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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Verstehe "Bahnhof". Schreiben Sie mal bitte einen Satz vernünftig zuende.
  2. Der Vergleich ist recht dreist geschummelt, weil Sie ja Glauben machen, 35mm-Film in der 1.85: 1-Aspect Ratio hätte die von Ihnen genannte niedrige Auflösung, d.h. fast genau so niedrig ansetzbar wie RACHE DER SITH in digitaler Letterboxprojektion. Was Sie benennen, ist aber IHRE derzeitige Hausauflösung und IHR persönlich favorisierter Produktionsstandard bei 2 k-Nachbearbeitung eines Films. Schaut man in die von Ihnen empfohlene Tabelle (die ich vor vier Wochen schon einmal bei Recherchen aufrief), sieht man neben dem 2 k-Scannen auch das 4 k-Scannen mit wesentlich höheren Abtastraten, die ich dennoch nach wie vor für zu niedrig halte. Dies unterschlagen Sie mal so auf die Schnelle... indem Sie 35mm-Filme und Letterbox-Digitalprojektion von RACHE DER SITH auf eine Ebene setzen. Erlauben Sie mir Kodak Entertainment Imaging zu zitieren, aus einer Mail des dortigen Geschäftsführers an mich vom 3.7.2004, der ungefähre Auflösungswerte für das belichtete 35mm-Negativ benennt (und dabei die enormen Reserven des neuen 5201 noch gar nicht mit berücksichtigt): Sicher nachgewiesen sind 4K für 35mm und 2K für S16, was mit dem Format zusammenhängt, denn die Filmauflösung pro Millimeter bleibt ja gleich. Inzwischen verwenden jedoch einige Postproduktionshäuser 6K Scanner für 35mm oder z.B. den Spirit 4K für S16 und finden Vorteile im Endergebnis - insbesondere bei mehreren Zwischenstufen. Also das Auflösungspotenzial des Films, das ja auch von den Aufnahmegeräten, Objektiven etc... abhängt liegt sicher > 4K (35mm) bzw. > 2K (S16). [KODAK-Mitteiliung vom Juli 2006] Vielleicht sollten Sie aufhören, hier Unwahrheiten zu verbreiten.
  3. SOUND OF MUSIC lief auch innerhalb einer 4 k-Demonstration. Ich kenne zwar 4 k-Demonstrationen, habe aber keine mit Ausschnitten dieses Films persönlich gesehen. Der Film war in den 1960er Jahren unbedingt scharf - trotz diverser Filterungen. Die neuen Kopien aus USA auf 70mm indes sind mir ein Rätsel ob ihrer Schlechtigkeit. Im übrigen reicht "2 k" keineswegs aus, sondern ist Betrug am Filmkino, das ein Recht auf würdige 35mm-Kontraste und Auflösungen hätte. Wenn ich immer wieder und in diversen Fachzeitschriften Reportagen lese, 2k- und 4k-Demos nebeneinander seien nicht zu unterscheiden (es gibt ja viele, die dies behaupteten), so entgegne ich knapp, daß es mittlerweile kaum noch Großbildwände gibt. Die heutigen Leinwände bezeichne man getrost und ironisch als "2k-Leinwände". Kein Wunder also, daß inzwischen alles salonfähig geworden ist, was früher als untauglich in den Ausschuss gelangt wäre.
  4. Sehr laut. Daher der Nebenraum (war auch im Zoo-Palast so bis 1987, soweit ich mich erinnere).
  5. Man kann gerne nach jedem Strohalm greifen, um Digital Projecton zu "pushen", notfalls auch vierzig Jahre altes Filmmaterial ("The Sound of Music") aus den Kellern holen, wenn die neue digitale Zauberei auf 2 k-Photographie ("Miami Vice" oder "Superman Returns") offenbar nicht zu super rüberkommt. Aber man sollte sagen, daß es sich peinlicherweise um Uraltfilm von vor vierzig Jahren handelt, und daß die Präsentation von 4 k-Systemen diesen Film nicht besser macht, sondern umgekehrt seine Güten ausbeutet: aber nicht einmal vollwertig erreicht. So sagte Shawn Belston von 20th Century-Fox, der engagiert auch mehrere 65mm-Titel der Sechziger Jahre scannte, daß die zeitgleich vorgenommenen Um(!)-kopierungen vom Originalmatierial selbst über Duplikatnegativ zur Serienkopie (sprich "Massenkopie") noch bessere Resultate gezeitigt hätten. Analog- und Massenkopie ist hier viel besser als 4 k oder SXRD-Beamer. Es ist schade, daß Sie bei aller Trommelei für Ihre 4k-Erleuchtung dies immer wieder unter den Tisch fallen lassen. So gelangen wir niemals zu einer Versachlichung der Debatte.
  6. @oceanic: da Sie selektiv antworten, konnte auch ich nur Einzelpunkte herausgreifen, daher die weitläufigen eckigen Klammern: Ersteres stimmt, zweiteres ist strittig. Ob einige Vorführweisen der Vergangenheit auch künftig noch Wirkung oder Funktion haben (Vorhang- und Wolkenzüge, Ouvertüren- und Exit-Music-Spiel, permanente Überwachung der Bildschärfe (zumindest bei den überblendungserprobten Projektionisten liegt dies "im Blut"), sei dahingestellt. Das soll aber nicht mit der Analog/Digital-Frage verknüpft sein, sondern mit allgemeinen Änderungen in der Kinolandschaft beschrieben sein, die wir ja alle kennen. Zum Farbaum kann ich nur sagen, daß ich diesen in einer guten Duplikatkopie (keiner also, die vom Digital Intermediate gefertigt wurde) diesen als höher erachte als den Farb- und Kontrastraum über DLP-Projektion. So falsch liege ich damit sicher nicht, oder? Zu den unwägbaren Szenarien im Falle von Pannen sagen Sie: Möglich ist alles. Im Moment interessiert mich nur: wie lange dauert Ihre "Implementierungsphase"? Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die älteren Mitarbeiter entfallen (ganz schnell rausschmeißen?) und an ihre Stelle die - meinetwegen, wenn Sie so wollen - begabteren und jüngeren Vorführkräfte oder vielleicht auch gar keine Vorführkräfte mehr getreten sind? Wer bezahlt die "Rechnung" für die Risiken und Folgen einer Implementierungs-"Phase", wenn so einiges, wie man hüben wie drüben vernahm, regelmäßig schief laufen dürfte? (Nur eins: der Kinogast hat wenig Verständnis für neue Experimente auf Kosten seiner Freizeit. Entweder etwas funktioniert - oder es funktioniert nicht.) Ich würde nicht formulieren "Vorteile", sondern Notwendigkeiten, sonst ginge ja alles drunter und drüber - ohne das berühmte Back-up-Paket. Zu meiner letzten 4k-Sichtung dies: Das Mastering "Italian Night" überzeugte darauf nicht, mehr hingegen die 65-Sequenzen von "Circle of Love": aber auch diese sahen für mein Auge nachwievor wie ein superhochaufgelöstes Video aus, auch reduziert in Schärfe und Kontrastumfang gegenüber einer Originalkopie vom 65mm-Negativ. Ganz eindeutig! In aller Klarheit: ich werde mich doch nicht dazu aufraffen, mich hinzustellen und nach diesen Genüssen von einem "all time favorit" zu sprechen. Man kannte und sah schon Besseres im Analog-Bereich: und das darf nun einmal als seriöser Maßtstab erachtet werden. Dasselbe fordern auch Kameraleute, daß zumindest endlich filmische Parameter erreicht werden sollten. Verstehe ich inhaltlich nicht. Bitte um Erläuterung und Verängerung Ihres Satzes. Bin kein Prophet. Aber fantasieren wir einmal hier vom radikalen Bruch und vom Super-Rollout: Er hätte theoretisch längst stattfinden müssen, zumindest wurde seit Jahren mit diesem perfekten Kino der Zukunft in der gesamten Branche (einschließlich bei den großen Verbänden wie AMPAS und NATO) geworben. Eigentlich sollte schon seit 1999/2000 alles passiert sein, als daß wir von nun an "strahlend helle, superscharfe und verschleißfreie Filme aus dem nächsten Jahrtausend" sähen. Solche Werbung setzte schnurstracks ein und stieß in weiche Flanken, als die 35-mm-Massenkopierung infolge der Geschwindigkeitssteigerungen und auch durch die Ausbelichtungsprobleme der Digital Intermediates auf einen historischen Tiefststand gesunken waren, der selbst in der Stummfilmzeit undenkbar gewesen wäre. Die Fähigkeiten der nachwachsenden Menschen im IT-Bereich ist enorm, das stelle ich nicht infrage. Nur im Moment sehe ich nicht ganz unberechtigt Probleme im Digital Cinema im Filmtheaterbereich. Man kann die Theaterbranche völlig umkrempeln und revolutionieren wollen (hierfür sind Sie ein Verfechter), man kann ihn auch ganz abschaffen (hierfür sind einige der hinter Digital Cinema und HDTV stehenden Broadcast-Verwerter die Verfechter). Zum zweiten Punkt: Wenn Sie bleibende Schäden in einer digitalen Aufnahme/Bearbeitung abstreiten und nur auf irreparable (?) Negativschäden auf photochemischem Film verweisen (gerade dies ist eine fraglos überragende Errungenschaft der digitalen Nachbearbeitung, bis dato ungeahnte Restaurationsmöglichkeiten beschädigter Partien des photochemischen Films zu offerieren), so gebe ich das Gegenbeispiel der Datenausfälle zu Ihren Lasten: gerade bei aktuellen Produktionen, die deswegen und zeitlichen Verzögerungen oder auch Nachdrehs zu leiden haben. So einfach ist Ihre Komparatistik also nicht zu akzeptieren, so wie Sie das eine mit dem anderen vergleichen. Warum das Publikum ins Kino geht, können wir hier nicht ausdiskutieren. Die "Seele" des Kinos ist kein lächerlicher Begriff. Es gibt ihn auch in der Filmemulsion, bei Rudolf Arnhheim ("Die Seele in der Silberschicht", 2004, S. 63), er schreibt 1993 zur digitalen Aufnahme und erinnert damit (nach meinem Verständnis) die Werthaltigkeit einer Indexalisierung des Bildes: Wenn die Digitalisierung in einem solchen Ausmaß beherrschend wird, daß die photographische Qualtitä nahezu verschwindet, kann die Unterscheidung zwischen den beiden Quelen nicht mehr länger aufrechterhalten werden. William J. Mitchell sagt in seinem Buchg "The Reconfigured Eye", das eine fast vollständige Dokumentation über das Thema enthält, daß das digitale Bild die gebräuchlichen Unterscheidungen zwischen Malerei und Photographie und zwischen mechanisch und von Hand hergestellten Bildern unscharf werden läßt, und er schließt, wir sind in das Zeitalter der elektronischen Bastelei eingetreten. Jedenfalls wird die Digitalisierung des photographischen Bildes das Mißtrauen gegenüber der Information erhöhen, die von der unbewegten Photographie und vom Film angeboten wird. Die ursprüngliche Überzegung, daß das neue Medium die Echtheit der Bilder gerantiert, mußte durch zunehmende Skepsis geprüft werden. Je mehr das photochemische Material der Photographie und des Films Gegenstand unrechtmäßiger Veränderungne wird, um so mehr werden die Konsumenten auf der Hut sein. Wie sehr diese Vorsicht durch die digitale Technik verstärkt werden wird, wird nur die Zukunft zeigen können.
  7. Um ebenso deutlich zu werden: Pannen gab es zwar immer, aber Du darfst den Einschätzungen der Kollegen aus dem Vorführbereich durchaus Glauben schenken, daß die Risiken derzeit unkalkulierbar sind, wenn wieder einmal die "error"-Funktion ihre Blüten treibt. :lol: Jahrzehntelange Praxis im Theaterbusiness stellte bisher das Self-Made-Man-Verständnis dar. Natürlich gab es viele Gründe gegen solches "Gebastle" (und George Lucas war einer der ersten, der dem Kinobetrieb die "Schlüssel" zur Technik-Wartung aus der Hand nehmen wollte [THX]). Aber andererseits konnten viele Betriebe dadurch eine subtile Infrastruktur an Beratern und Hilfkräften aus dem näheren und vertrauten Umfeld heranziehen: eine horizontale Diversifikation sozusagen, in denen auch die Hausmitarbeiter sich Fertigkeiten anzueigenen wußten. Das alles soll sich nach den Visionen der Befürworter eines Roll-out oder Roll-ins radikal ändern. Sämtliche relevanten technischen und programmatischen Entscheidungen obliegen ferngesteuerten Instanzen und auswärtigen IT-Spezialisten. Das kann natürlich auf stets verleihkonforme Filmdisposition und andererseits auf streng geregelte Wartungsverträge hinauslaufen, sofern man dies positiv sieht. Es seien aber auch Zweifel an allzu totalitären Controll-Freaks, wie ich sie nenne, angemeldet. Den Betreibern würde (man mag es gut oder schlecht finden) zunehmend die programmatische Ausgestaltung und die Innenorganisation aus der Hand genommen. Damit verschwindet auch die Fähigkeit der (hausinternen) Mitarbeiter an Eigenverantwortung und an Aneignung grundlegender Kinokenntnisse, fürchte ich. Ebenso gehörte es zu den Eigenschaften von Theatern oder Zirkussen, sprich: allen Schaustellerbetrieben, gute Handwerker und Artisten zu beschäftigen. Mit einem Wechsel zu reinen Abfertigungsbetrieben (die ja bereits vor Jahren ifröhliche Urständ feiern), sinken vielleicht auch die "performativen" Qualitäten. Der Zuschauer merkt dies unter Umständen a) an konstant unscharfen Bildern (teilweise schon jetzt bei einigen Digital-Einrichtungen zu beobachten), b) an film- und projektions-unkundigem Personal, c) an länger andauerden Pannen (die aufgrund hausinternen Personalmangels für IT-Aufgaben eine auffällige Hilfllosigkeit der Veranstalters offenbaren, wo früher der Filmvorführer immerhin nach einem bewältigten Filmriss "beklatscht" wurde, wo auch ein jeder Gast wußte, daß nur gutes Handwerk in der Vorführkabine die Panne rasch bewältigen konnte). Möglicherweise ändert sich - auch wenn es derzeit heißt, "das Publikum sieht keinen Unterschied ob digital oder analog" - einiges an der Kinoatmosphäre und am Ambiente. Es gibt ja nicht umsonst das oft klagend benutzte Schlagwort von der Seelenlosigkeit vieler Kinos. Diese Seelenlosigkeit wird dort, wo Digital Cinema vorherrscht, gewiss nicht abnehmen. :roll:
  8. Ein genaueres Erscheinungs.Datum anfügbar? :) Aus "Filmecho" oder "Filmvorführer"? (Ich wollte auch noch einmal nachscannen, wegen der Ränder.)
  9. Die Einschätzungen sind relativ: bei Dir auf acht Jahre bezogen, der vielleicht Mitte der 1990er Jahre noch einige brauchbarere Massenkopien im Einsatz gesehen hat: allerdings kurz darauf war kein dt. Kopierwerk mehr zur ordentlichen Duplikatherstellung in der Lage ("Wasser auf Deine Digital-Mühlen"!). Jedenfalls gibt es auch Leute, die wiederum anderd oder ältere Erfahrungen haben und keine Lust haben, sich einreden zu lassen, das solche Eindrücke wertlos seien ("hat sich nicht durchgesetzt", heißt es dann salopp): für die klingt arrogant und twls. unseriös, was von Werbestrategen einer Digitalisierung tagtäglich in den Äther posaunt wird. Man befindet sich also in einer Verteidigungsposition als Befürworter analoger Fertigungsweise - dies ist leider Fakt. Daher auch der schärfere Stil. Du selbst hattest zum kleinen Boxkampf aufgefordert (s.o.). Zu längeren Ausführungen über die Amsterdamer Ausschnitte aus PIRATES: Für mich bringt es nicht viel, jeden Tag und zu jedem Titel neue Protokolle abzugeben (im längeren Thread http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=5091 ist schon einiges gesagt worden), nach wenigen Minuten hatte ich genug gesehen. Leider behaupteten durchaus nicht wenige, wie perfekt 2 k-DLP auf Imax-Leinwänden und/oder 20 Metern wirkt. Lies bitte diese Aussagen. Zu erwarten, daß man noch freundlich darauf reagiert, kann nicht verlangt werden. Die restlichen kritischen Darstellungen Deiner Passagen entnehme ich zum ersten Mal aus Deiner Feder. Für mich besagen sie: Umstieg auf DLP-HDTV-Cinema lohnt nicht, auch nicht auf 4 k-LCOS-Cinema. Wer sich den Spaß "leisten" kann, darf ihn gerne einbauen. Eine ganze Branche aber zum "Mitmachen" und zu Verschuldungen zu nötigen, ist unannehmbar. Anstatt eine bestehende Infrastruktur vollständig (!) zerstören zu wollen [und es "funktioniert" für ein neues Produkt geschäftlich nur dann, wenn das Vorherige ausgeschaltet wird], hätte die Branche sich über weniger Overscreening (die Folge ist jetzt der angeblich "billigere" HDTV-/2k-Vertrieb) und bessere Kopien verständigen können. Stattdessen lebt man nun seit Jahren mit einem Mittelmaß an schlecht kopierten Mainstream-Kopien und einigen die Branchenverhältnisse auf den Kopf stellenden Digital Contents. Das funktioniert alles nicht (mehr). Ohne das eine absolut wasserdichte Lösung mir einfiele, die die anstehenden Theater-Verwerfungen noch verhindern könnten. 2 k ist also nicht schon jetzt besser als 35mm, wie Du Deinen Thread betitelt hast. Man könnte herauslesen, schon jetzt sei 2 k besser und würde von Jahr zu Jahr besser, während pauschal 35mm ständig schlechter würde (was so auch nicht stimmt, siehe VOLVER u.a. Titel). Folglich wirst Du nicht verdenken wollen, daß man sich ärgert, wenn ein manipulierter Eindruck verbreitet wird.
  10. Ein Foto hatte ich schon, das bekannte aus dem Capitol. Aber die Erscheinungsdaten im FE sind mir leider verloren gegangen, sind diese ggf. nachlieferbar? Dank für die schönen Scans!
  11. ... auch auf solcher "Leinwandgrösse" habe ich bis dato weder ein normgerechtes helles Bild, noch ein sonderlich scharfes und pixelfreies Bild erlebt. Und wer so inseriert, schuldet einigen Erklärungsbedarf. Mittlerweile an die 30 DLP-Titel gesehen, war fast immer ähnlich überall. "Schlecht" wird übrigens seit Jahren das photochemische Bild gemacht, und nebenbei Schwindel über die Digital-Projektion verbreitet. Man liest es ja fast täglich - einschließlich in diesem Thread. 70mm bekommt man überall zu sehen, wenn man will (inkl. Imax). -> www.in70mm.com Viel Spaß bei Entdeckungen auch der anderen Art! :wink:
  12. Die zahlt man gern, wenn etwas früher beginnt und früher aus ist, wenn es im größeren Saal läuft, oder evtl. auch, wenn es eine besondere Präsentation ist. Allenfalls eine Mischevaluierung aus unterschiedlichen Motivationen heraus. Rentieren tun kann es sich noch überhaupt nicht, da die Geräte erst seit ein paar Monaten oder Wochen installiert sind. Das sind alles hier Reden, die aus Vermutungen und vom Hörensagen gespeist werden. So neu wie Du bist, kannst Du vom Filmgeschäft nicht viel erlebt haben. Triffst Du Deine Aussage als Kameramann, Kopierwerksmitarbeiter, Postproduktionsspezi, Projektionsleiter oder als "Normalo"? Wer das, was Du beschreibst, nicht zu beanstanden hat (zudem auf 20 Metern Bildbreite), sitzt entweder generell in den hinteren Reihen oder hat wenig Seherfahrungen. Schon Deine Angabe des Seitenverhältnisses der Digi-Projektion bei PIRATES auf 20 x 12 Meter Bildwand zeugt von Laienhaftigkeit. Von solchen "Entdeckern des Kinos" dahingehend belehrt zu werden, man möge das "erst einmal selbst in Augenschein nehmen" (wir kennen Digital Cinema seit Mai 2000), ist immer auf's Neue amüsant in diesem Forum. Solltest Dir mal eine gute 35mm-Kopie oder eine 70mm-Kopie angucken ... warscheinlich noch nie erlebt? Kein Wort darüber in diesem Thread, daß in beiden Imax-Theater eigentlich ebenso Imax-DMR-Kopien eingesetzt werden könnten und herausragend besser wirken? Traurige Versammlung von Filmkennern hier, die noch nie was von Formaten gehört hat. Allenfalls noch "16 : 9" auf 20 x 12 Meter Bildgrösse aufrunden können. :cry:
  13. Man schrottet die Kopie trotzdem bitte nicht, da es noch vor kurzem mehrere TC-Kopien des Titels gab (ich hatte auch vor vielen Jahren eine besessen), und irgendwann einmal eine Kompilation aus mehreren Kopie sinnvoll sein könnte. Bitte nicht wegwerfen, sondern ausbessern soweit als möglich.
  14. Dort wurde schon vor einem Jahr der 2 k-DLP-Projektor für die Presse auf die Imax-Leinwand gerichtet, und die Presse schrieb von fast unbegrenzter Auflösung. (Von irgendwas muß der Kino-Journalist von heute ja leben...) Wie sang schon Hilde Knef? "Von nun an geht's bergab". :lol:
  15. Eduard Rienau, natürlich uns ein Begriff... zwischenzeitlich soll er auch Klassik-Radio gemacht haben. An salbungsvollen Ansprachen war er nie verlegen. 8)
  16. Nicht genau, sondern zu simpel. Und mich interessiert absolut, warum etwas funktioniert und das andere nicht. Dafür hat man sich zu interessieren! Einseitige Schuldzuweisungen sind zwar immer sehr griffig und schnell bei der Hand, verwischen aber, daß das Gesamtsystem nicht funkioniert. PIRATES: Lief auf der Cinema Expo in 2 k sowie dieser Tage auf drei Leinwänden in Stuttgart und zwei Leinwänden (inkl. Imax) in Nürnberg. Totaler Grünstich oder schwankende Farbsprünge sind natürlich auf eine billige Kopierung (35mm) zurückzuführen. Hier hat aber evt. nicht nur das böse Kopierwerk, sondern vielleicht auch der nicht sehr zahlungswillige Verleiher (und wenig Profit versprechende Kinos) ihren Anteil daran. Individuelle Schuldzuweisungen sind in diesem Verwertungskreislauf mittlerweile nicht mehr möglich. "Digitale Katastrophe" bei POSEIDON meint: katastrophales D.I. und dementsprechende fehlerhafte Ausbelichtung (als würde einer fehlerhaften Phasenbildfolge immer einer 24. Bild hinzugefügt werden, was an Rucklern erkennbar war. Zudem eingeschränkter und indifferenter Farbraum, Unschärfen und Artefakte) Katastrophal bzgl. dieses Films ist also nicht die 2 k-Projektionstechnik, sondern die digitale Postproduktion für den 35mm-Standard, die wieder nicht klappte (wie schon bei TROJA). CGI ohne durchgängiges Digital Intermediate kann ich mir nicht vorstellen. Allerdings gilt hier ohnehin der Primat des Special Effect, dem photographische Belange untergeordnet werden. Man kann damit einverstanden sein, oder es stößt einem gelegentlich übel auf (ich gehöre zur letzteren Gattung).
  17. Dann wird es wohl Zeit, etwas an den digitalen Zwischenstufen und Digital Intermediates zu ändern, die u.a. die Kopienqualitit mit verschlechterten. Dein Vorwurf solitär an die Kopierwerke, begleitet von einem rein utilitaristischen Zweckoptimismus (Motto: man nehme halt das "Beste", was einem gerade vor die Nase gehalten wird) ist ebenso ärgerlich wie Deine Aussage, die "Kopierwerke", nicht aber die digitale Postproduktion hätten gepfuscht. Du möchtest bitte zur Kenntnis nehmen, daß reine Digital-Probleme bei der Ausbelichtung von Digital Intermediates auf Filmmaterial mit ein Grund der Misere sind, nicht aber perfekt auswentwickelte Filmmaterialien der letzten 150 Jahre. 2k ist daher nicht besser als 35mm. Törichtes Gerede! (Habe gerade von KodaK einen Brief bekommen, darin sind die Parameter des 35mm-Films ausgewiesen.) Es langweilt immer mehr, daß beständig die Tatsachen auf den Kopf gestellt werden. Im übrigen wurden ja hier gute Bespiele analoger Scope-Photographie benannt (Almodovar). Wäre doch nett, wenn Eure PIRATES mal diesem Projektionsniveau entsprächen? Oder POSEIDON - eine digitale Katastrophe. Mahlzeit!
  18. http://www.filmtheaterkaufmann.de
  19. in diesem fall eine gute entscheidung der vorstände von daimler! wer die machenschaften und abzocke von IMAX kennt gönnt den jungs die bauchlandung von ganzem herzen! Trifft einerseits zu, denn schließlich wurde ein aktiver und kompetenter Betreiber nach München nun auch in Berlin von der Imax. Corp. "fertig" gemacht (die den Besucherrückgang ja hätte verhindern können - aber es mußte gleich vis-à-vis im Sony-Gelände ein zweites Haus wider jede Vernunft erstehen). Andererseits: "Bestraft" sind am Ende vermutlich weniger Imax oder Daimler, sondern die hiesigen Big-Screen-Freunde und Kinogeher, denen man in den vergangenen acht Jahren fast alle attraktiven Lichtspieltempel genommen hat. :cry:
  20. Film wird oftmals nicht mehr um seiner selbst willen gesehen, sonders als Nachtisch oder Nebenverzehr goutiert. Daher verlieren solche Kinos ihre Aura und können ihre Säle nur noch durch Rationalisierungen vor der Insolvenz retten. Rationalisiert werden soll natürlich auch der Vorführer: daher auch die relle Gefahr des Festplatten-/Online- oder Satelliten-Kinos. Wohl ist es nicht egal, welche Beschaffenheit die ökonomische Gestalthaftigeit des Films aufweist, auch wenn die Vorführung plötzlich gut aussieht und auch der Service stimmt. Ein interessanter Artikel im Rheinischen Merkur: http://www.merkur.de/2006_06_Kevin_alle...no_cache=1
  21. cinerama

    DEFA 70

    Weder eine Verifizierung noch Falsifizierung wäre festschreibbar. Alle Orwo-Materialien hatten Guss- und Entwicklungsprobleme, die keinesfalls aber zur Beendigung der Filmproduktion führten - man müßte anderenfalls ein Gros des osteuropäischen Filmerbes verwerfen. Gerade die letzten DEFA-70-Produktionen ("Orpheus in der Unterwelt") offerierten dramatische Verbesserungen der Emulsionen. Allerdings ist es den Large-Format-Negativen gemein, desöfteren Schlierenbildung aufgrund nicht effizient eingestellter Entwicklerturbulenzen aufzuweisen; man sieht es auch in Produktionen wie THE AGONY AND THE ECSTASY oder in LAWRENCE OF ARABIA, die vermutlich in Europa entwickelt wurden, etwa in London (man forsche bitte nach). Weit eher wurden die Large-Format-Produktionen deswegen in der DDR aufgegeben, da im Systemwettstreit selbst in der westlichen Hemisphäre die Verwendung des Large-Format-Negativs (Imax ausgenommen) ab 1971 eingeschlafen war. Außerdem sah der Nachfolger des 70mm-Protegisten Walter Ulbricht, Erich Honnecker, die Zukunft seines Regimes im Aufschluß zur Weltspitze in der Halbleiterproduktion manifestiert; und auch das staatstragende Fernsehen gewann an Gewicht. Dem gegenüber standen all zu großzügige Palastkinoprojekte für die breiten Volksmassen als rückständig gegenüber, obwohl sie in Folge der durch Kriegszerstörungen gehandicapten DDR-Lichtspielhaus-Infrastruktur beachtliche Aufbauleistungen zutage brachten, an denen der Westen sich noch heute eine Scheibe "abschneiden" könnte. (... glaubt @cinerama, gebürtiger "Wessi". Kundigere Zeit- und Produktionszeugen bitte vor!)
  22. Ja, der Vorwurf ist vollauf berechtigt - ich habe ihn mir neulich selbst erst gemacht. Ist aber keine sehr einfache Arbeit, das aufzulisten. Ggf. sind Sie darin schneller, da Sie rascher auf die Fachzeitschriften zugreifen oder in den Pressevorführungen sitzen. Im +übrigen sollte Sie mir keine Vorwürfe machen, sondern selber einen erhellenderen Beitrag schreiben, was leider Seltenheitswert hat. Insofern ist mein Angriff berechtigt, zumal Sie sich zu Poblemen noch nie äußern mochten. Natürlich: man sollte die Beispiele auflisten, die weitgehend ohne Manipulationen versuchen, dem Ausgangsformat treu zu bleiben (sofern denn jemand den analogen Dup-Prozeß ordentlich beherrscht, woran in Dtl. allermassivte Zweifel bestehen; denn das Handwerk ist verkümmert, und ich kenne kein gutes Beispiel mehr, so gerne ich es nennen würde. Eine schlimme Situation gerade hierzulande. In USA gibt es noch einige Werke, die haben die analoge Duplikatherstellung besser im Griff.)
  23. Ja, das tut es. In der Regel steht das Ergebnis vorher fest, als Folge der Praxis seit ein paar Jahren, daß wir von Mainstreamproduktionen allenfalls nur noch HDTV-Master (nein: es heißt korrekt: 2 k-System - mit anderem Codec usw., aber mir ist dies mittlerweile "Jacke wie Hose") zu sehen bekommen. Entweder direkt in der Digitalprojektion oder ausbelichtet auf 35mm. Nach dieser Prozedur des "Flaschenhalses" überwiegen zumeist die Vorteile der sog. "HDTV"-Wiedergabe ohne Umweg der Rückbelichtung. (Ausgenommen Aliasing-Effekte, die durch deie Kornstruktur des Films etwas geglättet werden, sofern man sehr weit vorne sitzt.) Traurige Realität. Hätte auch anders sein können, ist aber nicht mehr gewollt. Seitdem sieht im Mainstreamkinos alles schlechter aus als korrekt gefertigte Analog-Kopien noch der 1990er Jahre. (Siehe auch aktuell: POSEIDON: erst Super 35mm im Dreh, anschließend digital über D.I. zusätzlich "versuppt") :wink:
  24. Abgesehen vom gut erkannten Einwand @Elwoods, warum nur nach dem Projektor, nicht aber nach der Langlaufeinrichtung gefragt wurde, könnte ich mir in dieser Umfrage mehrheitlich nützliche Erkenntnisse ausdenken. Unabhängig von oder gerade wegen der Debatte um Sinn und Zweck digitaler Bildwerfer könnte durch solche Erhebungen die Wirtschaftlichkeit des 35mm-Betriebs erfaßt werden. Selbst wenn die ermittelten Daten lediglich dem Zweck dienten, den Anbietern digitaler Technologie zu verdeutlichen, daß nur ein "Roll-out" beim Stand einer Plus-Minus-Null-Kostenbilanz unterstützt würde (und evtl. andererseits auch eine Entscheidung für die Weiterführung des 35mm-Betriebs auf einen bestimmten Zeitraum nach sich ziehen könnten), so sind außerdem die Reparatur- und Wartungskosten an heutigen Projektoren der Leichtbauweise ein Faktor, der einfach ans Tageslicht gehört. Inbesondere die Wartungskosten Malteserkreuzgetriebe versus elektronischer Schrittmotorenantrieb zu ermitteln, fände ich ausgesprochen aufschlußreich. Die Umfrage kann nur nützlich sein, und verwerfenswerte Absichten vermag ich im Moment nicht zu erkennen. :)
  25. Das wundert doch schon gar nicht mehr: wenn 35mm-Negative in HDTV-Auflösung abgespeichert werden, um sie hernach für beide Formate, das gute alte 35mm-Format und das neue böse HDTV-Projektionsformat auszubelichten/zu transferieren, so ist das leider der Sargnagel für Filmstreifen und Kinogeschäft. :wink: Da braucht man gar nicht die PIRATEN II-X abzuwarten. Wozu auch, das Ergebnis steht ohnehin schon fest. Zum Glück gibt es ja noch Filme, die weitgehend analog umkopiert wurden und besser als der DLP-Quatsch aussehen.
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