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Hart ausgedrückt, aber es weicht tatsächlich vom Sinnbegriff und der Natur von 70mm ab. Sehe ich aehnlich. Dagegen finde ich den blow up Prozess von 35mm Negativen auf dem Stand der 60er Jahre in den Kopierwerken Technicolor oder Deluxe nutzbringender: immerhin konnte die Qualität gegenüber der 35mm Auswertung deutlich gesteigert werden. Andererseits waren schon einige fotochemische Kopien von "The Hateful 8", "2001"'(Warner) und "Dunkirk" so unerquicklich, dass es einem mittlerweile egal sein kann. (Grundsätzlich aber es sind digitale Effekte immer im Vorteil zu optischen oder matte paintings früherer Zeiten, die aber oft nur einzelne Szenen betreffen. Die Herren J. J. Abrams und Christopher Nolan versuchten deren Einsatz zu reduzieren.)
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Die FAZ, eher der konservativen Überzeugung zuzuordnen, veröffentlichte einen bermerkenswerten Essay zur Rezeption dieses Films: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tatort/zur-kritik-am-raf-tatort-von-dominik-graf-15255768.html?GEPC=s2 Objektiv und augenöffnend.
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Das habt Ihr schließlich auf zwei Internerplattformen veröffentlicht, der Herr. Wenn das fake news sind: mein Kompliment.
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Intern, weil die Harlan-Kopie auf der dortigen DP 70 heute auf Facebook gepostet wurde. Ist dieselbe Kopie, die auch in Wien lief. Kopie vom Intermediate von 2000.
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Rege Berichterstattung über "Murder on the Orient Express" in Oslo: http://www.kinomagasinet.no/artikkel/mordmysterium-i-70mm-hos-cinemateket-i-oslo/ Während sich beim Vorverkauf im Berliner "Zoo Palast" eine Katastrophe abzeichnet. Das Verhältnis beim Vv zum erst 4 Wochen später startenden Star Wars-Film liegt etwa bei 1: 1000. Die Fox hätte den kostbaren 70mm-Film doch gegebenenfalls auch im benachbarten "Delphi Filmpalast" oder im "CineStar 9" am Potsdamer Platz starten können und wäre damit besser gefahren. Wer hat dort eigentlich das Sagen?
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Zur Gegenwart und Zukunft analoger Archive und analog arbeitender Filmkuenstler und Kopierwerke ein Symposium vom 20.-22.10.17 in der Universität der Künste und im Kino Arsenal in Berlin. https://pretix.eu/laborberlin/fitpt/
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"What is the selling point for Kenneth Brannagh?" fragt man auf https://www.google.de/amp/s/amp.cinemablend.com/news/1705400/the-new-murder-on-the-orient-express-trailer-gives-us-way-more-action-and-more-poirot-mustache Der DCP Trailer im Kino sieht ausgeblichener aus als der YouTube-Trailer oder das Filmmaterial. Die Werbung könnte ruhig engagierter sein, die Fox hatte mal eine Meisterschaft in der Trailerproduktion. "Zoo Palast" startet MORD IM ORIENT EXPRESS laut Ticketvorverkauf in "Kino 2": demnach der Sargnagel auf einst von Max Knapp ambitioniert in den 60er Jahren kontrollierte 70mm-Premieren im größten Saal, als noch die volle Leinwandhöhe zur Verfügung stand und auch die Tonwiedergabe auf perfekt gewarteten Klangfilm-Tonanlagen für Berlin Maßstäbe setzte! Fast nichts ist davon geblieben. Filmabnudeln auf multiplexalem Provinz-Niveau: auf einer der kleinsten 70mm-Bildwaende Europas. Dergleichen im "Astor Grand Cinema" Hannover, wo auf einer der kleineren Leinwände gestartet wird. -- Auf in70mm.com ist fuer morgen "2001" angekündigt, anderswo aber nicht. Ist das rein intern?
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Also wenn ein Fokus des Films, wie Ihr schreibt, auf das Vexierspiel der Verquickung von Instanzen, V-Maennern und Sondereinsaetzen setzt, spielen diese Filme (nicht erst seit Akira Kurosawa oder Oliver Stone) immer mit mehreren Varianten eines Tathergangs. Jedem ist auch bekannt, wie infolge der Selbstauflösung der einst gefürchtetsten Nachkriegsorganisation sich alle Zeugen und am Zeitgeschehen Beteiligten gegenseitig in Widersprueche verwickelten. Und doch wenig wissen. Wie ein Schock mutet in seiner Unversöhnlichkeit aber auch als ein Gebilde schlüssiger Argumentation (nur ein Perfektionismus perfider Erfindungen?) die folgende Aussage aus erster Hand an. [Eine Verfilmung dieses Horror-Interviews wird kaum jemand sich zutrauen... Um so schlafraubender die Macht der Worte]: https://web.archive.org/web/20070529192730/https://www.rote-hilfe.de/publikationen/die_rote_hilfe_zeitung/1997/4/interview_mit_irmgard_moeller
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Mehr Wirbel und Ernsthaftigkeit als die Uli-Edel-Raueberpistole zur RAF entfachte jetzt ein Fernsehspiel von Dominik Graf: virtuos in der Handhabung und Nachwirkung filmischer Montagemittel: ROTER SCHATTEN. Fast 10 Millionen Zuschauer (selber verpasst wegen Vorurteilen gegen TV-Spielfilme.) Der "Tagesspiegel" schreibt: http://www.zeit.de/kultur/film/2017-10/tatort-stuttgart-der-rote-schatten-obduktionsbericht Die Springer-Presse kontert: http://www.bz-berlin.de/kultur/fernsehen/darstellung-im-raf-tatort-ist-gefaehrlicher-unsinn Gibt es Verleihinitiativen fuer einen Kinostart? Vorerst nur im Stream: http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/der-rote-schatten-video-102.html Danke fuer Infos.
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ernemann Kino mit Theatermaschiene ErnemannVIIB bauen
cinerama antwortete auf Tim Seltmann's Thema in Allgemeines Board
Ah, danke. Mich verleitete der silbergraue Hammerschlaglack... -
Trailer ?? warum werden keine mehr gewollt?`?
cinerama antwortete auf filfritze braunbear's Thema in Tips und Tricks
Es gibt zu diesem Thema einschlägige Veranstaltungen der Nostalgikerszene (u.a. in Bln), Wissenschaftsvorträge an der Universität und spezialisierte Sammler in NRW/Essen. -
31.10.17, 18.00 Uhr: Gartenbaukino Wien und die Viennale praesentieren Harvey Weinsteins erlesene Archivkopie von THE MASTER https://www.viennale.at/de/film/master In der Donau-Metropole immer in den besten Haenden. See the Trailers. https://youtu.be/fJ1O1vb9AUU -- 14. und 15.10.17 in O.V. und am 16.10.17 in D.F. im Gartenbaukino: DUNKIRK https://www.gartenbaukino.at/programdetail/program/dunkirk-70mm-im-gartenbaukino.html
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ernemann Kino mit Theatermaschiene ErnemannVIIB bauen
cinerama antwortete auf Tim Seltmann's Thema in Allgemeines Board
Ist laut Bild ein Ernemann VIIIB Soundrack mit CP50 und KTV Systemtechnik erinnert mich an das Berliner Arsenal-Kino von Anfang der 1980er Jahre. -
Zum geneigten Vormerken, je nach individueller Urlaubsplanung: - 4. "70mm Weekend - Neisse Filmfestival & Centrum Panorama Varnsdorf": May 2018. (Modernisierungen in der Pipeline) - 2001: A SPACE ODYSSEY (O.V.). Mehrere Einsaetze der von Warner beauftragten farbigen Duplikatkopie auf 70mm für 2018, im nächsten Termin für Schauburg Karlsruhe schon für 2017 angesetzt: dort am 21. Oktober, veranstaltet zusammen mit Stanley Kubricks Koproduzenten seiner späten Filme - Mr. Jan Harlan.
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Gefolgt ebd. von 2001: A SPACE ODYSSEY (in Farbkopie/Dupkopie) am 21.10.17? Publikumsveranstaltung mit Jan Harlan? Programmtext bereits verfügbar? X Im Londoner Imax-Kino vor Weihnachten der Start von STAR WARS - THE LAST JEDI: in 15perf 70mm-Kopie. Gedreht mit Panavision Millennium XL2 (35mm 2.4: 1, anamorphic) und mit Arri Alexa 65 (flat Sensor 2.4: 1, Arri Raw 6.5K) und beides via Imax DMR auf 70mm-IMAX-Film aufgeblasen. Einige Szenen sollen mit Imax MSM 9802 auf 65mm-Negativ aufgenommen sein. [Anm.: hoffentlich qualitativ nicht die unbefriedigende Melange ähnlich der INTERSTELLAR-"Dup-"-Kopie auf Imax, die auf dem europäischen Festland lief. Was ja auch inhaltlich aus dem Handlungsfluss kaum nachvollziehbar "herausgerissen" hatte.] https://youtu.be/zB4I68XVPzQ
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Volker Schlöndorff zur 70mm-Fassung von DIE BLECHTROMMEL
cinerama antwortete auf LaserHotline's Thema in Nostalgie
Viele Beispiele für 1.66 Format, aufgeblasen auf 2.21:1 "in70mm": WARGAMES (nicht im Dtld.) THE DIRTY DOZEN (damit begann diese Idee) THE TEN COMMANDMENTS Evt. DIE SINTFLUT so wie SOLDATEN DES VOLKES und SOLDATEN DER FREIHEIT oder BLUTRAUSCH DER ZOMBIES Pillarboxed wäre die seriöse Vorgehensweise und doch allgemein üblich, siehe THATS ENTERTAINMENT E.T. THE RIGHT STUFF ALIENS II u.a Windowboxed wäre ebenfalls seriös. Siehe HDCAM SR auf 70mm IMAX Film am Beispiel von AVATAR. -
Der Traditionsverleih von 70mm-Roadshows, Twentieth Century-Fox, zieht den Start von "Mord im Orientexpress" vor. Wieder mit dabei sind Astor Grand Cinema Hannover, Lichtburg Essen, Savoy Hamburg und Schauburg Karlsruhe: ab 9.11.2017 (in Essen einen Tag früher: 8.11.17 um 20.00 Uhr). Die Kopienqualität bessert sich wieder und der Look ebenfalls (im Vergleich zu den letzten drei Filmen auf 70mm). Ein neuer Trailer ist erschienen: https://m.moviepilot.de/movies/mord-im-orient-express-2017 Bilder: Filmverleih Twentieth Century-Fox
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Das Original empfand ich 1982 als technische Sensation mit aufgesetzten film noir Elementen und unfreiwilliger Komik. Die Kameraarbeit oft unkonzentriert, bedeutungsschwangere Monologe selbstgefaelliger Leere. https://www.rollingstone.de/die-meistueberschaetzten-filme-aller-zeiten-2-blade-runner-375932/ Gelungen die Atmosphäre eines Deliriums der Destruktivität der unter Umweltzerstörung leidenden Hochzivilisation. Gegenüber Scotts Vorgängerfilm ALIEN mit einem herausragenden Score von Jerry Goldsmith hier ein Discoteppich (wie bei Eröffnung einer Militaerparade) Production Designer Syd Mead traf ich einmal und gestand ihm ein, dass er mit einem Produktionsvolumen von 20 Millionen Dollar eine gigantische Kulisse/Matte printing geschaffen habe, die auf den bis dato teuersten Film der Welt hätten deuten lassen können. Die hoch elegante Kombination von Modellen und Visual Effects durch Douglas Trumbull, der es immer wieder schafft ein Ballett geometrischer Formen zu kreieren, ist zeitlos. Regisseur Scott kam aus der Werbefotografie, und alles musste stylig aussehen mit Grenzwertigkeit zum Kitsch und Splatter movie. Harrison Ford schien keine große Lust auf die Rolle zu haben, und ihm zur Seite gestellt wurde Sean Young, nur kam sie nie aus dem Klischee des Pin-up-Girls heraus. Aber man konnte sich den Film 30 mal hintereinander ansehen wegen der Schockwirkung der Öffnungssequenz, die der postundustriellen.Hölle entnommen schien, ein Wiedererkennumgseffekt auch in der Weiterentwicklung der Kettelhut-Modelle der Wolkenkratzer aus Metropolis (1927). Umhüllend die Projektion auf der 32 m breiten und 120° gekrümmten Panorama Leinwand mit 70mm Kopie: Man hatte Lust verspürt, selber in die fliegenden Kisten einzusteigen. Im Fortsetzungsfilm schafft es der neue Komponist Hans Zimmer "kongenial" an den Klangbrei seines Vorgängers Vangelis anzuknüpfen. Die Schauspieler sind deutlich ambitionierter und die Story elliptisch gebrochen, zahlreiche gesellschaftliche und historische Reflektion eingebunden. Die Inszenierungsweise bewusst asketisch mit wenig Bewegung ist Motorik, um innerhalb des Sets mentalen Kontemplationen freien Raum zu geben. Visual Effects führen kein selbstverliebtes Ballett auf, fungieren eher als stromlinienförmige düstere Hintergrundtapete, als Folie an der Großen Depression. Nach dem ARRIVAL ein gezielter Vorstoß des Regisseurs, innerhalb des Blockbuster Kinos philosophische Thesen einzugeben, die deutlich mehr Konturen aufweisen als in den Filmen.Ridley Scotts. Georg Seestern hat eine Kritik zu BLADE RUNNER 2049 verfasst (und gehört zur Fraktion der soziologisch ausgerichteten Filmtheoretiker): http://www.zeit.de/kultur/film/2017-10/blade-runner-2049-denis-villeneuve-science-fiction-filme-ridley-scott
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In "Warners' Theatre", New York. https://www.google.de/amp/abcnews.go.com/amp/Entertainment/blackface-jazz-singer-influencing-modern-cinema-90-years/story%3Fid=50236333
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Anm.: seit zehn Jahren erscheinen Blu-ray-Discs von Kinofilmen, die in krassestem Ausmaß Fehlabstimmungen der Premierenfassungen der Kinoaufführungen nachtraeglich korrigieren. Und dieser Teufelskreis hat sich seit 2016 vermutlich mit Einführung der UHD Blu-ray geschlossen, wogegen nur noch Imax und Dolby Vision mithalten können. Der wirklich lukrative Markt für digitale Technologien war vielleicht von Anfang an nicht die "die Kollektivitaet bewahrende" Theaterbranche, sondern der "individualistische und hedonistische" Konsum-Markt. Wenn der Filmemacher Cameron 2020 mit "Avatar 2" noch einmal den Sprung mit Autostereoskopie wagt, schafft die Branche die Einführung dieses Systems schon gar nicht mehr, wenn sich Aehnliches als bezahlbarer Verkaufsschlager für die Wohnzimmer anbietet - zugfaehiger noch als UHD, steht zu befürchten. Zum (inhaltlich wirklich ambitionierten) "Blade Runner 2049" hat Sony Pictures Releasing GmbH Pressefotos herausgegeben. Und um weiteres kennen wir von Kameramann Roger Deakins den Umgang mit Farbentsättigung seit "Skyfall". Vielleicht interessiert jemand die Farbgebung?
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Zzgl. 3D in 4K dual (Shots ausgespielt vom Rekorder in 3,4K RAW und Grading zum 4K Digital Source Master). In Sinsheim identisch vorgeführt.
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Kopie um 2002 mit DTS stellt eine visuelle Verschlechterung gegenüber der Harris-Lean-Restaurierung von 1988 mit Magnetton dar und wurde vor etwa zehn Jahren nach Karlsruhe als auch 2009 zur Berlinale geliefert. Beide Stellen haben sich nicht vorher sachkundig gemacht, eben so wenig Oslo und Bradford. Der Sound war von einem minderwertigen Master 1988 gefiltert und hallüberzogen worden, verwaschene Baesse - andererseits ist aber auch der Surround stärker bedient worden als je zuvor. Der Original-Mix hatte kaum Surround, abgesehen von wenigen Einstellungen etwa mit den Kamelen an der Tränke. "Doktor Schiwago" ebenso wenig. [@filmempire möge ergänzen]. Andere Filme der 50/60er Jahre mit umso mehr Surround, aber der Effekt-Kanal wurde in den Kinos oft ausgestellt aufgrund massiver Beschwerden und Irritationen der Zuschauer zur damaligen Zeit. Bei manchen Filmen wurde er von versierten Platzanweisern sogar szenenweise bedient, etwa, um tonlose Weltraumszenen in "2001: Odyssee im Weltraum" noch lebloser erscheinen zu lassen.
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Was ich mit ja oder nein gar nicht beantworten könnte. Ein Versuch lediglich. Es gibt Mängel und anerkennungswerte Leistungsmerkmale: - Im Originalnegativ und im Soundmaster von 1962 - in den Restaurierungen von 1988 und 2012 Das mischt sich 2017. Es gab meines Wissens nach keine Mängel, aber hohe Leistungsmerkmale bei der Herstellung der 70mm-Premierenkopien. Zu diesem 1962 bestmöglichen Distributionsweg gibt es heute leider kein vollwertiges Äquivalent, auch wenn das Ergebnis 2017 immer noch angenehmer wirkt als neueste 70mm-5-perf-Kopien etwa von "Hateful 8", "Interstellar", "Dunkirk" und - ferndiagnostisch vermutet - auch "Murder on the Orient Express". Im Grading, genauer im Szenenausgleich der neuesten Fassung "Lawrence of Arabia" müsste dringend nachgebessert werden. Manche Szenen fallen unausgeglichen heraus, denn solche Substandards gab es 1962 bei 70mm-Kopierungen nicht. Insbesondere die Brunnen-Szene und viele andere Einstellungen in der 2. Negativ-Rolle sehen heute aus wie eine Mondlandschaft und nicht wie Wüste. Das Korn wird desöfteren im Scanvorgang digital verstärkt und fiele bei fotochemischen Direktkopien nicht so stark heraus. (Im Thread "Digitalisierter Ben-Hur - ein partielles Desaster" wurde kontinuierlich darauf eingegangen. Auch im Thread "Lawrence of Arabia in 4K")
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Sieht man das nicht?
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Für Interessierte am Workflow und den Qualitäts-Varianten sind die Forumsanalysen vor 5 Jahren hilfreich, um die spannenden Änderungen im Look und Sound dieses Films nachzuempfinden. So wie in den 70mm-Premierenkopien in ungetrübter Schärfe, klarem Ton und spezifischer Farb- und Lichtbestimmung vorliegend, konnte "Lawrence of Arabia" bis heute nicht wieder hergestellt werden. Columbia Pictures liess den Film mehrmals ändern, dem folgte unter Beratung des Regisseurs ein Columbia Tri-Star-release von Ende der 80er Jahre, immer wieder diverse Filmkopien, DVD's, DCPs und Blu-ray Discs von Sony bis zum heutigen Tag. Nie war das Ergebnis aus einem Guss, wie man es von einer normalen Filmbearbeitung erwarten dürfte. So auch die vor 5 Jahren die vorgestellte digitale Variante, die unausgeglichen und im Bildeindruck betont flach daherkam. Von dieser Version konnte nun (als Folge des derzeit erfreulichen 70mm-Hypes) von reduzierten Daten zurück auf Film belichtet werden. Eigenheiten der Bildtiefe, die nur bei Film-auf-Film-Kopierung signifikant erhalten sind, gingen auf dem Digisat leider verloren. Welches in seiner qualitativ eingeschränkten Qualität - auf Film-print-Material übertragen - weitere Anomalitäten erfaehrt (abhängig von den meist veralteten Projektionsapparaten, nicht selten von Flimmern, Randunschärfe oder Bildstandschwankungen ergänzt). Am 3.9.12 beschrieb ein mit diversen 70mm-Produktionen sehr erfahrener Forumskollege seinen Eindruck der digitalen Fassung (die nunmehr 2017 auf Film ausbelichtet wurde), welche eine komplett neue Farb- und Lichtbestimmung notwendig machte: was dann die stärkere Gradation und das Blau im Schwarzbereich erklärt. Zeitweise hatten bei dunklen Gesichts-Aufnahmen von Auda und Ali, sowie die Anzüge einen Blau/Violettstich. Was mich bei einer Restaurierung auch noch stört ist die Tonbearbeitung: Lawrence hatte nun stark verhallten Surround, wo in der Urfassung überhaupt keiner war. Die Sprachmischung war auch nur noch in ein paar Szenen leicht rauszuhören. Trotz dieser kleinen Abstriche aber zeigen auch die beiden letzten Versionen und so auch die allerneueste immer noch viele Vorzüge des large formats und der gekonnten Inszenierung dieses Abenteuerfilms, und wir haben uns damit abzufinden, dass der exakte Original-Eindruck nicht mehr wiederkehrt. Aber die ersten Eindrücke dieser neuen Kopie zeigen auch teils ansehnliche Eigenheiten (Sauberkeit und Bildstand). Nur eben dieses Motto, das das British Filminstitute seit Wochen inseriert, ist nicht zutreffend: David Lean’s sweeping classic has never looked better on the big screen. Und gleichzeitig ist zu erhoffen, dass spaeter mit anderen versenkten Klassikern des 70-Millimeter-Erbes ein ähnlicher Rummel bei den Revivals betrieben werden könnte.