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cinerama

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  1. Zwar ist mir der Hintergrund Ihres Gesprächs mit der "Eigentümerin" nicht geläufig, die auch Ihnen (!) ins Gesicht sagte, es gäbe "keine seriösen" Konzepte von Kinobetreibern - aber welchem Zweck Ihre gemeinsame Unterredung dann wohl diente, bleibt dahingestellt. Über diesen Betreiber sprachen Sie auch schon freundlicher. :wink: Tut mir leid, aber Ihre Aussagen kann ich immer weniger mit meinen Informationen in Einklang bringen. Sowohl aus der Presse als auch von einem Mitarbeiter der früheren Betreiberin hörte ich vom Abrisskonzept des grossen Saals.
  2. Ich habe nur gefragt, da mir nicht alle Fakten klar sind. Man muß aber zur Kenntnis nehmen, daß Sie generell an ein Einsaal-Kino nicht mehr glauben (obwohl einige Center und Plexe noch viel defizitärer arbeiten). Mir ist seit 25 Jahren die Problematik des 1-Saal-Kinos bewußt. Nur erlaubte ich - ketzerisch - Beispiele für vitale Einzelkinos vorzustellen - verknüpft mit der Anmerkung, daß ein Kino wie das Frankfurter Royal, das auf (Riech-)eigenem Grundstück steht/stand (so wie etwa auch das karlsruher auf Grund und Boden des vorherigen Betreibers steht) kein höherer Risikofaktor ist als ein Multiplex-Kino in Berlin Friedrichshain (Konkurrenz zwischen CinemaxX/UCI-Colosseum und UFA/CineStar fast vis-à-vis). Diese Pauschalisierungen mag ich nicht (oder die Radikal-Ansprüche: Erforderlichkeit von Rolltreppen usw., über die im übrigen auch Sie nicht verfügen.) Selbstverständlich aber wird nicht bezweifelt, daß ein alleiniger Weiterbetrieb des frankfurter Royal in der Langzeitdisposition eines Roadshow-Theaters kaum mehr möglich wäre, zumal es keine Roadshow-Filme in der heutigen Kinowirtschaft mehr gibt (TITANIC ausgenommen, der aber bereits nach zwei Jahren ins Fernsehen wanderte)
  3. Eine Frage: Da das Grundstück ohnehin den Riechs gehört(e), wieso hätten diese dringend genau dieses Haus schließen müssen? Nur weil keine Rolltreppe und angebaute Kleinstkinos mehr realisiert wurden? Ich bin kein Frankfurter, aber so viel Spekulation habe ich selten gelesen. :roll:
  4. @preston sturges: nun hofft man doch auf eine Erklärung dieses Unsinns: War's das schon an Binsenweisheiten?
  5. Die letzten Besucherzahlen (30 Gäste in der Prime-Time-Vorstellung bei einem Fantasy-Streifen mit einem rotlackiertem Latex-Darsteller [Titel entfallen]) waren mir bekannt. Der Fall interessierte mich zu sehr, und somit erfuhr ich auch einiges über die Verleiher. Es ging mir hier aber um die Wankelmütigkeit Ihrer Aussagen zu diesem Kino. Man kann natürlich stets das "Fähnchen nach dem Wind" hängen, aber es überzeugt leider nicht, sondern ist hohles Gerede, je nachdem, in welchem Boot man gerade sitzt. :roll:
  6. So Du darin @brillo zustimmst, käme von mir die Dritt-These, wie es denn um die Riech-Kinos letztlich zur Jahrtausendwende bestellt war? Sie gingen allesamt insolvent und rissen in Aachen und Berlin selbst Roadshow-Kinos mit in den Abgrund. Das Konzept war von Anfang an schwer attackiert worden, wie sowohl meine Erfahrungen als auch zeitgenössiche Pressenotizen bekunden: alle wußten schon Ende der 1970er Jahre, daß ein solche Kinopolitik keine Zukunft hat. Zwar ist der angesprochene Mietpoker etwa durch Supermärkte schon Mitte der 70er Jahre nicht anzuzweifen (inbesondere ALDI galt in Berlin als "Bezirkskinomörder"), aber wirklich große Häuser wie Mathäser München, Europa Essen, Grindel Hamburg, Royal Palast und Zoo Palast Berlin usf. wären auch ohne Schachtelkino-Anbauten überlebensfähig gewesen. Sie waren die meistumsetzenden Betriebe der alten Republik: kaum ein Vermieter hätte sie von einem auf den anderen Tag gekündigt. Der Schachtelkinoanbau geschah nicht nur aus der Not , sondern aus Eingenantrieb heraus und der Einschätzung eines anspruchslosen Publikums. Große renommierte Häuser wie etwa der Berliner Royal Palast kamen erst nach Einbau der Kinostübchen richtig in Verrufung, wenn der Gast für annoncierte Abenteuer à la KRIEG DER STERNE I-III "auf der größten Bildwand der Welt in 70mm" Karten löste und in einer Besenkammer landete, da der Prolongationswechsel von der Anzeigenabteilung wieder einmal verschalfen wurde. Den auch dadurch hervorgerufenen Besucherschwund konnten zuderzeit andere Spielstätten, die solitär blieben nicht verzeichnen: und noch heute stehen die Berliner Einzelhäuser Delphi, International, Filmpalast Berlin, Neues Off, Eva, Cosima, Bundesplatz-Studio, Urania, Union u.a. im tägl. Spielbetrieb, währenddessen ein superneues Multiplex, das von der Insolvenz der UFA Theater GmbH nicht betroffen war, kürzlich entkernt wurde: das KOSMOS nämlich. Der Royal-Palast Frankfurt galt noch bis weit in die 1990er Jahre hinein als Flaggschiff-Kino im großen weiten Westen und als bevorzugtes Trade-Show-Theater, und zwar ohne "Anbauten". Darauf muss man hinweisen, wenn hier von @brillo behauptet wird, der von Hypotheken geplagte Herr Riech konnte in den 1970er Jahre gar nicht anders, als Schachtelkinos zu bauen. Wenn zu der Zeit und bis Mitte der 1990er Jahre die UFA Theater AG so arm war, dann wundert mich, wie sie zur größten Filmtheaterkette Europas aufsteigen konnte? Nur durch vermehrte Kapitalbildung: auf dem Rücken des "duldsamen" (?) Publikums (und den Knochen der armen Mitarbeiter). Noch mehr aber wundert mich, wie andere Firmen und Betreiber, die keine billigen Besenkammer-Kinos wie Riech bauten, diese Firma überleben konnten? Jedenfalls haben mich sämtliche bisherigen betriebswirtschaftlichen Ausführungen hinsichtlich dieses Kinos bislang (aufgrund ihrer Widersprüchlichkeit) nicht völlig überzeugen können. Und auch solche Aussagen muten widersprüchlich und verunsichert an, und ich frage mich, ob der Poster noch heute dazu steht? Älteres Publikum geht nicht mehr ins Kino? Sind das die neuesten demoskopischen Erhebungen? Zumindest sei aber zur o.g. Transistor-Anlage angemerkt, daß eine der ersten schon 2 Jahre zuvor im Berliner Royal-Palast eingebaut worden war. :wink:
  7. Für die anderen, regulär bestellten (unattraktiveren) Filme der WB wurde aber sofort eine TB erteilt. :lol:
  8. :lol:
  9. Nur aufgrund eigener Erfahrungen mit den hier genannten 3 Filmtiteln äußere ich mal was dazu. PRETTY WOMAN hatten wir in 35mm und wollten ihn öffentlich zeigen, eine Verleihgenehmigung wurde nicht erteilt. Die BARAKA-70mm-Kopie wurde seinerzeit von Delta-Film zurückgegeben, auch wenn Ihr Vorgänger und andererseits ich sich um die Kopie bemühten. Der französische Privatbesitzer einer (leider beschädigten) Magnettonkopie tourniert seit Jahren damit, wobei immer beim Weltrechteinhaber eine Aufführungsgenehmigung eingeholt werden mußte - warum Sie über den DVD-Verwerter gingen, ist mir schleierhaft. A YEAR ALONG THE ABANDONED ROAD (der norwegische Kurzfilm) wurde von Anfang an in Dtl. nur in 35mm gestartet. Dabei ist klar, daß auch nur für die 35mm-Version Lizenzen bestanden. Warum Sie sich wundern, von dort kein Grünes Licht bekommen zu haben, wundert mich wiederum, denn auf den SPIO-Bestätigungen war schon vor Jahrzehnten das Verleih- und Lizenzformat vermerkt. Sie widersprechen sich selbst: einerseits schreiben Sie Es kann also sein, dass in einem land wie z.B. deutschland für jedes der o.a. rechte einen anderen rechteinhaber gibt. Die Rechte sind in der regel nicht an das medium gekoppelt, auf die der film vorhanden ist, andererseits aber: Denkste - der kurzfilmverleih hatte nur die auswertungsrechte für das 35mm format, für aufführungsrechte im 70mm format konnte er nicht verfügen - auch hier half dann letztendlich nur das "ok" des produzenten. Damit haben Sie nach meinem Verständnis mehr Verwirrung als Klarheit geschaffen.
  10. :?: :idea: :cry: :cry: :cry: Aus einem anderen Thread:
  11. Wahre Worte. Wer aber die Götterdämmerung angestossen hat, war zweifellos der alte Heinz Riech. Bis jetzt nocherregt dieser Raubbau an Filmtheaterkultur kaum die Geister dieser Welt, die in Geiz-ist -Geil-Märkte strömt. Auch seltener geworden, wenn auch noch nicht ganz erloschen, ist da die feurige Rede des Affronts (hier darf man Heinz Riech und George Bush durchaus ineins setzen): Gestern war der Teufel hier, an diesem selben Ort. Dieser Tisch, an dem es nun an mir ist, zu reden, riecht es immer noch nach Schwefel! Gestern, meine Damen und Herren, sprach von dieser selben Bühne der Herr Präsident der Vereinigten Staaten, den ich ”den Teufel” nenne; er kam hierher, um als Herr der Welt zu sprechen, als Herr der Welt. Ein Psychiater wäre nicht genug, um die gestrige Rede des Präsidenten der Vereinigten Staaten zu analysieren. Als Sprachrohr des Imperialismus kam er, um seine Rezepte zu verteilen, um zu versuchen, das gegenwärtige Herrschaftsverhältnis zu bewahren, das Ausbeutungs- und Ausplünderungsverhältnis gegen die Völker der Welt. Das wäre gut für einen Film von Alfred Hitchcock, ich würde sogar den Titel vorschlagen: ”Das Rezept des Teufels”. Diese Rede hielt vor nicht allzu langer Zeit ein Staatchef vor der Uno, der sogar wiedergewählt wurde und schlauer ist, als man glaubte. :)
  12. Ich wundere mich nur, wie obenstehend auf die Nachtclubbesitzer geschimpft wird, dabei gingen diese lediglich ihrem Gewerbe nach und können keine Rücksicht auf Originalleinwände und Bestuhlungen nehmen. Die Ursachen werden dabei verkannt: sowohl die langjährige Betreiberin als auch insbesondere die letzte Betreiberin hatten die Verantwortung hinsichtlich des Weiterlebens oder Untergangs dieses Kinos. Wie dann noch ein weiterer Poster (der mit der Kamera im Avatar-Bild) seiner ehemaligen frankfurter Kollegin, die bekanntlich den Royal-Palast in der Schärfergasse abstürzen ließ, auch noch zu schönen Umbauplänen des (m.E. wenger bedeutenden) Europa-Kinos "gratuliert", kann ich mir nur mit Scheinheiligkeit erklären. :) Nichts für ungut.
  13. Abgesehen von den Humorrunden des Scherzduetts @brillo und sturges, die sich auf ihre Zielscheibe wunderbar eingespielt haben, möchte ich bezweifeln, daß @preston digital (wir würdigen seine Hausumrüstung pünktlich zur Jahreswende) in seinen Threads "Events ins Karlsruhe" etwa je bei einem Film wie BEN-HUR (Camera 65-Film) von einem "CinemaScope-Film" zu sprechen gewagt hätte? Er führt ihn zwar in Ermangelung breiteren Materials in Scope-Kopie zumindest auf 35mm vor, aber diese Umwidmungen hat er sich in seinen Format-Forumslektionen noch nicht getraut. :wink: FP 30 EC ist mir gut bekannt, weniger vielleicht die Sumo-Ringer (sie entstammen aber YOU ONLY LIVE TWICE - James Bond anno 1967 -, aber der war tatsächlich ein Scope-Film: Freddie Young läßt grüßen). Zur Super 35-"Vorführmöglichkeit" hat es die Londoner Premiere von TROY (W. Peterson) in sphärischer Vorführung gegeben. (Zur sprachlichen Etymologie: Wir sagen einfach altlateinisch Post-Produktion, denn "post production" hört sich für mich immer an wie "E-mail"-posting) Have a nice day.
  14. Tatsächlich? Lief CASINO ROYALE in Dtl. in Digitalprojektion? CASINO ROYALE ist ein Super 35-Film, ein nicht-anamorphotisches Aufnahmeverfahren. :wink: Frage: was sind die "Vorführtoleranzen"? Und wer sind die vergreisten Schisshabenden, die von Video- und mp3-Generation reden, weil sie sich die Jugend vielleicht lieber bei Büchern, im Filmtheater, beim Sport, bei der Liebe oder bei den Künsten aufgehoben sehen? Zynismus gegen das Alter hilft hier leider nicht weiter, wo es doch um 35mm-Standards, nicht aber um Althippies geht.
  15. Defacto aber hast Du recht, als daß 2,34 : 1 auf 70mm bei Magnetton-Kaschierung nicht zur Verfügung steht. Mir ging es somit - etwas spitzfindig sicherlich - nur darum, daran zu erinnern, daß eben unterhalb der 70mm-Magnetipisten sich i.d.R. sowohl das Originalformat von Technirama verbirgt, als daß dort auch die Negativklebestellen sichtbar werden. :wink: Auch bei den Scope-Blow-up-Kopien (DOCTOR ZHIVAGO u.a.) ist das volle Format auf 70mm gegeben, wenn die Magnetitpisten entfielen. - Somit ein (leider kontraproduktives) Argument gegen neuerliche Magnettonkopierung, zumal etwa über eine dts-Tonspur (die ja verlagert ist außerhalb der Perforation) das volle Bildfeld bei Direkt-Blow-up-Kopierung zum Vorschein käme. Allerdings wird es solche Direkt-Kopien von Technirama oder den älteren 35mm-Scope-Negativen nie wieder geben. Und im Gedenken an die erfolgreichste Produktion des soeben verstorbenen Produzenten Carlo Ponti (weiters: LA STRADA von Fellini, WAR AND PEACE von Vidor oder BLOW UP von Antonioni) ein Wide-Gauge-Clip aus DOCTOR ZHIVAGO: mit "horizontaler" Naßklebestelle des Scope-Originalnegativs und - darin enthalten - dem weißem Oxberry-Bildstrich:
  16. Die Kopierung von Technirama auf 35-mm-Scope oder 70-mm-Todd-A-O sollte durchaus ohne Abweichung von der Norm möglich sein. Nicht nur auf 35 mm Scope liegt daher das Seitenverhältnis von Technirama bei 2.34 : 1, sondern ebenso auf 70 mm - eben der Aspect Ratio des Aufnahmeformats entsprechend. Das volle Seitenverhältnis wird jedoch auf der 70-mm-Kopie durch Magnettonspuren verdeckt. Eine Verringerung der Bildhöhe aber auf der 70mm-Kopie, um das Bild optisch weiter zu verkleinern, ohne daß es von den Magnetitpisten abgedeckt würde, wäre aber in den 70-mm-Kinos untragbar gewesen, da mit Steil-, Schräg- und Curved-Projektion der Bildstrich auf der Leiwand sichtbar würde und die Asymmetrien bloßstellte.
  17. Der Herr Ballhaus war in unserem Filmhaus in B. eine halbe Ewigkeiten Dozent an der dffb. Sowohl seine Dialogizität als auch seine Vorlesungen sind bekannt genug, als daß ich auf Ihre Belehungen hin nach München fliegen müßte. Aber vielleicht haben Sie als Digital-format-Wißbegieriger Nachholbedarf - in diesem Falle klingt die Sache sofort sensationell. Schwadronieren à la @Sturges - Verzeihung - Ballhaus: http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/09...424177.asp (Nett, banal - aber nichts für Profis)
  18. :lol: - - - :sleep:
  19. Zu 1) Diese Kaschierungsprobleme tauchen desöfteren auf und sind nicht bagatellisierbar Zu 2) Fast alle Kinos verfügen über Endstufen mit Clipping-Funktion. Was jedoch nicht vor Kompressionverzerrungen heutiger Kinolautsprecher schützt.
  20. Von den Scharfrichter-Lichtspielen würde mich ein Bild sehr interessieren. So wie beschrieben, eine wirklich seltene Saalarchitektur? Zum Breitwandthema frage ich an, ob nicht die angekündigte Zukunft, wenn sie tatsächlich überall einen Projektionswechsel mit sich bringt, genau von einigen heutigen Bauformen profitiert, deren Bildwände im Format 1.85 : 1 sind? Ich könnte mir sowas vorstellen, daß 2.39 : 1 ausstirbt. Meinungen hierzu?
  21. @brillo: worin sind Sie denn Fachmann? Bisher haben Sie sich nicht "ge-outet", was Sie eigentlich mit Film zu tun hatten - aber bitteschön. Also: anonym aus dem Hinterhalt nachäffen und gleichzeitig meine Websites niedermachen, dazu gehört wenig Courage. Aus allen Ihren bisherigen Ausführungen geht hervor, daß Sie noch nie eine 35mm-Kopie gesehen haben, die besser als 2k wäre. Da ist klar, daß Sie sich angegriffen fühlen. Dennoch nehme ich Stellung gegen einen 2k-Digital Roll-out, und das hat nichts mit dem "Mr. Sturges" oder verschmähter Liebe zu tun (also ich wollte nichts von ihm, was wäre dies auch aus 700 km Entfernung?) Könige des 70mm-Films gab es nie, man könnte aber Thomas Hauerslev als einzigen oder ausführlichsten Chronisten damit adeln. Es gibt auch zu wenige Produktionen, sodaß auch kein Filmemacher hierfür infrage käme. Und um konkret zu werden: ich habe mich nie für eine Teilnahme an karlsruher Veranstaltungen beworben, eher kamen (schon vor Jahren, etwa seitens des Vorbetreibers) Anfragen an mich, die ich leider ablehnen mußte (sei an Eides statt hiermit erklärt). Es verhält sich somit umgekehrt. Das wird auch @preston sturges nichts anders sagen können. Es gab und gibt keine Beteiligungswünsche an karlsruher Veranstaltungen, basta. Im Dauerstreit geht es um nicht haltbare öffentliche Darstellungen in einem Forum, und das kann gerne weiter ausdiskutiert werden. So wurden einige Digital-Cinema-Aspekte angesprochen, die technische Bewertungen betreffen, und auch sozial- und personalpolitische angehen, aber auch die Vermengung von Multimedia-Branchen und Filmtheater angehen. Antworten gab es wie üblich nicht, stattdessen die beiden posts weiter oben, die auf "Pillen", "Könige" und "Kampfpartei" und "Ken Russel" rekurrieren. Da die Sach-Argumente versagen, geht's eben in diese Richtung ab. :roll: Auf zur nächsten Humor-Runde.
  22. Wissen Sie, solche Umrüstungen erscheinen allgemein kritikwürdig, sodaß man dem "Ausstieg" aus dem Filmbandkino auch mal entgegentreten sollte: das hat nichts mit der badischen Klein- oder Großstadt zu tun, sondern mit Fehlentwicklungen der Branche. Schauen Sie in andere Threads, und Sie werden Kritik an anderen "Umrüstern" - von Nürnberg über München bis hin nach Stuttgart usf. vernehmen: und diese kommen nicht nur von @cinerama. Das in aller Ruhe gesagt, ohne "Pille" und ohne Sichtungen von Ken Russels THE MUSIC LOVERS (der Originaltitel sagt mehr als das Eingedeutschte). Das "coole" Berlin hat diverse Defizite, und Manches machten selbst Sie zeitweise noch besser, allerdings gereicht der sog. "coolen" Stadt (ich parodiere Ihre auf "jung" getrimmte Sprache, obwohl Sie die 50 weit überschritten haben dürften) ein Defizit möglicherwiese zur Ehre: hier spielen alle Erstaufführungshäuser noch 35mm-Filmbandoriginale (von der wirtschaftlich randständigen Delicatessen-Reihe einmal abgesehen) - und kein "Hahn kräht" derzeit nach Digital Cinema, HDTV- oder DLP-Projektoren. Ein Beispiel: ZOO PALAST hat's drin, aber seit anderthalb Jahren keine Premiere mehr damit gefahren. Wozu auch? Das Bild war bei digital aufgenommenen Filmen unerträglich schlecht, und die Bildbreite war schmaler als sonst, die Farben schaler als üblich, und in den vorderen Reihen ist alles pixiliert). Ob aus verleihtechnischen oder anderen Gründen DEPARTED zufällig im Juni in 35mm wiederholt wird, ist ohne Belang in anbetracht Ihrer Äußerungen, es hätte im Kino kein Film der letzten drei Jahre eine 2k-Qualität mehr erreicht. Das bleibt kritisierenswert und ebenso Ihre Scherze mit dem Interaktionskino (eigentliches Thema des Threads), die sich durchaus mit Digital Cinema realisieren ließen. Was soll's: einige finden den Thread absolut humorvoll, und andere (wenn Sie nachlesen) nicht ganz "sooo lustich". Anderen wird vielleicht sogar schlecht. Und ich ziehe da die kühlere Analyse vor, die Distanz einhält. Sie ignorieren sehr viel in Ihrer Rolle als Humorist: aber mit Ihrem Roll-in haben Sie weder Kopierwerke, Verleiher, Filmvorführer noch Filmemacher darin bestärkt, sich unbedingt weiterhin mit der Güte und dem Erhalt des 35mm-Materials zu befassen. Falsch oder richtig? Man könnte, etwas gemein ausgedrückt, sagen: ein glatter "Messerstoß" in den Rücken aller, die sich für echte Filmqualität stark machen. Daran ändert auch nichts das nächste 70mm-Nostalgie-Festival, das jeden freut, aber im Widerspruch zur Digitalisierung und auch anderen Entwicklungen der letzten Jahre steht. Vollkommender Widerspruch, aber ein erfreulicher Widerspruch. Und auch hier haben Sie doch längst Versuchsballons gestartet, etwa durch den (untergegangenen) Thread "Oklahoma in Digitalprojektion" [zur Erklärung: OKLAHOMA! war eine 65/70mm-Produktion, die jüngst im NMPFT in Braford digital vorgeführt wurde, Sie mochten dies offenbar). Meines Erachtens "passen" Sie sich an: Anpassung an aus meiner Sicht fragwürdige Tendenzen des Filmkinos. Kurzum: kein Problem, wenn Sie hier über Filminhalte und Drehbuchautoren schwadronieren (die die wenigsten Filmvorführer noch kennen) - allerdings die Elogen auf die Filmbandgeschichte sind von der karlsruher "Wende" nunmehr überholt. Daher fahren Sie nach meiner Einschätzung realistischer, wenn Sie mit Vorträgen zum Filmbandoriginal etwas zurückhaltender aufträten. Marketing ersetzt auch keine "Überzeugung". Die jetzt folgende Witz- und Parodiewelle ändert daran kaum etwas, vielleicht aber ist Ihnen der Beifall der Digital-Cinema-Sympathisanten gewiß. Aber in einem Filmvorführer-Forum darf diese Anmerkung zum bis dato und republikweit aggressivsten Digital-Roll-out (sämtliche Häuser bei Ihnen betrifft es ja leider Gottes) erlaubt sein. Wenn Sie wirklich so große Stücke auf's Filmbandorginal hielten, dann wäre das - zumindest zum derzeitigen Zeitpunkt - nicht passiert. Es widerspricht auch allen Ihren früheren Äußerungen in diesem Forum, die ich gerne rezitieren werde. Danach müßten Sie erst einmal kräftig "schlucken", mit oder ohne Marketing. :idea:
  23. EPISODE III spielte noch mehr ein: er war wenigstens "echt" und komplett in HDTV...ähm 24p HD-Cam gedreht, ohne das "rottige" Filmnegativ usw.. Ihnen und dem Lucas fehlte nur das interaktive Kino, das von Ihrem Theaterleiter eingangs endlich mutig avisiert wurde: http://www.banspach.de/wii.html Bitte mit Sternenkrieg, voll interaktiv und cool sportlich, @preston. Sie müssen also bitte die Level noch einmal heruntersetzen, um endlich auf den richtigen Standard zu gelangen - Bilder aus dem vierten Jahrtausend, sage ich immer wieder. :shock:
  24. Ich schrieb ja "ironisch", er "adelte" Sie und Ihr HDTV-Stübchen. Außerdem aber hegt Scorsese Zweifel an der Modulationsübertragung des "rot" und räumt implizit ein, daß er es offenbar nicht mehr erkennen kann. Im übrigen unterliegt dieser Mann ebenso optischen "Eintrübungen" wie etliche seiner Kollegen. Daß in Ihren HDTV-Stübchen alles von den Digital Souce-Masters her auf "knackig" geschummelt ... äh kalibriert ist, ist mir vollkommen klar. Aber es gab auch Leute, die fanden GANGS OF NEW YORK optisch befriedigend. :wink: Sie haben ja (s.o.) bereits die 4k-Projektion gegenüber Ihrer 2k-Projektion herabgesetzt. Erwartet da noch jemand von Ihnen kritische Eindrücke? :lol:
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