Bildunterschiede zu 35mm sieht das Publikum aber nicht). Vor diesem Nötigungshorizont gibt es daher einen Zusammenhang zwischen digitalen Bildwerfern und verkürzten Zeitfenstern. Ein Trojanisches Pferd.
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Erg. zu den YouTube-Clips über drei Berliner Kinos: kleine Zahlendreher bei drei kinoseitigen Auskünften: Die Bauer B 14 -Projektoren im KINO ARSENAL 2 sind nicht "70 Jahre alt", wie erinnert wird. Gebaut wurde meines Wissens ab 1959, die Zweibandversion vielleicht noch später. "Lawrence of Arabia" lief im FILMPALAST BERLIN zwar ca. 1991 als Director's Cut (abendliche Preview, 1 Vorstellung), nicht aber in 70mm (in 70mm lief er kurze Zeit später im ROYAL PALAST sowie die 90er Jahre in div. Einzelvorstellungen in der URANIA). Die alte ZOO PALAST-Leinwand maß nicht 9 x 20 Meter, sondern 10 x 20 Meter. Ansonsten stimmen die Clips eher traurig.
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Zurück zum Ausgangsthema. War bei der Vorführung nicht zugegen und urteile auch nicht über SXRD-Interpolation vom 2k-Master zur 4k-Projektion. SONY stellt den Sachverhalt völlig anders als @oceanic dar: Diese Technologie garantiert nicht nur bei der Vorführung von 4K-Filmen optimale Qualität, vielmehr sind die Sony Projektoren auch zur Präsentation von Filmen in 2K-Auflösung hervorragend geeignet. Dabei werden die 2K-Signale auf 4K-Auflösung hochskaliert, sodass auch diese Filme in einer deutlich höheren Bildqualität zu sehen sind als bei einer 2K-Projektion. http://www.sonybiz.net/biz/view/ShowCon...9909164317 Wenn Solches offenbar nicht störungsfrei funktioniert (oder erst nach "Entkörnungen" des Ausgangsmaterials zum 4k-Master und Umgehung des projektorseitigen upscalings vermieden werden kann), so stellt das die Anschaffung eines 4k-Projektionssystems von SONY per se infrage. Es ist den Kinobetreibern ein derartiges Wirwarr nicht zuzumuten, in dem die hochauflösendere (aber gegenüber DLP kontrastärmere) Projektion minderwertigere Bilder geriert, als eine HDTV-Disc und Master. Das wäre somit der Rückschlag zur weltweit einheitlich genormten HDTV- oder 2k-Projektion, von der die daran Verdienenden (@oceanic und viele Kopierwerke) "nachgewiesen" haben wollen, daß sie den Rezeptionsmöglichkeiten des menschlichen Auges vollauf genügten. Wenn andererseits aber auf 35mm mittlerweile gute 4k-Ausbelichtungen möglich sind (CASINO ROYALE, SPIDERMAN II u.v.m.), genügt eine gute 35mm-Kopie bei gutem Bildstand völlig - ohne Projektionswechsel. Den durch Fensterverkürzungen gebeutelten Filmtheatern jedenfalls ist das digitale Nachrüstungskarussell nicht zuzumuten, und sie könnten sich um vielleicht drängendere Probleme kümmern? :!:
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RED 5K/4K digitale Kinokamera. Erste Testshots.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Da die Kamera offiziell erst in vier Tagen auf der NAB vorgestellt werden soll (und irreführenderweise bereits für die NAB 2006 angekündigt worden war), ist man doch verblüfft, daß aus eigener Erfahrung bereits so viele Eindrücke bei den Forumsmitgliedern vorliegen sollen? Besieht man sich oberflächlich den CMOS-Sensor, verblüffen einige Ähnlichkeiten der Parameter zu Sonys digitalen Fotokameras (und diese überzeugten zumindest mich im Kontrast überhaupt nicht). Wenn jetzt bereits deutsche Produktionen mit der Red One entstehen, wie man oben las, dann dürften sie wohl kaum vor 2009 auf den Markt gelangen. Die erste (und bislang einzige?) Produktion steht erst für Frühjahr 2008 zur Premiere. http://www.imdb.com/title/tt0493464/ Ob @oceanic, wie angekündigt, in Erwartung dieser Kamerarevolution noch rechtzeitig seine 35mm-Kameras von Arri u.a. verkaufen konnte, würde mich sehr interessieren. :) -
Kurz nach oder vor der TV-Ausstrahlung doch etwas leichtfüssig disponiert. Jedenfalls zur BEN-HUR-Länge gehört auch ein gleichrangiger kosmopolitischer Geist: dem Herrenmenschenpathos der Pertersen-Liga leider gänzlich abgehend. Nach der Digital-Intermediate-Katastrophe von TROY vor drei Jahren ist hoffentlich eine Nachbesserung zu erwarten, sofern damals womöglich die Ausbelichtung auf Internegativ (aufgrund des Zeitdrucks) Anlaß der Bildmängel war. Sollte das Bild im Director's Cut nicht deutlich besser werden, muß der Vorgang des Einscannens, des dran anknüpfenden Source-Masters und der Arbeit-Digital-Intermediates einmal hinterfragt werden. Der Farbraum dieses Films war bisher auf allen Medien fehlerhaft (ergo nicht künstlerisch konnotiert!), und die Schärfe auf 35mm lag bei allenfalls 1,3k-Auflösung. Wenigstens kann man derzeit Diane Krüger in einem photochemisch einwandfreien 35mm-Film bewundern: KLANG DER STILLE (mit der auch erregenderen Musik): scheinbar ohne digitale Kontaminationen - die Hauttöne stimmten plötzlich, und es sah irgend wieder "analoger" und unkomprimierter aus. :wink:
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Nö, der ist ein braver Bär und macht in unserem Zoo viele (auch schwer kranke) Kinder glücklich. Der besagte Gruss ist ohnehin römisch zu verorten. Diesbezügliche Monumentalfilme (zu den Festtagen in Televisionen QUO VADIS?, BEN-HUR, UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES, SPARTACUS) demontieren jedoch den Mythos dieses Imperiums. Im Hollywood der 50er/60er Jahre vermutlich eine Lehre aus dem Zweiten Weltkrieg. Zustimmung.
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In einem anderen Forum, konnte man ähnliche Diskussionsverläufe wie hier konstatieren, wo begeisterte Anhänger das Werk huldigen, die Buhrufer als Schuld-Prediger und "Linksintellektuelle" tadeln, endlich einen Schlußstrich unter peinliche, immerzu nur deutsche Begegebenheiten ziehen wollen, staatlich verordnete Schuldgefühle (die einen angesichts der Ausländer sogar auf Bahnhöfen verfolgten) brandmarken oder Sparta als Verteidigungssystem deklarieren: Man darf höflich entgegnen: Das Werk wäre genau so peinlich, dumm und faschistoid für japanische, amerikanische, britische oder italienische Zuschauer. Es fördert, "linksintellektuell" gesprochen - den derzeitigen Drall zum weltweiten Imperialismus, bspw. den der "Festung Europa" und den der rivalisierenden Großmächte USA und künftig vielleicht noch China. Diese Handlungsvorlagen, ästhetisch und politisch, brauchen wir anno 2007 überhaupt nicht. Und ich kann nicht verstehen, daß man schlechten Gewissens und voller Schuldgefühle durch die Bahnhöfe geht, sobald man einem Nicht-Deutschen begegnet, ich hatte sie noch nicht. Ist Schuld übertragbar oder vererbbar? Vielleicht macht sie sogar Sinn, wenn man daraus sinnvolles, zeitbezogenes Handeln entlehnt. Wenn den Griechen Sparta als negatives Beispiel vererbt wurde (Sparta überfiel Athen), so mag dies den Griechen gewiß von nutzem sein. Auch dort herrschte noch kürzlich ein Militärregime als Ausfluß des 20er-40er Jahre Faschismus. Also kann ein Schuldgefühl produktiv sein: zum Innehalten, Nachdenken und Umdenken bewegen. Schuld und Reue heißt, man hätte etwas falsch gemacht: ein Zeichen der Stärke und Zivilisation, der Verantwortung und Weiterentwicklung. Dadurch werden wir erst groß. Schwach erscheinen beliebte Forums-Thesen wie diese: Wäre Sparta nicht gewesen, würde Europa heute unter dem Halbmond leben (eine absurde, Bush-freundliche Schlußfolgerung aus diesem Film, denn die Perser waren spätere Verbündete Spartas gegen Athen!), und unsere Kinder sollte man bloß nicht den Linken anvertrauen (wem sonst? Den Tornado-Einsätzen in Afghanistan vielleicht?) und. ein starkes Selbstbewußtsein kenne keine Zweifel. Eine doch seltsame Auffassung in Zeiten diverser ökonomischer, ökologischer und religiöser Konflikte nach der Jahrtausendwende. Irgendwie fungieren dann plötzlich die Conan- und 300-Filme wie eine Befreiung: das innere Tier wird freigelassen: es wird virtuell platt gemacht, was fremd, minderwertig und schwächlich ist - dies alles zur Stärkung des eigenen Egos, natürlich in digitaler Scheinwelt verpackt, damit man stets ein Rückzugs-Alibi bereithält (Motto: kommt aus dem PC - kein Tier wurde getötet, reine Unterhaltung-). Frau Riefenstahl war weitaus begabter als Herr Snyder, aber ihre Filme sind eben so dröge und langweilig. Technisch haben sie mitunter nachwachsende Kamerastudenten und Sportreporter angeregt, was von "300" kaum zu erwarten ist. Ästhetisch bleibt "300" Fantasy-Kitsch ohne nachwirkende Aussage oder prägnante Tableaus. Wann und wo hat denn je eine Streitmacht auf diese Weise gekämpft? Kunst liegt oftmals in der Beschränkung auf das Wesentliche oder auch in der Rückkehr zum Authentischen. Das aber wäre von den Jung-Hollywood-Filmern, deren Kinoästhetik sich primär am Computer herangebildet hat, sicher zu viel verlangt. Den Film "300" zu verreissen, hat bisweilen schon Effekte, als würde man einige Zeitgenossen beim gewalttätigen Sex stören wollen (Film vielleicht mitunter doch ein wenig als Triebsublimierung?). Und dies kann ja jeder gern für sich selbst privat ausmachen - aber in der Kunst und in der Politik (beides schwerlich zu trennen) gelten noch andere Maßstäbe, glaube ich, u.a. die der Verantwortung. Spannend fände ich die Filme, die aufzeigen, wie man solche Weltbilder einmal nachhaltig niederringt. Es gibt doch viel schönere und intelligentere Monumentalfilme (Massenszenen und Kriegsverläufe werden darin nicht ausgespart), warum spricht man nicht hiervon?
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Verbieten kann man heute gar nichts mehr. Das alles nennt sich "vertikale Diversifikation", behindert aber m.E. die Optimierung der horizontalen D. - aber das müßten BWL-Profis mal unter die Lupe nehmen. Bei kleineren, schwächeren Kinos kommt immer wieder der Gedanke auf, das Tagesgeschäft alternativ zu bestreiten. In Bln. hat es sich leider in einer renommierten Programmkinogruppe (mit wunderbaren, historischen Spielstätten) ebenfalls eingebürgert, Schaukästen mit DVD-Paletten zu installieren. Gewiß gute Filmangebote eines eben so engagierten 35mm-Repertoire- und Kunstkinoverleihs, aber Titel wie DENN SIE WISSEN NICHT WAS SIE TUN oder STARBUCK HOLGER MEINS sind m.E. für volle Auditorien gedacht, nicht für den Heimkonsum. Überlegung und Entscheidung der Kinoleute könnte gewesen sein, daß Wiederaufführungen a priori ausgeschlossen werden können, sodaß diese Klassiker-"Ergänzung" ("Good Movies") einen Dienst am Kunden darstelle. Andersherum sind Klassiker nicht umsonst Klassiker, die zum mehrmaligen Ansehen drängen - und als Video-DVD die Kunden an ihren Wohnort binden. Es soll aber auch Publikum geben, daß sich von Videotheken, Spielautomaten, langer Werbung und lauter Disco-Foyer-Musik belästigt fühlt. Je mehr man darauf Rücksicht nimmt, desto besser kann es eigentlich nur mit Kino werden. :)
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Würde mich auch interessieren. - Eine lastabhängige Regelung des Aufwickeltellers? (Die mechanische Steuereinheit mit mechanischem Regelarm erkenne ich überhaupt nicht.) - Noch mit der alten Einsteckeinheit für Triacetat-Film? - Und wirklich platzsparender / billiger? - Auch für 70mm-Film?
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Ein Dokumentarfilm von Jakob Kneser und Trisstan Chytroschek (D 2006, NDR) befaßt sich mit dem Ende des K 40, Titel: SUPER 8 - DAS ENDE EINER LEGENDE. Ausgestrahlt wurde auf "arte" am 7.4.07 (0.40 - 01.30 Uhr), wiederholt wird am 14.4.07 ebd. Tenor des Reports: aus Mangel an Profit eingestellt, aber einst von Amateuren erfunden, wird der K-40 weiterleben, sobald er von Amateuren und Liebhabern produziert und vertrieben werden wird. Im Zeitalter der digitalen Speicher und gewisser Unzuverlässigkeiten bestünde "Hoffnung", daß eines Tages Menschen sich auf dieses Material zurückbesinnen würden. Durchaus sehenswerte Sdg.! :)
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Als Sinnbild eines "Museums der Scheußlichkeiten" sei einmal auf das fokussiert, was Öffentlich-Rechtliche mit Steuergeldern und Kulturgewissen anzurichten imstande sind. Da geistert nunmehr seit Jahren ein- und diegleiche Grusel-MAZ durch die Anstalten (Sende- oder Irrenanstalten sei anheimgestellt), und es ist noch keinem aufgefallen, daß man von des meistdekorierten Breitwandfilms ausladenden Details und Tiefenwirkungen nicht das Geringste mehr erahnen kann. Szenenbeispiel: Man schaue nur in die Katakombe am "Tal der Aussätzigen", wenn im rechten Bildvordergrund Esther den Schritt über die "Bannmeile" wagt, um Tirzah und Miriam Verpflegung darzureichen, und man erkennt die Sinnlosigkeit Wyler'scher Regieeinfälle: die bohrende Tiefe schwarzer Räume und das zerdehnte Ausspielen von Szenen der Annäherung und der Trennung sind in dieser aschfahlen, detailarmen Version "zu Tode kopiert" worden. Wenn in einer Stunde neuerlich der karfreitägliche "Lückenfüller", diesmal im ZDF, sein Unwesen treibt, wissen auch die Intendanten, daß keiner mehr hinschaut. Aber eine solche Dispo erweckt allemal wieder den Anschein einer Kultur-Auftragserfüllung für die Generation ab 40. Interessieren würden mich Eindrücke der heutigen Kinosichtung und Anhörung der 35mm-4-Kanal-Magnettonkopie, auch und gerade hinsichtlich des für TV "remixten" Pseudostereotons.
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Ist mit DVD technisch nicht möglich (kenne die 35mm-Kopien von DAS LEBEN DER ANDEREN). Es sei denn, da Bild ist relativ klein und der Betrachtungsabstand relativ groß. Dies sollte besser keine Schule machen. Eine leicht zerkratzte 35mm-Kopie ist m.E. in jedem Falle vorzuziehen. "Beschwerden" kommen ohnehin selten seitens des Publikums, zumal es Unzufriedenheit selten "beweisen" oder "aritkulieren" kann (und zumeist inkompetente Antworten vom Kinopersonal zu erwarten sind). Es spürt aber, daß etwas minderwertig ist und nimmt diesen aschfahlen Eindruck mit nach Hause. :wink:
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Mit Interesse durchgelesen. Aber die abschliessende Frage ist noch untbeantwortet: "Wie kosteneffektiv ist ein solches System?". Wenn es so nicht realisierbar ist, sollte für ärmere Kinos eine Alternativlösung (mit vorgezeichneter Vorbehaltssignatur) als "zweitbeste" Lösung angeboten werden (bswp. für Programmkinos und kleinere Theater). Verschiedene Schemata für diverse Raumgrössen wären ein guter Anstoß, um etwaigen Fehlkäufen nicht auf den Leim zu gehen, denn einige Betreiber sind wirklich mit ingenieurwiss. Anforderungen überfordert, da andere Sorgen den Focus auf eine Technikoptimierung überlagern.
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cinerama antwortete auf UlliTD's Thema in Allgemeines Board
Es ist nicht das Allergeringste gegen Studenten enzuwenden, ebenso wenig gegen Nichtdeutsche, Facharbeiter, Ärzte oder auch gegen Bedürftige, Ungelernte und sozial/kulturell verantwortliche Unternehmer. Glaube, dies versteht auch Jeder, der diesen Thread mitliest. -
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cinerama antwortete auf UlliTD's Thema in Allgemeines Board
Hört sich ja cool an, erweist sich aber oftmals als Märchen. Gesucht wird die "eierlegende Wollmilchsau", zumeist geringfügig beschäftigt, aber mit "Spaß an der Welt des Kinos". Sie setzen es gleich mit "Nachwuchs der Kinobranche" - aber das ist sicher nicht ganz die Sachlage. Der schlechter bezahlte Pfandflascheneinsammler etwa eines Supermarktes (es gab das "Schwarzbuch Lidl" kürzlich zu lesen) ist natürlich ein tolles Argument von Ihnen. Hochachtung. Da hat sich wieder ein überzeugendes Alibi gefunden. Sie könnten Bundesminister für Arbeit oder Wirtschaft werden: eine gute Zukunft für unser Land. -
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cinerama antwortete auf UlliTD's Thema in Allgemeines Board
Besonders häufig inserierten auch Sie in Medien nach "Aushilfen". Dies hat sich bekanntlich gesellschaftlich immer mehr eingebürgert, um auf diesem Wege Festangestellte und Dauer-Arbeitsverhältnisse zu vermeiden ("1 x 1"). Solches meinte möglicherweise @Martin Rowek und sicherlich auch die Dienstleistungsgewerkschaft VERDI. Diese Begründungen hatte ich lediglich zur Diskussion, als Anti-These zum Common Sense virulenter Rabattpolitik gestellt, was den BWL-Lehren hoffentlich nicht zuwiderläuft. Der Vorwurf ist doch hier Schwachsinn. :roll: Hier geht nicht das Abendland unter wenn jemand Kundenbindung betreibt und dabei einen Rabatt einräumt. Kino ist nunmal keine Veranstaltung für die Geldelite sondern sollte auch eine fürs "gemeine" Volk sein. Dein Vorschlag im Gegenteil die Eintrittspreise zu erhöhen dürfte das Kinosterben dafür massiv beschleunigen. Machen wir uns doch nichts vor. Kino ist teuer und hat in den letzten Jahren die Schmerzgrenze vieler ehemaliger Besucher geknackt. Wenn du die Preise erhöhen willst musst du wirklich einen entsprechenden Mehrwert liefern, wie soll der den bei dir aussehen. Und auch die Verlängerung des Verleihfenster würde nichts ändern. Machen wir uns doch nichts vor. Die meisten Filme sind nach spätestens 3 Wochen fertig... Und ja, ich gehöre selbst zur Kategorie der von dir unerwünschten Studenten... Ich war selbst Student und lebte auf diese Weise. Gerechtigkeit und Branchenposperität aber stehen nochmals auf einem anderen Blatt. Natürlich beschreibst Du den Status Quo und die "Sachzwänge" derzeitigen Wirtschaftens. Umgekehrt machte ich auf eine Abwärtsspirale aufmerksam und plädiere für Verlängeurng des Kinofensters (einige Kinofilmverleiher wie KINOWELT fordern dies neuerdings ebenso) und für Lohnanstieg. Lohnanstieg aber nur in prosperierenden Betrieben - und hierbei ist eine neue innovative Geschäftsidee doch diskutabel. "Luxuskino" für die High Society lehne ich ebenso ab: diese Befürchtung ist aber im Falle CinemaxX 13 in Essen nicht eingetreten - auch sind 12 Euro Eintrittspreis nur ein Bruchteil eines Operbesuches (der ebenso nicht nur der High Society offenstehen sollte!). Die Idee "spezieller Säle" wird also vom Publikum angenommen. Folglich können davon auch Mitarbeiter leben, ist zu hoffen. http://www.cinemaxx.de/siteutil/content...inoId=D431 Die Idee wird - das sollte eine Lehre sein - sogar von (nicht völlig unberechtigten) Kinohassern aus der DVD- und Beamerfraktion angenommen, die seit Jahren Kino für "tot" erklärten: http://www.beisammen.de/thread.php?post...post750558 Und das, lieber @preston sturges, bislang völlig ohne Digitalprojektion...wie das wohl möööglich ist? :wink: -
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cinerama antwortete auf UlliTD's Thema in Allgemeines Board
Weil Sie die Karten-Nachlässe wiederum bei Ihren angestellten "Aushilfen" und Studenten zurückholen, sofern ein Overkill an Rabatten und Kinotagen eine Lohn-Abwärtsspirale ingang setzt. Sie könnten da von Meinolf Thies und CinemaxX viel lernen, die die Preise gerade erhöht haben und begeisterte Resonanz zeitigen: http://www.cinemaxx.de/siteutil/content...inoId=D431 Ob CinemaxX den Erfolg an die Mitarbeiter umverteilt, ist eine andere Frage (die Mitarbeiter sind ja nicht ganz auf den Kopf gefallen). Aber das Niveau ist verbessert und auch ein sozial Schwacher leistet sich dies gerne, wenn andererseits in Dumping-Kinos selbst Rabatte die Unlust in uniformen Sälen nicht aufzuwiegen vermögen. -
Aufklärung wohl kaum möglich ohne Rücksprache mit den Produzenten. Richtigstellung insoweit aber, daß den Machern die Folgewirkungen ihres Films nicht bewußt gewesen sind (oder man so tut, als ob man nichts ahnte): in Interviews reißt der Regisseur fortlaufend Witze über Fun und Symbolik des eigenen Films, die gar keine politische Bedeutung hätten - jeder könnte dies interpretieren, wie er geneigt sei. Richtiggestellt werden also kann, daß es keine Produktion ist, die von nationalsozialistischer Seite (und Nachfolgeorganisationen) her gesteuert wurde. Es tauchen auch keine direkt dem Zeitraum 1933-1945 entstammenden Abzeichen auf, sodaß der Kinobetreiber keine gesetzeswidrige Handlung begeht.
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Es steht Ihnen gar nicht zu, Rückschlüsse auf meine Laufbahn zu nehmen. Ebenso wenig wie ich medizinische Gutachten über Sie erstelle: die Vermutung der Anomalie nehme ich mal lieber zurück, ebenso kann und werde ich nicht beurteilen, wie Sie mir Ihren Kunden verfahren. Somit gibt es aus meiner Sicht zwar bei Ihnen Teilkenntnisse zu Filmmaterialien, allerdings diverse fachliche Falschbenennungen grenzen diesen Erfahrungsraum m.E. ein. Auch bleiben Ihre fachlichen Beiträge durchsichtig, wo Filmkorn mit Knistern bei Plattenwiedergabe gleichgesetzt wird. Das Filmkorn ist zwar ein Äquivalent zur der von Ihnen offenbar favorisierten Pixelstruktur einer Bildwiedergabe, aber sie setzten es förmlich gleich mit minderwertigen Informationsträgern und Artefakten, ähnlich den digitalen Artefakten und Störungen bei digitaler Bilderzeugung. Sie haben das photochemische Filmmedium immer wieder als minderwertig dargestellt, was m.E. auch die Ehre einiger Berufsgruppen tangiert. Da können Sie auch die Klage gegen mich einreichen, haben sich aber argumentativ und vom Verhalten her m.E. verhoben.
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cinerama antwortete auf UlliTD's Thema in Allgemeines Board
Volle Zustimmung, @Martin. Außerdem führt das Dumping irgendwann auch zum Präsentationsdumping: DVD statt Filmkopie. Das kann man Rabattkarte oder Goldkarte nennen, die Inflation wird nur weiter angeheizt. Die Eintrittspreise müssen wieder steigen, ebenso die Auswertungsfenster verlängert werden. -
--- und dabei ist die Super-8-Backup-Version natürlich strengstens mit Cyan-Filter zu belichten. Denn streng historisch gehandelt sollte sich in 200 Jahren, wenn das Todd-AO-Bildfeld neuerlich gefadet ist, die Super-8-Version endlich farblich neutral geben. [Für Risiken und Nebenwirkungen haften die Enkel des Filmverleihers.:wink: ]
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... hab mal von gehört - 16mm Pan & Scan-Version. Aber nie gesehen. EN HU könnte auch "Holla Hü" heißen - für die Pferde natürlich. Ich hoffe, der 16mm-Film hatte wenigstens brausenden magnetischen 1-Kanal-Raumton? :D Das EN HU könnte man ja durch speziell komprimierte, nagelneue 16mm-Kopien etwas zusammenrücken. Hier der postmoderne Vorschlag zur sphärischen Projektion [Aspect Ratio 1.999999999999999999 : 1 !]:
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Schön, daß Sie einem die Worte verdrehen - und zudem Grundlagen der Bildbearbeitungstechnik außerkraft setzen. Das ist schon bedenklich, wenn jemand ohne das geringste Filmwissen (technisch wie auch künstlerisch) seine experimentellen (!) Upscaler zum Maßstab für state-of-the-art-Projektion macht und der Branche Ratschläge erteilt. Ganz nüchtern achte man einmal auf diese Passagen, und erkennt, daß hier Geschäftemacher Manipulation begehen, indem Sie Schlechteres für Besseres verkaufen: Im Laufe der "Darlegungen" (Sie brauchen mir nicht das MTF- Verfahren zu erläutern, hier habe ich zu KODAK einen fundierteren Kontakt nebst Meßtwerten von 2006 und nicht 2001, wie Sie mir empfehlen) wird von Algorhythmen der Bildpunkteerrechnung (von @oceanic als Schärfezugewinn verkauft) zu subjektiven Schärfeeindrücken der Scaler der Projektoren übergegangen. Am Ende ist die native Form der Filmaufnahme, das Filmkorn, etwas, das als Störfaktor eliminiert werden muß, um ein definiertes Digitalraster rauschfrei zu füllen. Was an Schärfe (= Auflösung) dabei verlustig geht, darüber schweigt unser @oceanic. Er kennt offenbar auch keine originäre filmsche Auflösung, da er keine Filmkopien zieht, sondern nur abtastet und stets in anderer Weise wiedererblickt und zu beurteilen glaubt. Ich kenne niemanden in der Branche, auch der digitalen Postproduktion, der sich zu solchen Hypothesen je verstiegen hat. Die völlige Unkenntnis von @oceanic von Filmmaterial (man erkennt seine Eigenheiten übrigens, wenn man auf dieses einmal drauschaut, bevor man es scannt :wink: ) läßt mich daran zweifeln, wie ein akzeptable Filmnachbearbeitung durch ihn zu verantworten ist. Selbst in einem Kopiewerk mit steinzeitlicher Ausrüstung hätte er als Lehrling wohl nicht einen Tag überlebt. Ein ganzes Kompendium komplett unsinniger Filmfachausdrücke aus seiner Feder wie 56Mil, 4-strip Techncolor, Umkehrfilm, die er auf die Kinofilm-Produktionsgeschichte und aktuellen Verfahren der analogen Kopierwerke anwendet, zeugen meines Erachtens von einer geistigen Anomalie.