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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. @mibere: Unsere Auffassungen liegen gelegentlich auseinander. Auch immer abhängig von dem zeitlichen und inhaltlichen Zusammentreffen völlig verschiedener Ereignisse mit wechselhafter Einschätzung. "Auf und ab" sind ja Erfahrungen des Lebens. Über schlechte Projektion in Kino S. in K. hatte ich seit 14 Jahre nichts gesagt, es geht - viel wichtiger und grundlegender als irgendwelche nachrangigen Projektionsgüten - um die heutigen Filmkopien, deren Verwertungen und Bewerbungen. Das muss ganz dringend unterscheidbar bleiben und hat eine erhebliche Relevanz für die Fortexistenz und Glaubwürdigkeit von Filmrollenabspiel. Ohne norm- und fachgerechte Kopien haben Vorführer und Kinotechniker keine Bedeutung: sie haben nur den Auftrag der Durchsetzung der Richtwerte eines Kopierwerks. Schlechte Projektion erwähnte ich im Zusammenhang anderer Häuser und bin ja nicht der einzige. Unsere Projektion hat auch Schlechtigkeiten, die aber langsam angegangen werden, auch ohne Etat. Also wechseln wir lieber das Thema bitte!
  2. Oder nur eine einzige Kopie wurde in Westdeutschland herumgereicht? (Gibt es kein Verleiharchiv in einem dt. Museum?) Es wird weltweit kaum mehr als 60 Kopien auf Breitfilm gegeben haben. Bei der Weltpremiere am 11.10.1955 im RIVOLI angeblich in 65mm: http://www.widescreenmuseum.com/widescreen/wingto4.htm (Website-Autor Hart spricht von Anzeichen einer 65mm-Kopie aufgrund vorliegender Clips. Als Musterkopierung hat es 65mm auch gegeben, schon zuvor bei anderen Aufnahmen und Versuchen in den Testphasen, z.B. kopiert auf Anscocolor und später auch bei Mustern von RAINTREE COUNTY.) SCALA Mannheim trägt ein grosses Schild auf dem Foto der Baustelle mit der Ankündigung des Todd-AO-Starts von OKLAHOMA! Eingebaut wurden tatsächlich DP70.Maschinen. Hingegen war die Berliner Premiere von IN ACHTZIG TAGEN UM DIE WELT in 1958, angekündigt in Todd-AO, wie auch überall anderswo in Europa in 35mm (in GB in 34mm). Gerade nachgeschaut: 20.12.1957 war der Start in Mannheim in 70mm, dem zu der Zeit "vierten Todd AO-Theater in Europa" http://www.allekinos.com/MANNHEIMScala.htm (ich zähle mal auf: Adriano in Rome am 14.2.1957, temporär Auensaal der Photokina in Köln, Savoy Hamburg, dritter/vierter Saal wo?). Weitere 70mm-Premieren: 24.10.1958 3 Falke Bio in Kopenhagen. In London startete 70mm erst ab dem April 21, 1958 das Dominion mit SOUTH PACIFIC und erst am 26.12.1959 lief OKLAHOMA! im Metropole.
  3. Weiss aus dem Kopf nur von Royal Palast München (Spätherbst 1958), Savoy Hamburg ( 15. August 1957), Delphi Berlin (1959), Scala Mannheim. Bei Philips Kinotechnik und in der Bauer Film Post steht noch ein bisschen mehr. Alle vier Häuser in 70mm und in der lokalen Erstaufführung.
  4. Bis Du nicht in einem Videoforum (dort als @George L.) unterwegs, in dem "generell" (und nicht speziell) jeder Kinobesuch madig gemacht wird? Vielleicht überzeugst Du die dortigen Madigmacher.
  5. https://www.hollywoodreporter.com/news/luxury-cinema-chain-ipic-files-chapter-11-bankruptcy-eyes-sale-1229148?utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_campaign=THR+Breaking+News_now_2019-08-05+04%3A28%3A42_gszalai&utm_term=hollywoodreporter_breakingnews&fbclid=IwAR1JIG3abuh5MYU5oe4jULlpXTHXT3xRPQ3ypkAcwpVS9e_itEjIAgS5C48 Offenbar langweilig geworden. (Zu viele Sessel für Egoisten?)
  6. Imax DMR processing. Durch Interpolation eine Filmkornverkleinerung. Nachteile ebenfalls.
  7. Kim Ludolf Koch (ehemals rmc medien consult, heute GF Cineplex Dtld.) analysiert die Unterschiede zwischen dem französischen und dem deutschen Kinomarkt: http://beta.blickpunktfilm.de/details/442464?fbclid=IwAR1vv382HAjB9NsaWRaogB1cPW0wHNE9eS5zlJg-bytXywSWOO6f8DY6PQ4 Zitate in zufallsgegeben loser Folge: Mit knapp 20 Mio. weniger Einwohnern konnte Frankreich im vergangenen Jahr nahezu doppelt so viele Kinobesucher verzeichnen wie Deutschland. (...) Auffällig war in allen Kinos der vergleichsweise geringe Sitzkomfort. (...) Popcorn war geradezu ein Nebenprodukt, Nachos und Postmix-Getränke suchte man sogar vergeblich, obgleich den Nebenprodukten regelmäßig große Flächen eingeräumt werden. (...) Alle der von uns besuchten Filmtheater beginnen mit dem Spielbetrieb um 10:00 Uhr morgens, manchmal sogar noch früher. Bis mittags gibt es reduzierte Preise, danach werden relativ hohe Einheitspreise (in Paris zwischen zehn und 14 Euro) (...) Während Deutschland zuletzt gut 4800 Leinwände für seine 83 Mio. Einwohner bereithielt, standen in Frankreich 5900 Leinwände für knapp 67 Mio. Einwohner zur Verfügung. Aber auch die Vorliebe für das heimische Produkt ist klarer Treiber des Marktes. (...) Tatsächlich ziehen Majors wie Independents im Nachbarland weniger Geld aus jeder einzelnen verkauften Karte als in Deutschland. (...) Der Vorsprung von Frankreich war übrigens nicht immer so groß wie zuletzt. Ende der 1990er Jahre trennten die Grande Nation und Deutschland nur wenige Millionen Besucher. (...) starten die Filme dort auch an einem Mittwoch (Was übrigens auch den Zeitraum des Kinofestes erklärt). Zusätzlich dürfen an diesem Tag keine Spielfilme im Fernsehen gezeigt werden. Angeblich gilt dies auch für den Samstag, eine entsprechende Aussage ließ sich aber nicht ad hoc verifizieren. SVoD-Portale wie Netflix dürfen Spielfilme ihrem Publikum erst 36 Monate nach dem Kinostart anbieten. Grundsätzlich gilt für sämtliche Kinofilme ein gesetzlich verankertes viermonatiges Fenster, von dem nur im Einzelfall für kleine Filme eine Ausnahme gemacht werden kann. Bei erfolgreichen Filmen wird die viermonatige Frist sogar häufig - und mitunter deutlich - überschritten. (...) Die eher unselige Trennung in Mainstream und Arthouse existiert in Frankreich offenkundig schlicht nicht - dort zeigen alle Kinos alles. (...) ohne Preise für sporadische Kinogänger, Rabatte für das junge Publikum und starke Incentives für Heavy User scheinen sich in der Kombination zu bewähren. Auch wenn unsere französischen Kollegen im Vergleich pro Besucher nicht nur geringere Ticketumsätze, sondern auch geringere Nebeneinnahmen zu verzeichnen haben, geht die Rechnung für sie durch die Masse an Gästen auf. Dabei ist die franzöische Kinolandschaft nicht erst seit gestern so, aber es hat sich in Dtld. einiges ins "Negative" verselbstständigt (freieres Streaming und VOD, Userverhalten bei mobiler Technik, Durchdringung mit Flachbldschirmen, stärkerer Hedonismus, Madigmachen des Werts einer Kinoveranstaltung? Übersättigung? Politische Polarisierung in Links und Rechts?)
  8. cinerama

    Tesla AKR-303

    Na gut, geb mir Mühe. Hatte vor 39 Jahren mal bei Eurodyn die mir zu weichen Tieftöner ausgetauscht, brachte für damalige Ansprüche was. Könnte auch hier die Ursache sein für die anfängliche Enttäuschung über die Pappe. Die Übertrager von Clamann alle vorhanden und ein Kollege aus der Eidophor-Liga hat noch mehr davon. (Alcons für die ferne Zukunft, und Geld jetzt für die Filmklimatisierung einsetzen.)
  9. Es wird mittlerweile offen eingestanden, was beim fotochemischen Film schief läuft. Wenn das auch "Folgen" hätte, könnte man "keep film alive" begrüssen. Der Kameramann Robert Richardson erwähnt im Interview unter anderem: Filmmaker: Not only did you shoot on film, but you projected your dailies on film as well. Richardson: Yes, we printed every select in 35mm. That’s the way Quentin reviews the dailies—35mm projected on a screen. So, if you fail in shooting, you fail in your dailies. There’s no correcting. There was a digital aspect in that we did a digital intermediate, which we didn’t do on The Hateful Eight. However, that digital intermediate was all about replicating the work accomplished in our 35mm dailies. Filmmaker: There are about 50 theaters playing the movie in 35mm on opening weekend and another half dozen screening it in 70mm. When you did The Hateful Eight, there were a lot of stories about the monumental undertaking of getting the 70mm projectors up and running. Were there any similar difficulties for the 35mm release of Once Upon a Time In Hollywood? Richardson: From [an equipment] perspective, no, there wasn’t that much work because there are so many theaters that still have 35mm projection equipment. But there are very few people who know how to properly project film. It’s an art that’s lost. Because of that, the projection is going to be hit or miss. We’ve lost that art, we’ve lost that skill. Just like we’re going to lose [the art of film development]. How many labs can actually take film in and develop it and print it? Very few. We’re going to lose that art and I’m sad about that. I love digital as well. Don’t look at me as a naysayer. I love both, but we need to keep film alive. Hatte er tatsächlich den erforderliche Einfluss genommen oder nehmen können auf diese Erfordernisse? Mehr als zweifelhaft. Aus die Maus. Vielleicht sollte er besser zum Digisat wechseln? https://filmmakermagazine.com/107926-there-is-no-video-village-dp-robert-richardson-on-shooting-once-upon-a-time-in-hollywood-in-35mm/?fbclid=IwAR1NmXm-OzGpsR7LxKMM0v5NmASMMHCTzs_0JrgF3jix25mbMEoEQTXKJcU#.XUkobfIzZaQ What follows is one of the most memorable moments in "Once Upon a Time… in Hollywood" as there's a cut to Dalton in a scene from "The Great Escape." That's right, DiCaprio replaces McQueen in the scene and, thanks to VFX wizardry, is standing there saying famous lines in one of the greatest movies ever made. https://www.businessinsider.de/the-great-escape-scene-in-upon-a-time-in-hollywood-2019-7?r=US&IR=T So sah THE GREAT ESCAPE fotografisch aber nie aus. 70mm bringt gegenüber 35mm immer gewisse leichte Vorteile schon wegen der Formatvergrösserung und Vorteile bei der Projektion (längere Brennweiten, Verzicht auf Anamorphose, besserer seitlicher Bildstand), aber eben minimal und daher verschenkte Mühe. Der originale Todd AO-Prozess war der Produktionsweise, die nach 1970 folgte, vollkommen entgegengesetzt, und man erkennt ja an den Altkopien, in welche Richtung es gehen müsste. Einfach nur traurig und crazy. Und trotz den neueren Codes bei DTS/DATASAT für den Filmton vor ein paar Jahren höre ich defakto leider gegenüber den LPCM-Ton beim DCI nur schwächere Ergebnisse. Warum? Hat wohl auch nicht nur die eine Ursache, sondern mehrere. https://youtu.be/R1oxoAPAKws?list=PLV8SYu5H_eOKOlej6hPyMZ7Y0Q46u9wRv
  10. cinerama

    Tesla AKR-303

    Davon hätte ich gern drei oder vier weitere Stück: rein museal vervollständigenswert, immerhin Jg. 1966 mit Klangfilm-Bezug. Sicher keine durchprozessierten Alcons CR4, aber die Line array-Anordnung dieses Steinzeitmodells reizt rein spielerisch. Im Moment klingen sie voll scheisse. Aber mit 100V-Übertrager könnte ich sie an entsprechende Endstufen anschliessen. Es gibt auch noch AKR153, aber mit nur einem Basstöner und nur einem Hochtontreiber. (Was man über Thomann bekommt, sind ja leider Fliegengewichte, habe keine echte Beziehung dazu. Verbranntes Geld.) https://www.pinterest.de/pin/448952656585784029/
  11. Und warum inseriert man Monate lang in Karlsruhe was anderes (70mm) wenn es dann letztlich diese Fassung 35mm und vom Digital Intermediate wird? Gab es keine Vorverträge, oder wurde jemand vertragsbrüchig?
  12. Bei DCP ist's OnceUponATimeH_FTR_S_EN-XX-CCAP_OV_71-HI-VI-Atmos_4K_SPE_20190718_DTB_SMPTE_VF (Bei 35mm 5.1.)
  13. Ja, ist eine Verteidigung des Filmemachers - der Balance wegen eingestellt (und das Gegenteil meiner Überzeugung). Sorry für unklare Wortwahl meinerseits.
  14. Und ich dachte, man trifft sich dort nur, um blonden Frauen die Hände zu schütteln. 2009 standen dort zwei FP75E: der eine sollte die Elektrifizierung überlebt haben. Weiss jemand Rühmliches von echten Filmvorführungen aus Cannes zu berichten? Würde nach Cannes "35mm" diesem speziellen Titel etwas Sinnvolles hinzufügen? Wenn die jüngste Info der amerikanischen Projektionisten stimmt, dann existiert hier nur noch das digitale Master als Referenz und Original für diesen Titel. Mit dem filmout (gemeint ist der dutzendemale von Kodak verzweifelt angepasste Ausbelichtungsfilm, damit das Digisat zu Film rückverwandelt werden kann) findet nach der Veränderung durch m.E. heute unregelmässig durchgeführte Negativentwicklungen, nach der Veränderung des Scans mit einem Licht, nach der Veränderung und dem Transfer zum Digital Intermediate, nach der Veränderung zum Digital Source Master und den DCPs eine erzwungene Rückwandlung zum alten Filmband statt, in dem sich dann die Werte des Originalnegativs kaum noch wiedererkennen lassen. Ebenso könnte man eine gefilterte CD zurück auf Schellackplatte überspielen und sich an weiteren Klangverfälschungen, garniert mit zusätzlichem Knistern, berauschen. Die Filmemacher hätten ihre vermutlich weniger als 50 Filmkopien besser als Direktkopien ziehen sollen, nicht über Dup und schon gar nicht über"filmouts", dann wäre die Filmdebatte auch von Wert und Bedeutung. So aber gerät das Ganze zur Farce, zum skurrilen Marketing-Gag.
  15. Vordere Reihen sollten aber bei 65mm-Aufnahmen die bevorzugen Plätze sein. Früher war das so. ' Leider wieder keine Vermerke auf in70mm.com einiger 70mm-Einsätze, so auch des morgigen Doppelprogramms E.T. THE THING am 2.8.19 in der American Cinematheque (Egyptian Theatre., L.A:) http://www.americancinemathequecalendar.com/content/et-the-extra-terrestrial-the-thing?fbclid=IwAR0LZqaDB4vN2ieR6rqf30iqs0llkTHFraNzZGt9ZsYfPrREnBGD0we7T8w
  16. Verteidigung des Maestros (oder wie ich lernte, den Diebstahl zu lieben): https://www.businessinsider.com/quentin-tarantino-movies-steals-cinema-homage-reference-2019-7?utm_content=buffer8d97c&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer-bi&fbclid=IwAR0bbI8TnI3zLeMskaDl7u-0BWvLuulk3LdD0lIMVMhg0fzghOnO3XM4O_U&IR=T # PoPlatz Berlin: Aufmarsch des lieben Gottes. (Sind alle gekommen, die auf dem Plakat sind.)
  17. Eine mir unbekannte Reihe. Jedoch ist aus Sicht damaliger Programmkinobesuche in unserer Stadt der künstlerische Gehalt und Anspruch nicht erkennbar; fast alles Reprisen gut laufender Dauerbrenner dieser Zeit. Andere Programmkinos hatten sowohl hinsichtlich der Repertoires als auch künstlerischer oder experimentellerer Titel interessantere Spielpläne, zumal es zu dieser Zeit noch viele 35mm-Filmkopien und Rechte gab. Das alles nicht aus heutiger Sicht betrachtet, wo wir uns über ein solches Programm freuen würden, sondern aus der vergleichenden Sicht von 1980.
  18. Es gab grade Diskussion/Fragen um den Punkt: "Fliegender Bau genehmigungspflichtig/nicht genehmigungspflichtig." Bildwand selbst sei bei fliegenden Bauten (wiederholt aufzubauende und wieder abzubauende Veranstaltungseinrichtungen Open Air) nicht über Bauantrag zu bewilligen, sondern als Bestandteil der Verordnung im Rahmen der Ausführungsgenehmigung über fliegende Bauten im Bau-Prüfbuch anzuführen und dem TÜV vorzulegen. Ohne Prüfung/Prüfbuch ist eine Abnahme nicht möglich, es wäre bei Zuwiderhandlung eine Ordnungswidrgkeit. Für Bühnen unter 100 qm kann laut Landesrecht auf den Ausführungsantrag verzichtet werden (z.B. Sachsen-Anhalt), aber es könnte eine Gebrauchsabnahme durchgeführt werden nach Prfg. der Bauordnungbehörde. Wegen AK FLB sei aber der Air Screen von mehr als 5m Höhe genehmigungspflichtig laut BbgBO, darunter nicht.
  19. Scheinbar sind es Ausbelichtungen vom DCM, was im Falle eines unzureichenden Kompetenzstandes bei der traditionellen analogen Herstellung von Intermediates schon vor Jahren die letzte und auch billigere Brücke zur 35mm-Theaterkopie darstellte, fast immer mit farblichen Fehlern und Farbkreuzungen. Man wunderte sich, warum bei INTERSTELLAR und H8 der vollständig analoge Weg angekündigt wurde: das Kopienergebnis war frappierenderweise ähnlich deprimierend wie beim Ausbelichtungsfilm vom D.I. seit etwa 2000. Wer in den letzten 20 Jahren noch gute Filmkopien erlebt hat, ist da ein Glückspilz. Digital ausbelichtete Filmkopien sind 2019 ein Marketing-Gag, ein Spielzeug. Es wäre erfreulich, wenn ausreichend Infos zur Postproduktion vorlägen, damit auch kinoseitig das Publikum wertneutral aufgeklärt werden könnte. Auf film-tech.com ein paar Hinweise auf Vorzüge und Nachteile heutiger Filmkopien seitens Mr. Kornfeld, konkret zum Titel dieses Threads: I'm running a 35mm print of this as I type. Print is nine reels, cyan track, SR-D, scope. The Dolby Digital track is 5.1, though the DCP has a 7.1 track. Go figure. There are NO cues at the end of any of the reels; had to scribe my own. There is NO sound distortion, NO dropping down to SR, NO soft focus on the print we have here. If you have seen/heard/experienced these problems, either something is wrong with the equipment, something is wrong with the operators, or something went wrong with the later prints (ours is #16). From what I was told, one digital master was created & used for all formats (looks 4K to me), so 4K DI to 4K DCP, 4K 35mm IN, 4K 70mm IN. There are the usual problems from going this route, which are especially apparent in the darker scenes. Also, spoiler, 4K is not nearly enough for a full scope frame, but what do I know. As for those individuals advocating for more 70mm installations: I beg you to stop. As I have mentioned on other threads, the number of people who can run 70mm without introducing damage to the print(s) is frighteningly small. The only thing that will successfully be achieved with an increase in 70mm venues is that the ever-dwindling number of available archival prints out there will be further depleted from damage & destruction from shoddy equipment and/or operator incompetence. I have seen this with my own eyes: prints we received in excellent condition have come back damaged the next time we booked them. This is a situation that is not going to improve. Please face reality: the vast majority of Hateful 8 prints were wrecked. The vast majority of those recent 2001 prints were wrecked. You can bank that the majority of these Once Upon a Time prints will BE wrecked. And I'd even be willing to bet that a majority of the 35mm prints will also get wrecked. This is the world we now live in. Cherish it.
  20. Zwei orthogonal liegende Strategien. Germany: "Kill film". Great Britain and Austria: "Keep film".- https://stories.bfi.org.uk/keepfilmonfilm/?utm_content=bufferb9dbd&utm_medium=social&utm_source=twitterbfi&utm_campaign=buffer&fbclid=IwAR2xngSPDNQbN6rSftjh7dC3hB1Bk6GQrsQ5QRFcKl64Y4mfYFiTjMz-Dgc
  21. Dirk Alt über das Dilemma der deutschen Digitalisierungsstrategie 11. Februar 2019. - In einem am 29. Januar 2019 erschienenen Artikel für den Wiener "Standard" vergleicht Dirk Alt, Historiker und Dokumentarfilmer, die Digitalisierungsoffensive der deutschen Bundesregierung mit dem in Österreich entwickelten Konzept, "klar zwischen der Erschließung und Zugänglichmachung des Filmerbes mittels Digitalisierung einerseits und der analogen, also physischen Langzeitarchivierung andererseits" zu unterscheiden. (Anmerkung "Filmerbe in Gefahr": Das bereits im Januar 2016 vom Filmarchiv Austria und dem Österreichische Filmmuseum vorgeschlagene und von der damaligen Bundesregierung Kern unterstützte Projekt "Film Preservation Center Austria" sieht vor, neben der Digitalisierung das Filmerbe auf langzeitstabilem 35-mm-Material physisch zu sichern. Das Zentrum sollte 2017 seine Arbeit aufnehmen, dies ist bis heute nicht geschehen.) Dirk Alt meldet "Zweifel an der Ernsthaftigkeit" des deutschen, ausschließlich auf Digitalisierung setzenden Konzepts an und sieht hier ein Dilemma, das vor allem "in der Flüchtigkeit und Manipulierbarkeit digitaler Daten, im Fehlen langzeitstabiler Speichermaterie und internationaler Standards sowie in der Obsoleszenz von Hard- und Software" bestehe. Sein Fazit: Ein "irregeleitetes Prestigeprojekt der Kulturstaatsministerin Monika Grütters", mit dem auch "die photochemischen Kapazitäten und Strukturen" zusammenbrechen werden, "die in den zurückliegenden Jahrzehnten die konservatorische Sicherung von Film auf Film gewährleisteten." https://apps.derstandard.de/privacywall/story/2000097199293/das-digitale-dilemma Alles zutreffend: bis auf das Resümee "ein irregeleitetes Prestigeprojekt der Kulturstaatsministerin Monika Grütters". Man weiss vielmehr: Frau Prof. Grütters wurde massiv von der Leitung des Kinematheksverbunds, Dr. Rainer Rother (zugleich Direktor der Deutschen Kinemathek Berlin ohne archivalischen und technischen Background) bedrängt, die Digitalisierung ohne Rücksicht auf analoge Verluste durchzusetzen. Prof. Grütters verweist selbst darauf, wie eindringlich und dringend die Petitionen der genannten Kinematheks-Leiter gewesen seien, sodass sie sich dem anschliessen musste. Kürzlich betonte die Leitung der Schwesterinstitution der Deutschen Kinemathek (Arsenal - Institut für Film- und Videokunst), wie viel Wert sie auf Erhalt und Pflege des originalen Filmerbes auf Film sie lege. Durch Etablierung des Silent Green-Filmarchivs ist das auch glaubhaft. Anfragend, warum es keine Proteste oder Widerspruch gegen die Kopierwerksschliessung gegeben habe, hiess es, dass es sie gegeben habe, aber es sei eine Entscheidung allein der BKM Frau Prof. Grütters gewesen, gegen die man nichts tun konnte. Dem widerspreche ich (s.o.). Zudem ist mir kein einziger Widerspruch seitens der Institutionen zu Ohren gekommen. Wäre auch verwunderlich, denn sie alle hängen Förder- und Subventionstöpfen von BKM und Bund. Triviale Bedrohungsvideos sendet derzeit das Zweite Deutsche Fernsehen: https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/deutsches-filmerbe-in-gefahr-100.html?fbclid=IwAR1ZhMlzJ-CJ-Cvv2UFzKe-jlS9vGDY_oXTVPIlCydVV0euQNWvWhSsTOYo#xtor=CS5-22 https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/deutsches-filmerbe-in-gefahr-100.html?fbclid=IwAR1ZhMlzJ-CJ-Cvv2UFzKe-jlS9vGDY_oXTVPIlCydVV0euQNWvWhSsTOYo#xtor=CS5-22
  22. Kongenial von Dir erfasst. "I steal from every single movie ever made," Tarantino once said in an interview with Empire magazine. "If my work has anything, it's that I'm taking this from this and that from that and mixing them together." Hier die kleine Klauliste: https://www.businessinsider.com/quentin-tarantino-stolen-movie-scenes-2015-6?IR=T Das hat der Quentin bestimmt vom George gelernt? [George Lucas] „Ich war auf keiner Filmhochschule, ich war nur im Kino.“ Quentin Tarantino Bezweifle ich! Video, nicht Kino.
  23. Hoffentlich bleibt Europa von missglückten 70mm-Kopien aus den filmliebenden Händen des Meisters verschont. In den letzten 15 Jahren war fast ausnahmslos das "Markenzeichen" von 70mm-Kopien: - missglückte Lichtbestimmungen, mangelnder Szenenausgleich, falsche Grundabstimmung - falsche Gradation, absaufende oder verfärbte Schatten - gelb-grüner Farbstich - mittelmässige Schärfe der Intermediates - leichte Bildunsauberkeit und Negativverregnung "Kaum ein Unterschied zu 35mm", war oft zu hören. Und Hartwig Tegeler schreibt über Quentin Tarantino: "Wenn man seine Filme der letzten Jahre sieht, dann bekommt man immer das Gefühl, als ob sich hier etwas vollkommen verselbständigt hat. Ich möchte übrigens noch ganz kurz einmal einen Satz von Richard Brody aus dem vorhin erwähnten US-amerikanischen Artikel über Tarantinos Film zitieren, der sagt, Tarantino mache am Ende Sandkasten-Blutkuchenspiele aus der Geschichte und bleibt am Ende einfach ein immer jugendlicher Filmemacher."
  24. https://variety.com/2019/film/obituaries-people-news/rutger-hauer-dead-dies-blade-runner-co-star-1203278050/amp/?__twitter_impression=true&fbclid=IwAR2GMf8k__9FukgDxuSwzn5a5mxxxSXd7z8NAyfLh5XeY2SqEorcriX3uSE
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