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cinerama

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  1. Dann liesse sich doch positiv neben der technischen Präzisierung (diese konstruktiv im Widerspruch stehend zu verbeamteten Resolutionen, die einem erzählen, was alles nicht geht) fundierte journalistische oder kunsthistorische Erkenntnis hinzufuegen? Einer der dies glänzend vermag, ist Alexander Horwarth, ehemals Direktor des Filmmuseum Wien, von seinen Berliner Kollegen als Gefährder deklariert: https://www.google.de/amp/m.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/diskussion-um-rettung-des-filmerbes-in-deutschland-14943602.amp.html
  2. Also ich fühle mich nicht angeekelt: die Konjunktion zwischen kopierwerkstechnischen Fallbeispielen, anthropologischen und kunstaesthetischen Werten hier ist selten und daher anregend. Die Rhetorik des Sprechers des Kinematheks-Verbundes (Dr. R. R., promovierter Literaturwissenschaftler) hat übrigens soeben einen grossen Erfolg erzielt: Kopierwerk des Bundesarchivs in Hoppegarten schließt Ende 2018 Erste Teile des Kopierwerks Koblenz veräußert 3. September 2018. – Der Betrieb des Filmkopierwerks des Bundesarchivs in Hoppegarten wird voraussichtlich Ende 2018 eingestellt. Wie die Pressestelle des Bundesarchivs auf Anfrage mitteilte, seien die aktuellen Rahmenvereinbarungen über die Beschaffung von Rohfilm und Chemie ausgeschöpft; eine Verlängerung sei nicht vorgesehen. Erste Ausstattungsgegenstände des bereits im Februar 2017 geschlossenen Kopierwerks am Standort Koblenz wurden bereits veräußert. Dazu zählen die Filmentwicklung samt Entsilberungsanlage, ein Filmprojektor und einzelne Nitrofilmschränke. Der Verkauf fand über die von vielen Bundesbehörden genutzte Plattform https://www.zoll-auktion.de/ statt. Auch die Ausstattungsobjekte des Kopierwerks Hoppegarten sollen auf diesem Wege veräußert werden. Wie das Bundesarchiv ferner mitteilte, ist die Ausschreibung für einen hochauflösenden Filmscanner für den Standort Koblenz beendet und der Zuschlag erteilt. Mit der Installation inklusive der notwendigen digitalen Peripherie sei nach Abschluss von baulichen Maßnahmen für Anfang 2019 zu rechnen. Aus: https://www.filmerbe-in-gefahr.de/page.php?0,100, 3.9.18
  3. Großartiges Forum zu Mitchell-Kameras - in USA moeglich, im Deutschland des postmodernen Kinematheks-Verbundes und dessen Sprecher undenkbar? Herr Rother (Deutsche Kinemathek) weist empört Unterstellungen seitens Dr. Dirk Alt und seitens des ehemaligen Direktors des Österreichischen Filmmuseums (ueber die jedenfalls ich nur das Beste sagen kann), Alexander Horwarth, zurück. Er vertritt die Auffassung, die Charakteristiken der Eigenschaften heutiger (Kodak?)-Printmaterialien bei der Neukopierung aelterer Filme seien als Hindernis fuer den Erhalt des Filmkunstwerks einzustufen. Dr. Rother im Wortlaut hier: Unzutreffende Vorwürfe gegenüber der Digitialisierungsinitative Alt und Horwath beschädigen ihr Anliegen durch unzutreffende Vorwürfe und die Umdeutung der Digitalisierungsinitiative zu „der“ Strategie „der“ deutschen Filmerbeinstitutionen. Im Kern jedoch setzen sich beide für mehr Aufmerksamkeit (und finanzielle Mittel) für die Bereiche ein, denen auch wir uns verpflichtet sehen. Dirk Alt hebt wesentlich auf Filme jenseits der Kinos ab, die zeithistorischen Wert besitzen, sein Beispiel ist der Film über die Massaker in Libau. Ein anderes Beispiel wären etwa die Filme der Polizeisammlung Berlin – von der Deutschen Kinemathek digitalisiert und nun zugänglich für historische Forschung wie dokumentarische Kompilationen. Alts Behauptung der Bevorzugung „industrieller Massenware“ geht fehl. Ein Blick selbst in die „Kostenabschätzung“ von PricewaterhouseCoopers hätte darüber informieren können, dass dokumentarische Filme dort gleichberechtigt auftreten und „ephemere Filme“ – wie der Libau-Film einer ist – explizit aufgeführt sind. Film ist ein Aufführungsereignis – allerdings ist die Engführung auf die mechanische Projektion analogen Films problematisch. Auch die Projektion digital entstandener oder inzwischen digitalisierter Filme ist Kino. Horwath identifiziert das Aufführungsereignis mit einer bestimmten Aufführungstechnik. Das ist fatal, wie sich an seinem Verständnis von „Faksimile“ zeigt. Eine Frage der Restaurierungsethik Ein Faksimile soll dem Original gleichen, die Film-Kopie aber ist die Verwandlung des nicht zur Vorführung bestimmten Negativs in „Film“. Eine Verwirklichung dessen, was im Negativ angelegt ist, aber auch: seine Interpretation. Erst Licht- und Farbbestimmung verwandeln das Werk in ein potentiell originalgetreues Kinoereignis. Wie getreu es sein kann, hängt von der Qualität des überlieferten Ausgangsmaterials ab, aber auch davon, ob die ursprüngliche Bearbeitungskette mit passenden Positivemulsionen oder auch den auf die Tonsysteme passenden Verstärkern überhaupt noch zur Verfügung steht. Einst auf Agfa-, Fuji- oder Kodak-Film gedrehte Filme, kopiert auf modernem Farbfilm mit seiner anderen Charakteristik: kann man sie noch Originale im Gegensatz zu (digitalen) „Faksimiles“ nennen? Der ursprünglich im mechanischen Druckverfahren reproduzierte Dreistreifen-Technicolorfilm, heute meist auf modernem Farbmaterial dargeboten – soll das ein Original sein? Die analoge Vorführung ist eine bewahrenswerte kulturelle Praxis, wie auch deren Voraussetzungen: die Produktion von Rohfilm, die Arbeit von Kopierwerken. Die Vorführung eines Digitalisats aber bedeutet kein grundsätzlich minderwertiges Aufführungserlebnis. Tatsächlich können digitale Versionen analoger Filme jener Erfahrung, die der Film einmal ermöglichte, näher kommen, als jede heutige analoge Umkopierung es könnte – eben weil die Digitalisierung Möglichkeiten bietet wie zum Beispiel die bessere Reproduktion des ursprünglichen Farbraums. Das angemessene Aufführungserlebnis ist keine Frage der Technik, sondern eine der Restaurierungsethik. Darum, und wie dafür Verständnis und zureichende Mittel geschaffen werden, sollte es in der Debatte um das Filmerbe gehen. Zit. aus: http://m.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/digitalisierungsinitiative-von-filmen-in-der-kritik-15100198.html
  4. Sehr "ueberraschend" wirbt der Sprecher des Kinematheks-Verbundes, Dr. Rother (Direktor der Deutschen Kinemathek) im Deutschlandfunk fuer den Erhalt der analogen Kopierwerke. Monatelang plädierte er fuer die Stilllegung. Nur ein Statement unter vielen, die sich gleichen: In ihrer Replik gaben Rainer Rother und Martin Koerber von der Stiftung Deutsche Kinemathek zu bedenken: „Ein solches Vorgehen [Erhalt eines Filmkopierwerks. - Erg. von @cinerama] wuerde in hohem Maße Mittel binden, ohne ein sichtbares Ergebnis zu liefern. Auf "Digitale Dämmerung" finden sich aktuelle Fragen zur Ausrichtung der Institutionen: https://duskofdigital.wordpress.com Auf Kinematheken-Info verschiedene Beiträge von Helmut Herbst, Daniel Kothenschulte, Dirk Alt oder Simon Wyss. Zuletzt auch zur Aeusserung von Dr. Rother eine Lesart, die die offizielle Vermeldung vom Kopf auf Fuesse zurückbringen will: http://kinematheken.info/jean-pierre-gutzeit-bedrohtes-filmerbe-das-werte-karussell-neuer-medienmuseen/
  5. Urania Berlin? Oder Gropius-Bau?
  6. Gut moeglich, Routineanfrage der Eigentümer. Danach ein langer Weg zum B-Plan oder Bauantrag bei der unteren Bauaufsichtsbehoerde mit Prfg. zusätzlicher bezirklicher Bedarfe. Der "Tagesspiegel" berichtet auffallend unzuverlässig seit zwanzig Jahren, mittlerweile von "taz", "Freitag" oder "Berliner Morgenpost" auf den letzten Rang verwiesen: erst vorgestern verkündete er den Teilabriss und Aufschuettung am Teufelsberg, dabei hatten wir am selben Tag bei der Behoerde den Denkmalunterschutz beantragt. "Tagesspiegel" und diesen nachplappernd die "rbb Abendschau" verkündeten das Gegenteil: den Erfolg eines Antrags, der im Ausschuss fuer Stadtplanung keine Mehrheit fand. ?
  7. Parallel forcieren beide Betreiber in Bln einen ehrgeizigen Relaunch in Tegel und in Britz. Gewisse Sicherheitstandards und Komforts sind erkennbar, wohingegen die Bastel-, Armuts- und Selbstausbeutungs-Romantik in Hinterhofkaschemmen dieser Stadt langsam aufstoesst. Wer als Naechster? Die S-Hoefe waeren auch so ein Kandidat, Helle Mitte ist bereits geschrumpft und in der Promenade schaut man auch ins Stille.
  8. Hier wurde doch gar nicht gefragt "wie erlerne ich das Schmalfilmhobby", sondern um Hilfe bei der Werttaxierung eines Funds. Also will einer, der so fragt, nur Geld ? machen. Dafuer verschwenden dann die zeitlich und nervlich ohnehin gebeutelten echten Filmaktiven gutmütig ihre Zeit, darauf zu antworten. Man sollte jeden Beitrag sogenannter Newies, die Preisberatschlagungen erwarten, unverzüglich löschen.
  9. 2019 am Start und mit Spannung erwartet. # Programmhinweis: https://cinerama.com/Festival.aspx?ec=0000000017
  10. https://filmandfurniture.com/2018/08/exclusive-original-2001-djinn-chair-from-kubricks-film-set-has-emerged-and-settles-a-debate/ https://m.ebay.com/itm/Ultra-Modern-Pair-of-Djinn-Chairs-by-Olivier-Mourgue-2001-A-Space-Odyssey-/122721754045 https://ascmag.com/articles/filming-2001-a-space-odyssey
  11. Du hattest ja das Glück, die ersten Kopieneinsätze in der Hand zu haben. - Gestern sprach ich wieder drei Stunden mit Kollegen aus der Postpro über die Erstkopie und die Resonanz im Royal Palast (ein Drittel verließ den Kinosaal nach 30 Minuten, beim im Hotelzimmer alternden Bowman stand einer auf und rief laut "Scheisse!". Für die Presse war der aus Westsdeutschland bekannte Film schon mit Vollzug der Mondlandung seit 1969 abgestanden, prätentiös und eitel. Aber er startete mit einer wie handverlesenen Kopie ohne grosses Getrommel für das Format. Vollkommenheit hat auch keine Werbung nötig, niemand schwafelte von Roadshow und 7.1.-Konfigurationen. "2001" lief im Gegensatz zu den 166 Wochen von "Doktor Schiwago" nur 7 Wochen, dem die 70mm-Kopie von "Vom Winde verweht" folgte - mit immerhin 8 Wochen Laufzeit. (Im Berliner U-Bahnkino "Berliner Fenster" tauchte heute kurz in den Abteilen eine Tafel auf, die an den Royal Palast mit der seinerzeit größten gebogenen Breitleinwand der Welt erinnerte, hab nur 1 Sekunde mitgelesen, Text kam mir seltsam bekannt vor.)
  12. Also die englische an der Spree hatte ich mal aus USA gekauft, war nicht wirklich scharf. Live action scenes filmed in 35mm, dann als Dup in der 70mm-Fassung (auf der HD-Scheibe besser aussehend.) Es nervte das Hin- und Her der Qualitaetsstufen und Formatwechsel.
  13. Mitteilung des Norsk Filminstititutt - Film ab sofort bis in den Sept. im Einsatz: Warner Brothers har nå åpnet sine arkiver og laget en håndfull nye 70mm-kopier av Stanley Kubricks 2001 fra printelementer hentet direkte fra originalnegativet. «This is a true photochemical film recreation. There are no digital tricks, remastered effects, or revisionist edits,» skriver studioet i sin pressemelding. Cinemateket har nå importert en av disse kopiene og gjør denne unike opplevelsen av 2001: en romodyssé mulig for et norsk publikum også. 70mm-entusiast og filmskaper Cristopher Nolan var sterkt delaktig i prosjektet, og var med på mastringsprossessen for å sikre denne gjennom erfaringer gjort på sine egne 70mm-filmprosjekter. Og i Cannes var det naturligvis han som presenterte den aller første visningen av de nye kopiene. Til tross for at 2001 nok er en av Stanley Kubricks mest stillestående og tålmodighetskrevende produksjoner, blir man allerede fra starten fullstendig oppslukt av dette mesterverket. Kubrick var en teknisk perfeksjonist, og 2001 er selve kronen på verket: Hvordan han bruker de visuelle effektene, som spektakulære perspektiver og kamerabevegelser, overgår alt annet vi har sett i sjangeren. Musikk av klassiske komponister som Johann og Richard Strauss, og ikke minst mer moderne Györgi Ligeti, underbygger de fantastiske bildene og tilfører filmen en ekstra dimensjon. 2001 er et uovertruffet stykke science fiction-kunst, som på en tankevekkende og overbevisende måte runder mange hjørner av vårt solsystem, og ikke minst på originalt vis forsøker å skildre tiden som en uendelig faktor. Mangelen på tradisjonell narrasjon i store deler av filmen og en episodisk oppbygging åpner for ulike tolkninger, og Kubrick selv anbefaler at man kommer til kinosalen med et åpent sinn: «The feel of the experience is the important thing, not the ability to verbalize it. I tried to create a visual experience which directly penetrates the subconscious content of the material.» En tidløs klassiker i en splitter ny 70mm-kopi. Kan det bli bedre? Zit. aus:https://www.cinemateket.no/filmer/2001 Google-Übs.: Warner Brothers hat jetzt sein Archiv geöffnet und eine Handvoll neuer 70-mm-Kopien von Stanley Kubricks 2001 aus Druckelementen erstellt, die direkt aus dem Original-Negativ stammen. «Dies ist eine echte photochemische Filmerholung. Es gibt keine digitalen Tricks, remasterte Effekte oder revisionistische Bearbeitungen ", schreibt das Studio in seiner Pressemitteilung. Cinemateket hat nun eine dieser Kopien importiert und macht dieses einzigartige Erlebnis von 2001: eine Romodyssé auch für ein norwegisches Publikum möglich. Der 70-Mm-Enthusiast und Filmemacher Cristopher Nolan war stark an dem Projekt beteiligt und beteiligte sich am Mastering-Prozess, um dies durch seine eigenen 70-mm-Filmprojekte sicherzustellen. Und natürlich hat er in Cannes die allererste Ausgabe der neuen Exemplare präsentiert. Trotz der Tatsache, dass 2001 wahrscheinlich eine der stursten und geduldigsten Produktionen von Stanley Kubrick ist, ist es bereits vollständig in dieses Meisterwerk eingetaucht. Kubrick war ein technischer Perfektionist, und 2001 ist die Krönung: Wie er die visuellen Effekte nutzt, wie spektakuläre Perspektiven und Kamerabewegungen, über alles andere, was wir in diesem Genre gesehen habe. Musik klassischer Komponisten wie Johann und Richard Strauss und nicht zuletzt des modernen Györgi Ligeti untermauert die erstaunlichen Bilder und verleiht dem Film eine zusätzliche Dimension. 2001 wird ein konkurrenzlos Stück Science-Fiction-Kunst, als zum Nachdenken anregenden und überzeugende Art und Weise rund um viele Ecken unseres Sonnensystemes, nicht die Original-Show zu erwähnen versucht, die Zeit, die ein unendlichen Faktor darzustellen. Der Mangel an traditioneller Erzählung in weiten Teilen des Films und eine episodische Struktur offen für unterschiedliche Interpretationen und Kubrick auch empfehlen, dass Sie mit einem offenen Geist ins Theater kommen: „Das Gefühl der Erfahrung ist das Wichtigste, nicht die -sympathie zwei es verbalisieren. Ich habe versucht, eine visuelle Erfahrung zu schaffen, die direkt in den unbewussten Inhalt des Materials eindringt. » Ein zeitloser Klassiker in einer brandneuen 70mm Kopie. Könnte es besser sein?
  14. Zur Zahnteilung/ Filmschrumpfung 1981 mal was fotokopiert (schlecht leserlich, sorry): Auszuege aus den Aufsaetzen von Enz und der Diss. von Furchert und der Typisierung von Tuemmel. Enz und Tuemmel warnen (wie noch heute das BArch) vor Perforationszerstoerung durch Zahnkraenze mit mehr als 32 Zaehnen (die sich oft schleichend vollzieht, weil das Elastizitaetsmodul des Films oder Filmkonservierungsmittel diesen Prozess durch Geschmeidigkeit verschleiern), Furchert erklaert unterschiedliche Beanspruchungen der Perforation beim kontinuierlichen Transport und andererseits beim Schritttransport (auch bei gleich grossen Zahnkraenzen) so wie die sog. Longitudinalschwingungen.
  15. https://deutsches-filminstitut.de/blog/werkschau-stanley-kubrick/#7
  16. In Österreich hatte "2001" 1968 im Wiener GARTENBAUKINO Premiere - anderthalb Jahre früher als bspw. in Berlin. In Revivals lief er immer dort, verstärkt wieder ab dem Jahre 2001. Die wunderbare Website des Filmtheaters entwickelt ein Gefühl für die Sache: https://www.gartenbaukino.at/programdetail/program/2001-a-space-odyssey.html Zwischen dem 20. August und 12. September 2018 sind sieben Einsätze der Fassung von 2018 angesetzt. (Der dort sich verirrte Satz, daß vom originalen Kameranegativ gezogen wurde, kann ausgeblendet werden). https://www.gartenbaukino.at/programdetail/program/2001-a-space-odyssey-70mm.html Im Deutschen Filmmuseum Frankfurt am Main laufen neben dem Jubiläumsfilm noch weitere Kubrick-Werke wie SHINING, EYES WIDE SHUT, THE KILLING, PATH OF GLORY oder A CLOCKWORK ORANGE tatsächlich wieder von der 35mm-Filmrolle: https://deutsches-filminstitut.de/blog/werkschau-stanley-kubrick/#7
  17. Und 0,5% sind ja geringfuegig: dass Kinoton-Projektoren bereits hier mauern, ist schon bedenklich. Den DP75 vorgestern Nacht ein wenig umgebaut, an der Nachwickelrolle habe ich den Umschlingungswinkel von bisher ueber 200 Grad durch eine Abstandsrolle verringert. Auch bei der Vorwickelrolle laesst sich der Umschlingungswinkel spaeter noch verringern. Damit ist der Filmlauf partiell filmschonender als selbst auf DP70 und das bezeichnete Problem tendenziell unterbunden. Bild 1 mit Betrieb bis 1800m, Bild 2 fuer Betrieb grösserer Wickel als 1800m. Bei der E-Serie geht das leider kaum oder gar nicht. ?
  18. https://spectrum.ieee.org/consumer-electronics/standards/will-todays-digital-movies-exist-in-100-years
  19. Nach dem hier debattierten Problem mit der E-Serie (es lag mir wirklich fern, Anhänger dieses Systems zu kränken) steht der alte DP75 nun in einem anderen Licht - ich hatte es vorher so nicht gesehen. [Brauchte jüngst aber einen mobilen Open Air-Projektor: angeboten wurde DP75 mit elektronischem Irem-Gleichrichter, 7kW-Lampenhaus, Laserabtastung und mit ungewohnt gutem Bildstand. Neue Zahnkränze, fabrikneuer Magnetkopf. Für unterwegs. (Und stationär weiterhin an DP70, U2 festhaltend)]. Tatsächlich kamen einem Ideen zur Änderung der Filmführung und zum schonenderen Materialdurchlauf über die noch konventionellen Zahnkränze am DP75. Dies ist möglich. Aber auf E-Projektoren scheinbar nicht möglich. Und es scheint wirklich am Umschlingungswinkel zu liegen. Denn es wird auch hier wieder ausschließlich von der Nachwickelrolle gesprochen und hier ist halt der Umschlingungswinkel bauartbedingt groß, wohingegen man bei der Vorwickelrolle auch "direkt" zwischen die beiden Rollen vor der Vorwickelrolle einlegen kann (und es in der Praxis wohl auch tut) ohne den S - förmigen Filmweg des Kinoton - Einlegeplans zu benutzen. Die Beschreibung, falls richtig interpretiert, bezieht sich noch auf DP75: dies sehe ich genau so, denn man kann bei der Vorwickelrolle auch "direkt" zwischen die beiden Rollen vor der Vorwickelrolle einlegen, anstatt den 35mm-Film nringsum das Magnettongerät zu führen: also durch die Mitte einfädeln. Damit läßt sich der gefährliche Umschlingungswinkel von 180 Grad umschiffen. (Das werden sicher auch geübte Vorführer schon getan haben.) Bei der Nachwickelrolle DP75 aber stellt sich nochmals dasselbe Problem: 180 Grad - hochgefährlich für geschrumpften Film. (Und auf Zahntrommeln noch größeren Durchmesser wie bei der E-Maschine verschärt sich die Havariegefahr nochmals). Gestern versetzte ich am DP75 die Umlenk- und Leitrollen hinter der Nachwickelrolle. Sowohl bei der Vorwickelrolle als auch bei der Nachwickelrolle ist damit das Einlegen mit einem Umschlingungswinkel möglich, der noch geringer als beim DP70 ausfällt. Weitere Änderungen folgen. Das allein stellt zwar noch nicht zufrieden, aber Szenarien, wie auf den E-Maschinen auftretend, wäre damit die Grundlage genommen. Schon zur Zeit vor der Einführung der E-Serie haben einzelnde Archive die Auslieferung ihrer Materialien aufgrund der Schrumpfungsindizes verweigert, noch zu Zeiten, als noch Philips FP5-Maschinen einen Grossteil des Marktes dominierten, die auch heute nicht die schlechteste Empfehlung für altes Material abgäben. Bei Betrachtung der E-Serie müssten warscheinlich die Herausgabekriterien nochmals überdacht werden: der Amerikaner konkretisiert bereits den Schrumpfungsgrad von über 0,7%, ab welchem Havariefälle auftraten. Es gibt auch Stimmen innerhalb der FIAF, den Filmwiedergabestätten auf lange Zeit nicht die E-Serie, sondern plötzlich wieder 50er Jahre-Projektoren anzuraten. Schade, denn die vielen Features der E-Serie sind durchaus ein Traum gewesen.
  20. Oder: Umschlingungswinkel in Relation zur Zahnteilung. Auf der E-Serie zieht die Schleife weg - mit oftmals nachfolgender Filmbeschaedigung. Im Gegensatz zu auch von dir erwähnten konventionellen Projektoren. Geht es also um ein Spielzeug fuer Ingenieure und Multiplexe oder Synchronstudios, oder eher um einen verlässlichen Archivbetrieb? Es gab laut klassischer Physik nie einen Grund, mehr als 3 Zaehne (beidseitig 6) der Schaltrolle zugleich eingreifen zu lassen. Bei den Vor- und Nachwickelrollen der FP75E, ebenfalls fuer 35mm problematisch, laueft ueber der ersten Nachwickelrolle 35mm-Film etwa im 100 Grad Umschlingungswinkel, bei 70mm bereits mit mehr als 180 Grad. Auf der zweiten Vorwickelrolle ebenfalls um die 180 Grad. 180 Grad auch an der ersten Vorwickelzahnrolle am Magnettongeraet, identischer Bautyp zum DP75. Dies im unangenehmen Vergleich zu von dir erwähnten älteren Projektoren von FP5 bis Bauer U4. Da es schon vor 5 Jahrzehnten zu Problemen mit unterschiedlichen Rohfilmstandards kam (das dickere Ferrania Color gegen Eastman Color oder das Schwarzweissmaterial von Orwo nach TGL- Norm), die bei projektionstechnischen Abhandlungen so gut wie nie eroertert werden, scheint mit der E-Serie etwas Neues geschaffen worden zu sein, das weniger denn je Ruecksicht auf das Alte nimmt. Vielleicht stehen auch die Erfordernisse einer groesseren Schaltrolle in Bezug zu anfänglichen Bildstandsproblemen der Schrittmotore bei der früheren EC- Version im Vordergrund? Das genaue Gegenteil bei den Filmkopiermaschinen: bspw. greifen bei Bell and Howell Model C nur zwei Zaehne beim Transport in der Bildbuehne ein, eben auch zugunsten des Bildstandes bei masshaltigem Rohfilm versus bereits leicht geschrumpftem Negativ. Ergaenzendes Thema aus 2015:
  21. Der "politisch-soziologischen Linken" Westdeutschlands, der E.P. zunächst angehörte, war in der Epoche von Agitprop und antiimperialistischem Kampf der 1960er jeder Film suspekt, der sich aus dem Zeitgeschehen heraushielt oder gar die Traumindustrie affirmierte (die "Frankfurter Schule", eine Denkrichtung um Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, entlarvte den Schein und die Einlullung seitens der kapitalistisch gelenkten Kulturindustrie, die Träume produziert, um ein Klassensystem zu verkleistern. Berechtigt. Nicht Träumen, sondern Aufklären tat not. Da aber Kunst nicht nur Inhalt, sondern auch Form ist, kann sie keine 1:1- Abbildung einer politischen Tagesdebatte sein, sondern lebt von Widerspruch und auch innerer Dissidenz von Autoren. Eisenstein hat unter Stalin "Alexander Newski" gedreht, Furtwaengler vor Hitler Beethoven dirigiert, Goldsmith und Cardiff an Rambo-Epen mitgewirkt, Rosselini vor "Rom offene Stadt" leider drei Propagandafilme fuer Mussolini gedreht. Als Filmhistoriker, Philologe und Macher eines kommunalen Kinos musste E.P. bestrebt sein, das Gesamtspektrum zu durchleuchten. Daher sein Wechsel von der "politischen" zur "ästhetischen Linke" mit dem Fokus auch auf Filme Fords, Langs, Hitchcocks und Riefenstahls. Waehrend sein Kollege Ulrich Gregor in "Filmkritik" recht abschaetzig auf Monumentalfilme wie "Die Zehn Gebote" oder "Exodus" herabblickte, finden sich bei E.P. in Rezensionen zu "Porgy und Bess" oder "2001" Einblicke in den Stil- und Formwillen der Filmschoepfer. Das machte ihn keineswegs zum Fan solcher Filme, aber zu einem ueberragenden Historiker.
  22. 22. und und 27.8.18 die von Christopher Nolan kuratierte sog. "unrestored version" 2001: A SPACE ODYSSEY, welche nach Information des Kinos vom Kameranegativ hergestellt sei: https://www.arsenal-berlin.de/kalender/filmreihe/calendar/2018/july/09/article/7341/2796.html
  23. Das ist sehr bedauerlich, tragisch und ein Verlust akademisch integrer Persönlichkeiten. (Gerne und dankbar erinnere ich mich an die Mitarbeit beim PANZERKREUZER POTEMKIN-Restaurierungsprojekt, wo er stets ein offenes Ohr fuer Vorschläge hatte. Auch als Mitherausgeber von "Die Filmkritik" ein Vordenker der Avantgarde und zugleich Bewunderer auch konservativer" Genre-Filme).
  24. posted 02-11-2017 03:24 PM Central (GMT -6:00) (10:24 PM Local) Well, we run Kinoton FP-38E Premiere and FP-30D:s of a later manufacture. Shrunken film up to 0.7% will work decent, but more than that makes the film "climb over" the bottom feeding sprocket. We ran a 1955 Tech print the other day which climed over 4 times during a reel. This "eats up" the bottom loop which forces you to stop and reload. We also have Kinoton FP-75E machines. They seem to cope with slightly better with shrunken film over 0.7% The film feels more like it is kept in vice in this machine. The most likely outcome is that the sprockets will give way before film forces you to shut down the projector. If there would be a need for shrink rulers I can ask my friend if there is an option to make a few. http://www.film-tech.com/ubb/f1/t012110.html Auch das Glücksgefühl des Vorfuehrers, einen Film ohne Unterbrechung durchgebracht zu haben, besagt noch nichts ueber minimale Perfoanschlaege, die man nur unter der Lupe erkennt. Heute macht ein jeder, was er will, und besagte Kopien laufen oft nur 1x, dann zurück zum Versand. Der Fortschritt an Schaeden bei Dauerbeanspruchung ist so kaum noch beweisfaehig.
  25. Das Programm im Oktober 2018 in Bradford enthält die Titel MUTINY ON THE BOUNTY, GRAND PRIX und THE WEST WAS WON. https://www.scienceandmediamuseum.org.uk/whats-on/widescreen-weekend?utm_source=wordfly&utm_medium=email&utm_campaign=BRH%3AWSWFullProgrammeAnnouncement&utm_content=version_A
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