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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Abgesehen davon, daß Sie mir (nicht vorhandene) Zitate nachsagen (Superman eine 2k-Produktion) sind Ihre Referenzen auf zufällige oder indentierte Praktiken irgendwelcher korrupten Verwertungsbetriebe im Umgang mit filmischen Originalmaterial nicht aussagefähig über filmische Grundeigenschaften. Sie haben solch meine völlig unumstößlichen Aussagen zum durchgängig minderwertigen "Look" von SUPERMAN RETURN gelesen, muß man es es Ihnen mit brennendem Eisen ins Gehirn meißeln, als daß Sie es begreifen? Die Aussagen beziehen sich ebenso auf Digital-Vorführungen wie ausbelichtete 35-mm-Duplikatnegative. Nachdem Sie dann Weltdebatten um 1080p-Aufnahme und 2k-DI führen, erdreisten Sie sich - sorry für den bösen Unterton - einen Big-Budget-Film auf Eastman Color II-Negativ 5247 (Intermediate-Type 5243, 1978 Osca-awarded), gedreht in Panavision Scope (SUPERMAN - THE MOVIE, 1978/79) als "1-k-Produktion" zu deklassieren. Eine so salopp-dreiste Geschichtsfälschung ist mir in 30 Jahren nie unter die Augen gekommen. Vielleicht meinen Sie aber die jetzt erscheinende Richard-Donner-Director's Cut-Version von SUPERMAN II für den DVD-Vertrieb [die ich nicht gesehen habe]? Ihre Vergleiche sind unseriös und eine Verfälschung sämtlicher zumutbarer Norm-Mindestanforderungen an filmischer Nachbearbeitung, daß es einem die Sprache verschlägt. Ehrlich gesagt: ich kenne niemand sonst aus der (eben auch digitalen) Produktion und Postproduktion, der sich zu solch fantastischen Verdrehungen in der Beschreibung von Film und Filmgüte verstiegen hätte wie Sie. Als Motiv solcher Falschaussagen kann ich mir nur den Frust erklären, den Sie bei der digitalen Nachbearbeitung filmischen Materials täglich erfahren, wenn es nicht annähernd klappt mit der Erfassung der Parameter des Ausgangsmaterials. Ob Ihr Equipment daran schuld ist, vermag ich aus der Ferne nicht zu ergründen. Aber könnte es sein, daß Sie die Ur-Eigenschaften des Films generell auf das Niveau Ihrer Postproduktion herabwürdigen müssen, um zu vertuschen, was alles verpfuscht wird? Umgekehrt werden von Ihnen ja die Eigenschaften des Digital-Drehs aufgewertet, um einen photographischen Gleichstand zum 35-mm-Negativ fälschlich zu suggerieren. Nach meinem Dafürhalten käme in der Schwere Ihres Wahrnehmungsverlustes nur die Psychiatrie als zulässige Betreuungsbehörde zum Tragen.
  2. Das ist ja schön. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass in den letzten Jahren im Dietrich ein Film in 70mm gelaufen wäre. Eigentlich kann ich mich gar nicht erinnern, dass seit der Eröffnung schon mal einer gelaufen wäre, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Da in Ulm und Neu-Ulm keine 70mm Filme gezeigt werden, fahre ich auch regelmäßig nach Karlsruhe und verbringe dabei mehrere Stunden im Zug oder Auto, obwohl ich in wenigen Minuten zu Fuß ins Dietrich gehen könnte. Das Dietrich 5 ist ein tolles Kino, das durch die Größe der Leinwand sicher hervorragend für 70 mm Filme geeignet wäre, auch wenn die Leinwand nur leicht gewölbt ist. Aber eine rein theoretische Möglichkeit nutzt leider nicht viel. Ungenutzte 70mm Anlagen haben sicher noch ein paar andere in Süddeutschland. Viele Grüße Theo ...wir hatten in 70mm - Vertigo (DTS) - Cry Freedom - schrei nach Freiheit (6K Mag) - Indiana Jones und der Tempel des Todes (6K Mag) - Far and Away - in einem fernen Land (6K Mag) ....bin dabei das Equipment und die Idee zu re-animieren ;-)..... bye Atomic Etwas neugierig geworden, habe ich zumindest ein Bild des Bestuhlungsplans des in Rede stehenden Kinos (Saal 5) gefunden: http://www.dietrich-theater.de/ Der Grundriss des Saals erinnert ein wenig an die Ultra-Panavision-Spielstätte MGM-Theater Kurfürstendamm (Alt-Westberlin 1962): fast so breit wie er lang ist. Würde man die (leicht gewölbte) Leinwand sogar (theoretisch) verbreitern, da sie nicht ganz von "Wand zu Wand" gespannt ist, wäre der Saal vermutlich für CinemaScope 2.55 : 1 sowie Ultra Panavision 70 eine Referenz. Bin gespannt, was sich aber zunächst an ersten Revivals mit dem vorhandenen Equipment (laut Website sehr umfänglich ausgestattet) zu erwarten ist: vielleicht lohnt die Anfahrt aus dem Nordosten dieser Republik.
  3. Ähnlich ja, aber minimal weniger gefährdet, da ja hauptsächlich 70mm auf Zinkspulen und in Metallkontainern aufgewickelt sind. Das ist nochmals ein weiterer "katalytischer" Quantensprung ins schnelle Verderben. :cry:
  4. Finde hier bei der FIAF kein Ausleihverbot...:-) http://www.eu-beratungsnetzwerk.nieders...20_D0.html La Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF) regroupe les institutions qui consacrent leurs actitivés à la sauvegarde des films, considérés tant comme des oeuvres d'art que comme des documents historiques. Der internationale Verband der Filmarchive (FIAF) umfaßt Institutionen, die sich dem Schutz von Filmaktivitäten widmen, die sowohl als Kunstwerke als auch als historische Dokumente angesehen werden können.
  5. Das würde mich jetzt etwas näher interessieren. Der chemisch bedingte Zerfall, von äußeren Umständen gegebenfalls begünstigt, liegt auf der Hand. Die Abhängigkeit vom Format leuchtet mir im Moment nicht ein. War von mir diffus ausgedrückt. 70mm-Triacetat-Kopie bedeutet Magnetton-Kopie, wie @majorsmith schon erläuterte. Der Kleber sowie auch andere katalytische Prozesse im Zusammenwirkung mit der Zersetzung des Schichträgers gefährden diese Kopien ebenso wie die mehrheitliche Lagerung in Metallkontainern, die Metall-Ionen ausstrahlen und ebenfalls die Zersetzung anschieben. In diesem Sinne also doch "formatabhängig": keinem Format ergeht es so dramatisch schlimm wie dem 70mm-Format - nicht einmal den Stummfilmen (die annehmbar gelagert auch auf Nitromaterial überleben und leichter und verlustärmer umkopierbar sind). 70mm = eine Globalkatastrophe. :wink:
  6. Nicht falsch, sondern richtig: laut FIAF-Richtlinien ist es leider untersagt, daß Filmmuseen und Kinematheken an Privatiers Archivkopien verleihen. Abweichungen von der Regel obliegen brancheninternen Abmachungen im Grauzonenbereich. Wenn Sie um diese Klausel herumkommen: Glück gehabt. Die Anregung hierfür hatte ich gegeben.
  7. Gibt es schon Konzeptionen oder eine Lobby (außer uns hier :)) für eine solche Unternehmung ? Besonders den überbreiten Formaten muß man meines Erachtens wieder eine Heimat schaffen. Wenn Cinerama oder Ultra Panavision gezeigt werden soll die Leinwand eben breiter und nicht schmaler werden. Von einem "normalen" Kino in Privatbesitz kann man wohl nicht erwarten die Architektur eines Kinos auf ein gutes Dutzend Filme aus den 50ern und 60ern abzustimmen, aber wenn das mit staatlicher Hilfe machbar wäre... Schade, dass es keine Deutschen Cinerama oder Ultra Panavision Produktionen gegeben hat, dann hätte es so eine Spielstätte leichter. Ich wäre da für ein zentrales kinematographisches Institut in Berlin, das ähnlich wie Bradford operiert. Wie Du richtig erkannt hast, ist von einem privat geführten Unternehmen/Filmtheater keine Um- oder Rückstellung auf die Bedürfnisse der 1950er und -60er Jahre mehr zu erwarten. Dennoch sehe ich im Moment noch keine staaliche Hilfe, u.a. wegen filmtechnik-feindlicher Attitüden vieler Institutionen und auch, - von Dir bereits erwähnt - des Mangels dt. "Ikonen" auf diesem Gebiet. Diese Lobby muß erst noch gegründet werden. Wie lange halten denn 70mm Kopien überhaupt ? Es gibt ja sicher einen gewissen zeitabhängigen Alterungsprozeß der stark von der Lagerung abhängt und darüberhinaus einen Verschleiß der beim Vorführen des Filmes und dem Drumherum (Verschicken, Hantieren durch den Filmvorführer, Durchlaufen des Projektors) entsteht. Wie sind denn da die Erfahrungen am oberen Ende der Skala wenn alles optimal läuft ? Ich habe in einem anderen Thread ja schon gelesen, dass manche Institutionen ihre Filme nicht herausgeben an Häuser die einen DP75 Projektor haben, offensichtlich soll da der DP70 besser sein. 70-mm-Triacetat-Kopien verfallen schneller als alle anderen Formate und Materialien. "Optimal" lief es mit dem Format letztmalig vor 40 Jahren (zur Erstaufführung) vielleicht: der Niedergang war rasant und setzte schon früh ein. Zu den Institutionen: etliche geben an privat geführte Kinos keine Kopien heraus mangels Gewährleistung und adäquatem Ersatz im Schadensfall. Wer allerdings an DP-75-Betreiber nichts heraus gibt, das bin wiederum ich (aus Schaden wird man klug).
  8. das ist in der noch verbleibenden zeit nicht mehr möglich ... leider den hinweis etwas zu spät erhalten ... Sie haben erst vor knapp zwei Wochen das geheimnisumwitterte Programm vorgestellt. Sie soll man da zu früh oder zu spät sein? Übrigens werden in diversen Kino quasi "über Nacht" noch andere Kopienentscheidungen gefällt. Eher dürfte es also am Ausleihverbot für Privatiers/gewerbliche Kinos liegen, daß es nun nicht mehr klappt. Irgendwie scheint mir, als wenn jeder Kundenwunsch mittlerweile hier ins Leere läuft. Über die tatsächlichen Probleme - und diese im allgemeinen immens auf diesem Spezialgebiet - erfährt man vor lauter Marketing hier leider nichts, sondern bleibt dumm. :?
  9. Wollte nur unterscheiden zwischen "Dichte" und "Gradation" von Filmmaterialien einerseits und dem "Schwarzwert" bei elektronischer Projektion andererseits als die anwendbaren Begriffe. Aber es ist richtig, wenn Du sagt, in der Filmkopie und/oder in der Elektronik-Projektion sei zu wenig Schwarz (Dichte) und/oder Zeichnung bei diesem oder jenem Film zu beanstanden. Das könnte man dann für beide Bildträger inanspruchnehmen.
  10. Der "Schwarzwert" auf derzeitigen 35-mm-Printmaterialien (Kodak Vision u.a.) ist ungleich höher als auf jedem DLP-Panel. [Vom jeweils divergierenden Filmtitel rede ich nicht, aber hier greift auch ein Terminus wie Schwarzwert nicht durch, wenn in der Postproduktion stilistisch verfremdet wurde.]
  11. danke für den hinweis, der leider (2 1/2 wochen vor festivaltermin) etwas spät kommt ... auch sind die norwegischen untertitel in der kopie etwas zu groß geraten :-) ... das behaupten auch einige über die "näselnde" deutsche Synchronstimme von Marlon Brando. :wink:
  12. Verzeihung, aber Sie bekamen von mir einen DP-70. Weitere DP-70 aus Wien! Damit ist schon einiges angeschoben worden. Wenn das bei Ihnen nicht zum Zuge kommt, sehe ich keine Notwendigkeit, für Sie weiterhin "in die Hände zu spucken". Wozu? Einsam also steht sie im Foyer, die wahre Schönheit: (Und bei den [internationalen] Festivals seit den 80er Jahren, auf denen 70mm gezeigt wurde und ich mitwirken durfte oder mußte, stimmte der Bildstand und die Schärfe. Soweit ich weiß, verfügen auch andere, etwa @stefan2 u.a., über solche und ausgiebigere Erfahrungen. Warum sprechen Sie von "Besserwisserei" ? Lesen Sie doch die Programme: ich scanne Sie Ihnen ggf. einmal ein, und sie entnehmen daraus die Spielstätten und Akteure - übrigens weit vor Ihrer Zeit) Noch ein "produktiver" Hinweis zur BOUNTY: 2003 hatte ich die dankenswerte Gelegenheit einer Privatvorführung, die das Norsk Filminstitutt auf meinen Wunsch veranstaltete. Ich mochte die (zur Zeit) angeblich weltweit beste Kopie in Ultra Panavision 70 anschauen und kann bestätigen, daß sie ausleihenswert wäre. Die Farbsättigung war in Anbetracht des Alters der Kopie außergewöhnlich gut erhalten. Auch dies ein Beispiel für real existierende Güter, die auch genutzt werden sollten.
  13. Stimmt, vor allem museal betrachtet. Aber "undoktrinär" würde ich davon doch in Teilen (ein "fauler Kompromiß"?) abweichen: tageslichtähnliches und verläßliches Xenon-Licht, ggf. auch Einsatz einer Telleranlage zugunsten der Homogenität, Sony-Prozessor in Verbindung mit Panastereo Magnetic Preamplifier, eine moderne Fischaugen-Optik von ISCO, ein Universal-Getriebeprojektor von Bauer, Philips oder Simplex. Man stelle sich das Beste aus "alt und neu" zusammen. :D
  14. Keine Wirrung der Emotion, sondern ein unterschiedliches Reagieren auf lobenswerte aber auch tadelnswerte Zustände. Sie sollten aber den Blick nicht auf die vielen Leser- und Besucherwünsche verschließen: die meisten wünschten fast einhellig diese technischen Verbesserungen, die einfach von Ihnen ncht erfüllt werden. Sie werden aber auch niemandem verübeln, der berechtigt über zweitklassige Projektion sich beklagt. Das geschah hinsichtlich Bradford vor Jahren schon (nicht von meiner Seite übrigens) und kostete das Festival langjährige Stammgäste, einschließlich wichtiger Kopiengeber selbst aus staatlichen Archiven, die sich weigerten, wiederzukommen. Das Traurige: Bradford ist nach Einbau des DP-70-Projektors viel besser geworden, das Schärfepumpen ist verschwunden, die Filmplanlage ist recht gut, der Bildstand ebenso. Nun hätte ich mir eine Rückkehr der Enttäuschten gewünscht: Pustekuchen, sie kommen auch jetzt nicht mehr. Glauben Sie mir, daß man diese wirklich begründeten Anliegen auch mit besten anderen Angeboten (Ausstellungen, noch bessere Filme, Kopien, Vorführfertigkeiten, Gästebetreuung und Versorgung, architektonisches Ambiente, redaktionelles Programmniveau usf.) nicht einfach "unsichtbar" machen kann. Ich hätte keinen großen Nutzen davon, Sie anzuprangern. Auch kommen leider Ausrutscher nur von Ihnen, wenn Sie die vorgebrachten Anregungen und Verwerfungen wie folgt respondieren: Erbsenzähler, Fundamentalist, Kauf' Dir doch 'ne Brille, hast wohl ein schweres Leben, 8 Monate lag Objektive getestest usf. ... Bitte überlegen Sie Möglickeiten der Statikverbesserungen oder was sonst das Problem sein mag, um einen Projektor einzubauen, der durch seinen ruhigeren Bildstand, die konstantere Schärfe und Filmschonung den uns allen doch bekannt-berühmten, ehrgeizigeren Ansprüchen des Todd-AO-Formats noch gerechter wird. Todd-AO-Filme hatten zur Zeit ihrer Erstaufführungen fast nirgendwo Bildstandsschwankungen, Helligkeits- und Schärfeflackern oder Filmrisse zu verzeichen. Es sind leider Symptome der Neuzeit, in denen sich dies erst eingebürgert hat. Zwar können wir den Farbschwund alter Kopien nicht rückgängig machen, aber wir sind in der glücklichen Situation, noch über die hochwertigen Projektoren der Entstehungszeit zu verfügen. Immer wieder schade, wenn man liest, welche Geräte er Leichtbauweise sich selbst Filmmuseen in letzter Zeit eingebaut haben, die dann versagen. Nur eine Anekdote zuguterletzt - ohne die Leser zu sehr zu langweilen: nicht nur ich gehörte zu Personen, die sich den DP-70-Projektor zeitweise ins Wohnzimmer im x-ten Stockwerk gestellt hatten und dort betrieben. Thomas Hauerslev, Ihr Vorbild, tut diese ebenso. Wir (@cinerama und kleine Unterstützung) trugen seinerzeit zu Zweit das auseinandergenommene Gerät bis in die zehnte Etage. Eine "leichtere" DP-75 lehnte ich seinerzeit schon "entrüstet" ab, da die projizierten Bilder einfach fast überall minderwertig waren (ausgenommen im Berliner 'Gloria-Palast' nach etlichen Modifikationen). Bei Ihnen gibt es nun weder Personalmangel noch viele Etagen zu erklimmen, um einen stabilen Projektor der Getriebebauweise (gerne auch eine gepflegte Bauer U2 - um keinen Deut minderwertiger als DP 70) endlich dorthin zu verfrachten, wohin er gehört. Daß die perfekt projizierenden Geräte wie DP 70 in der Werkstatt stehen sollen, zumindest aber als Exponat im Foyer ein ridikulöses Dasein fristen, hat viele verwundert (habe noch Mails entsprechender Wehklagen), währenddessen Sie sehr exponiert englische Fachzeitschriften zitierten, die nur Ihrem Festival zubilligten, Todd-AO so dargeboten zu haben, "wie es einst gedacht war" (was anno 2006 ohnehin unmöglich so perfekt zu erfüllen wäre, denke ich in aller Bescheidenheit). Jedenfalls gehöre ich zu einer empfindlicheren Besuchergattung, die noch auf einen angenehm-ruhigen Bildstand und prägnante, unverzerrte Magnetton-Transparenz einwandfreier 70mm-Vorführungen "konditioniert" ist, die auch massive Abweichungen hiervon einfach schmerzhaft empfindet, so wie andere Menschen falsche Töne eines Orchesters als schmerzhaft verspüren. Kein Mensch fordert, daß Sie aufgrund des Ausbleibens eines ordentlichen Getriebprojektors, einer korrekten Optik und ggf., wie @stefan2 interessanterweise vorschlug, des Ausbleibens einer nicht gerade billigen Umrüstung etwa auf den Panastereo-Prozessor Ihre Veranstaltungen gar absagen sollten. Nur eines eben erscheint für Außenstehende widersinnig: von sich selbst zu behaupten, man biete Todd-AO so, wie es gedacht war und sich am selben Tag auf das hohe Gewicht (500 kg) eines älteren, deshalb nicht mehr einbaufähigen Projektors zurückzuziehen, aber für die angesprochenen Mängel die Kritiker zu beschimpfen (.s.o.).
  15. Wir hoffen alle nachwievor, daß das Versprechen des Vorjahres, einen DP-70-Projektor zu installieren, noch wahr wird. :) Es hieß damals kurz vor dem Festival 2005, sie stünde in der Werkstatt und "scharre mit den Hufen". Diesmal hoffentlich wird ihr der Gallopp gehört werden. Auch eine andere Optik und Kaschveränderungen werden den Puristen erfreuen und wären eine erfreuliche Weiterentwicklung des Langzeitprojektes. Herr @preston sturges äußerte ja vor zwei Wochen, der DP-70-Einbau werde "ernsthaft erwogen". Man darf die Hoffnung nicht aufgeben. :wink:
  16. Das ist doch unglaubhaft und willkürlich: als ich es einmal wagte, Edgar Reitz und sein Europäisches Institut für den Kinofilm (das künftige, auch architektonische Formen des Kinos erforschte) zu erwähnen, warfen Sie mir lasche Solidarisierung mit einem Fernsehregisseur vor. Als ich letztes Jahr zufällig bei Ihnen ALLES AUF ZUCKER auf einer recht großen gekrümmten Bildwandkurve sah, war die originelle Komödie leider durch eine kinounwürdige Visualisierung getrübt. Selbst die Meister unzähliger Filmkunstwerke sind nicht gefait vor der Problematisierung ihres filmfotografischen Versagens. Man kann sich über jeden Kinoerfolg natürlich freuen, auch über die Fußball-WM, die Sie einmal kritisierten, aber eine andere Frage ist, ob Kurzzeiterfolge langfristig den Stellenwert eines Kinobetriebes befördern, wenn, wie Sie selbst anprangern, das Werk 10 Wochen später in der Glotze läuft. Das ist doch alles nicht neu, aber ich als Kinogast fühle mich seit frühester Jugend an von solchen Erfahrungen (es gab sie schon in den Siebzigern) "betrogen" und überlege mir zehnmal, wann und wo ich den nächsten Kinobesuch riskiere. STAR TREK-Kinofilme fallen leider originär hinter den Plots der intelligenteren neueren TV-Serien noch zurück, verstopfen den Science-Ficiton-Kinomarkt mit lustlosen Sequels und haben das Genre nicht weitergebracht. Dass sie mittlerweile fast jedes Quartal auf SAT 1 oder Kabel laufen, zeigt, daß sie schon immer dorthin gehörten.
  17. Danke für den Link, ein älterer Kollege aus der hiesigen Stadt (Zeitzeuge der BOUNTY-Premiere im MGM-Theater Kurfürstendamm) fragte verzweifelt und seit Wochen nach einer Bestellbarkeit des Passes und wollte gestern fast alles "abblasen". Das läßt sich besser regeln! Ansonsten wollen wir bitte hier namentlich keine anderen Persönlichkeiten mit hineinziehen. Ich nenne Sie auch nicht mit Vor- und Zunamen, nicht per "Du" oder womöglich noch mit (nachverfolgbarer) Privatadresse. Einige Forums-User sind für das "Outen", andere absolut nicht.
  18. Dürfte ich einen Festival-Paß kaufen? Meine Befürchtung ist, dort mit Koffern vor verschlossenen Türen zu stehen, denn ein paar andere wollten sich mit mir treffen (pan-europäischer Dokumentenaustausch sozusagen.) :) Daher meine Vorahnung: ob dort Leute des Hauses verwiesen werden?
  19. Es hat doch jeder ein Chance, da mehrere Festivalausweise verlost werden und jeder nur einen bekäme. Warum sollte nicht der erste, der richtig rät (z.B. @laserhotline) fairerweise der "Winner" sein? Nachdem ich als erster und einziger letztens das richtige Format erriert (Cinetarium) und trotzdem nix kam, vermute ich, Sie losen gern unter den Ihnen genehmen Gästen aus. Wenn fünf dasselbe sagen, und einer per Los erwählt wird, dann fragt sich, wer eigentlich was gelöst hat? Und wer lost unter den richtigen Einsendern aus? Die PN-Box oder der Forums-Moderator? Soviel zur Verlosungs-Ethik. :wink:
  20. Kann nicht eigentlich nur die erste richtige Antwort die eigentlich honorierungswürdige sein? Wenn die nachfolgenden Antworten sich der Auflösung "anschliessen" oder diese bestenfalls nachplappern und ihnen dennoch per Verlosung ein Preis zuerteilt wird, dann hätte ja die Person, die die Lösung recherchiert hat, das Nachsehen. :lol:
  21. Kann man mit einem "Zoom"-Anamorphoten ueberhaupt die noetige Mildschaerfe hinbekommen, um noch einen Aufloesungsvorteil gegenueber Breitwand-Reduction-Copies zu haben? Muesste ich wetten, wuerde ich mich auf nein festlegen. Zu diesem Sonderformat gab es doch hoffentlich auch passende Anamorphoten mit festem 1,5x-Faktor. Weiss man da naeheres? Die Tuchinsky-Optik war ja kein Zoom-Anamorphot, sondern ihre Prismen sind auf der optischen Achse drehbar vom Kompressionsfaktor 1x beginnend (keine Kompression) bis hin zu 3x. Bis heute rätsele ich über die Verwendung des Faktors 3x, hätte mir fantasierend aber eine Kompressionsrolle von NAPOLÉON (F 1927) mit 1.33-Bildfenster vorstellen können, die ein Triptychon-Bild von 4 : 1 hergäbe - die es natürlich nie gab. Die sehr guten Reduktionskopien von AROUND THE WORLD auf TC und CineStage sahen absolut blendend aus. Nach der Paramount bot auch die engliische Rank 1957 für seine Kompressionkopien den Taylor & Hobson-Anamorphoten "Varamorph" an, der aber im Faktor 1.33 dekomprimierte. Heutige Anamorphoten der Digitalprojektion (also noch der frühen 5:4-Panels der 1.4k-Projektoren von Texas Instruments) bieten des Faktor 1.5x zur Erzeugung des Formats 1.85 : 1 an. Wie sich die Geschichte in Teilen wiederholt, ist amüsant zu beobachten: http://www.iscoprecisionoptics.com/Down...8_2006.pdf
  22. Nicht "in der Tat" ... alles unzulässige Verallgemeinerungen, die man hier liest. Dem kann ich heute nicht mehr uneingeschränkt zustimmen: es ist die schönfarberische Lehrbuchauffassung, die der Realität oft zuwider lief. Man könnte zwar Titel wie NORTH BY NORTHWEST, RAINTREE COUNTY, EL CID, SPARTACUS oder 55 DAYS AT PEKING als signifikant vorteilhafte Verkleinerungskopien bezeichnen, bei der Mehrzahl der VV/Technirama-Reduktionen aber blieb die Schärfe eben nicht erhalten, wie wohl Paramount/Universal dies propagierte. Zufällig von mir zu benennende Technicolor-Druck-Titel von Large-Format-Negativen wie LORD JIM (dt. TC-Kopie - die engl. im DFM mag besser gewesen sein), WAR AND PEACE, WE ARE NO ANGELS, THE TEN COMMANDMENTS, TROUBLE WITH HARRY, THE GRASS IS GREENER u.a. waren von gröbstem Schrot und Korn. Selbst BEN-HUR ist relativ grieselig und enttäuscht. Auch konnten die Deckungsfehler der Matrizen auch in den 1950er Jahren nie unter Kontrolle gebracht werden: die Kopien sprechen eine eigene Sprache, haben ständige Farb- und Deckungsfehler. Sofern Du von Duplikatmaterial sprichst, sollte man es auf die zeitgleich oder später herausgebrachten Eastman Color-"Dup-Kopien" der hier diskutierten Titel beziehen: sie wiesen eine deutlich schlechtere Schärfe, Auflösung und Farbsättigung als die Kopierung über den Technicolor-Prozeß auf (heute wäre es umgekehrt). Trotzdem sind die Produktionsergebnisse des TC-Prozesses dieser Jahre so durchwachsen, daß ich deutlich Anspruch, Durchführung und Endergebnis voneinander scheiden würde. Man sollte mit der Technicolor-Legende "aufräumen": die Verklärung führt auf den Holzweg.
  23. Es wurden für VV-Verfahren verschiedene Formate beworben, in denen auch eine volle Ausnutzung des Bildfeldes des Positivs angeboten wurden. Eventuell leicht Irreführend ist insofern die Angabe von @p.sturges, THE TEN COMMANDMENDS und VERTIGO in einem Atemzug zu nennen, zumal zwar ein 70-mm-Positiv gefertigt wurde, aber die Wege hierzu und auch die Aspect Ratio unterschiedlich sind: THE TEN COMMANDMENTS ist vollformatig auf 70 mm kopiert (bei Beschnitt des Negauivformats), währenddessen der restaurierte VERTIGO das korrektere 35-mm-Breitwandformat auf 70 mm übernahm, allerdings schlechte Farbergebnisse der Kopierung zeitigte. Einige wenige Kopien wurden auch auf 35-mm-Scope-Kopien (vollformatig) herausgebracht. STRATEGIC AIR COMMAND wäre zu nennen, der in diesem Jahr in einer solchen Kopie während einer Anthony-Mann-Retrospektive derCinémathèque Française lief. Die Bildpressung auf der Kopie beträgt (wie auch die einiger weniger "CIneStage"-Kopien von AROUND THE WORLD IN 80 DAYS) 1.5x und kann nur mit verstellbaren Anamorphoten (etwa der sog. "Tuchinsky-Linse") gezeigt werden
  24. Man bekommt noch Erektionen von Deinen Unzüchtigkeiten und muß den Netdoktor holen. Aber zu Rosanno Brazzi füge ich an, daß er eine bemerkenswerte Leinwandpräsenz iaufweistt und in SUMMER MADNESS von David Lean http://www.screenonline.org.uk/film/id/...index.html eine in meinen Augen unter die Haut gehende Liaison (mit einer so interessant-neurotischen Frauenfigur wie Katherine Hepburn) verkörperte. Seit dieser einprägenden und folgenreichen Jugenderinnerung käme mir die Wertung "schlecht" nicht über die Lippen. Im übrigen bin ich nachwievor der Auffassung, "reife" Breitwandfilme vertragen keine schnellen Schnitte, weil in ihnen das schweifende Auge Zeit und dezentrierter Entspannung bedarf. In Fullers FORTY GUNS ist das Schnitt-Staccato verständlich und stilistisch strukturiert, in heutigen Filmen (auch jüngeren 70mm-Beispielen wie FAR AND AWAY) stelle ich ihren Sinn hinsichtlich der Bildaussage ein bißchen in Zweifel. Das frühere Breitwanddogma von der Begrenzung der Schnittfolgen einerseits und andererseits der Entgrenzung der Cadráges hat trotz diverser Vulgaritäten noch immer einleuchtende Sinngebung in meinen Augen. Ansonsten könnte man auf Breitwand doch verzichten, oder worin läge ihre Mission, wenn nicht die innere Montage zu ihrem Recht gelangt?
  25. Es gibt auch nicht den Regisseur Goddard, sondern nur die Schauspielerin Paulette Goddard ("The Great Dictator"), ebenso wenig eine Overtüre, sondern vielmehr eine Ouvertüre oder "overture", und es gibt auch kein Zitat über den "Zauber des Formats" und andere Märchen aus der Filmformatakademie eines Theaterbetreibers. Zurück zum Topos Bühne und Theaterfilm: Schaut man auf einige amerikanische Filme, die im Bühnenmilieu spielen, zeigen sie immer eine oberste Bühnenbegrenzung, die eine Art Sichtblende herunterhängen läßt, um nicht eine quadratischen Bühnenöffnung erkennen lassen, wie wir sie aus Deutschland kennen: die "Aspect Ratio" der Bühnenrahmung entspricht etwa 2.2 : 1. Allenfalls bei den Salzburger Festspielen dominierte auf dem Kontinent die "Breitwandbühne" und wurde prompt immer wieder Karajan (beim "Troubadour") zum Vorwurf gemacht: seine Veranstaltungen seien CinemaScope- oder Panavision-Shows, hieß es spöttisch. Ergänzend von mir Beobachtungen zum bewegten Bildinhalt, zur starren Kamera, zur Verwendung eines weitwinkigen Objektivs früher Todd-AO-Filme: das gesamte Bild wird möglichst ohne nötigen Schwenk erfaßt und mit wenigen Szenenumschnitten organisiert, die "Bildplastik" (daher das Postulat "You are in the Show with Todd-AO") wird hervorgerufen durch die erweiterte Tiefenschärfe, mit der ein theaterähnlicher Effekt erzielt wird. (Zu beobachten bei OKLAHOMA!, der CS-55-Produktion THE KING AND I, explizit bei PORGY AND BESS, AROUND THE WORLD IN 80 DAYS und ansatzweise selbst noch in SOUTH PACIFIC). Von dieser Bildgestaltung analog zu Sehkonventionen der Bühne weichen dann die Super Panavision-Filme wie LAWRENCE OF ARABIA und noch stärker die WEST SIDE STORY ab, deren Intention nicht mehr explizit auf die Bild-Sogwirkung und den Show-Rummel bedacht sind. Auch Ultra Panavision 70-Filme weisen bereits eine vom frühen (ich wage gern den Ausdruck "klassischen") Todd-AO-Look ab, und schaffen eine eigene Bildästhetik. Bühnenproduzent Todd könnte darin einen Wiederklang seiner früheren Bühnenshows gefunden haben, wäre zu erfragen. Mit der Stilisierung der Bilder ab 1960 (zunehmend Nahaufnahmen, Halbtotalen schnellere Schnitte) ändert sich dieses Prinzip. Aber meine These bleibt streitig. Bei SOUTH PACIFIC fällt die klassische Todd-AO-Ästhetik bereits unausgewogen durcheinander, ebenso sind die Verluste an Bildplastik auch in CLEOPATRA bemerkbar. Demgenüber zeigt u.a. PORGY AND BESS pure Bühnenarrangements, und AROUND THE WORLD IN 80 DAYS führt diese Wahrnehmungskonditionierung weiter ( etwa beim endlosen Tanz des Toreros, der ohne Umschnitte funktioniert). (Aus: PORGY AND BESS) Von "Krippenspiel" übrigens mag ich nicht sprechen, zumal die archaisch-eigentümliche Ästhetik früher (oder "klassischer") Breitwandfilme großen Reiz ausübt: sowohl in THRE COINS IN THE FOUNTAIN als auch hervorragend in THE EGYPTIAN. Man ist glücklich, daß diese Filme enorme Bildwirkungen ohne die spätere routinierte Bildgestaltung im konventionellen (oder "avancierten"?) Spielfilm zu entfalten imstande sind. Unter diesem Blickwinkel sind auch die extrem divergierenden Filme des diesjährigen Festivals sehr lehrreich als Studie der Bildgestalter. Mich würde sehr interessieren, was einige Zuschauer unter 30, die stark mit derzeitigen Blickkonventionen vertraut sind, zum Gefälle zwischen SOUTH PACIFIC einerseits und FAR AND AWAY andererseits an Eindrücken hier schildern würden?
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