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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Zum GARTENBAU überaus spannend und detailreich vor 15 Jahren in unserem Forum zusammengetragen: (...von dem honk am Ende einmal abgesehen.) * Michael Toetebergs Buch zum SAVOY:
  2. Und die Trommelblende flimmert ja auch stärker. Schema von Kurbelschleifengetriebe.
  3. Arsenal (Berlin) THE UNTOUCHABLES., 22./27.11, 20 Uhr.
  4. Zum Beispiel, und der Titel wurde ja innerhalb eines Todd-AO-Festivals als primärer Titel herausgestellt. Wenn Sie nun die Erörterung mit Ihrem langjährigen Fachautor magentacine weiterführen könnten, hielte ich dies für klärend. Auch mit Ihrem Kollegen aus Kopenhagen, welcher die Bewerbung eines heutigen 70mm-Festivals mit den Begriff Todd-AO ebenfalls befürwortet. Für mich fungiert dieser als Schlüsselbegriff, als symbolisch gewordenes Schlagwort aehnlich CinemaScope oder Technicolor mit grundlegender marketingtechnischer Bedeutung - im Laufe der Zeit stark verändert , variiert und abgewandelt, was sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen lässt und Anlass für Bestätigung und Widerspruch liefert. (Debatten über die Publikation "Widescreen Movies" könnten gerne nach Klärung der oben aufgeworfenen Todd-AO-Frage und dann als nächstes Thema vorgestellt werden, also bitte der Reihe nach abgehandelt anstatt kreuz und quer.) Vielen Dank.
  5. Aber eine Zeitlang funktionierte das bei Abschlüssen mit den Filmverleihern mit den Schachtelkinos sehr gut, deswegen wurden sie errichtet. Bald gerieten sie auch in Verrufenheit. Heute gibt es im CinemaxX Potsdamer Platz 10 Studiokinos, die diesem Modell gleichen. Damit ist die Auslastung eines Films in der Prolongation noch immer ein Thema. Selber besuche ich solche Saele nicht öfter als einmal in meinem Leben, haben mit Kultur nicht das Geringste zu tun. Es gab auch im Berliner Kudamm Eck das Schachtelkino Oscar bzw Camera, die abwechselnd über Jahre hinweg 007 Filme parallel zu noch großen traditionellen Filmpalaesten in den Bezirken spielten. Aber stets fabrikneue Kopien erhielten, während die Bezirkspaläste mit zerranzten Stühlen und Filmkopien vorlieb nehmen mussten und alsbald im großen Kinosterben Ende der 70er Jahre von der Bildfläche verschwanden.
  6. Nur dies, leider! Mit Dolby-Hinweis finde ich einfach nichts mehr. Komisch. Aber fast passend zum real erwarteten BLADE RUNNER-Geschehen (20. November 2019) dessen Annonce. ?
  7. Mir als Rätsel wäre dies zu schwierig: zunehmend mit der Zeit zu viele Varianten und Widersprüche, Überschneidungen, Erinnerungen. Die Nachlassverwalter von Technicolor London könnte ja ggf. über alte Listen verfügen. Vielleicht hätte man Herrn Reimann in Wien dazu befragen müssen. Man kann nur hoffen, dass ein Zeitzeuge nichts verwechselt und weitere Hinweise beisteuert, in welche man einhaken könnte. M.W. liest er im Forum manchmal mit - hoffentlich eines Tages eine Rückmeldung! (Er blieb hart dabei: es wurde im Gartenbau die Kaschierung hochgefahren [oder hochgesetzt]). So nehme ich zumindest an, dass dies bereits schon einmal vor HATEFUL 8 mit einem anderen Film passiert ist. In dieser Zeit sind ja auch noch gelegentlich CinemaScope-Kopien mit 4-Kanal Magnetton ausgeliefert worden: im Seitenverhältnis 2.55 : 1. Oder sie hätten wie von Dir erinnert auf die vorhandene, ohnehin überbreite Cinerama-Bildwand geworfen werden können: dafür aber bedürfte es keiner Sonderkaschierung für die Bildhöhe, welche zu Cinerama-Zeiten ohnehin etwas niedriger gewesen sein müßte als heute in der wieder ursprünglichen Todd-AO-Herrichtung für SPARTACUS. FALL OF THE ROMAN EMPIRE ist anders als CIRCUS WORLD m. W. nie "in Cinerama" angekündigt worden, sollte aber als Eröffnungsfilm für das im Frühjahr 1965 brandneue sog. "70mm Cinerama"-Haus Royal Palast im Europacenter in Berlin gezeigt werden. Und wanderte wegen zeitlicher Verzögerung in den benachbarten Zoo Palast. Dort war 5 Jahre zuvor der Bildwandrahmen gegen einen grösseren Bildwandrahmen von 19.8 x 10 m ausgetauscht worden, nur minimal gekrümmt (aber bereits für Todd-AO zugelassen, wo man von den Auflagen von Curved Screen etc. bereits abgekehrt war). In Erinnerung der Zeitzeugen blieb die Zeremonie des Hauses während der (superkurzen) Ouvertüre mit inszenierten Scheinwerfern, Wolkenstore und den bei der zweiten Fanfare symmetrisch das Haus verlassenden Platzanweiserinnen. Was dann folgte, war eine unsagbar schöne Filmkopie, wie wir sie nie wieder sehen werden (heute gefadet. Korrekte Nachkopierung nicht mehr zu erwarten). Der damalige Normalzuschauer war verblüfft, als hätte man die Bühne des Zoo Palast betreten wollen, um dann auf dem Forum Romanum zu stehen. Aus damaliger Sicht könnte es wie "3D ohne Brillen" gewirkt haben. Dennoch war - wie wohl ausnahmslos weltweit - eine flache, seitlich um 25% beschnittene 70mm-Fassung im Einsatz, der weder der Ultra Panavision-Dreh noch die anschliessende Bildbeschneidung anzumerken war. (Selber habe ich ihn erst 1972 gesehen: neben LAWRENCE VON ARABIEN oder BEN HUR evtl. mein erster Film in diesem Format.) (Wikipedia vermerkte auf https://en.wikipedia.org/wiki/The_Fall_of_the_Roman_Empire_(film)#Filming , er sei in Super Technirama 70 gedreht worden - das habe ich gerade versucht zu korrigieren, meine erste Korrektur auf Wikipedia )
  8. Und doch war 1988 bereits der Repertoire-Stock gegenüber 1978 deutlich zurückgegangen, erinnere ich mich gut. In der Programmkinoszene begannen Kettenbildungen und ein Abrücken von freakigen Nacht- und Doppel Programmen. Durch den Fokus auf Erstaufführungen mit längeren Laufzeiten sollte auch das bürgerliche Publikum in den sich kommerzialisierenden Programmkinos zurückgewonnen werden, und höhere Margen ermöglichten Renovierungen. Ehemalige Programmkinobetreiber fanden Gefallen am Neubau oder am Einstieg in das Multiplexgeschäft. Das Repertoire fiel den privaten Fernsehkanälen anheim. Seither haben es Wiederfführungen schwer wegen des verlorengegangenen Marktwertes. Durch HD-Medien wurden dann die Beschaffungen nach Reduzierung der Filmlager wieder etwas vielfältiger/günstiger. Insgesamt waren die 80er Jahre sehr fade und von billigen Serien und Blockbusters bestickt. Die Blockbusters wurden in den 90er Jahren teurer durch vorteilhaften Multiplex-Absatz, aber die Programmonotonie setzte sich durch. Nacht-Vorstellungen und Doppelprogramme waren nicht mehr sozialisiert, leider. 1988 direkt ist meines Erachtens kein typisches Jahr für das Kinosterben, jedenfalls auf Deutschland bezogen.
  9. Ja, ist tragisch. An eine positive Lösung glaube ich nicht mehr.
  10. @magentacine: Du schreibst doch die Fachartikel für Herrn Sturges bzw. Schauburg Karlsruhe? Da gelten plötzlich nun andere Gesetze, naemlich "Insider"-Gesetze: hingedreht, wie es dir in den Kram passt. Dem halte ich entgegen, daß das Karlsruher Festival eine ausgesprochene Insider- und Spezialistensache ist, bei der man als Veranstalter davon ausgehen kann, daß die Mehrzahl der Besucher weiß, was gemeint ist. Schade, habt ihr es die letzten 15 Jahre nicht als angemessen empfunden, zur Erörterung zu unterbreiten, dass dies überwiegend keine "echten" Todd AO-Filme sind - und alles womoeglich ein "Rückschritt"? Diese Veranstaltung würde ich nicht als Rückschritt bezeichnen, obwohl ich in vielen Dingen anderer Meinung bin. Das zeigt ein klares Ausmaß an Scheinheiligkeit. Tatsächlich war es oft Usus, die betreffenden Filme im Vorführformat Todd-AO anzukündigen, wie dir @filmempire in Erinnerung rufen musste. Todd AO-Theater wurde ebenfalls zum Begriff. Selbst Blow-ups wurden bisweilen als Todd-AO angekündigt, zuletzt bei "Der letzte Kaiser" bemerkt. Die umgangssprachliche Redewendung "Todd AO-Vorfuehrung" habe ich oben selbst eingeschränkt - wer lesen kann, ist im Vorteil. Es ist ein Strukturierungsvorschlag, der ähnlich wie bei CinemaScope den eingebürgerten Begriff bewusst aufnimmt, um die daraus abgeleiteten Verfahren in ihrer Ähnlichkeit wie auch in ihrer Unteelrschiedlichkeit zu erklären. Es ist doch unverkennbar, dass abgeleitet wurde und die Annahme falsch wäre, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hätte. Mit verschiedenen Diagrammen werde ich das später auch darstellen. Selber habe ich (bis auf den provokanten Hinweis auf AERONAUTS) Festivals oder Veranstaltungen bisher niemals in "Todd AO" oder "Cinerama" angekündigt. Dass man jetzt in einer internen Debatte unter hier Wenigen die Quellen für die Widersprüche benennt, was am ehesten eine Diskussion beflügelt, die bisher unter den Teppich gekehrt wurde, wird von dir als sinnlos abgecancelt, erweckt in dir mehr Empörung als die eigentlichen Verursacher, Quellen und Werbegurus. Sag doch mal danke schön dafür, dass ich die Verleih-Kataloge durchwühlt habe! Anstatt die weitgehende Sinnlosigkeit - oder besser gesagt: Fehlentwicklung - der heutigen Breitfilmproduktion und erst recht der Filmkopierwerke (die du noch verteidigtest) anzugehen, verbeisst du dich in eine vergleichsweise nebensächliche Begriffstreitigkeit und verlierst den Blick für die tatsächliche Herausforderung, also aktiv Einfluss zu nehmen, bspw. in Facebook-Gruppen mit Produktions-Verantwortlichen, um visuelle Fehlentwicklungen deutlich zu machen, die im völligen Widerspruch zum Potential der jeweiligen Verfahren stehen. Was du für einen Schritt rückwärts hältst, beeindruckt mich oder amdereseits auch die Kollegen, die Zeitzeugen des Geschehens sind, in keiner Weise. Für einige Dinge bist du zu jung, für mich gilt das auch. In der Vorstellungswelt von Millionen waren die Begriffe CinemaScope, Cinerama oder Todd AO verankert, sie müssen in der Stärke dieses Ausdrucks erinnert werden. Von 70mm oder x-perf findet sich in der Bewerbung der Filme über viele Jahre und in der Hochzeit ihres Massenbesuchs fast nichts oder eher selten. Somit stehen recht bekannte Genrebegriffe wie CinemaScope oder Todd AO, die auf der unteren Ebene eine generelle Unterscheidung zwischen Normal Film und Breitfilm symbolisieren neben den später notwendig werdenden Klassifizierungen. Vor mir liegen noch Filmprogramme aus Düsseldorf und Karlsruhe aus den 1990 er Jahren, in denen im Kopfbanner des Monatsprogramms das jeweilige Haus als Todd-AO-Theater primaer beworben wird. Der 1955 von Todd AO gebaute Projektor-Prototyp ist ja noch heute im Einsatz und gibt sämtliche Filme der damals neuen Schnittbreite wieder, gilt noch immer als der bekannteste und beliebteste Projektor dieses Formats. American Optical steht auf der Projektortür. Alle nachfolgenden Änderungen und Widersprüche müssen stets aufs Neue erklärt werden, eben auch die Verwerfungen. @magentacine schreibt: Ein einziges liederlich recherchiertes und schlampig korrekturgelesenes Buch wie das von Carr/Hayes hat über Jahre Fehler multipliziert und in wissenschaftlichen Texten wie auch im Internet am Leben erhalten. Heute habe ich mir das Buch wieder herangezogen. Es ist einfach, auf der Basis späterer, ganz ausgezeichneter Korrekturen von Daniel Sherlock alles herabzusetzen, was R. M. Hayes begonnen hatte, ohne dessen Gedankenanstöße und Verweise als wertvoll und teils einzigartig herauszustellen. Es finden sich darin Querverweise zur Produktionspraxis, die nirgendwo sonst in der Literatur zur Sprache kommen, interne Praktiken und Besonderheiten, die durch externe Autor niemals aufgearbeitet werden könnten. Sie finden sich weder in Fachzeitschriften noch auf den heutigen Websites, die teils in Gruppenarbeit entstanden sind und sehr viel Bildmaterial zusammentrugen, jedoch nicht annähernd so interessant sind. Der Recherche-Aufwand hierfür war gewaltig, erst recht in einem Zeitalter, in denen online nichts verfügbar war. Anstatt nun eine Empfehlung für diese Publikation auszusprechen, verbunden mit dem Hinweis auf die Pflicht-Anlage von Daniel Sherlock, wird dieses Buch arrogant nur als Negativbeispiel ausgerufen. Mit der von dir eingeforderten Wissenschaft hat das nicht im Geringsten zu tun, denn diese kaeme nicht umhin, immer und immer wieder auf diese Publikation für verschiedenste Forschungsansätze zurueckzugreifen. WSMC20 (1).pdf
  11. Der vorherige Betreiber war sympathischer. So scheiden sich die Geister!
  12. https://u1amo01.de/blog/archives/2342-Open-Air-Kino-und-Todd-AO-Festival.html https://www.in70mm.com/schauburg/festival/2019/index.htm
  13. Weshalb dieser Titel (1956) bis dato der genialste "Hollywood"-Film aller Zeiten ist. Hat "alles". Sieht auf 0:35 ( https://www.youtube.com/watch?v=b1V6kg0UZrA ) tatsächlich aus wie BarcoEscape. * Wie definieren sich die 270 Grad? Malt man einen Kreis in die Flanken, sind es weniger. Sind die vorderen Sitzreihen gemeint, dann kann der Sehwinkel auf 270 grad ansteigen. (Mir fehlt gerade die Konzentrationsfähigkeit, es nachzuvollziehen).
  14. FP56 mit Kurbelschleifen-Vorsatzgetriebe. Ein beeindruckendes System. Beschleunigungskurve verläuft an Anfang und Ende verlangsamt, sodass Film nicht so stark beansprucht wird wie erwartet. Insgesamt dennoch kürzere Schaltzeit, höhere Lichtausbeute. Ist aber 38 Jahre her, dass ich damit befasst war. DP70, Bauer U_ und UP70/0 haben es leider nicht.
  15. Doppik ist doch nur bei OHG, UG, AG, KG oder GmbH Pflicht, nicht bei der e. V. Es sei denn, man übersteigt 600.000 € Umsatz im Kalenderjahr und 60.000 € Gewinn im Wirtschaftsjahr. Dann Bilanz + GuV.
  16. Gestern 60. Jahrestag Weltpremiere: 60 Jahre her. Und hat sich tief eingeprägt vor dem "inneren Auge". Im Radio, SR: https://sr-mediathek.de/index.php?seite=7&id=80843 (interview mit William Wyler) https://www.theguardian.com/film/2019/nov/18/ben-hur-film-charlton-heston-60th-anniversary https://collider.com/why-ben-hur-is-one-of-the-best-epics-ever/ Leider ist die letzte erschienene Version des Films technisch einpartielles Desaster: Gut war nur die Premierenkopie, auch rotstichig noch immer ein Erlebnis.
  17. Chris, AERONAUTS wäre m. E. schon im Todd A-O-Verfahren einzuordnen ( https://www.bet.de/lexikon/toddao/ ), da in der Todd-AO-Fassung projiziert wird (s.o.) - konkret derzeit z. B. in London und spaeter in Chicago etc. OKLAHOMA! wurde "in Todd A-O" (Schreibweise variiert) in der ersten Zeit als Breitfilmkopie nur mit separatem Magnetton uraufgeführt, vor allem projiziert im neuen Filmtechnikwunder von Todd-AO in 65 mm. Später auch auf 70mm mit kombiniertem Magnetton. Danach folgten auch in 35 mm gedrehte und aufgeblasene Filme, angekündigt und auch Verleih geschäftlich angekauft "in Todd A-O" (auf 5-perf 70 mm). In den letzten Jahren wurden solche 70 mm 5-perf-Theaterkopien tonlich mit DTS respektive DATASAT ausgewertet: hier kein Magnetton mehr auf der Theaterkopie. Auch diese Änderung des Tonformats hat "Todd A-O" umgangssprachlich und als eingebürgerter Begriff ebenfalls nicht außer Kraft gesetzt. Aber, das mag zutreffen, der Begriff wird seltener gebraucht und wird trotz Aufkommen anderer 70 mm Prozesse ab Ende der 60er Jahre in der Auswertungpraxis der 5-perf-Kopien im herkömmlichen Sinne zunehmend durch "70mm" ersetzt. Falls erst 1973 ein SMPTE-Standard PH22.158 für Magnetonaufnahmen vorgestellt wurde, schwankt nach meinem Verständnis die Definition für das Todd-AO-Verfahren erheblich, aber ich habe die Unterlagen nicht griffbereit. Die umgangssprachliche Eingewöhnung, aus der sich ebenfalls feststehende Begriffe ergeben, ist daher geeignet, erneut jahrelange Streitigkeiten anzuzetteln. Es gibt hier einen Ansatz meinerseits, vom Todd-AO-Verfahren auszugehen, wobei man von Todd-AO sprechen kann, sobald ein Filmstreifen mit fünf Perforations-Löchern Schaltschritt auf 65 mm oder 70 mm Schnittbreite vorliegt, egal ob Positiv oder Negativ. Davon abgewandelt gäbe es dann die Todd-A-O-Aufnahmesysteme wie Super Panavision, DEFA 70, Ultra Panavision, Dimension 150, Sovscope 70 oder eben auch Todd-A.O. sowie die Todd-A-O-Wiedergabe-Systeme auf Film-Positiv in 65 mm oder 70 mm, egal welchen Tonformats und ob mit Commag- oder Sepmag-hergestellt. Das hört sich gewagt an, ansonsten bitte ich um einen systematisch wasserdichten Gegenvorschlag. Eigentlich sind im heutigen Stadium ausnahmslos sämtliche 70 mm-Festivals im Sinne des Begriffs nicht repräsentativ für die Format-Historiographie mit ihren stark abweichenden Formaten, mit gedrehter Film-Laufrichtung oder sogar bei Verdreifachung des ursprünglichen Bildfeldes: gemeinsam ist ihnen alle nur noch die Schnittbreite der Theaterkopie von 70 mm oder gegebenenfalls die Schnittbreite des Negativs von 65 mm oder 70 mm. (Kann mich nur wundern, wie man heute immer wieder mit der Instrumentalisierung des Chiffres 70 mm manipulativ Menschen dazu bringt, sich im Zweifelsfall, immer wenn es neu ist, die absurdesten Resultate anzusehen. Und diese widerspruchslos hinzunehmen, denn ein heiliges Chiffre anzuzweifeln wäre ketzerisch. Jedem wurde einmal in Jugendjahren vermutlich ein bestimmter Mythos im Zusammenhang mit diesem Chiffre eingeredet, und das Placebo wirkt immer wieder auf jeglicher Verkaufsebene, wahrscheinlich irgendwann selbst noch auf Blankfilm. Mittlerweile hat sich der Wahn auch auf 35 mm übertragen.)
  18. Danke für Korrekturen. Also Picturehouse Central London: https://www.picturehouses.com/movie-details/000/HO00010288/the-aeronauts Sieht gut aus, trotz der Youtube-Abstriche:
  19. Der partiell in 65mm IMAX Format gedrehte THE AERONAUTS läuft auf 70mm-Filmkopie im IMAX Pictureville in Bradford: https://www.scienceandmediamuseum.org.uk/cinema/aeronauts-pg Außerdem im 70mm-Todd-AO-Format (die Information fehlt wieder einmal auf in70mm.com ) in Chicago: https://musicboxtheatre.com/films/the-aeronauts Als schwierig gilt, dass Amazon Mitproduzent des Films ist und den einwöchigen Imax-Werbevorlauf vor dem ersten Streaming auf seinem Portal canceln wollte. https://collider.com/the-aeronauts-imax-release-cancelled/ Scheinbar haben sich doch die 70mm-Befürworter durchgesetzt.
  20. Ist eine Satire, siehe oben "vielleicht". Was die Marktmacht aber anbetrifft, stimme ich Dir mit UCI zu. Aber auch ein ASTOR GRAND CINEMA POTSDAMER PLATZ hört sich sicher in den Ohren eines Vermieters nicht unattraktiv an, wie ein Nabel zur Welt.
  21. Ist schon ein lustiger Krimi am frühen Samstagmorgen, man reibt sich vor Genuss die Hände, wer sich im Berliner Haifischbecken alles gegenseitig zerfleischt. Vielleicht übernimmt der "Achim" Flebbe (Grand Cinema zoopalast) den Potsdamer Platz (CineStar), nur um sich an seiner früheren Heimat CinemaxX rächen? Und wenn CinemaxX kaputt ist, holt er auch dieses Haus zurück und verpachtet es an Netflix. Er sagte ja selbst, wir müssen nur mit Geduld abwarten, bis einem die Kinoruinen guenstig zufielen. Angeblich laufen am Standort CineStar Potsdamer Platz Gespräche: https://www.rbb24.de/wirtschaft/beitrag/2019/11/berlin-potsdamer-platz-kino-cinestar-im-sony-center-schliesst-ende-des-jahres.html
  22. In der Programmvielfalt ist das vielfältigste aber https://www.arsenal-berlin.de/kino-arsenal/programm.html - Sammelbecken für alles. Hoch subventioniert! Arsenal könnte sich ja im direkt benachbarten CineStar ausweiten und das IMAX bespielen, sowie British Film Institute das IMAX in London.
  23. War meines Wissens schon seit fast einem Jahr Kino und Sichtungsstaette der Interfilm. Die Saalgeometrie sprach mich nicht so an, daher nie hingegangen. Jahrelang wurden der Sub-Standard in 2k und Fernsehproduktionen zu Recht in Frage gestellt. Jetzt wird all das geadelt, und wenn man ins Programm schaut, wimmelt es voller Netflix Filme. Tolle Marktlücke! Also sowas macht ja nicht einmal der Flebbe. Es bleibt dabei, dass ausnahmslos alle Spielstätten in der Hauptstadt halt zusammengeschustert sind. Mehr Investitionen lässt der Markt auch nicht zu, wie du selbst richtigerweise herausgestellt hattest. Hauptmotto der Spielstätte (brauche weder diese Filme, noch irgendwelchen Alkohol, und im Schlafzimmer steht bei mir 4K, was auch schnell langweilig wird): Filme, Drinks und 2K Die neue Location für Filmschaffende
  24. Die Verwünschungen scheinen zu fruchten. In diversen Programmkinos 20 bis 25 Besucher zur Primetime, damit ist Scorsese ausreichend bestraft. Super 35 sowie Bildwiedergabe in 1 zu 1.85 füllen außerdem den häuslichen Flachbildschirm besser als die überbreite Kinoleinwand. Früher nannte man das "Kompromiss mit dem Fernsehen". Heute "Kompromiss mit dem Download". Vor langer Zeit predigte der Regisseur in filmhistorischen Dokumentationen die Einzigartigkeit von Super-Breitwand-Produktionen wie "Fall of the Roman Empire". Jetzt wagt auch er sich an das Römische Reich und möchte es 2020 fürs Fernsehen wieder auferstehen lassen. Alte Filmregisseure taugen eben selten etwas. Ist anders als bei bildenden Künstlern oder Komponisten, die sich eher steigern. Aber wissenschaftliche Studien und auch Werbe Weischer haben jetzt ultimativ "nachgewiesen", dass Netflix dem Kino überhaupt nicht schadet: https://weischer.media/de/de/kinowerbung/news/studie-beweist-netflix-verdraengt-keine-kinos/
  25. Herr Horak berichtet von der letzten FIAF-Konferenz von vor einem halben Jahr. Man stünde nach dem Sieg der Digitalisierung zwar vor einer "Ideologie der Perfektion", aber auch eine (naturgegebene?) Gesetzmaessigkeit des Marktes verlange danach, denn Film auf Film fände kaum noch Akzeptanz. (...) Pommeau opened the session with the notion that “an ideology of perfection has gripped the field” with the arrival of digital technologies. Whereas analog restoration could only improve the quality of degraded and damaged images, new digital tools allow film restorers to reveal details that were previously unseen by the naked eye in projection. Through dirt removal, digital repairs and extreme sharpening tools, the image is made more “perfect” than it could have ever been in the analog world. Furthermore, stabilization tools allow for a rock-steady image, impossible in analog projection, given the collision of machine sprockets and film sprocket holes. Such improvements inhibit any attempt to reproduce the experience of the original work, as it was seen at the time of release. Pommeau recommended removing some of the ravages of time, but not over-restoring a work, although she admitted that many argue that the original filmmaker would have used all the tools available, were they at their disposal. It is the market that now demands the best possible copy, regardless of its original state. Quoting Cesare Brandi’s Theory of Restoration, Pommeau in closing argued that the restorer should be mindful of the work’s patina and that any intervention should be reversible, hardly a criteria for many commercial restorations today. Caroline Fournier continued this line of thought in her presentation, noting that an “ideology of resolution” is dominating the field. Younger viewers, unfamiliar with 35mm film projection and consuming movies on their smart phones, will no longer accept scratches and other imperfections in the image. Fournier, however, points to the commercial companies that are creating the demand for films that are perfect, fulfilling the vendor’s dream of film immortality by abolishing the element of time. And while it is a utopia to recreate the original experience of a film, the new digital technologies actually frustrate that effort. Restoring and screening historical films should be a matter of compromise, while maintaining a strict code of ethics. Maybe, Fournier suggests, two versions should be produced: an archival version that doesn’t look like it was produced for Netflix in 2019, intended for long-term preservation, and a “popular” version for the marketplace and contemporary screenings. (...) https://www.cinema.ucla.edu/blogs/archival-spaces/2019/05/10/FIAF-symposium-ethics-practices
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