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Edit: Religion und Politik sind doch Privatsache. Oder man setzte sie in Bezug auf eine Analyse von Ikonographie oder Narrationen von FIlmgenres ihrer Zeit (der Zeit des Kalten Krieges), so am Beispiel von BEN-HUR http://kinoberlin.bl...avitations.html
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er man sollte schon darauf hinweisen dürfen... Ebenfalls darauf, dass der EIndruck einer 80-TAGE-Rolle in Deiner Projektion (mit modernstem Objektiv) irrtümlicherweise dazu führte, Deine Kopie des Films als die "bessere" einzustufen. Diese Infos gelangten ungefiltertert bei anderen in den falschen Hals und führten hier seitenlang zu verzerrten Debatten. Der Vergleich beruht auf einem Irrtum und Fehlwahrnehmung. Deine 80-TAGE-Kopie (eben auch nicht komplett) war bis etwa 2000, als wie beide eine Testrolle im Berliner ROYAL PALAST anspielten, die farblich bessere und kippte dann in den kommenden Jahren rasant um: das Verhältnis hat sich also umgedreht, zugunsten einer sog. "TIefkühlkopie" wie hier oft gewitzelt wurde. Sich also auf 80 TAGE bei Dir positiv zu berufen, aber BEN-HUR anderenorts zu verreissen, ist nicht sehr objektiv. Da ist es egal, ob die BD "ein partielles Desaster ist, oder nicht". Oder Neukopierungen den subjektiven Farbgeschmack einzelner treffen, oder gar ganz daneben liegen. Ist nicht egal. Es werden ja mittlerweile Scans auch von Altkopien unternommen. Überlege mir auch eigen Möglichkeit, am Rank Cintel einen Versuch zu unternehmen. Die Farb- und Lichtbestimmung ist zudem eine gewaltige Herausforderung in der filmtechnischen Nachbearbeitung: Ausbildung, viel Film- und Kunstwissen, in aller erste Linie Erfahrung und viel mehr spielen mit hinein. Daher könne auch Fachurteile gefällt werden. seien es partielle Verrisse der Neueditionen von BEN HUR und LAWRENCE OF ARABIA oder verdiente Hymmen auf MY FAIR LADY oder SPARTACUS in der jüngsten Zeit in Augen der Zeitzeugen der Premierenversionen, die Vergleiche ziehen können. Der "subjektive Geschmack" hat damit nichts zu tun, sondern Kenntnis und Erfahrung. Weshalb die kopierwerksrelevanten Fragen auf leider allen Festivals so gut wie nicht existent sind. Auch nicht dort, wo am häufigsten manchmal mehr oder weniger farbigere Kopien zu sehen sind: im Norsk Filminstitutt. (Mir fiel das deutlich und auch negativ auf: ausschliesslich projektionstechnischer Perfektionismus und kein Interesse an Debatten zum Look der FIlme). Es ist bekannt, daß es keine oder kaum noch brauchbare Exemplare der 1963 er Ben-Hur Vorsätze gibt. Zumal ein großer Teil auch ein falsches Entzerrverhältnis, 1.33x, mitbringt. War mir erst durch dich nahegebracht worden. Bisher nicht bemerkt. Sieht man es denn dem von DIr oben eingestellen BEN-HUR-Bild an? In Kombination mit einem Ultra HD Plus-Objektiv (gegenüber dem 70mm-Spezialobjektiv von Schneider) war das Bild damit recht brauchbar. Auch vor 9 Jahren war die Vorführung in Karlsruhe sehr brauchbar, auch 2009 auf einem der beiden Überblendungsprojektoren währen der Berlinale "Bigger than Life", wohingegen die zweite Optik nicht passte und alles unscharf war. Tatsächlich bin auch ich in letzter Zeit sehr skeptisch geworden. Es sind wohl Sonderanfertigungen, eben so wie die 70mm-Super Cinerama-Objektive für das "Single Lens CInerama" (d.h. einstreifiger 70mm-Film, projiziert auf Cinerama-Bildwände). Wann immer neuere Optiken greifbar sind: Finger weg von den alten! Zumal ein großer Teil auch ein falsches Entzerrverhältnis, 1.33x, mitbringt. Auch waren diese an ein bestimmtes Kino und seine Projektionsgeometrie angepaßt, so daß sie kaum portabel sind. Das Eastman House in Rochester sucht seit Jahren brauchbare Vertreter dieser Spezies für die Museumssammlung, ist aber bisher trotz sehr großer Anzahl nie fündig geworden. Das sagt eigentlich alles! Beide Sätze stehen im Widerspruch zueinander - bitte klären° Die Industrie bot und bietet neue an, aber bei oben zu sehenden Kopienzuständen ist das leider eine Ausgabe an der falschen Stelle, wenn nicht neue Filme kommen würden. Nur danach sieht es nicht aus. Auch das sehe ich umgekehrt: BEN HUR und BOUNTY waren in allen Schärfebelangen HATEFUL8 überlegen. Und dazwischen liegen 55 Jahre. Also ist die Produktion hochwertiger neuer Anamorphote sehr löblich, aber leider an den falschen Film verschwendet worden. Seien wir trotzdem glücklch, wenn wir sie für alte verwenden dürfen! Wäre schon. wenn Du noch einmal nach dem Wagenrennen fragst, und sei es nur leihweise. Es liegt ja nun im Palast am Zoo. Wo ich den noch gesamten Film seit 1972 vierzigmal gesehen habe. Der Leihgeber kann auch gerne die ganze Kopie für ein Screening haben! Alle haben etwas davon.
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Das ist fraglos alles ein Desaster, aber die noch an 70mm und die echten Klassiker erinnernden Festivals kommen nicht umhin, auch Ruinen einzubinden. Ausschliessliches Zeigen eines Neufilms, etwa BARAKA, hätte zumindest mich niemals affizieren können, weil ich nichts dran finde. Eher das Genre der (lasziven und ruchlosen) Bibelfilme, Historien-, Science-Fiction und marginal einige Musicals entfachten das Feuere für diese Kinokultur-Technik. DIE HARD, von DIr propagiert, mag ich noch sehr viel weniger, aber Dir zuliebe schlug ich den tschechischen Kollegen diesen Film vor, damit keine RIchtung ausgeschlossen bleibt und du auf deine Kosten kommst. Weitere TItel wie ALIEN NATON und E.T. (ebenfalls neue Farben und in Dolby-Stereo) waren gleichermassen zu respektierende Wünsche nach selten gezeigten Filmen, die man eben so tolerieren kann wie DER FISCHER VON GALILÄA (der nach meinem Eindruck den besten Todd-AO-Effekt aller gezeigten TIteln hervorbrachte, etliche Farbansätze aufwies und in der Kameraarbeit ein elegantes Spiel zwischen dem Dekor und den Protagonisten eröffnete, wie in fast allen späteren Large-Format-Produktionen nicht mehr zu entdecken ist.) Die künstlerischen Verrisse eines Bibelfilms im Vorfeld unserer Veranstaltung, als wollte man Ersatz-Schauplätze bedienen, empfand ich als geschmäcklerisch und präpotent. Religion und Politik sind doch Privatsache. Oder man setzte sie in Bezug auf eine Analyse von Ikonographie oder Narrationen von FIlmgenres ihrer Zeit (der Zeit des Kalten Krieges), so am Beispiel von BEN-HUR: https://duskofdigital.wordpress.com/page/23/ Zu Deiner Einlassung 70mm scheint eh nicht des Inhaltes wegen gesehen zu werden, sondern des "Übels laufender Projektoren" wegen.: Ja! Deswegen, aus Gründen der Anhänglichkeit an Klassiker und Breitleinwände, oder der noch erspürbaren Aura einer Todd-AO-Kopie (in den 4k-DCP-Ausschnitten von BARAKA, HATEFUL 8, BEN HUR oder LAWRENCE OF ARABIA stellte sich kein Todd-AO-Eindruck ein!), auch aufgrund des forschenden Interesses an früheren Aufführungskulturen oder an Kindheitserinnerungen. Und für einstmals filmtechnisch tätige Personen manchmal erinnerungswürdig, mehr oder weniger. Kopienzustände: mit solcher Farbe wie im Bild (und da war B.H. noch besser als Mutiny?), das kann man wirklich einem zahlenden Publikum nicht vorsetzen. Weil Du später eintrafst und Deine Sichtung des Films erst mit dem Wagenrennen begann. Der erste Teil des Films war mit einer farblich besser erhaltenen Drittkopie kompiliert: daher rühren die gnädigen Vergleiche.. Ab
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DOLBY STEREO LICHTTON (NuOptix-Debatte) ... Neues Jahr und alte Fragen
cinerama antwortete auf Jeff Smart's Thema in Nostalgie
Ja, bitte "Master" unbedingt streichen. Danke fuer den Korrekturhinweis. -
Mich treffen da eher andere Versauemnisse: wie gesagt im Vorjahr nicht bei der Filmausgabe präsent gewesen zu sein, weshalb ein Akt von CAN CAN das Festivalkino nicht erreichte. Daher ein Surprise-Screening in diesem Jahr - und mit deutlicher Verspätung -in 2017 ein Nachholen der CAN CAN-Rolle, vielleicht zwischen zwei Vorstellungen. Das zweite Wagenrennen wurde leider vor der Vereinbarung zur Material-Zusammenführung an eine andere, 70mm-kundige Person verliehen oder gar verschenkt. Aber schon vor Jahren hatte ich durchaus Interesse angemeldet, was unbeachtet blieb. Rechtlich ist die Weitergabe legal und legitim. Der Kollege, der weitergab, ahnte zum Zeitpunkt der Weitergabe nicht, dass noch einmal eine Initiative zur Komplettierung vorankaeme. Wie bei Techniktorsos ein Relikt, das man verschenkt oder wegwirft. Kenne ich aus eigener Erfahrung, etwa mit Geraeteresten. Ich weiss, wo das Material heute liegt. Aber ohne Fuersprache des Kollegen, es zumindest leihweise zurueckzuholen, gibt es nicht die geringste Chance. Der Kollege moechte dies nicht tun, sagte er mir im Mai und fürchtet vermutlich, sich beim heutigen Besitzer unbeliebt zu machen.
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Nicht so langzeitschädigend hoffentlich wie gar keine Ouvertüre zu diesem Film. Zwei Ouvertüren liefen danach korrekt, und das falsch eingelegte Stueck war dann doch komplett zu vernehmen, also eine doppelte Rolle. Von anderen Festivals hört man regelmäßiges Fehlen von Ouvertüren oder von welchen mit schweren intervallmaessigen Tonstörungen (Rascheln). Oder man spielt sie regelmäßig von der CD. Kann man machen. Ist aber in der Anpassung tricky, und oft erklingen nur zwei Kanäle.
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Nochmal dasselbe Rennen. Sind ja auch drei Ouvertüren mittlerweile angekommen, da kann es auch ein zweites Wagenrennen sein. Freue mich immer ueber Materialangebote auf 70mm! (Neulich eine Zweitkopie eines Musicals eingetroffen. Danke an den Retter!).
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Die Aktanzahl aller Filme auf dem diesjährigen 70mm-Festival war komplett, fünf Frontkanaele plus Subwoofer in Betrieb, die gekrümmte Leinwand die nicht kleinste ihrer Art in Europa und der Kopienzustand in der Qualität deutlich ueber dem Durchschnitt, wie schon einige Kollegen oder Besucher hier und auf in70mm.com bekundeten. Und es liefen Filme, auf die man lange warten musste! Die Vorfuehrablauefe könnten natuerlich eleganter werden und Bildstrichfehler vermieden werden. Nur kein Neid, liebe Frankfurter! Salvatore & Magentacine: wann erwartet die Welt euer Festival? Ihr habt keines? Dann strengt euch an. Oder ich helfe euch ggf. in einem Frankfurter Kino. Ihr könnt ja mitmachen in Varnsdorf, Jeff Smart bot auch an, etwas beizutragen.
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DOLBY STEREO LICHTTON (NuOptix-Debatte) ... Neues Jahr und alte Fragen
cinerama antwortete auf Jeff Smart's Thema in Nostalgie
Jeff Smart hatte obenstehend nachgefasst wegen 2-Spur-Perfoband. -
Verstehe nicht. Also rekapituliere ich nach meiner Erinnerung: Hier kündigte ein anderer sein Festival mit Superlativen wie "Rekord", "120 Grad-Bildwand", und gezeigte Kopien als "integrale Fassungen" an. Die inländisch bereitgestellten Kopien wurden sogar als vorteilhafter herausgestellt (die BOUNTY aus Oslo sei aus prueder Zensur geschnitten, hieß es, aber in der deutschen Version fehlten am Tag der Vorfuehrung etwa 13 Minuten), oder es wurde bei BEN HUR die integrale Fassung angekündigt: ich bräuchte nicht zu kommen, wenn ich im Vorfeld kritisierte und muesse ansonsten mit einem Zutrittsverbot rechnen. Auch von BEN HUR lief dann eine Fassung, die so nicht integral war. Warum kündigt man das so hochtrabend an? Einfach ein wenig tiefer stapeln, und keiner stoesst sich so schnell an den Werbebotschaften. BEN HUR aus Oslo (evtl. doch die schwedische Kopie, die 1999 in Bradford lief, wo ich sie sah und spaeter in Oslo) ist mittlerweile weiter gefadet, hörte ich. Was der Laie zudem nicht weiss ist, dass das Filmarchiv des Norsk Filminstitutt um hunderte Kilometer in den Norden gezogen ist. Angeblich soll gar nichts mehr mit Leihgaben laufen? 2007 (Karlsruhe) und 2009 (Berlinale) war da noch weniger prekär hinsichtlich der Leihgaben aus Oslo. Die 2016 in Varnsdorf gebrachte BEN HUR-Version zögerte ich zu zeigen. Wegen der vielleicht letzten Gelegenheit und einiger noch schlechterer Kopien anderswo und wegen des dringenden Wunsches aus Varnsdorf wurde die Sache anberaumt! Zum Kalkül gehörte ausserdem das Surprise-Screening. Wer sich daran in Rage bringt, kann es weiterhin gerne tun. Es führt aber zu nichts...
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der zweite anamorphot hatte überhaupt kein Problem. Wieder viel angedichtet? Lediglich war ich mit meiner Schneider Grundoptik nicht hundertprozentig zufrieden. Ohne den AB Vergleich aber kann kaum jemand den Unterschied ausmachen. Die verrückten Bildstriche waren immer sehr kurz erschienen und wurden blitzschnell korrigiert. Vielleicht lässt sich das im nächsten Jahr besser über die Bühne bringen. Zum Glück gab es nicht die geringste Film Beschädigung! Und daraufhin wollte man die Kopien Vorkontrolle konzentrieren. Da der Zustand unserer Filmkopien als nicht schlechter oder manchmal besser als auf anderen Festivals erachtet wurde, muss man sich auch nicht an den Pranger stellen lassen. Trotzdem kein Grund stolz darauf zu sein, denn als Altfilmmaterial empfinde ich als problematisch.
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DOLBY STEREO LICHTTON (NuOptix-Debatte) ... Neues Jahr und alte Fragen
cinerama antwortete auf Jeff Smart's Thema in Nostalgie
War noch nicht das Stadium der Mischung, sondern der in Berlin an die entwickelten und kopierten Bildmuster am Schneidetisch angepasste und überspielte O-Ton. Ob er von der Nagra stammte, kann ich nicht sagen. Das Perfoband enthielt zwei Spuren, eine breitere und eine schmalere, wovon m.W. nur eine bespielt war. Kein Fullcoat Material, sondern Schwarzweiß-Blankfilm mit zwei Magnetspuren. Beides zur Sichtung für den Regisseur nach Krakau geschickt. Die 3 Picot-Kameras waren schon in den Mosaik-Studios angeschafft worden und meiner Erinnerung nach von ARRI Contrast übernommen worden. Konträr zur oben beschriebenen Version von Stefan hatten diese immer nur 305 Meter Kassetten! Der Frequenzgang war schlecht und die Konsonanten Wiedergabe unrein. Schon ab Mitte der 80er Jahre waren sie kaum mehr Einsatz. Auch die abgebildeten Nuoptix-Aggregate sind keine, wie sie in besagtem Kopierwerk im Einsatz waren. -
DOLBY STEREO LICHTTON (NuOptix-Debatte) ... Neues Jahr und alte Fragen
cinerama antwortete auf Jeff Smart's Thema in Nostalgie
Alles mögliche ließe aus dem Netz an Informationspartikeln heranholen und als relevante Entdeckung breittreten. Und defacto zeigt der Thread exemplarisch, dass kaum jemand weiß, wie die Geräte funktionierten, bedient wurden, mit welchen Produktionen einhergingen und vor allem: welche Vor- und Nachteile sie hatten. Das ist im übrigen auch in gewissen Reportagen zu Breitwand-Verfahrensweisen auszumachen. Der Rückgriff auf Technikliteratur und Werbeprospekte, auf die man sich verlässt, ist bereits die halbe Bahnkarte in die Sackgasse. Zumindest in diesem Thread muss man von Einbahnstraße sprechen, was Tatsachen-Beschreibungen angeht. Es gibt zwar technische und theoretische Spekulation, mit der sich einige Mühe gegeben haben, die aber an der Produktionswirklichkeit scheiterten.. Mittlerweile habe ich die Vorgänge in den letzten Jahren mehrmals beschrieben und in den Grundaussagen hat sich nichts geändert. -
DOLBY STEREO LICHTTON (NuOptix-Debatte) ... Neues Jahr und alte Fragen
cinerama antwortete auf Jeff Smart's Thema in Nostalgie
Könnten sich hier evtl. auch mal einige andere melden, die bitte damit gearbeitet haben? Das stört mich sehr. Zitat Stefan: „Der Westrex Markenname (Western Electric sondtracks(=x)) geht verloren, und darf nicht mehr benutzt werden. Damit gab es zu diesem Zeitpunkt keine Westrex Photographic Sound Recorder mehr.“ „Westrex“ stand nun mal auf der Lichttonkamera - hätte man also was anderes etikettieren sollen? Was soll das? Ist das ein Patent-Rechtsstreit hier? Interessiert mich nicht im Geringsten! Z.E.: Der Kopierwerksbetreiber Herr W, hat diese Kamera persönlich (!) aus USA Los Angeles mitgebracht. Zur Länge der Tonnegativ-Rollen: 305 Meter ist genormte Länge vom Kodak-Material. Wie gesagt war die Westrex die Bedingung für Dolby-Belichtungen auf bis zu 610 Metern. Das war neu! Zitat Stefan: „Komische Aussage. Verstehe ich nicht. Die Fougerolle Kamera, die man besaß, hatte ja standardmässig Magazine für 600 m Tonnegativfilm, zumindest gemäß Verkaufsbroschüre. Man hätte die größeren Kasetten ja sehr preiswert erwerben können, im Vergleich zu einer kompletten Neuanlage, die min. 6 stellige DM Beträge verschlang. Nach meiner Kenntnis passen die in die Magazine der originalen "Bell- Westrex" Belichter 1600 Fuß, was keine 610 m wären.“ „Fougerolle Kamera“ kennt hier keiner! Picot schon eher, ist nach Stefan oder irgendwelchen Artikeln eine Fougerolle oder sonstwas. Who knows. Auffinden von praxisfernen Fabrikantennamen führt zur Verwirrung. In aller Deutlichkeit: Die Picot war in Berlin für Dolby Stereo nie einwandfrei einsetzbar. Auch nicht bei Geyer. Mag sein, dass bei LTC u.a. die Franzosen später daran etwas änderten, aber auch die Franzosen hatten m.E.n die Westrex für Dolby Stereo im Einsatz. (Gut war die Picot eher 16mm-Lichttonnegative geeignet.) Zitat Stefan: „Tonnegativentwicklung hat nichts mit High Contrast und Bildentwicklung zu tun, die Prozessparameter sind theoretisch sehr eng gesetzt,...“ Es wurden Extra-Entwickler für Tonnegative eingesetzt: Extrem feinkörnig, extrem niedriger Grundschleier und hoher Schwarzwert. Mit der Ausnahme: High Contrast-Material läuft im selben Entwickler wie ein Tonnegativ. Hat also sehr wohl damit etwas zu tun. Die gesamte Lichtton-Technik war seit Einführung der Eurocord-Schrift sehr gängig. Weshalb sich die nächste Vermutung erübrigt: Zitat Stefan: "Dann greift man gerne auf die Fachkenntnis hervorragender Spezialisten zurück." Noch einmal zur Unterstreichung: Arri Contrast hat z.B. die Fox-Aufräge nur bekommen, weil die dt. Tonspur über eine Westrex hergestellt werden musste. Zitat Stefan: "Die mechanischen Lage- und Schärfeparameter werden bei beiden Aufzeichnungsanlagebauformen wie gewohnt mit Schraubenschlüssel und Verschiebeführungen eingestellt“. Nein: Schärfe und Spurlage, Intensität usw. der Lichttonkamera mussten täglich über Nuoptix voreingestellt werden. Zumal der ständige Material-Wechsel von Fuji, Kodak oder Agfa Gevaert einer sehr raschen Umstellung bedurfte. Also nicht "mit Schraubenschlüssel". Wohin strebt eigentlich dieser Thread? -
an dem Trashfilm (Fachbegriff par exzellence, was man hier liest) hing das Startband am Ende der Ouvertüre. Und das zweite Wagenrennen hat der Kollege irgendwohin verliehen. Der Kopienzustand von KMB e.V. soll gar nicht so schlecht gewesen sein, kontrolliert waren die Filme. Worüber jeder einzelne hinwegsieht, ist ansonsten seine eigene private Sache. Bei in70mm.com soll noch ein Bericht folgen.
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Na ja, ist halt (umstrittene) Alltagspraxis in Programmkinos. Film steht nicht unter Zug, es kommt bei geschicktem Zurückdrehen nur die Filmkante mit dem Gehäuse in Berührung. War selber skeptisch, wie der alte Knabe das handelt - aber dann voller Bewunderung.
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Nee, war kein Riss, sondern Anhalten wegen wie im Vorjahr weggerutschter Schleife. Film wurde sehr sorgfältig zurueckgerollt, ich stand daneben!
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[Link] "Filmfördergesetz: Sperrfristen können kürzer werden"
cinerama antwortete auf showmanship's Thema in Allgemeines Board
Absolut zutreffend, danke dafür. Das Volk ist bequem und wird zunehmend Filmtheater meiden, nachdem die Kannibalisierung ihren Durchbruch erzielt hat. Kürzung der Fenster verläuft also proportional zum Verlust der Exklusivität. Einmaleins der Kinowirtschaft seit jeher... noch Fragen? -
[Link] "Filmfördergesetz: Sperrfristen können kürzer werden"
cinerama antwortete auf showmanship's Thema in Allgemeines Board
War aber bisher der Rettungsanker, auch in Krisenzeiten. Fehlt der Anker, gerät das Schiff in einen Strudel und verfügt über zu wenige neue Triebwerke, um gegenzusteuern. Irgendwann kippen die immobilienbelasteten Betriebsstätten. -
Von Honecker waren BLACK EMANUELLE und JAMES BOND 007 als Favoriten bekannt. Sehr intellektuell war er nicht
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Neue Konditionen bei Park Circus für AG Kino/Gilde / BkF
cinerama antwortete auf macplanet's Thema in Allgemeines Board
Gratulation an die Verhandlungsführer. Bisher weit ueber 300 EUR fuer Single Screenings selbst bei Eigenstellung von Filmkopien auf der Veranstalterseite waren ja grenzwertig zum Wucher. Zu knacken gilt es noch eine andere Bank: Hollywood Classics. -
Die Transparenz ist ja eigentlich der Sinn dieses gesamten Threads, der nunmehr zehn Jahre online ist. Leider gilt Transparenz als nicht geschäftsfördernd, weshalb sie sich überall in Grenzen hält. Ich finde Fleiss-Listen von Mängeln und Verbesserungsmaßnahmen anregend und motivierend. Bekanntlich gibt es hoch subventionierte Festivals, darunter eines in der Hauptstadt, das alle zwei Jahre wieder zum nächsten Thema den Slogan bigger than life ausgräbt. Als Überfrachtung des 70mm weekends meinte ich nicht Einführungsvorträge, denn allenfalls wurden kurze Erklärungen abgehalten um Verständnis zu fördern. Sondern die kurzfristige Verdoppelung des Programm-Umfangs und der Einbindung auch fragiler Filmkopien. Die Vorbereitungszeit betrug 365 Tage, von denen tatsächlich jeden zweiten Tag lange E-Mails oder Materialien ausgetauscht wurden. Sobald sich Verleiherzusagen, der Materialstand und die Foerderer aendern, droht das gesamte Konzept umgemodelt werden. Für Ultra Panavision standen die freundlicherweise aus Innsbruck geliehenen Vorsätze zu Verfügung, von denen eine Optik vom Pilzbefall Heim gesehen war. Daher gab es Einzelrollen-Vorführungen aufgrund nur einer verfügbaren Optik anstelle des Überblendung Betriebes. Mein Vorschlag auf Nutzung eines Film-Tellers ist jedoch nicht mehrheitsfähig. Als Grundoptik wurde eine moderne Schneider Type, kombiniert für 35 und 70 mm Film mit der Brennweite 90 mm eingesetzt, die wir aus Berlin mitgebracht hatten. Damit konnte eine perfekte Ausleuchtung erzielt werden, obwohl nicht nur ich ihr die Ultrastar HD Optik, rote Serie Komma des anwesenden Schweizer Archivars bevorzugt hätten. Mit dieser ergaben sich aber minimale Ausleuchtungsdefizite in den Bildecken. Bei den extra gekauften Objektiven handelt es sich um Experimente mit Fotoobjektiven aus dem Bereich der Mittelformat-Fotografie. Hier löste sich wie erwartet als Folge der Hitze-Bildung der Kitt einiger Linsen und führte auf einer Optik so einem Kontrast-mindernden Belag. Die zweite Optik blieb intakt, und wir werden Sie in Berlin weiter austesten. Durchaus gab es Bild Strich Fehler beim Einstarten der Film Rollen, die mich doch weniger stören. Zeitgleich wurde ausnahmslos korrekt eingelegt, was geht wieder Film Beschädigung ausschloss. Anderswo ist das genaue Gegenteil der Fall. Mit Ausnahme von Oslo ist mir kein anderes Festival derzeit bekannt, dass sich nach wie vor den Überblendungs-Betrieb alter 70mm Filmkopien zutraut. Insgesamt hat das Kino eine ästhetisch hervor stechende Innenarchitektur und mit der gebogenen Breitbild eine weit überdurchschnittlich wirksame Sogwirkung vorzuweisen. Gastronomische Angebote und Aufenthaltsqualitäten in den Umlaufoyers fand ich perfekt. Berlin und Norddeutschland verfügen leider über kein Filmtheater vergleichbarer Möglichkeiten und Immersionseffekte.
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Proportionsvergleich: 70mm Normalformat nach Todd-AO und Ultra Panavision 70. Und die darin produzierten Filme zeigten noch immer ein unverkennbares Potenzial, das magisch anzieht. Dramatische Unterschiede zeigten sich zu blow up Produktionen der 1980 er und 1990 er Jahre. Auch die Verbesserung des Magnetons durch Dolby-Rauschunterdrückungs-Systems würde ich in der Gesamtbewertung als nicht wirklich bereichernd erachten. Das Todd-AO-Aufnahme- und Wiedergabe System zeigt in unbeeinträchtigtem Zustand das Beste, was die Leinwand zu bieten hatte. Die Besucherzahlen lagen etwa bei der Hälfte der seit zwölf Jahren oder 25 Jahren am Markt etablierten Festivals. Und sind für eine Nicht-Metropole durchaus beachtlich, zumal wir vergleichbare Kinos in Metropolen verloren haben.
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Nicht zu schaffen. Und auch die legendären perfekten Hand Abläufe und Timings waren nicht zu schaffen, weil das Programm durch mich überfrachtet wurde. Zwölf Uraltkopien liefen zwar ohne die geringste Beschädigung oder Filmrisse durch, aber es musste öfter mal etwas nachgezogen werden. Ein verkehrt angeliefertes Startband führte zum verkehrten Anspielen einer Overture, quasi kopfverkehrt angeklebt. Sie lief dann zwei weitere Male komplett und korrekt, aber das Nachbessern forderte Geduld auf Seiten des Publikums, das dann aber auch bekam. was es verlangte. 12 Filme in 4 Tagen zu sehr zivilen Preisen und bezüglich des Color Fading teilweise ueber dem Niveau anderer Festivals liegend, konnten jedenfalls aus meinem Blickwinkel eine erhoffte Vielfalt umsetzen. Optikwünsche konnten nicht umgesetzt werden, weil die Zeit zur Optikreparatur nicht mehr ausreichte. Die Linsen aber wurden extra angeschafft. Das surprise Screening war von mir als Kompensation für mögliche Mängelrügen an an anderen Filmen erdacht worden. Es haben dann möglicherweise alle verstanden, dass Arbeit und Recherche dahintersteckt und ein solcher Aufwand in einem normalen Kinobetrieb überhaupt nicht durchführbar wäre. Um das Geheimnis zu lüften, sei gesagt, dass während des Surprise-Screenings ein anderer, im gleichen Jahr wie CAN CAN gedrehter Todd-AO-Film zur Vorführung gelangte.
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War von mir sehr gewünscht, aber nicht mehrheitsfaehig. Muessten mal auch andere auch ihre fehlenden Rollen nachholen, missing reel von MEUTEREI AUF DER BOUNTY, missed in Schauburg K.