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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Vorschau zum vierten Wochenende im Mai 2018: Weitere Exponate an 70mm-Projektoren im Centrum Panorama Varnsdorf. Die Kollektion begann mit UM70, DP75 und setzte sich fort mit Pyrcon UP700, DP70 und Bauer U2. [Begleitend zum Large Format Filmfestival "70mm Weekend" http://www.centrumpanorama.cz/cz/70mm-weekend-varnsdorf-2017.html im Rahmen des traditionellen Neisse-Filmfestivals mit internationalen Gästen und Fachvorträgen.] Und nun suchen wir noch weitere Projektor-Raritäten: einen FG70 vielleicht? Wer hat diesen Projektor schon erlebt? Interessanterweise wurde von den Ingenieuren das Magnettonlaufwerk asymmetrisch aufgebaut - und diese Anordnung könnte die Filmschonung beeinflussen. (Auf dem FG70 lief auch ein 70mm-Film zur Drei-Schluchten-Talsperre.)
  2. Warum nicht? Ist doch kein IT-Band, sondern evt das Tondup der deutschen Fassung (evtl. das Kopierband fuer die Umspielung zur 70mm-Kopie, die die gleiche Laenge aufweist wie die 35mm-Kopie.) Man sollte aber versuchen, den Bildtransfer nicht vom damaligen 35mm-Zwipo anzufertigen, zumal Regisseur Werner Wallroth sich noch Jahre später über dessen mangelnde Qualität beklagte. Erst beim zweiten DEFA-70-Film verfügte man in Johannisthal bereits über die Ausstattung einer Oxberry für verbesserte Reduktionsfassungen. Existiert das 70mm-Negativ?
  3. Der grüne Baustadtrat in Berlin Charlottenburg so wie der Dienstherr des Landesdenkmalamtes, Kultursenator Lederer aus der Linken, haben sich von den Investoren überzeugen lassen, dass ein Erhalten von Teilen des Gloria Palastes oder seiner Fassade sanierungstechnisch nicht möglich sei und somit den Denkmalschutz aufgehoben. Deren Amtsvorgänger von der CDU, bspw. Baustadtrat Gröhler, verfuhren in gleicher Weise 2005 hinsichtlich des Abrisses des Royal Palastes. Gegen beide Entscheidungen protestierte der ehemalige Leiter des Denkmalamtes, Dietrich Worbs, der seinerzeit beide Kinos unter Denkmalschutz gestellt hatte (und mir damals schrieb, dass der Unterschutz gelte), der auch noch einen persönlichen Bezug zu Filmtheatern besitzt, welcher jüngeren Politikern offenbar abhanden gekommen ist: https://www.morgenpost.de/berlin/article210822803/Berlins-Gloria-Palast-wird-abgerissen-trotz-Denkmalschutz.html https://de.nachrichten.yahoo.com/city-west-abriss-gloria-palastes-020000816.html
  4. (Der Thread bespricht eine Neuproduktion und waere, nach "Allgemeines Board" verschoben, breiter aufgestellt.)
  5. Das sehe ich genauso. Qualitativ waren die vier 70mm Neustarts mit INTERSTELLAR, HATEFUL 8, DUNKIRK und ORIENT EXPRESS sehr minderwertige und zudem unausgeglichene Duplikatkopien. Es gab aber auch Fälle von Kopien vom Kameraoriginal, die, wenn sie zu unausgegleichen und zu hell kopiert waren, schlechter aussehen konnten als Duplikatkopien. All das wäre überhaupt nicht nötig. Wie erwähnt ist das Intermediate-Material von Kodak ab 1992 in der Lage, fast ohne erkennbare Schärfeverluste und Farbveränderungen in der 4. Generation eine Theater- und Dupkopie fast ununterscheidbar von einer Direktkopie vom Kameraoriginal herauszubringen, selbst noch bei versehentlich zu hell gezogenen Duppositiven. Das taucht in den meisten sogenannten Fachberichten gar nicht auf, in denen die fehlerhaften Arbeiten nicht weniger Kopierwerke als "Beweis" fuer die Nichtdurchfuehrbarkeit herangeführt werden. Allein am Beispiel dreier unterschiedlicher 35mm-Kopierwerke zeitigten diese aufgrund unterschiedlichen Equipments und Personals unterschiedliche Ergebnisse. Geyer kopierte seine Dups auf dem Seiki Printer (Ausleuchtungsschwaeche), Arri nass im Kontakt auf der Schmitzer (Bildstandsschwaeche) und Rank in London so weit ich mich erinnern kann trocken im Bipack-Verfahren. Aber auch schon das Fuji-Intermediate seit Mitte der 80er Jahre konnte ohne erkennbare Verluste in Schaerfe und Farbtreue Duplikate moeglich werden lassen, aber gerade das ganz hervorragende Fuji-Dup-Material wurde von den meisten Kopierwerken boykottiert. Dabei war das neue Intermed-Material vom Kodak ab 1992 (im Gegensatz zum Vorgängermaterial der Firma 5243) recht anfällig für Schlierenbildung während des Entwicklungsprozesses. Das Intermed-Material von Kodak vor 1992 aber (also ab 1978) erzeugte hinwiederum ein unreines, und bläulich schimmerndes Weiss in der Theaterkopie und (wie alle anderen Duplikatmaterialien anderer Firmen) unbestreitbare Verluste in der Schaerfe und Farbe auch noch in der vierten Generation, d.h. in den Theaterkopien. Noch im Kaltprozess der 60er und 70er Jahre zeigten die Kopien in der vierten Generation, also von Dupmaterialien, die einigen unter uns bekannten blau-weißen Lichthoefe an den Konturen schwarzer Flächen, bspw. schwarzer Anzüge und so weiter. Trotz gewisser Verluste und Mängel aber waren die Leistungen der Kopierwerke versierter oder offenbar patenter als heute anscheinend bei Fotokem (USA) oder Cinelab in London. Dass die 70mm-Dupkopien heute unscharf sind, kann ich schon von daher bestätigen, als ich selber in einigen wegen nicht ganz aktueller Objektive und Lampenhäuser kritisierten Spielstätten zu irgendeinem Zeitpunkt mal mit 70mm-Altmaterial aus dem eigenen Archiv unterwegs war, aber das Bild sehr wohl scharf zu bekommen war. Jenseits der enttäuschten Schärfe isz bei dem neuesten Kopien aber auch der Mangel unzureichenden Farb- und Lichtausgleich stark auffallend, der Mangel am Szenenausgleich und der Mangel einer geeigneten Grundabstimmung wird sofort augenscheinlich. An diesen Grundfehlern ändern dann auch die in wenigen Kinos erfreulicherweise modernisierten Lampenhäuser und Objektive auch nicht so viel. Es wird einem mulmig im Magen - so oder so. 5 Monate später bei der Blu ray-Edition sind diese Fehler dann meist ausgemerzt, obwohl diese Sorgfalt bereits zur Analog-Premiere hätte stattfinden müssen.
  6. Filmmusik, stets organisch mit der Dynamik einer Spielfilmhandlung agogisch verbogen, wirkte bei Neueinspielungen fuer den Konzertsaal fast immer "losgelöst": sie verliert ihren einstigen Dialogpartner, wirkt zumeist pathetischer, elegischer oder kitschiger. Selbst die späteren Einspielungen durch Rozsa selbst (Nürnberger Symphoniker) konnten eine übertrieben bedeutungsschwangere Steifigkeit nicht verbergen. (Ausnahmen bestätigen die Regel.) Das Geld fuer solche Produktionen lieber fuer neue 70mm-Kopien ausgeben?
  7. Ist natürlich erklärungsbeduerftig. So kann genau erklärt werden, was beim Dupprozess, den nicht viele beherrschten, prozessmaessig beachtet werden muss! Das positive Zitat entspricht einer bestimmten Erfahrung aus begrenzter Zeiten der 35mm-Kopierung in Deutschland. Auf 70mm gab es sehr gute Kopien von Titanic (herausragend), Terminator 2, Greystoke, Abyss u.a. Und die Kopien der juengst genannten Titel (seit INTERSTELLAR) sind auffallend schlechte. Noch schlechter als die ohnehin schon schlechten Dupkopien vergangener Jahrzehnte. Die Vorteile der Digitalisierung werden auch wiederum dadurch eingeschränkt, wenn durch den die D.I.-Prozess u.a. Farbverfälschungen stattfanden, wo gegenüber selbst 35mm-Dupkopien der Vorjahre im Vorteil waren. Wie oft muss das hier eigentlich noch vorgetragen werden? Das ist doch denkbar einfach und anhand der Ergebnisse nachvollziehbar?
  8. Doch, war dringend gewollt und angefragt, aber es kam nie eine Offerte. Begründung: die Rauemungswelle der Multiplexe sei mittlerweile abgeschlossen und diese Teile jetzt schwieriger zu bekommen. Gibt es einen Anbieter?
  9. Danke für miberes Bericht. Ähnliches erlebte ich von Firmen-Zwillings-Kinos in Berlin. Nein, alle diese richtig beschriebenen Symptome hat es in den 60er Jahren so gut wie nie gegeben. Und selbst im Zeitalter der blow up-Kopien in den 70er 80er 90er Jahren galt immer noch der felsenfeste Bildstand "wie ein Dia" als ehernes Gesetz. Diese Kaufmannsehre, eingeübte Kinotechniker aber auch selbsttätig aktive Filmvorführer gibt es heute fast nicht mehr. Nach ersten euphorischen und übertriebenen Presseberichten zu neueren 70mm-Starts witterte auch der Lounge-Kinobetreiber Hans-Joachim Flebbe ein paar Presse Publicity trächtige, ausschlachtungsfaehige Alleinstellungsmerkmale seiner Kinos für sein großenteils älteres Publikum, das noch 70mm-Filme kennt. Die in Multiplexen wie seinen CinemaxXen heruntergewirtschafteten DP75 Maschinen wurden zusammengepfiffen und vom letzten Kinotechniker, der noch DP75 Ersatzteile und Getriebe aufbewahrte, wieder in Betrieb genommen. Der Betreiber, dem wir alle immer wieder auf den Leim gingen, ob du mit positiven Berichten, andere mit positiven Reportagen oder ich mit etlichen Beigaben, weiss über die Mängel und den Pfusch bestens bescheid, sind sie ihm doch konkret benannt worden und auch ernsthafte Alternativen mehr als kostengünstig aufgelistet worden. Er fährt aber weiter, selbst in sogenannten Premium Luxus Kinos, seine multiplexale Politik. Weiters hatte ich die Kopierwerk Qualität den letzten 10 Jahren immer wieder deutlich kritisiert und und zuletzt auf unscharfe Kopien von interstellar, hateful eight, dunkirk und orientexpress hingewiesen. Nicht zuletzt, weil diese fast alle Duplikatkopieren sind. Dupkopien aber gab es in den 50er und 60er Jahren auf 70mm nicht, sondern nur Kopien vom Kameraoriginal, und auch noch in den 90er Jahren wurde direkt vom Originalnegativ kopiert - so macht der 70mm Prozess auch Sinn. Fazit, selbst mit der vorhandenen Technik sind heute weitaus bessere Ergebnisse möglich. Auch aufnahmetechnisch. Es klingt vermessen und übertrieben, aber wenn dies nicht stattfindet, ist es zurückzuführen auf Personen, die sich in der Materie mittlerweile nicht mehr auskennen. Zahlreiche Festivals des 70mm-Films aber zeigen nachwievor genau gegenteilige Beispiele! Auch wenn hin und wieder eine+ rotstichiger Film läuft, ist das immer wieder ein Ereignis.
  10. Eine Quelle eventuell? Suchte welche - allerdings zu spät angegangen - und hatte jetzt aktuell Pech damit. Danke!
  11. Der Thread passt schon zum Thema. Bezieht sich das auf die Perfo-Bänder und welche? Eine 70mm-Kopie existiert als Referenz, aber diese dürfte kaum auf dem Tisch liegen - woher sollte sie kommen, wenn es nur eine gibt? Ist es das Originalnegativ? Danke für eine Auskunft.
  12. Hallo Jürgen Lossau,

    ist die Kollektion der Schnalfilmprojektoren aus der Haushaltsauflösung noch erhältlich?

    Gerne würe wir sie besichtigen.

     

    Herzlichen Dank für eine Information

     

     

    Jean-Pierre Gutzeit

    info@kinomuseum-berlin.de

    1. Jürgen Lossau

      Jürgen Lossau

      Ja, sie ist noch erhältlich. Vielleicht können wir einen Termin ausmachen. Es ist alles etwas schwierig, weil alles in einer Wohnung eines verstorbenen Messies steht. Am besten, Sie nennen mir zwei, drei Termine in dieser Woche, ich versuche dann mit der Schwester des Verstorbenen etwas auszumachen. Sie ist gehbehindert und möchte immer, dass Leute dabei sind, die sie schon kennt. Werde also auch anwesend sein.

  13. "Saal 2" siehe oben ist identisch mit dem ehemaligen "Atelier am Zoo". Der Vorverkauf zu "Mord im Orient Express" war dramatisch schlechter als zum wesentlich später startenden "Star Wars". "Saal 1" ist identisch mit dem ehemaligen "Zoo Palast - grosses Haus". Beide Säle wurden 1957 als sogenanntes "Bi-Kino" eröffnet - Anbauten wie "Palette am Zoo", "Minilux am Zoo" oder später "Kino 7-9" entstanden erst Jahre später und sind zur Gänze 2013 abgerissen worden. "Saal 1" rühmt sich heute eine grössere Bildwand als je zuvor zu besitzen. Bei 70mm trifft das genaue Gegenteil zu. Die Akustik und Tonwiedergabe in "Saal 1" war in den sechziger Jahren herausragend. Am Freitag wurde wie schon erwähnt der kaputte 70mm-Projektor repariert.
  14. Anlage wurde wegen mangelnder Gewinnerwartung von Saal 1 in Saal 2 verschoben und ging dort schnell kaputt: https://www.filmvorfuehrer.de/topic/3054-70-mm-vorf/?page=160&tab=comments#comment-295853
  15. FP75E: zweifelsfrei der "Forever projector". Das Schrittschaltwerk ist auch für die Ewigkeit, glaubt man dem Marketing. Fuer einen "Oscar" reichen Märchen allemal.
  16. Obenstehend 1967? Erstmals 1966 annonciert/angekündigt. Fuer Muster reicht DP75 ja allemal (solange es nicht die heute unter Verschluss stehenden Lichtwesen am Ende des Films waeren - falls diese nicht als Negativ, sondern nur noch als Muster existierten. Irgendwo wurde es erwähnt. Irgendwo auch - seitens Gaffneys oder Trumbulls? - dass nur 35mm-Muster dieser Produktion liefen) Ausserdem war S. K. wohl nur bei guter Laune (?) Perfektionist. Anders als Hitchcock, bei dem alles fertig im Kopf abrufbereit war. Bei nicht allzu vielen Durchlauefen und bei Polyester-Material kann man ja gnädig mit DP75 "herumspielen" (oder "nachbessern"). Fuer alles andere... schäbiger als die meisten Schmalfilmprojektoren, ist man geneigt zu sagen. Ab und Tschüß, in den Schrottkontainer.
  17. Laut FB spielt Lichtburg Essen seit Dienstag den ORIENT EXPRESS wieder in70mm. Zoo Palast Berlin Kino 2 repariert morgen den DP75-Projektor und will am Samstag wieder einsatzbereit sein (laut Auskunft an der Abendkasse). In Zoo Palast 2 wirkte der Ton doch deutlich unter dem Spektrum der (einfach und zweckhaft) errichteten Mulitplexsäle. Die nichtlinearen Verzerrungen erinnern an Filmtheaterbesuche von Anfang der 1970er Jahre, die sich eingeprägt haben. Eine heutiges Alcon- oder HPS4000-System klänge sicherlich anders - und das in jedem Saal. Saal 2 im Zoo Palast ist wie Saal 1 meines Erachtens viel zu stark bedämpft. Die Plüschausstattung hat die Aura von Fantasy-Nostalgie - aber sahen die Säle niemals aus - und der Plüsch passt sich akustisch nicht stimmig in der vorhandene Saalgeometrie ein. Spass fürs farbenfrohe Auge stellt sich dennoch ein: solange, wie kein Film zu sehen ist. Bei uns am Premierentag (70mm noch im Einsatz) war das digitale Vorprogramm übrigens unscharf, also wurde der Fokus-Level jetzt nachgesetzt, um auch den in70mm angekündigten Hauptfilm ebenfalls über den Digitalprojektor laufen zu lassen? Der Film begann in der Aufblende zu zu spät auf weisser Leinwand und zugleich zu früh: denn die Countdown-Zahlen des Startbands schimmerten deutlich hindurch - wie schon bei INTERSTELLAR in Haus 1 gesehen. Scheinbar ist die Protektorklappe schief eingesetzt und kann nicht mehr das Bild vollständig ausblenden? Gibt es dort keine Vorführer oder Kinotechniker, die einmal einen Schraubziehen in die Hand nehmen? Aber selbst, wenn alles repariert wäre, bleibt dies ein in fast allen Belangen fehlkonstruierter (und vor allem filmschädigender) Filmprojektor. Der dieser Tage übrigens Jubiläum feiert und weltweit Verkaufserfolge erzielte. Und heute, im Zeitalter des Abspielens von Archivbestand, dringend abgebaut gehört: 50 Jahre DP75. 50 Jahre Pannen. 50 Jahre Substandards. 50 Jahre Filmverschrammung. 50 Jahre Personalabbau. 50 Jahre Service- und Technikfirmen, die blendend und dauerhaft daran verdienten? Weiter so.
  18. Off-topic, aber selbst Saturn geht es wie erwartet Stück für Stück an den Kragen. Der Immobilienspekulant Timm/Pepper, hauptverantwortlich bereits für den Kinoabriss Royal Palast und City, lässt dem ihm folgenden kostbaren Elektronikkaufhaus 1500 Quadratmeter für einen exklusiven Fashion store abschneiden, gefolgt visioniert vom Turmbau zu Babel, der in Leserbriefen des Tagesspiegels auf Skepsis stößt: http://m.tagesspiegel.de/berlin/wolkenkratzer-in-berlin-charlottenburg-europa-center-soll-bis-zu-240-meter-hohen-turm-bekommen/20583496.html?utm_referrer=android-app%3A%2F%2Fcom.google.android.apps.genie.geniewidget
  19. Informieren ist herumsurfen: FP75E steht also dort (bei der in Paris auch laufend die Filme rissen, und in Berlin schaukelte sich der Projektor während der "bigger than life"-Retro mehrere Tage vom Bildstand her auf, bis er ganz kaputt ging und die Filme bis in den Morgengrauen einzelrollenweise vorgeführt wurden), und so sieht manch einer in seinen Augen einen großartigen Filmpalast in Essen: Mancher reiste dort hin und verzieh dank der Social Media-Aufklaerung den Ausfall des Hauses. Auch hier kommt einem (wie in Berlin) leise in den Sinn: im zuvor ueberlegenerem Haus der Konkurrenz gab es bessere Wartung, vielleicht waere es nicht passiert.
  20. Im Berliner Zoo Palast ist - es war zu erwarten - die 70mm-Projektion auf unbestimmte Zeit zusammengebrochen. Man spielt seit Längerem modern, also digital - die Tickets werden aber an den ahnungslosen Gast weiterhin fuer ein 70mm-Erlebnis verkauft. Auch in Essen stoppte die 70mm-Projektion in der Vorwoche. Ursächlich hierfür in beiden Fällen ist der Projektortyp der Serie Philips DP75, ein Monstrum, bestehend aus "Plastikteilen und Kaffeelöffeln". Verantwortlich ebenso für das nachgewiesene und unvermeidliche Zerschrammen und Splitten älterer Archivfilmkopien. Leider kommt es immer wieder auch zum Einsatz sehr rarer Filme auf dem DP75-Projektor, weil die jeweiligen Betreiber mit verbundelten Kinotechnikern immer neue Anflüge, Experimente, Neustarts, Versuche und Erfolge propagieren, wie wohl man diesen Projektor nur sauber einzustellen bräuchte, und danach liefe alles gut. Systemisch geht das gar nicht: man lügt sich aber in die eigene Tasche, nur um an einer Veranstaltung, die anders als mit DP75 nicht möglich erscheint, zu profitieren, sich selbst darzustellen und besser zu verkaufen. Minimale Verbesserungen werden dann schon als Durchbruch oder Erfolg verkauft, was gelogen ist, denn die Filme leiden weiterhin. Dem Filmeinsatz auf diesem Projektortyp sollte seitens der Verleiher oder Archive ein Riegel vorgeschoben werden. So können wir auch in Zukunft noch Freude an gut erhaltenen und sauberen Filmkopien haben. Da aber zumindest am Premierentag am Zoo der Film noch als 70mm-Band zum Einsatz kam, betrübte das trübe Bild mit teils verschleierten Bildecken mit einem unruhigen Bildstand so sehr, dass wir unsere Eintrittskarten nach drei Minuten zurückgaben. Die Antwort an der Kasse war: "Sie wissen aber, dass das ein altes Format ist?". Dies ist seit Jahren die Standardantwort in jenem Hause, da man die Hoffnung offenbar längst aufgegeben hat und solche Filme nur noch aus dem Marketing-Gründen einsetzt. Unsere Antwort war dementsprechend: "Wir wissen, dass das ein altes Haus ist...". Das selbsternannte "Grand Cinema von Berlin". In Heinz Riechs (zweiter, stark umstrittener Betreiber des Hauses) Royal Palast und City im Berliner Europacenter mit Oscar-praemierten DP70-Projektoren und der größten Breitleinwand der Welt (mehr als viermal so groß wie derzeit am Zoo) wären solche Zustände unvorstellbar gewesen, so sehr auch dort kleinere Mängel ausgesessen wurden. Unter diesen Umständen wirkt heute auf mich Kinokoenig Heinz Riech gegenüber Hans-Joachim Flebbe wie ein ehrenwerter, bodenständiger Geschäftsmann, der sein Haus "im Griff" hatte. Aber die Hauptstadt ist reich an windigen 70mm-Ausstattungen mit DP75-Projektoren, zu kleinen Leinwänden und unproportionierten Saelen - und man wird davon in Zukunft noch mehr hören. Aufnahmetechnisch ist "Murder on the Orient Express" weitaus uneinheitlich als 1996 "Hamlet", der damals zumindest zur deutschen Erstaufführung eine kopierwerkstechnische Glanzleistung war. Der Unterschied zur "alten Kamellen", die vor 50 Jahren oder länger auf diesem Format gedreht worden waren, ist leider gewaltig. Und leider nicht im positiven Sinn zu verbuchen. Allerdings gab es auch nie Richtlinien dafür, wie ein 70mm-Film auszusehen hätte. Das Chiffre bezeichnet ja nur die Breite eines Filmbandes. Und falls es nicht gelingt, dieses zum Vorteil gegenueber heutigen 3D-Projektionen zum Ausdruck zu bringen, werden die nach wie vor vorhandenen Potentiale eben nicht konsequent ausgelotet. Hier müsste man auch konsequent gegen gegebene Aufnahme-, Material- und Entwicklungsstandards verstoßen, wollte man semi-plastische Bilder zurück auf die Leinwand holen, mit denen das Verfahren einst eingeführt worden war.
  21. Zum Regisseur Marcel Ophuels unterhielt stets das IFB-"Internationales Forum des Jungen Films" respektive dessen Verein "Arsenal - Institut für Film und Videokunst" eine enge Beziehung. Anrufen hilft.
  22. Bevorzugt 40cm bei 35mm, 50cm bei 70mm. Empfehlung: statt einer harten 90-Graddrehung auf 1 Umlenkrolle, den Wendeverlauf des Films ausserdem auf die zuvorlaufende und nachrangig laufende Umlenkrolle verteilen - dass heist, alle drei Umlenkrollen um 30 Grad biegen (in der Summe: 90 Grad). Ergo weniger Splice-Gefahr bei älteren Filmkopien und generell viel filmschonender. Extra konisch gedrehte Umlenkrollen bringen weitere Vorteile. 90 Grad sind grobmotorisch und fahrlässig.
  23. 5-perf 70mm kann man also belächeln... (Vor fast 30 Jahren hatte ich zwei Philips DP70 an Imax Muenchen - Forum der Technik - abgegeben. Ist leider alles entfernt. Seit 5 Jahren nun suchen Tarantino, Nolan oder Anderson nach 70mm-Spielstaetten und grossen Leinwänden. Man kann ueber die Spielpraxis 2017 - je nach Neigung - weinen oder lachen.) Ausserdem könnte die Kopie eines in 5-65 gedrehten Films auf 5-70 besser aussehen als auf 15-70. Vielleicht errät jemand den Grund?
  24. Die ORIENT-Express-Produktion hat eigenartige Entscheidungsträger: annehmbar der Start in Europa (gerade in Dtd. von drei Betreibern direkt angefordert), dümpeln die USA anscheinend vor sich hin: bis jetzt nur zwei Städte, schreibt film-tech.com: " Although I 100% agree with you that it'd be a shame for only NYC and LA to see 70mm prints, shooting on 65mm provides benefits for the DCP as well. The higher quality source image really does make a difference in the final product, from the DCP down to the Blu Ray / UHD Blu Ray release." Warum für gerade mal 20 Kopien eine Ausbelichtung vom DCM? Ist da womöglich was am Negativ bildlich passiert, müsste man sonst fernspekulieren? Dann kolportiert der amerikanische Forent, in HDTV würden die original auf 65mm-Film gedrehten besonders trumpfen. Ja, vielleicht in Kontrast und Farbtiefe. Auf jeden Fall auf einer grossen Bildwand. Aber auf dem Fernsehschirm? Eher doch der nativ digital gedrehte Film. AVATAR, gedreht auf HDCAMSR, sieht auf allen HDTV-Medien schärfer + "besser" aus als etwa die reinen Film-Filme INTERSTELLAR und HATEFUL 8. Bei angeblich zu wenigen 70mm-Spielstätten wäre vielleicht die Zurüstung von Imax-Theatern auf 5-perf 70mm anzuregen: dort, wo keine 15-perf-70mm Imax-70mm-Anlage mehr greifbar sind. Wäre nicht zu teuer und stünde somit genau an den richtigen Orten mit erkennbar großem Bild. Wer entscheidet bei Imax diese Dinge?
  25. Yes. Seen it in this manner at the premiere.
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