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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Die Frage reiche ich weiter... Ich frage somit, ob Zeiss Ikon zuvor bereits ein 35mm-Magnettonlaufwerk experimentell gebaut hatte? Mit oder ohne Patentanmeldung.
  2. Dann gab es das nicht! Einverstanden. Aber Hand aufs Herz: wissen wir vom Alter her, welche Sondereinrichtungen existierten? Im weiteren in Filmkopierwerken? Es ist unmöglich. Und dafür fehlen Belege. Es wird noch mehr Fälle dieser Art geben. Fantasiertes, Verschüttetes, Verwechseltes, Tatsächliches. Zur Klärung ist ein Forum sehr nützlich. Danke also. Klüger gewesen wäre meinerseits der Start mit der Fragestellung "Könnte es Sicherheitsvorrichtungen wie Kontakte an Sitzen zum Ein- und Abschalten von Nitroprojektoren gegeben haben?" Werner Moegelin kennen einige im Forum - er war in Berlin Vorführer u.a. im Rixi Neukölln, MGM-Theater Kurfürstendamm (Premiere "Meuterei auf der Bounty"), Forum Schöneberg und dann etwa zwanzig Jahre im Kino Arsenal. Ich kannte ihn nicht als Spinner, er war frei wohl Alkohol und Demenz. Auch von ihm den ersten 70mm-Filmstreifen erhalten - aus einer Ersatzrolle der "Meuterei". Auch der Hinweis, dass die deutsche Zeiss Ikon bei der Einführung des 4-Kanal-Magnettonverfahrens bei CinemaScope mit der 20th Century Fox zusammenarbeitete, kam von ihm.
  3. Wir haben heute eine Bauer U2 transportiert - war da einer in der Naehe und hat sie fuer eine Bauer B12 gehalten? Preston hat ja seine Lauscher überall: vielleicht bezieht er sich darauf.
  4. Habe keine B12. Was sollen die Maerchen? Möchtest du nicht einfach bei der Wahrheit bleiben und etwas über Deine Telleranlagen erzählen? Man lernt ja nie aus...
  5. Ist nicht toll. So hat mein Lehrmeister Moegelin noch vorgeführt. Kontaktschalter im Sitz mit Haltekontakt zum Motorschuetz Projektor, muss ich annehmen.
  6. DeVita: bitte nicht die Tatsachen aus Prinzip in Zweifel ziehen. Wenden Sie sich mal an die Verursacher der "issues", falls Sie sich das zutrauen.
  7. Da würde ich wieder gerne zustimmen wollen. Der Teller verführt dazu, daß Projektionisten den Raum verlassen und etliche im Projektorlaufwerk gerade noch erkennbare Fehler im Umkreis einer Telleranlage (erst recht inmitten einer fast versteckten Einsteckeinheit) nicht erkannt werden. Neben FYLING CLIPPER konnten am selben Ort/auf demselben Teller Minimallaufstreifen in HATEFUL 8 und dann massiert in INTERSTELLAR nicht verhindert werden. "Echte" Vorführer kannte vermutlich nur die Epoche der Nitrofilme, als abgefederte Sitze an den Hockern der Projektionisten, sobald sie aufstanden, zeitgleich den Projektor stoppten. Auch das Bewußtsein des Wertes schon einer normalen 35mm-Filmkopie war einst sehr hoch - ihre Handhabung ein Politikum. Heutet schleudert ein gutmütiger Filmverleiher/Produzent (mangelnd ausgeglichenes) 70mm-Material auf den Markt, und die Kinos des Vertrauens fahren nach nicht einmal einer Handvoll Durchläufe klar vermeidbare Laufstreifen hinein. Früher war das nicht so. Wir hatten ja Kopien auf dem Festival (ALFRED THE GREAT, FALL OF THE ROMAN EMPIRE), die nahezu laufstreifenfrei waren, und das nach 40 Jahren und hunderten an Durchläufen. Und die seinerzeitigen Fachleute warfen sich nicht derart ins Rampenlicht wie ihre heutigen Nachfolger. Noch einmal 1993 brachte ein Regisseur wie Robert Wise eine vom Originalnegativ kopierte WEST SIDE STORY heraus, und diese fungierte dann einige Jahre als "Testmaterial" einiger Kinos in NRW und Baden-Würtemberg. In einem Kino riss sie zwölfmal, schon bei "Testläufen" (wozu diese bitte mit Archivmaterial?), sodass der Film schon gar nicht mehr zum Einsatz kam. Diverse 70mm-Kopien von 60er Jahre-produktionen in der neuen Charge der Fox tragen ebenfalls unerklärliche (?) Laufstreifen. Mehr als die Hälfte der HATEFUL 8-70mm-Kopien soll nach wenigen Tagen völlig verschrammt gewesen sein. Zum Vorführen gehört nicht primär technisches Fachwissen, sondern zuerst eine gute Beobachtungsgabe und absolute Hingabe. Dafür aber gibt es heute kaum Rahmenbedingungen mehr (zum Beispiel ein gutes Gehalt oder eben die Erfahrung mit unterschiedlichen Materialien oder die Unterstützung der Betriebsleitung für handwerkliche gute Arbeit der Mitarbeiter). Die Einrisse an der Filmkante in FLYING CLIPPER wiederum sind vor sieben Jahren im Spulenbetrieb entstanden! Dafür mache ich eventuell dasselbe Fehlverhalten wie auch schon bei den vielen Einrissen der Filmkante in WEST SIDE STORY verantwortlich: nicht fluchtende Spulen und zu viele Testläufe mit Einzelrollen. Das ist schon eine Krankheit, mit welcher Anmassung jedes Kino sich an den Originalkopien vergreift, um irgendetwas an vergurkten Bildwerfern "einzustellen". Entweder waren dann die Spulen stark verbogen (die man mit etwas Augenmaß am Umroller schon im Vorfedd hätte zurechtbiegen können), oder es wurde vergessen, den zur Befestigung der oberen Filmspule erforderlichen Splint/Sperrschieber zu schliessen. Infolgedessen wandert während des Filmlaufs nicht selten die Spule nach vorne, sie droht beinahe von der Achse zu rutschen, und mit jeder Umdrehung wird der Film gewaltsam aus den Zahnkränzen gezerrt. Anzunehmen ist, dass der Projektionist also zunächst alles andere richtig einlegte und dann aus "dringlicheren Gründen" den Saal verliess. Vermutlich ist das nicht während der eigentlichen öffentlichen Vorführung passiert, zu der er ja im BWR weilt, sondern eher bei einem Testlauf, für den übereilt die Filmrolle eingelegt wird, um dann in gieriger Erwartung schnell in den Saal zu stürzen und sich etwas vom Film angucken zu wollen - zumal man sich zumeist darüber beklagt, dass man immer nur vorführen müsse und fast nie zum Anschauen der Filme käme. Wenn es nicht so unlustig wäre, könnte man darüber ein Lexikon verfassen. Über die kleineren oder auch sichtbaren Schäden an FLYING CLIPPER jedenfalls wurde der zum Vertrautenkreis gehörene Verleiher noch nicht einmal informiert. Ihn hielt man vermutlich für zu gutmütig. Somit wurde eiskalt abgestritten, geleugnet und schließlich die krasse Unwahrheit kommuniziert, wann immer der Versuch einer minimalen Transparenz, aus der andere doch nur lernten könnten, unternommen wurde. Untenstehend ein (in der Projektion aber nicht störender) klassischer seitlicher Einriss der Filmkante am Beispiel der neuen 70mm-Kopie von FLYING CLIPPER, erstmals beschädigt in 2010. Im Intervall jeder Spulenumdrehung und über hunderte von Metern erscheinend.
  8. Nu ja, deswegen, weil CinemaxX-Flebbe in Essen den brutalstmoeglichen Verdraengungswettbewerb betrieb? Am Ende war der EUROPA PALAST - mit der groessten Cinerama-Bildwand weltweit - dicht! Was soll der arme Christopher Nolan schon gegen unsere Kinokoenige und Standort-Terminatoren ausrichten... Ein böses Spiel.
  9. Die Vorvermietungen fuer DUENKIRK in Deutschland: Lichtburg Essen Astor Grand Cinema Hannover Schauburg Cinerama Karlsruhe Zoo Palast Berlin Savoy Hamburg 5 Kopien und somit nach den USA der zweitwichtigste Platz fuer 70mm?
  10. Lieber Magentacine, leider war es notwendig, Deine Einlassungen zu zitieren und entsprechende Stellen zu markieren, weil aus Ihnen manchmal Kunst- und Schauspielerverachtung spricht. Argumentativ verteidigte ich Branaghs Ansatz, seine literarische Vorlage in das 19. Jahrhundert zu versetzen, begründet auch von der Theaterwissenschaft annotiert. Argumente Deinerseits kippen leider zu oft vom analytischen Ansatz zu reinen Geschmacksnoten und Aversionen. Man sollte sich schon entscheiden, in welche Richtung man aufbricht. Beschreibungen von Mängeln der Aufnahme oder Diffamierungen der Filmemacher?. Die Schelten fotografischer Mängel sind niiemals abgestritten worden, und wenn, so tut es mir leid: lange vor unserer Diskussion hatte ich HAMLET als unzureichend für einen visuellen Stil erachtet, der klassische oder moderne 70mm-Optionen konsequent auslotet. Und desöfteren nachgeschoben, daß m.E. keine einzige Large-Format-Produktion seit 1971 an ausdrucksstarke und tiefe Bilder der 50er und 60er Jahre angeknüpft hätte. Ständig möchte ich dies zum Vergleich erinnern. Nun ging es aber ingesamt um die Ästhetik in HAMLET, u.a. auch das Aufzählen Deinerseits oder DeVitas von Aufnahmen "out of focus", die einen Teil der visuellen Leistung umschreiben, es sollte aber doch auch um durchaus gelungene und sehr schöne Aufnahmen gehen. Hier mochte ich einer verzerrenden Wertung Eurerseits entgegentreten, denn HAMLET ist fotografisch für das Jahrzehnt der 90er Jahre insgesamt noch als überdurchschnittlich anzuerkennen. Darum hatte ich auf den maßgeblichen Einfluß der Kopierwerksarbeit auf den Look eines Films hingewiesen. Bei sehr vielen anderen Filmen ebenfalls. Dieser Einfluß sollte ein weiterer Aspekt werden. Bedauerlicherweise wurde und wird er als nachrangig erachtet, und das möchte ich als fachliche Katastrophe festhalten. Und man wiederholt es nachwievor: Der von Dir wieder aufgewärmte Punkt der Kopienqualität war längst vom Tisch Ist er nicht und wird er auch nie sein. Wer diese Relevanz herunterspielt, erweist sich als halbfertiger Analyst. Es ist nicht nur traurig, sondern extrem arrogant, die Kopierwerkseinflüsse zu marginalisieren. So habe ich mit HAMLET eine gestochen scharfe und auch farblich sehr schöne Kopie gesehen. Was wiederum ist Eure Wertung nach Eurer Sichtung? Man schaue gegen eine unscharfe Wand, wird der Film generalisiert. Es wird kein einziger Aspekt des Films positiv gesehen. Das Resummee ist, daß es sich fast schon um ein Schundprodukt handeln müsse, folgte man Euren Verrissen- Bedauere - ihr habt den Film in keiner perfekten Kopie gesehen, das ist für mich vollkommen klar. Auch die Blu ray Disc ist nicht state of the art. Also sollte man vorsichtig sein. Und leider ist dies nicht der Fall. Die Innenaufnahmen von MORD IM ORIENT EXPRESS lobte ich nicht, weil sie konventionell aussehen. Die Schneeaufnahmen in HATEFUL 8 allerdings sahen nachweislich schlechter aus! Die endgültige Farbqualität würde ich aus einem Youtube-Trailer ebenfalls nicht vorwegnehmen wollen. Eher wies ich darauf hin, daß diverse digitale Produktionen der letzten Jahre fast immer den sogenannten Analog-Produktionen überlegen waren. Welt der analoge Prozeß nicht beherrscht wird. Salvatore Vita schreibt: Wäre das eine normale digitale Produktion oder die Kombination aus 35mm Aufnahme und digitaler Post, niemand würde diesem Film größere Aufmerksamkeit und einen eigenen Thread in diesem Forum schenken. Vor ein paar Jahren noch wären diese unnatürlichen Farben von einigen "Fachleuten" hier im Forum scharf als digitale Fehler kritisiert worden, aber nun auf 70mm wird sowas gefeiert. Ist aber auch verständlich, kommt doch sonst nichts mehr nach im ehemaligen Königsformat. Ja und? Dasselbe bermerkte ich zu HATEFUL 8. Hat dies mal jemand gelesen? Aber hier habt Ihr Euch anscheinend bis heute nicht bequemt, die 70mm-Fassung anzusehen. Aber dreist genug verfaßt Magentacine "Ultra Panavision"-Stories mit HATEFUL 8 als Aufhänger und Titelbild, ohne daß er den Film zuvor gesehen hat. Daher auch magentacines Einlassungen, THE HATEFIL 8 sei mit "historischen Kameras" gedreht. So etwas bezeichne ich als spekulativ und manipulativ. Mit apodiktischer Rhetorik wird der Leser von einem Autor über Ultra Panavision-Produktionen aufgeklärt, der einige Filme, dazu zähle ich HATEFUL 8 und auch ITS A ischMAD ... WORLD, nicht auf 70mm gesehen haben kann. Wenn ich so etwawas loslasse, ich mich schämen. Da Deine Einlassungen, magentacine, jedoch verlinkt sind, finden sich dort weitere zahllose Spitzen gegen andere Meisterwerke des Breitfilms, etwa THE GREATEST STORY EVER TOLD. Das Werk eines der m.E. größten Regisseure überhaupt. Unerträglich, wie die hervorragenden Dialogen und Monologe des Films. die eine Innerlichkeit unvergleichlich zum Ausdruck bringen, als irgendwie schlechtes Drehbuch abgetan werden. Sollte der Film sich schwer vermitteln, hat man eine kritische Analyse anders anzusetzen. Nun bin ich so wenig Comedy-Anhänger wie magentacine Anhänger von Sandalen- oder Bibelfilmen, würde mich aber in Genres zurückhalten, in denen man nicht sattelfest ist. Schon Anflüge Deinerseits wie "Ich bis sicher kein Fan von CLEOPATRA; aber...." zeigen das ganze Ausmaß von Belustigung über nicht gemochte Filme. Die m.E. äußerst verdichtete Dialogregie von Joseph L. Mankiewicz wird dabei vollständig ignoriert. Wie schon andererseits (HAMLET u.a.) die "Kopierwerksarbeit längst vom Tisch" ist. Hier entscheinden einfach magentacines und DeVitas, was wichtig und unwichtig ist, je nachdem, womit sie sich befasst haben oder nicht. Solche Wertungen allerdings zeugen von Unreife. Warum bitte zitiert magentacine letzlich DOCTOR ZHIVAGO? Die Zeiten sind vorbei, in denen ein David Lean tonnenweise Marmorstaub verteilen ließ, um Schneefelder zu erzeugen (Doctor Zhivago). Die Orient-Express-Verfilmung von 1974 ist in der Tat sehenswert und von Geoffrey Unsworth (2001, Cabaret) kompetent fotografiert. Der in Spanien verteilte Kunstschnee in DOCTOR ZHIVAGO ist m.E. ein Manko. David Lean (oder Carlo Ponti?) für diese Produktion nun als Anti-These oder Alternative (?) zu Branagh heranzuführen, finde ich mißglückt. DOCTOR ZHIVAGO hat seinen publikumswirksamen und manipulativen Elemente, ihm ist aber ebenso seine "Künstlichkeit" anzusehen. Es sind Konstüme und Frisuren in DOCTOR ZHIVAGO, die nicht zur russischen Revolutionszeit passen, sondern sehr klar 60er-Jahre Prägungen evident machen. Es macht eben so wenig Sinn, David Lean zu vergöttern, wie sich über Stevens oder Mankiewicz voreilig abwertend zu äußern- Viele Analysen von magentacine greifen richtige Punkte heraus, lassen aber die Tiefe in der Gesamtbewertung vermissen, sobald er sich über filmische Idiome lustig macht, ohne deren literarische Grundlagen durchforstet zu haben.Bisweilen höre ich darin Plattitüden ähnlich denen Ulrich Gregors aus den 60er Jahren, in denen er filmische Klischees, die im narrativen Film meist unvermeidlich sind, als Steilvorlage für seinen Hohn und seine Abneigung heranzieht. Und die filmischen Subtexte dabei übersieht. Allerdings würde ich mich davon nicht ausnehmen, da mir die Nähe bspw. zu James-Cameron-Filmen fehlt, dessen Klischees ich beinahe als Folter empfinde und dabei mögliche zivilisationskritische Ansätze und technische Innovationen ausblendete. Aber zumindest enthalte ich mich hierzu weiterer Wertungen. Wir kommen definitiv nicht weiter, und ich hätte nichts dagegen, den Kontakt hiermit abzubrechen.
  11. Fox hat m.W.auch auch noch die 35mm-Fassung. Fuer Diejenigen, die noch von der Rolle spielen.
  12. Dieser befremdliche Eindruck wird von Zeitzeugen der Premierenfassung und/so wie auch von Produktionsleitern/Kopierwerksleitern geteilt. Neben den Vorzügen digitaler Reparaturen blieb der Eindrick flach, Die 2. Rolle (die Szenen am Brunnen: wie eine Mondlandschaft) ist verloren! _ Daher ein Vergleich, der hier leicht Zorn erwecken wird: vergleichweise überzeugender war die Superbit-DVD / Jubiäumsausgabe von SONY zu diesem Film: integrale Lichtbestimmung, perfekter Farb- und Lichtausgleich. Auf dem Stand dieses Mediums also ein einwandfreier Transfer in der Bildbearbeitung. Authentisch zwar nicht, da bekannte Premierenkopien einen gold-braunen Look aufwiesen, aber technisch einwandfrei und neutral abgestimmt. Bildlich kaum anfechtbar. Davon kann in der SONY-Digital-Version nicht mehr die Rede sein, so aufwendig diese Arbeiten auch gewesen sind. Es sind einerseits Negativfehler zu beklagen, aber auch ein fehlerhaftes Grading (obwohl hier ein Könner am Werk war, ich glaube derselbe, der TAXI DRIVER neu bearbeitete. Dann hat er bei LAWRENCE OF ARABIA offenbar geschlafen.) Grover Crisp sollte sich schämen.
  13. Von dieser Vorführung habe ich nun oft genug gelesen, zusätzlich auch die Berichte von Magentacine hier im Forum. Und nicht jede Kopie der 65mm-Duplikatversion ist eine Referenz, weil sie sich zeitweise himmelweit unterscheiden. Wie bereits dargelegt besonders gravierend in den seit 2000 nachgezogenen 70mm-Kopien vom Harris Negativ. Wir kennen die 4k DCP-Version genau und auch sämtliche anderen Version dieses Films bis heute. Ich wiederhole sehr deutlich: die digital Variante in 4K vermittelt in keiner Weise den Eindruck der 70mm-Premierenfassung. Ähnliches hatte meiner Erinnerung nach auch Magentacine konstatiert, sogar in der konkret benannten Vergleichsvorführung. Auch die deutsche Sprachversion war nie überzeugend. Verglichen aber mit der jetzt verfügbaren Originalfassung geradezu Referenz. Traurig! Der Fall ist klar: die neue Sony Version ist partiell eine Ruine.
  14. Nein! Stop, bitte. Und ich moechte es nun zum weiteren Male darlegen und somit festhalten: die Fassung von 1987 ist zwar ueber Duplikatnegativ erstellt (daher eine "mittelmäßige" Auflösung in der Theaterkopie), aber auf Grundlage eines noch brauchbaren Originalnegativs. Und so konnte ein farblich verlustfreies und lichtbestimmerisch integrales 65mm Interpositiv hergestellt werden! Das damalige 65mm-Interpositiv hat heute einen höheren Archivwert und in Farbe und Gradation den authentischen Charakter so wie auch eine einheitlichere Linie als die digitalisierte Variante. Die digitalisierte Version brilliert ob ihrer beachtlichen Sauberkeit und Retusche, auch durch einen vorzüglichen Bildstand. Das ist erstklassig. Allerdings basierend auf einem seit 1987 bereits dramatisch gealtertem Negativ. Gerade die zweite Negativ-Rolle ist erschreckend verblasst: man erkennt es in der Digitalversion sofort. Auch deshalb ist dieser Film heute "lost": ruiniert. Fernerhin enttäuscht der Schaerfeeindruck in der Digitalvariante in 4K: der Film hat nun nichts mehr mit einer 70mm-Premierenkopie zu tun, er wirkt flach wie eine Super 35-Produktion. Nachwievor, auch auf DATASAT, ist der Originalton von verschlechterter Qualität: selbst die deutsche Version klingt um Laengen unverzerrter und dynamischer. Bei allen sonstigen Verdiensten von Grover Crisp und Sony: diese Restaurierung ist in wesentlichen Teilen inakzeptabel. Sollte Herr Harris und Herr Crisp Gegenteiliges propagieren, werden wir sie zur Rede stellen und den Film analysieren.
  15. Die Fotografie der 70er Jahre-Verfilmung war durchaus beachtlich. Frühere Einlassungen zu HAMLET (1996) im Forum: Aus: https://www.filmvorfuehrer.de/topic/2421-70mm-event-in-karlsruhe/?page=74 Lieber Cinerama, wenn Du nur ins Kino gehst um zu sehen, ob in der ersten Reihe Korn sichtbar ist, dann mag "Hamlet" für Dich ein guter Film sein. Wundere Dich dann aber bitte nicht, wenn Du hier im Forum von einigen demnächst nicht nur als "Erbsenzähler" sondern auch als "Kornzähler" betitelt wirst. Das von mir kritisierte Problem bei "Hamlet" ist nicht die Kopierung der "Dup-Kopien", es ist die Aufnahme. "Viel Lärm um nichts" (OT: "Much Ado About Nothing") hat im Gegensatz zu "Hamlet" eine Fotografie, die man sich mit Freude den ganzen Film lang ansehen kann. Es sind viel bessere und schönere Bilder, obwohl "nur" auf 35mm gedreht wurde. Bei "Hamlet" bekomme ich Brechreiz. Da stehen z.B. 5 Leute auf einer Treppe, die vielleicht 2 Meter breit ist, Kamera von der Seite und von diesen 5 Leuten ist nur eine Person in der Schärfe. Was nutzt da Kornfreiheit und Auflösung des Filmformates, wenn der Zuschauer immer gegen eine Wand aus Unschärfe schauen muß. Auch enthält "Hamlet" Kamerafahrten, die aussehen, als ob sie mit dem Einkaufswagen aus dem nächsten Supermarkt gemacht wurden. Durch die Lichtsetzung verkommen die Räume zu uninteressanten Hintergründen, die durch die mangelnde Schärfentiefe eh nicht bewundert werden können. Wäre "Hamlet" digital in 4K gedreht, Du würdest die Fotografie zerreißen. So hat der Film bei Dir aber einen Breitfilm-Bonus, den er nicht verdient hat. Diesen Thread auch wieder für Deine ständige Stänkerei gegen Karlsruhe zu missbrauchen nervt ungemein! BTW: Nach Karlsruhe sind es von hier aus mehr als 100 km. Hast Du wirklich keine Argumente mehr als verdrehte Tatsachen? Falls ja, dann setze Dich bitte einfach bei der nächsten Vorstellung in die erste Reihe und versuche, die Filmkörner zu zählen. Dann hast Du was zu tun und bist glücklich. Das ist genau dieses Geblubber, was ich gemeint habe. Jeder noch so kleine digitale Fehler wird hier als das Ende des Kinos kritisiert, analoge Fehler aber komplett ausgeblendet oder heilig gesprochen. Natürlich habe ich schon gute Kopien gesehen. Allerdings habe ich auch gesehen, wie das Ergebnis aussieht, wenn im Kopierwerk auf "höchstem Niveau improvisiert wurde". Falls Dir die "Kornzählung" mal zu langweilig wird, hätte ich folgenden Vorschlag für Dich: In vielen Großstädten gibt es kommunale Kinos und Filmmuseen, die u.a. interessierten Zuschauern Filme in Form von archivierten Filmkopien zeigen. Diese Vorstellungen, die ich ausdrücklich befürworte wie auch die sonntägliche Inbetriebnahme der Dampflocks der Museumsbahnen, vermitteln einen guten Eindurck über die Qualitätsspanne, die Kopierwerke in den letzten 60 Jahren ausgeliefert haben. Macht auch mehr Spaß als einen kaputten "Ben Hur" auf dem 37cm CRT-TV zu sehen (keine Ferndiagnose™). Aus: https://www.filmvorfuehrer.de/topic/19649-vermutungenferndiagnosenbetrachtungen-zu-hamlet/?do=findComment&comment=227877 ?
  16. Zumindest die Schneeaufnahme von ORIENT EXPRESS (Totale) scheint, mit aller Vorsicht gesagt, besser als in HATEFUL 8 gelungen zu sein. Die Innenaufnahmen konventionell - ohne Ueberbrillanz, die einige an 60er Jahre-Filmen schätzen, Kameraleute seit den Siebzigern jedoch ablehnen (oder nicht hinbekommen, weil sie Kompromisse eingehen möchten).
  17. Es sind ja auch mehr Details in einem Large Format vorhanden. Bitte nicht verdrehen. HAMLET wurde pauschal in letztenendes sinnlosen Threads hingerichtet. Darin mischten sich noch Aversionen gegen Branagh generell, wo klar wurde, dass die Empfehlung einer anderen, vorzüglichen Filmkopie bei den Verfassern schon keine Neubewertung mehr zuließ. In dem Augenblick war der Thread tot. Kein Einzelfall.
  18. Die Maengel in Branaghs HAMLET haben viele schon bei der Premiere gesehen: bitte nicht andere fuer blind halten. Zum sondsovielten Male: Der Look eines Films ist immer stark abhängig von der Kopierwerksarbeit. Eben so auch von der Dichte, die zu einem plastischeren Eindruck verhilft. Die obige Gegeninterpretation zum Imax-Trailer ist ebenfalls redundant. Natuerlich laesst sich auch durch höchste Auflösung ein realistischerer oder räumlicher Eindruck verstaerken, wenn mehr Details zum Vorschein kommen. Wer oben schreibt, Dup- oder Originalkopie sei nicht entscheidend oder spiele "keine Rolle", verschwendet meine Zeit.
  19. Die Artikel noch nicht gelesen, folgt später, aber aus zynischer Routine heraus behaupte ich, dass Produktionen der Neuzeit nirgendwo mehr Ansätze eines tendenziell "kornlosen" Bildes oder forcierter Raumtiefe auf die Leinwand bringen werden. It's over. Oder wer etwas im Stil der 50eroder 60er Jahre erwartet, müsste gegen die komplette Produktionskette ankämpfen. Was verrückt klingt, ist doch die einzige sinnvolle Konsequenz, die man den irre geworden Apologeten des heutigen 70mm Films entgegen schleudern müsste. Allerdings war Hamlet von 1996 die Filmkopie mit dem feinsten Korn und den besten Farben, die ich erinnern kann. Das ist in den früheren Debatten bedauerlicherweise untergegangen, wo die Kritiker des Films meiner Annahme nach eine sehr sehr schlechte Kopie gesehen haben müssen. # "Mord im Orientexpress" könnte kopierwerkstechnisch genauso katastrophal aussehen wie "Interstellar" und "The Hateful eight". Auch die 4k IMAX Trailer von "Dunkirk" zeigen bemühte Action aber keine raumgreifenden Bilder. Diese lieferte eher Mel Gibson mit seinem letzten (digital) gedrehten Kriegsfilm ab.
  20. Neue Bibel der Filmformate: LA MACHINE CINEMA von Laurent Mannoni. Cinematheque Francaise/Lienart 2017. Ca. 300 SS. mit einem Vorwort von Costa-Gavras.
  21. Centrum Panorama Varnsdorf weigerte sich, Teller einzubauen (wollte ihnen meinen aufdrängen zu einer Zeit, als nur eine einzige Optik fuer Ultra Panavision greifbar schien). So sind dort 3 bis 4 Vorführer während des Festivals im Überblendbetrieb zugange. Mit Teller evtl. nur einer. Welcher sich, während sich manch anderer am Bibelfilm erregt, eher uebers Smartphone Filmchen reinzieht und in der anderen Hand den Whisky schüttelt. So ähnlich schon in den Kommerzkinos erlebt, wo man sooo stolz auf die Anlage war, die man nur noch zerhackstuecken kann. Mit anderen Worten: Kaputte Anlage als Spielzeug + Filmkopie als Testschleife = lehrreiche Erfahrung fuer die Betriebsfrischlinge! FLYING CLIPPER wurde dort verstreift, wo schon INTERSTELLAR und HATEFUL 8 verstreift wurden. Aber die Einrisse kommen wiederum von einer Staette mit klassischem Überblendbetrieb. Frühere Anmerkungen zum Thema hier im Forum wurden bezeichnenderweise gelöscht. Der nostalgische Schein schwebt wie der Heilige Geist ueber dem Wasser.
  22. Zwischen 2009 und 2010 blessiert, nicht in 2017!
  23. Laufstreifen. Stimmt alles, was hier steht. Die Ursachen liegen schon ein paar Jahre zurück. (Insgesamt zaehle ich nur 7 Einsatzorte seit 2009. An jedem Ort lief der Film nur 1x, manchmal 2x. Also grob etwa 10 Durchlauefe.) Traurig!
  24. Innerhalb einer David Lynch Reihe im Kino Gartenbau in Wien: "Blue Velvet" und "Straight Story" am 03.06. und am 04.06.
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