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Vor wenigen Tagen sprachen Sie völlig anders: die beiden links sind pressestatements der FOX und FOTOKEM. FOTOKEM hat im auftrag der FOX den film bearbeitet, um für die FOX ein HD master zu erstellen. Dieses master wurde für die DVD herstellung genutzt und dürfte für zukünftige HD-anwendungen sicher auch verwendung finden. Es gab von diesem HD-master auch eine digitale vorführung/präsentation in los angeles auf einem 2K digital projector (Christie), bei der die FOX und FOTOKEM die in dem bericht erwähnten details vorstellten und auch "frage und antwort" zur restaurierung, die man ausdrücklich eine "photochemische restaurierung" nannte, standen. ein protokoll dieser diskussion liegt mir vor. Dass diese restaurierung umfänglich nur vorgenommen wurde, um zukunftssicheres material (in diesem fall ein neues large format interpositiv) für zukünftige HD auswertungen zu haben, dürfte unwiedersprochen klar sein, deshalb ist es umso erfreulicher, dass man eine gehörige summe $'s noch ausgegeben hat, um mehrere 70mm kopien mit kombiniertem dts-ton herzustellen, die zwar in den bekannten locations (Los Angeles, San Francisco, Seatlle, Bradford, Olso und Karlsruhe) gezeitg werden, aber diese herstellungs-kosten nie einspielen werden. Es war und ist eine Frage der kompetenz und des eindeutigen "ja" zum filmbandoriginal, dass diese entscheidungen getragen hat und wir dürfen uns freuen, dass wir und vor allem die junge generation, die Todd-AO und 70mm nur vom Hörensagen kennt, die gelegenheit haben, diese filme in aller Ihrer pracht auf großen kinoleinwänden zu sehen.[...] Dort betonten sie noch richtigerweise den dominierenden photochemischen Part aller Restaurierungswege dieses Films. Nichts anderes betrachtete ich im Zusammenhang der Farbanalyse der auf dem Festival gezeigten neuen Filmkopie von SOUTH PACIFIC, die eben keine Bilddigitalisierungen aufweist. Wie schon @magentacine erinnert wurde, ist dort auch kein Anzeichen eines Negativ-Fadings erkennbar. Diese Auffassung vertrat ich seit jeher. Aus ihr folgt, daß aus einem noch nicht relevant gefadeten Negativ auch optimale neue analoge Filmkopien ebenso wie DVDs gewonnen werden können. Da die DVD dennoch digitale Nachbearbeitungen u.a. der Out-Takes beinhaltet, die in den neuen 70mm-Kopie fehlten, zumal diese einer alten, gefadeten Theaterkopie entnommen wurden und folglich nur digital noch ausreichend korrigiert werden konnten, sind meine Schlußfolgerungen konsistent und Ihre Nachbemerkungen wenig mehr als ein Verwirrspiel wider besseres Wissen. Bemühen Sie sich bitte um mehr Ernsthaftigkeit in Ihren Äußerungen. Es geht Ihnen, fürchte ich, nur darum, eine analoge Fehlkopierung damit zu entschuldigen, daß eine vernünftige Lichtbestimmung nur noch infolge einer vollständig digitalen Bearbeitung (die Sie der DVD zu unrecht nachsagen) möglich wäre. Das ist leider grob falsch - und es schmälert den Wert der filmischen Ausgangsmaterialien und der Wertigkeit von Kodak-Negativen, Fazit solcher täglich wechselhaften Begründungen, wie ich sie zitativ bei Ihnen aufgreife, wäre, daß Sie vom Filmbandoriginal Abstand nehmen müßten, wenn sie ihm nichts mehr zutrauen. Es nützt aber niemanden und auch keiner Restaurierungsdebatte, in grob unrichterweise Folgerung speziell die authentische Farbgüte von SOUTH PACIFIC auf dem Medium der derzeit verkauften Silberscheibe mit digitaler Nachbearbeitung zu erklären. Darüber können sich mit filmischer Postproduktion betraute Personen nur amüsieren. Der Scan der neuen Kopie in Ihrem Programmheft (der allerdings ein hundertfach schlimmeres Bild der neuen Kopie hergibt - denn soooo sah sie wahrhaftig nicht aus) zeigt ein wenig die Tendenz der Neukopierungen 2006 und steht diametral zur farbauthentischen Replik auf der DVD, wie sie weitestgehend (!) im filmischen Ausgangsmaterial verbürgt ist. Es handelt sich hier nicht um die Agfacolor-Restaurierung des UFA-Films MÜNCHHAUSEN, lieber @preston sturges. [Übrigens zitiere ich Sie künftig auch öffentlich und direkt hier aus dem Internet, wenn Sie damit einverstanden sind? Wäre dies gestattet?]
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"Autorentheorie" der Filmwissenschaft, nicht meine Erfindung. Ganz in Ihrer Nähe und auch für Sie: eine karlsruher "Eliteuniversität" ... coming soon. Auch für Schulabgänger wie Sie zu Gasthörer-Gebühren erschwinglich.
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@preston sturges, Ihrer Mahnung an mich hinsichtlich der Verständlichkeit sei die Bitte nachgereicht, öffentlich ernsthafter zu debattieren. Nur noch in geraffter Kürze die Vorrede zur Restaurationsfrage, der ja keiner, der sich langfristig für Filmgeschichte interessiert, ernstlich eine Erkenntnis entnehmen kann: Direkt zur Besprechung von @magentacine: Zu SOUTH PACIFIC: Die in Frankfurt 1997 gezeigte Kopie war bereits sehr hell (Todd-AO-Kopien besaßen ja ursprünglich eine besonders hohe"Dichte" wurden prinzipiell eher also --> "dunkel" kopiert) , ansonsten alles wie von Dir beschrieben. Auch in der Frankfurter EA-Kopie konnte zumindest ich aber damals das Konzept der Farbfilterung nur als Torso noch nachverfolgen, ähnlich 2006 im entgegengesetzten Fall: der Neukopierung. In diesem Punkt der "Farbwirkung" vermochte mir nur die DVD "Süd Pazifik" [# 07045] die Augen zu öffnen. Der von Dir konstatierte Gelbstich schmälert möglicherweise sämtliche Wirkungen und die Gesamtkonsistenz. Er verfälscht nicht nur den Eindruck der dramaturgisch-visuellen Umsetzung einer "Rückkehr zur Realität" (hier wieder die neutrale Beleuchtung dominant), sondern m.E. auch die gefilterten Szenen, verstärkt durch eine VIEL ZU HELLE Kopierung, die mitverantwortlich ist für einen Anstieg der Körnigkeit, evt. auch einiger Bug-eye-Strandszenen. An diesem Punkt stufe ich selbst die "dichteren" (und somit weniger farbstich-anfälligeren) Außenaufnahmen in der Neukopierung als leider nicht einwandfrei ein, da sich der Gelbstich durch den gesamten Film zieht (durch alle Fox-Kopien inkl. - etwas verminderter - in AGONY AN THE ECSTASY. Er gehört nicht zum Film und nicht zum Negativ, auch wenn manche es behaupten. Zu den Farbsprüngen zwischen Publikum und Zuschauerraum: Die Zuschauerszenen sind blau (Cyan-Filter), die Bühnenschau ist dagegen im Studio gedreht und neutral beleuchtet. Besonders relevant Dein Resümee: Der Duplikatprozeß scheint weitgehend einwandfrei abgelaufen zu sein (eine „Hinrichtung im Kopierwerk“ à la SOUND OF MUSIC im letzten Jahr fand nicht statt.) Bildstand einwandfrei, Schärfe gut. Die gezeigte Kopie ist aber in der Farbabstimmung extrem uneinheitlich und bestenfalls als ein Schritt auf dem Weg zur richtig auskorrigierten Kopie zu bezeichnen. Innerhalb einzelner Szenen gibt es große Farbsprünge, etwa im Büro des Kommandanten. Der Duplikatprozeß in SOUTH PACIFIC (2006) scheint - anders als bei LAWRENCE, VERTIGO oder 2001 - einwandfrei zu sein, eine perfekte DVD war das Ergebnis desselben. Erst während des nacheilenden Auftrags, schnell noch für ein paar unverbesserliche Breitfilm-Freaks und Festivals noch gnädig eine Kopie "abfallen" zu lassen, so scheint mir, rutschte der insgesamt höchst lobenswerte Ansatz der Restauratoren auf das untere Niveau einer analogen Neukopierung. Liebend gerne wiederholungsbedürftig!
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Wen's interessiert: http://www.amazon.de/Teamwork-Traumfabr...51?ie=UTF8 (Anlaß für die Autoren war der verbreitete Glaube, nur die Fokussierung auf den film auteur könne ein geschlossenes Filmwerk erschaffen: einer Auffassung, der man mit dieser Monographie und der Ehrung auch des Handwerks die Realitäten der Studio-Produktion entgegenhielt.)
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Wir hatten die Versionsanalyse der Neufassung des Films im Februar 2001 am Tag der Weltpremiere dieser Kopie verfaßt und "hinken" nicht hinterher. Zu der Zeit verfügten Sie weder über die EA- noch die neue Version und waren wohl noch nicht im Kino tätig oder gerade erst am Anfang Griesheimer 35mm-Managements. Aber es freute, daß einige späterfolgende Betrachtungen der Restaurierung daran anknüpften. :) ´Anstelle von Abschweifungen hier ein brauchbares Buch von L.O. Beier "Teamwork in der Traumfabrik": http://www.amazon.de/Arthur-Penn-Lars-O...392947073X
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Sie haben bisher in sämtlichen (!) Ihrer Beiträge nur die geringsten Abstriche an der Güte von Neukopierungen bei Kinoeinsätzen aus geschäftspolitischen Gründen als "psychopathologische Einbildung" gebrandmarkt und zur Gänze geleugnet. Wenn Sie nunmehr unter dem Eindruck erfolgter Aufklärung komplett Ihren Standpunkt austauschen, interpretiere ich das als kalkulatives Moment unter Geschäftsführern, die Ihr Fähnchen nach dem Winde schwenken, um auf dem Wasser "oben auf" zu bleiben. Ihre "2001"-Analysen sind vage und beschränken sich auf lediglich zwei gesehene Kopien - unzureichend in jeder Hinsicht. Ein Kino, das gute Sponsoren hat, riskiert keinen Supergau, sondern kalkuliert eine solche Veranstaltung als Investition in das Corporate Image (so habe ich es im BWL-Kurs einmal "eingetrichtert" bekommen). Es handelt sich demnach nicht um eine Wohltätigkeitsveranstaltung, sondern um eine modernere Variante im Marketing - habe nix dagegen.
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Auf Deine weiterführenden Analysen würde ich in Kürze eingehen wollen. Falls dies in diesem Thread geschieht, erlaube ich mir Passagen aus Deiner neuen Rubrik hier zitatweise zu übernehmen, die es mir wert erscheinen. Du erhältst von mir in den kommenden Tagen Doku-Material zum Thema, das die Vorgänge "visuell" noch weiter kommentarbedürftig werden läßt. Bingo! :wink: Die Frage verstehe ich nicht. Bereits in Deinen Einführungen während des Karlsruher Festival sprachst Du von Filmkopienabtastungen/-transfers. Beispielhaft für GRAND PRIX. Das ist unrichtig. Man macht keine professionellen DVD-Transfers von Filmkopien, es sei denn, es ist gar kein anderes Material als eben eine Kopie mehr greifbar. Der Transfer erfolgt so gut wie immer von Interpositiven. Und das ist auch gut so. In der folgenden Einführung in K. sprachst Du von einem vollkommen gefadeten Kameranegativ von SPARTACUS, weshalb dann von den Separationen kopiert wurde. Anmerkung: Ich wäre recht froh, endlich erhärtbare Nachweise für dieses Fading zu finden. Bis dato bin zumindest ich noch nicht fündig geworden, abgesehen von so lautenden Presseerklärungen der Restauratoren. Im Folgenden erwähntest Du Panavision-Aufnahme-Anamorphote beim Dreh von SPARTACUS. Ja, es steht das Panavision-Label im Vorspann und ein Jeder käme auf keine andere Version. Defacto aber handelt es sich um die Repro-Optiken bei der Umkopierung des Technirama-Kameranegativs. Zur Welt der DVD: Ich bin überzeugt, daß ordentlich gemasterte DVD's, die auf digitale Manipulation des Bildes verzichten (d.h. auf Zusätze verzichten, die nicht auch auf analogem Wege erreichbar wären) ein im Farbraum, Kontrast, in der Farbbalance und Dichte sehr gute Reproduktion des Originalmaterials bieten können, d.h. bisweilen optimaler und stimmiger als eine über ein Duplikatkopie gezogenen Serien-("Massen")-Kopie für konventionelle Kinoeinsätze. Dieser Tatsache solltest Du bitte nicht weiter Widerstand leisten, da auch Deine Beoabachtungen der von Dir favorisierten DLP-Projektionen auf einem ähnlichem "Phänomen" beruhen: des Herangehens an Originalnegative oder an Digital Source Masters unter Reduzierung denkbarer Umkopierverluste bei unsachgemäßer Filmnachbearbeitung oder weiterer Zwischenstufen. Wissen Sie selbst, wovon Sie noch schreiben? Das Einscannen des Interpositivs von SOUTH PACIFIC war die Grundvoraussetzung für einen Transfer, schreiben Sie richtig: das ist allgemein der übliche Wege zum DVD-Mastering und somit keine Ausnahme und Manipulation. Bei SOUTH PACIFIC wurden einige defekte Einstellungen (oder auch ein kompletter Akt) auch über Separationen gewonnnen. Einiges ist dankenswerterweise digital nachbearbeitet worden, jedoch nur einzelne Einstellungen (ich gucke mir diese noch genauer an). "Schlecht" sehen auf DVD unter den digital nachbearbeiteten Szenen allerdings die wiedereingefügten Out-Takes der gefadeten 70mm-Altkopie aus: d.h., daß auch den "digitalen Postproduktionszaubern", wie Sie schreiben, somit kein kompletter Ausgleich gelungen ist, wenn bereits eine Vorlage in Kontrast und Farbe unrettbare Verluste aufweist. [um so amüsanter finde ich in diesem Forum immer Ihre gescannten Filmclips, die Sie zu Werbezwecken als Rekonstruktion oder Restaurierung der Originalfarben einer Premierenkopie ausgeben - angeblich sind sie über Ihre brandneue PC-Software oder auch bei irgendeinem Telecine-Operator "nachgebessert", was Sie nicht näher bekanntgeben mochten]. Die abzutastenden Interpositive sind also i.d.R. mechanisch und farblich vollkommen intakt und sind seit jeher auch unabdingbare Voraussetzung auch für die analoge Umkopierung. Sie sind die Grundvoraussetzung wohl für jede Art der Neuherausgabe eines Films und auch der Wirksamkeit digitaler Tools im Falle einer erforderlichen Nacharbeit (Retusche u.a.). Allerdings gibt es keinen Grund, ein intaktes Interpositiv - z.B. bei CLEOPATRA auf 35mm als DVD-Vorlage gegeben - digital zu "manipulieren", wie Sie hier beständig verbreiten wollen. Am abwegigsten ist Ihre Unterstellung, mir gefiele der Look der SOUTH PACIFIC-DVD aufgrund Ihrer rein digitalen Verarbeitung, die angeblich jedem filmischen (so insinuieren Sie) überlegen sei. Falls Sie selbst daran glauben: vielleicht möchten Sie sich vom Filmbandoriginal vielleicht lösen? Zur Erklärung: mir gefallen diejenigen Szenen in SOUTH PACIFIC (DVD) gut, die nicht mehr und nicht weniger "herausholen", was nicht bereits das analoge Interpositiv oder das Negativ hergeben kann. Diese DVD-Version von SOUTH PACIFIC von 2006 stellt (das ist jetzt für Forums-User vorerst unüberprüfbar und verständlicherweise wieder "anfechtbar") nach Zeitzeugenaussagen eine "perfekte Annäherung" an die zeitgenössische Kopie von 1959/60 dar. Dem bin ich zugeneigt, uneingeschränkt Glauben zu schenken. SOUTH PACIFIC (ich bin noch nicht in der Erkundung ganz durch und habe auch nicht alle Einzelheiten abgeklopft) besitzt auf DVD den überzeugensten Look der letzten 43 Jahre. Es ist unbegreiflich, warum die etwas gekürzte Version auf 70mm von 2006 nicht nur vollständig anders, sondern geradezu unmöglich schlimm aussieht: ausgelaugt, klatschhell, gelb-monochrom, die Wirkungen der Farbfilterungen nivellierend. Eine Aussage der Fox sei zur Diskussion eingeworfen: das Negativ beginne zu faden. Nun: es beginnt vielleicht zu faden, ist aber noch nicht zu sehr gefadet, denn selbst das Ergebnis der leider mißglückten analogen (!) 70mm-Neukopierung ließe sofort Schlüsse auf ein Fading zu, das schlagartig erkennbar wäre. Eher bezeugt also diese Neu-Kopie von 2006 eklatante Fehlgriffe in der analogen Neukopierung - ebenso wie bei CLEOPATRA, dessen Negativ allerdings in "hervorragendem" (so Fox) Zustand sein soll, aber in der Filmneukopierung ebenso komplett "durcheinanderfällt" wie SOUTH PACIFIC. Für derartige Ausschusskopierung gibt es, zumindest bei CLEOPATRA, nicht den mindesten Grund. (Es sei denn, finanzielle Gründe.) Eine solche Kopie hat nur Chancen auf einem Nostalgie- und Museumsfestival. Würden die Mogule der Jetztzeit (Cameron, Spielberg) derartige Premierenkopien Ihrer Blockbuster-Events zum Einsatz bringen, wäre das Gelächter groß. Oder ist Material der Firma Kodak anno 2006, sind gar die Kopierwerke der Großstudios heute vollständig nicht mehr in der Lage, hunderttausende von Negativen von vor 1973 zu kopieren? Wäre das in der Filmwelt und seitens @preston sturges dann die nächste Legende, die in Umlauf gebracht wird?
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Wenn das so weitergeht mit dem ewigen Abstreiten, setze ich keine Petition auf und Ihr dürft Euch beim weiteren Gelbstich klatscheller oder im Dunkeln absaufender Kopien vergnügen... GEBETSMÜHLENARTIG: Diverse jüngere Fox-Titel auf DVD besitzen nahezu Originalfarben: es gibt selten etwas zu beanstanden. Derselbe Look darf von einer Filmkopie zurecht erwartet werden. Das hat nichts mit den "Tools" ("Tools" gibt es auch in der Analog-Kopierung, sie nennen sich "Trimmer") zu tun, sondern weitgehend unversehrt erhalten gebliebenen Originalmaterialien (Negative/Interposive usw.). Eine Filmkopie kann überwiegend noch besser aussehen. Wenn sie es nicht tut, dann liegt eine Fehlkopierung vor. Wenn daran hier keiner mehr glaubt, dann sollte er nicht ins Kino gehen!
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Alles richtig. Wird auch geschehen. Ich werde Deinen Vorschlag der Petition Dir später zureichen und abwarten, wie die Reaktion anderer User dazu lautet. Ich "verstecke" mich nicht hinter dem Betreiber, wie Du sagst. Nur weil @preston sturges dies in einem anderen Thread unterstellte, mußt Du dies nicht wiederholen. @preston sturges hat eben nicht recht in allen seinen offizösen Forumsbeiträgen. Auch versteckt er sich hinter der Fox und leugnet jegliche Fehlkopierung, wie wohl er sie selbst deutlich gesehen hat. Allerdings hat der Betreiber mit seinen Äußerungen in meinen Augen "verspielt". Ich diskutiere nur noch mit anderen Usern. [belston sprach ich kurz zu PATTON: er äußerte, der Kameramann sei bei der Neukopeirung zugegen gewesen. - Sowas wird man häufiger noch zu hören bekommen: Wasser auf die Mühlen der leicht Zufriedenzustellenden. Köstlich bleibt doch, wie PERFEKT neue Fox-DVDs in im Farb- und Lichtausgleich gelungen sind. OHNE digitale Manipulation übrigens. Dort waren Fachleute am Ruder! Die Sache mit dem Projektions-Filter sei nur experimentell vorgeschlagen. Es ist Quatsch, welche anzuschaffen oder zu verkaufen, wenn das Ergebnis nicht überzeugt. Ich hatte aber mit Orwocolor ein wenig Erfolg, das dichtere Fox-Material könnte noch eher geeignet sein. 80 DAYS (70mm-Nullkopie von 1983, stand auch auf dem Startband) hatte ebenso den Gelbstich, der Filter bewirkte Wunder.
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O.K., das macht auch mehr Sinn. Dann sollte man aber zulassen, über Fragen der Restaurierung und Fehlkopierung zu sprechen. Das wird hier abgewürgt! es ist und war nie notwendig, die notwendigkeit siehst nur Du in Deinem eingebildeten szenario...wir werden uns hüten, kopien zu "verschlimmbessern", das kannst Du gerne machen, wenn Dir überhaupt jemand noch nach diesen traktaten jemals eine wertvolle kopie anvertraut ... Ein vorgesetzter Filter kann eine Verschlimmbesserung, aber auch eine Neutralisierung (mit Nebenwirkung auf das Weiss, dass aber ohnehin hier gelb war) bewirken. Der vernünftige Weg ist immer eine korrekte Kopie. Alle neuen Kopien hatten wieder viele Farben (über die auch ich Luftsprünge machte, als seinerzeit die ersten Restaurierungen heraus kamen und kann den Ärger der hiesigen User verstehen, daß ich es heute kritischer sehe), aber der Farb- und Lichtausgleich ist katastrophal bzw. nicht erkennbar. Das Wort "katastrophal" bezieht sich nicht auf den genossenen Film und die rare Vorführung im Rahmen Ihrer Veranstaltung, die aus vielerlei Gründen viel Spaß machte, sondern auf Minimalstandards einer heutigen Filmkopierung. Sinn des Eklats ist das Hinwirken auf eine bessere Kopierung der nächsten Fox-Titel, nicht aber das Ableugnen, das zu nichts führt, da auch andere Gäste eine fehlerhafte Kopierung bemerkten. Daran ist doch das Kino völlig unschuldig. Hier eine Danksagung meines Bekannten an das Kino: ... nun ist schon wieder eine Woche seit Karlsruhe vergangen,genau heute vor einer Woche saßen wir in der Schauburg und genossen 70mm Filme.Mir fallen da deine Worte nach der Aufführung von "Cleopatra"ein:"In 10 Jahren werden wir uns an diesen Abend wieder gern erinnern".(Bei mir nicht sicher)Wie recht du hast.Für mich sind die Karlsruher Tage immer ein Höhepunkt im Jahr.In Berlin komme ich nur noch wenig ins Kino,richtige große Filme gibt es ja kaum noch und ein gutes Filmtheater auch nicht Trotzdem beschränke ich mich auf etwas anderes, denn nur eine filmtechnisch weiterführende Debatte kann sichtbar machen, was leider bei 70mm Revivals als unstimmig erachtet werden muß, sofern dieser Thread nicht als reiner Nostalgie-Thread enden soll, der alles Schön-Erlebte nicht zu tief erörten möchte, weil angeblich der "Mythos" 70mm dabei Schaden nimmt. Daher wird es vielleicht mehr Licht ins Dunkle bringen, wenn einige A/B-Vergleiche genauer erkennen lassen, warum die gesamte Staffel der 70mm Revivals von Lawrence über Spartacus, 2001, My Fair Lady, Vertigo und die Fox-Kopien Abweichungen vom Original aufzeigen, die weniger auf kaputtes Ausgangsmaterial als auf fehlerhafte Restaurierung zurückzuführen ist. In jedem Restaurierungsseminar ist unstreitig, daß Restaurierungen, von neuen Erkenntnissen und Prozessen ausgehend, wiederholt werden müssen. Die Debatte zieht sich heftigst durch die Künste, Musik, Malerei, die Theaterdramaturgie oder fremdsprachige Übersetzungstechniken. Es ist also auffällig, wie zurückhaltend das Verhalten ist, wenn es plötzlich um 70mm-Filme geht. Er erklärt sich aber mit dem großen zeitlichen Abstand, mit dem diese Filme zuletzt intakt gesehen wurden, aber auch damit, daß nicht ein Jeder noch in jüngster Zeit Zeuge oder Mitarbeiter einer filmischen Nachbearbeitung sein konnte, um eben zu erkennen, wie stark die Veränderungen ausfallen, wenn Mindeststandards oder eben auch ein Wissen um den Look früherer Film verlorengegangen sind. Hier die Darstellung von Rick Mitchell aus L.A.: The announcement that "Cleopatra" was to be included in this year's "Great To Be Nominated" program at the Academy of Motion Picture Arts and Sciences stirred interest among local Wide Screen and 70mm buffs as to what kind of print would be shown, as Schawn Belston of 20th Century Fox is the only studio preservationist who had been given a mandate to restore and strike new prints of all the studio's Wide Film productions.* The announcement that a new 70mm print would be shown had a lot of people salivating and those who attended the screening were well rewarded, for the new print was stunning, possibly even looking better than original prints when one allows for improvement in print stocks over forty years. A representative of Fotokem Laboratories, which struck the print, said the negative was in perfect shape. Aus: http://www.in70mm.com/news/2006/cleopatra/revisited.htm Frage: Haben wir eine andere Kopie gesehen oder dieselbe?
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Sie haben es nicht probiert und wissen also gar nicht - aber es ist schon im Vorfeld furchtbar, was @cinerama anriert. Komisch: ein sinnvoller Vorschlag wird einem zum Nachteil ausgelegt, weil nicht sein darf, was nicht sein kann. :wink:
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... spricht ein Mitglied des "Fanclubs" Karlsruhe, der offenbar ebenfalls "halb-erblindet" ist. Spricht ebenfalls ein Mitglied des Fanclubs Karlsruhe, der sich für die Fachfragen eher auf der Gefühlsebene interessiert. Unwahr ist, ich hätte alles schlecht gemacht: Zu keiner Zeit wurde von mir eine rotstichige Kopie beanstandet, die Kritik zielte auf heutige Produktionsweisen, die möglicherweise in eine fragliche Richtung laufen bzw. jetzt noch korrigierbar wären (daher mein Aufruf, ein Schreiben an Fox aufzusetzen, daß auf die Problematik der nachweisbaren Fehlkopierung hinweise - es wurde vom Veranstalter leider abgelehnt.) Ärgerlich wurde es, als bereits eine Analyse der Restaurierung (nachdem das Kino vorher außen vorgelassen wurde resp. doch gelobt wurde) sofort auf inkompetente Anwürfe des Veranstalters stieß, man sei ein Gelbseher und Schlimmeres. Diese Äußerungen, ohne auf das Restaurationsproblem im Mindesten einzugehen, sind offenbar völlig legitim und in Ordnung, finden den Rückhalt der User dieses Threads, umgekehrter Tadel aber (konkret an der heutigen Umkopierung älterer Filme) ist nicht mehr gestattet unter dem Damokles-Schwert der kommenden Digitalisierung, die ein Grund sei, für jede analoge Filmkopie "dankbar" sein zu müssen. Es wird ja auch nirgendwo auf die Argumente eingegangen, ausgenommen, "die Wüste ist halt gelb" oder "Farbe ist mir lieber als "Rotstich" oder das war "CLEOPATRA in voller Farbenpracht". Natürlich ist eine farbige Kopie etwas Schönes. Allerdings nicht alles, was einhgefärbt ist, sonst könnte man auch Schwarz-weiss nachkolorieren. Die Restaurationfragen wurde ausführlich ab etwa S. 40 dieses Threads gestellt. Ich empfehle das Nachlesen anstelle fragwürdiger Affirmation in der Praxis heutiger Fehlkopierungen. :wink: Den Paß, den ich im Vorjahr gewonnen hatte, kriegt das Kino zurück. Man mag sich hier lieber nicht "einlullen" lassen. Das heißt, das Geld wird erstattet!
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Nur am Rande: ich bin seit gewissen Zeiten kein Student mehr. Sie werben nach sehr sehr günstigen Arbeitskräften, möglichst knapp oberhalb der Mündigkeitsgrenze, zumeist Teilzeitbeschäftigte ohne AG-Versicherungsanteil, mit Zeitvertrag und selten mit Kenntnissen zur AZO, zum Betriebsverfassungsgesetz und zum BGB. Völlig legal - keine Frage. Halt junge nette Leute, "just for fun", die man heuert und feuert. Das war mein erster Gedanke, als ich es las, Entschuldigung. Nach meinem Geschmack würde ich auch einige spezifische Fachkräfte und auch deutlich ältere Arbeitnehmer berücksichtigen, weil sie nicht nur übergangsweise jobben, sondern womöglich auf Jahre hinaus dem Betrieb loyal verbunden sind. Denken Sie einmal an viele Fachkräfte aus DEFA-Zeiten, die heute unbeschäftigt dahindämmern, nur weil der Verwertungsmarkt der heutigen Kinokomplexe deren Erfahrungen für wertlos erachtet. Das stimmt mich immer traurig, welche tollen Leute der Branche verloren gegangen sind. Es ist also kein sehr schönes Bild für eine Theaterbranche, welches Sie nunmehr von irgendwelchen Plex-Betreibern kopieren. Wenig festigend auch in einem renommierten Filmpalast mit erklärter Filmgeschichtspflege und Archivkopien - was alles anders als im Plex sein sollte. Aber Sie sind ja lernfähig. :wink:
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Danke nochmals für Ihre obige psychopathologische Belehrung. Wunderliche Aussagen eines im bundesdeutschen Rampenlicht stehenden Betreibers eines renommierten Kinos, der sich nicht im Griff hat. Hilft aber nicht weiter, zumal die angemerkten Eigenheiten der Kopien oder auch der Projektion objektiv sind wie beschrieben. Nicht jeder stört sich daran, keine Frage, andere dann wiederum doch, ich wiederum interessiere mich stark für die Herstellungsgüte der Filmkopien. Sie schrieben einnmal, Sie seien "Pintmanager" eines Großverleihs gewesen. Das bleibt mir völlig unvorstellbar, rein von der Qualifikation her. Es sind Ihnen denke ich Kunden abhanden gekommen - nicht wegen der bemerkten Veranstaltungsmängel oder Nichtmängel, sondern wegen Ihrer nachgeschobenen Sachdarstellungen - ein jeder kann sich darauf, sei es der Bezug zu Optiksystemen, Kopiengüten oder Legendenbildungen einen Reim machen, was daran ernst zu nehmen ist. Merkwürdig war auch immer Ihr Drängen, Artikel für Sie zu schreiben oder mich "einzubringen", dem ich aus guten Gründen nie nachgekommen mochte. Noch unberechenbarer wäre eine Kopienentleihe an Sie gewesen, die damals erfragt wurde. Wenn man schließlich noch liest, daß Sie für Ihr Kino "Aushilfskräfte" für filmtechnische Aufgaben und Projektionen anwerben (aktuelle Annonce Ihres Hauses!), die künftig mit sehr seltenen Kopien zu tun haben werden, ist die Ernüchterung über dieses Kino komplett: Aushilfen gesucht Wir suchen studentische Aushilfen für den Service-Bereich. Wenn Sie zwischen 18 und 25 Jahre alt sind und Spaß am Kino und am Umgang mit Menschen haben bewerben Sie sich mit unserem Bewerbungsformular. Aushilfen (Filmvorführung) gesucht Wenn Sie Erfahrung in der Projektion haben bzw. wenn Sie schon immer die Technik hinter den Kulissen eines Kinos gereizt hat, dann bewerben Sie sich bei uns als Aushilfe für die Filmvorführungf. Sorgfältigkeit im Umgang mit den teilweise sehr seltenen Filmkopien, absolute Zuverlässigkeit sowie Interesse an Filmen, Kino und an der Kinotechnik ist zwingend notwendig, das erforderliche Know-How bringen wir Ihnen bei. Seltsam die Altersbeschränkung und die Qualifikationsbilder. Das gibt's nicht mal bei den Multiplexgruppen, so weit ich weiß.
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Carmike stellt 2300 von 2469 filmsäälen auf digital um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Tja, daß passiert in Karlsruhe öfter als in anderen Städten. Seltsam. Ich empfehle Ihnen angesichts solcher Unwägbarkeiten den Einbau eines SXRD-4k-Sony-Projektors. -
Carmike stellt 2300 von 2469 filmsäälen auf digital um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
es ist mir geläufig, dass Du Dich mit Deine meinung sehr gerne hinter anderen rücken versteckst, wenns brenzlig wird :-) Das ist eigentlich der Eindruck, den ich von Ihnen gewonnen habe. Ich stehe zu meinen Taten und Worten. Die Beweihräucherung Ihrer Todd-AO-Shows jedoch löst ihre Versprechen eben nicht in allen Punkten ein: daher die objektive Einsicht, daß zu helle Film-Kopien sich ungünstig auf die Brillanz und Schärfe auswirken. Aus Ihrer TITANIC-Vorführung jedenfalls sind nicht nur wir Berliner mehrheitlich rausgegangen. -
Carmike stellt 2300 von 2469 filmsäälen auf digital um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Tja, die Kopienbeurteilung kommt von mehreren Ihrer Gäste, teils Techniker. Wenn Sie diese Kunden so herabsetzen mögen ... :cry: -
Carmike stellt 2300 von 2469 filmsäälen auf digital um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Deine Darstellung ist fast überall faktisch richtig. Nur eine winzige Einschränkung: die in Karlsruhe gezugte TITANIC-Kopie war unglücklicherweise schlecht, weil klatschhell. Es gibt von diesem Titel bessere und dichtere Kopien, in denen das Ausfransen des Renderings weniger auffällig ausfällt. Dieser Film hat auch akzeptable Shots auf 35mm (aufgrund des Kornproblems bei Super 35 bisweilen um zwei Blenden überlichtet und hernach deforciert) und ist noch nicht, wie von @brillo richtig angesprochen wurde, von einem photographisch verschlechternden Digital Intermediate gefertigt. -
Tatsächlich? :roll:
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... wenn ich bedenken habe, teile ich diese dem verleih in angemessener form und unter wahrung der unter geschäftspartnern üblichen formen mit. In diesem fall habe ich keine bedenken und denke nicht daran, der bedenkenweiterreicher eines einzelnen gelbsehers zu sein. Mit dieser Kundenfreundlichkeit verwundert nicht, daß Ihre Festival-Besucherzahlen 2006 zum Vorjahr 2005 rückgängig waren. Schuld ist also der Kunde, der "rot" sieht. :roll:
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Nur ein kurzer Exkurs in Deine öffentliche Kritikweise, währenddessen mir diese in diesem Thread nicht zugebilligt werden mag: Lieber @laserhotline: sollte man wirklich mit zweierlei Maß an die Kritikfähigkeit herangehen? Ich glaube nicht. Ein Trend in Richtung Fanclub und Sekte nützt auch dem 70mm-Thema nichts, da auch dort nicht alles Gold ist, was glänzt. Bei zahlreicher Gelegenheit hinsichtlich "normaler" Kinos in früheren Threads hörte ich von Dir massive Beschwerden über Kopien einiger Erstaufführer (s.o.) In gleichem Maße halte ich es für unverzichtbar, daß der Veranstalter mit dem Leihgeber (in diesem Falle 20th Century-Fox) höflich die Bedingungen auch beim Repertoire erörtert. Von einem "Boykott" des Veranstalters gegen nicht so ganz perfekte Kopien sprichst Du zwar, jedoch nicht ich. Das ist schon deswegen etwas irreführend, weil es gar keine Lösung gewesen wäre, auf SOUTH PACIFIC oder CLEOPATRA zu verzichten, die jeder froh ist gesehen zu haben. Nicht also ein Boykott der Fox o.a. wäre die Lösung gewesen, aber es gäbe Tricks, die klatschhellen und gelbstichigen Bilder sogar in der Projektion deutlich neutraler zu halten, bspw. wäre ein Magentafilter auszutesten (damit hatten wir einmal eine ähnlich gelbe Kopie von AROUND THE WORLD IN EIGHTY DAYS notdürftig gegengefiltert), wobei auch die Bildhelligkeit etwas vermindert würde, die in anbetracht der heute leider zu hellen Todd-AO-Kopien im karlsruher Kino zu hoch war. Damit träten deutliche Besserungen ein, ohne die Fox zu "boykottieren". Dann hattest Du in Vorträgen in Kalrsruhe Bezug auf das Thema Restaurierung genommen. Dabei wurden die Filme SPARTACUS und GRAND PRIX benannt - Du hattest die Restaurierungshintergründe anhand der Presseverlautbarungen dargestellt. Ein eigentlich spannendes und aufschlußreiches Thema, denn nicht umsonst profitiert der Verkauf der Bonusmaterialien auf den Videomedien von diesem Topos. Jetzt möchte ein User in diesem Thread über Restaurierung reden, aber es bleibt tabu: Ein Feedback zum Verleiher sei ausgeschlossen, heißt es, mein Charme solle hierfür genügen, neue Kopien zu bestellen. Das ist mithin ein Grund, weshalb zumindest ich (nach mir unklaren Anmahnungen seitens @preston sturges, mich irgendwie "einzubringen") wenig Hoffnung auf etwas anderes aus Fanclub sehe, wo derzeit alles Technische und Kritische ins Lächerliche gezogen wird. Eigentlich wird mit dem Phänomen einer 70mm-Kopie hier geworben. Alles aber, was sich von Werbung ein wenig löst, kann und darf es gar nicht geben (es sind also "Chinesen", so steht oben geschrieben, verantwortlich für eine Fehlkopierung - und ein beschnittenes Bild ist Folge der Fehlsichtigkeit des Gastes [?]). Wenn aber alles ein ewiger "Event" ist, und der Zauberer (Deine Betreiberbezeichnung übrigens) beschworen wird, das Wort Danke mit 4 "a"s prolongiert wird, so interessiert weniger die Erforschung der älteren Kinokulturen, sondern doch exklusiv der Konsum? Ich meine, WideScreen in Bradford und auf anderen Festivals schon "wider" + weltoffener erlebt zu haben.
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Ist das nun sehr komödiantisch, originell, hilfreich oder kompetent, was man hier zur Qualität von Filmkopien liest? Nein: es kommt einem leider vor, wie bierseliger Altherren-Club bei @filmempire-sturges-Vorführungen, die sich das schön reden, was man mit Augenzwinkern gerade noch durchgehen läßt, und handelte es sich selbst um die "Gelbsucht". Und beide zahlen noch dafür an us-amerikanische Leihgeber, ohne zu murren. Man kann ja redlich darüber streiten, wie wichtig oder unwichtig die Farbe im Film ist (mir selbst gefiel auf diesem Festival die mittlerweile rotstichige BOUNTY als Roadshow-Erlebnis am besten; akustisch und hinsichtlich der Breitenwirkung authentisch...trotz des uralten Anamorphotvorsatzes), ich sammle selbst auch aus gutem Grunde nachwievor rotstichige Filme. Ob man aber mit dem Begriff "70mm Todd-AO" und "Filmbandoriginal" heute noch überzeugen kann, wenn man eine als Restaurierung und brandneu angekündigte, dann aber klatschhelle, gelbstichige Kopie (nunmehr die siebente in der Classics-Galerie der Fox) blindlinks als "umwerfend" hochjubelt und leider, was im karlsruher Schauburg-Filmtheater ohne Abstriche als state-of-the-art-haltig gepriesen wird, damit eine Renaissance des Verfahrens mit anschieben kann, das kann ich mir aufgrund der mangelnden Sachlichkeit in dieser Runde nicht vorstellen. Das funktioniert nur dann eventuell, wenn man auf eine hervorragende Kopierung und Vorführung achtet: nur dann ließe sich Gestern und Heute fair miteinander vergleichen. Man könnte dabei ehrlich die Vorzüge und Schwächen des heutigen 70mm-Repertoire-Spiels erörtern und als Schlußfolgerung von neuen Einsichten ein gemeinsames Schreiben, z.B. an die Fox oder Robert A. Harris aufsetzen. Vielleicht hätte dies im einen oder anderen Falle sogar noch Erfolg, und uns wäre eine ganz wundervolle Neukopierung in nächster Zeit vergönnt? Warum also das gar Unnangenehme, schwer Analysierbare (Farb- und Lichtwerte, Sound- und Optikphänomene) totschweigen, ausgrenzen, sich zieren, sich nichts gegenüber dem Verleih getrauen, dankbar-ängstlich jede 70mm-Rolle anbeten die man überhaupt noch zu sehen bekommt...wenn eher eine öffentliche Debatte ("Sabine Christiansen" oder eine Konferenz der SMPTE oder FIAF sei dahingestellt) vonnöten wäre, um zu retten, was zu retten ist? Stattdessen wird in diesem Thread empfohlen, man müßte dann eben so die Verzeichnungen durch die Bug-eye-Linse in den gesehenen Filmen brandmarken wie eine umstrittene Kopie/Restaurierung von 2006. Haben alle wirklich über eine solche Empfehlung gelacht? Es scheint nicht klug, den Streit dahin ausarten zu lassen, daß Interessenten am historischen Kino, am authentischen Filmlook u.a. unter dem Eindruck einer rein schwärmerischen und schmeichelnden Film-Nachbesprechung sich "verulkt" zur DVD zurückziehen. Das wäre dann nicht die Folge meiner Hinweise auf KING OF KINGS oder SOUTH PACIFIC in neuen und perfekten Transfers, sondern es ergibt sich m.E. für den arglosen Kinogast just dann, wenn er eine Eigenbewerbung mit dem gesehenen Ergebnis direkt vergleicht und möglicherweise nicht dieselben euphorischen Eindrücke teilt, die @preston sturges in Dauerwerbung beschwört. Im Klartext: Ein Gast, der einer zu großen Kluft zwischen Werbung und Realität gewahr würde, könnte stillschweigend Abstand von künftigen Veranstaltungen nehmen. Wir wissen dies längst alle und hören täglich an jeder Ecke die Begründung, wie unbefriedigend jüngste Kinoerlebnisse waren und warum man zuhause mit DVD besser versorgt sei. Schuld daran ist eben auch die allgemein schlechte Kinokopienlage und eine aufgebauschte Kinowerbung, die mehr verspricht als sie halten kann. Rundblick: wie oft lesen wir in Threads dieses Forums von hitzigen Debatten um filmtechnische Verfahren und ihre Fähigkeit, den Kinomarkt weiterhin am Leben zu erhalten. Diese Debatte um Technik beflügelt seit 150 Jahren die Kinematographie-Erfinder, Kaufleute und Zuschauer. Hier aber ist sie zur Witznummer verkommen. In diesem Thread, in dem das Königsformat diskutiert, problematisiert oder gefeiert und gewürdigt werden soll, ist es tabu geworden, die Sündenfälle eines Kopierwerks oder eines Verleih auch nur leise anzudeuten - es gilt als Eintrübung der - man verzeihe den Ausdruck! - Sektenreligion oder deren neuer Kirche: die Süd- Nord- Ost- oder Westkurve einschließlich ihrer Zaubermeister und Märchenerzähler. Mittlerweile nehmen selbst offizöse Fachkreise Zuflucht in esoterische Nostalgie-Veranstaltungen, weshalb auch dieser Thread hier zurecht in der entsprechenden Rubrik (Nostalgie) eingeordnet wurde. Hier der international zu Ansehen gelangte Bericht zur Cleopatra-Restaurierung, der ob des seltsam durcheinanderfallenden Looks der neuen Kopie zu der erstaunlichen Auffassung gelangt, der Film sehe sogar besser aus als zur Premiere: http://www.in70mm.com/news/2006/cleopatra/revisited.htm Nun, ist das jetzt der Erheiterung oder der Schmähungen wert? Mir scheint, der Bereich des Breitfilms erfährt jüngst ganz neue und unverhoffte Lesarten, die man sich nie hat erträumen lassen. :wink:
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Carmike stellt 2300 von 2469 filmsäälen auf digital um.
cinerama antwortete auf oceanic's Thema in Digitale Projektion
Warum ist das Thema 35mm durch? -
Die damaligen Kopien waren OPTIMAL auf Beckkohlenlicht abgestimmt. So marode dieses oder jenes im einen oder anderen Kino gewesen sein mag, so darf dennoch auch diese Kopie wohl als Referenz erachtet werden (sonst wäre sie nicht zum Verleiheinsatz gekommen!). Ich hoffe dass Du Herrn Czech auch schon ins Zeitzeugenschutzprogramm aufgenommen hast :wink: Es besteht kein Zweifel, daß damalige (handverlesene) 70mm-Kopien ein hoher wirtschaftlicher Wert waren. Ich hörte von kaum einem Fall, in dem der Farb- und Lichtausgleich "daneben" lag, bisher von keinem einzigen. Unbedingt stimmt also dieses: in Bezug auf Premierenkopien (inbesondere 70mm) war früher "alles besser" (und heute "alles falsch"). Diese Katastrophe in der Verfälschung der Kameraarbeit und des Orignal-Looks ist auf finanzielles und fachliches Versagen in heutigen Kopierwerken resp. seitens der Auftraggeber zurückzuführen. Wenn bereits hier andere User auf excellente DVDs von KING OF KING u.a. hinwiesen (und diese in Übereinstimmung auch mit den Kopierwerksfachleuten und Filmfreunden in unserem Lande) als erstaunlich authentisch erachtet werden, dann fragt sich, was nicht alles bei den 70mm-Revivals seit 1988 fehlgelaufen ist. Viele dieser Fehler wären durch 70mm-Neukopierung SOFORT korrigierbar. Ich lege meine Hand dafür "ins Feuer". Es ist nicht begründbar, warum auf DVD der Look perfekt ist, nicht aber in der analogen Kopierung erreichbar sei soll. In den 15 Jahren, in denen ich mich mit diesen sogenannten Restaurationen befasse, hat sich diese Auffassung in mir bestärkt. @preston sturges: Sie brauchen der Diskussion auch "nicht die Schärfe nehmen", wenn Sie ins Schwimmen geraten!
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Sie äußerten sich über die Farbgebung (und nicht die humoristischen Anekdoten, die ich überraschend hier lese). Aber wenn Sie Angst vor Ihrer eigenen Aussage haben, weil diese heute nicht mehr "verleiherkonform" ist, dann haben Sie ein Problem mit der Wahrheit.