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magentacine

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Alle erstellten Inhalte von magentacine

  1. Shearer setzt die Ergebnisse von CS55 keineswegs herab, an keiner Stelle seines Memos. In Punkt 7 und 8 kritisiert er lediglich den hohen Filmverbrauch und das Laufgeräusch, welches eine sorgfältigere Dämmung und entsprechend unhandlichere Kameras zur Folge habe. Außerdem sieht er die Vervierfachung der Negativfläche als unnötig an, weil dem durch Verwendung der 2x-Anamorphoten mit ihren inhärenten Problemen (Astigmatismus und Verzeichnungen) keine lineare Erhöhung der Gesamt-Bildgüte gegenüberstehe. Er setzt also eben nicht die Ergebnisse herab, sondern bezweifelt lediglich die technische Effizienz und Wirtschaftlichkeit des CS55-Verfahrens. So ist es. Ein Blowup von 35-mm-Material mit Entzerrung und erheblichem seitlichen Beschnitt des 1:2,55-Bildformates. Filmclips beweisen das. Warum sollte eine Umkopierung von CS55 auf sphärisches 70mm-Positiv sonst aussehen wie ein Blowup von älteren 35-mm-CinemaScope-Filmen, während der ebenfalls zeitgenössische Trailer höhere Auflösung und feinstes Korn zeigt, nahezu 70mm-Qualität (trotz anamorphotischer Artefakte) besitzt? Aber vielleicht haben wir wieder einmal unterschiedliche Kopien gesehen, das ist so nicht auszuschließen. Wie kommst Du darauf, daß dies das Ziel war? Der Artikel gibt eine Übersicht über Entwicklung und Parameter des Verfahrens und die Veränderungen im Lauf der Jahre. Eine erschöpfende Bewertung der einzelnen Produktionen war weder beabsichtigt noch möglich. Ich erwarte aber pochenden Herzens Deine diesbezügliche solide und lückenlose Abhandlung, die dann sicher weite Verbreitung finden wird. Einschließlich der Neufassung aller Gesetze der Optik und einer Erläuterung, wieso runde oder eckige Optiken Auswirkungen auf die Bildgüte besitzen! Das Internet ermöglicht die Verbreitung unterschiedlichster Ansichten und Deutungen. Unter anderem auch die der Deinigen. Was hält Dich davon ab, ihm oder seinem DoP zu schreiben und konkrete Fragen nach einzelnen Phänomenen zu stellen, die Du zu beobachtet haben glaubst? Mir mußt Du nichts vorjammern, ich habe den Film weder gedreht noch gesehen! Ich denke auch, daß das Thema nur sehr wenige Leute weltweit interessiert, aber sollte das einen hindern, darüber zu schreiben?
  2. Das ist falsch. Ein Objektiv definierter Brennweite (z.B. 50mm) erzeugt an einer 35mm-Kamera den gleichen Schärfentiefenbereich wie an einer 65mm-Kamera. Lediglich der erfaßte Bildwinkel variiert, weil die Kamerabildfenster sich in der Größe unterscheiden. Projizierst Du beide Aufnahmen deckungsgleich, so wirst Du keinen Unterschied erkennen. Auch wenn ich Dir damit wieder photographische Gesetzmäßigkeiten "aufdränge". Nicht jedem, Du z.B. hast offenbar die Zusammenhänge nicht begriffen und verharrst im Zustand des Halbwissens, statt die angebotenen Quellen zu studieren und Deine Fehlschlüsse zu korrigieren. Das zeigt sich hier mal wieder beispielhaft: Hätten die Zweifel bereits Folgen, so wärst Du an den von Dir beschriebenen Aufnahmemängeln schuld. :roll: Selbstverständlich hätte eine ungenaue oder nicht sachgemäße Adaption oder Neufassung von Objektiven nachteilige Auswirkungen auf die Bildqualität, das bestreitet niemand. Nur ist die beobachete geringe Schärfentiefe kein Grund, eine fehlerhafte Anpassung der Optiken an die neueren 65mm-Kameras von Panavision zu vermuten. Nein, tut es nicht. Heiße Luft und um den Brei geredet, ohne etwas zu sagen! Eine neue Optik hat die gleichen Schärfentiefeneigenschaften wie eine alte, denn: Negativformat + Brennweite + Arbeitsblende = physikalisch feststehender Schärfenbereich (einzige Ausnahme, der Vollständigkeit halber erwähnt: bestimmte primitive Blendenmechanismen in billigen Schmalfilmgeräten, die nur Licht reduzieren, ohne die effektive Apertur zu verändern, vgl. Spoerl 1962) Bleiben Sie am Apparat, es geht gleich weiter.
  3. Mit Sicherheit! Daß Du die Fehlerberichtigungen in Beiträgen auf in70mm.com zukünftig gleich selbst vornimmst, finde ich sehr innovativ. Bisher war die Korrekturausbeute mit zwei (2) Worten ja recht überschaubar. Das liegt allerdings auch an Deiner trägen Korrekturleserei, ich würde mir an dieser Stelle etwas mehr Einsatz deinerseits wünschen. Im gegenwärtigen Tempo kommen wir nicht weiter.
  4. Diese entsetzliche Fehlinformation (sog. "Urkatastrophe® ") wurde bereits hier zu Recht angeprangert. Die Schuldigen haben sich durch heimtückische Änderung der unverzeihlichen Textstelle online stümperhaft ihrer gerechten Anprangerung zu entziehen versucht. Gut, daß das gedruckte Beweismaterial weiter existiert. :look:
  5. Ein wunderbarer Charakterdarsteller. Zu meinen Lieblings-Kennedy-Auftritten gehört sein Killer "Herman" mit der Stahlklaue in Stanley Donens CHARADE (1963) und natürlich Joe Patroni in AIRPORT (1970). Wenn jemand die himmlische Landebahn freibekommt, dann er. ;-) Neben den schon genannten Filmen ist auch COOL HAND LUKE (Der Unbeugsame, 1967) sehr empfehlenswert.
  6. "Ein jedes Werkzeug ist nur Tand In eines tumben Toren Hand." (DD alias Dr. Erika Fuchs)
  7. Es gibt für selbstvertreibende Filmemacher die 100% narrensichere Option, verschiedene UT-Fassungen zu realisieren: Untertitel ins Bild fest einbrennen, zwei voneinander unabhängige getrennte DCPs - korrekt benannt! - auf die Festplatte bringen. Bei normaler Filmlänge und heutigen Festplattengrößen völlig problemlos.
  8. Lesenswerter Nachrufe mit schönen Arbeitsfotos hier: http://www.bfi.org.uk/news-opinion/sight-sound-magazine/comment/obituaries/douglas-slocombe-1913-2016 http://www.theguardian.com/film/2016/feb/23/douglas-slocombe-obituary
  9. Und hier noch ein schöner "Qualitätspresse"-Erguß über die Astor-Schließung, auch mit 70-mm-Erwähnung: http://www.fr-online.de/frankfurt/astor-kino-zeil-astor-verabschiedet-sich-vom-publikum,1472798,33829346.html
  10. Zeughauskino hat in der Tat ein tolles Programm. - Ich habe es längst aufgegeben, hier Hinweise auf interessante 35-mm-Vorführungen in Frankfurt zu posten, das dauernde reflexhafte Gegreine hier war einfach zu ermüdend. Auch ein Erfolg...
  11. Die von @cinerama angesprochene Sichtung liegt viele Jahre zurück und diente damals der Evaluation der Kopie. Leider bereits absolute Endphase des Essigsyndroms, Farben zerstört, starke Schrumpfung und extremste Verwölbung, Tonspurablösung usw. Es sollte nicht der Eindruck erweckt werden, spielbare Kopien lägen "griffbereit", wenn diese schon vor Jahren zerstört waren.
  12. Der Vergleich der Filmverfahren enthält keine Wertung des Verfassers, sondern bezieht sich unmißverständlich auf das Dokument von Douglas Shearer, der die Effizienz des CS55 verneint. Was keine absolute Wahrheit sein muß, sondern ganz richtig am fertigen Film in zeitgenössischer Kopie zu verifizieren wäre. Bei THE KING AND I kaum möglich, weil die verfügbare Breitfilmkopie nachweislich keine Umkopierung vom Kameranegativ darstellt. Daß der Artikel nicht "unangreifbar" ist, solltest Du allein daran erkennen, daß der Autor den von Dir großzügig benannten Fehler korrigiert hat. Kein Grund, dem Verfasser zitierte Wertungen von Mr. Shearer vorzuwerfen. Die Originaldokumente sind für jedermann nachvollziehbar verlinkt! Ein Phänomen aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und sachlich zu diskutieren, bringt uns inhaltlich weiter. Bin daher gespannt auf Deinen Text zu Ultra Panavision. Ein Blick auf den Kalender und das Veröffentlichungsdatum des Textes zeigt, daß eine Sichtung von THE HATEFUL EIGHT zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht möglich war. Daher fand auch keine Bewertung im Ausblick statt. Die "Wiederbelebung" eines historischen Aufnahmeformats als Aufhänger zu einem Rückblick zu nehmen, finde ich legitim, aber das darf man natürlich auch anders sehen. Ich konnte daran nur erkennen, daß anamorphotische Objektive verwendet wurden und daß eine Bildgestaltung wie bei den Ultra-Panavision-Filmen der 1960er offenbar nicht zur Zielsetzung der Filmemacher gehörte. Was ich zwar begrüßt hätte, weil mir die klassische Fotografie mehr zusagt, aber realistischerweise hatte ich es dann doch nicht erwartet. Du nimmst mir das Wort aus dem Munde! Freundlicher Umgang miteinander auch bei Differenzen in Sachfragen ist doch viel angenehmer.
  13. Nein, der Film lief über die Jahre durchaus in verschiedenen 35-mm-Fassungen. Insofern markiert der Einsatz des DCP im Dezember 2015 nicht den Abschied von der 70-mm-Kopie.
  14. "Auf keinen Fall" bedeutet, daß ich Filmschäden nicht "entschuldige" im Sinne, daß ich sie für unvermeidlich halte. Die hier sachlich diskutierten Schäden in Oslo zeigen aber meiner Ansicht nach, daß selbst bei 70-mm-erfahrenen Projektionisten und trotz der technischen Unterstützung eines ausgewiesenen Kinotechnik-Fachmanns Fehlerquellen auftreten können, die vorher nicht bekannt waren. @stefan2 hat sich in erhellender Weise dazu geäußert und die Problematik erläutert; das fand ich gut. Da sind wir uns einig. Das ist gut möglich. Stimmt, insofern fand ich die Lieferung eines "scratch test"-Films auch sehr klug. Leider doch, weil ich zur Zeit einfach überhaupt keine Lust habe, den Film zu sehen. Vollständig inhaltlich bedingt, hat mit Ultra Panavision oder der Güte der Kamera- und Laborarbeit nichts zu tun. Die letzten beiden Tarantino-Filme haben bei mir eher Abneigung als Bewunderung hervorgerufen. Warum soll ich mich zwingen, einen Film zu sehen, nur weil er in 70mm gedreht wurde? Ich ziehe momentan Filme vor, die mir entweder Freude des Entdeckens oder Wiedersehens machen oder etwas zu sagen haben, und beides scheint mir bei H8 nicht wahrscheinlich. Aber kommt Zeit, kommt Gelegenheit...
  15. Der Begriff der Urkatastrophe wurde vom amerikanischen Historiker George F. Kennan geprägt und bezeichnet in der Geschichtsschreibung den Ersten Weltkrieg. Dieser hat natürlich nicht annähernd soviel Leid über die Welt gebracht wie zwei Worte zuviel in einem verbrecherischen Ultra-Panavision-Artikel...
  16. @cinerama: Wer in einem Fachforum technisch nicht nachvollziehbare oder technisch falsche Behauptungen postet, muß auf Widerspruch und Diskussion gefaßt sein. Das gilt gleichermaßen für alle. Auch verbale Mißachtungsgesten, Anzweifeln der Integrität oder plumpe Denunziationsversuche werden daran nichts ändern. Weitere Anschuldigungen und Anklagen zum UP-Zusammenhang bitte ich im eigens dafür abgetrennten Thread auszuleben, zum H8 schreibe ich dann hier wieder, wenn ich ihn gesehen habe.
  17. cinerama schrieb: Erstens: Es war sehr wohl ein Problem, daher sind so viele Negative aus den 1950er Jahren mit Dup-Teilen von minderer Güte geflickt (siehe Ansco-Color-Titel von MGM und etliche Fox-CinemaScope-Titel). Zweitens: Bis zur Einführung der Wet- bzw. Liquid-gate-Kopierung durch Technicolor um 1954 war es weitverbreitete Praxis, die Originalnegative für hohe Kopierauflagen durch Lackierung mit z.T. wachshaltigen Lösungen zu schützen, wobei hier ausdrücklich nicht das "edge waxing" gemeint ist, bei dem nur die Perforationsbereiche behandelt werden. Nach einer bestimmten Anzahl der Kopien wurde die Schutzlackierung mit Lösemitteln wieder entfernt und eine neue aufgebracht. Daß diese Vorgehensweise dem Negativ nicht gut tat und überdies gegen mechanische Schäden (Perforation, Einrisse usw.) nichts vermochte, liegt auf der Hand. Lesehinweis: Motion Picture Laboratory Practice (1936) and Characteristics of Eastman Motion Picture Films, Rochester 1936 Journal of the SMPE / später: SMPTE Drittens: Es dürfte fast jedes Filmkopierwerk dem durchschnittlichen 35-mm-Vorführraum an Reinlichkeit des Arbeitsplatzes und Kompetenz des Personals im Umgang mit empfindlichen Material überlegen gewesen sein.
  18. ...was immer das bedeuten mag... Polyesterträger ist ohne Zweifel reißfester und maßhaltiger als Acetat. Aber weder der Träger noch die Schicht sind resistenter gegen Kratzer und Verschrammung, das ist schlichtweg falsch. Auf keinen Fall. Aber wie @stefan2 es für Oslo anschaulich und transparent beschrieben hat, gibt es auch bei guter Wartung und technischer Betreuung offenbar Fehlerquellen mit der Kombination aus Polyesterbreitfilm und den für anderes Material gebauten Projektoren. Wenn Du Dich darauf versteifst... :mrgreen: Vielleicht, weil das gar nicht das Thema war?
  19. @cinerama schrieb: Es sei daran erinnert, daß die früheren Breitfilmkopien auf dickerem Triacetat-Material kopiert waren, auf das auch gewisse 1955 bzw. 1961 entstandene, weitverbreiteten Projektorkonstruktionen abgestimmt waren. Auch der in der damaligen Fachliteratur dokumentierte "Rail Effect" der Magnettonbespurung mag sich - neben der unbestrittenen Sorgfalt damaliger Vorführer - zusätzlich günstig ausgewirkt haben. Demgegenüber läuft heute viel dünneres Polyestermaterial ohne "versteifende" Magnetspuren durch die Geräte. Nachdem Du neuerdings auf den Unterschied zwischen 1/50 und 1/46 Sekunden und "Gewindesteigungen" Wert legst, möchtest Du diese Faktoren sicher in Deine Remote-Diagnosen mit einbeziehen.
  20. Es ging um Schärfentiefe. Ändert die sich neuerdings Deiner Ansicht nach bei Verkleinerung der Sektorenblende? Ist Dir die Wirkungsweise einer Bajonettfassung bei Filmkameraoptiken bekannt? Ich verweise abermals auf das sehr gute Buch von Anton Wilson. ...gibt es anderslautende Zeitzeugenaussagen oder Erkenntnisse? Ja, der Schaden ist wahrlich nicht wiedergutzumachen. Katastrophe ist noch viel zu schonend ausgedrückt. Und dann noch den Lapsus zuzugeben und zu korrigieren - sowas könnte Dir nicht passieren. :roll: Keineswegs. Ich habe @joerg.herrmann nur geantwortet, daß man sehr wohl einen klassischen UP-Film mit einem neuen vergleichen kann, der 2015 mit den selben Objektiven gedreht wurde. Warum sollte das nicht möglich sein? Wo siehst Du das Problem? Wie oft hast Du HATEFUL EIGHT jetzt eigentlich gesehen? Das scheint auf die Stimmung zu drücken, lies lieber ein gutes Buch!
  21. Das ist natürlich ein signifikanter Unterschied zu "um die 1/50 Sekunde"! :roll: So verdanken wir Dir auch die Erkenntnis, daß alle 65-mm-Kameras exakt den gleichen Offensektor haben, bitte poste doch mal eine Tabelle, damit diese Erkenntnis für die Zukunft gesichert ist. Gilt die cineramasche Offensektorkonstante auch für 35mm, wo man zwischen 150° und 200° Offensektor verwendet? @joerg.herrmann vermutete, man müsse auch die verwendete Belichtungszeit kennen. Daher wies ich darauf hin, daß die Tonfilmnormgeschwindigkeit der Variation der Belichtungszeit gewisse Grenzen setzt. Sagst Du mir einen belegten Fall, in dem man bei 65mm den Offensektor nennenswert reduziert hat? Ganz im Gegenteil war man bei den klassischen 65/70mm-Filmen stets darauf bedacht, dieses zu vermeiden, um stroboskopische Artefakte zu verhüten. Nachzulesen im Buch von Freddie Young oder in einem historischen Sonderheft des A.C. zu Special-Venue-Formaten. Ja, für gewisse Effekte verringert man bei 35mm durchaus den Offensektor, was schärfere Einzelbilder und stärkeres "strobing" ergibt. Als Effekt besonders bei Actionfilmen beliebt, gut zu erkennen übrigens in SAVING PRIVATE RYAN. Aber niemand verwendet es für normale Szenen, selbst Amateurfilmern riet man von zu kleinen Offensektoren ab, weil die Bewegungen dann zu zittrig kommen. Das ist falsch. Die Konstrukteure der Kameras waren klug genug, nur besonders schnelle Schaltwerke (kurze Transportphase) mit größeren Offensektoren zu kombinieren. Natürlich kann man nicht einfach "ausfeilen", sonst gäbe es tatsächlich Blendenziehen und Unschärfen, aber außer Dir hat das ja keiner unterstellt. In der Schmalfilmtechnik gab es Kameras mit extrem großem Offensektor bis zu 230°, zuweilen als XL-Technik beworben (=eXisting Light), weil durch die verlängerte Belichtungszeit bei schwächerem Licht gedreht werden konnte. Offenbar hast Du nicht wirklich verstanden, was Auflagemaß bedeutet. Vier Fehler in drei Sätzen. Kein Kommentar, da Film noch nicht gesehen. Das glaube ich wohl Aber könnte eventuell der handwerkliche Abstand zwischen einem Robert Richardson und einem Robert Krasker etwas damit zu tun haben? Ich denke schon! Wenn Du so etwas schreibst, ist das natürlich nicht zu beanstanden. Aber ich dachte, es wurden keine alten Kameras bei H8 eingesetzt? Hier wächst allmählich der Verdacht des Hauptstadt-Tarantino/Richardson-Fanboytums... :mrgreen:
  22. Das mit der Physik ist schon richtig. Aber man muß nicht die Emulsion 1957 mitangerührt oder dem Kameramann über die Schulter geschaut haben, um fotografische Phänomene im Endprodukt projizierte Filmkopie einzuschätzen und zu vergleichen. - Die Belichtungszeit beträgt bei 24 B/s immer um die 1/50 Sekunde, vergrößerte Offensektoren wie bei Schmalfilmgeräten gab es bei 65-mm-Kameras nicht. Daher eine Konstante, egal ob Ben Hur oder Hateful Eight. - Ein fotografisches Gedächtnis über 50 Jahre ist gar nicht nötig, weil man ja auf Festivals guterhaltene Ultra-Panavisionskopien von damals sehen kann, zum Beispiel kürzlich Battle of the Bulge. Die Schärfentiefe bei unterschiedlichen Einstellungsgrößen (Totalen und Großaufnahmen) und Lichtsituationen (Innen- und Außenaufnahmen) läßt sich also durchaus mit dem Eindruck des Tarantino-Films vergleichen, am besten natürlich auf der Kinoleinwand, aber auch in nachfolgenden Medien wie Bluray. Fazit: Wenn's im Kino nicht gut aussieht, ist es entweder nicht gewollt oder nicht gekonnt. :look:
  23. Update: Korrigiert, danke an Thomas Hauerslev!
  24. Derjenigewelcher läßt für den Hinweis auf die Ungenauigkeit danken und hat Thomas Hauerslev bereits um eine Korrektur in der online stehenden Textfassung bei in70mm.com gebeten. Natürlich hast Du die beanstandete Aussage geschickt verkürzt wiedergegeben, aber das ist ja heute journalistisch üblich, also warum nicht? Auf die korrekten technischen Zusammenhänge der Tarantino-Umbauten wird übrigens in Fußnote 2) verwiesen. "Reicht es, wenn ich mich irgendwie auflöse?" (Loriot in Pappa Ante Portas) Im H8-Thread kommt das Wort "Kamerafehler" nicht vor. Wenn Du etwas zu beanstanden hast, nenne bitte das entsprechende Posting, dann wird Dir geholfen. Die Schärfentiefe ist nicht abhängig davon, ob das alte UP-Objektiv an einer neuen oder alten 65-mm-Kamera montiert ist. Ob Reflexsystem oder nicht, spielt auch keine Rolle. Schärfentiefe resultiert nur aus der Größe des Filmbildes und der verwendeten Arbeitsblende. Es gibt keine Möglichkeit, anders auf die Schärfentiefe Einfluß zu nehmen. Wenn Du etwas über Auflagemaß (und die Folgen eines nicht stimmenden) lernen möchtest, lies bitte das Buch Anton Wilson's Cinema Workshop, dann hast Du es ein für allemal verstanden und mußt nicht auf ewig den selben Unsinn wiederholen. Sofern die Schärfentiefe gering ist, hat das ausschließlich mit der Fotografie zu tun. Insofern ist es kein "Kamerafehler" (wie unzureichender Bildstand, Blendenziehen, Lichteinfall o.ä.), sondern ein gestalterischer Fehler, ob nun beabsichtigt oder nicht. Das aber ist Ansichtsssache, auch wenn ich persönlich derlei bei neuen Filmen als Fehler ansehe.
  25. Heute im Postfach. Bin noch am Überlegen...
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