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Star Wars Episode 3: wo alles in digitaler Projektion???
cinerama antwortete auf moses's Thema in Digitale Projektion
Dann wird ja morgen in Cannes in 4k die HDC-F-950-Produktion SITH gezeigt. Am Dienstag am Potsdamer Platz in Berlin (wohl auf mageren maximal möglichen 17 Metern Bildbreite. Habe übrigens noch eine Super-8-Aufnahme von 1980 zur Berlin-Premiere von IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK: auf 33 Metern Bildbreite. Also war damals nicht alles schlechter. Dies auch zum o.g. Schlachtruf: und es ist nun entgültig vorbei. Das Digital Cinema ist auf der überhol Spur! Ich habe mehrere kommente Filme (Trailers) auf Digital gesehen und kann nur sagen "GEIL. Schade, daß durch einige gleissende High-Tech-Veranstaltungen auch gleich die historischen Begrifflichkeiten und aktuellen Wertbeschreibungen durcheinanderpurzeln! Quelle: http://www.avepro.net/html/video/sony_hdcf950.htm -
Im Gegenteil. Hier ist ein Trend gegeben, den es umzukehren gilt, anstatt affirmativ mitzumachen ind der vermeintlichen Hoffnung, es bleibt noch immer ein Brotkrumen übrig. Sehr blind gegenüber den kinoschädlichen- und unfreundlichen Trends, warum also bestehende Zustände immer nur verharmlosen, @preston sturges? Auch das von Dir geschätzte Repertoire geht auf diese Weise dem Filmtheater verloren. Auf die Schnelle kann ich nur versuchen, auf die zweite Fragestellung einzugehen: das Auswertungsfenster betrug nach meiner Erinnerung Anfang der 80er Jahre rund zwei Jahre für die AV-Medien, Irrtum vorbehalten. Ender der 70er Jahren war noch von überhaupt keiner TV-Auswertung von Monumentalfilmen die Rede: BEN HUR, VOM WINDE VERWEHT, 2001, LAWRENCE VON ARABIEN, SPARTACUS, DIE ZEHN GEBOTE etc. und auch KRIEG DER STERNE, UHRWERK ORANGE, SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD galten als "Heilige Kühe" der Majors, die für das Fernsehen tabu waren! Das Tabu wurde tlws. von Super-8-Kurzfassungen in den Kaufhäusern durchbrochen, und Video gab es noch nicht. Somit gab es für diverse Erfolgsfilme jahrzehntelange exklusive Auswertungsfenster nur für's Kino, und dort liefen die sog. Klassiker im anderthalbjährigen WA-Turnus in gepflegten Breitfilm- oder neuen 35mm-Kopien: und zwar zunächst immer in den größten Häusern der Schlüsselstädte auf riesenhaften Leinwänden mit großem Erfolg. (Anschliessend das Nachspiel durch die sog. "Bezirkskinos"). Schalten wir um ins Jahr 2005: überall Anfragen der Kinos, die alten STAR WARS-"Quintette" zu spielen und Absagen aufgrund des Kopienmangels oder der Weigerung der Produzenten (in L.A. laufen ja alle Teile an einem Wochenende, war zu lesen). Das gilt auch für andere Erfolgstitel der letzten Jahre: ein ernstes Problem.
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Natürlich gab es auch (bei unseren pers. Lieblingfilmen) dekorierte Schaufenster: im berliner Kaufhaus Schwab 1970 (direkt neben dem Kino) die "2001"-Plakatierung, im KaDe We 1962 eine "El-Cid"-Kostümaustelung usw. Kann nun gesagt werden, dass bewiesenermassen (?) das heutige SATURN-Beispiel ein Meisterstück des Cross-Marketings ist? Unter aber dem von mir kritisch genannten Punkt - zumal dieses Kaufhaus mit einer Multimedia-Produkpalette alles daran setzt, Kinokunden abzuwerben - war nicht nur ich total irritiert. Bis dato war es mir immer gelungen, Videospielposter und Filmpremíerenannonce auseinanderzuhalten. Diesmal gelang es nicht. These: Solche Werbung zielt auf bereits dem Kino durch DVD-Konsum abhanden gekommene Schichten (diese Schichten sind demographisch und kulturell eine Realität) sowie auf bislang schwankende Kinokunden, die immer öfter und ungeduldiger zur DVD greifen und nur noch im absoluten Eventfall (gezwungenermaßen) ins Kino gehen. Diese Kunden also (so empfinde ich es aus einem psychologischen Gespür heraus) werden somit durch kino-identische Premierenwerbung "bei der Stange" gehalten, häppchenweise und fortschreitend befriedigt und am Ende des Produktzyklus mit einer hexaedrischen ultimativen Star-Wars-Edelbox belohnt. Tatsächlich kenne ich viele Menschen, die das alles brav goutieren, bezahlen, und von denen wirklich keiner mehr seit Jahren ins Kino geht. Zweifel sei auch angemeldet, ob realiter die Kinobesuchszahlen eines Blockbusters tatsächlich durch Videospiele und DVD-Ersazpremieren steigen? Ist das nachgewiesen? Erinnern wir uns an das (noch "unterentwickelte") Marketing der 60er Jahre, so gab es allenfalls für einen 007-Film ("Goldfinger") einen Spielzeug-Aston Martin, eine Zeitungsserie und kleinere Accesoires zur Körperpflege; in den 70er Jahren ("Krieg der Sterne") dann Comichefte, Nachbaumodelle von Raumgleitern, Plastik-Figuren usw. Aber dieses Marketing setzte eine klare Linie zum heutigen Marketing, in dem die Demarkationslinien zur exklusiven Ware Kino aufgeweicht werden. Trotz höllischen Marktings für die heutigen Filme und angeblich jährlich steigenden Umsätzen der Kinogesamteinspielergebnissen in USA seit Anfang der 90er Jahre, waren jedoch die realen Besucherzahlen 1965 und 1977 (der beiden benannten Filme) [von "Gone with the wind" in der Langzeitauswertung seit 1939 ganz zu schweigen] wohl höher als die heutigen. Besonders unglücklich ist, daß zwar für neue Filme zumeist ein "exklusives" Auswertungsfenster über ein halbes Jahr gegeben ist, andere Filmangebote jedoch, gerade auch das Repertoire, exklusiv auf Video wiederaufgeführt werden, ohne dass dabei für das Kino noch die eine oder andere FILM-Kopie auf Tournee geschickt würde (Ausnahmen bestätigen die Regel). Somit ist es sicher ein Trugschluss zu glauben, man könne die Verkürzung der Auswertungsenster durch geschicktere Marketings-Techniken wett machen. SATURN & Co sind bereits ein eminent gefrässiges Raubtier im Gefilde des Kinolandschaft geworden. (Also nicht unbedingt zum Lachen @preston sturges!)
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Wenders ist eigentlich jemand, auf den die Attitüde "Antiamerikanismus" bestens zutrifft: man schaue nur LAND OF PLENTY! Ein dröges, weinerliches und selbstreflexives Machwerk, das aus des Regisseurs enttäuschter Haß-Liebe zum derzeitigen US-Präsidenten verpixelte Panasonic-Soße in verschandelte Bilder von großartigen amerikanischen Landschaften quält. 2 Stunden Kopfschmerzen und schubhafter Suizidbedarf waren die Folgen solcher Kinobesuche, sodaß man hoffen kann, dass dieser Autorenregisseur endlich als das entlarvt wird, was er schon immer war: ein Volltrottel! Der sollte erst mit der Arriflex 765 auf 65mm gedreht werden! Nach zwei Probetagen hatte der Meister entnervt das Handttuch geworfen!
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Man muss die Lucas-Productions doch in Schutz nehmen: heute abend mal das Elektronik-Kaufhaus SATURN besucht, und dort hängt in allen Stockwerken das AO-Grossplakat von DIE RACHE DER SITH. Direkt über dem Filmtitel prankt die Annonce: JETZT HIER! Also findet die Kinopremiere offenbar bei SATURN statt. (Am unteren Rande dann in sternenzackiger Comic-Blase ein Hinweis wie [aus der Erinnerung zitiert] MIT VIELEN FILMAUSSCHNITTEN. In Kleinstschrift zum Unterrand des Posters marginalisiert erscheinen dann die Markenzeichen einer Videospiel-Firma. Also: ich und andere haben ernsthaft eine Kinoaufführung angenommen, und auch der SATURN-Mitarbeiter gab zu, es sähe wie die Bewerbung einer Kinopremiere aus.) Da nützen also noch so viele Förderkopien für die ländlichen Gebiete wenig, wenn Elektronik-Ketten aus einstmals treuen Filmtheaterbesuchern videosüchtige Zombies machen. Mahlzeit! :twisted:
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Star Wars Episode 3: wo alles in digitaler Projektion???
cinerama antwortete auf moses's Thema in Digitale Projektion
2k-Projektion ist ja schon etwas besser als die 1.32 Mega-pix-Projektion von Christie anno 1999, aber längst nicht das Ende der Fahnenstange. Kaufen braucht man sich das nicht, da eine erstklassige 35mm-Kopie ohne Dupverluste 2k-Auflösung übertrifft, einwandfreie Projektion vorausgesetzt. Erwähnt wurde bereits die 35mm-Negativauflösung von bis zu 6 k, sodaß die Positivkopie nicht wesentlich darunter liegen bräuchte (Kopierspaltverluste sind zu berücksichtigen). Außerdem muß die Weiterentwicklung der Filmemulsionen berücksichtigt werden, die bei 4 oder 6k auf 35mm nicht einfach "enden" wird. Bei korrekter fotochemischer Bearbeitung ist eine hochwertigere fotografische Bildqualität zu erreichen als eine DLP 2k-Projektion. In anbetracht aber der derzeit unbefriedigenden 35mm-Massenkopien und eines tlws. schlechten Bildstandes in den Kinos (gerade auf der so hochgelobten Kinoton-E-Version anzutreffen ggenüber vielen überlegeneren Alt-Projektoren mit intaktem Malteserkreuz) mag eine neue DLP-Anlage Besserungen bringen und in die "weiche Flanke" des auf den Hund gekommenen analogen Kinos unbeschwert eindringen. Merkwürdigerweise aber sind die Bildbreiten bei DLP auf 15 Meter offenbar beschränkt, oder projiziert jemand (normgerecht) auf größere Leinwände? Allzu große Begeisterung kommt dennoch nicht auf, und die "Sättigung" der Farben empfinde ich als künstlich. Der zu messende Kontrastumfang eines fotochemischen Negativs und einer guten Kopie auf Kodak Vision ist überlegen. Indiskutabel bleibt aber die Aufnahme auf SONY HDW F-900. Hier gehen die Branche und die Kameraleute übrigens von einem Vorsprung des 35mm-Negativs von mind. noch acht Jahren aus. -
Im anderen Thread berichtet @Oscar vom ABC-Kino in Bülach (Schweiz): dort mit einer Datenrate, die annähernd Deiner Schilderung entspricht: http://www.kinoton.ch/album/album03/DSC00022 Aber das ist noch unter dem 2-K-Level. Wird also auf 4-K hochskaliert, sieht das Bild zwar an den Konturen und Kanten besser aus (Unterdrückung des "Jalousie"-Effekts, Aliasings und Kantenflimmerns etc.), ist aber per definitionem nicht "schärfer" als die native Information, die Du oben bereits genannt hattest. Dennoch werden alle diese Methoden in der digitalen Projektion einen besseren Look haben als die gleichzeitig eingesetzten 35mm-Kopien, da dieser Film bekanntlich auf dem digitalen High-End-Weg einer strikten Prozeßkontrolle unterliegt, die für eine 35mm-Produktion und Distribution leider Seltenheitswert hat. So ist es ein Leichtes zu behaupten: EPISODE III sähe doch in digital so viel "geiler" aus als auf Film. Ich kann nur hoffen, daß man endlich vermeidet, ständig Birnen und Äpfel in einen Topf zu werfen wie dies einige Journalisten und Marketing-Leute machen - denn noch vor kurzem bestand ja ein Wust an Irritationen darüber, in welchem Format dieser Film überhaupt gedreht wurde. Und primär dieses Aufnahmeformat würde ich scharf kritisieren wollen, weniger doch die digitale Projektion, die mit 4 k sogar Beachtliches leisten könnte. Fazit: die Projektionstechnik ist hier schon viel weiter als die Aufnahme - mein Zorn richtet sich gegen die Produktionsweise, das Marketing und das Kalkül der Lucas Productions. :twisted:
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Forumsregel akzeptiert, ich kannte sie so noch nicht! Würde aber - wenn möglich - die anderen Punkte weiterdiskutieren - denn ich wurde gefragt und möchte darauf antworten: Nicht weil es EP III ist, werden die Kinos gerettet, sondern weil es die erste „ernsthafte“ Startkopie ist, welche kleinere Häuser in diesem Jahr erhalten. Das Frühjahr war geprägt von einem katastrophalen Kopienmangel. Ich habe etliche, geschäftlich schwache, Filme bis in die 14 Woche gespielt, weil keine Kopien von halbwegs erfolgreichen Filmen frei wurden. Jeder, der einen halbwegs besuchten Film im Hause hatte, hielt ihn fest. Die EP III- Kopienschwemme wird sich daher nicht nur auf die einsetzenden Kinos (hoffentlich) positiv auswirken, sondern auch das Kopienkarussell in Gang setzen. Da würde ich, @TomCat, sehr gründlich widersprechen, daß das Publikum, das in diesen Film, der vornehmlich in den Mainstream-Häusern startet, sich so leicht klassifizieren läßt - Zitat: Und diese Zielgruppe wird weder die (in EP III vermuteten[...]) Anspielungen verstehen, noch durch Fehler an Inhalt und Präsentation dauerhaft verschreckt werden. Meiner Erfahrung nach reagieren die Freunde des Ausstattungs- und Actionkinos (gehöre tlws. selbst hierzu) etwas sensibler in bezug auf inhaltlich-formale Anschluß- und Ausstattungsfehler eines Filmes als der Kunst-/Programm-/Off-Kino Besucher, den die Schlüssigkeit der literarischen oder politischen Darstellung interessiert. Das bezieht sich auch auf eine qualitativ hochwertige Präsentation! (STAR WARS-Vorführungen in kleineren Kinos ohne Stereoton und halbwegs randscharfe und kontrastreiche Optiken, wie noch Ende der 70er Jahre, würden heute m.E. eher kritisiert werden als noch vor 25 Jahren). Wichtig erscheint mir aber die Frage, ob heute überhaupt noch in diesem strikten "Lagerdenken" Publikum spezifizierbar ist? Mittlerweile sind die Übergänge fließend, große Teile der Studentenschaft, des Bildungsbürgertums u.a. gehen immer öfter in Multiplexe und auch entsprechend dort reüssierende Werke wie MATRIX, POTTER oder STAR WARS. Umgekehrt finden die im Mainstreamkinos aufgewachsenen, oft mit einem hohen Genre-Wissen des US-Films trainierten Kunden weit eher den Weg in eine Genre- oder Repertorie-Reihe eines Programm-/Kunstkinos, als der auch nur der aktuellen Presse unterworfene, philologisch geschulte sog. "Kunstkinoliebhaber", der oftmals nur neue Filme besucht und den Rest noch häufiger auf DVD goutiert als der Mainstream-Kunde. Schade, daß diese Momente hier so heruntergespielt werden! Dabei ergeben sich hieraus ernste Herausforderungen für das Content-Angebot der deutschen Spielstätten. Ich verstehe auch nicht, warum mein Einwurf bzgl. der Mono-Kulturation so heftig verworfen wird. Der Gedanke stammt von doch sehr fundierten Branchenkennern und einigen Wissenschaftlern, konkret auch etlichen Kinobetreibern in Prgrammkinos wie in Multiplexen, die die Medien-Konzentration auf wenige Blockbuster und die darauf resultierenden Besuchergewohnheiten der Kinogänger als bedenklich einstufen. Von diesen Szenarien sind auch die Branchenblätter Filmecho, Variety oder Blickpunkt Film "randvoll". So ist es mir zugetragen worden. @robpl geht weiter oben darauf in seinem lesenswerten Beitrag ausführlicher ein. Auch glaube ich kaum, daß Ihr eine stark gewölbte Leinwand (im Cinerama-Typus 120 bis 146-Grad Krümmung) besitzt, die auch eine erheblichen Teil des Bühnenraums ein (und der Schallwand weg-)nimmt. Über die konkreten Einwände von THX gegen die gekrümmte leinwand müßt man THX befragen...wenn man heute darüber noch Auskunft erhält. Jedenfalls bleibe ich dabei: die Folgen sind negativ zu bewerten. In Berlin war der KRIEG DER STERNE 1978 auf einer 120-Grad-Leinwand von 33 Metern Breite eine Seh - und Hörerfahrung, von der noch heute gesprochen wird. Ob die digitale Projektion ebenso nachhaltig beeindruckt, wird sich ja dann bald erweisen. Leider gibt es heut nur noch leicht gebogene oder gar völlig flache Leinwände... :cry: Also von HD-Downloads ist seit geraumem immer häufiger die Rede, d.h. ein Filmerhalt in 2-K-Auflösung. Die HD-Fernseher sind im Kommen (sowohl in abgespeckter Version 720 x 1280 als auch in 1080 x 1920 pix-Version). Dann wurde das Digital Cinema schon 1999, als erst mit 1.25 Mio. pix projiziert wurde, als "superscharf" und das Kino der Zukunft beworben, und nun steht ein 4-k-Variante zur Diskussion. Meine Erwägung: ob zwischen der 2k- (Heimvariante) und der 4k-Variante (künftige professionelle Kinotechnik) noch grundlegend unterschieden wird, da habe ich Zweifel. Die Gesamtheit dieser Entwicklungen - @TomCat spricht hier immer nur neutral-zurückhaltend von "Evolution" und vermeidet es auffällig, Stellung zu beziehen - einschließlich dem Drängen der STAR WARS-Produzenten auf totale Elektronisierung des Bildes geht hier möglicherweise konform mit den Interessen einiger Majors, Simultan-Premieren in die Kinos und in Satelliten-Übertragung herbeizuführen. Da auch mir die Differenz zum Home Cinema etwas bedeutet, finde ich die Entwicklung bedenklich. Insofern wären 35mm und 70mm (Aufnahme wie Widergabe), mit Sorgfalt bearbeitet, weiterhin verläßliche Partner und sehen besser aus als die letzten beiden flauen STAR WARS-Episoden (EPSIODE 1 war zwar noch 35mm in der Aufnahme, aber eine schlechte Dup-Bearbeitung). @moses: Dein Beitrag ist sehr diskussionswürdig. Aber dieser Bezug soll hier (leider) nicht weiter diskutiert werden, da ein Großteil der Leser es anstößig findet. Daher nur ein Linkverweis auf amerikanische Kritiken, die zeigen, das es zu internationalen Diskussionen kam: http://www.findarticles.com/p/articles/..._n12442356
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Die Figur des "Schrotthändlers" ist eine von vielen Beispielen im Klischee des verschlagenen, feilschenden, changierenden und haken-nasigen Sonderlings konstruierten "Geldjuden". Viele Kritiker sahen es seinerzeit so. Ob fernerhin die afro-amerikanischen Klischees durch filmhistorische Bezüglichkeiten relativiert werden können, kann ich mir schwerlich vorstellen, da bereits die Genres der 30er Jahre, selbst wenn technisch bemerkenswerte Musikfilme hierzu zählen, das Klischee des "Niggers" bedienen, sei es auch nur in der Rolle des positiven (komediantisch oder musikalisch begabten) "Hausdieners". Ja, so ist Amerika! @sewi sollte etwas Distanz zu kulturellen Phänomenen entwickeln, um solche Strukturen so zu nehmen, wie sie sich nach umfänglicher Prüfung idiomatisch mitteilen. So wird in der korrekten Analyse durchaus auch unterschieden, ob jemand vorsätzlich die jeweilige Tendenz transportiert, oder diese verdeckt und unbewußt zutage tritt. In beiden Fällen hat sich der Produzent des Werkes Fragen zu stellen, die auf seine Verantwortlichkeit und Integrität zugreifen. Komplizierter verläuft die Diskussion, wenn der Tendenz einer Aussage aus der Position des politischen Manifestes sogar ausdrücklich zugestimmt werden kann/soll oder muß. Davon wiederum ist die artifizielle Fähigkeit und das "Niveau" einer Filmsprache (oder deren mehr oder weniger impliziter "Botschaft") getrennt zu untersuchen, mit der kulturelle Idiome gehandhabt werden. So ist mir Ridley Scott seit G.I. JANE und BLACK HAWK DAWN als zwiespältiger Filmemacher präsent geblieben, währenddessen KÖNIGREICH DER HIMMEL eine ausgewogene Position beziehen will, ästhetisch und handwerklich jedoch ebenso schwankend oder Style-fixiert anmutet wie alle Filme Scotts. I.D. 4 wiederum könnte indertat als kriegsverherrlichend angesehen werden: trotz einiger populistischer philo-semitischer Einstreuungen, die zu den festen Topoi des patriotischen US-Kinos in Manier des political correctness stehen, ist die Botschaft des "Kaputtbombens" des Gegners nicht sehr erwärmend und zudem von mangelnder Ironie gezeichnet. Plötzlich dann dreht sich Emmerich 2003 in THE DAY AFTER TOMORROW - ebenso populistisch aufgezogen - worin er die US-Politik kritisiert (um durch das Hintertürchen wieder einen "gewandelten" Vizepräsidenten - Dick Cheney zum Verwechseln ähnlich - an die Spitze des zerstörten Staatgebildes zu manövrieren. Als wenn nach solcher Katastrophe das alte System noch eine Überlebenschance hätte!) Jenseits solcher Unterscheidungen bleibt nun Seine Magnifizenz von der Skywalker Ranch ziemlich monophyletisch. Seine Charaktere und Weltbilder - ich wiederhole mich - entstammen der dunklen Mottenkiste des 19. Jahrhunderts. @magentacine: Schaue Dir die EPISODE 1 bei nächster Gelegenheit noch einmal an. Ich denke, die Kritiker (weltweit) haben ihren Eindruck nicht umsonst gewonnen...es zieht einem glatt die Schuhe aus! Ingesamt diskutieren in diesem Thread m.E. überwiegend Filmfans, die sich persönlich getroffen fühlen, wenn ernüchternde Szenenbeschreibungen zu der Erkenntnis führen, das "Fun-Faktor" und "Glaubwürdigkeit" eines Films nicht unbedingt kongruent verlaufen müssen. Sicher eine Kalte Dusche, aber eine notwendige.
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Der gute Kritiker bewahrt sich seine Autonomie und macht sich nicht zum "Hofschreiber" einiger Major-Companies, wie dies in Dtld. leider seit Anfang der 80er Jahre en vogue ist. Die "gute" Zeit der Filmkritik in Dtl. ist lange schon vorüber (hoffentlich kommt sie wieder!). Die beste Tradition lag vielleicht in den 50er/60er Jahren, als Enno Patalas und Ulrich Gregor DIE FILMKRITIK redaktionell betreuten und Truffaut und Rivette die CAHIERS DU CINÉMA umkrempelten. (Aber auch hier gibt es stark revisionsbedürftige Urteile. Andere indessen sind so hellsichtig wie am ersten Tag. Dank an diese Publikationen, sie haben viel bewirkt!) Kurzer Nachtrag: die Antisemitismus-Diskussion entzündete sich u.a. an dieser Figur des "Schrotthändlers". Wer bei Gelegenheit wieder in den Film hineinschaut, sollte das einmal überprüfen: Aus: http://www.cineclub.de/
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Aber nicht mit tendentiell antisemitischen Filmen oder solchen, die formal-inhaltlich zu Langzeitenttäuschungen beim Publikum führen. :(
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Also gut: würde man differenzierter betrachten, so ließe sich die Verschuldungskette ausweiten: Auftraggeber der THX-Installation im GRINDEL-THEATRE HAMBURG war Heinz Riech, der gegen die Flebbe-Konkurrenz wohl ankämpfen wollte. Allerdings war es ein THX-Techniker vor Ort, der die "Schrecklichkeiten" dieser gekrümmten Panorama-Bildwand brandmarkte und deren Beseitigung emfahl. Und auch dort ist Verantwortung zu verankern: mit aller "Macht" den Primat eines angeblich perfekten Sound-Systems zu ungunsten der tradierten visuellen Optionen durchzusetzen. Sprich: mehr industrie-konformer Sound, aber weniger spektakuläres Bild. Ein trauriger Akt, würde ich behaupten! Es tut mir ja leid, Dich in einem anderen Thread mit der gesetzlichen Verankerung von Normen irritiert zu haben, ob aber ein THX-Einbau als weltweit gültige Norm anzusehen ist, kann bezeifelt werden und gehört nicht unbedingt in die Pflichtenhefte. Ironie ist auch ganz fehl am Platze: es geht nicht um Durchsetzung von Normen, die mir persönlich zusagen, sondern um Mindeststandards, die eingehalten werden sollten. Diese sind bereits durch die Norminstitute festgelegt worden. Also bitte: etwas mehr Ernsthaftigkeit! Vielleicht müßte ich - entsprechend Deiner Auflistung - das einmal systematischer angehen, ob und wo Mono-Kulturation stattfindet. Die andere Kinokategorie in Berlin wäre also der obenstehend nicht erwähnte Teil dieser berliner Auflistung, der außerdem auch nicht in die Multiplex-Kategorie gehört: KROKODIL, EVA LICHTSPIELE, DOKUMENT-KINO, BALASZ, BUNDESPLATZ STUDIO, THALIA, PROVINZ, DELPHI, ARSENAL, EISZEIT, INTIMES, HACKESCHE HÖFE, FREILUFTKINOS, COSIMA, BROADWAY, BABYLON-OST, FSK, FILMTHEATER FRIEDRICHSTRASSE, Z-INEMA, ZEUGHAUS-KINO, LICHTBLICK, BABYLON-WEST, NICKELODEON, BLOW UP, ODEON usw. usf. Nein, es war von mir nicht bedauernd gemeint, daß die nicht der Kategorie der oben angeführten Kinos zugehörigen Spielstätten auf STAR WARS zu verzichten haben oder nicht. Die Negativität liegt konsekutiv in der Negation des Wettbewerbs begründet. Die These stüzte ich auf die Erkenntnis, daß es zum Wesen des Blockbuster-Films gehört, sämtliche in der Gesellschaft vorherrschenden Bedürfnisse gleichzeitig (zumindest im Ansatz und auf dem Minimal-Nenner) anzusprechen und damit häppchenweise Appetit zu schaffen, jedoch nur bedingt zu befriedigen. Als Eigenschaft des Blockbusters gilt hierbei, sämtliche Mitbewerber auszublenden und einen Hype zu kreieren, der es Gegenangeboten schwer macht, sich noch mittzuteilen und inhaltlich durchzudringen. Nicht nur theoretisch, sondern praktisch konnte ich diese Erfahrung immer wieder sammeln: in Zeiten des Anlaufens derartiger "Mega-Events", wie sowas von einem Forumsteilnehmer bereits bezeichnet wurde, klagten fast alle Seiten über die Eindimensionalität des Markangebotes: erstens die Alternativkinos, die sich gegen den Hype nicht behaupten konnte; zweitens die Alternativkinos, die den "Mega-Event" sogar ausnahmsweise einsetzten (und hierfür Schelte von ihrem Stammpublikum erhielten); drittens die Kinocenter-/Multiplexbetreiber, die mit ihrer Gemischtwarenausrichtung durcheinanderkamen; viertens Mainstream-orientierte Einzelsäle, die diesen Event über Wochen hinaus buchen mußten und Probleme bei der Prolongation bekamen. Ein weiterer Aspekt in dieser Diskussion ist, daß ein Gewöhnungseffekt an die Event-Vermarktung stattfindet mit Folge einer Abstumpfung. So kann das Frühjahr 2005 -obwohl viele gute neue Filme und Reprisen angeboten werden - als miserabel angesehen werden: inbesondere Arne Schmidt von CinemaxX führte an, es werde ihm schwindelig, wenn er auf die Zahlen schaue. Das läßt mich schliessen, es stimmt etwas nicht mit der Markt-Konistenz, und dies ist möglicherweise die Folge einer schon seit Mitte der 70er Jahre andauernden Entwicklung, zu der einen kleinen Teil auch STAR WARS-Filme geführt haben. ("Marktverstopfung" ist ein anderes Wort für dieses Symptom). Ich hoffe somit die These von der Mono-Kulturation glaubhafter gemacht zu haben? Dennoch - ich polarisiere gern an dieser Stelle - zurück zum vermeintlichen und realen Anti-Semitismus in STAR WARS. Auf http://www.talmud.de/aufruf.htm schreibt Mirjam Lübge wie folgt: Die Bildwelt des Star Wars Universums ist somit recht widersprüchlich: Einerseits erinnern die Uniformen und Superwaffen des Imperiums sehr an die Kanonenbootpolitik Kaiser Wilhelms, aber das ist der Fan des phantastischen Action-Kinos ja von seinen Bösewichten gewöhnt, die mal deutsch, mal japanisch uniformiert aussehen. Leider gibt es bereits Chat-Foren im Internet, in denen sich einige faschistisch angehauchte Jugendliche unter dem Deckmantel des galaktischen Imperiums zu ihren Ballerspielen verabreden ("Deutsche Stormtrooper"). Andererseits werden geschickt schon von den Nationalsozialisten eingesetzte Mechanismen benutzt, um im Zuschauer heftige Gefühlsregungen auszulösen, gewaltige Musik, der typische Lichterdom in der Schlussszene des vierten Teils oder Senatsprachtbau im jüngsten Star Wars Film. Den größten Ausrutscher leistete sich der Autor des Begleitbuches zu Episode 1 aber in seiner Beschreibung des intriganten Senators Palpatine, der eine Vorliebe für moderne Kunst hat: Eben diese Vorliebe "für die seltsamen Kunstwerke fremder Völker" ist nach Ansicht des Autors ein eindeutiges Indiz dafür, dass der Senator sich seinem Volk entfremdet hat und ehrgeizigere Pläne verfolgt. Nicht die Intrigen sind es, sondern die seltsame Kunst...? Wenn die Heldenbilder denen der Nazi ähneln, sind die Feindbilder dann auch ähnlich? Durchaus bedenkenswert! Ich finde, eine "Spaßgesellschaft" stößt auch an ihre Grenzen, spätestens dann, wenn es abgeschmackt wird. Leider ist dies in einem an sich filmisch hochinteressanten Genre, der Science Fiction, seit jeher eine Tendenz, mit Feind- und Heldenbildern zu jonglieren, die ein total verdrehtes Menschenbild kolportieren.
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Lies doch bitte die obige Kritik und diskutiere hierüber, als nur auf die Kassen zu schielen, bittschön! So diskutiert man nicht. Zum THX-Verweis: die Firma wurde von G.L. ins Leben gerufen und von Tomlinson Holman, seinem Chef-Soundtechniker, jahrelang geleitet. Anstatt meine Kritik an der GRINDEL-Aktion zu teilen und als warnendes Beispiel zu nehmen, rechtfertigst (oder verharmlost) Du solche Entwicklungen. Frage an Dich als Freund der Lucas-Mysterien: darf ich man in Dein Kino kommen, THX einbauen und Dir die Leinwand flach machen? Wäre das ein Spaß? (Deine Beiträge werden immer schwächer, @preston sturges!)
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Mindestens so viele Leinwände und Theater in Berlin gehören weder in diese Kategorie noch die der Mulitplexe: die profitieren nicht vom "Boom" dieses Films. Meine Zweifel sind mitnichten ausgeräumt - so schön es doch wäre. @denista: Meine Befürchtung lautet seit Längerem, daß mit der durchgreifenden Satellitenübertragung auch Downloads im Heimbereich zur gleichen Qualität möglich werden und somit die Exklusivauswertung im Filmtheater erlischt. Würden die Theaterverbände klugerweise auf Erhalt der analogen Auslieferung und technischen Weiterentwicklung drängen, wäre dies meiner Auffassung nach doch ein positives Signal zur Sicherung der Unabhängigkeit und des Exklusivanspruches eines Programm-Contents, der nicht auf die Schnelle so eben mal "aus dem Netz gesogen" werden kann. 35mm und 70mm sind somit sehr verläßliche und grundsolide Partner. Es geht gar nicht um Dich, sondern um das Ärgernis dieser Filme. Dennoch: Deine Worte waren, kompiliert zusammengestellt: " Das war Pro-Propaganda, @robpl, und evoziert harte Auseinandersetzungen. Somit nehme ich die andere Position wahr, die darauf verweist, wie verkommen eigentlich diese Filme sind, und was sie anrichten. Die Ideologie-Unterstellung dürfte Dir nicht unbekannt oder völlig neu sein, und mit dieser Kritik verhöhnt auch niemand die Opfer einer untergegangenen Diktatur. Im Gegenteil: George Lucas verhöhnt sie. Bereits bei Erscheinen von EPISODE I wurde der Ideologieverdacht in den USA sehr heftig diskutiert, während im verschlafenen Europa eine Selbstimmunisierung unter dem Paradigma der Spaßgesellschaft sich wie ein Geschwür ausbreitete. Konkret wurden in (zahlreichen!) seriösen Fachzeitschriften z.B. EPISODE I direkt oder unterschwellig "Stürmer-Karikaturen" nachgewiesen. Man hätte mit so einem Film Klischees den "dummen Negers" sowie des "verschlagenen Juden" aus der Mottenkiste des 19. Jahrhunderts wieder hochgeholt. (Eingangs wurde von mir bereits die Riefenstahl-Anleihe erwähnt, die von diesem Möchtergern-Regisseur im Zusammenhang mit dem Aufmarsch der - dem "Reich des Guten" zugeordneten - Rebellenarmee gestellt sind.) Die Juxtaposition dieser Mythen, Weltbilder, Charaktere und Botschaften gibt ein ungemein peinliches Bild vom Geisteszustand zur Jahrtausendwende ab ("zurück ins Mittelalter" - nicht erst seit dem "Kreuzzug gegen das Böse"), wobei die realen Probleme verschleiert und mit industriellem Müll zukleistert werden, als wenn wir nicht genug Sorgen um unseren Planeten hätten! Ich bedaure sehr, daß in diesem Forum diese Selbstimmunusierung ihren vorläufigen Höhepunkt findet, schließlich kämpfen hier alle um's Überleben, und da ist man nicht wählerisch in der Akzeptanz geldbringender Ware. Aber es sei auf den hervorragenden (!) Artikel von Diedrich Diederichsen verwiesen, den ich kurz auszugsweise aus http://www.filmzentrale.com/rezis/starwars1dd.htm zitieren möchte: Die schöne kindliche Königin regiert einen Planeten voller edler kultivierter Menschen, die in asiatisch-renaissance-oiden Palast-Hybriden wohnen. (...) Bedroht wird dieser zweiteilige Planet aber nicht von chinesischen Kommunisten, sondern von einer Art intergalaktischer Händlerrasse, die eine Zoll- und Handelsblockade gegen das Königreich verhängt, das seltsamerweise doch eine Demokratie ist, weil es seine kindliche Königin nämlich gewählt hat (...) Seine Afroamerikanismen werden in der deutschen Fassung mit einer Phantasie-Kindersprache übersetzt - er ist dennoch als lustig-unzuverlässiger, „eingeborener“ Bruder Leichtfuß einer uralten kolonialen Tradition zu erkennen. (...) Für Langsammerker murmelt der eine Jedi auch etwas von einem „Auserwählten“. Mithilfe eines Bluttests(!!) wird der Koeffizient eines Jedi-spezifischen Bakteriums gemessen und siehe da, er ist höher als bei jedem anderen Jedi, eine ganz besondere Rasse, Jesus-Gene. (...) Doch leider ist der junge Jesus ja versklavt und zwar von einer „Stürmer“-Karikatur. Der geflügelte Trödler-Alien, der gerne handelt und feilscht, sieht nicht nur aus wie irgendeine antisemitische Karikatur, er sieht aus wie eine ganz bestimmte, die bekannteste „Stürmer“-Zeichnung. Diese Figur ist nun so dermaßen dummfrech antisemitisch, daß man sich fragt, wie sie passieren konnte. Man kann ja nicht glauben, daß jemand das absichtlich gemacht hat. Das offensichtlich unbemerkte Entstehen der Figur läßt aber Rückschlüsse auf die spezielle Mechanik der Suspension aller normalen Warnsignale und Antennen im großen Lucas-Team zu. (...) Unter dem Deckmantel des Märchens und seines eigentlich kindlichen Publikums (aus großen und kleinen Kindern) dürfen sich rassistische Regressionen regen, die in Hollywood sonst niemand so offen zugelassen hätte. Die Ideologie, daß Kindheit ohne Ideologie ist, produziert selbst weit größere ideologische Monster. Sie legitmiert ein Zurückgreifen auf „alte Geschichten“ und diese sind schon allein durch ihr Altsein nobilitiert - auch wenn es die vom lustigen Bimbo, vom verschlagenen Juden und der parlamentarischen Quasselbude ist. Ja gerade durch den Mix dieser Geschichten mit der von der unbefleckten Empfängnis und der Königin, die ihrem Volk bis in den Tod treu ist, entsteht ein pestilenzartiger Strudel von sich gegenseitig verstärkendem legitimem Kitsch (Bibel) und illegitimem Dreck, dessen Aussagen, wenn sie isolierter dastünden, nicht so leicht davonkommen würden. (...) Die Weigerung, einen kritischen Blick auf den Krieg der Sterne zu werfen, wird aber auch begründet. Und zwar meistens mit dem ähnlich der Moderne-Märchen-Ideologie Immunität beanspruchenden Argument, „wir sind von Star Wars geprägt - wir können nicht anderes. (...) Dieser Mythos hat wohl eine Menge mit dem Beginn des Computerspiel-Zeitalters zu tun. Die zentrale Space-Phantasie verschiebt sich von den Abenteuern eines bemannten Raumschiffs mit dessen sozialen Konstellationen als Folie für die zu bestehenden Abenteuer mit Fremden (die koloniale Abenteuer-Roman-Struktur) zu der individuellen, nunmehr physisch und psychisch nicht mehr sozial erlebten Einzelkämpferperspektive des Space-Invaders-Bekämpfers. (...) Aber es sind Entgleisungen, die nicht zufällig passiert sind. Sie folgen zum einen den allgemeineren Gesetzen einer Ideologie apolitischer, durch Blut, Ethnie, Vorgeschichte und Mythen getragenen ahistorischen Legitimität. Es gibt aber auch konkretere kulturgeschichtliche Beziehungen zwischen den Szenarien rassistischer Narrative in diesem Star Wars und einer bestimmten kalifornischen Ideologie. Die Stereotypen „Wüstenplanet“, „Tibet“, „verderbtes New York“ und „Samurai“ bilden die keineswegs neuen Eckpfeiler dessen, was schon mal „Hippie-Faschismus“ hieß und nicht immer tatsächlich faschistisch, aber rechts und religiös gewendet, auf spiritualistische Hippie-Werte aufbaut und die technisch nun weit fortgeschrittene psychedelische Ästhetik einer unmittelbaren und offenbarenden Sinnlichkeit feiert. (...) Besonders ärgerlich und deutlich wird dieser Bezug aber auch, weil außer ein paar Make-Up-Leistungen dieser Film gerade auch auf dem Gebiet einer neuen digital manipulierbaren Visualität nur Konventionelles (und damit visuell Ideologisches) zu bieten hat - im Gegensatz etwa zu dem ideologisch ebenfalls supersinistrem Matrix. Ein großartiger, ungemein kluger Beitrag, den sich jeder Interessent an diesem Thema über das Bett nageln sollte!
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SINGIN IN THE RAIN - Digital in Berlin
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
War auch das bahnbrechendeste Werk der Farbfilmgestaltung im Technicolor-Film. In jedem Falle wäre eine TC-Kopie eine glaubhafte Referenz - auch im A/B-Vergleich zur digitalen Restaurierung/Projektion, die man anders auch gar nicht seriös bewerten könnte. Wer aber kopiert heute noch in Technicolor? Die Anlgen wurden entfern! Somit bleibt nur, hoffentlich eine gute Archivkopie einzusetzen, was (leider) aus Marketing-Gründen weniger spektakulär klingt, als eine Digital-Version, obwohl klar ist, welche Art Vorführung die größere Rarität darstellt. Mitte der 90er Jahre wollte noch der alternative AMAZONAS-Filmverleih BLACK NARCISSUS neu herausbringen, was leider aufgrund von Insolvenz scheiterte. Hier hatte ich noch auf Technicolor gehofft... -
THX 1138 war auch nicht schlecht, wenn auch etwas statisch, prätentiös und melodramatisch. Aber ein Spiegelbild der von Umwelt- und Atomangst gepeingten 70er Jahre. Genau diese Art des Kinos, auch das seiner Kollegen, hat der Regisseur später "verdrängt". "Faule Tomate werfen" ist da noch sehr milde für den Filmverschlechterer par excellence... :oops: Das THX-Soundystem jedoch war wie eine Quarantäne für die Tonanlage, die sich nicht nur den Bedürfnissen neuerer Filme zu unterwerfen hat, sondern flexibel zu sein hat. Ohnehin ist mein Beispiel des Hamburger "Verbrechens" (GRINDEL-Leinwand) Grund genug, solche Leute, die Kinoräume verunstalten, zur Gänze abzuchreiben. :twisted: Über die Praxis bin ich im Bilde. Meine Bewertungen sind normativer Zwecksetzung, in dieser Debatte dezidiert nicht geschäftlicher Natur, was auch erkennbar bleibt. "Große Praxisnähe" muß nicht immer der Weisheit letzter Schluß sein, sofern dabei die ästhetischen, technischen und konzeptuellen Momente auf der Strecke bleiben. Und genau diese Schwächen sind in @robpl's Ausführungen durchgängig angesiedelt, weil sie alles durcheinander werfen. Das wurde von mir doch dargelegt. Das mag auf kurz- und mittelfristige Betriebsziele bezogen einleuchtend sein, verkennt aber, das ab einem bestimmten Punkt der Mono-Kulturation die Absicht einer Stabilisierung ins Gegenteil umschlagen könnte. Laufend Filme dieser Art zu vertreiben, vertreibt auch Publikum. Warum wird hier nicht einmal diskutiert, warum ein Großteil der Kinofreunde, Genre-Liebhaber und Kunstkino-Anhänger nicht mehr ins Kino geht? Viele finden es zum Übergeben, mit diesen Fortsetzungen für dumm verkauft zu werden. Meine Vermutung: ein Großteil der filmliebenden Bevölkerung wird in unserer Branche gar nicht mehr zur Kenntnis genommen ("Ausblendung" der Wirklichkeit, nenne ich das)! Hier klafft ein gewaltiger Widerspruch, der mit noch so lautem Marketing nicht einfach zu überspielen ist, auch wenn dabei einige kleine Kinos über das Sommerloch gerettet werden. Das o.g. Problem der Nivellierung: es bleibt bestehen. Verschwörungstheorie oder nicht ist unerheblich. Wichtig sind die "Folgen" solcher Marktdominanz. Es geht ganz sachlich um Marktverdrängung: und da kann auch ein besseres System untergehen (ebenso wie bei der Verdrängung von Filmtheatern). Hier hat @expert grouper die konsequentesten Scheidungen formuliert, denen man nichts hinzufügen braucht. Jeden Teilsatz von ihm in dieser Richtung unterschreibe ich mit dicker Tinte! Apropos DIRTY DANCING: hatte ich als 35mm-Kopie, aber ein Denkmal setzen würde ich ihm nicht. Warum überhaupt? (Kausalzusammenhang wurde von mir nicht verstanden)
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Den Vergleich mit dem Kriegsende und A.H. brauche ich gar nicht zu unterlassen, da mein Wortlaut war: "Wenn @robpl dann Mr. Lucas noch für die Einführung des "THX-Standart" dankt, so sind wir vielleicht der xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx ["Standarte AH", zensiert] näher als der vernünftigen Ausarbeitung Filmtheater-verträglicher Standards, könnte man diesen Unsinn satirisch zuspitzen." Damit sind nicht @robpl und die Fans dieser Filme Anhänger einer Leibstandarte, sondern ich erlaube mir die Versatzstücke einiger Hollywood-Filme aus der Mottenkiste des III. Reichs zu fokussieren, ebenso deren Sprachidiome. Einige Produzenten/Regisseure finden es wirklich "geil", so manchen Vorbildern nachzuahmen. Es waren daher die Kritiker, die 1977 bereits das Ende des Films (heute "Episode IV" genannt) mit Leni Riefenstahls Triumpf des Willens verglichen, nicht ich (dazu ist die Szene einfach handwerklich zu schlecht, gegenüber der großartig fotografierenden Frau Riefenstahl). Auch sonst waren es die damaigen Links-Liberalen oder Linken [die man hier auch beschimpfen darf - je nach gusto], die sich über Darstellungsweise und Inhalt dieser Filme empörten. Daß dies heute gesetzlich untersagt ist, zu erinnern, ist mir neu. Die weiteren Ausführungen im letzten Beitrag von @robpl mögen zwar zutreffen, aber eine Notwendigkeit, ein flaues Digital-Bilderzeugungssystem einzuführen (Sony-HD-Kamera plus DPL-Projektion), kann ich dennoch darauf nicht legitimieren. Und so "neuartig" wie der Umbruch zum Tonfilm ist die hier exemplifizierte Vorführung im Digital Cinema noch keineswegs, sondern allenfalls eine abgewandelte Form der herkömmlichen Projektion, die mal besser und mal schlechter war uns sein wird. (Es gibt von Rudolf-Mühl Benninghaus einige Aufsätze, die fragen, welche wirklich grundlegenden ästhetischen Neuerungen in den digital bearbeiteten Hollywodd-Filmen lägen, die man nicht bereits aus früheren Dekaden kannte. Das klingt zwar fortschrittsfeindlich, ist jedoch auch kritisch begründbar). Nochmals: ich möchte keine flauen HD-Cam-Transfers auf großer Leinwand ertragen - zumindest mir bereiten diese Bilder Kopfschmerzen. Außerdem kommt de Digitalisierung viel zu schnell, gerade im Programmkinobereich, wo man sich gerne der 35mm-Standards entledigen könnte, wäre zu befürchten. Den Vergleich von @robpl mit den "Barry Lyndon"- Inspektionen (ich füge noch "The Shining" hinzu: so dolle waren sie auch wieder nicht, zu viele Kompromisse wurden damals gemacht) als Rechtfertigung für die per se bessere und pannenfreiere Installation einer Digital Cinema-Anlage heranzuziehen, läßt sich so nicht pauschalisieren. Jedenfalls fand ich die ersten beiden Jahre nicht befriedigener DLP-Projektion in Berlin wartungsbedürftiger als die ebendort noch ansässige analoge Projektion. Letzter Satz @robpl: "Mit einem schnellen in den Kinomarkt Drücken durch das Lucas'sche Imperium scheint in nächster Zeit lt. dessen eigener Aussage nicht zu rechnen sein." Na wie schön, daß sich nicht alle hier verennen... :wink:
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@robpl kann nur widersprochen werden. Wo er doch selbst ausführt, dass die Verwertungpraxis verkorkst ist, weil nach den neuen Filmen nach drei Wochen "Kein Hahn mehr kräht", nützt es auch nichts, die Verwertungsspirale noch weiter anzuziehen, um durch "Macht-sie-mit-Euch"" und anderem Gelärme dem Hartz-IV-Dasein zu entrinnen, das er als Schreckgespenst ausmalt. Es gehört nach meiner Überzeugung zu den zu den vornehmsten Eigenschaften von Menschen, auch einmal in die Zukunft sehen zu wollen, anstatt alles passiv "abzuwarten", bis es eintritt. Ständig kommen in diesem Thread gut gemeinte "Ermahnungen", man möge doch erst das Ergebnis des Films abwarten und dürfe folglich darüber nicht diskutieren. Eigenartigerweise kommen aber auch keine technisch begründeten Gegenargumente gegen die bereits kritisch vorgetragenen. - So flüchtet man sich halt in eine Scheintoleranz aus purer Verunsicherung, anstatt Erkundigungen einzuholen und einen Standpunkt zu beziehen. Ich nenne dies ganz direkt: vorauseilende Unterwerfung unter eine Verdummungs- und Werbemachinerie, made in U.S.A. Denn einerseits ist es ja ganz natürlich, sich von deren Trailern, Werbebotschaften und Knebelverträgen volldröhnen zu lassen, aber andererseits infrage gestellt werden darf das nicht, denn der Laden "brummt" nun wieder. Merke die philosophische Wendung: wir arme Kreaturen sind ja alle abhängig von der Zauberkiste Hollywood und dazu verdammt, deren Ware (auch wenn sie von @robpl selbst in gelegentlich zynischen Tonen beschrieben wird) sklavisch weiterzutransportieren. Dann wurde von ihm desweiteren auf die vermeintliche Arroganz der Kritiker verwiesen, die fieberhaft beglückte Kinokunden, Star-Wars-Freunde und Theaterbetreiber für ihr schwer verdientes Glück auch noch zu kritisieren wagten. Es heißt bei @robpl wortwörtlich: "Ein ganzer Haufen Menschen lieben Star Wars und fiebern der Vollendung der Reihe entgegen." Ich muß mich doch wundern: gerade begingen wir den 60. Jahrestag des Kriegsendes - und schon geht es wieder los mit der "Vollendung"? Im nächsten Abschnitt wird George Lucas und Beate Uhse gedankt für die Forcierung des Dolby-Tons. Auch hier widerspreche ich: da es bereits in früheren und späteren Jahren vergleichbare oder bessere Tonverfahren gab, und im Heimsektor Stereophonie schon lange Standard war, halte ich solche Dankbarkeit für übertrieben. Danken möchte ich denen, die etwas Besseres vorschlugen, leider aber von der "Macht" (wo immer sie auch dunkel angesiedelt sein mag) daran gehindert wurden. Wenn @robpl dann Mr. Lucas noch für die Einführung des "THX-Standart" dankt, so sind wir vielleicht der xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx näher als der vernünftigen Ausarbeitung Filmtheater-verträglicher Standards, könnte man diesen Unsinn satirisch zuspitzen. (Standard wird am Ende übrigens mit "d" geschrieben und nicht mit "t" wie die Standarte - nur am Rande zu erwähnen). Jedenfalls war die Niederreißung der überragend großen und gekrümmten Leinwand im Hamburger "Cinerama-Grindel-Theater" Anfang der 80er Jahre infolge eines THX-Einbaus fast schon ein kulturelles Verbrechen nach meiner Überzeugung. @robpl behauptet schließlich, mit Einführung der digitalen Projektion hätten auch wieder Kinos mit unter 20 Tsd. EW wieder eine Chance, die von ihm beschriebenen "Mega-Event-Movies" mitzuzspielen. Diese Spekulation (jetzt guckt er selbst in die Zukunft, anstatt "abzuwarten", wie es uns doch von der "Macht" befohlen wurde) kann bald wie ein Bumerang nach hinten los gehen. Das Digital Cinema (erst recht per Satellit) ist der Anfang vom Ende des Kinofensters und der Beginn der von einigen US-Majors befürworteten zeitgleichen Premiere auf TV, Monitor und Kinoleinwand. Star-Wars-Produzent Rick McCallum zeigte schon vor drei Jahren von der angeblichen Zwangsläufigkeit dieser Entwicklung in der Weise überzeugt, daß man gerade auf den letzten Drücker noch einmal einen teuren Film produziert habe, den man sich schon morgen nicht mehr leisten könne (Interview von 2002). Zuguterletzt beschreibt @robpl die frühen Star-Wars-70mm-Kopien als Rettung der damaligen Roadshow-Kinos. Dazu Folgendes: die übergroßen Leinwände hätten gar nicht anders als mit Large-Format adäquat ausgeleuchtet werden können. Zudem war Star-Wars 1-3 immer nur von 35mm "aufgeblasen", anstatt - wie noch Kubrick es tat - auch im Large-Format zu produzieren. Anno 2002/2005 unterschreitet Lucas nochmals die Auflösungsstandards des 35mm-Kinos mit sog. 2-k-Kameras von Sony. Hätten diese wenigstens eine bessere Auflösung und einen höheren Kontrast als 35mm, könnte man begeistert zustimmen. Nein: hier geht es um maximal einstreubare Special-Effects in schnellstmöglicher Zeit, ohne, daß gleichermaßen Perfektion auf eine natürliche Realwirkung auf einer großen Kinoleinwand oder eine realistische (oder glaubwürdige) Darstellung der Actionanimation gelegt würde. Daher ist kaum verwunderlich, daß für Personen, die eine umfängliche Filmerfahrung haben, solche Animationen wie Kasperletheater und Videospiel wirken. Was sagt uns das? Es sagt uns kurzerhand: die Special Effects sind handwerklich stillos hingebogen und zeigen schon nach wenigen Jahren (und bereits jetzt im eingesetzen Trailer!), daß sie überaltert sind. Kein Wunder bei Filmen, die nach der desillusionierten Sicht von @robpl schon nach drei Wochen niemand mehr zu interessieren brauchen. :sleep:
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Albrecht (MWA) oder Eurocord z.B.: für 16mm-, 17,5mm- und 35mm- Perfoband. :D
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"2010" war am ersten (sonnigen) Mai-Feiertag eine bewegende Vorführung. Es kam Sehnsucht nach dieser und anderen 70mm-Kopien der 80er auf. Aus dem Abstand von 20 Jahren ist der Vergleich "2001" und "2010" für mich heute außerdem nebensächlich. Staunenswert der Versuch von Peter Hyams, klaustrophische Momente und neuere Entwciklungen der Raumfahrttechnologie einzuarbeiten - ein Versuch auch der Vermenschlichung der Raumfahrer. Diese Realitätnähe hat den Regisseur auch mehr interessiert als eine Wiederholung des typisch kubrickschen, gescheiterten Anti-Helden zu betreieben. Manches ist naiv entglitten, aber durchaus im Sinne von Arthur C. Clarke verfilmt, der die Raumfahrt vor dem internationalen Krisenmanagement als friedensstiftende Funktion betrachtet. nach den etwas flau aussehenden Life-Action-Szenen auf der Erde waren dann die Weltraumspaziergänge und Animationen (Richard Edlund, 65mm) von großer Könnerschaft und Wirkungsmächtigkeit gezeichnet. Auch wenn sich einige Proportionen und Interieurs in ihrer Materialität gegenüber der MGM-Produktion von 1968 etwas verändert hatten, war der hyperrealistische Eindruck keinesfalls schlechter als beim Vorgänger, im Gegenteil. (Allenfalls die Schwerelos-Szenen der Astronaunten waren etwas unpräziser als im Kubrick-Film geführt, was bis heute eine Schwäche der SF-Filme geblieben ist, obwohl dies doch bei Kubrick "perfekt" sitzt.) Von schwindelerregender Wirkung waren geradezu die Zentrifugalkräfte der rotierenden Raumschiffe Discovery und Leonov. Diese "unter die Haut gehende" Wirkung kenne ich im Zeitalter der digitalen Animation leider nicht mehr! Insofern kam mir doch eine Träne der Rührung, daß man sich doch 1984 einige Mühe bei diesem Film gegeben hatte. (Von Ausrutschern wie den ständig im Altersprozeß springenden Auftritten des David Bowman einmal zu schweigen.) :)
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SINGIN IN THE RAIN - Digital in Berlin
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Digitale Projektion
So gut wie jede Blende zeigt die Deckungsprobleme, soweit ich mich erinnere. -
Ich habe doch nur ausgeführt, daß ich mich beziehe a. auf den gesehenen Trailer, der gewisse Rückschlüsse zuläßt und b. auf frühere Erfahrungen mit diesen Filmtiteln. Der Unterschied zur Boulevardpresse ist - wie ich hoffe - der, daß die Presse nur das nachbetet, was ihr Werbeagenturen vorgaukeln und sich für diese "Detailfragen" selten interessiert, da alles, was digital ist, automatisch nur perfekt sein kann. Also nicht ganz die selbe Stufe in der Argumentationsweise - würde ich mir schon ausbitten wollen.
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2001 - in 70mm in Karlsruhe auf der Südkurve
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
So ist es vermutlich. Ich wollte herausfinden, ob es tatsächlich eine Archivkopie des Films im Einsatz gibt, wie das definiert wird, und was als exklusiv gelten könnte. Nehme an, daß außerhalb einiger Filmmuseen, die bisweilen über eine rotstichige Kopie verfügen, der Begriff für diesen Filmtitel nicht mehr angewandt werden kann. Somit alles klar. -
2001 - in 70mm in Karlsruhe auf der Südkurve
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Unbeantwortet blieb die Frage: wohin geht denn nun diese strittige "Archivkopie"? Wirklich zur Warner Library nach U.S.A.? -
Ist als Kritik auch nicht unseriöser als die, die sowas im Vorfeld hochleben lassen, oder? Immerhin war im Trailer einiges von dem zu erkennen, was einem bevorsteht. Man kann durchaus darüber reden, tut ja sowieso schon alle Welt. Unbestritten ist, daß natürlich jeder Film auch bessere und reizvolle Seiten hat als sie in einem Trailer erkennbar sind, sicherlich auch diese Episode. Aber die Grundübel, über die wir sprachen, bleiben wohl bestehen.