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Berliner Niveau. Die neuen Burgen der Provinzbourgeoisie. - Barco 2 Mille.
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Berlin: "Delphi Lux am Zoo". 7.9.17. https://www.google.de/amp/amp.tagesspiegel.de/berlin/berlin-charlottenburg-grosses-kino-in-kleinen-saelen-das-neue-delphi-lux-am-zoo/20240032.html Bild: Mike Wollf/Yorck Kino GmbH (auf dem Bild Georg Kloster und Christian Braueer, GF)
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Dort vorletztes Jahr gewesen. Dass sie Hunger leidet, ist natürlich böse. So bleibt wenig Geld für ein paar Änderungen im Saal, vielleicht eine dunklere und modernere (oder an 1905 angelehnte?) Tapete. Neben dem BELLARIA das einzige Nicht-DCI-Kino?
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Dramaturgie und Grafikdesign der Festival Posters von Oslo, Seattle, Bradford oder Los Angeles fand ich gekünstelt. Das obige Motiv dagegen sehr gut. Direkt an der Substanz, mit dem Gestus des Detektiv-Films (fehlt nur noch die Lupe des Sherlock Holmes: und dann ganz genau auf die Filmclips schauen). Keine falschen Rekord-Versprechungen wie üblich in der Szene... Wer hat das gemacht?
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FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
Zwei bildlich unterschiedliche, jedoch gleichermaßen abwegige Blu ray-Versionen verwirren schon genug - aber wenn sie sich schon nicht aus dem Handel zurückrufen lassen, wäre es nicht tröstlich, wenn preston sturges & Kinemathek Coburg evt die vollends irreführenden "Rezensionen" zurechtruecken könnten? Blu-ray-rezensionen.net schreibt: Um Flying Clipper für die Blu-ray- und Ultra-HD-Veröffentlichung fit zu machen, war klar, dass man einen komplett neuen Scan des Originals anlegen musste. Von den 70mm-Originalfilm-Varianten gab es nur noch wenige gut erhaltene, von denen nun eine neuere eingesetzt wurde, die nur wenig Vorführungen erlebte. Das Abtasten selbst übernahm ein Studio in London, das einen 4K-Millennium2-Scanner einsetzte. [...]. Im Anschluss daran wurde das Material Bild für Bild in einem Studio eingelesen und vor allem in Sachen Kolorierung und Fading bearbeitet. Bei den Schmutzpartikeln entschloss man sich, nicht jeden einzelnen zu entfernen. Auf diese Weise bleibt ein analoger Look erhalten. Freunde von glattgebügeltem Digital-Look werden hier eher enttäuscht sein. Denn auch das Filmkorn blieb erhalten und nicht jede Einstellung ist von der Schärfe her homogen über das gesamte Bild gleich gut (Personen rechts bei 6’56). Dazu gesellen sich durchaus mal ganz dezent sichtbare Streifen oder auch ein Einzelbild, das massive und unterschiedliche Beschädigungen aufweist (9’34). Wie gesagt: Heimkino-Dogmatiker sollten sich zuvor darüber bewusst sein, dass sie es hier mit einem 55 Jahre alten Film und damit nicht mit einem lupenreinen Bild zu tun haben. Der Rest nimmt solche „Fehler“ als charmant hin und freut sich über das wirklich kontraststarke und ansonsten sehr kräftige Bild. Gerade farblich hat man Flying Clipper doch sehr auf die Sprünge geholfen. Das Meer ist bisweilen tiefblau (9’46), der Himmel hat eine kräftige Farbe und die Vespa-Tour wird von Mädels geleitet, deren Pullover und Röcke Demonstrationsmaterial für ein farberhaltendes Waschmittel sein könnten (20’40).Wer aufgrund der offensichtlichen kleinen Fehler im Detail meckert, dem sei das Feature „Filmrestauration“ im Bonusmaterial empfohlen. Wenn man das aufgrund des hohen Alters unter massivem Fading leidende unbearbeitete Bild im Vergleich zum nachträglich restaurierten sieht, dann kann man die Arbeit desjenigen, der am Rechner gesessen hat und jedes einzelne der 221.000 Bilder angefasst hat, kaum genug würdigen. Wenig davon trifft zu. Demnach glaubt der Rezensent an einen Transfer von einer gefadeten, das heißt rotstichigen 70mm-Kopie von 1962, womit das Durcheinander seinen Höhepunkt erreicht: Mit einem A/B-[Rechts-links]-Vergleich steht dabei A. monochrom-rot B. dem gegradeten Bunt-Bild gegenüber. Richtigstellung: dieser Vergleich wäre durchaus zulässig mit Bezug auf die Restaurierung des rotstichigen Trailers von vor ca. 1 Jahr. Was dort noch aus der Not geboren war (artfremd bleibt ein solcher Look allemal), mutet fast schon "natürlich" an gegen das Ergebnis der Abtastung des nun kompletten Films von einer neuen, das heißt ungefadeten Filmkopie von 2009. Zeichnungen in selbst aufgehellten Schatten der rotstichigen Kopie waeren gegenueber der teils zeichnungslosen Neukopie im Vorteil gewesen, und auch farblich und im Kontrast war die Trailerrestaurierung lange nicht so verdreht/verkreuzt wie die jetzige Blu ray-/DCP-Version. Nach dem Vorspiel am Heimkinomarkt gibt es dann noch - identisch im Look - das Nachspielen derselben Version im Rahmen des warm-ups des Karlsruher 70mm-Festivals. -
Da ist schon auffallend, dass auf den 70mm Festivals keine ernstzunehmende Filmkopien-Analyse stattfindet. Sporadisch glimmt das Thema auf den europäischen Festivals auf, während in den USA so gut wie nichts Substanzielles zu hören ist. Die kommerziell erfolgreichsten Produktionen liegen dort quasi vor der Haustür. Ich lese fast nur unseriöses Marketing. Die verfärbten Schattenpartien angehend gab es auf dem 35mm Sektor bereits verdächtige Symptome. Die letzten 70 Millimeter Wiederaufführungskopien von "Spartacus" und Lawrence of Arabia" hatten solche Symptome, währenddessen meine, 10 Jahre zuvor gezogenen Kopien noch neutral sind (aber natürlich schrammiger). Es gab ja in Kopierwerken auch überlagertes Material. Und keine Bedenken, kühl gelagertes Printmaterial Jahre lang aufzubewahren. Es muesste aus geschäftlicher Sicht auch Käufe der Restbestände von Fuji 70mm Print Film gegeben haben. Dieser ist übrigens optimal auf Fuji Negative abgestimmt. Infolge dann jahrelanger Lagerung und bei Kopierung von Eastman Color-Negativen traten bei 35mm Fuji print Material besagte braune Schatten auf! Das ist aber nicht durcheinanderzubringen mit einer generell zu grünstichen Kopie wie "Doctor Dolittle" oder einer zu blaustichigen 70mm-Kopie wie "The Bible" oder "Flying Clipper", bei denen schlichtweg die Vorfilterung falsch gewählt wurde. Also ist herauszufinden, ob das amerikanische Kopierwerk gegebenenfalls Altbestände an 70mm Fuji Material zum Einsatz bringt.
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Und die Film-auf-Film-Debatte geht weiter: Tatort London, sehr fleissig interviewt. http://www.newstatesman.com/culture/film/2017/08/can-celluloid-lovers-christopher-nolan-stop-digital-only-future-film
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Wir wären interessiert und haben vor zwei Minuten den Verkäufer angeschrieben.
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FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
Sieht auf den Sony-Referenzanlagen so aus wie oben von @ruessel beschrieben. Auch im Vergleich der UHD Blu-ray Disc mit dem DCP. Kein Unterschied erkennbar, nicht der geringste: weshalb eine Zweitsichtung im DLP-Kino noch weiter absinken muss. Die normale Blu-ray Disc sieht wiederum völlig anders aus, ähnlich der unbearbeiteten 70mm Kopie, aber in einigen Flächen (noch ohne den überzogenen Kontrast des DCPs) mit ein wenig Zeichnung versehen. Der eine wie der andere Look ist unendlich schlimm. Nicht mehr als eine Minute von jedem Medium angeschaut und vorher insgesamt 4 Discs für Freunde gleich mitgekauft, aber meine eigene Disc dann zertrampelt. Mir auch die "Malus"-Materialien nicht mehr angetan. Der Film beginnt ja mit einer Ouvertüre und der Dauereinblendung/Werbeschaltung der sogenannten "Suedkurve" (Schauburg Karlsruhe). Da wusste ich schon, wohin der Hase hinläuft, wobei man besser den Vorhang des Münchner Royal Palastes aus einem historischen Foto hätte einblenden können, zumal der Film dort, aber nicht in Karlsruhe Premiere hatte. Es gibt aber auf Bonusmaterial der Postproduktion von "Hateful Eight" ganz gut farb- und lichtbestimmte Szenen zu sehen, die es in der Qualität dann nicht in die Vorfuehrkopie und Blu ray Disc geschafft haben. Bei "Flying Clipper" ist dies ausgeschlossen, weil dummerweise hier von einer Vorführkopie abgetastet wurde, und dann auch noch von der falschen (die Kopie von 2009 mit einem monochromen Look und zahllosen absaufenden Details). Einen HDR Fehler gibt es uebrigens bei Peter Jackson's "King Kong", wo man HDR ausschalten muss, um ein normales Bild zu sehen. -
https://www.facebook.com/SocialMovieNight/
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Ja. Vorhin (fremdgehend) in die neue Home-Cinema-Scheibe von THOSE MAGNIFICENT IN THEIR FLYING MACHINES, MY FAIR LADY, CHITTY CHITTY BANG BANG, PLAY TIME und SPARTACUS hineingeschaut. Der Look ist sehr ähnlich den 70mm-Premierenkopien zumindest in Bln. Aber warum sollte es in anderen Städten grundsätzlich anders gewesen sein. Auch HATEFUL 8 und INTERSTELLAR sehen auf Home-Cinema-Scheibe partiell besser und filmischer aus: ansatzweise so, wie man sich ansonsten akkurate Filmkopien herstellt. Es ist wichtig, auf das Kopierwerk einzuwirken, um Änderungen zu erreichen. Ein Lob derer Arbeit ist das Verkehrteste in der vorliegenden Problematik. Darum sind es unverbesserliche Humoristen in meinen Augen, die nun bei FYLING CLIPPER von einer Fotokem-Kopie eine Abtastung für HD-Cinema-Scheiben nebst DCP-Vertrieb wagten. Es wurde oft genug davor gewarnt - sie machten es trotzdem. Sollten Negativ-Alterungen hineinspielen, ist eine farblich gleichwertige 70mm-Kopierung einiger älterer 70mm-Klassiker kaum noch möglich. Nur: in diesem Thread wurden szenenweise Schwankungen selbst bei neuesten Filmtiteln nachgewiesen, unfreiwillige Körnung, Bildstandsschwankungen und vieles mehr. Bei Kopierung von taufrischen Negativen! Wir sollten bei Fotokem alle mal vorstellig werden, die es uns interessiert und Sorgen um die Zukunft der 70mm-Kopierung bereitet - mit einer Resthoffnung auf vielleicht einige Verbesserungen. Sie müssten auch von sich aus ein Selbsterhaltungsinteresse haben, wäre anzunehmen.
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"Flying Clipper". _ Zu @Stefan2: Gut, wenn die Debatte in Gang käme. Man mag zustimmen, dass heutige FIlmprojektion auf Silberbildwänden wie im sog. Berliner "Grand Cinema" von einem Projektor mit zu erneuerndem Spiegel/Malterserkreuzgetriebe/Kabinenfenster/Umlaufblende selbst abgefallenes Niveau der bis 1982 im Regelbetrieb spielenden Todd-AO-Theater unterbieten können. Im anderen Haus am Zoo, inzwischen modernisiert, waren aber die letzten Zuckungen des70mm-Regelbetriebs zwischen 1971 und 1982 auch schon kein Vergnügen mehr und auch nicht im Europacenter: grünstichige Bauer-/Philips-Spiegel, beginnende U2-Bildstandsprobleme und Blendenflackern DP70, krächzender Röhrenton. Die Tonwiedergabe in der Fasanenstrasse in den 60ern: unausgewogener als heute. Keine der angelieferten 70mm-Filmkopen aber wies solche Mängel wie bei Neustarts seit Ende der 80er Jahre auf, brisant sich verschlimmernd ab 2004. Es ist erschütternd, was sich hier aufgetan hat. Was auch nicht vergessen werden darf, Kopierstandards ändern sich. Die Materialien vornehmlich: steilere Negative in den 60ern, weichere seit Umstellung auf den Heissprozess bis heute. Keine Begründung aber für gravierend zu helle oder zu dunkle oder falsch und anausgeglichen lichtbestimmte Kopien, die rauchig, körnig oder absaufend daherkommen. Die 70 mm Maschinen wurden 1960 mit "Bildbreite beliebig" beworben, zu Zeiten der begrenzten Lichtströme der HJ Kohlen bzw Ventarc Lampen sollte auf sehr grossen Bildwandanlagen etwas zu erkennen sein. Im Gegensatz zu den von uns heute kritisierten Spielstätten war der Lichtstrom zumeist (200 bis 220 A) reichhaltig vorhanden und regelbar zwischen 1956 und 1963/77. Darum bewarb man beliebige Bildbreiten. Wäre der Lichtstrom zu niedrig und begrenzt gewesen, hätte man in den 50ern und 60ern deutlich helle 70mm-Kopien ziehen müssen. Das Gegenteil aber ist der Fall!!! Erst mit Umrüstung auf Xenonbetrieb in den 70mm-Häusern Berlin (1963/1977) mussten wir Schattenspiele erleiden. Helle Kopien von STAR WARS, schliesslich weichere Printmaterialien der 80er Jahre. Wobei "Zoo Palast" nach Umrüstung auf Xenonbetrieb noch am ehesten ausreichende Leuchtdichten bot. Zu allen Zeiten also konnten dichtere und hellere Kopien individuell für das jeweilige Premierenkino gezogen werden. Siehe bei 35mm-Titeln wie INDEPENDENCE DAY: dicht für den Zoo-Palast, heller für 30 Meter Bildbreite im Royal-Palast, wobei dort die Schattendurchzeichnungen keinesfalls absoffen. Bei einigen Revival-70mm-Kopien von DOCTOR DOLITTE, THE BIBLE und FLYING CLIPPER ist das aber leider der Fall. Damals für 32 nits kopiert, fordert die heutige Vorgabe den doppelten Lichtstrom. Daraus erheben sich andere Kopiergradationen und angepasste Kopierung. Die Leuchtdichten der Projektion lagen sicherlich schon unterhalb 55 cd/qm. Tendentiell aber wurden die Kopien immer heller. Von einigen Revivals der Neuzeit (Klassiker-Nachkopierungen von Fotokem) einmal abgesehen, in denen man Dichten der 60er Jahre imitierte. INDIANA JONES UND DER TEMPEL DES TODES, IN EINEM FERNEN LAND so wie ALIEN 3 aber waren in den Direktkopien ("Royal Palast", "Zoo Palast") perfekte Blow-up-Kopien trotz abweichender Normdichten der Kinos. Brauche wir generell doppelten Lichtstrom heute als anno 1960? Warum das? Derart drastische Sprünge kenne ich nur von Dolby Vision oder Eclair-Systemen der DCI-Zeiten. Ein Auftraggeber wird heute Kopien für Xenonlicht, 6500 K und 55-60 nits Bildwandleuchtdichte auf mattweisser Wand bestellen, zum Abspiel auf heute üblichen Wiedergabeanlagen. 55 cd/qm sind schon seit Jahrzehnten Projektionsstandard. 127 apostilb die ältere Bezeichnung. Den grossen Umbruch sehe ich nicht. Spielt man diese mit einer nicht 100% ig zueinander passenden Projektionstechnik oder optischem System, wird das als Fehlkopierung interpretiert. Nein, so dumm ist keiner. Fehlkopierungen zu allen Zeiten hatten verschiedenste Ursachen und Merkmale. Durchzeichnungen in den Schattenpartien der Filme der 50er/60er Jahre selbst mit damaligen (heute aber nur in der Vitrine noch nützlichen) T-Kiptagonen waren stets gegeben und und keine Erfindung der Neuzeit. Nach Deiner Annahme müssten die damaligen Kopien wegen angeblich generellem Lichstrommangel heller gewesen sein (was sie nicht waren). Denn träfe es zu, dass sie heller gewesen wären, würden sich in helleren Kopien mehr Durchzeichnungen in den Schatten auftun. Die Schatten-Diskussion bitte ich auf einen anderen Zusammenhang anzuwenden. Die von mir gesehenen Filme am Wochenende überzeugten alle durch einwandfreie Kopierung mit hervorragendem Bildeindruck und überzeugender Schattendurchzeichnung. Wie sollte dies möglich sein? Es ist sogar auszuschliessen. Einige von mir kritisierten Revival-Kopien sah ich damals schon in Oslo, auch im Berliner Delphi-Palast und im CineStar Potsdamer Platz, im Filmmuseum Frankfurt, in NFT Londeon, in der Cinematheque Francaise u.v.a. Stätten, deren Leuchdichte, mattweissen Bildwände und Farbtemperaturen um die 6500 Kelvin in Ordnung waren. Warum es dennoch dramatische Fehlkopierungen gibt: Der Fall HATEFUL 8 zeigt: es gibt farblich ständig wechselnde Takes bei der Schneeszene schon am Anfang und in der letztem Rolle bei den Grossaufnahmen des Gesichts von Samuel Jackson. Der Lichtbestimmer hat nicht aufgepasst. Die Schneeszenen in H8 waren zu dunkel, die Hüttenszenen zu hell. (In einer Doku zur Postsproduktion sind die Schneeaufnahmen als erste Musterkopierungen zu sehen und noch einwandfrei). Aber wir hatten hier auch zwei Kopienstandards, obwohl du von einem einzigen Negativ ausgingst. Einige Kopien stammen vom Kamera-Negativ, und einige vom Dupnegativ, und Dups sind somit bereits in der vierten Generation liegend. Sollte in Oslo eine bessere Kopie vorhanden sein, kann man es nicht wiederlegen. Vier unterschiedliche Häuser aber, die ich in Europa wegen wegen H8 besuchte, zeigten im Grunde die gleichen Mängel einer schlechten Filmkopierung. Dasselbe bei INTERSTELLAR. Perfekte 70mm-Kopien waren also in den 60er Jahren die Regel und heute die absolute Ausnahme. Gerade Dunkirk zeigte das Problem gut auf. In Berlin kontrastschwach, zu dunkel und ungleichmässig ausgeleuchtet, soff sämtliche Zeichnung in den Schatten ab. In Oslo ein ungeheuerlicher Dynamikumfang mit einem Detailreichrum in den Schatten, der nur staunen liess. Die heutigen Materialien sind da überzeugend. Die heutigen Materialien betreffend ist eine volle Durchzeichnung in den Schatten möglich. Reduziert durch die kontrastmindernde Silberbildwand im Zoo Palast in Berlin und eine minderwertige Optik, wie du hervorhebst (zumal auch für mich die Digitalprojektion des Werbeprogramms viel schärfer und konstrastreicher erschien). Aber INTERSTELLAR sah auch in der gedupten 15-perf 70mm-IMAX-Kopie in Prag abscheulich farbstichig und undetailliert aus, besser angeblich im BFI London mit einer vermuteten IMAX-Direktkopie. HATEFUL 8 wiederum offerierte stärkere Kornbildung und verschmierte Details, weil die Schneeszenen zu dunkel kopiert waren. In 5 perf 70mm waren INTERSTELLAR wie auch DUNKIRK eine generelle Enttäuschung: beides sind Dupkopien, und es sind besonders schlechte Dupkopien. DUNKIRK in 70mm Imax wurde zum Glück diesmal überwiegend vom Originalnegativ kopiert - wobei ebenfalls fehlerhafte Kopien möglich sind (siehe THE DARK KNIGHT): und Kopien vom Originalnegativ sind zumindest deutlich schärfer als die Dupkopien. Resumee: es kann weltweit keine einzige DUNKIRK-5-Perf-70mm-Kopie zufriedenstellend sein: das gibt speziell dieses Dup einfach nicht her. Wenn schon Schelte angebracht ist, bitte nicht bei der Brauerei, sondern beim Wirt anbringen. Leider an alle Seiten gerichtet. Ich wäre glücklich, wenn die simplen Änderungen am Spiegelsysstem, der Optik und der Leinwand uns aus aktuellen Neuererscheinungen seit 2004 befriedigende Ergebnisse bescherten. Aus meiner Sicht ist die gesammte Produktionskette Schwankungen unterworfen. Das Bild aus einer intakten 60er Jahre Kopie (Du bist min, ein deutsches Tagebuch, DDR 1969) zeigt auf, was ich meine. Die Dichte der Schwarzstellen ist geringer, als heute, für grosse Wände mit beschränktem Lichtstrom. Das ist aber Orwo-Material. Ein anderes als Kodakmaterial. Ausserdem fadet auch Orwocolor in der Gesamtdichte, die Kopie ist vom 1969, H8 und Dunkirk haben da ganz andere Dichten. Können sie gerne haben und ist bei hohen Lichtströmen wie anno 1960 bis 1977 noch sehr geläufig für die Brillanz von Vorteil. Trotzdem sind es fehlerhafte Filmkopien. Ein Flimmern in den hellen Partien muss auch inkauf genommen werden, wenn die Leuchtdichte beliebig erhöht wird. Cleopatra ist vom Bild her beindruckend, Kopierung aus einem Guss, und scharf. EIne Neukopie hatte ich etwa 2006 gesehen, die vom Originalnegativ war: fehlerhafter Verlauf der Blenden, aber keine völlige Farbverfälschung. Die Schärfe war einwandfrei. So etwas kann man einsetzen. Eine zweite Vorführung 2009 im "Kino International" war ein Desaster. Nicht nur wegen der Projektion, die Dir sofort in den Kopf kommt, sondern weil die Szenen farblich wie wild hin und hersprangen und der ganze Film ein Korn aufwies, wie man es noch nicht gesehen haben. Gerade H8 zeigte in der Kopierung gut die Mängel der alten Aufnahmeoptiken, die zudem mit mittelempfindlichem Negativ bei Offenblende die Fehler darlegt. Und ein Stilmittel ist Man hätte gerne mal die Muster vom Originalnegativ gesehen. Mängel der alten Aufnahmeopitken aber sind eine reine Mutmassung. Gibt es dafür einen erhärtbaren Beweis? Ich tippte auch zunächst auf Fehljustagen, aber das sind - Achtung -Mutmassungen. Es ist ja m.E. vollkommen unbestreitbar, wie sagenhaft perfekt die Schneeaufnahmen in FALL OF THE ROMAN EMPIRE in 70mm Ultra Panavision aussahen und auch der Rest des Films - obwohl es sich um eine optische Umkopierung handelte. Wie HATEFUL 8 lief der FIlm im "Zoo Palast", seinerzeit auch noch grösserer Bildwand. KHARTOUM haut einen ebenfalls vom Hocker. HATEFUL 8 hatte nichts davon. Aber wenn das stilistisch gewollt ist, frage ich mich, warum die Lichtbestimmung in ein und derselben Szene farblich hin und herspringt u.v.m.? Künstlerische Absicht? Und das bei mehr als einem Dutzend 70mm-Titeln, die als Fotokem-Kopien herausgebracht wurden? Nein. alls das ist von A bis Z fehlerhafte Kopierwerksarbeit!
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FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
Einen freundlichen guten Morgen! Nach dem vermuteten Winterschlaf - eine ganz sachorientierte Frage: Warum habt ihr nicht das originale Kamera-Negativ von "Flying Clipper" abgetastet? Wo doch alles vorhanden ist? Und wo alles, was jetzt fehlt, drinsteckt? Sollen halt alle, die etwas vermissten, 5 oder 50 Jahre darauf warten? -
FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
War mit Vertrag, Zeugnisausstellung am 16.4.2008. FA 1 - 01900/3. Und von Anfang an befristet mit Verlaengerungsoption (es wurde auch einmal verlängert, weil beide wollten), zumal ich aus dem Alter raus war für Beamtenanstellung. War damals schon ueber 40. Kann durchaus sein, dass sogar Herr sturges damals von mir eine E-Mail mit barch-Absender bekam. - Falls es hier um "Flying Clipper" geht, waren meine Hinweise bemüht und auch sehr weit zurückgreifend. Weit vor 2008. -
FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
ebenso wenig dort wie in Kopierwerken gekündigt worden - kein Anlass. -
FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
Auf diesen Beitrag wollte ich obenstehend eingehen. -
FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
@cinefox48: Mit einer einzigen Änderung der Vorfilterung hätte man 2009 eine völlig intakte 70 mm-Kopie ziehen können ohne ein sog. "Absaufen" der Schatten, Details und der Farbbalance. Wenn FLYING CLIPPER jetzt noch ein einziges Mal auf 70mm nachkopiert werden würde, falls jemand dazu den Auftrag erteilt, würden einige aus dem Staunen nicht herauskommen. Aber diesen Auftrag wird es vermutlich nie geben, genauso wenig wie eine erneute Abtastung vom Orginalnegativ für die Blu-ray Auswertung. Mir war 2006, in den Jahren, als ich im Bundesarchiv tätig war, etwas bange um den Erhalt des Originalmaterials und des Negativs, also befragte ich die Rechteinhaber nach Überführung der Materialien aus dem gerade im Transformationsprozess befindlichen Technicolor-Kopierwerk in London ins Berliner Bundesfilmarchiv. Das wurde freundlicherweise dann auch durchgeführt. Fortan geriet das Material in die Hände der (wie oben stehend zugespitzt formulierten) abenteuerlichsten Dilettanten und Spekulanten. Zur Erstbearbeitung: Der Titel des Films war natürlich immer einen Dup gewesen, das hast Du treffend beobachtet, also über HiCo-Masken hergestellt. Bei farbigem Titel mit schwarzen Schatten auf bewegtem Grund gibt es auch keinen anderen Weg. Bei 70mm-Produktionen sowieso nicht, denn im Falle einer Overlay-Kopierung der Titel hätten Titel und Untergrund stark gegeneinander gearbeitet. Der Dup-Insert der Filmtitel im Originalnegativ war aber 1962 von erstklassiger Qualität, weil die Schattenmaske auf präzisen Sperrgreifern der Oxberry kopiert wurde, denn normale Kopiermaschinen wären dazu nicht imstande. Allzuviele Blenden weist der Film meiner Erinnerung nicht auf, und es handelt sich auch um keinen AB-Schnitt und auch keinen Checkerboard-Schnitt (wie etwa bei der Fox Produktion CAN CAN und anderen). Man ist immer noch sichtlich schockiert darüber, was auf der ersten Seite dieses Threads zu lesen ist. Die ganze Art, in der Menschen informiert werden... Die Material-Auflistungen existieren nachwievor, müssen aber angepasst und korrigiert werden. -
FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
Ein am Verkaufsmarkt orientiertes Projekt, das einen langen Weg nimmt, wuerde einen kurzen Zugriff favorisieren, denke ich. Denn dort, wo die zum Scannen gegriffene, leider aber fehlerhafte Theaterkopie lagert, liegt auch das intakte Kamera-Originalnegativ. Der gleiche "Weg". Primär ein Originalnegativ kommt daher bei den DVD/BD-Distributoren der letzten Jahre bei solchen Revivals zum Einsatz. Das dann farblich (und in den hier geforderten Details und feinen Durchzeichnungen) überzeugende Ergebnis unterscheidet sich folglich auch von dem Verriss, den man auf Amazon zu "Flying Clipper auf BD" gelesen hat. Ein wie dort beschriebenes schwaches Bild waere gar nicht nötig gewesen. Es wurde leider nun auf Nachfrage klar gestellt, dass eine neuerliche Abtastung dieser 65mm-Produktion, diesmal vom Originalnegativ, nie mehr stattfinden wird. Wenn das so deutlich gesagt wird, dann ist auch ein deutlich kritisches Wort an der Zeit. -
DUNKIRK ab der 5. Spielwoche noch in täglich einer Vorstellung im Savoy Hamburg, in sporadischen Vorstellungen im Astor Grand Cinema Hannover und in Schauburg Karlsruhe, im Zoo Palast Berlin dagegen digital weitergespielt. Nachwievor erfolgreicher Einsatz in der bestmöglichen Darbietung in den IMAX Kinos in London und Prag. Qualität spricht sich rum.
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Wie saehe die Umsatzprognose aus? Wuerde eine 70mm-Korrekturkopie z.B. von "Flying Clipper" überhaupt noch als Event oder Restaurierung angekündigt werden? Weit realistischer ist folgendes Szenario: ein 70mm-Theater leiht eine 70mm-Kopie schon gar nicht mehr aus, sondern bauscht ein noch so schlechtes DCP zur pole position auf. Weil Leute häufig sterben, holt man sich als Kronzeugen den Kameramann und den Kameratechniker der damaligen Zeit heran, die voll des Dankes bezeugen, dass sie den gebotenen Film "noch nie so gut" und schön und großartig erlebt hätten. -> Der Tod der 70mm-Korrekturkopie. Kein Einzelfall, sondern die Regel. Ist ja so bereits geschehen bei Filmen wie "Blade Runner", "2001", "Oklahoma!" oder "Ben Hur".
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Irgendein Beitrag zum 70mm Film? Inhalt? Kopienbewertung? Herstellungsprozesse? Von @Rebell hatte ich welche gelesen und erhalten.
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FLYING CLIPPER - Traumreise unter weissen Segeln (1962) - Trailer
cinerama antwortete auf preston sturges's Thema in Links
Dazu ein erweiterter Eintrag: -
Der warm up des September-Festivals 2017 ist erneut ein Vorgriff auf eine Zeit nach 70mm, ließe sich vermuten. FLYING CLIPPER wurde fuer das Mai-Festival 2017 als 70mm-Kopie herangeschafft. Die man für eine neue Edition im Herbst 2017 scannte und in 4K transformierte. Ich dachte eher, es ist von Vorteil, wenn man für ein 70mm-Festival die so bezeichnete Vorführkopie vielleicht wieder vom 65mm-Negativ ziehen würde? Ich dachte auch, wenn man für heutige Kinos ohne Filmprojektoren ein Medium zur Verfügung stellen möchte, dass man ebenfalls vom Originalnegativ scannt und nicht von stark verlustbehafteten Zwischenmaterialien? Der nunmehr beschrittene Weg lässt weniger Freiraum für eine Annäherung zu - weder an die nachwievor erhaltene Farbgüte des Original-Films/Negativs, noch an die Anmutung einer 70mm-Projektion als anzustrebendes "Direkt-Abbild" (dies meint das Filmpositiv als "Direktkopie" vom Aufnahmenegativ). Der Einwand fokussiert auf Folgendes: Mit jeder Edition einer brandneuen Restaurierung, die den Filminteressierten eine finale Version verheißt, werden auf Jahre und Jahrzehnte hinweg Nachbesserungen, Neuauflagen oder endlich korrekte Transfers oder Neukopierungen finanziell verunmöglicht. Bisweilen gibt es in USA (nach 10 oder 20 Jahren) dann ein Einsehen, und mit der Einführung breitenwirksamer neuer Medienformate, wie etwa der Blu-ray vor 10 Jahren, tut sich manchmal ein Pool für eine professionelle Neubearbeitung auf. In diesem Falle, hier die "Nicht-US-Produktion" FLYING CLIPPER betreffend, die auch zeitgleich auf UHD Blu ray erscheint, kann man leider davon ausgehen, dass es nie wieder diesen "Schritt zurück" geben wird. Das ist überaus bedauerlich und ein Schritt in die falsche Richtung. (Gleichwohl die Konservierung der Magnetton-Master in diesem Projekt sehr zu loben wäre). Das Bild aber betreffend widerspricht dieses Projekt diametral den Standards anderer Large Format-Produktionen. Und das wäre nicht nötig gewesen, wenn man ein bisschen gewartet haette oder über bessere Kontakte verfügt hätte. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und einem jedem Filmfreund, der angesichts des neuen FLYING CLIPPER in Verzücken gerät, kann man ja auch nicht das Gegenteil aufzwingen. The Show must go on...