-
Gesamte Inhalte
10.470 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
80
Inhaltstyp
Profile
Forum
Galerie
Alle erstellten Inhalte von cinerama
-
... wollte die nicht schon seit Jahren auf Digital Cinema umgestiegen sein? Also ein kleiner Vorgeschmack auf noch Billigeres.
-
Hochinteressant, werde ich mir die Tage noch vornehmen. Deine Fotos sahen sowieso im Charakter total anders aus als die heutige Kopie der deutschsprachigen WA-35mm-Version. An der deutschen Kopie war aber immerhin am Bildstrich, als ich ihn hochzog, ablesbar, daß das Format in der Höhe stimmt. Sage ich nur, um den Freunden des Formatpurismus zu erzählen, was ausnahmsweise richtig gemacht wurde. Die OmU-35mm-WA-Fassung habe ich ebenfalls verglichen. Und schließlich die dt. PAL-DVD von ca. 2000 herangezogen (allerdings: hier wäre besser die amerikanische NTSC-DVD von 2000 eine Referenz gewesen, habe sie aber zurzeit nicht greifbar): Hier ein grober Eindruck der 3 zurzeit auf dem Markt verfügbaren Versionen: v.o.n.u.: 1. dt. 35mm-Kopie (WA 2005; Foto vom 26.11.2005) 2. OmU 35mm-Kopie (WA 2005; Foto vom 27.11.2005) 3. DVD-Capture, ca. 2000
-
Bei @Günter muß mit Sicherheit eine andere Kopie im Einsatz gewesen sein. Ich hatte gerade die hiesige (ebenfalls deutsch-sprachige) in den Händen, allerdings ohne jegliche Vermerke von FUJI oder AGFA GEVAERT-Stock. (Auf den Perforationsstegen kenne ich generell keine Kopien mit FUJI-Signierung.) In türkis erscheint die Randbelichtung, allerdings mit EASTMAN SAFETY-Signatur. So gut wie das gesamte Randumfeld ist zubelichtet für die (nicht vorhandenen) Digitaltonspuren in DD bis hin zu SDDS, d.h. es wurde auf einem Printer kopiert für alle gängigen 35mm-ComOpt-Tonformate). Beweiskräftige Rückschlüsse auf das Negativ sind aufgrund des zubelichteten Randumfeldes anhand der Kopie nicht mehr möglich. Die Tonspur ist durch die Mono-Westrex-Schrift charakterisiert. Weitere Auführungen zum Film im Presseheft des Verleihs: http://www.neuevisionen.de/download/Pre...BenHur.pdf
-
Und bzgl. des CINEMAXX COLOSSEUM in der sog. Hauptstadt läßt Flebbe es zumindest offen, ob das Haus nach Jahreswende nicht evt. doch als Franchise-Betrieb und unter CinemaxX-Logo auch weiterlaufen könnte. Allerdings wolle man die Unkosten hierfür nicht übernehmen, Herr Brauner solle als Betreiber dafür gerade stehen. Zumindest wäre damit die Schließung oder der Abriß einstweilen abgewendet, was mich als einzigen Punkt hierbei berührt.
-
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Von Kollegen, die in diesem Bereich arbeiten, wir sprachen kürzlich darüber. Malheurs gibt es mit DI's wohl desöfteren: bspw. auch bei TROJA evident (aufgrund der Eile in der Fertigstellung.) Erstklassiges D.I. -> 35mm-Beispiel dagegen: THE DAY AFTER TOMORROW (jedoch auf DVD wiederum in enttäuschender Qualität - schon verwunderlich, da doch bei digital alles perfekt sein soll.) @marvinmetzner: arbeitest Du in der Postproduktion? -
Oskar Werner dürfte - neben den Gastaufritten der Stars Olivier oder John Gielgud - als Pater Telemond (in Anlehnung an den franz. Jesuitenpater Pierre Teilhard de Chardin) die tragendste und zerrissenste Rolle einnehmen: ein phänomenales Dilemma eines Kirchenrebellen mit säkularisierten Einsichten. Die heutigen Rebellen Hans Küng oder Drewermann liegen entfernt in dieser Geistestradition. Leo McKern, bekannt als Rosy's Vater in RYANS DAUGHTER, ist ebenfalls als Schauspieler zu erwähnen, während DeSica offenbar wieder Auftragsrollen zur Finanzierung seiner späteren Regiearbeiten annahm, vermute ich mal ("Gärten der Finzi Contini" u.a.). Einige Außenaufnahmen zur Pabst-Wahl könnten zur Amtseinführung von Paul VI gedreht worden sein, um etwa 1963 im Normalformat. Der Kameramann Hiller arbeitete bereits für Murnau und Lang.
-
Siehste ... und das ist der Grund, warum ich mich immer gegen die allgemeine Geringsschätzung des Blow-up-Prozesses wandte: in den 60' war das wirklich eine insgesamt funktionierende Produktionskette, mitnichten also von Anfang an ein "Irrweg" und absoluter Verrat am Todd-A-O-Look. Ich liebe die Blow-up-Kopien der 60's! (Und hasse die der 70's und 80's: George Lucas & Co)
-
Ich finde doch, es ist hineingemogelt und reißt die Stimmigkeit des Todd-A-O-Konzeptes auseinander. Habe ja selbst 'ne Kopie und schon so oft genug gezeigt: man war erst erstaunt, dann aber verwundert über diese pseudo-dokumentarischen "Inserts", die zu den porentief scharfen Gegegenschnitten auf das Gesicht von Anthony Quinn so gar nicht in einem Verhältnis stehen. Weit eher wäre ich geneigt, da die Split-Screen-Sequenzen in GRAND PRIX zu akzeptieren, aber in THE SHOES OF THE FISHERMAN glaubt man, den Produzenten sei das Geld ausgegangen, sie hätten keine Lust oder keine Zeit gehabt, am Petersplatz ordentliche Aufnahmen zu den kirchlichen Feiertagen abzuwarten. Dennoch ein gewaltiger und sehr geistreicher Film!
-
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Wenn nun also bei POTTER 4 wie oben beschrieben das Digital Master direkt vom D.I. angefertigt wurde, so müsste doch - rein theoretisch - die Bildqualität der Digitalprojektion besser aussehen als die der 35mm CS-Kopien, die vom Dupnegativ stammen. Oder sehe ich das falsch bzw. zu einfach? ... richtig gesehen: denn das für die DLP-Kinoauswertung zur Verfügung stehende 2 k-Medium (Master/Festplatte/DVD-Sortiment/M5 Tape oder was auch sonst - "gemastered" vom Digital Master = Digital Intermediate) wird in der 2 k-Digital-Cinema-Projektion stets ein adäquateres Ergebnis zeitigen als in der nochmaligen Ausbelichtung auf Film-Dupnegativ, welches ebenfalls nur noch Inhalte des D.I. (nicht aber der Einstellungen, die von 35mm-Original-Filmnegativen stammen) wiederzugeben imstande ist. Allerdings erweist sich das D.I.-Verfahren generell als unstabil (und entgegen der "Legende digital" als extrem zeitaufwendig): phasenweise wird während des Prozesses dann schon einmal ein Farbkanal nicht ausbelichtet, das Bild ist plötzlich monochrom und streifenhaft, eine stundenlange Fehlersuche beginnt. Die gesamte DI-Produktion (zumindest in DTl.) arbeitet sehr unsicher, die HD-Abteilungen sitzen mitunter wie auf "Kohlen", und die drängelnden Kunden sind nicht immer zufrieden. Servicetechnisch erlebt man ständig neue Platinenwechsel und Nachbesserungen.. Beim Datentransfer 4: 4 : 4 sind die Datentransportwege extrem ausgereizt, die Mitarbeiter wissen oft nicht, ob alles wirklich auf der Festplatte angelangt ist und bemerken erst Std. später dieses Maleur. Wer einen nicht zu effektlastigen Film in die Postproduktion gibt, sollte also auf das D.I. weitgehend verzichten und den analogen Intermediate-Prozess wählen, der auch weitgehend die volle Auflösung und den Kontrastumfang des 35mm-Kameranegativs erhält. -
... die Kopie ist farblich für ihr Alter erstklassig erhalten, das Monumentalwerk mit Pause und diversen Vormusiken ist in den Spielhandlungen dramatisch und aufnahme-/kopierwerkstechnisch porentief scharf (Todd-A-O-Look), weniger sind es aber die "stimmig eingebauten Originalaufnahmen" etwa vom Petersplatz: grütze-körnig leider Gottes. Herausragend bleibt natürlich die Musik von Alex North in Erinnerung, dezidiert akustisch in den Beckenschlägen und tiefen Streicherpassagen gerade über das analoge Magnettonverfahren. Die Story geradezu revolutionär: die Kirche verschenkt ihre weltlichen Güter als Signal des Gemeinsinns eines aufkommenden Atomkrieges, und der russische Pabst rekurriert auf die Geistestradition von Karl Marx. So muß man sich fragen, wer eigentlich 2005 diesen Stuhl besetzt hält?
-
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Kurze Antwort: Jeder (fast jeder) moderne amerikanische Film durchläuft in der Zwischenzeit das DI. (...) Heutzutage kann man sich den Luxus leisten, einen ganzen Film zu scannen und dabei die volle Dynamik des Negativs zu erhalten, was für eine qualitativ hochwertige Farbekorrektur unabdingbar ist.)(...) Wir sehen durchaus, ob eine Film über das D.I. gemacht wurde oder nicht. Leider gibt es die Verluste bei den 2 k-Scans, die nicht imstande sind, die volle Negativgüte aufzufangen. So wurde SPIDERMAN II doch in 4 k gescannt und wegen seiner Schärfe hoch gelobt, und BATMAN BEGINS wurde überhaupt nicht über D.I. kopiert und sah vorzüglich aus. Nicht jeder Film muß zwangsläufig zur Gänze über das niedrig auflösende D.I. bearbeitet werden, auch eine korrekte Farbabstimmung ist analog möglich - die Differenzierung nochmals über die DaVinci-Korrektur u.a. kann ohnehin in einer unausgeglichenen Verleihkpie wieder zunicht gemacht werden, denke ich. Man tut so, also könnten Filme heutzutage am Analyzer plötzlich überhaupt nicht perfekt lichtbestimmt werden, und das finde ich schon ärgerlich. -
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Eine weitere Trennung der Begriffe wäre demnach gewünscht? Ich fange mal so an: Was sehen wir vom Intermediate-Prozeß überhaupt? (Bemängelt wird auf dem Kinosektor nicht erst seit gestern die Qualität des Digital Master/Digital Intermediate mit einem oftmals enttäuschenden Endergebnis auf der 35mm-Verleihkopie.) Ohne zuvor erstelltes Digital Master aber auch keine Ausbelichtung (ARRI Recorder u.a.) auf 35mm-Duplikatnegativ. Ohne das den Digital-Intermediate-Prozeß konstituierende Digital Master wiederum keine ausgelieferten Festplatten für das Digital Cinema (das Original-Master läuft dort wohl nur im Einzelfall, ggf. auf Festspielen usw.). ARRI beschreibt es wie folgt: Digital Intermediate Overview Although many post production facilities have developed their own unique DI work flow, there are common elements. After shooting and processing the entire camera negative is usually transferred to NTSC or PAL video for editing. When the cut is locked, the selected shots are scanned in high resolution, color corrected, and recorded back to film. DI gives the cinematographer creative possibilities so far only experienced in color correction for TV and video release. It is possible, and several productions have done this, to record out a movie in un-spliced 2000 foot (600 m) reels. An advantage of DI is the option to create several negatives, which are used to produce the release prints avoiding any further quality-degrading duplication. Digital mastering preserves the valuable camera negative and there is no need to duplicate material for opticals. Last minute changes of the cut are possible, allowing more editorial flexibility. The different formats for the digital distribution channel (HD, SD, DVD) can be generated from a single digital master in an as yet unreached high quality since the original camera negative is scanned. So far, many video masters have been produced by transferring an interpositive with a telecine. Finally, the file based DI process creates a collaborative working environment for color correction, visual effects, editing, and mastering. [Oder anderenortes:] Der Begriff Digital Intermediate bezieht sich auf die digitale Erfassung und Verarbeitung von Kinofilmen. [...]Mittel und Wege, ein Digital Intermediate zu realisieren, um am Ende der Produktionskette ein universelles Master zur Erstellung von verschiedenen Distributionsversionen zu erhalten. Aus: http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/46328.html (LE FÜR TECHNIK, WIRTSCHAFT UND KULTUR LEIPZIG (FH) Fachbereich Polygraphische Technik Studiengang Medientechnik DIPLOMARBEIT) [Auch hier Interessantes:] Digital Intermediate ist eine vollkommen digitale Post Production Umgebung, in der Filme, aber auch anderes Bildmaterial, mit Hilfe sehr leistungsfähiger Computer komplett bearbeitet werden können. Arbeitsabläufe wie Spezialeffekte, Entfernung von ungewünschten Bildinhalten, Farbbestimmung, der komplette Schnitt, usw., werden alle digital durchgeführt. Aus: http://www.datim.de/deutsch/produktkatalog.htm [Dann dies:] About Hollywood Intermediate Hollywood Intermediate provides a proprietary technology of Digital Intermediate services to feature filmmakers for post production for film mastering and restoration. This technology gives the filmmakers total creative control over the look of their productions. Whether shooting on film or acquiring in HD or SD video, Hollywood Intermediate puts a powerful cluster of digital tools at the director's disposal to achieve stunning results on the big screen. Matchframe Digital Intermediate, a division of Hollywood Intermediate, Inc., packages a full array of post production services with negative handling expertise and cost-effective 2K digital intermediate and 35mm film out systems. The Digital Intermediate process eliminates current post production redundancies by creating a single high-resolution master file from which all versions can be made including all theatrical and High Definition formats. By creating a single master file with resolution higher than the current High Definition broadcast standards, the DI master file enables cinema and television distributors to extract and archive all current and future cinema and television formats including Digital Cinema, Television and High Definition. Aus: http://www.finanznachrichten.de/nachric...129777.asp Allerdings: ich bin kein Mitarbeiter von Digital-Intermediate-Abteilungen, mir fehlt hierzu die Faszination und Qualifikation...daher dieser Thread zur weiteren Erbauung. :) -
AW im Thread "Vorzüge und Legenden des Digital Cinema".
-
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Aus: http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...2&start=30 : Wozu braucht Digital Cinema ein DI (= Digital Intermediate = digitaler Zwischenträger)? http://www.arri.com/prod/digital/digita...index.html -
Ich sprach auch von 35mm-Kopien: AVIATOR u.a.!
-
Off-Topic zwar: aber AVIATOR in Super 35 war durchaus scharf und blendend fotografiert. Auch frühe 70mm-Blow-ups wie GREYSTOKE waren gestochen scharf, kristallklar. Digital Cinema geht nur über DI (bisher zumeist 2 k Scan).
-
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Also, ich habe auch schon Positives offenbart, zum Beispiel von 2-K-Projektion auf Dom-IMAX-Leinwänden in Nürnberg. Weber war begeistert, die Presse ebenso, dieses Forum scheinbar nicht so sehr. :wink: Aus: http://www.video-magazin.de/d/67623 Aber auch im Star-Wars-Fanforum schwärmen alle von pauschal-digital. Außer einem User, der dort schreibt: Liebe Freunde, es wurden hier bisher nur die Vorteile der digitalen Projektion aufgeführt. Die Sache mit den Abnutzungserscheinungen ist toll, aber für die meisten von uns irrelevant, da wir den Film am ersten, zweiten oder dritten Tag uns ansehen werden. Da sind die Kopien eh noch frisch. Nun zum Nachteil: 2k bedeutet eine Auflösung von ca 2000x1500 Bildpunkten. Die Auflösung auf dem 35mm-Film ist durch die Anzahl der Moleküle definiert. Diese ist um ein sehr Vielfaches höher als 2k. Dazu kommt die Darstellung von Schwarz (einer der ausschlaggebnden Faktoren, die Video und Film neben der Auflösung unterscheiden). Das Verhältnis der möglichen Abstufungen von Schwarz- und Grautönen ist bei Digital-Filmprojektion um einige Ordnungen geringer, als bei Film, weil die Farbe bei 2k in der Regel mit 10 bit kodiert wird. Star Wars ist dabei ein Sonderfall - ist eh digital gefilmt und ausbelichtet, dennoch wird bei den Analogen Mastern zusätzlich eine Lichtbestimmung durchgeführt, was die Farbnuancen etwas verfeinert. Technik, die Digitalbild mit 35mm-Bild gleichstellt ist noch in der Entwicklung. Dauert aber auch nicht mehr lange. http://www.starwars-union.de/index.php?...ewsid=7014 Dabei übertreibt er noch mit voller 2-K-Auflösung, zumal hier nur mit 1920 x 817 pix projiziert wurde. Ob DIE CHRONIKEN DER NARNIA vielleicht das Potential derzeitiger DLP-Beamer endlich "optimal" ausschöpfen? -
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Darauf wollte ich hinaus und berufe mich auf Symposien der FIAFF. Die häufige Umkopierung digitaler Träger wurde aus Sicht der großen Archive als nicht finanzierbar deklariert, aus dem Bundesarchiv darauf verwiesen, daß bereits nach fünf Jahren digitale Sicherungspakete beschädigt waren (zit. nach Harald Brandes). Für den kurzzeitigen Einsatz oder die mittelfristige Verwertung spielen diese Fragen jedoch eine geringere Rolle, da spricht vieles für digitale Datenablage. Der Verweis auf Probleme filmischer Negative im im Grundansatz richtig, allerdings abhängig vom Typ des Intermediates. Verschiedene Sicherungsmaßnahmen schon seit der Stummfilmzeit sind gegeben, später auch die Technik der Separationen, der ZwiPos oder neuerdings eines 4-k-Recordings. Strittig sind sie alle... -
Habe Dir darauf kurz geantwortet im Thread "Vorzüge und Legenden des Digital Cinema", da die hier sehr allgemeine und dennoch hochwertige Diskussion später sonst in Vergessenheit geriete ("Harry Potter" ist hierfür zu speziell und vergänglich). http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopic.php?t=5091
-
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Übernommen aus dem Thread "Harry Potter Digital", vgl. http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...7578#47578 : An einem Punkt füge ich einen Einwand ein: die Dauerhaftigkeit der Daten ist bei "digital" kein Vorzug, sondern der leider größte Nachteil: eine Dauerkonservierung/Archivierung von Filmmaterial ist derzeit noch immer nicht möglich, finanzierbar oder praktisch handhabbar. Hierin ist "analog" völlig ungeschlagen. -
Emotionaler Einschlag ist nach meinem Empfinden ausschließlich maßgebend für Filmbegeisterung. Erst, als man bestimmter Filme überhaupt nicht mehr im passenden Ambiente sehen konnte, fing die Suche an nach Technik und Kopien, um das "zurückzuholen". Die "Trennung" zwischen beiden "Sphären" nehmen ganz andere Leute vor: etwa die Filmwissenschaft oder die Filmmuseen, Kinematheken und immer öfter auch die Filmproduzenten. Die Synthese aber ist mir das wichtigste Ziel: nur enorm heikel in der Begründung, beide Sphären miteinander zu verschränken. Das hat m.E. nur keiner bisher erfolgreich in der Filmhistorik versucht, oder es entstanden wieder nur "disparate" Welten und Traktate. Vielleicht ist diese Synthese doch unmöglich? Herausragend in DIE BIBEL ist auch die sinfonisch avantgardistische Musik von Toshiro Mayazumi, des auch durch John Hustons SPIEGELBILD IM GOLDENEN AUGE hervorgetretenen japanischen Komponisten. An der Kamera Giuseppe Rotunno, der auch für Visconti die Bildgestaltung zu verantworten hatte. Insebesondere die Schöpfungsszene wirkte Mitte der 60er Jahre hochmodern in der Bild- und Farbgestaltung, sie versammelt mit großer Verve mysteriöse Wirkungsaspekte und alttestamentarische Passionsspiele im Zusammenklang von Musik und stummen Szenen, die man so erst zwei Jahre darauf wieder im Schöpfungsmythos in "2001" ähnlich "pathetisch" vorfinden konnte. Da es sich um mythologische Vorgänge handelt, kann ich mir nur gefilterte Aufnahmen vorstellen: eine andere Lösung hätte den Religions- und Urzeit-Mythos seiner Kraft beraubt.
-
Vorzüge und Legenden des Digital Cinema
cinerama antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Wie steht es eigentlich um die Marketing-Rhetorik in der bunten, weiten, heilen Welt von Multimedia? Übernommen aus dem Thread "Harry Potter Digital", vgl. http://forum.filmvorfuehrer.de/viewtopi...7578#47578 : Ganz abgesehen von technischen oder wirtschaftlichen Fragen: wir alle müssen uns auch selbstkritisch fragen, ob wir mir den technischen Spielzeugen, mit denen wir aufgewachsen sind und in die wir verliebt sind (entweder 70mm-Cinerama oder eben auch Digital Cinema) vorgefaßte Weltbilder inkorporieren. - "cinerama & Co" predigten uns den "American Way of Life". - "Digital Cinema" verheißt uns die Unsterblichkeit der konstant gleichbleibenden Speicherklone. Und dann gibt es Markt-Konzepte, die erzählen uns: ein guter Mensch, der sagt sich jeden Tag: "Ich bin doch nicht blöd" - oder "Geiz ist geil". Erinnert mich ein wenig an einen Schrumpfungsprozeß, und irgendwie paßt hier auch das Kürzel hinein "Datenreduktion", "2 k", "DLP", "dts", "THX" und all die anderen Götter, vor denen wir uns verneigen, um am Ende zu erkennen: da hat man uns aber jahrelang mit irgendwelchen Götzen angeschwindelt, aber den 35mm-Film gibt es nachwievor. :wink: -
... wer fragt, der bekommt und bekam selbstverständlich antwort, soweit es mir/uns möglich ist, überhaupt fragen zu diesem sehr komplexen thema zu beantworten. Na, hier hatte ich durchaus angefragt. Aber auch mit einer hoheitlichen Antwort (es wäre wieder "Second Hand") wäre mir (bei meinen eingestandenermaßen minderheitlichen und sehr speziellen Interessen) überhaupt nicht geholfen, was irgendwer aus Hollywood oder von Technicolor reportiert. Hier wäre für uns ausschließlich ein Blick auf die Kopie interessant gewesen: sie erzählt uns "Bände" und ist als einziger Hinweis verläßlich. Das war also durchaus ein sehr wichtiges Anliegen, ist aber warscheinlich nicht "angekommen" oder als seriös verstanden worden. Wir sprachen schon oft darüber, auch während des Festivals. Nur muß ich fundamental widersprechen: aus meiner Erfahrung sind diese Erinnerungen (neben den prinzipiellen Grundeigenschaften eines Originalnegativs, die bestimmte Wege aufzeigen) ein immens wichtiger Faktor bei der Restitution der Farbwerte. Ich bitte das wirklich ernst zu nehmen und nicht wieder als "Small Talk"-Rubrik oder unter "Mythen und Legenden" zu verbuchen. Mir nicht ferner läge als Verklärung und sinnlose Selbstbehauptung, denn die Nachhaltigkeit des Fragenkomplexes läßt sich nicht als "subjektive Spekulation" abtun. Ich möchte beispielgebend darauf hinweisen, daß es sehr erfahrene Lichtbestimmer (und mitunter sogar noch nicht völlig "verkalkte" Kameramänner/-frauen) gibt, die in USA und Europa immer wieder bei der Restaurierung oder Neukopierung älterer Filme (heute leider mehr oder weniger auf dem Sektor der Home-Video-Marktes zum Tragen kommend) herangezogen werden, und von denen einige nach unserer Beobachtung außerordentlich treffsicher den Licht- und Farbcharakter restitutieren können. Dies sind Dinge, die ich selbst miterlebt habe, die sich aus hunderten von Gesprächen zu älteren Filmen ergaben, aus Vergleichen verschiedener Kopien (und als "Restwert") aus meinen vergleichsweise (und altersbedingt) geringeren Seherfahrungen seit zumindest Anfang der 70er Jahre, wonach sich auch bei mir Filme von ihrem "Look" her fast wie ein fotografischer Speicher eingeprägt haben. Nicht alle Filme, aber etliche. Das ist keinesfalls Unsinn, sondern betrifft bei stets unterschiedlichen Menschen noch andere Gebiete, etwa die Musik, die Mathematik, die Prosa oder Farberfahrung, daß man Erfahrungen (je nach individueller Neigung oder Begabung auf diesem oder jenem Gebiet) oft nach nur einem Hören, einer einzigen Sichtung oder nur einer Lesung mehr oder weniger fehlerfrei repetieren kann - auch das noch nach Jahren. Insofern ich mich an eine Neukopierung eines Films der 60's setzen würde (und mir auch sicher bin, zu dem einen oder anderen Titel eine Aussage machen zu können), bin ich sicher, daß hernach eine gewisse Akzeptanz sich einstellen würde. Es gibt aber - und das betrifft natürlich konkret die Filmrestaurationsbranche - noch viel mehr Zeitgenossen, die nicht über Erinnerungen oder Maßstäbe in der Bearbeitung älterer Filme verfügen (wie in allen Berufssparten): genau hier ergeben sich Debatten, die im Moment noch auf etwas kleinerer Flamme schmoren, jedoch eindeutig nach einer qualifizierten Klärung verlangen. Die Heranziehung von Technicolor-Kopien, die Du am ehesten als Referenz heranzuführen empfiehlst, wurde bspw. von den sehr fragwürdigen Restaurateuren Robert A. Harris und James C. Katz vorgenommen (deren Restaurationen Du m. E. - zum Glück - noch nicht alle gesehen hattest, "Spartacus" einmal ausgenommen), und dieser Rückgriff hat sich aber mit Blick auf das Endergebnis ihrer Restaurierungen als untauglich und zudem wenig ausschlaggebend erwiesen. Der Charakter der Technicolor-Druckkopien war fast immer in den 60's ein anderer als der der Breitfilmkopien - von wenigen Ausnahmen (wie etwa einige mir bekannte 35mm-Durckkopien von "My Fair Lady") abgesehen. Dennoch hinterlassen sie in sich eine gewisse stimmige Balance und Konsitenz in den Farb- und Lichtwerten , die so manchen unsachgemäß neukopierten Filmen allemal vorzuziehen wären. Dennoch empfiehlt es sich bei den fast immer farblich gut erhaltenen Kodak-Originalnegativen sich am typischen Charakter der damaligen Eastman Color-Farbeigenschaften und Kopienabstimmungen zu halten: hier gibt es Leute, die verstehen noch ihr Handwerk, aber es gibt leider immer mehrRestaurateure, bei denen es nicht so gegeben ist. (Ist aber in vielen Bereichen so, etwa beim Gesang, so der Opernsänger, denn hier höre ich andauernd von Bekannten, die endlos darüber klagen, wie weit wir eigentlich gesunken wären, solches "stimmloses Gegröhle" zu ertragen :lol: ) Kurzum: es gibt Referenzen und hinreichendes Können, um fast alle alten Filme authentisch zu restaurieren oder (im Idealfall lediglich) neu zu kopieren. Bei DIE BIBEL muß ich vehement widersprechen: bei meiner Erstsichtung haben diese Filterungen - es handelt sich um die Garten-Eden oder "Adam-und-Eva-"Szenen sowie die Schöpfung der Welt - immensen Eindruck auf mich hinterlassen! Ich habe diesen Film vierzigmal gesehen und kenne die ungeheuren optischen Wirkungen des Mammutwerkes aus einer vollkommen Kopie ohne jedes Color Fading. Es war ein absolutes 70mm-Highlight in meinem Leben und den Schärfewirkungen von "2001" oder "Ryans Tochter" noch bei weitem überlegen. (Es ist eben problematisch, heute diese Szene in Eurer veränderten Kopie zu sehen, aber die meine ist auch nicht besser. Aber mit der Kain-und-Abel-Szene wird es dann recht scharf.) Diesen Film - der heute leider nirgendwo mehr in einer halbwegs apzeptablen Fassung zu sehen ist - wird mir bis zum Ende aller Tage auch keiner "madig" machen können. Aber dies ist eine reine Herzens- und Geschmacksentscheidung: das Werk war für mich ein Erweckungserlebnis. Hätte ich das Geld, so würde ich ihn noch heute Nacht nachkopieren...
-
Darüber habe ich leider keine Information erhalten ... eine Kopieneinsichtnahme (Blick auf Randsignierung und Szenenwechsel) war ebenfalls nicht gestattet. Die weiteren Ferndiagnosen in diesem Thread über die Güte erstellter Duplikate halte ich für eine zunächst vage Empfindung, da im Kinosaal niemandem mit dem bloßen Auge zuzutrauen ist, ob es sich um (je nach der Type des zeitgemäß verwendeten Intermediates) nun um besonders gute oder schlechte Duplikate handelt, denn wir erleben mittlerweile zu selten und zu divergente Resultate solcher Bemühungen auf dem Kinomarkt von anno 2005. Verläßlicher sind da Aussagen aus der Erinnerung über die Charakteristik von 60er Jahre Filmen, und/oder auch "anhand" der Orignalnegative. Ein sog. Optimum kann heute nur näherungs- und versuchsweise während des Duplikatprozesses herausgefunden werden. Vorsichthalber wurde deshalb von @magentacine auch nur das Attribut "ordentlich" hier verwendet, das besagt, daß nur relativ und im Vergleich zu den anderen Titeln geurteilt werden konnte, jedoch jegliche Detaillierung ad post jetzt nicht mehr möglich ist. Schade drum...
-
Eingestanden: den Zank hätte ich unterlassen müssen, nur war mir am Freitag nach einer ganzen Reihe hier zu lesender Second-Hand-Informationen und einem nachhaltigem Abtun meiner Hinweise auf die öfters angesprochenen Kopien/Versionen (zumal ich diese schließlich Filme einigermaßen kennen dürfte) die Toleranz abhanden gekommen. Der Report von @laserhotline ist nicht schlecht, in Partien sogar mobilisierend und interessierent verfaßt, und insofern ist diese Aufgabe gut erfüllt. Weniger begeistert bin ich davon, daß auch hier wieder wie heute üblich Kinoveranstaltungen als Vehikel für den anschließenden DVD- oder Laserdic-Verkauf herhalten müssen, da ich der Auffassung bin, man sollte die DVD-Industrie nicht unterstützen: sie sägt am Ast der Kinos. Wenn zufällig @laserhotline jetzt meinen Zorn erntet, so diesmal stellvertretend auch für andere Herrschaften, darunter auch Kollegen oder Freunde, mit denen ich fast tägl. im Streit darüber liege, daß ihr DVD-Konsum sie vom Kinobesuch abhält oder diesen zumindest reduziert. Mitunter dient das Monitor-Medium allerdings als Informationsquelle oder Indiz für die Materialforschung, das sei auch ergänzend hinzugefügt. Von einem "kinogenuß" aber kann keine Rede sein: und hier wirbt @laserhotline für das "Kino in den heimischen Wänden". Nach dem Editorial spricht @laserhotline von sich als Publizisten, hernach ist allerdings ein (sehr gut gemachter) Werbetext zu lesen, was etwas anderes als einen Report erwarten läßt. Wenn @laserhotline auslobt, es sei "passend", daß auf dem Festival 70% der Filme in O.V. gezeigt wurden, erklärt es mir noch nicht, zu wem es "passend" sein sollte. Erklärtermaßen bin ich zwar kein Purist von Sprach-Originalfassungen, stimme aber vollends zu, daß dies allgemein als einer der wichtigsten Erwägungen in unserer deutschsprachig-sychnronisierten Region Geltung behalten sollte. "Passend" ist es vermutlich im Konnex mit einem internationales Festival zu verstehen, allerdings scheint mit das Angebot einer O.V. - hier müßte @preston sturges ggf. widersprechen - auch ein sich von selbst ergebener Umstand sein, der daher rührt, daß die ungewohnte Fülle an neu gezogenen 70mm-Kopien (es war quasi fast die gesamte Fox-Staffel des Shawn-Belston-Konvoluts zu sehen) ohnehin fast nur für den englischsprachigen Raum vorgesehen war. Somit gibt es (leider) keine deutschsprachige dts-Version (denn dies hätte zumindest mich begeistert,, es wäre allerdings ohne Relevanz für das besagte internationale Festival). @laserhotline weist desweiteren auf das Negativformat der gezeigten Filme hin: 65 mm. Es sei dafür verantwortlich, besonders "lichtstarke" und "farbenprächtige" Bilder zu liefern. Das ist technisch verstanden unglücklich ausgedrückt: diese Begriffe sind nicht eindeutig miteinander zu verschränken. Erstmals aber Widerspruch ernteten (nicht nur bei mir, aber ich mache mich damit gerne unbeliebt) Aussagen, bezogen auf verschiedene Filmtitel. Einmal heißt es hinsichtlich eines bestimmten Films, nur dieser habe "Maßstäbe gesetzt". Ein anderes Mal wird erklärt, "die Musik von XY [Name geändert] beeindruckte (...) durch (...) Dynamik, die natürlich von der sechskanaligen Tonmischung profizierte" - allerdings hat der ästhetische und kompositorische Wert von Musik m.E. kein Charakteristikum der "Dynamik" (ein technischer Begriff) inne, und auch die Dynamik einer Toneinspielung ist unabhängig von einer "sechskanaligen Tonmischung" zu betrachten ... wobei ich bezweilfe, daß diese für die Musik wirklich immer sechskanalig war oder neuerdings sein soll. Als "filmischen Höhepunkt" führt der Autor ein (ihm vom Sujet her symphatisches) Musical an; nicht begründet wird aber, warum nicht etwa der vorher gezeigte Künstler- oder der Kriegsfilm als Höhepunkt angesehen werden könne (und solche "Filmkritik" bleibt somit genauso untauglich wie mein kürzlicher Einwand, THE WALL sei nicht empfehlenswert, nur weil der Film nicht zu meinen Favoriten gehört). Weiterhin wird angemerkt, die Kopie YZ "kann man bedenkenlos als Demo-Qualität" betrachten. Sowohl "bedenkenlos" wie "Demo-Qualität" rufen Magenschmerzen hervor - ich muß den Autor fragen, ob er jemals Kameramann war, in einem Filmkopierwerk mit Negativen oder der Lichtbestimmung zusammenkam oder die besprochenen Filme jemals zuvor in 70mm gesehen hat, um hier Gütesiegel und Prädikate wie aus einem DVD-Magazin zu verteilen? Fortgesetze Allgemeinplätze hören sich dann so an: "Wiederbegegnung mit einem vergessenen Meisterwerk" (ich weise darauf hin, daß der bezeichnete, "vergessene" Film [speziell auch diese Kopie] in den 80er und 90er Jahre sehr oft auch in 70mm-Häusern in NRW gezeigt wurde und auch von mir [eine andere Kopie] in Berlin oder Frankfurt gelegentlich gespielt wurde - also durchaus ein wenig präsent ist und von @laserhotline überdies als "Meisterwerk" künstlerisch auch zu begründen wäre - wogegen ich doch nichts hätte - nur bleibt es wieder aus.) Er spezifiziert hier neuerlich Kopieneigenschaften von Filmen, die er vermutlich nie in der Hand hielt. Das liest sich dann in diesem Tenor: "70mm-Erstaufführungskopie, die bereits einem Farbfading [Farbfading -was für ein Wort!] zum Opfer gefallen war, also fast gar keine Farben mehr aufwies." Das vorbezeichnete "Fading" ist aber nicht "bereits" irgendwie "passiert" und nebenher abhandelbar, sondern erscheint mir als fast schon "politischer" Problemfall im Umgang mit dem Repertoire und der Bewertung des Eastman-Color-Printverfahrens. Auch war die besprochene Kopie (@laserhotline muß sogleich wieder für den bevorstehenden DVD-Relase vom 65mm-Negativ werben, der nichts Gutes erwarten läßt) keinesfalls fast einfarbig, sondern wies trotz einer Alterung wichtige Ingredienzien auf, die ich (und ein weiterer Autor dieses Threads) als wesentlich für das Todd-A-O-Verfahren, seine Postproduktion und seine Wirkung erachten. Zusammen mit einem (ebenfalls unter Color-Fading leidenden) Kurzfilm über eine Öl-Company offenbarten für mich persönlich dezidiert diese beiden Titel aus technischer Sicht außerordentlich prägnante Aspekte des Todd-A-O-Handwerks und seiner Postproduktion. Launig wird dann ein anderer Film besprochen, den man aber in Karlsruhe ausgelassen habe, weil man ihn doch schon in Bradford gesehen habe. Zumindest dieser Besuch hätte aber m.E. irgendeine Bewertung einfließen lassen können, die man sich glatt sparte, weil man "nicht noch einmal" die "exzentrische" Figur des Tierdoktors "geben" wollte. Was für eine Kritik, die sich nicht für Kritik interessiert! Alsbald folgen wieder technische Gutachten wie "diese Kopie war farblich korrekt (...) ließ aber trotz der 65mm-Aufnahmetechnik an Schärfe zu wünschen übrig" Was sagt uns @laserhotline mit diesen Laborbefunden? Wir konnten darüber nur mit dem Kopf schütteln. Der Gipfel an Leichtfüßigkeit spiegelt sich in der Aussage zu Film Z: "Leider handelte es sich um eine komplett rotstichige Kopie [auch das ist nicht völlig richtig: es gab dichtere, leicht bläuliche Einstellungen], die eigentlich nur noch nostalgischen Wert hatte. (Wünschenswert wäre hier der Einsatz der vor etwa 15 Jahren restaurierten Version gewesen.)". Dazu mal folgendes, lieber @laserhotline: Gerade diese Kopie hat einen heraussragenden archivarischen Wert, für den zu erkennen Du offenbar nicht die mindeste Problemkenntnis der Sachlage dieses Films aufzuweisen scheinst. Am Rande sei erwähnt, daß ich die vor 11 Jahren restaurierte 70mm-Fassung vor 5 Jahren einmal angekauft und 1x in Dtl. gezeigt hatte: es gab zu genüge Gründe, diese Version zurückzusenden, es gibt aber keine Gründe, die von @laserhotline mit dem Makel der rein nostalgisch erachteten Kopie aus Karlsruhe gering zu schätzen, die einen höheren Wert als die restaurierte Fassung besitzt. Die Rezension eines Kurzfilms muß ebenfalls Widerrede hervorrufen: die Reduktion der Kritik auf "gewaltige Bilder, schnelle Schnitte, fast alptraumartige Eindrücke verdichteten sich zu einem intensiven Filmerlebnis (...)" zeugt alles andere als von einem überzeugenden Todd-A-O-Konzept. Hierin dürfte zwar auch @preston sturges mir widersprechen, aber die dieser Bewertung zugrundegelegten Attribute (gewaltige Bilder = schnelle Schnitte) haben sich m.E. in einem Großteil der Large-Format-Produktionen als intensitäts-schwächend erwiesen, so meine Gegenthese zu @laserhotlines Report. Diese Auführung leider in ungewollter Länge und nur, weil ich hierzugedrängt wurde. Details zur Filmrestaurierung sind dann in etwa drei Jahren nachlesbar. Woher die Information, welcher Film von welchem Negativ gezogen wurde? Wo steht dies bitte vermerkt? Es hat im Forum hier keiner über AIRPORT geschmunzelt, schon gar nicht aus technischer Perspektive.