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cinerama

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  1. Ganz bescheidene Nachforderung: woher stammen die in Anführungszeichen gesetzten Zitate (etwa "Zauber des Formats" oder "entfesselten, von allen konventionen abgehobenen kamera"")? Wer hat dies geäußert und zu welchem Anlaß? :roll:
  2. Neugründung, daran führt sicherlich kein Weg vorbei! Auch ein "Institut der Kinematographien" wäre überfällig: nicht nur mehr die geschmäcklerischen Einrichtungen des einen oder öffentlichen oder anderen "Kinomuseums". Dort kann man sich Vorführräume und Säle so einrichten, sie Sie den historischen Anforderungen an die Filmverfahren entsprechen. Insofern war das National Museum of Film, Photography and Television (NMPFT) ein guter Anfang, der auf dem Kontinent noch immer fehlt. :cry:
  3. Also, da würde ich @stefan gern beipflichten: m.E. gehört es zum Ehrenkodex, für eine Verschönerung von Bild und Ton einzutreten. Musiker und Maler tun dies auch und üben hierfür mehrere Stunden am Tag. So jung bist Du auch nicht mehr, um eine State-of -the art-Projektion nicht von einer, die noch nicht so weit ist, unterscheiden zu können. Man arbeitet stets von neuem daran, um sich einem Ideal zu nähern, das immerhin fest umschreibbar ist, historisch belegt und in den Normen abgelegt. Todd-AO: kein essayistischer Darstellungsambitus, sondern ein perfektes "Show"-Format - entlehnt der Idee der Broadway-Bühnenschow und einer gewissen Statik und Sakralität des Bühnenraums. Da sollte auch möglichst wenig wackeln, klirren oder sich dehnen, wenn es die Illusion "You are in the show with ..." letzlich eintrüben würde. Es wäre also wünschenswert, wenn an diesem Thema weiter gearbeitet würde und schon in diesem Jahr zum Vorjahr erkennbare Änderungen positiv überraschen könnten. Somit sehe ich gewisse Punkte wie DP75-Nylonkupplungsbuchse, Schneider-Standardoptik, CP-200-Verstärker oder Kaschierung als ein für 2005 bezahlbares Provisorium an, das sicher bald Besserem weichen könnte. Dafür sollten wir alle gemeinsam werben, anstatt alles zu bejubeln, so lange nur ein seltener Film gezeigt wird. Der Betreiber ist so empfindlich nicht, als daß er nicht die Wahrheit vertrüge. Nicht alle sind dabei, einige kommen aufgrund dieser Zweifel nicht (etwa D.F.: zu meinem Bedauern) und lassen es freundlichst ausrichten. Ich komme auf jeden Fall, zu welchem Preis auch immer (um CLEOPATRA und SOUTH PACIFIC "neu" zu sehen). Mir persönlich (Achtung: "subjektive Meinung"!) ist allerdings in diesem Jahr das Festival eher zu kurz, mit für mich zu vielen bekannten Titeln bestückt und mit einem evidenten Verzicht an thematischen Bezügen behaftet: das sind allerdings keine ernsten Vorhaltungen, sondern diese Divergenzen ergeben sich teils aus der geringen Anzahl derartiger Filme. Eine reine Jubelveranstaltung/ein Jubelthread, in dem alles, was breit ist, beschönigt wird, hat ohnehin keinen bleibenden Wert. Das kann nicht Sinn eines Diskussionsforums sein. :)
  4. Genau. Das Rad muß nicht zweimal erfunden werden.
  5. Hoffentlich werden diese Erfahrungen nicht gleich zur Generalanweisung, da sie auf hunderte anderer Projektortypen (mit oder ohne bisweilen zentraler Bildstrichverstellung, Verstellung der Bildbahn oder der Malteserkreuzaufhängung) nicht übertragbar sind. Individuelle Tricks sind zwar immer brauchbar, aber im studium generale des Filmeinlegers bleibt Konsenz, daß man beim Vordrehen des Startbandes (allein schon zur Überprüfung des richtigen "Sitzes" des Filmbandes in allen Zahn- und Laufrollen) einen zeitgleichen Blick ins Bildfenster wirft und mit etwas Übung auch eine vernünftige Zentrierung der Startbandeinzeichnungen deutlich erkennt. :wink:
  6. Ironie nicht ohne Genialität - Kompliment, Kollege! Sie zeigt in aller Dramatik das Dilemma und die abgrundtiefen Klüfte, die sich zwischen Filmtheatergeschichte und Gegenwartsgeschäft auftun. Während das Repertoire in Theatern, Opern, Museen oder Literaturhäusern noch Bestand hat, hat das Filmtheater seine Fundamente an den DVD-Markt veräußert und wird früher oder später darin aufgehen, wäre eine pessimistische Prophezeiung. Dennoch zurück zum Thema: es muß schon bewertet werden, wie tiefgreifend eine Ultra Panavision 70/Super Cinerama-Projektion Wirkungen entfaltet und welches Kino für welche Projektionsverfahren und Filmprogramme aus sich selbst heraus prädestiniert ist. DELPHI FILMPALAST auf der einen Seite sowie (ehemals) ROYAL PALAST IM EUROPACENTER repräsentierten sicherlich verschiedene Sphären und Spektren. Quelle: www.kinokompendium.de
  7. Es sind nicht nur persönliche Befindlichkeiten, sondern - objektiv betrachtet - minderwertige Zustände und eine nicht nur programmkinsoseitig, sondern auch kommerzkinoseitig oder auch institutionell auf Repertoire bezogen vollkommen inaktive Szene der Grund toter Filmklassik-Pflege und bzgl. historischer Formate ungeeigneter Projektionsanlagen. Wer eine Matinee hier erwischt, kann vom Glück reden, allerdings ist dies kein ernsthaftes Angebot, keine nachhaltige Perspektive. In Anbetracht von etwa 60 in Berlin lagernden Archivkopien im 70-mm-Format (vermutlich der umfangreichste Fundus weltweit) kann nur die Gründung eines speziell für Repertoire ausgerichteten Programmkinos dieses Manko beheben. Es kann durchaus ein kleineres "Referenzkino" mit 100 Plätzen sein, das diesen Anforderungen gerecht wird. Hier trifft der Vorwurf etwa von @andreas2 an mich, der die Zustände geißelt, ins Schwarze. Die angesprochenen Adressen jedoch sind für solche Aufgaben nicht primär ausgerichtet und ließen sich auch nicht schwerpunktmäßig mit solcher Ware/Kulturgut "belegen", da entweder kommerzielle oder personelle, aber auch verleihpolitische wie auch technische Präferenzen dem nicht unaufwendigen Unterfangen im Wege stünden. Somit gibt es andere Städte wie München, Frankfurt am Main, Karlsruhe oder Hamburg, in denen das Repertoire noch einen "unverbauten" Stellenwert genießt.
  8. Das ist mithin ein Grund für "Rationalisierung" von Bild- und Saalgrössen, obwohl die Cinelux Ultra Studio HD-Serie und neue Spiegelsysteme die thermische Belastung senkten, heutige Leinwandstoffe höher reflektieren und ich mir eine 30-Meter-Scope-Projektion annehmbar vorstellen könnte. Deine übrigen Analysen bezüglich des von der UFA betriebenen und letzlich ausgebrannten ROYAL PALAST/CITY-Kinokomplexes muß ich bestätigen. Die Politik wurde erst nach meinen Vorstössen aufmerksam und war durchaus konstruktiv, währenddessen das Denkmalamt den Schutz für die mittlerweile veränderte Kinostätte aufgrund geringerer Bedeutung zugunsten des Saturn-Kaufhauses aufhob. Das Titelrepertoire dort an 70mm-Filmen in den 1960er bis 1990er Jahren war das umfänglichste, das ich kenne. Wünsche Dir viel Glück auch bei besagtem anderen Kino, in dem Du anriefst. Dieses war Ende der 1960er Jahre bis Anfang der 1980er Jahre explizit auf das jahrein- jahraus durchgängig gespielte Breitwandrepertoire professionell ausgerichtet und spielte sämtliche westlichen Historien- und Breitwandfilme im Dauerkreislauf: ein Mekka des Sandalenfilms. 1983 folgte eine Neuausrichtung der Geschäftsführung und eine Anpassung an die Bedürfnisse des neuen Berliner studentischen, akademischen, literarischen und Szene-Publikums mit durchaus sehr großem Erfolg über die Dekade der 1980er bis in Mitte der 1990er Jahre hindurch. In Anbetracht dieser Intensität der 1960er bis 1980er Jahre in Berlin sind heutige 70mm-Vorstellungen also von nur Event-artiger oder thematischer Ausnahmefunktion innerhalb des Kinogeschäfts einzuzordnen. So auch in der Urania, die in den 1990er Jahren zumindest monatlich 70mm-Klassiker von LAWRENCE OF ARABIA (Restaurierung) über PLAYTIME, SPARTACUS, DPKTOR SCHIWAGO, THAIKOWSKY, KRIEG UND FRIEDEN, DIE BEFREIUNG, HELLO DOLLY, WEST SIDE STORY (neue Kopie), MY FAIR LADY (Restaurierung) zeigte. Ernsthafte Programmarbeit vergleichbar mit der der ausländischer Festivals oder der in Karlsruhe gibt es jedoch seit 1979 in Berlin nicht mehr.
  9. Fotos täuschen absolut, auch hinsichtlich der Decken und Farbgebung. Ungefähre Bildbreiten einiger relevanter 70mm-Kinostätten (ganz grob aus dem Kopf) erinnert: ODEON 8 Meter ARSENAL 1 11 Meter URANIA 13 Meter FILMPALAST BERLIN 14 Meter CINESTAR 8 POTSDAMER PLATZ 15 Meter DELPHI-PALAST 16,5 Meter INTERNATIONAL 17 Meter STELLA/ BERLINALE-PALAST 18 Meter ZOO PALAST 1 18 Meter Ex-KOSMOS FILMTHEATRE 19 Meter Ex-CITY IM EUROPACENTER 19 Meter Ex-SPORTPALAST 23 Meter Ex-MERCEDES PALAST (Neukölln) 26 Meter [70mm geplant, aber nicht mehr eingebaut] Ex-ROYAL PALAST IM EUROPACENTER 32 Meter Ex-MGM THEATER KURFÜRSTENDAMM 34 - 36 Meter (bei nur 10 Meter Bildhöhe) Ex-CINERAMA-THEATER CAPITOL 15 Meter Ex- TITANIA-PALAST angeblich 22 Meter (allerdings im Widerspruch zum Gebäudegrundriss). Korrrekturen willkommen! Geeignet für Ultra Panavision 70 waren m. E lediglich MGM-THEATER Kurfürstendamm und ROYAL PALAST. Allerdings erwarb als erstes Berliner Lichtspielhaus das DELPHI 1958 eine 70mm-Anlage imd zwei Jahre später auch für den Langzeiteinsatz von BEN HUR Ultra-Panavision-Optiken und spielte ihn etwa beim Bildformat 2.5 : 1, was laut den Anweisungen der Generalvertretung der MGM durchaus die vorgeschriebenen Toleranzen erfüllte. Es muß also nicht zwingend 2.75 : 1 sein: es wurden Kompromisse zugelassen und auch die Bildaufnahme berücksichtigte einen ganz leichten Bildbeschnitt.
  10. Es lief im 'Royal Palast' TITANIC (für diese Matineen ein neues Objektiv durchgesetzt) sowie von mir noch einmal die SPARTACUS-Kopie während der Berlinale 2001 - sonst leider nichts mehr. Die zweite Frage zu beantworten bin ich aufgrund meiner sehr "einseitigen" Begeisterung für nur ein Kino nicht imstande: hier könnte aber @andreas2 bestimmt ausführlicher informieren. Nur kurz sei angeführt, daß es etwa 13 "70mm"-Leinwände (ungeachtet ihrer Ultra Panavision-Tauglichkeit) gibt, darunter (der Reihe nach) das 'Arsenal', der 'Berlinale-Palast', das 'CineStar Potsdamer Platz', der 'Delphi-Filmpalast am Zoo', der 'Filmpalast-Berlin', das 'Filmtheater International', das 'Odeon Kino', die 'Urania - Deutsche Kulturgemeinschaft', die 'UCI-Kinowelt Zoo-Palast'. Alle Bilder stammen aus der hervorragenden Informationsquelle: www.kinokompendium.de
  11. Ist in Berlin doch gerade abgerissen worden, wir haben uns dafür engagiert. Oder willst Du ernsthaft behaupten, es gäbe in der Stadt nur annähernd einen Ersatz hierfür? :cry:
  12. Nicht nur die "schwimmende" Differenzierung zwischen Home Cinema und dem (überkommenen?) Cinema ist der Hauptwidersacher jeder Pro-Kino-Kampagne, sondern m.E. auch die Naivetät der Kampagnen-Akteure, sie könnten unter Akzeptanz der Distributions- und Technologietendenzen (Verkürzung oder Abschaffung der Kinofenster/HDTV-Synergieschkuß zwischen Broadcast-Medien und Kinoauswertung) so tun, als sei es nicht erforderlich, zu allererst an die Produzentenverbände der Kinoware heranzutreten, um deutlich zu machen, daß man eine solchermaßen "austauschbare" Warenkonzeption und Warenverwertung nicht als förderlich für eine Kampagne hält, die etwa behauptet, Filme seien zuerst für das Kino gemacht. Sind sie es noch oder schon nicht mehr?
  13. Einstreifige Kopien der 1990er Jahre hatten, wenn sorgfältige Dupkopierung, eine höhere Auflösung und einen besseren Kontrast als die beste "einäugige" Digitalprojektion 2006.
  14. Ich verzichte zugunsten von @magentacine.
  15. Zeigt ganz eindeutig, daß nur für's Kino eben schon lange nicht mehr Filme gemacht werden! Sonst müßte man dort nicht mit analog rückbelichteten HDTV-Bildern leben... die zu Hause angeblich "noch geiler" rüberkommen. Ob das den Aktivisten der Pro-Kino-Kampagne bewußt ist? Ich fürchte nein: es sind Marketing-Fachleute, die nicht die Paradoxien heutiger Filmauswertung durchschaut haben und nicht mehr als heiße Luft in der kommenden Eiszeit ablassen, bis sie selber unter die Scholle geraten. Ein selbstbewußte und prosperierende Branche hätte derart verzweifelt-lächerliche, windelweiche Slogans kaum nötig! Liest man ihn bereits auf den ersten Blick, wird sofort klar, da hier noch gebettelt, aber immer weniger geboten wird.
  16. Riesig sind auch die Filme ... dafür ist mir seit Kindheit an kein Weg zu weit: Abschreckung sinnlos. (Baltes schreibt über sein Verfahren in Filmblätter, zu sehen ist der Innenraum einer bemannten [!] Raumkapsel: Cinetarium, FB Nr. 27, 29.6.1963, S. 526. Anzumerken wäre noch von mir, daß kein abflauendes Kinogeschäft Ende der 1950er Jahre zu beleben war: 1958 war das beste Kinojahr der Nachkriegszeit. Allerdings stellt es die "Film- und Kinotechnik" so dar, daß eine Chance zur Belebung des Kinos "vertan" wurde. Ergo: Belebung ja und jederzeit gerne - Flaute: nein.) Mein Clip hatte meiner Erinnerung nach eine 4-Kanal-Magnettonspur (sorry, die Clipakte liegt in meiner Zweitwohnung, daher kein gründlicheres Scannen derzeit möglich. Vielleicht bereits eine Weiterentwicklung der Erstversion, sofern diese tatsächlich mit Zweiband-Ton operierte? 1962 jedenfalls wurde Cinetarium noch auf der Hamburger Reeperbahn geboten).
  17. Da ich Anfang Oktober ohnehin auf dem Sprung nach Amsterdam bin, würde ich nun doch gerne Ihren Weekend-Paß beschaulich nutzen wollen: dies zu Ihrer Eingangsfrage ob meiner Rätselbeteiligung. Den eingestellten Artikel hatte ich vor zwei Jahren einmal durchgearbeitet, allerdings: mir kam kein Gedanke auf ein breiteres Filmformat. Im Artikel selbst ist keine Rede hiervon. Das Verfahren wurde durchaus offiziell genutzt, ein älterer Kollege von mir sah 1958 Vorführungen hiervon und schenkte mir einen Clip. Daß Sie so aufmerksam aus der Clip-Graphik der "Film- und Kinotechnik" Schlüsse zogen, will ich mal nicht verurteilen, da ein Rest-Zweifel und jede noch so fantastische Idee Ausdruck geistiger Freiheit und Forschung ist. Mein persönlicher Eindruck ist jedoch, daß auch die "Kinotechnik" dieser Jahre ein allgemeinverständliches, populärwissenschaftliches Periodikum ist: dabei greift eine Redaktionsleitung gern zu "griffigen" Schaubildern. Im "Journal of SMP[T]E" wäre ein solcher Ausrutscher (?) mit einem 55-mm-Filmstreifen kaum passiert. Daher war dieses Rätsel eigentlich nicht zu lösen, wie zu erahnen war. Vielleicht ist der Graphik-Abteilung der "Film- und Kinotechnik" der Clip des fast im selben Jahr erschienenen CinemaScope 55-Reports dazwischengerückt? Einigen wir uns vielleicht auf ein ganz besonders kurioses Exotikum in der Berichterstattung - hängen wir aber bitte nicht dem Glauben an, Baltes habe ein 55-mm-Format intendiert.
  18. Da möchte ich widersprechen: Ich kenne keine inhaltliche Kritik zu Haines' TECHNICOLOR MOVIES, das m. E. sehr gut recherchiert ist. Die Kritik erhob sich berechtigterweise bei seinem zweiten Buch THE MOVIEGOING EXPERIENCE, das zwar auch interessant zu lesen ist, aber unentschieden zwischen einer Kampfschrift und Nostalgie schwankt, wobei in der Tat viele technisch fragwürdige Aussagen gemacht werden. Sein erstes Buch TECHNICOLOR MOVIES ist davon m.W. nicht betroffen. Ich nur daran erinnert, dass dem autor bei einem anderen (film)buch ziemlich viele fehler (filmtechnische fehler, schlampige recherche bei schreibweisen von namen etc.) nachgewiesen wurden. TECHNICOLOR MOVIES ist eine sehr interessante und lehrreiche lektüre, die ich jedem ans herz legen möchte, der sich für dieses kopierverfahren interessiert. es fehlen hin und wieder einige titel in den auflistungen, aber das ist wohl verzeihlich bei einer solch komplexen materie. Weniger verzeihlich ist in meinen augen das umschlagbild des büchleins, dass eine 35mm rolle mit startband zeigt, offensichtlich ein stockbild einer bildagentur, die leider keine dye-transfer kopie zeigt, sondern ein "normales" 08-15 startband ... Bitte nicht so sehr abschweifen und anderen Autoren ihre Fehler ankreiden, so lange auch die eigenen Aussagen (fast tagtäglich) nicht durchgreifen. Bzgl. STAR WARS in Technicolor ist die Aussagenfülle der Zeitzeugen so gravierend, daß ihnen bitte nicht länger "Stammtisch-Niveau", wie Sie ausführten, angehängt werden sollte. Um sich so weit mit persönlichen Karikaturen hinauslehnen zu können, müßte man in der Materie sehr "sattelfest" sein. Sie sind es zurzeit leider nicht und sollten ein wenig Urlaub machen in Vorbereitung größerer Dinge, die da ab Oktober harren. :wink:
  19. Das bis gestern die Rätselauflösung zugesagt wurde, würde ich nochmals wiederholen, daß letzlich ein Druck-/Schreibfehler bei der historischen Abhandlung zum Cinetarium-Verfahren nur zu erraten war. Zwar konnte nicht die Quelle des Schreibfehlers nicht erraten werden, aber näherungsweise aber doch Cinetarium von 1958 als einziges deutsches 360-Grad-Verfahren mit Einstreifenfilm ausgemacht werden.
  20. Vierter Zeitzeuge: Der Film ist bei RANK bearbeitet worden, eine britische Produktion! (Steht auch im Abspann). Es wurde bei der berliner Illge-Film 1978 ( Bauer-Projektion) spaßeshalber die engl. Arbeitskopie der BSG gesichtet: Technicolor von lediglich mittelmäßiger Qualität, da der Film insgesamt den "Look" eine "B-Movies" gehabt habe - erzählt ein weiterer Kollege. Ich kann leider keiner Kopie scannen, die ich vor Jahren in der Hand hielt und zurückgabe ( 5.000,00). Der Verweis von @preston sturges auf Fehlerhaftigkeit beim Technicolor-Autor Haines (welches Werk ist fehlerlos?) kann doch nicht die Gesamtheit seiner Aussagen außer kraft setzen.
  21. Kurzexkursion zur Seite 3 dieses Threads: Nachtrag nicht nur von mir und zwei anderen Usern, sondern auch aus berufener Quelle: I can't respond to the print quality of the British or Italian IB copies over the decades while they were in operation other than the "Star Wars" British Technicolor print looked great but the "Jaws" was a bit off color on some reels and grainy. (Richard Haines, Autor einer Technicolor-Monographie, am 31.8.2006 auf http://www.35mmforum.com/forums/index.p...topic=6982 ). Keine Berliner Legende also, sondern Tatsachen, die immer wieder nur in Karlsruhe abgestritten werden. :roll: - Exkurs Ende -
  22. Theoretisch müßte das testweise von der Fox praktizierte 55mm-Projektionsverfahren von einem Schausteller übernommen worden sein, ebenso leihweise die Kamera. Ähnhliches begab sich schon eine Dekade später beim Wechsel von MCS 70 zu HI-FI-Stereo 70 und Cinema-180 (Omnivision). Europäische Projektorenhersteller wie Bauer in Stuttgart sowie Frieseke & Hoepfner in Erlangen annoncierten für ihre 35/70mm-Kombiprojektoren auch Umrüstsätze für 55mm breiten Film, aber lediglich Bauer soll auf einer Photokina einen solchen Umrüstsatz auch vorgestellt haben. "Theoretisch" - wie gesagt - wäre die Unterlizenz des rasch wieder abgelegten Fox-Prozesses natürlich für Schausteller ein genialer Coup gewesen, denn all zu teuer dürfte die Übernahme nicht geworden sein. Auf der Suche nach jahrmarktsfähigen Sonderverfahren eigentlich sogar ein logisch-zwingender Schritt von Seiten findiger Produzenten. Dagegen spricht die im Rätsel erwähnte Anwendung eines 35mm-Perfoverfahrens, zumal CinemaScope 55 auch 55mm breites Perfoband zur Anwendung brachte. Dafür spricht die gegenüber Todd-AO überlegene Ausleuchtung und Auflösung. :o Der Cinetarium-Report ist nachlesbar in "Kinotechnik", Juli 1958 und bezieht sich auf die Photokina Köln 1958. Ergänzungsbedürftig ist, daß es keine Vollkuppel-Projektion war, da bereits das aufgenommene Filmbild auf dem Zylinderkranz-Format beruht, im Zentrum also eine kreisrunde, unbelichtete Ausssparung aufweist. Es ähnelt sehr Imagine 360, weist aber dazu eine proportional betrachtet größere Bildhöhe des Zylinders auf.
  23. Nur die "Provokation" eines "Ungläubigen". Denn ich wäre schon hingerissen, wenn da ein neues Format entdeckt würde, das noch keiner kannte, weil das auch eine Leidenschaft von mir ist. Fürchte nur, es wird niemand erraten: das Rätsel ist viel zu schwer!
  24. ja, das publikum hat einfach keinen geschmack - anstelle brav in 35mm filme zu gehen bringen die so einen totalen visuellen schrott auf platz 2 der charts. superman returns sieht ja wirklich furchtbar aus! und das publikum gehoert nicht ins kino, sondern zum augenarzt, nicht wahr? Wenn Sie es nicht bemerken: bitte zum Augenarzt. Der Film hatte wieder alle Negativa eines typischen Video-Looks, eingeschlossen "marzipan-rosa"-farbene Hauttöne, ein nicht existentes Schwarz, keine Zeichnungen im (nicht vorhandenen, aber zumindest beabsichtigten) Schwarz. Um all das mit einem Post-Grading nachzubessern, wurde offenbar bei 35mm auf Kodak Vision (steilere Gradation und tieferes Schwarz des Printmaterials) kopiert - hochnotpeinlich. Ein älterer und erfahrenerer Kollege im Ausland hatte indessen mit der amerikanischen Kopie zu tun, rügte ebenfalls den "katastrophalen" (so seine Worte) Video-Look, ließ aber Gnade walten ob der Bildschärfe, die nicht so schlecht wie die etlicher Filmproduktionen sei, die schlampig über 2 k-Digital-Intermediate in die Kinos kämen (von TROJA angefangen bis hin zu KING KONG). Ich beziehe mich auf die dt. SUPERMAN RETURNS-Kopie, und die befand ich für unzureichend scharf - dafür ein Beispiel: Es gibt eine Szene, in der Superman Junior bei seiner Erdenmutter im Wohnzimmer einem Klavier begegnet: dort befindet sich auf dem Pult ein Notenblatt. Die Schrift konnte ich nicht lesen, stattdessen zauberhaftes Aliasing. Dasselbe bei der Umblendung auf Lex Luthors Domizil: dort liest er glaube ich in einem Buch. Man sieht zwar Text und erkennt nichts. Fazit: bei gleichem Betrachtungsabstand waren 90er Jahre und selbst 70er Jahre-Dup-Kopien auf 35mm im Vorteil. Schwere Aliasing-Artefakte bereits in der Titelsequenz der dt. Fassung: ein Flackern und Filmmern um die Buchstabenkonturen, wie ich es noch nie in einer Mainstream-Produkton erlebte! Dann die virtuelle Jagd um die Planeten-Strassen, in denen die Himmelkörper wie Weihnachtsbaumkugeln herumwackeln: allein die ruckweisen "Stop-Motion-artigen" Bewegungen verblüfften selbst den Laien ob ihrer Schlechtigkeit. Da ich den Film von 1979, SUPERMAN - DER FILM, unheimlich oft gesehen habe (Premiere Zoo-Palast und selbst später noch in milchigen Dup-Kopien mit Monoton), war das neue Werk dazu im Verhältnis eine Amateur-Produktion. Dürftig auch die digitale Konvertierung des analogen Williams-Soundtracks: soooo schlecht hörte sich seine Fanfare selbst auf Dolby-A-Lichtton damals nicht an. In digitaler Projektion bleibt ein Großteil dieser Symptome erhalten. Übrigens: selbst die RACHE DER SITH war nicht annähend bildlich so schlecht wie SUPERMAN RETURNS, und das trotz neuer Genesis-Kamera. Die Gründe hierfür entziehen sich meiner Kenntnis - ist vielleicht auch besser so, daß man nicht alles weiß, wo hier der Hund begraben lag.
  25. Imagine 360 ist dasselbe wie Circlevision 360 ("Destination Berlin", "Swissorama"). Ein 360-Grad-55 mm-Verfahren kann es nicht gegeben haben. Vielleicht ist ein 35mm-360-Grad-Verfahren gemeint und die Info beruht auf einem Druckfehler? (Eine ebensolche Diskussion kreist im Moment um das Magnascope-Verfahren von Ende der 1920er Jahre hinsichtlich von Druckfehlern im deutschen Periodikum "Kinotechnik".) Das 360-Grad-[Kuppel]-Verfahren auf 35mm mit 4-Kanal Magnetton war Cinetarium von Adalbert Baltes, Hamburg 1958. Ansonsten handelte es sich (im Falle von tatsächlich 55 Millimetern) im Sinne des Rätselgebers um eine absolut erstaunliche Entdeckung ... möglich ist ja alles unter Gottes unendlicher Schöpfung.
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