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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Der hoch achtens- und foerderwuerdige (foerderbeduerftige) Anteil an alternativem Content rettet sicher vieles. Und setzt ein, wo die Grundversorgung oder der Mainstream nicht mehr nachhaltig genug Existenzen garantieren. Dieser harte Geschaeftskern, der Mainstream, droht nun durch die vielen flinken digitalen Portale aufzuweichen. Einige begrüssen gar das Ende der Majors. Dem muesste dann aber bitte auch ein sensationell neuer Markt speziell nur fuer exklusive Filmtheaterverwertung gegenüber stehen. Welcher waere es? Dieser sollte bald kommen, bevor es zu spaet ist. Ueber 800 Mio Besucher verzeichnete Westdeutschland 1958, im letzten Jahr waren es ca. 100 Mio. Im neugegruendeten Gesamtdtl. 1958 existierte wenig Fernsehen, aber wir hatten solide 800 Mio Kinobesucher als Folge eines Monopolmediums (das alleinige Format der teuren/sperrigen Filmrolle, das zur Zwangsauswertung fuehrte). Wir sahen ein Angebotsoligopol in der Filmproduktion mit Langzeitverwertung der das Auswertungsmonopol/Medienmonopol des theaterbasierten 35mm-Vertriebs gegenueberstand. Alles noch unter monopolkapitalistischem Zwang entstanden, aber unendlich viele Filmtheater lebten in dieser hedonistischen Epoche lang und gut (so grauenerregend die Filme auch waren!). ? Wonach und wohin also strebt die Digitalisierung? Gezwungenermassen in die Filmtheater? Oder dorthin nur noch im Nebengeschaeft? Welcher Plattform am Ende haelt der Filmfreund die Treue? Zwischen Kino und heimischem Konsum war der Bildunterschied lange Zeit gewaltig. Welche Vorzuege bieten sich heute flaechendeckend? Welcher Qualitaetsunterschied tut sich heute noch auf zwischen 2K DCI und andererseits 4K Streamingportalen, und in welchen Wirtschaftszweigen vollendet sich dereinst die Digitalisierung? (Internet, Kuenstliche Intelligenz, Menschmaschinen, Roboterarmeen. - ... oder Digisate als Motor der Wiedergeburt exklusiver Filmpalaeste?)
  2. Filmclipabbildung aus der realen Kopie ohne PC-Nachbearbeitung: https://spotlight.picturehouses.com/film/be-in-awe-2001-a-space-odyssey-showing-from-70mm-printmil/
  3. Preston Sturges, was wurde hier wieder am PC an den Clips verschoenert? Kannst es nicht lassen? Bitte: Der Filmtraeger ist doch klar: https://www.google.com/search?q=2001:+a+space+odyssey+70mm+unrestored&client=tablet-android-samsung&prmd=sniv&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=2ahUKEwiC6c7gqvriAhVgQ0EAHRwXCncQ_AUoA3oECAwQAw&biw=600&bih=1024#imgrc=HJveoQCvWHib7M: Das ganze Bild 0.57:35 ist wie mit Cyan ueberdeckt, farblich und im Kontrast zu Tode gefiltert. Warum? Ist das zu Bewerbungszwecken ein Scan-Versuch via Photoshop mit Cyan-Verschiebung? Du schreibst doch "Neue Kopie von 2018": sieht diese so aus und hat es noetig? Oder ist das ein Scan einer Arbeitskopie vom Originalnegativ ohne DTS -Timecode-Spur? Fuehrst Du tatsaechlich diese Version vor? Den Film erkenne ich so nicht wieder. In der 70mm-Originalkopie identifizierte man immer das Gesicht des Astronauten Bowman. Vielleicht sollte man gegebenenfalls wieder diese Kopie zeigen? In der neuen Kopie saueft alles zur konturlosen, gesichtslosen Flaeche ab, Neufarben und Kontraste sind voellig stumpf, Filmkorn ohne Ende. Die Waende des gepufferten Durchstiegskorridors im Zentrum der Zentrifuge (Clip-Abb. siehe oben) waren immer mehr weiss als blau. Selbst in der ebenfalls missglückten UHD Blu ray sieht es fotografisch nicht derart entstellt aus. Schlimm wie sonst nur in alten Zeiten des Orwocolor. Was hat man mit diesem ganz normal belichteten Eastman Color-Film der 60er 2018 bloss angestellt? Wer hat so etwas restauriert? Mein Vorschlag, ganz im Ernst: alle am Abspiel Interessierten sollten solidarisch langjaehrig ihren Widerspruch bei den Distributoren, Urhebern und den estates einlegen - so lange, bis mit diesem seit 2018 optisch zerstörten Film ein neuer Versuch gestartet wird. Beratung kann gerne schriftlich (ggf mit oder auch ohne Namensnennung...) zugereicht werden. Das kann doch bitte nicht das letzte Wort der Geschichte sein? (Die Kameramaenner Unsworth und Alcott wie auch der Regisseur wuerden sich vermutlich im Grabe umdrehen.)
  4. Schon in Hochbetriebszeiten liess die Qualitaet der Dup- und Schwarzweiss-Kopierung und eben auch der Lichtbestimmung zu wuenschen uebrig. Als es eng wurde, war ich an die Abteilung zur Vorbereitung von Dokfilm-Festivals und der Leipziger Filmwoche gebunden, und auch die Bewerbungen der wirklich hochkaraetigen Kollegen ("alte Hasen") wurden leider in Unkenntnis derer Faehigkeiten zugunsten von Routinekraeften ausgeschlagen. Auch ein eigenes Archivkino war trotz meiner Bemuehungen nicht durchsetzbar. Eine Lobby zur Aussendarstellung und gesellschaftlichen Integration des echten Filmerbes mit Buergerkontakt ebenfalls nicht. So konnten leider die digitalen Hardliner der Deutschen Kinenathek am Potsdamer Platz - viel näher am Publikum und an der Presse als das Bundesarchiv - die Deutungshoheit an sich nehmen, die Medialisierung durchsetzen unter der Praemisse, auf analoge Film-Herstellung kuenftig zu verzichten. Das Filmhandwerk wurde auf dortigen Symposien ins Laecherliche gezogen und schon vor zehn Jahren (!) behauptet, es stuenden kaum noch Rohfilmmaterialien zur Verfuegung. Die Folgen des Kahlschlags sind beispiellos in der Geschichte.
  5. Arbeitsbeginn war schon 10.08.98. Angefragt war anfänglich die Uebernahme der Projektionsleitung. Lehnte ich ab, interessierte mich nicht unter diesen verbauten Zustaenden.
  6. 1999 dort gearbeitet, Beginn bereits 4 Wochen vor der Eroeffnung begonnen. Steuerkarte und Arbeitsvertrag noch vorhanden, kann ich dir zeigen, wenn du in Bln bist.
  7. Das ist sehr richtig. Zu meiner CinemaxX-Zeit hiess es, das ursprünglich kein Kino, sondern ein Buerohaus an der Voxstrasse geplant war. Dort bestimmt aber ein anderer Vermieter als im gegenueber liegenden Sony-Areal.
  8. Unter diesem Blickwinkel (Fusionierung mit der englischen Vue, wonach redundante Standorte schliessen sollen), klingt der Rueckbau von CineStar Potsdamer Pl. wahrscheinlicher als gedacht. Vue wuerde sich weiterhin mit zwei Plexen im Umkreis von nur hundert Metern unnoetig selbst kannibalisieren. Es sei denn, der Vermieter des Sony-Komplexes gewaehrt Mietfreiheit, ebenso einige Filmverleiher.
  9. Das behandelt und erforscht doch alles J.-P. Verscheure (Cinevolution)? Hat in den letzten Wochen zahllose noch unbekannte Tonformate in der Cinematheque Francaise ausgegraben. Sicher der Motivierteste auf diesem Sektor, vermute ich. (Mein olles Tablett kann das Video leider nicht abspielen)
  10. Keine Nachfragen zum obigen Fachartikel? Dort steht: Eine eklektische Auswahl, von Bibelepen („König der Könige“, „Samson & Delilah“) über Kung-Fu-Abenteuer („Goodbye, Bruce Lee“) bis hin zu Dokumentarfilmen („Woodstock“) Eklektisch heisst: unschoepferische Nachahmung grosser Vorbilder. Oder positiv angewandt: Kompilation diverser Genre-Ideen unter einem neuen Zusammenhang: spezielles langlebiges Filmverfahren beispielsweise. Weiters: In der Einführung zu Jacques Tourneurs „Der Rebell“ wird eine „nostalgische Reise“ in „die Zeit vor Mobiltelefonen, Selfies und soziale Medien“ versprochen. Eigentlich ist es merkwürdig, wie oft das Aufführen von älteren Filmen mit Nostalgie gleichgesetzt wird. Endlich wird mit diesem Unwort aufgerauemt. Warum seit Jahren eine Verkaufspolitik unter dem Motto "Nostalgie, Zeitreisen, Traueme"? Der Autor deutet ueberzeugend an, dass klar die Flucht aus der Wirklichkeit Antriebsriemen fuer kinematographische Verfahren war. Klingt spannend: wovor und wohin flüchten wir, warum und mit welchem Ziel? (Fluchtbewegungen kamen oft in Krisenzeiten auf, man entflieht der Wirklichkeit, meidet die Konfrontation und steht im "Refugium der Illusion", zum Beispiel.) Das zu referieren kann mit Augenzwinkern und auch humorvoll "zelebriert" werden, ist aber selten. Und nur mit Nostalgie nicht zu ergruenden. Der Mythos Technicolor präsentierte sich beim Festival verliebt in andere Mythen: Den des legendären Musikfestivals Woodstock im gleichnamigen Dokumentarfilm von Michael Wadleigh, das wohl schon ohne Kamera und Dreifarbverfahren exakt so übersteigert und grell ausgesehen haben muss Niemand, der die Funktion von Kameras und Kopierwerken beschreibt? Wird alles (Technicolor- und Eastmancolor) zusammengeruehrt? Der Reporter des Filmdienst hat es definitiv nicht ganz treffend vermittelt bekommen. Woodstock ist in Technicolor 35mm3-Streifen-Technik aufgenommen? Oder auf 16mm Eastmancolor? Gilt dies fuer den Autor auch fuer APOCALYPSE NOT oder THE TEN COMMANDMENTS? Der Autor sucht ja nach spezifischen Stil-Ingredienzien des Technicolor, aber verstanden hat er die Veranstaltung folgendermassen: Denkt man an das Festival zurück, bleiben tatsächlich vor allem Farben in Erinnerung: Das blasse Giftgelb, das in „Apocalypse Now Redux“ nach einem amerikanischen Napalmangriff in der Luft liegt. So muss der Weltuntergang wirklich aussehen. Na klar. Oder auf keinen Fall. Nur: Das eine ist Eastmancolor, das andere Technicolor. Der Rest ist Einbildung.
  11. Gratulation zur ZKM-Reihe und aufwendigen Kopiengeschaffung heute nicht mehr so verbreiteter 35mm-Filme, die aber ohne Abstriche künstlerisch bedeutende Werke reflektieren. Stehen dort auch noch die DP70-Projektoren?
  12. 1 kurzer Tag in Oslo - andere Forumsteilnehmer waren und sind laenger dort, oder auch involviert. Zwei Vorfuehrungen mitten in der Woche und selbst auf der Spaetschiene fast ausverkauft belegen den systematischen Festival-Aufbau seit gut ca. 18 Jahren. Der Kinosaal nebst Leinwand aehnelt geometrisch dem Arsenal Berlin, aber Substanz, Material und Technik sind ungleich hochwertiger und avancierter (Bestuhlung, Beleuchtung, Bildwerfertypen und Tonanlagen nebst Wartung). Hier konnten Fachleute ein Konzept durchsetzen, was in anderen Kinematheken oft bestenfalls als notwendiges Uebel gehandhabt wird mit entsprechender Wertschaetzung (= Geringschaetzung). Angegliedert ein Kinomuseum mit inhaltlich und aesthetisch stimmiger Umsetzung: "Film" ist hier tatsaechlich noch erahnbar ohne Umdichtungen und aufgesetzte Deutungen. LORD JIM ist die seit den IFB 2009 bekannte Kopie, tendenziell gelbbetont in der Grundabstimmung (aber keinesfalls gelbstichig, etwa durch Irrtuemer beim Erkennen des LAD Standards unterschiedlicher Negativmaskierungen wie bei anderen Neukopierungen vorgefallen). Der Farb- und Lichtausgleich ungewohnt homogen, trotz einiger Beleuchtungsdefizite damals waehrend der Dreharbeiten. Der Einfuehrungsvortrag kam von einem Literaturwissenschaftsprofessor zum Werk Joseph Conrads. Von DTS-Neumischungen bin ich weniger ein Fan. Und selbst PHANTOM THREAD zeigte Grenzen, etwa eine leicht verwaschene Basswiedergabe, was im PCM DCI Ton meist besser klingt. Das Dup der Blow up-Kopie dieses Titels fand ich in Kornwiedergabe und Schaerfe vorzueglich, der Titel lief auch schon in Berlin auf 70mm. Man sollte ihn nicht mit der maximalen Leuchtdichte fahren. Andere Kopieneigenschaften bei PHANTOM THREAD moechte ich aber nicht belobhudeln. Inhaltlich ein mitreißender Film! Man koennte sich trotz des hohen technischen Niveaus immer noch weitere Ideenumsetzungen ausmalen, evt alternativ zusätzliche Bildmasken, eines Tages eine weitere Variante der Kaschierungsvorrichtung. Ist aber Geschmackssache und interessiert das Publikum nicht unmittelbar. Auch wuerde ich den Vorhang spaeter öffnen und früher schliessen, aehnlich in Varnsdorf. Sehe das halt aus dem Blickwinkel der 60er. Tatsaechlich war jede (! ) Filmrolle durchgehend scharf und gleich hell zu sehen. Vermutlich Fernglaseinsatz? Dafuer mehr als dankbar: fuer ein scharfes Bild wuerde man sogar tonlose Vorfuehrungen mitten auf der Strasse inkaufnehmen, so selten sind sie. Das Marketing sehr stark amerikanisiert aehnlich Krnov (ueberall einfallsreich Brands implementiert), aber geschmackvolle Motive. Der Zustand der Philips DP70 weit ueberdurchschnittlich gut und aufwaendig gewartet, mimimale Nachjustierungen (Hubmagnet?) fallen bei der Type immer mal an. Gegenüber Bauer U2 minimales, fuer Normalzuschauer kaum sichtbares Flimmern, aber auch da lässt sich ein wenig was dran aendern. Und ein ganz guter Bildstand soweit. Alles in allem unendlich besser als durch und durch unsaegliche DP75- oder FP75E-Vorfuehrungen von 70mm-Film u.a. in Stockholm, Berlin oder Paris. Am erfreulichsten waren Unterhaltungen mit schon etwas älteren Personen und Mitveranstaltern wie Johan Wolthuis und Jan Hein Beil, die bereits beim 70mm Weekend Panorama Varnsdorf anwesend waren. Daher: weiter so im Norsk Filminstitutt und Danke fuer die teure Heranschaffung der LORD JIM-Kopie aus USA!
  13. „Keep film on film“ BFI will 35mm-Kopien von 100 Filmklassikern herstellen – Spendenaufruf 19. Juni 2019. – Mit dem Aufruf „We need your help to keep 35mm film at the forefront of the cinema experience“ startet das British Film Institute (BFI) eine Spendenkampagne. In einem auf fünf Jahre angelegten Programm sollen 100 neue 35mm-Kopien von Filmklassikern des britischen und internationalen Kinos gezogen werden. Bei ordnungsgemäßer Vorführung und sachgemäßer Lagerung würden diese 35mm-Kopien Generationen überdauern. Im Aufruf heißt es: „As the art form of projecting films in their original format becomes increasingly endangered, we need to act now to ensure that our cinema histories are not lost, and make sure that audiences today and tomorrow have the opportunity to enjoy the flickering, textured magic that only projecting real celluloid film on the big screen can bring.“ Zum Spendenaufruf [2019/06/18] Ende des analogen Kopierwerks im Bundesarchiv Einstellung am 18. Juni 2019 18. Juni 2019. – Wie das Bundesarchiv auf Anfrage mitteilt, hat es die Arbeiten im analogen Kopierwerk eingestellt. Zuletzt wurden noch Start- und Endbänder sowie Blank- und Schwarzfilm für den internen Gebrauch kopiert. Die letzten drei für die Benutzung analog kopierten Filme waren die „Tobis-Wochenschau 46/1938“, der in der Auslandsinformation eingesetzte DEFA-Dokumentarfilm „Humboldt-Ehrungen in der DDR“ (1969) sowie der Spielfilm „Tötet nicht mehr!“ (1919) von Lupu Pick. https://filmerbe.org/page.php?0,100,
  14. Danke. Freut mich sehr. Genugtuung fuer das Kinosterben der City West. Zumal Betreiber des heutigen Filmhauses am Potsdamer Platz, die sich fuer aufwendige und traditionelle Kinos nie interessierten, stattdessen mit Dr. H. Kohl und dem Sony-Konzern am Po-Platz gemeinsame Sache machten, um dort in Kohlenkellern ihre kunsthymmnischen Blackbox-Kinos oder Multiplexe einzurichten. Jetzt sitzen sie in der Falle, auf ewig dazu verdammt. Und die Berlinale hat es auch nicht anders gewollt. Gaebe es in der City West noch Gloria und Gloriette, Filmbuehne Wien, Astor, Hollywood, City und Royal Palast, Marmorhaus u.a., niemand bräuchte sich den Kopf zerbrechen. Geschlossen wurden sie in der Regierungzeit von Bezirksbuergermeisterin Monika Thiemen (SPD) und Baustadtrat Klaus-Dieter Groehler (CDU). Alle nicht mehr im Amt und daher auch nicht zur Rechenschaft zu ziehen.
  15. Seitens Verdi hoerte ich von einer Schliessungsabsicht CineStar Potsdamer Platz zum Jahresende. Schwer vorstellbar allerdings, sodass ich eher vom Aussetzen der Miete ausgehe. Vermutlich ein Pokerspiel der Betreiberin. Auch Rother von der Deutschen Kinenathek macht zusammen mit der Gruetters von BKM Sandkastenspiele fuer den erfolgreichen Auszug des Filmhauses aus dem gleichen Areal und Neubau am Gropiusbau 2025. Ebenfalls schwer vorstellbar und dazu noch Vergeudung von Steuermillionen, die man an die Armen verteilen sollte.
  16. meinte nur, dass schon zur Analogzeit ein VFX-Effektgewitter Massen anzog oder wegen Overkill nervte. Es toetete die Inhalte, aber nicht das Geschaeft. Sonderphaenomene: TRON (der Effekt ist selbst das Thema); FLASH GORDON (SFX waren graesslich, aber der Mammutfilm wurde ein Erfolg). Daraus ableitend die Frage: welche Digitalitaet konkret heute toetet Kino? Moegliche Antwort: die Revolutionierung der Vertriebsmodelle durch digitale Distributionen ist der Sargnagel fuer einkoemmliche Theaterverwertungen.
  17. Es wird nicht allein der Overkill der visual effects bei MIB4 oder GODZILLA-KING OF MONSTERS sein, der toetet, eher doch, weil es sich um Kassenflops handelt. Bei Bruckheimer, Spielberg, Lucas und Cameron vor 20 oder 40 Jahren wurden deren Werke trotz albernster Drehbuecher gefeiert, weil mehrheitlich mit analogen Effekten die Massen anziehend. STAR WARS stiess mkr dennoch uebel auf, weil sich andeutete, dass die Aera des Achterbahnkinos kuenftig Blockbuster auf Basis des Bauerntheaters dominieren wuerde. Was an Digitalitaet toetet, wann und wo, waere noch praeziser zu erfragen. Bei einem Shitstorm aus MIB4 ist die Angriffsflaeche naemlich gegen Digitalitaet leicht zugaenglich, bei PLANET OF THE APES-SURVIVAL, der einem 50er Jahre-Western oder einem KZ-Film aehnelt, schwer zu detektieren.
  18. Womöglich befinden wir uns in einem doppelten Dilemma? Wenn schon beständige traditionelle Kinoformen fast untergingen und den moderneren Produktions - und Verleihpraktiken (mit ihren immer kürzeren Lebensproduktzyklen und Auswertungsfenstern) wichen, trifft auch die die digitale Lebens- und Konsumkultur produktiv aufnehmende Kinobranche "die Rache des Ungeheuers": schwuppdiwupp wird sie vom Digisat gefressen. Kinostandorte sind demnach zunehmend schwieriger zu halten. Bei den dt. Nachkriegsphilosophen findet man unterschiedliche Prognosen: nach Adorno und Horkheimer stellt die Kulturindustrie (seit mehr als hundert Jahren bereits) die Form ueber den Inhalt, um massenkompatibel zu bleiben und "schlaegt alles mit Aehnlichkeit". Nach Habermas ist das Web ein Ort, an dem "die Wurzeln einer egalitaeren Oeffentlichkeit von Lesern und Autoren reaktiviert" werden - in dieser positiven Prognose laege dann, koennte man annehmen, der Kern einer Chance, um im Sinne Adornos/Horkheimers die verhasste Kulturindustrie endlich umzustuerzen. Egal, welche Prognosen: dem Wachstum oder der Fortenwicklung moderner Kinoformen eben so wie dem Erhalt der klassischen Kulturtechnik Kino stehen sie gleichermaßen entgegen. (Aehnlich der CO2-Problematik.) Alles andere gehoert in den Bereich des Glaubens und Fuehlens, etwa das Ideologem "das Kino erfindet sich staendig neu". Dabei ist jener Gattungsbegriff "Kino" weder eine Naturkonstante noch "der subjektive Faktor" (nach dem ja wir als Menschen in Einzelinitiativen daran glauben, Dynamiken anstossen zu koennen). Meine Prognose geht leider von bis dato ungekannten Kollaps-Szenarien aus, die rasch totale Umformungen nach sich ziehen, auch in der Kuenstlichen Intelligenz und Robotik. Ob Multiplex oder Filmkunststaette: alle sind gleichermassen bedroht und muessten sich interessegeleitet zusammenschließen. Vor zwanzig Jahren noch haette ich das nicht so gesehen.
  19. Innerhalb des heute anlaufenden 70mm Festivals des Norsk Filminstitutt in Oslo fällt erkennbar der Einsatz der Neukopierung von LORD JIM heraus. Im Auftrag von Sony Pictures und Grover Crisp angefertigt. Möglicherweise ist es nicht übertrieben zu sagen., daß es sich mit Abstand um die weltbeste Filmkopie handelt, die noch in der Lage ist, einen Eindruck ohne jede Abstriche von der hohen Bildgüte der 70mm-Filmproduktion wiederzugeben. Die Vorstellung findet am kommenden Dienstag, dem 18. Juni 2019, um 18.00 Uhr und am 23.6. um 13.00 Uhr in Oslo statt, Informationen und Vorbestellungen unter: https://www.cinemateket.no/filmer/lord-jim
  20. Here are screenshot of two of the roadshow-rarities. I assume that only these one copies (with color fading) exist and would like to express my thanks to all who supported the programming of these movies. The diversity of the European festivals is a great advantage on last occasions to often see 50 or 60 year old premiere copies again before their chemical dissolution, especially since similar classics have not been shown for decades either in the USA or in countries of the former Soviet Union, I believe.. The volume of specialist lectures should be intensified in order to shed light on the advantages and ageing problems of this film process through comparisons and the presentation of antiques. The differences to more recent 70mm productions could also be illustrated, which is hardly the case in the USA. Since there is no other cinema with an oversized screen curved according to the Todd-AO method in the USA apart from the Arclight Cinerama Dome and Cinerama Seattle, the actual immersion of the method can hardly be depicted. Almost exclusively these festivals are still organized as advertising promotion only for the own "special" projection technique and thus the main topic, the speciality of the film copy is not considered, but everything is marketed simplified under "70mm miracles", according to which everything is equally good. But there are huge look differences between 65mm productions like THE BIG FISHERMAN on the one hand and DUNKIRK on the other hand, between RYANS TOCHTER and FAR AND AWAY on the other hand, between 2001 and 2010 as well, which is why it will also be attractive in the future to compare the different approaches. Picture 1: rigths by CCC Picture 2: rights by 20th Century-Fox Corporation
  21. Hoert sich zunaechst so an, ist aber in einigen Punkten dem heutigen Bewusstsein um zehn Jahre voraus. Den provokanten Fragestellungen sind die Meisten in ihrem Vorstellungsvermoegen und in der intellektuellen Analyse nicht gewachsen und ziehen sich auf Allgemeinplaetze ("Kino wird es immer geben...") zurueck. Ein Paradebeispiel dafuer ist der Thread "Neustarts", in dem man gleichsam einem Horoskop den Charts hinterherher-"dackelt" und das Denken getötet wird.
  22. Neustart. ™️
  23. SUNSET (ein 35mm-Film, dessen Deutschlandstart hinsichtlich Synchronisation und Formatwahl kritisiert wird: https://www.fr.de/kultur/tv-kino/rausch-abgrunds-12391243.html?fbclid=IwAR2Y49UHGBodJyTM9ShQjg22cCYHO0iGKNPtJ8Rg1p6NskPopCe8PGwlPF4
  24. Auf Widescreenmuseum gibt es keine Analysen, weder zur Filmkopierwerkstechnik oder zu Restaurierungen, weder eine Bewertung von Kopien-Ergebnissen noch Hinweise zum Scannen oder Graden. Eine Farbmatrix zu erstellen, die die Farbverdrehung bei Negativ in den Griff bekommt, ist eine Herausforderung https://www.broadcaststore.com/store/model_detail.cfm?id=805760 http://www.film-video.ru/docs/cintel/millenium_hd.pdf Die Entscheidungen im Work Flow wären aber nicht nur technisch zu fällen, sondern aus dem Blickwinkel Derjenigen, die Farben, Kontraste, Farbgleichgewicht der spezifischen Filmtitel erinnern und einzuschätzen wissen. Das technische Licht nicht nur mit einem Wert gefahren werden. Da gäbe es es Unterstützung. Zahnrollen mit Rundperforation gab es nur vor 125 Jahren. Man sollte die Zahnform dringend der Kodak-Standard-Perforation angleichen. Unterlagen vorhanden. Negative sind auch auf 70mm zu erwarten.
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