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Tarantinos "Hateful Eight" hat einen deutschen Verleih
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
cinerama schrieb: Soll das jetzt schwarzer Humor sein? :roll: Was das "Heruntermachen" "Frankfurts" angeht: 7,60m Bildbreite ergäben bei Ultra Panavision 2,76m Bildhöhe - da wird sich der gewünschte Effekt kaum einstellen. Es sei denn, Tarantinos Film, der mich rein technisch interessiert, folgt einstellungsgrößenmäßig doch eher dem Sergio-Leone-Stil als dem von HALLELUJAH TRAIL. -
Das ist wahr. Aber bei einigen Eastman-Kopien der 1950er ging das deutlich schneller als 50 Jahre. Zum Beispiel von der ersten "Widescreen"-Wiederaufführung von GONE WITH THE WIND wird berichtet, daß die Eastmankopien bereits bei der nächste Wiederaufführung wenige Jahre später komplett farbverändert waren (siehe R. Haver, D.O. Selznicks Hollywood).
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Nicht mehr, sie sind es zu 99% bereits. Manche Kopierwerke haben die von Kodak empfohlenen Parameter bei der Filmentwicklung nicht so genau eingehalten, um ein bißchen Geld zu sparen. Das hat sich in puncto Haltbarkeit vielfach bitter gerächt.
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Ja, das Stück ist einfach gut - aber hast Du den Originalfilm mal gesehen (gibt's auf einer ordentlichen DVD)?
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Nebenbei gesagt: Der Kurt-Hoffmann- "Prätorius" ist ein wirklich grauenhafter Film, kann man nur zu Studienzwecken sehen. Das Bühnenstück von 1929 wurde in die 1960er versetzt, und was Rühmann nicht mit klebriger Augenzwinkerei verkleistert, verdirbt Hoffmann durch seinen kompletten Verzicht auf Timing. Nicht mal Lilo Pulver schafft es, ein wenig Leben in dieses Komödie-Wrack zu tragen. Spannend ist es, die ersten Szenen beider Fassungen, also der Curt-Goetz-Version von 1950 und der Kurt-Hoffmann-Version von 1965, hintereinander anzusehen. Auch wenn man das dem Stoff inhärente "Arzt-als-Halbgott"-Konzept schwer erträglich findet, so hat die Goetz-Version ein enormes Tempo und der Dialogwitz allein trägt die Szenen. Bei Hoffmann sind die Szenen gefühlt dreimal so lang, die Nebendarsteller z.T. fehlbesetzt, und Rüh- wie Hoffmann scheinen anzunehmen, daß der Zuschauer nach jedem Satz des Dr. Prätorius eine Pause zum Lachen oder zum Weinen braucht. Ein Irrtum, und so zieht sich der Film wie ein Stück Kaugummi an der Schuhsohle. Einziger Höhepunkt ist der Monolog des Faktotums Shunderson, aber der ist auch im Stück "unzerstörbar" geschrieben und wird im Film von dem großartigen Fritz Rasp dargeboten. Etwas besser als PRÄTORIUS, wenn auch nicht gut, ist das letzte Goetz/Domnick-Remake HOKUSPOKUS von 1966 (wurde 1953 mit Goetz als Regisseur und Hauptdarsteller gedreht). Eilmeldung - es folgt eine Richtigstellung: Weder JEDE MENGE KOHLE (1981) noch PRÄTORIUS (1965) war erste deutsche Panavision-Film! Es scheint vielmehr DAS HAUS IN MONTEVIDEO (1963) gewesen zu sein, das erste von Hans Domnicks Goetz-Remakes. Der Originalfilm von 1951 war in s/w und Normalformat, das Remake, bei dem Helmut Käutner Regie führte, in Eastmancolor und Panavision. Irgendwie hatte ich den im Gedächtnis als UltraScope-Produktion abgespeichert, vermutlich wegen der Verbindung Domnick-TRAUMSTRASSE DER WELT. Von PRÄTORIUS kannte ich außerdem ein Foto mit einer Mitchell-Kamera und Panavision-Optiken. Jetzt wäre es interessant herauszufinden, wie und warum es zur Format- bzw. Objektivwahl kam! Eine sehr treffende Kritik zu den Goetz-Remakes gibt es übrigens hier und hier zu lesen.
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Tarantinos "Hateful Eight" hat einen deutschen Verleih
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Allgemeines Board
Bei aller Loyalität: Ich weiß ja nicht, ob die letzte Frankfurter Spielstelle mit Breitfilmvorführmöglichkeit wirklich die idealen Raumverhältnisse für Ultra-Panavision bietet... In Karlsruhe gibt's ein 70-mm-Kino? :blink: Irrsinn! Erzähl uns mehr... -
Vielleicht könnte man den Thread-Titel ja ändern? @Klaus Peter Weber: Ich habe nicht nur JEDE MENGE KOHLE (Kamera: David Slama) vergessen, sondern auch den tatsächlich ersten deutschen Panavision-Film! Obwohl vor nicht allzulanger Zeit sogar selbst einmal vorgeführt...er sei hiermit nachgeliefert: DR. MED. HIOB PRÄTORIUS BRD 1965 Regie: Kurt Hoffmann Kamera: Richard Angst Aufgenommen in 35mm Panavision anamorphic! War dem Verleih sogar eine extragroße Nennung wert. Aber wie gesagt: Zum Jungen Deutschen Film hätte sich Kurt Hoffmann bestimmt nicht gezählt... ;-)
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Da habt ihr beide recht, allerdings ging es ursprünglich (vor Abtrennung des Threads) ja um Breitwandfilme im Jungen Deutschen Film, also Autorenfilm, wozu ich bei allem Respekt die Herren Harald Reinl (W & OS im Tal der Toten) Franz-Josef Gottlieb (Im Reiche des silbernen Löwen, 1965, Techniscope) und Roland Emmerich nicht zählen würde. :mrgreen:
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@Klaus Peter Weber: Den Winkelmann habe ich glatt vergessen! Danke für die Erinnerung! Inzwischen ist mir auch der fehlende deutsche Techniscope-Film wieder eingefallen: DIE KURVE KRIEGEN (BRD/NL 1983-1985) von Monika Teuber. Artikel habe ich leider nicht mehr, die damaligen FILM+TV KAMERAMANN-Jahrgänge habe ich einer Bibliothek gestiftet.
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In einem Buch über den westdeutschen Nachkriegsfilm bin ich auf folgende Passage gestoßen: "Der Krimi Das Geheimnis der chinesischen Nelke mit seiner "echt Londoner Nebelatmosphäre" entstand in Prags Altstadt. Es war dies übrigens der erste deutsche Film, dessen Kopien auf Nylon [sic] gezogen wurden, was pro Kopie den Ufang und das Gewicht um circa ein Drittel verringerte. Es bleib bei diesem Versuch, weil das Nylon-Material zu steif [gemeint vermutlich: zu steil, im Sinne von steiler Gradation - mc] war. Das heißt, es gab kaum Zwischentöne, nur schwarz oder weiß." Das Geheimnis der chinesischen Nelke (1964) war eine deutsch-französisch-italienische Coproduktion, der vierte Film der Weinert-Wilton-Krimireihe, die als Konkurrenz zur erfolgreichen Edgar-Wallace-Serie gedacht war. Das Zitat stammt aus dem sonst ziemlich präzisen und hiermit heiß weiterempfohlenen Buch "So war es wirklich" von Manfred Barthel, der langjähriger Mitarbeiter der coproduzierenden Constantin Film war (München/Berlin 1986, S. 344). Auch wenn dabei Polyester (Mylar, PET) mit Nylon (Polyamid) verwechselt wird, ist das doch eine interessante Information. Diese Tabelle der DuPont Kinefilmmaterialien weist für 1960 einen Typ 225 Cronar Fine Grain Release Positive aus, Cronar ist ein Markenname der Fa. DuPont für PET. Kinefilme auf diesem Trägermaterial bot das Unternehmen seit 1953 an. Merkwürdig finde ich den Hinweis auf den zu steilen Kontrast, wenn es sich um das genannte Release Positive gehandelt haben sollte, kann ich mir kaum vorstellen, daß DuPont eine von der Kinefilmpraxis abweichende Gradation gegossen haben sollte. Möglicherweise eine produktionsseitige Sparmaßnahme, billiges Dup und billige Kopien in abgestandener "Suppe" entwickelt? Daher meine Frage an alle: Hat jemand eine Kopie dieses Films vorgeführt oder besessen und kann etwas über das Positivmaterial und das Kopierwerk sagen?
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Jetzt muß noch jemand eBay erklären, daß sie die Spartenbezeichnung "Zelluloid" ändern müssen! Nicht auszudenken, wenn auf dem Bildschirm die Schrift in Brand gerät. :mrgreen: Und nächstesmal besprechen wir das Vorgehen bezüglich der gefährlichen Schmalfilmprojektoren, in denen - JAWS-Thema von John Williams abfahren! - Asbeeeeeeeeeeeestttt steckt. Bitte beachten Sie den Sicherheitsabstand zwischen diesem Posting und dem vorangehenden sowie dem nachfolgenden, damit WIR UNSERE Diskussion störungsfrei fortsetzen können.
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Eine Sondervorführung von CAN-CAN ist eine hervorragende Idee. Und Todd-AO braucht ja keine tiefgekrümmte Bildwand, außer für die Handvoll Bugeye-Einstellungen in nur wenigen Filmen.
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An alle Interessierten: Verbot der Paternoster - Umlaufaufzüge ab Montag!
magentacine antwortete auf Martin's Thema in Talk
Danke für den Link. Auch interessant in dem Zusammenhang: Nudging (Wikipedia) Politik will Bürger durch "Nudging" erziehen -
An alle Interessierten: Verbot der Paternoster - Umlaufaufzüge ab Montag!
magentacine antwortete auf Martin's Thema in Talk
Nachtrag aus der S-Bahn, vorgefertigte Ansage: "Bitte machen Sie den Bereich der Türen frei, damit diese sich schließen und WIR unsere Fahrt fortsetzen können." Von Idioten für Idioten getextet. Von jener gutgelaunten Stimme gesprochen, die bestimmt auch "Strukturelle Hüllenintegrität versagt" oder "Automatische Selbstzerstörung in dreißig Sekunden" verkündet. Ja, wenn DIESE sich schließen - sonst hätte ich ja angenommen, die Wartungsklappen im Boden oder die klapprigen Deckel der Abfallbehälter seien gemeint - ja dann können WIR ALLE, als große glückliche Usergemeinde, was sag ich; Familie! UNSERE FAHRT fortsetzen. "Der Weg in die Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert." (Dante Alighieri, 1265-1321) -
Jürgen Lossau schrieb: So ist es, danke für den Hinweis! ;-) Sorry!
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@Micha S Das ist mir bekannt. Es gab auch Amateure, die annahmen, mit KB-Objektiven an ihrer Beaulieu grundsätzlich bessere Qualität zu erhalten als mit Schmalfilmobjektiven. Das scheint ein Irrtum gewesen zu sein, wenn Dich der technische Hintergrund interessiert, kannst Du es bei Solf nachlesen (Kapitel Optik).
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Älteren Handbücher zufolge ist es nicht sinnvoll, weil bei Verwendung an Schmalfilmkamera Qualität des MF-Objektivs wegen ausschließlicher Nutzung des Zentrums nicht nutzbar sei. Genaueres bei Kurt Dieter Solf, entweder in FOTOGRAFIE oder in FILMEN. Für antiquarisch unter € 5 gibt es kaum eine technische Frage, die nicht beantwortet wird, sollte jeder Schmalfilmer haben.
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DCPs von "Klassikern" / Repertoire: Nur Tiefflieger unterwegs?!
magentacine antwortete auf showmanship's Thema in Kopienbefunde
Tut sie nicht. Schreibt er auch nicht. Bedeutet die englische Formulierung auch nicht. :roll: Und schön ist das Ergebnis auch nicht. Gute Nacht! -
DCPs von "Klassikern" / Repertoire: Nur Tiefflieger unterwegs?!
magentacine antwortete auf showmanship's Thema in Kopienbefunde
Wann und wo war das? Bitte um Verlinkung des Beitrags. Du hast behauptet, es habe ein Blowup von THUNDERBALL gegeben. Ich habe Dich auf die offenkundige Verwechslung mit YOU ONLY LIVE TWICE aufmerksam gemacht. Und auf Coates Liste hingewiesen. Unwahr. Ich habe den von Dir verlinkten Forumsthread gelesen. In dem geht es primär um den Film ZULU, und ansonsten ausschließlich (!) um die Musikaufnahmen für Bondfilme. Kein Wort über Stereo-Filmtonabmischungen oder Kinoformate. Es gibt in dem von Dir zitierten Material wie im gesamten englischen Thread keinerlei Hinweis oder Indiz. Nichts, null, zero. Ob es von den genannten Bond-Titeln Stereomischungen für Spezialaufführungen oder Wiederaufführungen gab oder nicht, entzieht sich komplett meiner Kenntnis, weshalb ich es auch nicht ausschließe. Nun, die Coate-Liste sagt, von welchen Filmen es nach heutigem Kenntnisstand 70-mm-Blowups gab. Und was das originale Aufnahme- bzw. Bildformat der Produktionen war. Wo ist das Problem? Schreib bessere Listen mit mehr Informationen und stell sie ins Netz, wenn Dir danach ist. Du meinst, von 1963 bis 2014? Welcher Zeitraum sollte es denn sein? Schreib Michael Coate doch an und erkläre ihm, daß Du es begrüßen würdest, wenn er das Bildformat auf der Blowup-Kopie noch angäbe. Wer oder was hindert Dich? Möchte ich auch gern sehen. Und die "Nibelungen"-Rolle bitte auch. :hasi: -
DCPs von "Klassikern" / Repertoire: Nur Tiefflieger unterwegs?!
magentacine antwortete auf showmanship's Thema in Kopienbefunde
Deshalb bezeichnet er [Michael Coate, denn über seine Referenzliste reden wir] die Liste auch als ein "work in progress"! Steht in der Einleitung, falls Du sie immer noch nicht gelesen haben solltest. Ja, und? Eine nicht verifizierte Vermutung wird als solche klar benannt und in die Anmerkungsspalte geschrieben. Wer Genaueres beitragen kann und will, vermag darauf zu reagieren. Nur, wenn man die Einleitung übersprungen hat. :blink: Und was ist denn hier dran mißzuverstehen? Gone With The Wind (Re-Issue) Spherical (1.37:1) Prints featured the original Academy image ‘tilt-and-scanned’ to fill the 70mm frame. [TITEL] Vom Winde verweht (Wiederauff.) [AUFNAHMEFORMAT] sphärisch (1,37:1) [ANMERKUNGEN] Kopien in vertikaler Ausschnittskopierung, um das 70mm-Bild zu füllen Für den Verfasser offenbar nicht, er scheint das Aufnahmeformat für wichtig zu halten. Fakt ist, Coate hat seine Listen absolut klar strukturiert. Wenn Du die Legende nicht liest oder Dir das Tabellenformat nicht gefällt, ist das nicht sein Fehler. :drink: -
Zumindest sehe ich keinen Sinn darin, in einem Gedenkthread politische Seitenhiebe gegen den Verstorbenen auszuteilen. Daß Du Dir den Tremper herauspicken würdest, war mir klar. Aber bei Faßbinder angeht einfach WHITY zu ignorieren, ebenso den Satz "Auch später gab es vereinzelte Produktionen in Breitformaten..." und QUERELLE anzumahnen...Murmeltier grüßt zur Nacht!
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Stimmt, gehört nicht zum Thema. Ebensowenig wie die Militärzeit von Pierre Brice. :!: Früher waren mir die Karl-May-Filme immer zu simpel, aber nachdem ich nach fünfundzwanzig Jahren mehrere May-Romane wiedergelesen habe, finde ich die Filme auch als Umsetzung der Romane durchaus gelungen. Natürlich ist das alles auf den reinen Plot reduziert, aber Mays speziellen Stil mit epischen Reise- und Landschaftsbeschreibungen und halbseitigen, blumigen Dialogen waren in dieser Form nicht verfilmbar. Brice und Barker waren eine typmäßige Idealbesetzung. Sehr schade, daß die Arabienstoffe von May nur zu zweitklassigen Verfilmungen wurden.
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DCPs von "Klassikern" / Repertoire: Nur Tiefflieger unterwegs?!
magentacine antwortete auf showmanship's Thema in Kopienbefunde
In der Tat ein Irrtum... aber leider nur Dein eigener! Ich rate zu sorgfältigerem Lesen, beispielsweise des FOREWORD TO THE "70MM BLOW UP LIST": Spalte 2 nach dem Filmtitel gibt also das kameraseitige Format bzw. die Verfahrensbezeichnung an. Wenn Coate bei DIRTY DOZEN schreibt Spherical (1.75:1), bedeutet das eben nicht, daß auf der 70-mm-Kopie das Bild auf 1.75 kaschiert sei. :roll: Und täglich grüßt das Murmeltier. -
DCPs von "Klassikern" / Repertoire: Nur Tiefflieger unterwegs?!
magentacine antwortete auf showmanship's Thema in Kopienbefunde
Die Diskussion bezieht sich nur auf die Einspielung der Filmmusik, nicht aber auf die Mischung des Filmtons! Diskutiert wird nur darüber, ob die Musikaufnahme auf 8-Spur-Tonband oder auf 35-mm-Magnetfilm stattfand, bzw. ob eine Abmischung von 8-Spur auf 3-Kanal-Magnetfilm stattfand. Dieser war dann für das Musikaufnahmestudio das Endprodukt. Dessen technische Anzahl der Kanäle und/oder Belegung sagen aber noch nichts darüber aus, wie damit weiter verfahren wurde oder auf welches Filmton-Endformat gemischt wurde! Daß man die Filmmusiken in Stereo bzw. Mehrkanaltechnik einspielte, sobald das verbreitete Tonstudiotechnik war, ist logisch, da man für die Soundtrack-LPs auch 2-kanaliges Material benötigte. Der von Dir als "Aussage a." angerführte Satz bezieht sich übrigens auf ZULU (1963), um den es in diesem Thread geht. Weder die Aussage, daß die Bond-Musiken im Musikstudio (scoring stage, nicht mixing stage) auf 3-kanaligem Magnetfilm und ab DIAMONDS ARE FOREVER auf 8-kanaliges Mehrspurband aufgezeichnet (und danach wieder auf Magnetfilm abgemischt) wurden, sind irgendein Hinweis darauf, daß es eine Kino-Mehrkanalmischung auf 35 oder 70mm gab. Auszuschließen ist es damit nicht, aber man braucht für solche These ja einen positives Indiz, oder? Auch Mr. Pickard, der ehemalige Pinewood-Tonmitarbeiter, macht dazu keine definitive Aussage. Wenn ich etwas übersehen habe, bitte ich um nachsichtige Aufklärung... -
Eine "Breitbildfeindlichkeit" kann man den Protagonisten des Jungen Deutschen Films nicht pauschal nachsagen: NEUN LEBEN HAT DIE KATZE TechniScope (BRD 1968, Regie: Ula Stöckl) - übrigens gerade als DCP neu herausgebracht. DETEKTIVE UltraScope (BRD 1968, Regie; Rudolf Thome) JANE ERSCHIESST JOHN, WEIL ER SIE MIT ANN BETRÜGT UltraScope (BRD 1967, Regie; Rudolf Thome) GESCHWINDIGKEIT - KINO EINS UltraScope (BRD 1962/63, Regie: Edgar Reitz) WHITY (BRD 1970, Regie: R.W. Fassbinder) vermutlich UltraScope, jedenfalls anamorphotisch Die Faszination für "großes Kino" und speziell die breitformatigen Werke des J.-L. Godard (LE MEPRIS in FranScope, PIERROT LE FOU in Techniscope) werden übrigens von Filmemacher dieser Generation immer wieder als visueller Einfluß angeführt. Diese Regisseure sind zwar nicht explizit JDF, werden aber heute durchaus zu den Vorläufern gerechnet: DIE TOTE VON BEVERLY HILLS (BRD 1964, Regie: Michael Pfleghar) FranScope DIE ENDLOSE NACHT UltraScope (BRD 1963, Regie: Will Tremper) Wenn man noch die DEFA-Filme hinzurechnen wollte, die mit bei Arri entliehenen Anamorphoten gedreht und stillschweigend unter "Totalvision" herausgebracht wurden, wären es noch mehr Autorenfilme (IIRC z.B. DER GETEILTE HIMMEL). Auch später gab es vereinzelte Produktionen in Breitformaten, z.B. SCHWARZ UND OHNE ZUCKER (1985, Regie: Lutz Konermann) TechniScope und SW DER PASSAGIER - WELCOME TO GERMANY (1987/88, Regie: Thomas Brasch) Technovision QUERELLE (1982, Regie: R.W. Fassbinder) Technovision Ein weiterer deutscher Techniscope-Autorenfilm aus den 1980ern fällt mir im Augenblick nicht ein, es gab einen Film+TV-Kameramann-Artikel dazu über die Bearbeitung bei Technicolor Rom. Richtig ist allerdings, daß das anamorphotisch aufgenommene Bild zwischen 1970 und ca. 1990 in ganz Europa, besonders aber in der BRD auf dem Rückmarsch war. Man geht sicher nicht fehl, das auch auf die per Förderung durchgesetzten Interessen des damaligen öffentlich-rechtlichen Fernsehens und den Irrweg des Rohrbachschen "Hybridfilms" zurückzuführen.