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70mm Weekend Centrum Panorama Varnsdorf 2017 - 11. Mai bis 14. Mai 2017 - News - ständige Besuchsmöglichkeit des Bildwerferraums mit seinen Meopton UM70-Maschinen - permanent offene Ausstellung zu kinematographischen Wiedergabe-Apparaturen aus Ost und West - fast rund um die Uhr geöffnete, hauinterne Spezialistätengastronomie zu günstigen Preisen - 35mm-Musical-Projektion im grossen Caffee- und Bankettsaal - fachkundige Einführungen vor Filmbeginn - Überraschungs-Filmrollen aller standardisierten Kinoformate im Vorprogramm Filminformation zu: LAWRENCE OF ARABIA (restored 70mm version with Dolby A magnetic sound) GB 1962 Regie: David Lean ("Die Brücke am Kwai", "Ryans Tochter", "Doktor Schiwago" Kamera: Freddie A. Young ("Lord Jim", "You only live twice"), filmed in Super Panavision 70 Musik: Maurice Jarre ("Ryans Tochter", "Doktor Schiwago", "Die Verdammten") Drehbuch: Robter Bolt ("Ryans Tochter") Darsteller: Peter O`Toole, Alec Guinness, Omar Sharif, Jack Hawkins, Anthony Quayle, Jose Ferrer u.a. (der erste Teil hat Schrammen, im weiteren weist die Kopie eine unvergleichliche Farbqualität und ausgeglichene Lichtbestimmung auf. Genaueres zur Restaurierung vor Ort oder hier im Forum als Dsskussionsvorschlag) Am 70-mm-Format kommt fortan kaum eine Prestige-Produktion der 1960er Jahre mehr vorbei: Das Vorspiel tödlicher Kollisionen verschiedener Welten und Klassen als Ausdruck eines Kulturschocks hat sich David Lean in Lawrence of Arabia - „Lawrence von Arabien“ (GB 1963, <Super Panavision 70>) in episch-kontemplativer Meditation ausgemalt – der Regisseur galt bereits als Breitwand- und Dschungel-erprobt seit The Bridge on the River Kwai – „Die Brücke am Kwai“ (GB 1956, <CinemaScope>). Als Beweis für die Inkompatibilität derart elegischer Breitwand-Inszenierungen mit den Monitormedien wurde wohl selten ein zwingenderes Paradoxon visualisiert: diese einerseits vor Ruhe berstende Anbetung ewiger Natur und verlorenen Menschseins löst Unbehagen aus und verstört: die dynamisch sich verengende Dreiecks-Konstellation zwischen Engländer, Beduinen und frontal heranreitendem Fremdling irritiert den Zuschauer um so stärker unter heutigen Rezeptionsbedingungen, zumal das Auflösungsvermögen der >TV<-Bildschirme den fernen Reiter bildtechnisch gar nicht darstellen kann, so daß gerade dieser mise en scène eine >Breitwand<-spezifische Sogwirkung eingeschrieben ist. Die Einstellung in Frontperspektive bleibt in dieser Szene vollkommen statisch: eine atemberaubende „Spannung“ zerreißt die Luft, die am >TV<-Schirm betrachtet in Ermangelung eines dritten Bezugspunktes: des herannahenden, fernsehtechnisch nicht „auflösbaren“ Reiters und des wrap around[1]-Effekts einer auf >TV<-Schirmen fehlenden 70-mm-Großbildwand depraviert wird. (J.P. Gutzeit, 1999)
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Es war allemal ermutigend, in Österreich in beiden Fällen, "Leo Kino" in Innsbruck und "Kino Gartenbau" in Wien auf ziemlich intakte Philips-DP70-Pärchen zu treffen. Die Überblendungsfähigkeit unter gleichartigen Eindrücken ist eine Seltenheit, da der Tellerbetrieb für besonders brüchige Filmkopien m.E. nicht die erste Wahl wäre. Am letzten 70mm-Sonntag im "'Gartenbaukino" ermutigten diesmal ein auf beiden Bildwerfern gleichmässiger vertikaler Bildstand (horizontal muss bei den heute geschrumpften Filmkopien neuerdings etwas nachjustiert werden), zwei jetzt gleichartige für 70mm-Todd-AO-Projektion hergestellte Schneider-Optiken und eine in etwa gleiche Farbtemperatur auf beiden Bildwerfern. Im "Leo Kino" ist die Studioakustik des speziellen Saals von Vorteil, aber auch Möglichkeiten zur stufenlosen Verstellbarkeit der Brennweite. Im "Leo Kino" wie im "Gartenbaukino" der Einsatz eines Wolkenstores anstelle eines setlichen Vorhangs - das war für mich etwas gewohnungsbedürftig, für die Opernliebhaber natürlich ein absolutes Muss: bei der Titelaufblende des Muscals ergab das einen verblüffenden "Partizipationseffekt", __ "Inferno und Ekstase" liegt wie "Porgy and Bess" u.a. in zwei Kopien vor. Fadingzustand identisch zur alten Osloer Archivkopie, die ich um 2002 im Norsk Filminstitutt sah und von der Leinwand einen Shot machte. Durchschnittlich (d.h. "normal") gefadet nach aller Erfahrung also. __ Danke für das Kompliment im Voraus wegen des Aufwandes, aber zuviel der Ehre. Eher ist man ewig unzufrieden. (Zu gerne hätte ich einen Auftrag zu einer analogen (!), d.h. filmtechnischen Neukopierung eines Lieblingstitels wie z.B. EL CID auf 70mm vom Originalnegativ erteilt und endlich auch persönlich lichtbestimmt. Eine viertel Million an Euros könnte das dann kosten, wenn es auch was taugen soll. Und da wir sie nicht abgehoben haben, gebührt uns keine Ehre. -> Alle, wirklich alle Festivals kochen nur mit Wasser.)
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3dr 70mm Weekend Centrum Panorama Varnsdorf 11.-14.5.2017 - News Wenige Tage noch bitte Geduld. Obgleich bestätigt werden können: Amadeus Those Magnificent Men in Their Flying Machines Lawrence of Arabia Lord Jim Poltergeist Tora! Tora! Tora! The Fall of the Roman Empire Flying Clipper - Traumreise unter weissen Segeln Anna Karenina The Agony and the Ecstasy ___ Lange vor Jerry Bruckheimers PEARL HARBOR war und wird immer sein TORA! TORA! TORA! DIE SCHLACHT, DIE DIE WELT IN BRAND SETZTE USA/Japan 1970 Regie: Richard Fleischer ("The Vikings" [1958], "Soylent Green"] Music: Jerry Goldsmith ("Alien", "The Agony and the Ecstasy", "Rambo") Mit: Martin Balsam: Admiral Kimmel Sō Yamamura: Admiral Yamamoto Joseph Cotten: Henry Stimson Tatsuya Mihashi: Commander Genda E. G. Marshall: Lt. Colonel Bratton Takahiro Tamura: Lt. Commander Fuchida James Whitmore: Admiral Halsey Eijiiro Tono: Admiral Nagumo Jason Robards: General Short Wesley Addy: Lt. Commander Kramer Shogo Shimada: Botschafter Nomura Frank Aletter: Lt. Commander Thomas Koreya Senda: Fürst Konoe Leon Ames: Frank Knox Richard Anderson: Captain Earle Keith Andes: General Marshall Eine sehr ambitionierte Rezension: Mit dem japanischen Luftangriff auf Pearl Harbor am 7. Dezember 1941 erlebte die USA eine ihrer größten Demütigungen. Trotz deutlicher Vorzeichen wurde die Gefahr an entscheidenden Stellen nicht erkannt und der Informationsfluss verzögerte sich. Das Kriegsdrama „Tora! Tora! Tora!“ schildert jene Geschehnisse, von der Planung des Angriffs auf Pearl Harbor, über die Pannen beim US-Militär, bis zum schlussendlichen Angriff. „Tora! Tora! Tora!“ ist die erste Zusammenarbeit zwischen Japan und den USA. Für die japanischen Szenen waren die entsprechenden Regisseure Kinji Fukasaku und Toshio Masuda zuständig, für den US-Part Richard Fleischer. Ursprünglich sollte Altmeister Akira Kurosawa (Ran, Die sieben Samurai) Regie für Japans Anteil führen. Er hatte auch zugesagt, im Glauben, David Lean (Lawrence von Arabien) würde Regie auf amerikanischer Seite führen. Das war eine Lüge, Lean gehörte nie zum Projekt und als Kurosawa dies erfuhr, provozierte er erfolgreich seinen Rauswurf. Schade drum, zumindest mit einem dieser Meister wäre „Tora! Tora! Tora!“ sicherlich ein besseres Kriegsepos geworden. Doch auch das Ergebnis der vorgenannten, weniger prominenten Vertreter kann sich sehen lassen. [...] Was sich dem modernen Publikum bei näherer Betrachtung aber sofort aufdrängt, ist ein Vergleich mit dem Film Pearl Harbor, jenes viel gescholtene Machwerk von Produzent Jerry Bruckheimer und Regisseur Michael Bay (Die Insel). Dieser Vergleich scheint fast unausweichlich und so werden im Folgenden denn auch Punkt für Punkt die beiden Herangehensweisen an das Thema verglichen. [...] „Tora! Tora! Tora!“ bemüht sich um einen möglichst dokumentarischen Blick auf das Geschehen. So fehlen zwar wichtige Punkte wie emotionale Bindung zum Thema oder Identifikation mit den Opfern, doch wirkt der ältere Vertreter wesentlich ehrlicher. Mit dafür verantwortlich ist auch der kluge Schachzug, den Film von Vertretern der zwei verschiedenen Nationen drehen zu lassen. Beide versuchen sich selbstkritisch zu geben, verhehlen ihre Verbundenheit zum eigenen Land aber nicht, sodass Handlungsweisen beider Seiten für den Betrachter ziemlich nachvollziehbar dargestellt werden. Da müsste „Pearl Harbor“ dank Vorsprung der Technik eigentlich obenauf liegen, eigentlich. Tatsächlich ist dem bei weitem nicht so. Natürlich, es gibt ein bisschen weniger Rauch und Explosionen in „Tora! Tora! Tora!“, aber dafür schaut nicht alles wie ein Computerspiel aus. Im Gegenteil, die Effekte, die in „Tora! Tora! Tora!“ zum Einsatz kommen, wirken real und deshalb umso bedrohender und in gewisser Hinsicht mitreißender. [...] Inszenierung. Auch da behält „Tora! Tora! Tora!“ die Nase vorn und zwar mit Abstand. Oscarnominierungen für die Kameramänner Charles F. Wheeler, Osamu Furuya, Sinsaku Himeda und Masamichi Satoh sowie für den Herren aus dem Schneideraum, James E. Newcom, Pembroke J. Herring und Inoue Chikaya sprechen für „Tora! Tora! Tora!“ und erfolgten mit Recht. Der Film wirkt wie aus einem Guss, immer authentisch und wesentlich packender als die 08/15-Blockbuster-Computer-Inszenierung eines „Pearl Harbor.“ [...] Es hätte ziemlich viel mehr herausgeholt werden können aus dem Thema, auch bei „Tora! Tora! Tora!“. Es bleibt bei einem dokumentarisch wirkenden Blick auf die Geschehnisse. Der Film urteilt nicht oder versucht, eine emotionale Bindung herzustellen oder ist zu kritisch, sondern bemüht sich um political correctness. Auch „Pearl Harbor“ versucht sich politisch korrekt zu geben. Doch mittels eines angehängten Schlusses, wo noch so nebenbei die Schmach gerächt wurde, gibt sich der moderne Vertreter der Lächerlichkeit preis und die ultraflachen Charakterisierungen eingebettet in eine schwächelnde Geschichte erzeugen keineswegs emotionalen Anschluss zum Publikum. [...] In „Pearl Harbor“ ist mehr Prominenz versammelt, aber „Tora! Tora! Tora!“ profitiert von einem wesentlich besseren Typecasting. [...] Abschließend sei gesagt, dass „Pearl Harbor“ dem älteren Vertreter klar und deutlich unterlegen ist. [...] Stellt sich die Frage, ob Bruckheimer und Bay den 70er-Jahre-Film gesehen haben. Mit Sicherheit. Beim Anblick dachten sie sich, Titanic im Hinterkopf habend. [...] Einige Szenen in „Pearl Harbor“ und gerade beim finalen Angriff scheinen deutlich abgekupfert und lediglich ein bisschen mit digitalen Effekten aufgemotzt zu sein. Und der schwarze Kochgehilfe, der zum MG rennt: Nicht mal diese Idee stammt ursprünglich von Bruckheimer und Bay. Zit. aus http://www.filmstarts.de/kritiken/38832/kritik.html ______________ Eine bildscharfe Kopie dieser Produktion, mit 6-track stereophonic sound in rare english Original Version. Selected Photoes: http://www.daveswarbirds.com/tora/photos.htm http://www.cineyseries.net/pelicula/Tora-Tora-Tora-20820/imagenes Ein fiebriger Tremolo-Soundtrack:
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http://www.tagesspiegel.de/kultur/zum-tod-des-kinomachers-franz-stadler-der-melancholische-pionier/19578344.html https://www.zitty.de/franz-stadler-26-10-1940-26-3-2017/ https://www.filmecho.de/aktuell/kino/27-03-2017-franz-stadler-ist-tot/
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Neuzugang auf dem 3rd 70mm Weekend - Centrum Panorama Varnsdorf, 11. -14 Mai 2017 (genaue Spieltermine folgen in Kürze) Wir zeigen im original Todd-AO-Verfahren adäquat auf der grossen gebogenen Bildwand: Charlton Heston, Diane Cilento, Rex Harrison in THE AGONY AND THE ECSTASY - MICHELANGELO - INFERNO UND EKSTASE USA 1965 Regie: Carol Reed ("Der dritte Mann", Co-Regie in "Meuterei auf der Bounty" [1961]) Kamera: Leon Shamroy ("Das Gewand", "Cleopatra", "Der König und ich") Musik: Alex North ("Cheyenne", "Cleopatra", "Spartacus", "In den Schuhen des Fischers") / Jerry Goldsmith ("Alien", "Der Wind und der Löwe") für den dokumentarischen Prologfilm Negativ: 65mm Eastman Color. Kopie: 70mm mit Color Fading und 6-Kanal Stereo-Magnetton Deutsche Synchron-Fassung Ausschnitte: https://www.youtube.com/watch?v=aZHbjT-pZ_I Kurzinhalt: "Im Jahr 1508 beauftragt Papst Julius II. das gefeierte künstlerische Genie Michelangelo damit, die Decke der Sixtinischen Kapelle im Vatikan auszumalen. Der weigert sich zunächst den Auftrag anzunehmen, wird jedoch vom machtbesessenen Julius, der sich damit ein Denkmal setzen will, dazu gezwungen. Michelangelo beginnt mit der mühsamen Arbeit, die ihn bald an den Rand der nervlichen und körperlichen Erschöpfung bringt. Zwischen ihm und seinem Auftraggeber entbrennt in der heiligen Stätte ein gnadenloser Machtkampf, an dessen Ende er nur noch einen verzweifelten Ausweg sieht." Aus: http://www.moviepilot.de/movies/michelangelo-inferno-und-ekstase
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Das mit dem Flüchtlingskino für Kinder bei freiem Eintritt klappt bei uns ganz gut. Wollen immer gern den Tresen plündern, kriegen aber nur Tee. Zu erwaegen sind dafür auch Zuschüsse von Kulturprojekttraegern (mit MAE- oder FAV-Kraeften) oder von Quartiersmanagements. Obdachlosenkino interessiert mich auch. Kenne viele Obdachlose, und fast jeder in der Gesellschaft macht einen großen Bogen um sie. In scheinbar links-alternativ und sozial ausgerichteten Programmkinos geht man gerne mit Ihnen um wie mit Lepra oder ruft nach Polizeieinsaetzen. Nimmt aber anderen Tags ungeniert von Ihnen Geldspenden entgegen. Es hat mich tierisch aufgeregt. Es geht vieles kostengünstig über die mplc-Schirmlizenz und den Eigenkauf von Blu rays, sofern der Veranstalter kein Mitglied der Kinoverbaende ist.
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Korrekturen/Updates/Ergänzungen zum dritten 70mm Weekend Centrum Panorama Varnsdorf 2017 - 11. Mai bis 14. Mai 2017: Scheinbar sichere Fänge können unversehens entgleiten: wir bitten um Nachsicht für Titel, die "wackelig" geworden sind und voraussichtlich in diesem Jahr nicht durchkommen. Alle Beteiligten haben mit Anderem gerechnet, aber jeder, der etwas über die changierenden Adressaten der Filmrechte zur Filmkopienlange wissen, wird diese Verschiebungen verstehen können. EOLOMEA lief während der Berlinale 2017. Der Film wird nicht ausgeliefert. Die Begründung aus Berlin: die 70mm-Kopie sei während der Berlinale beschädigt worden. CLOSE ENCOUNTERS OF THE THIRD KIND: angloamerikanische Neuauflagen, die den Einsatz plötzlich infrage stellen. Die Bemühungen laufen weiter. Ein Durchbruch bei der Rechtelage und auch der Akquise der (trotz Color Fading) mechanisch extrem sauberen, superscharfen und kaum gespielten 70mm-Fassung in deutscher Sprache mit superbem 6-Kanal Stereomagnetton von FALL OF THE ROMAN EMPIRE USA/Sp 1964 filmed in Ultra Panavision 70 (weltweite Kopien-Aspect-Ratio: 2,21 : 1). Regie: Anthony Mann ("El CId") Kamera: Robert Krasker ("El Cid") Musik: Dimitri Tiomkin ("Alamo", "55 Days at Peking") Schnitt: Robert Lawrence ("Spartacus", "El Cid") Production Design and Set Decoration: Veniero Colasanti, John Moore Produktion: Samuel Bronston ("King of Kings", "El Cid", "55 Days at Peking", "Dr. Coppelius" [nahezu verschollener 70mm-Film],"Circus World", "Fall of the Roman Empire", "Savage Pampas" {und in Super Panavision 70 geplant aber nie realisiert: "Isabella of Spain"]) Darsteller: Alec Guinness, Sophia Loren, Stephen Boyd, Christopher Plummer, James Mason, John Ireland, Mel Ferrer, Gabriella Licudi, Omar Sharif, Anthony Quayle, Dank Forumskollegen @Ultra Panavision klappte die Klärung der Rechtfragen sehr zügig. Unter allen Beteiligten des Festivals kommt ein "Ja" zum Ausdruck, und wir wagen endlich die Ankündigung. DER UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES war über die Feiertage 2016 auch im Fernsehen in HD prahlerisch angekündigt. Der kunstbeflissene Sender zeigte eine stark verschwommene, blasse und in den Lichtern ausgefressene Internegativ-Kopie. Scheinbar keine Bemühung, evtl. eine 70mm-Kopie, das 65mm-Originalnegativ oder eine 35mm-Technicolor-Kopie in Betracht zu ziehen? Zum Filminhalt: Diese Opus ist nicht leicht verdaulich; es hat seine Feinde im In- und Ausland (und gerade in USA, deren aktuelle politische Korruption in dieser Mammutproduktion vorweggenommen werden [subjektive Betrachtung]: das Kaufen der poltischen Klasse wie auch des Militärs zeigen in Film wie Wirklichkeit starke Parallelen, und es kann einem dabei klamm werden. Diese Annonce wurde auch bei der Premiere 1964 u.a. in Berlin geschaltet. Zu dieser Zeit zeigte sich noch der ZOO PALAST in bestem Zustand: ein relativ grosses Bild, ein wie festgenagelter Bildstand (von Bauer U2-Bildwerfern), kein Flimmern und ein präziser Raumton (dank der authentischen Klangfilmanlagen), der später kaum noch erreicht wurde. Der Bildeindruck faszinierte selbst hartgesottene Filmtechniker jener Zeit: man hatte das Gefühl. hinter der Bühne des ZOO PALAST öffne sich das Forum Romanum. Ursprünglich war das Mammutspektakel als Eröffnungsfilm für den ROYAL PALAST im Europa Center vorgesehen (mit Europas grösster Leinwand, mehr als 30 Meter breit und 120 Grad gekrümmt), dessen Fertigstellung sich bis zum April/Mai 1965 verzögerte. Ridley Scott drehte Ende der 1990er Jahre seinen GLADIATOR, der teils als Remake von FALL OF THE ROMAN EMPIRE anzusehen ist, allerdings die gewaltigen, nahezu dreidimensionalen Kullissen des 60er Jahre-Films nach Auffassung nicht Weniger durch überzogene, irreale CGI-Graphiken ersetzte.
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Auf der "CinemaCon" sollen DUNKIRK-Ausschnitte die beste Präsentation abgegeben haben, heisst es: http://variety.com/2017/film/news/cinemacon-christopher-nolan-1940-dunkirk-1202019200/
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Den zweiten und dritten Teilsatz könntest du netterweise kuerzen.
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ROMANCE O ZAMILOVANYCH duerfte in unseren Breitengraden kaum jemand gesehen haben, oder doch? Wer kennt diesen Film? In USA wären solche Raritäten undenkbar, dort läuft das Immerselbe. Krnovs Originalanzeige auf http://www.in70mm.com/news/2017/krnov/index.htmiciton- Mit Links zu den Vorjahren, wie auch dem frühen Erstbericht/Streitgespräch in diesem Thread vor etwa 10 Jahren: Hatte auch ich gezwungengermassen hundertmal vorgeführt, aber in 35mm war das Bild der deutschen Kopie nicht überwältigend, und wegen der damaligen Anweisung des Chefs auf Ausblenden des Titelabspanns eine traumatische Amputation. __ Ein Science-Fiction.Film, der zusammen mit STAR WARS Besucherrekorde erzielte, diesen aber dramaturgisch in den Schatten stellte, ist CLOSE ENCOUNTERS OF THE THIRD KIND. Entschieden ist jetzt: er läuft auf dem 70mm Weekend Centrum Panorama Varnsdorf 2017 in der englischen Originalfassung. Originalfassung ist zugleich die Schnittfassung der Premierenversion. Regisseur Steven Spielberg distanzierte sich juengst von seiner vier Jahre später herausgekommenden Special Edition und bevorzugt heute wieder die unverzuckerte und viel gruselige Originalfassung. Der kürzlich verstorbene Star-Kameramann Vilmos Zsigmond (auch bildführend in HEAVENS GATE) berichtete, welchen Lichtaufwand er für die noch heute unvergleichliche Immersion in der Encounters-Szene, Auge in Auge mit den Aliens, gegen den erbitterten Widerstand des produzierenden Studios durchsetzte. Die Wirkung war und ist sagenhaft: Licht aus einer anderen Welt. Die Visual Effects schuf Douglas Trumbull ("2001: A Space Odyssey", "Star Trek - The Motion Picture", "Silent Running", "Brainstorm", "Blade Runner", Showscan Movies). Einige Tableaus von Spielberg/Zsigmond, hier in der Abbildung der von hinten aufgenommene Menschenkeil vor dem Mutterschiff der Aliens, ist ein Zitat aus einem der bedeutendsten und (wegen der Entsendung fernsteuerbarer Roboter zur Entsendung von Botschaften an andere Zivilisationen) SF-Klassiker überhaupt: Robert Wises THE DAY THE EARTH STOOD STILL von 1951.
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Ja, Pausen wird es geben. Und ein erster Zusatzfilm auf Wunsch: AMADEUS Der Mythos des dunklen Lords reicht weit in die Geschichte zurück. in den japanischen Feudalismus, in das Rokoko ("Don Giovanni"), ins Mittelalter ("Hagen von Tronje"), in den Ekklektizismus der Postmoderne ("Darth Vader" von Lucas Film). Nichts aber scheint so genial und frech wie Mozart zu sein. AMADEUS von Milos Forman wird in der besterhaltenen europäischen Kopie zu erleben sein. Voll in den Farben, satt im Ton. USA 1984 Kinofassung: ca. 160 Minuten, filmed in 35mm Panaision (Scope) Director’s Cut: ca. 173 Minuten Drehbuch: Peter Shaffer Produktion: Saul Zaentz Kamera: Miroslav Ondříček Schnitt Michael Chandler,Nena Danevic Darsteller: F. Murray Abraham: Antonio Salieri Tom Hulce: Wolfgang Amadeus Mozart Elizabeth Berridge: Constanze Mozart Simon Callow: Emanuel Schikaneder Roy Dotrice: Leopold Mozart Christine Ebersole: Caterina Cavalieri Jeffrey Jones: Kaiser Joseph II. Charles Kay: Graf Orsini-Rosenberg Patrick Hines: Kapellmeister Giuseppe Bonno Roderick Cook: Graf Johann von Strack Nicholas Kepros: Erzbischof Colloredo Jonathan Moore: Baron Gottfried van Swieten Herman Meckler: Priester Cynthia Nixon: Dienstmagd Lorl Kenny Baker: Commendatore in der Parodie Kenneth McMillan: Michael Schlumberg (nur Director’s Cut) Vincent Schiavelli: Salieris Diener zu Beginn mit Kerzenleuchter
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DOKU - Wie das Kino erwachsen wurde Meilensteine der Filmtechnik
cinerama antwortete auf RexamRathaus's Thema in Nostalgie
Yes. Und ueber das digitale Sensorrauschen digitaler Kameras kein Wort beim Dambeck? -
Der Markt teilt sich weiter auf. Oder nur ein Gimmick. https://www.qiez.de/prenzlauer-berg/kultur-events/kultur/kinos/wir-waren-in-berlins-erstem-virtual-reality-pop-up-kino/175439478
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Wen die Reise nach Innsbruck reizt, auch, um den Panoramablick dicht unter den Wolken zu genießen, für den lohnt vielleicht der Besuch des Leokino. In dem viele Momente des Arthouse-Kinos, der Festival Szene, des Studenten-Kinos, des klassischen Repertoire-Kinos oder auch der Seniorenfilme ideal zusammenfallen. Man hat sich für kommenden Samstag, den 25.3.2017 zu 17 Uhr "West Side Story" kommen lassen. http://www.leokino.at/index.php?disp=film&fid=F14001 Einige Gebrauchsspuren weist die Kopie bereits auf, sie ist aber im Bild mit Abstand weltweit die schaerfste und hochauflösendste Fassung überhaupt. Direktkopie vom Kamera-Originalnegativ, also keine Duplikatfassung (zu englisch: "no internegative")! Die ungetrübten Farben in etwa gleich zum unteren Schaubild. Nach der Erneuerung von Projektionsobjektiven ist das Bild auch sehr hell, kontrastreich, scharf und (was ich interessant finde) unbeschnitten. Die Magnetton-Vorverstärkerkarten wurden von Clemens Scherer Kinotechnik aus Karlsruhe sonderangefertigt. Letzter Einsatz der Unikatkopie in diesem Jahr. Don't miss it...
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Die Spannung steigt. Tobe Hooper ("Texas Chainsaw Massacre 1 & 2", "Lifeforce - Die tödliche Bedrohung") inszenierte für Steven Spielberg eine Schlachttafel des Grauens, Jerry Goldsmith ("Der Wind und der Löwe", "Alien","Rambo II") schrieb die synkopisch dichte, sehr moderne Filmmusik. Spielberg nahm Hooper eng an die Kandarre und führte daher die Postproduction selber aus. Ein Werk, dass man als halbwüchsiger Teenager mit feuchten Händen in die Kinositze gekrallt goutierte wie in einer Geisterbahn. Trotz der Nationalhymne am Anfang überrollt wieder einmal die Bedrohung von aussen die kleinbürgerliche Familien-Idylle. Ronald Reagan glaubte zu der Zeit an Aliens und verhandelte auf einmal mit Gorbatschow über Abrüstung, andere an die aussersinnliche Wahnehmung (Kubrick in "Shining") oder die US-Kinozuschauer schlicht an den Poltergeist. Die Special and Visual Effects stammen aus der technologischen "Hexenküche" von Industrial Light an Magic. http://www.ilm.com/vfx/poltergeist-2/ Dynamische Dolby-Magnetton-Mischung: 3D für die Ohren, bis sie wegfliegen. Englische Originalfassung. (In Frankfurt am Main soll sogar eine deutsche 70mm-Fassung gelaufen sein: Bogen bestätigte mir die Lieferung eines neuen 70mm-Magnetkopfes extra für diesen Film!) _____________________________________________________ Mehr Informationen auf: https://www.facebook.com/70mmvarnsdorf/ http://in70mm.com/news/2017/varnsdorf/index.htm
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Hoffentlich in zwei Wochen. Momentan zergrübeln sich alle den Kopf, wie man die Titel oder Kopien inderart "kombiniert", dass auch für kommende Jahre eine gute Mischung entsteht und inhaltliche Fäden wieder aufgenommen werden. Zu gerne würde ich noch drei Filme hinzugegeben, das wird aber zu teuer. Mal schauen. wie sich das mit den geforderten "Pausen" zwischen den Filmen überhaupt verträgt, obwohl wiederum ich nichts gegen "nonstop" hätte. Aber es gab Beschwerden...
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Keine Ahnung, ob der Investor Knopf sich auf nachweisliche Tatsachen gefährlicher Statik des jetzigen Gebäudes beruft oder hier ein Vorwand konstruiert wird. Der Mann wirkt ja eigentlich sympathisch, so wie auch Flebbe: nur das Beste für die Stadt. Für den Denkmalschutz war oft nicht die Funktion, am wenigsten die Inneren und die Techniken, von Relevanz, sondern bestenfalls Fassaden, zumeist nur Grundrisse. Woher die Denke rührt, bleibt schleierhaft. Das 50 Meter um die Ecke beginnende Schimmelpfenghaus wurde abgerissen. LDA-Leiter Prof. Haspel apperlierte vor 5 Jahren in Symposien am Zoobogen (Budapester Strasse), dies zu unterlassen: die gesamte Balance vom Schimmelpfenghaus über das Kino (Zoo Palast) hin zum Zoobogen gerate "ins Wanken". Welch eine Aufregung um Nichts. Das Schimmelpfenghaus hatte für mich als Berliner noch nie eine Funktion: der Abriss förderte die Freisicht von der Kantstrasse zur Gedächtniskirche, und das Hotel Waldorf Astoria ist ein architektonischer Fortschritt, ein staunenswerter Hingucker. Anders bei den Geschäftsfassaden, wo die GLORIA-Fasasade ein repräsentatives Prunkstück verkörperte (m.E. weniger die Säle seit 1953, nach dem Krieg mit "Im weissen Rössl" eröffnet - nicht "Königin Luise"). Der geschwungene Treppenaufgang verheisst ebenfalls Überraschungen eines Kulturereignisses bei Betreten des 1. Stocks. Vielleicht bauen sie das jetzt nach? Es ist aber auch die Presse, namentlich die Filmkritiker-Branche, die sich gleichgültig verhält. Ein Beispiel aus diesem Monat: FIlmreihe im Zeughaus-Kino zu Westberlin, in der der Filmhistorilker Jean Paul Goergen das seit 1965 so volldenkmalgeschützte Europacenter anpreist. Kein Wort zum abgerissenen, ebenfalls dem Unterschutz unterstellten Royal Palast und dem City im Europacenter, die scheinbar die Nomenklatura der Filmintelligenz nie bemerkte. https://www.dhm.de/en/kalender/terminansicht.html?tx_cal_controller[view]=event&tx_cal_controller[type]=tx_cal_phpicalendar&tx_cal_controller[uid]=3179&tx_cal_controller[lastview]=view-day|page_id-882&tx_cal_controller[year]=2017&tx_cal_controller[month]=02&tx_cal_controller[day]=07&cHash=d9e84032de8a3fe6273699e31afbd21d Das zwar hässliche Kudamm-Eck hatte immerhin vollstes Leben vor seinem Abriss: Panoptikum, Pornokinos, Kinos Oscar und Camera, Kino Smoky im UG, endlose Rolltreppen. Abends gut besucht. Heute ein steriler Modetempfel mit zugegeben imposanter Fassade und hohlem Inhalt. Warscheinlich auch schon "denkmalgeschützt". Übrigens: die von Max Reinhardt (und nach dem Krieg kurz von Karl Heinz Pepper) betriebenen Theaterbühnen Komödie und Theater am Kurfürstendamm, erbaut von Oskar Kaufmann, werden abgerissen. Die heutige und künftig Betreiberfamilie Wölfer so wie der Investor des Kudammkarree feiern einen Neubau. Rolf Hochhuth hielt im Abgeordnetenhaus (?) eine Rede dagegen http://www.rbb-online.de/kultur/beitrag/2017/02/kudammbuehnen-theater-berlin-kompromiss-kritik-lederer-hochhuth.html , ihm wurde das Wort entzogen. Flugs nannte er Denkmalkonservator Haspel "eine Flasche". Da sind wenige Rufer in der Wüste, die nirgendwo Gehör finden. Der Kinofriedhof in der CIty-West war nicht Ursache rückständiger Betreiber, sondern klar Folge des Verdrängungswettbewerbs der inflationär bewilligten, von jedem Bezirksregierung stolz präsentierten Multiplexansiedlungen. Jeder ahnte es, aber keiner wollte sich investitionsfeindlich schimpfen lassen, d.h. "Infrastrukturverbesserungen" im eigenen Bezirk zu torpedieren. Das Zauberwort von CDU bis Linke heisst schliesslich, "Investoren anlocken" und mit den Trophäen die Wahlen gewinnen. Was schert Politiker, was ihre Nachfolger in 20 Jahren auszubaden haben? Das ist jeder Energiekonzern - Sarkasmus muss sein -, z.B. japanische Kernkraftwerksbetreiber, nachhaltiger orientiert Um 1925 - der erste Kinobau:
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Mai 2017: 70mm-Erfahrungen am laufenden Band, Mitmachen erwünscht. Gespräche ohne Tabus, Fun & Food vom Feinsten. Welcome!
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Tschuldigung,, zu spät entdeckt. Danke!
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Auf die Frage von Daniela Kloock, ob es stimme, dass seine CinemaxX-Kinos subventioniert worden seien, antwortet CinemaxX-Gruender Hans-Joachim Flebbe : "Ich durchschaue das nicht." http://mobil.berliner-zeitung.de/der-unternehmer-hans-joachim-flebbe-will-bessere-deutsche-filme---und-dass-man-das-publikum-umwirbt-die-berlinale-soll-an-den-zoo-zurueckkehren-14985836
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Stefan ist in diesem Subventionskrimi auesserst korrekt. Es gab massive Zuschüsse zum Bau der in der Kelleretage des CinemaxX Potsdamer Platz mit je ca. 52 Plaetzen eingebauten "Studiokinos" 11-19 (9 Blackbox-Saele), auf Bitten der Berliner Festspiele/KKB GmbH (Berlinale: Europaen Film Market u.a), die auch übers Jahr im reinen Mainstreambetrieb abgesichert werden. Das rief den Protest des ehemaligen City-West-Programmkinogruenders Franz Stadler (Filmkunst 66) auf den Plan. Es handelt sich indertat um ganz, ganz tiefes Gewaesser... ___ Alles über das SAVOY hier: ____ Der Terminus Islamismus ist m.E. auslegungsfaehig und kein Synonym zum Terrorismus oder zur Vermeldung realer Bedrohungen. Dass mit dem Schutzbedarf fuer Nordeuropaeer allerdings sehe ich ganz anders: vor dieser Gruppe (Altkolonialismus der Hanseaten) müssten die heutigen verarmten und uebervorteilten Länder außerhalb Europas beschützt werden. https://books.google.de/books?id=XX64CwAAQBAJ&pg=PA948&lpg=PA948&dq=hanseaten+imperialistisch&source=bl&ots=Ufr5ZaT0Js&sig=4lalqqFDZxfdk1HGpnaKTF2Gu0w&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiEsfWBhtvSAhVKDsAKHcXKB98Q6AEIIzAD#v=onepage&q=hanseaten imperialistisch&f=false - Ende der Politposse -
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Wichtig und überraschend informativ: http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20170309_1930/gloria-palast-vor-dem-abriss.html
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Aber das Ganze ist wirklich kein Altruismus und Liebhaberei eines altersmilde gewordenen Kinonostalgikers, sondern kühl abgewogene betriebswirtschaftliche Kalkulation: a. mit fremdsprachigen Filmen, b. mit 2015 älterem Hauptpublikum, c. mit der Nostalgie, d. mit dem Rauswurf des gelobten Betreibers aus seiner eigenen Aktiengesellschaft, der CinemaxX AG um etwa 2006. Du selbst erwähnst den Rückzug des Betreibers aus dem gegenüberliegenden 50er Jahre-CinemaScope-Kino "Cinema" - zu Zeiten, als der Erstaufführungs-Markt von den UFA-Theater-Gruppe von Volker Riech und von H.J. Flebbes eigener CinemaxX-AG abgeschöpft war. Somit schien der Mainstream-Markt durch das UFA-Multiplex in Hamburg und zum anderen durch das UFA-Kinocenter "Grindel" (dort mit den fremdsprachigen Filmen) gesättigt. Und daher war zu deiner Zeit (um 2000) ein Betrieb natürlich ein hohes Wagnis, das erscheint mir logisch. Danach passierte Folgendes, wenn ich es richtig interpretiere: das "UFA-Grindel" schloss und wurde abgerissen (und gegen eine evtl. Wiederaufnahme des "Grindel"-Betriebs wetterten die Vorstände der CinemaxX AG im "Filmecho" in aller Öffentlichkeit - man brauche das "Grindel" nicht in Hamburg. Eines der weltweit opulentesten Breitwand- und Grossraumtheater (die von Herrn Riech verkleinerte Leinwand hätte man wieder rückgängig machen können), wurde per se als minderwertig und marktstörend bekämpft. Durch die Schliessung wurden plötzlich die fremdsprachigen Filme frei. Nach und nach trat im Mainstream-Gewerbe eine Übermüdung beim Multiplexbesuch ein, die gerade Multiplex-Erfinder Flebbe selbst ständig hellsichtig hervorhebt. Also ist man in eine Marktlücke vorgestossen, in die auch andere hätten eindringen können, korrekt? Zeitgleich zum hier beglückwünschten Betreiber bemühten sich natürlich auch hoch erfahrene, angesehene und kompetente Programmkinobetreiber Hamburgs um das "Savoy". Gerne hätte ich diese beglückwunscht, weil sie künstlerisch, sozial und akademisch Kulturveranstalter sind, denn sie hatten auch eine starke Affinität zum Repertoirespiel auf Film (weil dies oben angesprochen wurde), zur Mindestausstattung beim Digital Cinema mit 4K (wo man besser auf Deine Expertise und Installation zurückgreifen sollte) und bewusst auch zu berühmten Klassikern des 70mm-Films mit der Absichtserklärung zu Festivals. Vor allem: eine Verkleinerung der Bildwand wie jetzt geschehen, hatten diese Bewerber kategorisch abgelehnt, und vor der Übernahme durch den jetzigen Betreiber wurde das "Savoy" bekanntlich von der Hamburger Kinemathek auf nachwievor dem bedeutend grösseren Bildwandrahmen bespielt. Natürlich kann man sagen: bitte aufhören mit dem Nörgeln, das ist Schnee von gestern, die anderen Betreiber haben nix gezahlt/sind keine so guten Selbstvermarkter wie der Jetzige. Da aber mit dem Neuanfang durch den jetzigen Betreiber auch eine geschmackvollere moderne (oder alternativ: historisch passendere) Ausstattung des "Savoy" verspielt wurde, da eben so eine hochwertigere Projektionstechnik und avanciertere Programmkultur nebst diversen modernen Festivals ad acta gelegt wurden, weil eben auch das Bild so klein ist wie nie zuvor, weil vor allem aber das "Grindel" dem "Bäumchen-Wechsel-Dich"-Spiel der Standortterminatoren zum Opfer fiel, fällt mir kein Grund ein, warum man immer wieder presseseitig und auch branchenintern Leuten mit einer anfechtbaren Politik Ehrerbietungen macht? Woher bitte nur kommt diese Unterwürfigkeit, wenn man fragen darf? Doch eher von Denen, die als Filmfans von aussen betrachtend den Abriss älterer Filmtheater bedauern und auf jede Wiederinbetriebnahme anspringen, als handelte es sich um ein Geschenk der Götter oder um ein Wunder der Natur. Das ist es aber nicht. Man muss immer an das erinnern, was aus guten Gründen besser sein könnte und auch möglich gewesen wäre. Letzlich aber (in vollem Bewusstein, d.h. mit Absicht) verhindert wurde. Es geht m.E. um Geld, Prestige, Marktmacht, Marktverschiebungen oder Marktverdrängung.
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http://www.laborberlin-film.org/ Künstlerlabor. Ab Mai 2017!
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Sie kokettierte schon lange mit den Digisaten. Viel weniger fehlende Filmstellen und Farbverluste, schwärmte sie anlässlich der Digitalisierung der Spielstätte. Einen Kampf - etwa gegen die Berliner Digitalisten - nahm sie nie auf. Frankfurt trottete somit den Trendsettern aus Berlin, also der Deutschen Kinemathekt, aus meiner Sicht hinterher. Schwache Leistung!