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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Ist unter den noch spielenden Festivals mittlerweile das älteste. Aber es wurde oben angeprangert wegen seiner Besucherschlangen oder dem Malheur, in einem Cinerama-Kino nur noch einen seitlichen Sitzplatz erwischt zu haben. Obwohl dieser Nachteil allen Cinerama-Kinos genuin zu eigen ist. Wer das ganz und gar schlecht findet, könnte aber bitte so fair sein auch zu erwähnen, dass dort fantastische 3-Streifen Cinerama-Kopien von "Die Wunderwelt der Gebrüder Grimm", "Das ist Cinerama!" und "Das war der Wilde Westen!" zu sehen sind. Und den Bildeindruck fand ich imposanter als die 70mm Verfahren. Außerhalb der USA vermutlich die einzige Vorrichtung weltweit. Wer den Betrieb dort offenbar zur Gaenze kritisiert, könnte sich immerhin dort oder auch anderswo produktiv einbringen, um die Sache nach und nach zu verbessern.
  2. Ach so, weil in der Tondatei "Stimmen zum Festival" der Befrager die Befragten um Information für einen User [@Cinerama] aus Bln wegen dessen Ferndiagnosen bittet: Ist lieb gemeint, wenn es die Community betrifft, habe darin auch befreundete Stimmen wiedererkannt, aber außer "Kong Skull Island" hat man alles gesehen, man kennt den Look einiger Kopien aus Karlsruhe und Coburg seit den Achtzigern. Davon gibt es wiederum deutsche und englischsprachige Dubletten an weiteren Orten, und einige brachten wir nach Varnsdorf und anderswohin. Also so ungefähr kann ich mir schon vorstellen, wie die jüngeren Karlsruher Festivals bestückt sind. Ein paar Teilnehmer der Tondatei sprechen von einer Essig-Kopie von "Grand Prix" oder vom Super 16-Eindruck von "Dunkirk". Kommt vor, überall anzutreffen. Essig-Kopie spielt aber in der Rezeption im Saal keine Rolle, sofern das Bild noch nicht pumpt oder der Toni jault. Insofern sollte jeder froh sein, "Grand Prix" zu sehen, 2016 unter anderem auch in Tschechien. Ich war darüber immer froh. Das Karlsruher Kino ist technisch sehr gut in Schuss, was äußerst wichtig ist. Aus der Ferne zusammengereimt. Der DP70-Projektor wurde mal von mir an Herrn Born verkauft, weil wir zu viel davon hatten. Die dort gezeigten DCPs konnte ich ansatzweise oder komplett anderswo im Vorfeld sehen. Fast immer artverwandt auch mit den Blu ray Discs. Kann also gut verstehen, wenn einige ihre Zeit lieber mit 70mm-Sichtungen verbringen möchten. Aber da Bradford wie Karlsruhe DCPs miteinbeziehen, melden sich verständlicherweise Cineasten, die die dies aufgrund ihrer Sehgewohnheiten vorteilhaft finden. Sie wurden nun obenstehend von @AlbertK als Spam-Postende zurückgewiesen, obwohl er selbst beständig nach warmup-Titeln fragte und jegliche Vorverurteilung von DCPs aus der Ferne sich verbat. Das verstehe ich leider nicht: Erst verbittet sich Albert jedwede Ferndiagnose von DCPs und bekundet Freude und Interesse an der bevorstehenden DCP-Veranstaltung ("Flying Clipper"), und fast im selben Atemzug wird in vielfacher Weise Kritik am National Media Museum in Bradford geübt, das DCP-Einsätze forciert. Hier ist man nicht ganz objektiv, scheint mir. Noch sehr viel weniger, wenn man die wiederholten "2001"-Einsätze in Bradford kritisiert, solange sie in 70mm vorliegen. Da ist die neue Farbdupkopie von "2001" auf 70mm immer noch schaerfer als das DCP. Genau vor einem Jahr lief "2001" in 70mm im Gartenbaukino in Wien und als DCP in Schauburg Karlsruhe. Das DCP wurde von den gleichen Programmkuratoren mit Pauken und Trompeten beworben, die zeitgleich für dasselbe Festival ein Postulat erhoben: "Während des Festivals kein digital, keine Kompromisse. Nur 70mm". Komplett widersprüchlich, leider. Aber warum? Sollte die Auffassung bestehen, dass die elektronischen Varianten von DCP bis Blu Ray möglicherweise zum Nachteil für weitere 70mm-Einsätze werden, wäre es nicht sinnvoller, den Spam-Vorwurf nicht an die hier auftretenden Besucher zu richten, sondern an die Programmverantwortlichen!
  3. Wie waren die Eindrücke der Kurzfilme BRIDGE TO SPACE und CONCORDE beim karlsruher Festival? Man hörte an diesem Wochenende bei diesen von besonderer Schärfebrillanz, weshalb sich ein anbei liegender Youtube-Clip nur beschränkt zur Beurteilung von 70mm eignet (ab 01:59): https://youtu.be/_qhjTS4Quy8 GRAND PRIX sei tonlich Spitze gewesen, andere Vorfuehrungen auch, und aus DUNKIRK wurde die bestmögliche Schärfe herausgeholt. KONG SKULL ISLAND als Unterhaltungsfilm ziemlich gelungen und BARAKA noch in Magnetton vorliegend und optisch einwandfrei. Koennte man Details schildern?
  4. Neben GRAND PRIX und BARAKA zeigen m.E. die Weltraumanimationen in 2010 - DAS JAHR IN DEM WIR KONTAKT (s.o.) augenoeffnende Szenen des 65mm-Drehs. So nirgendwo sonst und in anderen Formaten als 70mm erlebbar. Sehr imposant und unvergesslich die Wiederentdeckung der Discovery, die um ihren Mittelpunkt rotierendend erst vom Schwefel befreit werden muss, bevor man ihr Inneres betritt. Großartige Ideen des Hollywoods der achtziger Jahre: https://youtu.be/8dQH_WNvL3Y
  5. 70mm-Projektionstechnik hat seit HATEFUL 8 wieder zugenommen. Restaurierungs-Rezensionen zu FLYING CLIPPER auf
  6. (Sorry, die verfügbare Kraft konzentriere ich derzeit noch auf das Zeigen von 70mm-Kopien, wenn diese Veranstaltungen nun einmal so benannt sind. Man kann sie sogar besuchen. Schon das Altmaterial zusammenzutrommeln kostete rund 100000 €.) Aber gerne kann ich das Grading oder die Farb- und Lichtbestimmung übernehmen, wenn mir jemand die Daten zuschickt. Du hast dich in die filmischen Zusammenhänge noch nicht vertieft und verstehst daher nicht kritisch genug Ursache und Wirkung. Von einer Rettung in die digitale Nachwelt kann nur dann die Rede sein, wenn aufgrund akuter Zersetzungsgefahr gehandelt werden muss und keine fotochemische Kopierung möglich ist. Bei FLYING CLIPPER kam ein wenig Bewegung ins Spiel, als ich um 2007 mit dem deutschen Rechteinhaber über die Originalmaterialien plauderte und Zweifel an einer sachgerechten Lagerung in London kundtat und ihm vorschlug, das Material dem klimatisierten Bundesarchiv zu übergeben. Das ist auch glücklich gelungen. Ich kenne diese Materialien, wozu auch das Originalnegativ gehört. Der Unmut 2017 beginnt dort, wo man es ablehnte, das Originalnegativ zu verwenden. Obwohl es transporttechnisch am selben Ort lagert wie die 2009 davon gezogene 70mm-Kopie. Sie ist zwar neu, aber aufgrund falscher Vorfilterung blaustichig und mit falschen Lichtwert kopiert. Sie ist ebenfalls gekühlt gelagert, ist auf Polyester-Material gezogen und nicht zersetzungsgefährdet. Von dieser Polyester-Sicherheitskopie eine Abtastung oder einen Scan anzufertigen ist der mit Abstand unueblichsts Weg von allen. Das ist verpönt. Denn erstens ist dieses Material nur eine Kopie, zweitens eine verunglückte Kopie, drittens ist sie nicht zersetzungsgefährdet, viertens sollte man niemals von einer Theaterkopie scannen und fünftens wurde der jetzt auf HD vorliegende Look (Schauburg) zu einem reinen Fantasieprodukt verschlimmbessert. Ein Griff zum Negativ, und es waere etwas völlig anderes "der Nachwelt erhalten" als dieses Ergebnis. Das Negativ stand und steht zur Verfügung, aber man bekam sinngemaess zu hören: "Bezahlen Sie es doch. Das Negativ steht Ihnen zur Verfügung. Wir werden es nicht benutzen. Denn der Kameramann war vor Glück in Tränen aufgelöst." Man schaue sich die Bonus-Materialien an und merkt, dass alle Beteiligten zu 100% hinter diesem Ergebnis stehen. Das war keine kalte Auftragsannahme, das war Teamwork im gewollten Sinne.
  7. Nicht leicht, einiges zu erklären, wenn Hoerigkeit stets abblockt, was illusionsraubend geraten koennte. "Film verstehen" macht auch dann Spaß, wenn die Illusion zugunsten des Nachdenkens und Vergleichens (!) bitte auch mal an die zweite Stelle tritt. Kurzum: viel Freude mit den korrekt hergestellten Kopien von GRAND PRIX, BARAKA (sehr gute 70mm-Beispiele) oder dem VistaVision-Blow up ROGER RABITT etc., immer ein Genuss. Kaum aber der (sehenden Auges) visuell verkorkste, farblich in Perversion versenkte FLYING CLIPPER. (Ins DCP habe ich schon fröhlich hineingeschaut wie auch @Martin und andere. Schon im Vorfeld einer Dijektion von BEN HUR und LAWRENCE OF ARABIA wurde unterstellt, die 4k-Version "nicht zu kennen". Oder, um Film richtig beurteilen zu können, "nie in Schauburg Karlsruhe gewesen" zu sein: war dort 1989-2006 zu Besuch.). Heute zum dritten Mal in FLYING CLIPPER in HD hineingeguckt, erstmalig zu Hause zzgl. oberflaechlichem Bonusmaterial. Im Interview Kinoinhaber Herbert B., vor dem im Saal sitzend zu Ansichtszwecken die verunglückte 70mm-Neukopierung abrollt. Man könnte sich ja dazu neutral verhalten oder einfach eine Bewertung umschiffen. Anders hier der klassische Illusionsverkauefer (mit samtweicher Stimme, Hundeaugen und viel Seife): "Wir waren eigentlich sehr sehr angetan [...] die Kopie hat uns sehr gut gefallen [...] das Geschäft kam zustande". Kurz darauf die Kehrtwende: "wie machen wir es mit der Restaurierung?". Man staunt: eben noch eine "sehr gute Kopie" - auf einmal muss restauriert/gescannt/abgetastet werden? Wie qualvoll fortan herumexperimentiert wurde, zeigt uns das groteske, in seiner Verkreuztheit unuebertroffene Endergebnis. Im letzten Jahr soll ja "2001" als "digitaler warm up" angepriesen worden sein. Die beiden DCPs waren hinlänglich bekannt, um informiert gewesen zu sein. Aus Marketing-Gründen muss sowas wohl sein? Solche warm ups betrachte ich als Hindernis für jedweden erneuten Versuch, den betreffenden Titel vielleicht doch noch einmal am gleichen Ort in 70 Millimeter aufzuführen. Das ist dann eben abgegrast.
  8. Die an Transfers Interessierten kennen seit DVD-Zeiten neueste Abtastungen, standardmäßig vom Interpositiv oder vom Originalnegativ. Wer sich für Filmlooks interessiert, konnte sich zu genuege ueber "gut oder minderwertig" mit anderen bis aufs Blut streiten. Generell sahen diese Abtastungen aber spurenweise noch "filmisch" aus. FLYING CLIPPER hingegen geraet zur Novität. Weil die Spur zum ursprünglichen Look unkenntlich geworden ist, weil man so etwas in der Tat noch nicht gesehen hat. Dies hat der brillante M.C.S.70-Film nicht verdient, und das irritiert zunehmend auch junge Leute. Vorschusslorbeeren wurden reichlich verteilt: "in einer digitalen 4K-Version, die von einer original 70mm-Kino-Kopie abgetastet und hochwertig digital restauriert wurde" gelesen in: reservix.de "Aktuellen Informationen zufolge sind beide Blu-ray-Fassungen absolut identisch" gelesen in: https://www.foto-tv-deals.de/flying-clipper-4k-restaurierte-fassung-ende-juli-2017-im-handel/ Die Bildbearbeitung produzierte und überwachte m.W. Preston sturges. Auch das Marketing kann kaum ohne ihn entstanden sein. Was konkret ist die Intention des digital wiedergeborenen FLYING CLIPPER 2.0? Moegliche Intentionen: - Propagieren einer 70mm-Neukopierung? [wohl kaum. Allerdings ein Alibi, darauf künftig verzichten zu können] - Moeglichkeit, aufgrund eines nicht mehr kopierfähigen Negativs wenigstens durch Digitalisierung den Film-Look wiederhergestellt zu haben? [kaum. Erstens ist das Negativ noch kopierfähig zur Herstellung einer neuen 70mm-Kopie. Zweitens ist ein mittels Digitalisierung erhoffter annehmbarer Look der Variante "Flying Clipper 2.0" leider abzusprechen.] - Erreichen eines breiteren Zuschauerkreises für diesen Filmtitel, der regulär keine Filmtheater oder 70mm-Festivals aufsucht? [evt ja. Aber warum muss man es auf 70mm-Festivals propagieren, auf 70mm zu verzichten? Breiterer Zuschauerkreis? Eher nein, da das Bildergebnis hinter den Werbeversprechen zurückfällt.] - Hoffnung, am Film auf dem Heimkinomarkt das Geld zu verdienen, das der Kinomarkt nicht mehr hergibt? [in diesem Fall schwer vorstellbar in Anbetracht der artfremden Bildqualität und der bei der Tonumspielung eingetretenen erhöhten Kosten]. - Das Publikum daran zu gewöhnen, sich mit hochauflösenden Digisaten anzufreunden, da das Eis, ältere Klassiker weiterhin auf Film gegen Eintritt vorzuführen, immer dünner wird? [ diesen Schritt vollzogen beispielsweise die Astor Lounge Kinos. Nur hat dies mit den Threads "35/70mm Vorführungen" nichts zu tun.] - Technisch und geschäftlich fortschrittliches Denken und Handeln gegenüber den 70mm-Festivals in Oslo, Somerville, Varnsdorf oder Seattle, die auf Digisate verzichten, unter Beweis zu stellen? [ja und nein. Wirklich fortschrittlich in meinen Augen wären neue und vor allem bessere 70mm Filmkopien.] Gegenüber der nun verbreiteten bildlich enttäuschenden digitalen Version würde ich die Technicolor-Fassung von @Martin auf 35mm trotz des Monotons und normaler Abnutzungserscheinungen tausendfach bevorzugen!
  9. Technicolor Kopien auf 35mm von Technirama-Produktionen finde auch ich als historisches Dokument und zu Studienzwecken der 35 mm und 70 mm Verfahren erhellend. Auf jedenfall ein "extremst" aufwendiger, in sich angestimmter Gesamtprozess der recht bekannten Firma mit zum Zeitpunkt der Premiere abgestimmten Filmkopien. # Beim digital warm up von "Flyng Clipper" an dem Donnerstag ist ja auch von DVD Release Party die Rede, ohne weiteren Anspruch an das Original. Und zwischen 4k DCP und der 4k Heimkinofassung konnte ich keinen Unterschied erkennen. Dies könnte man in einigen Faellen als Lob auffassen - oder andererseits dann als Verriss des Bildergebnisses festhalten. Nur die Magnetton-Master wurden sehr sorgfältig und behutsam umgespielt, aber da waren wohl andere für verantwortlich?
  10. Ist auch bei den Hawk-Optiken fuer 35mm Scope recht drastisch. Aber, und das ist Geschmackssache, es stört mich nicht so sehr wie die kissenfoermigen Verzerrungen bei Super Panavision: auf stark gewölbten Bildwaenden verstärken sich diese noch flankenseitig, während sie bei Todd-AO-Weitwinkel zum Gesamtvprteil leicht kompensiert werden. Demnach waere Todd AO offenbar das bessere System? Auch M.C.S. 70 überlegen?
  11. Haben sich im 'Somerville' eine eigene Kopie von "2001: A Space Odyssey" ziehen lassen, ähnlich wie Mr. Fumagalli im 'Arcadia' in Melzo. Ist aber leider gedupt und koernig, wohingegen doch die Intermediate-Kopie von 'Vertigo" sehr gut geworden ist.
  12. Somerville Theatre in Somerville, Mass. - 20.9.-1.10.17: http://somervilletheatre.com/70-mm-presentations/ Seltene Blow ups wie BLUE THUNDER und die Todd-AO-Klassiker in branchenueblicher Mischung fuer die verschiedenen Geschmäcker (die Schärfe-Highlights auch hier: THE AGONY AND THE ECSTASY so wie CLEOPATRA).
  13. Ab Januar 2018. Arbeitete zuvor im Academy Museum in Los Angeles und ist Literatur- und Filmwissenschaftlerin: http://deutsches-filminstitut.de/blog/harrington-wird-neue-direktorin/
  14. Chicago: Das Avalon New Regal Theatre öffnet nun auch als Hologramm-Kino mit Zukunft: https://www.google.de/amp/s/www.dnainfo.com/chicago/20170616/south-shore/regal-theater-reopen-oct-1-as-hologram-theater.amp Michael Jackson und Elvis Presley von den Toten auferstanden?
  15. Zum Aufwärmen ist seit Wochen nicht 70mm, sondern HD angekündigt. Warum sollte hier eine Absage erfolgen? Denn um die einst tolle Bildqualität des imposanten Films schert sich m.E. keiner mehr, kein Hinderungsgrund besteht, heute irgendetwas Improvisiertes zu zeigen. Immerhin sind Wiederbegegnungen mit den Produktionsbeteiligten einfacher herzustellen als eine neue 70mm Kopie: falls es dem Kameramann einigermaßen gut geht, was wir ihm alle wünschen.
  16. cinerama

    Cinema del Sol

    Ist mir sympathischer als ein Megaplex, bestehend aus lauter Imax-Laser-Dijektoren mit unterirdischem Atomkraftwerk. Tatsächlich erfragte unser Verein die Finanzierung von Photovoltaik-Anlagen, nutzbar fuer alle Formate.
  17. 14 Tage lang weilte wieder das 70mm Festival in Seattle's "Cinerama". Rund 22 Filmtitel, finanziell abgesichert durch die Mitbetreiberschaft des Microsoft-co-founders Paul Allen. Ausnahmslos irgendwie bunte Kopien, was, kritisch nachgedacht, die Aufführungschance vieler Raritäten der 60er Jahre blockiert, die auch mal unter Color Fading leiden und trotzdem augen- und ohrenöffnend sind. Hinweise auf Einführungen oder auch Symposien wie etwa in Bradford finden sich nicht, auch keine Detailangaben zu den Herstellungsprozessen der Filmkopien. But 70mm is alive. Man staunt.
  18. Das ist die schwierige Frage, ob es das ist universelle Seitenverhältnis gibt. Der italienische Kameramann Vittorio Storaro trachtete nach der Einführung des Univisium, eines Universalformats der aspect ratio 2 zu 1, das alle künftigen Kino- und Fernseh-Aufführungen vereinheitlichen sollte. Wäre es zu einer weltweiten Vereinheitlichung gekommen, wären dem wohl weitere Film-Paläste zum Opfer gefallen. Gegen ein sehkonformes Bildseitenverhältnis, also 2,55 : 1 (CinemaScope), wird in der heutigen Zeit eingewandt, dass hohe Stückkosten für die Sonderherstellung von Breitbild-Panels seitens der Beamerindustrie zu erwarten seien. Heute haben wir (zum Glück) das Paradoxon, dass ein großer Teil der Filme nachwievor im blickfüllenden Format 2,4 zu 1 ausgeliefert werden. Folgend dem weltweiten Ideal der Breitwand seit 1953 mit entsprechenden Umbauten nebst physiologischen Untersuchungen des menschlichen Seewinkels bis zu 180°, kein Grund zur Änderung. Man sieht richtig oder man sieht falsch. Dies hat sich bewährt und ist nach wie vor ein Synonym für großes Kino. (Kaum eine Fernsehsendung, in der sich nicht gewölbte Panorama-Leinwände tummeln.) Aber welche Beziehung haben die Bauherren des delphi Lux zu bester Technik bzw. zur Filmgeschichte? Nur 200m um die Ecke vom Delphi Lux befinden sich in der Bibliothek tonnenweise Berge an Literatur über optimierten Bau von Filmtheatern. Herrn Braeuer und Herrn Kloster habe ich dort nie gesehen.
  19. Oh danke, erst jetzt öffnen sich mir die Augen zur Gänze. "Lux intim", später umbenannt in "Lux am Zoo". Im BWR war ich oft in der Jugendzeit: fünf Bildwerfer in einem gekachtelten Bildwerferraum. Nach der Wende monatelang "ausverkauft". Luxus pur und grosse Leinwand.
  20. Klar kann man sich aus dem unteren Mittelmaß auch ansprechend gelöste Raumelemente herauspicken und mit vorherigen Schachtelkinos der UFA-Theater AG (untergegangen) und Yorck-Kino-GmbH (wegen der zugeflüsterten "Geschichten und Fernsehspiele" noch in Betrieb) in Beziehung setzen. Oder die Sound-Kalbibrierungen in kleinen Räumen vorteilhaft erwägen (obschon niedrige Deckenhöhen beste Vorhaben vereiteln). Schiefe Stürze und Schächte der vormaligen Parkgaragen liessen sich sogar als Kunstobjekt umwidmen, aber eher doch, wenn sie im Foyer, nicht aber in Sichtlinien des Kinosaals dominieren. Die "vierte Wand" hier zwischen Notausgang und einem verbleibenden Bildschirm aufzuteilen, hat leider Tradition: man gehe in New Yorck-Kino der gleichen Betreiberin und erlebt sein Déjà Vu. Was ist das richtige Bild? 2,40 : 1 als Seitenverhältnis fordern heutige Filmproduktionen aus aller Welt mehrheitlich, nicht zuletzt auch der menschliche Sehwinkel (optimal bei 2,55 : 1 versorgt). Nach dem Krieg eröffnete Delphi Filmpalast am Zoo mit der "grössten Bildwand Berlins", 1958 nochmals getoppt durch 70mm-Einbau. MGM Theater, Capitol, City und Royal Palast oder Zoo Palast folgten. Teils mit bis zu 1250 Sitzplätzen, damals schon starker Auframpung, mit voluminösen Bionor-Schallwandlern, dort mit einer 146 Grad-Bogenleinwand, 3D und 3-Streifenprojektion, teils Ultra Panavision und Todd-AO, 19 bis 32 Meter breite Bildwände: und das über Jahre/Jahrzehnte im Dauerbetrieb. Das muss man nicht mögen - und "braucht es heute nicht mehr". Aber was ist an dessen Stelle getreten? UHD + HDR? Leider nein: wir begegnen HDTV-Stübchen, die den Verirrten der City-West "Geschichten" zum Besten geben. Delphi de luxe oder Minilux wird jeder mögen, der eine Aversion gegen den Zoo-Palast-Kitsch hegt: suum cuique. Relativiert man aber die Neuzeit gegen den Kinobau des 20 Jahrhunderts rund um den Kurfürstendamm, wird hier kaum Neues zu erhoffen sein, was wirklich Massstäbe setzen könnte. Die stadtweit verbreiteten "Leuchttürme" Berlins wurden Mitte der 60er, Ende der 70er und Anfang der 00er Jahre platt gemacht. Kinos in Berlin mit guter Akustik kenne ich aus der Nachbarschaft des Delphi noch anders. Hier ein Beispiel: Roadshow etwas grösser als auf Parkstätten, eine 19-Meter Bildwand, ca. 600 Pl., späte THX-Installation (ohne die geringste Saalanpassung). Akustik vermutlich besser als in der Elb-Philharmonie.
  21. Spiegelbild der Zeit: - Club- und Lounge-Flair - Bankkredite nur noch nach Standortanalyse, die auf dem Schuttberg des größten Kinofriedhofs der Welt erwuchs (Schließung der Traditionskinos Marmorhaus, Hollywood, Lupe 1 und 2, Filmbühne Wien, Gloria Palast und Gloriette, Royal Palast und City, Broadway, Astor, Kuli, Studio, Schlüter Lichtspiele, Olympia, Oscar und Camera, Smoky, ABC, Blue movie, Europastudio - alle in etwa zwischen 1994 und 2004) und eine Auswertungslücke offenbar werden ließ - bauliche Beschränkungen durch begrenzte Deckenhöhen und missliebige Klimaschächte geschickt mit Beleuchtung drapiert (verstaendlich) - Bild-Proportionen und Sehwinkel dem derzeitigen Hype von Flachbildschirmen anpassend (HDTV ja, UHD und 35mm nein. bedauernswert) - Foyermusik mit leicht verdaulichem Jazz fuer die neuen Yuppies - die magische Zahl von 7 Saelen dem Verleihangebot anpassenf (im Streitfall mit Zoopalast könnten Verleiher temporaer zum Delphi Lux wechseln) - auf zu markante, festlegende und charakteristische Merkmale verzichten (betriebswissenschaftes Postulat seit Einführung der Multiplexe, aber ebenso auch ohne Handschrift) - maximale Effizienz und Flexibilität anstrebend (die Spirale in Streaming Zeitalter dreht sich weiter) - Traditionslinien zur griechischen Antike, sprich zum benachbarten Delphi Filmpalast am Zoo haltend, um die Gesamtmarke zu diversifizieren (clever) - der Betreibergruppe weiterhin die Zukunft sichern, falls irgendwann Einzelstandorte in Gefahr geraten sollten - nur soviel zu investieren, wie es die Pachtdauer eines 10-jährigen Mietvertrages zulässt (nichts ist für die Ewigkeit, am wenigsten die delphi Lux Kinos) Geschäftlich folgerichtig und weniger die Intention verfolgend, an diesen Standort Geschichte zu schreiben. Der Vorgänger, die sehr pauperistischen Broadwaykinos, haben es auch nicht getan. https://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20170906_1930/live-eroeffnung-kino-delphi-lux.html (das noch gestern ausgestrahlte Interview mit GF Dr. Christian Braueer ist entfernt worden) https://m.facebook.com/delphilux/?locale2=de_DE
  22. Nein. Bei z.B. helleren Kopien, beispielsweise um vier Punkte heller kopiert, müssen z.B. auch Innenaufnahmen und Außenaufnahmen im Tageslicht neu abgestimmt und angepasst werden. Also eine Anpassung auch in den FCC-RGB Bändern. Mittlerweile ist ja ein neues Kopierwerk mit dem 65mm Negativ von MURDER ON THE ORIENT EXPRESS befasst, aber die Vorschau gibt doch ein paar Enttäuschungen preis. Ob zudem die atmosphärische Dichte der 70er Jahre Fotografie der damaligen Verfilmung von der etwas konventioneller angehenden Super Panavision / Panavision Super 70-Fotografie getoppt, wird, mag man bezweifeln, und auch die nach wie vor minderwertigen Weitwinkel bei Super Panavision führen zu Randverzerrungen.
  23. In manchen Transfers ist dies bei annehmbaren Ergebnis möglich. Bei anderen wiederum nicht, in denen bereits Farbkreuzungen auftreten, beispielsweise das Gleichgewicht zwischen neutralem Grau und Hauttönen sich auseinanderspreizte. Beim Blade Runner gab es aus Gründen der Authentizität einige Fotos chemische Zwischenschritte bei der Restaurierung, aber nach dem Grading driften die Lichter nach grün blau grün ab, während die Schatten in Rostbraun abzusaufen drohen. Der Film hatte 1982 einen normalen Look, trotz tendenziell farbstichiger 70mm-Kopien. Stefan2 führte immer wieder vehement an, die Projektionsoptimierung führe letztlich zum richtigen Gesamtergebnis, so wie ich ihn verstanden habe. In so einigen Fällen aber ist der Urzustand des Films auch auf diese Weise nicht mehr herzustellen. Auch die Grundvoraussetzung richtigen oder falschen Scannens schafft irreversible Tatsachen. Ein paar hundert oder tausend Filme lassen dies offenbar werden, andere Transfers hingehen sind perfekt gelungen. Rippen und nachbearbeiten oder besser neu scannen, das ist die Frage. Aber das kann doch nicht Aufgabe der Kino-Praktiker sein, dann jedes mal fuer ein nachträgliches Grading selber aufkommen müssen? Die Wiedergabekette ist durch die International Telecommunications Union genormt. Das nachträgliche Graden von unseren Lieblingsfilmen, heute auf Blu ray Discs mit anschließender Umwandlung über DCP o Matic. hatte ich mir schon mal vorgenommen. Zu erwarten ist aber vom Lieferanten, der mit dieser Ware Geld macht, dass dieser ein richtig farb- und lichtbestimmtes Produkt abliefert. Aber Warner ist da in den letzten Jahren nachlässig geworden.
  24. DCP-Qualitäten kann ich leider nicht erinnern, um so deutlicher aber die zweifelhaften der Blu-ray- Disc. Leider gibt es einen großen Abstand zur Farbbalance und Sättigung des Original-Films. Es hat den Anschein, als wenn Ridley Scott sich an seinen eigenen Film nicht erinnern konnte (so sehr man ihn andererseits für Kameraarbeit, visual effects, Weltraumanimation und Ausstattung in "Alien Covenant" loben muss.) Bleibt die Hoffnung auf ein angemessenes Grading für die IMAX Version.
  25. Traust du dich generell nie, deine Meinung zu sagen, oder warum kritisierst du die Vorredner? Denn diese haben die Ästhetik und Funktionalität kompetent beschrieben, davon kann man etwas lernen. Ich sehe keinen Grund, sie als Ferndiagnostiker abzutun (und wohne in unmittelbarster Nähe zum Standort - kann den Analysen nicht widersprechen.)
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