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cinerama

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  1. Ihre Darstellung ist fachlich schlicht falsch. 1. Sie vergleichen 35mm Highspeed-Film mit 50 ASA-16mm-Film und gelangen zu der irrigen Auffassung, das 35mm-High-Speed-Material läge in der Auflösung noch unter dem 50 ASA-16mm-Negativ. Das ist unrichtig. 2. Anschließend kontern Sie mit 800 ASA oder 3200 ASA- Material, dieses wohl hätten Sie gemeint, welches selbst dem 16mm-Film unterlegen sei. Dazu Folgendes: das 800 ASA-Material wurde von Kodak vom Markt genommen, weil es Druckbelichtungen in der Kamera und Entwicklungsprobleme mit sich brachte. Es wurde nur selten verwendet, so etwa bei "Minority Report" und sah entsprechend mulmig aus (eben wie "Video"-Look). 3. Sie meinten aber offensichtlich die 800 ASA-Empfindlichkeit Ihrer Digitalkameras. Das jedoch ist noch falscher (oder "fälscher"?), denn wie können Sie 35mm mit 16mm vergleichen, wenn plötzlich die Videokamera als Referenz herangezogen wird? Mit Ihrer Ausgangsthese hat das gar nichts mehr zu tun. 4. Sie erwähnten nunmehr noch 3200 ASA-Material. Vielleicht meinen Sie Standfotografie oder eben nur wieder Ihre Videokameras - aber mit der obigen These hat dies eben so wenig zu tun. Schreiben Sie sich nur weiter um Kopf und Kragen. Nach meiner Auffassung haben Sie Ihren Beruf verfehlt.
  2. In den meisten Aspekten eben leider nicht mehr. Aufgrund der Einführung des Digital Intermediates, das ein in seinem Auflösungumfang "fixes" HD-Master sozusagen als "Original" erachtet [2k-Master]. Das kennzeichnet den Wandel in der Produktion, der aufgrund der gewünschten Bildveränderungen der Filmemacher zur digitalen Nachbearbeitung nunmehr komplett aller Aufnahmen führte. Die Filmemacher hat @oceanic aufgeführt: deren visuelle Ideen sind international anerkannt, und über die Kopien- oder Masterqualität kann sich ein jeder selbst ein Bild machen, der deren Filme gesehen hat. Dem Potential der photochemischen Aufnahme im tradierten Sinne ist die völlige Digitalisierung in vielen Aspekten abträglich. Wenn also extensive 35mm-Drehs tatsächlich an Originalschauplätzen stattfinden ohne zusätzliche digitale Abänderung, so wird dieses filmische Original später im Digital Intermediate zu einem degradierten (!) Produkt. Diese filmischen und analogen Potentiale lassen sich nicht mehr in ihrer Schönheit ausreizen. Da aber das Digital Intermediate die abgeschlossenste Prozeßkontrolle für alle gängigen Anwedungen verspricht, u.a. ein weiter ausdifferenzierbareres Color-Timing, ist dieses digitale "Original" wiederum optimal nur auf digitalem Wege darstellbar. Darum also sieht in vielen Fällen eine DLP-Projektion besser aus als die Ausbelichtung des D.I. auf 35mm-Film. (Meinungsäußerung: ich bedaure diese Verdrehung der kinematographischen Werthaltigkeiten.) Allerdings würde ich (im Gegensatz zur vorbildlich kopierten photochemischen Kopie) nachwievor gewisse Abstriche am Kontrast der digitalen Projektion machen, am Schwarzwert und an der sichtbaren Textur des DLP-Bildes. Große Probleme bereiten immer wieder die Ausbelichtungen vieler Digital Intermediates auf 35mm-Film, was die Problematik zuungunsten der Filmkopie weiter verschärft (hier auch Reports in "Film Preservation Journal). Allerdings ist bei sehr nahen Betrachtungsabständen die Bildtextur auf der ausbelichteten 35mm-Filmkopie weniger als in der DLP-Projektion störend zu erkennen, da eine bewegte Kornüberlagerung dem Rastereffekt gegenüberzustellen ist. Sofern man sich nicht an Kornbewegungen stört... :wink:
  3. Ich versuchte es Ihnen zu erklären und benannte meine Erfahrungen und auch die entsprechenden, gängigen Film-Typenbezeichnungen. Das hat Sie dazu bewogen, nunmehr die höheren Empfindlichkeiten der Digital-Kamera als Gegenargument heranzuziehen. Es ging doch aber um den Vergleich 35mm zu 16mm. In welchen Aussagen nunmehr ein Kompetenzproblem liegt, sei dem Leser überlassen. Gute Nacht.
  4. Was Sie unter Topproduktionen und Elite subsumieren, läßt mich vollkommen kalt. Es kann also durchaus sein, daß man seit einigen Jahren und wohl auch künftig "scheußlicheren" Look ertragen muß als noch vor Jahrzehnten. Ich sehe dies leider immer öfter: flau, flach, desaturiert, verschobene Farbbalance, Unschärfen usw. usf.. Nur das: zu meinen Materialauskünften aufgrund der Unrichtigkeit Ihrer 35/16mm-Vergleiche habe ich nichts hinzuzufügen. Wenn Sie gängiges 35mm-High-Speed-Material unter Niveau des 50 ASA-Materials auf 16mm ansetzen, haben Sie nach meiner Einschätzung den Überblick komplett verloren. Hier für die Freunde des Filmmaterials die aktuelle Produktpalette und ein Drehbericht: http://www.kodak.com/US/en/motion/produ...5218.shtml http://www.fujifilm.ch/de/erno_industrial/1054.asp Streiten Sie sich doch mit Kodak oder Fuji herum, die ich mehrfach hinsichtlich der Materialangaben und auch künftigen Geschäftsausrichtung korrekt zitierte. Meine Aussagen divergieren jedenfalls im Gegensatz zu Ihren nicht mit diesen. Wenn mein Kompetenzniveau das denkbar tiefste wäre, dann verstehe ich Ihre Energien im Dauerchat nicht, der Sie elementar provoziert? (Mit Dummköpfen brauchen Sie doch nicht zu diskutieren?)
  5. Auh ... vielleicht Super 8? Und dann mit dem Philips Spirit Data Cine "gewässert"? Oder mit dem Storch auf die Welt gekommen? Was meinen Sie? :lol:
  6. Lieber @oceanic, meine Kopierwerkspraxis währt Jahre genug, um zu erkennen, daß Sie von den Materialien kaum noch Ahnung haben. Diverse Postings von Ihnen offerieren dies bis zur Grenze des Lächerlichen. Absurde Annahmen über Dailies, zu gering auflösende High-Speed-Materialien auf 35mm, angeblich unterhalb von 16mm-Auflösungen, adäquate Scans von 65mm-Materialien auf 4k-Systeme, Unmöglichkeiten der Unterscheidbarkeit von 2k- und 4k-Projektionen... das sind nur einige Ihrer "Zoten". Nüchtern sind es Ihre Aussagen en gros. Ein Bankrott im Beurteilungsvermögen visueller Qualitäten. Und der größte Schwindel, der mir seit Jahrzehnten unter die Augen gekommen ist. Aber nehmen wir's mit Humor: es wird ja fleißig weiter auf Film gedreht und kopiert. Und in vielen Bereichen geschieht dies ohne Ihre Hilfe. :)
  7. Zu allen Ihren Rechtfertigungen der von Ihnen vertriebenen digitalen Kameras gibt es geballte Informationen innerhalb der Branche, die bei allen Systemen auf Panel-bedingte Schwächen gegenüber photochemischem Film sich auslassen: schauen Sie nur in (eigentlich noch wohlwollende) Expertisen wie "Five Reasons", die diverse Format-Vergleiche Film/Digital erstellte, hinein, lesen Sie die Analysen in "Digitaler Film - digitales Kino" (Hg. Peter Slansky), schauen Sie sich die Endergebnisse der Digital-Drehs mit Clipping, ausgefressenen Lichtern und zeichnungslosen oder farbverfälschten Schatten, Bewegungsunschärfen, mangelnder Detailzeichnung und geringerem Kontrastumfang an - dann werden Sie erkennen: so, wie es sich hier und heute sich darstellt, sind digital photographierte Laufbilder ein zivilisatorischer, technischer und ästhetischer Rückschritt für jede große Kinoleinwand in bezug auf photographische Güte. Es ist legitim und leider dringend erforderlich, dies in aller Deutlichkeit zu formulieren, um einem weiteren Abstieg vorzubeugen. Auch die digitalen Nachtaufnahmen (obwohl die Kameras lichtempfindlicher sind) sehen furchtbar aus. Wir diskutierten kürzlich wieder COLLATERAL und verglichen mit filmischen Nachtaufnahmen, zufällig mit EYES WIDE SHUT (Film). Ersterer war diffuse Soße, bei zweiterem ging die Sonne auf. Umgekehrt die Außendrehs in Wüsten mit Digitalkameras: überall Clipping und Detailverluste. Nach meiner Auffassung ist es Verschwendung von Geld und Lebenszeit, sich mit solchem Equipment noch tiefer auseinanderzusetzen, solange solche dramatischen (!) Defizite nicht in den Griff zu bekommen sind. Was für Elektronik- und Digitalgurus, natürlich auch für Forscher und Ingenieure, nicht aber für Filmkenner. Ob Mr. Lynch, Coppola, Cameron oder Lucas für alle Ewigkeit digital drehen wollen, kann diese Beurteilung leider nicht entkräften. Ein Irrweg, darauf eine seriöse Filmproduktion aufzubauen. Bilder, um derentwillen man sich in einigen Jahren nämlich schämen muß. Bezüglich der Material-Beständigkeit hatte ich "Beständigkeit" in Anführungszeichen gesetzt. Schade, daß Sie diese Feinheiten ins Gegenteil verkehren. Mit "Umkopierung" jedenfalls meinte ich Sicherungspakete auf Polyestermaterial, das aufgrund seiner "Beständigkeit" einstweilen keiner weiteren Umkopierung bedarf. Sie konterten mit Plattenwechsel auf RAID 50, offenbar die bessere Lösung? Auch das also ist eine "Umkopierung"? Ich dachte doch, Ihre Bemühungen sind für die Ewigkeit?
  8. Nachdem Sie schon der Filmmaterialien nicht kundig waren (s.o. "Diskussion" über 35mm-High Speed Film, angeblich unter der Würde von 16mm stehend, wie Sie schrieben), schwenken Sie über zum Bankrott des Kodak-Konzern als nächstem Schauplatz. Die Minusbilanz ist bekannt, ebenso aber ist von einer Restrukturierung die Rede. Obwohl mehrere Seiten seit geraumen die völlige Einstellung der Filmproduktion befürchten, sehen Kodak-Vorstände dies anders: "Film wird auch im Zeitalter der Digitaltechnik noch für eine sehr, sehr lange zeit weiterleben", saggte Robert Gibbons, Chef der Kodak-Abteilung Entertainment Imaging in Los Angeles, nicht bloß so dahin, sondern er hat handfeste Zahlen, auf die er sich bei der Prognose berufen kann. So blieb das von der Abteilung "Entertainment Imaging" weltweit abgesetzte Filmvolumen in den vergangenen Jahren nahezu konstant und ist in etlichen Regionen der Welt sogar noch weiter angestiegen. Selbst im Bereich 16-Millimeter-Film verzeichnet Kodak demnach weltweit gesehen starke Zuwächse. Auf Basis der der Firmenzahlen ist es durchaus nachvollziehbar, wenn Gibbons folgert, daß dem Film in der Medienproduktion noch eine lange Zukunft bevorstehe. Zit. aus: TV & Filmkameramann, Ausg, No. 4, 2006, S. 96 f. Mir sind natürlich auch gegenteilige Prognosen und Bilanzen zugetragen worden. Jenseits aber der schwankenden Bilanzen dieses Konzerns ist unser beider Diskussionsvolumen erschöpft, weil Sie mich nicht vom photochemischen Film abbringen werden und ich Ihnen die Nachteile digitaler Prozesse für Sie nicht überzeugend als Problem vermitteln konnte. Es sind zwei verschiedene Welten und Anschauungen, und auch Seherfahrungen, und die Standpunkte wurden nunmehr zur Gänze ausgetauscht.
  9. Lassen wir das. Ich weiß, wie Filme transferiert werden. Verschiedene Prozesse, die oft genug diskutiert wurden und ihre jeweiligen Symptome aufzeigen, im Guten wie im Schlechten. Die Ergebnisse sind untrüglich. Es sind sowohl HDTV-kompatible digitale Prozesse (D.I.) als auch beschleunigte Analog-Prozesse (Massenkopierung), die das Kino m.E. kaputt machen. Sie brauchen mir nicht zu folgen, so wie ich in Gegenwart oder auch Vergangenheit auf bessere Beispiele verweise. Frohes Schaffen noch!
  10. QUATSCH! Beschäftigen Sie sich mit Filmmaterialien; ist ja unglaublich, was Sie hier durcheinanderwürfeln. Siehe: Kodak 5218 (Kunstllicht, 500 ASA) 500 Daylight Fuji Reala 500 ASA (Tageslicht, Highspeed-Material). Allesamt überragend besser als 16mm 50 ASA. Übrigens hat Fuji die Nase vorn beim High-Speed-Material. Das läßt hoffen, falls Kodak, wie Sie es empfehlen, seine Werke schließt. Dann wird eben Fuji weiterhin liefern.
  11. Sie selbst beschreiben die veränderten Interessenlagen der heutigen Produzenten (und die von jenen geprägten Sehgewohnheiten des Publikums) und widersprechen mir damit in keiner Weise. Nur über die ästhetischen Schlußfolgerungen sind wir zur Gänze uneins. Es sind eben nicht alle Menschen mit dieser Kultur einverstanden: für diese bleibt im Mainstream wenig Freude am Bild (allenfalls an einigen neuen Visual Effects, die auch ich noch gelegentlich schnell nebenher goutiere. Der Rest der Filme, technisch, phptographisch wie inhaltlich, ist oft ärmlich im Look). Wir brauchen hier keine 2k- vs. 4k-Diskussionen weiterzuführen, da Sie mich permanent darüber belehren, daß ich keinen Unterschied sähe, wo ich (und andere) ihn doch in diesen Vorführungen sahen. Mir sind Betrachtungsabstände und Unschärfekreis etc. als Parameter bekannt, @oceanic, und sehe so einiges auf großen und kleinen Leinwänden. "Beständig" übrigens haben sich einige Filmmaterialien bei korrekter Lagerung durchaus erwiesen, zumindest im Vergleich zu den Auflösungssymptomen auf digitalen Datenträgern, die nach nur wenigen Jahren sich auflösten. Dies meinte mein Einwand. Von zersetzten Nitro- und Actetat-Material brauchen Sie mir nichts zu berichten, habe sowas restauriert/umkopiert und besitze selber leider zersetztes (oder verlorenes) Material. Mittlerweile gibt es ja seit geraumem Polyester-Sicherungsmaterialien: dies verschweigen Sie leider. Diese müssen übrigens nicht alle paar Jahre umkopiert werden wie Ihre Digitalträger - aber mit diesem Argument erreiche ich Sie eh nicht mehr. Sie sprechen vom Top-Price-Segmenten der Digitalkameras (von denen plötzlich einige doch nicht in Serie gebaut werden wie die D20?) und wenden Sie gegen das Low(?)-Price-Segment der brandneuen 16mm-Kameras von Arri und Aaton, die sehr rege bestellt werden, aber nach Ihrer Auffassung doch randständig sein müßten. Um diesen Widerspruch bei Ihnen festzustellen, brauche ich auch nicht auf die IBC 2016 zu gehen - ich verstehe Ihre Andeutung leider nicht. Mir erschließt sich einfach nicht Ihr Norm- und Wertungssystem. Es scheint, als würden Sie die Equipments aus dem Bauch heraus beurteilen, meist dort negativ, wo Sie gerade mit Analog-Technik unerquckcliche Erfahrungen hatten, und je nach dem, ob Ihnen dieses und jenes nützte oder nicht. Wir also keinefalls, wie Sie salopp kundtun, "traumhafte Bedingungen" in den Parametern Kontrast, Farbraum, Auflösung und Latitude bei digitalen Kameras. Leider schwächeln diitale Kameras in dieser Hinsicht eminent. @oceanic: Sie wissen dies auch ganz genau, geben es aber offenbar aus geschäftlichen Gründen nicht zu. An diesem Punkt aber langweilt die Diskussion, wenn mit der Wahrheit hinter den Berg gehalten wird. Sie sollten bitte keine Legenden über die o.g. Parameter der digitalen Photographie erzählen. Immerhin produziert die große Mehrheit der Branche auf Film, was offenbar sachliche und qualitative Gründe hat, @oceanic.
  12. Es bringt nichts mit Wortverdreherei: ich spreche die ganze Zeit von professionellen sog. Digital Cinema-Ausrüstungen (mit Preisnennungen von € 120 - 150 Tsd. derzeit für das gängige DLP-Sortiment), und Sie kontern mit LCD-1080i-Media-Markt-Beamern oder niedrigpreisigen Geräten, die in der Kinodebatte momentan noch keine Rolle stehen und diskutiert werden [sage ich neutral hierzu]. Unsachlich! Erzählen Sie das den Theaterverbänden, und jeder erkennt, wie spekulalativ Sie heutige Gegebenheiten des Marktes einfach leugnen oder schönreden. Ich rede von möglichen, zu befürchtenden Spaltungsprozessen, die die Verabschiedung der DCI-Empfehlungen zur Norm mit sich brächte, und Sie kontern mit den Salzgeber-1.4k-Projektionssystemen, die aber von der DCI (und der Mainstream-Branche) abgelehnt werden. Bei aller Parteilichkeit: wenn man sich schon nicht einmal mehr über die Begrifflichkeiten im klaren ist, sollte man der Branche auch keine Empfehlungen abgeben. Weitere Diskussion sinnlos.
  13. Weil für die Verhältnisse des kleineren Bildschirms die (analogen und digitalen) Unschärfen sowie (analogen Unausgeglichenheiten der Massenkopierung) oder auch D.I.- Farbverschlechterungen weniger auffallen oder tlws. korrigiert wurden. So besorgt, wie Sie doch zusicherten, ist also ist Ihre Produzenten-/Postproduzentengilde um die Aura des Kinobildes keineswegs. Sie selbst schrieben ja wie glücklich ein Millionenpublikum mit den Kinokopien seien, was die Einspieergebnisse auswiesen: IHRE Worte. Einige nachteilige Merkmale des D.I. sieht man selbst noch auf der DVD. Bisher waren dort alle Filme vom D.I. von einer leichten Unschärfe, währenddessen andere Titel (selbst 1950er Jahre-Titel) eine bessere Schärfe aufwiesen. Bei dieser Aussage bleibe ich. -> Sie dürfen gerne die Ursachen hierfür auseinandernehmen. Ich bin gespannt.
  14. Obwohl natürlich digitale Panels empfindlicher sind als die mit photochemischem Material bestückten, ist es, lieber @oceanic, absurd zu behaupten, der hochempfindliche 35mm-Film bewege sich auf dem Auflösungsniveau des 16mm-Films. Vielleicht vor 20 Jahren noch, nicht heute aber mehr. Solche Pauschalisierungen kann ich anhand neuerer Muster keinesfalls bestätigen.
  15. Zum jetzigen Zeitpunkt - klares nein, ausser sie betreiben so ein minmini wie bspw. das lichtblick in berlin. LCD ist allerdings entgegen der landlaeufigen Auffassung alles andere als aus dem rennen. Verehrter cinerama, ich erwarte nicht, das sie sich mit solchen details der LCD-fertigungstechnik wie der umstellung auf anorganischen Film usw. beschaeftigen und auskennen. Es sei ihnen dennoch mitgeteilt, das seit q2/2006 die ersten 1920/1080p lcd panels in grosserie produziert werden, und das diese letzte evolutionsstufe den panelkontrast knapp verdreifacht hat. es wuerde mich a) nicht wundern, wenn wir grade in kleinen saelen demnaechst die ersten vertreter dieser gattung in freier wildbahn antreffen wuerden, und b) koennen sie sich diese u.U. sogar privat leisten :) man munkelt von marktpreisen um die 3500 euro, btw. Ist mir klar, daß bei LCD was in der Fertigung ist, auch für rden Home-Cinema-Markt (stand ja in mehreren Audio-Visions-Ausgaben). Auch bei LCOS tat sich etwas, siehe SONY SXRD R-110, mit besserem Kontrast als etwa die DLP-Konkurrenten im Digital-Cinema-Bereich. Ändert aber nichts aber sichtbaren Pixelraster der LCD-Panels ... braucht man nicht. Wenn Sie nunmehr auch das LICHTBLICK-Kino als "Minimini" beschimpfen, verkennen Sie dessen programmatische Verdienste. Gerade für solche Kinos sollte ein intakter 35mm-Markt aufrechterhalten bleiben, da sie sich keine 150 Tsd. Euro-Anlagen kaufen werden. Auch dieser Hinweis (auf die kleinen Kinos) belegt die Spaltungsprozesse durch Digital Cinema: den DCI-Standard können sich kleinere Häuser nicht leisten und könnten fortan im 2k- oder 4k-Zeitalter nicht mehr mit Kopien beliefert werden. Das war zu 35mm-Zeiten im Nachspiel undenkbar, wird aber die Realität des von Ihnen herbeigesehnten Roll-outs werden. 35mm: ein wahrhaft universelles Format für arm und reich! :wink:
  16. Na, es sind offenbar Fehler in der Algorhythmen und in der Software, die zu fehlerhaft ausbelichteten Diigtal Intermediates führen. Fakt ist, daß sie fehlerhaft sind! Sollten Sie daran beteiligt sein, kann ich nur hoffen, daß Ihnen in Form der Marktbereinigung das Handwerk gelegt wird. Nochmals zu Ihrem Lob der digital ausbelichteten Versionen, die zu Kinokopien führten, mit denen die Welt nach Ihren Worten "glücklich" sei. Auch, daß Ihre Branche dafür Verantwortung trage. Jeder weiß, was für Unfug Sie reden. Das DVD-Beispiel ist meine Gegenthese: Menschen haben die Nase voll von der von Ihnen verantworteten "Qualität".
  17. Was meinen Sie mit 20000 ANSI-Lumen? Den NEC NC 2500S mit 25000 ANSI-Lumen? Fürchterlicher Kontrast! Dann wurde in einigen Magazinen für die neuen DLP-Christie-Projektoren gerühmt, mit 6 kW-Xenonbrennern könnten Sie bis zu 23 Meter Bildbreiten ausleuchten. Ich hab's nicht gesehen und glaube es vorerst noch nicht: zu viele andere Vorschußlorbeeren hat man in letzter Zeit (etwa angeblich perfekter Bildwurf auf Imax-Leinwände) vernehmen müssen, die sich allesamt als "Ente" erwiesen. Es bleibt dabei: für Open Air, grössere Hallen und Riesenleinwände ungeeignet! (-> zurück zum Film!)
  18. Auch wenn Sie TOY STORY zum Zeugen erfolgreicher Rechner-Kunst machen, weiterhin die Einspielergebnisse als Qualitätsbeweis der Bildgüte anführen und der Firma Kodak die Schließung ihrer Werke anempfehlen, haben Sie noch immer verabsäumt zu erläutern, warum untröstlicherweise digitale Bildwandler zu so deutlichen Bildverschlechterungen des photochemischen Films führten? Da selbst technisch unbelastete Filmkritiker immer häufiger diese Schieflage beklagen, mache ich mir keine Sorgen darum, daß entsprechende Vergleiche leicht offenkundig werden lassen dürften, wie Sie und Zeitgenossen das Geschehen auf den Leinwänden "versuppt" haben. Nicht umsonst geht ja die Rede hier wie dort, wie toll das heimische DVD-Kino gegen die gebotene Kinoqualität sei. Der beste Beweis für die kritische These zur derzeit gängigen Digitalisierung: "nicht leinwandtauglich!" :roll:
  19. In aller Bescheidenheit: mit Ihren anglizistischen Kürzeln erreichen Sie vermutlich in diesem Forum niemanden. Und auch sonst habe ich eine solche Schreibweise und Sprache noch nicht erlebt... Schreiben Sie mir gerne von Algorithmen und vom Hochskalieren - dies versteht ein jeder hier, sogar ich. Denn die Vorgänge, die Sie wiederholt beschreiben, sind bekannt, das brauchen Sie nicht vom Vorgang her vom Grund auf an erläutern. Auch der DMR Prozeß von 35mm oder 1080p auf IMAX ist mir und anderen dieses Forums ein Begriff, da ist es nicht förderlich, "uprez" in die Runde zu schleudern, wenn es um konkrete benennbare Verfahren geht, die Sie auch vom Namen her aufführen dürfen. Warum Sie mir so spaßig die Suchmaschinen des Wolrd Wide Web empfehlen, um hunderttausende von Einträgen aufzurufen, die Sie selbst nicht kenntlich machen mögen, finde ich wenig seriös. Es gibt in jeder seriösen Abhandlung (in Büchern, Zeitschriften oder universitären Arbeiten) eine individuelle Kürzelnomenklatur, an die Sie sich schon halten müssen. Sie schwärmen fast bis zum Umfallen, wie schön seit Jahren 35mm und 2 k und 65mm in 4 k abgetastet würde. Wir reden einfach aneinader vorbei, glaube ich. Ich versuche Ihnen zu erklären, daß es nicht Umsprung, Zweck, Potential und Ziel dieser Filmformate war, als "Hundefutter" für eine digitale Pipeline der HDTV- oder DVD-Verwerter zu dienen, sondern daß sie um ihrer selbst und in Optimierung ihres Potentials willen existierten und gebraucht werden. Die visuelle Optimierung des Kinoprodukts findet in dem, was Sie machen (abgesehen von selektiven Farbkorrekturen, Composits u.a. "Trickanwendungen"), nicht statt: im Gegenteil. Für mich - und offenbar auch für viele Filmemacher - ist das indexalisierte Bild eine wichtiges Zeugnis in der Wiedergabe und Errettung der äußeren Realität oder deren präziser Beschreibung. Einige Autorentheorien sprechen erst dann vom Film als Kunst, wenn das Material verfremdet und verändert würde. Der Spielraum der Veränderungsmöglichkeiten ist mit der Digitalisierung bekanntermassen enorm gewachsen. Man mag dies bejubeln, mitunter aber auch - bezogen auf die erzeugten Inhalte, Formen und Ästhetiken - skeptisch und auch kritisch betrachten. So stört mich eminent, daß bei aller Liebe zum Experiment und zum Drang nach dem Aushebeln aller bisherigen kinematographischen Rahmenbedingungen die vollmundig "entfesselten" Bilder nachwievor nur in den selteneren Fällen neue ästhetische Erkenntnisse oder gar photographisch-indexalisierbare Bildgüten unter Beweis gestellt haben. Diverse Bildverfremdungen bleiben oft selbstzweckhaft oder wirken wie schablonisierte Stereotypen des "Bewegungsdrangs", anders gesagt: es sind zu oft sich wiederholende Formierungsgriffe der Regisseure aus dem Reservoire des Action-Films (herausgegriffen aus der szenischen Schublade filmgeschichtlicher Versatzstücke), welche schon x-mal erzählte und dargestellte Bildablaufszenerien in nur leicht verändertem Design beständig repetieren. Vereinfacht gesagt: viele Blockbuster-Filme gleichensich in ihren Mustern, und das betrifft auch technologische Darstellungs- und Bearbeitungsweisen, die nicht neu erarbeitet, sondern billlig recycelt, geclont oder eben "kopiert" wurden. Akzeptiert man aber durchaus auch avantgardistischen erfreuliche Beispiele des Gebrauchs speziell der digitalen Bildveränderungen, so ist doch immer wieder die Frage, warum um ihretwillen nun das Kinobild in seiner technischen Qualität unbedingt als letzter Wert herabgestuft wurde? Das war natürlich schon im analogen Film der Fall: man denke an die Sternen-Kriegs-Abenteuer von George Lucas von 1977-1983: allesamt photographisch-qualitativ aufgrund zu vieler Special Effects in der Bildgüte degradiert. Mit anderen Worten: auch die digitale Spielwiese und pausenlose Achterbahnfahrten mag man sich gelegentlich gönnen, aber bitte: das Bild sollte scharf & kontrastreich sein. Und das ist es eben nicht, 2006 weniger als je zu vor! Es ist schlechter geworden. Aufgrund nicht der "bösen" Kopierwerke, denen auch Sie die Schuld zuschieben, sondern infolge komplizierter, sich ausdifferenzierender (oder auch spaltender) Branchenprozesse. Ein Grund war, wei fot erwähnt, die Massenkopierung, die, bedingt durch das Overscreening, einsetzte, und der andere Grund die laufend fehlerhaften Ausbelichtungen der Postproduktionsstätten, d.h. ihrer HD-Master zurück auf 35mm-Duplikatnegativ in übelster Ansammlung von Artefakten, Farbverfälschungen, Schärfen- und Kontrastverlusten. Ihr Satz HDTV-Digital-Master harmonisieren inzwischen übrigens perfekt mit 35mm-Filmtheatern, und werden dort inzwischen dauerhaft und gerne aufgeführt. Die Ausbelichtung ist heute ein einfacher Vorgang und, erfreulcherweise, auch nicht mehr so kostspielieg wie einst. ist in keiner Weise beizupflichten, auch hier gilt leider das genaue Gegenteil. Schauen Sie sich doch auch in deutschen Landen um, welche Probleme es mit der Ausbelichtung nachwievor gibt, und selbst für die Amerikaner hatte ich Beispiele benannt. Sie müßten es eigentlich besser wissen, streiten die Misere aber aus Prinzip ab, habe ich den Eindruck. In keiner Weise, wie Sie hier glauben machen möchten, ist es die höchste Sorge der Produzenten und Postproduzenten, auch auf eine gute Qualität der 35mm-Kopien zu achten oder für diesen einzustehen. Wer Ihre Zeilen mitliest, darf solche absurden Thesen gerne mit der Wirklichkeit vergleichen: wir sehen ja wohl täglich, wieweit diese Verantwortungsträger das 35mm-Format kaputt gemacht haben. Oder behaupten Sie das Gegenteil? Ob Sie zu den Schuldigen gehören, kann ich nicht beurteilen, kenne auch nicht Ihre Ausbelichtungen. Auf das Gros der Branchenwirklichkeit aber bezogen ist diese Mißachtung der Kinokopie bloßer Fakt. Noch einmal also: seit Einführung der Digitalisierung sind die Kinobilder nochmals schlechter geworden, und auch mit 2k oder HDTV-Projektionen erleben wir eine Revolution allenfalls der Broadcast-Verwerter und auch der digitalen Postproduktion, nicht aber eine Revolutionierung des Filmkinos, steht zu befürchten. Wenn Sie zuguterletzt, der die überlegene Qualität der HDTV- oder 2k-Master, gerade in digitaler Projektion, gegenüber den ausbelichteten 35mm-Kopien beständig hervorhebt, plötzlich im Sinneswandel selbst die 35mm-Qualitäten von heute lobt (s.o.!), mit der ein Großteil der Menschheit in den letzten Jahren "glücklich" gewesen sei, dann wird klar, daß Sie einfach jeden Satz verdrehen in dem Sinne, wie er Ihren Produktionsinteressen gerade nützt. Völlig aus dem Zusammenhang gegriffen kommen sie dann mit Beispielen der digitalen Standbildphotographie mit 39 Megapixels, mit denen ich wenig in bezug auf Bewegtbild-Kinematographie anfangen kann. Bauen Sie doch gerne solche 39 Megapixel-Kameras für unsere Genies der Filmwelt! Mir reicht allerdings die Existenz einer 65mm-Kamera völlig: denn diese gibt es tatsächlich, und nicht erst seit 2006. Sie hat sogar das, von dem Sie zu wenig haben: Schärfe, Farbraum, Kontraste, Bildtiefe, materiale Beständigkeit. Wie kommen Sie darauf zu behaupten, 65mm habe sich nicht etabliert? Seit 50 Jahren wird auf 65mm-Formaten gedreht, wohldenn in erster Linie zwar auf 70mm nur für Roadshow-Häuser distribuiert, aber diese Filme waren populär(-wissenschaftliche) Imax-Produktionen und Milliarden-Box-Office-Ergebnisse erzeugende Blockbuster von BEN HUR bis FAR AND AWAY. Das 65mm-Format ist zwar deutlich weniger im Gebrauch als die anderen Formate, aber als hochwertigstes Format die Kinematographie- und Bewegtbildgeschichte seit Jahrzenten von den entsprechenden Norminstituten als weltweiter und relevanter Standard geführt. Dazu von Ihnen kein Wort. Ich finde es unglaublich, wie Sie auf der gesamte Filmgeschichte herumtreten, um derzeitige Vorteil im Geschrei der neuen Marktteilnehmer unreflektiert in die Runde zu schleudern, und den Lesern eindrillen zu wollen, wie verrottet andere Produktionsweisen gegen die von Ihnen auf HDTV oder "k" favoriserten Standards wirkten. Dann wollen Sie mir die Innovationen von Arri und Panavision zuflüstern, als hätte ich von den D20- oder Genesis-Modellen noch nie etwas gesehen. Gleichzeitig aber unterschlagen Sie die (Ihnen wolhbekannten) Neuentwicklungen etwa von Arri für das Super-16-Format, die in der Konstruktion einer völlig neuartigen 16mm-Kamera gipfelte, der auch viele zuvor digital-euphorisierte Filmemacher neuerdings den Vorzug geben. Aber es ist sinnlos, mit Ihnen auch über diese sinnvollen und anderen Potentiale zu sprechen: Sie sehen es nicht oder wollen es nicht sehen. Weil Sie diese System als minderwertig erachten. So haben Sie es in allen Ihren Beiträgen zum Ausdruck gebracht, man braucht sie nur zu lesen. :roll:
  20. Schon traurig, daß Sie den Substandard (2k) als publikumstauglich erachten. Dass Sie anschließend noch Kodak lächerlich machen, welche- so möchte man Sie interpretieren - aufgrund ihrer zu hochwertigen Filmmaterialien ihre Werke schlössen, denn im Grund reiche doch ein Material auf 2 k-Niveau -, das muß ich nicht kommentieren. Mit ihren Intermediates, natürlich digital, bestimmen Sie und Ihresgleichen die Branche seit etwa 5 Jahren. Allerdings gibt es eine 115-jährigen Film- und Kinogeschichte mit eine Unzahl an Filmen, die man zum Vergleich heranziehen darf (bevor auch diese im Substandard digitalisiert wurden.) Somit ist es mir "Wurst", was derzeitige Entscheidungsträger der Low-Budget-Digitalisierung für Empfehlungen abgeben. In meinen Augen sind es professionelle Bildverschlechterer, die den Kinogenuß verdorben haben. Gerade bei den Special-Effects - und um diese dreht sich ja fast alles - sieht man immer wieder die Billigkeit diverser Produktions-"Standards". Ich hatte ja hierfür Filmtitel benannt... TOY STORY hat mich einschlafen lassen, und für "Enkel", bin ich noch nicht alt genug - dies zu Ihren Vermutungen.
  21. Das ist alles bekannt. Leider aber endet's beim SXRD bei 1000 ANSI-Lumen. Auch die DLP-Projektoren reichen knapp für 15 Meter Breite, größer projiziert wird's duster. Kinounwürdig! Somit erübrigt sich die Debatte um kinotechnische Neuanschaffungen dieser Coleur. Erst recht für Open Air oder Projektionen in grösseren Hallen. Diese benötigen 35mm oder 70mm. Die beide noch lange leben mögen!
  22. Zu Ihrem letzten Satz: Sie empfehlen den Kinos eine LCD-Projektion? :lol:
  23. Ich verstehe Ihre Abkürzungen nicht: uprez oder IIRZ. Das ist vielleicht die Terminologie einiger Postproduktion-Leute, aber außerhalb dieser (Ihrer?) Räume versteht kein Mensch, was gemeint ist. Selbst das Magazin "Professional Production" strotzt vor Anglizismen, aber diese sind zumindest noch übersetzungsfähig. Ihr "Deutsch" ist es nicht. Auch wenn Sie sich wiederholen und auf die Produktionsnorm der Blockbuster im Digital Intermediate hinweisen, so ist dies im Forum seit langem bekannt und durchdiskutiert worden. Ebenso wurde von mir energisch angemerkt, daß sich die 35mm-Kopienqualität hierdurch deutlich verschlechtert hat. Selbstverständlich auch kann man über einen ordentlichen "rein" photochemischen Kopierprozeß ein fast verlustloses Duplikat erstellen. Lesen Sie die Bekanntgaben von Kodak oder American Cinematographer seit Anfang der 1990er Jahre (etwa 1993), als man ein neues Intermediate-Material herausbrachte und begründete, daß endlich Kopien in einer Qualität möglich seien, die vom Original nicht zu unterscheiden sind. Voraussetzung hierfür ist natürlich hohes handwerkliches Können der Mitarbeiter in den Kopierwerken, was man in Deutschland seit zehn Jahre kaum noch behaupten kann: diese Fertigkeit ist leider verloren gegangen. Das bezeuge ich aus eigener Betriebserfahrung und Praxis und muß diese Einschätzung auf den gesamtdeutschsprachigen Raum leider beziehen. Aus diesem und anderen Gründen passiert es, daß ein Duplikatnegativ unsachgemäß erstellt wurde, zzg. der beschleunigten Kopierung, normwidrigen Enwicklung oder Anliferung eines Digital Intermediates. Das sind die wahren Ursachen schlechter Kopienqualitäten, nicht die hier oft genug amateurhaft angenommenen und vermuteten schlimmen Verluste durch "x-Umkopierungen" oder "x-Generationen", wie ich immer wieder lesen muß. Keiner weiß, was er mit "x" eigentlich sagen will... Auf "rein" photochemischem Wege ist von einem gut belichteten 5201-Negativ über die Dupkopierung eines Serienkopie von mindestens 4 k Auflösungen herstellbar. (Es betrifft aber nur noch wenige Filme, die auf grössere Effekt-Inserts verzichten.) Das sind die Fakten und Potentiale des 35mm-Formats. Daß hiervon zu selten etwas sichtbar wird, liegt an veränderten Produktions- und Distributionsbedürfnissen unserer Zeit, in der 35mm nicht mehr als "das" Original und indexalische Format gilt, sondern als einer von verschiedenen "Zuträgern", die bei einer Großproduktion in das heutige "Source Master" (damit affin das Digital Intermediate) eingespielt werden. Auch deswegen kommen sich die Postproduktionspraktiker als die neuen Götter vor, die im Direktkontakt zu den Filmemachern ein perfektes HDTV-Digital-Master fertigen und hernach alles verachten, was damit nicht harmonisiert (etwa der 35mm-Spielbetrieb der Filmtheater). Und noch einmal, @oceanic: 65/70mm hat mit "4k" Systemen wirklich nichts zu tun. Bitte lassen wir bloß diesen unseligen Vergleich. Er spiegelt doch nur den Wunsch der Postproduktionsmacher, zwei unterschiedliche niedrig auflösende Systeme ("2k" und "4k") pauschal mit 35mm und 70mm ineinszusetzen, Motto: hier ein Paar, dort ein Paar: allesamt vereint. Nur: es geht so nicht! Es wird auch nichts! Es sind völlig verschiedene Welten. (Und für 65/70mm haben weder Sie noch eine andere Postproduktionsfirma ein digitales Äquivalent anzubieten. Wenn Sie immer wieder das Gegenteil kundtun, können Sie m.E. unmöglich über eine lebendige Erinnerung an 35mm-Original-/Dupkopierung sowie ältere und neuen 65/70mm-Produktionen verfügen.) :)
  24. Nun, bur eine Randbemerkung, die heutigen Leinwände, und auch die der Zukunft, sind ehrlich gesagt für Produzenten als Markt interessanter als die der Vergangenheit. Am Rande, mal bezug ton... Gibt es eigentlich schon 7.1 Audiosysteme auf Schallplatten oder Tonband-basis? Wäre doch - ob der höheren Qualität - ne echte Marktlücke. 7.1-Audiosysteme gab's ähnlich schon bei Magnetton, bei Cinemiracle/Cinerama- oder Perspecta-kodiertem 70mm-Film. Zur Sache: 2k ist nicht das Äquivalent für 35mm (auch wenn die DCI es toleriert) und 4k nicht das Äquvalent für 70mm. Auch wenn Sie es wiederholen, wird's nicht richtiger. Das reden Sie sich gern zurecht, weil die Postproduktion mit diesen beiden Quasi-Standards arbeitet, und Sie Ihren Hausstandard (2k) natürlich verteidigen müssen - er bereits "begeistere" das Publikum, wie Sie schreiben. Hierfür noch beschleunigte Kamerabewegung, Weichzeichner, Filter u.a. als Legitimation heranzuführen, um noch weiter an Auflösung inder Postproduktion zu spargen, grenzt an Unverschämtheit. Man sieht ja an diversen Filmen wie POSEIDON oder WUHI, zu welchen Ergebnisse diese Sparpraxis geführt hat. Erlauben Sie mir Kodak Entertainment Imaging zu zitieren, aus einer Mail des dortigen Geschäftsführers an mich vom 3.7.2004, der ungefähre Auflösungswerte für das belichtete 35mm-Negativ benennt (und dabei die enormen Reserven des neuen 5201 noch gar nicht mit berücksichtigt): Sicher nachgewiesen sind 4K für 35mm und 2K für S16, was mit dem Format zusammenhängt, denn die Filmauflösung pro Millimeter bleibt ja gleich. Inzwischen verwenden jedoch einige Postproduktionshäuser 6K Scanner für 35mm oder z.B. den Spirit 4K für S16 und finden Vorteile im Endergebnis - insbesondere bei mehreren Zwischenstufen. Also das Auflösungspotenzial des Films, das ja auch von den Aufnahmegeräten, Objektiven etc... abhängt liegt sicher > 4K (35mm) bzw. > 2K (S16). [KODAK-Mitteilung vom Juli 2006] Seien Sie gewiss, daß Sie beim 65/70mm-Film auch mit 4 k nicht im Entferntesten ein "Äquivalent" erreichen, sondern nur ein hochaufgelöstes Video produzieren, daß man deutlich von einer Filmkopie unterscheiden kann. Ich habe es vor 4 Wochen auf der Tagung "Land of Ideas" gesehen, als in 4 k ein Ausschnitt einer 65-mm-Szene aus CIRCLE OF LOVE geteigt wurde. Erzählen Sie mir bitte keine Märchen. 4 k genügt gerade für gute Super 16-Abtastungen, nicht aber einmal für 35mm, selbst wenn es in den letzten Jahren an der Tagesordnung war. Aus genau diesem Grund sind nämlich die 35mm-Massenkopien noch unschärfer geworden, explizit wegen Ihrer ausgelobten 2 k-Postproduktions-"Norm". So macht man das Kino kaputt, indem man alles auf HDTV zurechtbiegt. :oops:
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