-
Gesamte Inhalte
3.351 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
56
Inhaltstyp
Profile
Forum
Galerie
Alle erstellten Inhalte von magentacine
-
Digitalisierter BEN-HUR - ein partielles Desaster?
magentacine antwortete auf cinerama's Thema in Nostalgie
Ich habe nur wenige Minuten gesehen (Vorspann bis Eintreffen in Capua), Debatte im Senat, Zweikampf Spartacus-Antoninus bis Filmende. Ich schätze den Film sehr, erspare mir aber in Zukunft den Leidenszustand immer neuer Fassungen. Am besten waren die originalen Kopien, weil direkt vom Technirama-Negativ kopiert, nur sie haben m.E. den originalen Bildcharakter (und sind heute allesamt rot). Zweitbeste Option ist eine der einwandfreien 70-mm-Kopien von der Harris-Restaurierung, mit kopierbedingt etwas stärkerem Korn, aber in sich schlüssiger Farbabstimmung. Die BluRay von SPARTACUS kenne ich nicht. Daß der Film anders als z.B. LAWRENCE oder BEN-HUR nur als 2K-DCP vorlag, sagt eigentlich genug. Nach der DCP-Vorführung gab es zwei Anfragen (von relativ jungem Besucher, der auch Filmsammler ist), warum die Schärfe und Detailwiedergabe so schlecht gewesen sei. Ein älterer Herr fragte nach, ob es denn technisch noch möglich sei, die 70mm-Fassung zu spielen. - Vielleicht kann sich hier ja noch jemand äußern, der das DCP vollständig und aus größerer Nähe gesehen hat. Mir kam die letzte Szene vor der Intermission (Stabzerbrechen, Demütigung des römischen Feldherrn) farblich äußerst merkwürdig vor, ich habe aber keinen Vergleich mehr. Vielleicht kann jemand in Berlin mal darauf achten, wenn er sich die Sache antut. OT - @cinerama: Zuviel der Ehre: In Frankfurt lief der Film lediglich in der kleinen Reihe "Hommage: Sir Peter Ustinov". Für Opulenz und Exzesse bleibt weiterhin die Hauptstadt (arm aber sexy) zuständig - vielleicht werden ja im Foyer Austern und/oder (!) Schnecken gereicht? Wenn Du ihn jetzt ausschaltest, sei die Frage erlaubt, wann Du ihn denn eigentlich eingeschaltet hast - auf Seite 1 dieses Threads? -
@jpolzfuss schrieb: Vielen Dank für die sinnvolle Auskunft, jetzt habe ich's verstanden! :bounce: Erstaunlich, wie simples Nachfragen für manche schon den Tatbestand der Majestätsbeleidigung erfüllt. Ich war nicht der Einzige, der den Zusammenhang nicht gesehen hat, wie Posting #90 beweist, und Aaton11 ist immerhin ein "alter Schmalfilmhase".
-
@cinerama: Es wäre schön, wenn Du Dir die Zeit nimmst, Geschriebenes richtig zu lesen. Ich habe nicht gesagt, daß SPARTACUS oder LOGAN'S RUN so teuer seien, sondern habe mit Bedacht Kurosawa als ein konkretes Beispiel für das Dilemma zwischen "wünschenswert" und "machbar" genannt. Bitte informiere Dich über den Standort der nächstgelegenen OV von LOGAN'S RUN und den Kopienzustand. Die letzte SPARTACUS-35mm-OV der restaurierten Fassung, die ich sah, war sowohl kopiertechnisch als auch vom Ton her (farbstichig, grobkörnig, Dolby SR krass verzerrt) leider eine Zumutung, so daß im Grunde nur die 70-mm-Kopie eine perfekte und werkgetreue Aufführung bietet. Eine einzelne 70-mm-Präsentation ist innerhalb einer personenbezogenen Reihe nicht durchführbar, weil um die Spieltermine herum andere Formate laufen. Auch der personelle Aufwand - Einmessen, Testprojektion, Entleihen abblendbarer Objektive, Anfahrt und Unterbringung Leihgeber usw.) ist in solchem Rahmen finanziell nicht zu stemmen. Da hilft auch der Hinweis auf öffentlichen Auftrag in Sachen Filmkultur nicht, es sei denn, Du möchtest dafür plädieren, zugunsten des von mir sehr geschätzten "Sandalenfilms" für ein Vierteljahr Stummfilmaufführungen mit Musikbegleitung, Schulveranstaltungen oder experimentelle Reihen (z.B. Andy Warhol mit werkgetreuen Filmband-Doppelprojektionen) zu streichen. Ich bin wirklich froh, daß Du das von fern so gut beurteilen kannst - alle Programmgestalter freuen sich bundesweit auf Deine Tips, wie man einen Euro zweimal ausgibt. Natürlich hast du das Recht, nach Belieben zu spekulieren. Und ich das Recht, darauf zu antworten: Nein, ist er nicht. In keiner Weise. Weder - noch. Definitiv nicht! Das hatten wir andernorts schon verhandelt - wenn für Dich der Hinweis auf eine m.E. interessante 35-mm-Vorführung (Archivkopie, restaurierte Fassung, technisch ungewöhnliches Format usw.) eine "Annonce" darstellt, dann solltest Du das Henri mitteilen, denn dann verstoße ich gegen die Forumsregeln - ähnlich wie kürzlich der Werbelink eines Teilnehmers in der Signatur auf den von ihm betriebenen Erotikversand. Darüber können wir gern diskutieren, sofern gleiches Regeln für alle gelten. Ich habe weder ein Büro noch einen Bürotisch, das oder den ich mit irgendwelchen Programmverantwortlichen teile. Daher werfe ich in diesem Zusammenhang auch keine Blicke. In der Zeitschrift Kinema Kommunal veröffentliche ich nichts, was immer Du dort gelesen haben magst. Das kannst Du gern finden, andere Leute finden, daß in einer Ustinov-Reihe auch eine OV vorzuziehen sei, in der seine eigene Stimme zu hören ist. So unterschiedlich sind die Menschen!
-
Und was hat das alles mit Schmalfilm zu tun? Es gibt auch Viewmaster und Wasserpistolen in Filmkameraform.
-
cinerama schrieb: Nach wie vor gilt, daß die zuständigen Programmgestalter leicht per E-Mail oder Telefon für jedermann erreichbar sind und solche Fragen beantworten können. So wie übrigens auch Fragen des Kinobesuchers bestmöglich beantwortet und - sofern bekannt - auf technische Mängel und Formatbesonderheiten hingewiesen wird. Ließe sie sich, aber alle Deine Vermutungen, Befürchtungen und Erklärungen zu widerlegen, übersteigt meine bescheidenen Möglichkeiten. Ohne Bezug zur angesprochenen Filmreihe kann ich immerhin darauf hinweisen, daß für keine Filmreihe ein unbegrenztes Budget existiert und deshalb nicht alles realisiert werden kann. Wenn man z.B. Kurosawa-Filme in OV zeigen will, und zwar in guten Kopien, nicht verwackelten, verregneten Lupe-Kopien mit tausend Hackern, muß man sehr, sehr tief in die Tasche greifen. Also einige tausend $$ für die Rechte allein, plus Leihmiete für die Filmkopie, plus zweimal Luftfracht um den halben Globus. Ach ja, und das für eine einzige Vorführung - die zweite kostet dann wieder x-tausend $$, die dritte ebenfalls usw usf. Ich denke, wir sind uns darüber einig, daß für einige Produktionen, wozu ich persönlich 2001, PLAYTIME und SPARTACUS zählen würde, 70-mm-Projektion die einzig werkgetreue Aufführungsform darstellt. Der technische und personelle Aufwand kann zwar für ein 70-mm-Minifestival betrieben werden, nicht aber für eine Einzelvorführung innerhalb einer personenbezogenen Reihe mit enger Aufführungsfolge, die zudem innerhalb eines feststehenden Programmschemas läuft. Deine Kritik an der Erwähnung der DCPs in diesem Thread ist sachlich richtig, ich habe die beiden Titel sozusagen vorauseilend erwähnt, um Dir die Mühe einer separaten Verschwörungstheorie zu ersparen. Hat aber in der Tat hier nichts verloren - betrachte es bitte für diesmal als eine Warnung an Filmbandoriginalliebhaber, die keine Digitalprojektion sehen wollen. Jedes DCP erhält von mir das Echtheitssiegel. Die sog. DCPs gibt es übrigens tatsächlich, das sind Festplatten von DSLR-Filmemachern, die eine 120GB Quicktime-Datei anliefern und glauben, der Doremi-Server könne das einlesen, wenn sie nur "DCP" auf die Platte schreiben. - Ich glaube, Du weißt schon, was ich gemeint habe, aber der Versuch ist irgendwie süß. :hasi: Wie wahr, wie wahr - da wird z.B. aus einer 3-kanaligen Frontkanalwiedergabe eine originale Todd-AO-Aufführung, nur wenn's ein anderer tut, schreit man Zeter & Mordio. Aber das wolltest Du sicher gerade selbst sagen. Sei unbesorgt, die nächste Breitfilmvorführung ist bereits in Planung. Es muß aber zuvor noch ein Verfahren entwickelt werden, bei dem Du anwesend sein kannst, ohne daß Deine Füße den hiesigen Boden berühren (ich zitiere nur). Und nun weiter mit 35mm: IT’S A GIFT USA 1934. R: Norman McLeod D: W.C. Fields, Kathleen Howard, Jean Rouverol. 68 Min. 35mm. OF Donnerstag, 27.03.2014, 18:00 Uhr Kino im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt/M.
-
In der bereits angesprochenen Peter-Ustinov-Reihe zeigt das Filmmuseum übrigens einige selten gezeigte Titel in 35-mm-Archivkopien: SCHOOL FOR SECRETS Großbritannien 1946. R: Peter Ustinov. D: Ralph Richardson, John Laurie, Richard Attenborough. 108 Min. 35mm. OF Freitag, 28.03.2014, 18:00 Uhr Zum 10. Todestag von Sir Peter Ustinov. Seine erste Filmregiearbeit. VICE VERSA Großbritannien 1948. R: Peter Ustinov D: Roger Livesey, Kay Walsh, Petula Clark. 111 Min. 35mm. OF Donnerstag, 13.03.2014 17:45 Uhr BEAU BRUMMELL (Rebell und Verführer) USA 1954. R: Curtis Bernhardt. D: Stewart Granger, Elizabeth Taylor, Peter Ustinov. 113 Min. 35mm. DF Freitag, 14.03.2014 20:30 Uhr DEATH ON THE NILE (Tod auf dem Nil) Großbritannien 1978. R: John Guillermin D: Peter Ustinov, David Niven, Bette Davis. 140 Min. 35mm. OF Freitag, 21.03.2014 20:00 Uhr Bei den englischsprachigen Fassungen handelt es sich um BFI-Archivkopien. Als DCP (tatsächliche, nicht "sog.") laufen auch zwei weitere Klassiker: LOGAN'S RUN (Flucht ins 23. Jahrhundert) USA 1976. R: Michael Anderson D: Michael York, Jenny Agutter, Peter Ustinov. 119 Min. DCP. OF Donnerstag, 20.03.2014, 17:45 Uhr SPARTACUS USA 1960. R: Stanley Kubrick D: Kirk Douglas, Laurence Olivier, Peter Ustinov. 191 Min. DCP. OF Sonntag, 23.03.2014, 20:00 Uhr Peter Ustinov bei Dreharbeiten zu BILLY BUDD (Die Verdammten der Meere, GB 1961), an der CinemaScope-Kamera Robert Krasker (El Cid) - Bild: http://www.western-locations-spain.com
-
WE'RE NO ANGELS (Wir sind alle keine Engel) USA 1955, R: Michael Curtiz mit Humphrey Bogart, Peter Ustinov, Aldo Ray u.a. Aufgenommen in VistaVision Vorführung im Format 1:1,66 Britische Technicolor-Farbdruckkopie von 1955, Ton englische Originalfassung Mono Die Kopie hat deutliche Gebrauchsspuren, aber hervorragende Farben und VistaVision-F-Zeichen :) Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main Donnerstag, den 6.3.2014 um 20.30 Freitag, den 7.3.2014 um 18.00 am Donnerstag ist übrigens Igor Ustinov, der Sohn von Hauptdarsteller Peter Ustinov, zu Gast (Filmgespräch mit Urs Spoerri).
-
Am besten, man setzt sich beim Blümchenkaffee (wahlweise Brombeertee) zusammen und bespricht genau in einer Selbsthilfegruppe oder in einem zu gründenden e.V. alle Risiken, persönliche Vorahnungen (Rheumaschmerz, Spannungskopfschmerz, Verdauungsstörungen), die im Zusammenhang mit Ferranias Engagement auftreten. Anwesende Bedenkenträger dürfen nicht nur, sondern müssen sich dazu äußern, und zwar zweimal täglich, damit der Thread zweistellige Seitenzahlen erreicht, bevor der erste Testguß erfolgt ist. Gegen Herrn Wittner kann der Verein dann eine Erzwingungsklage anstrengen, denn schließlich ist es ja seine Aufgabe als karitative Einrichtung, der kulturtragenden Gruppe der Schmalfilme billiges Filmmaterial zu organisieren. Sämtliche Enttäuschungen und durch die Fotoindustrie verursachten Traumata ab dem Stichjahr 1961 müssen detailliert aufgeführt werden, das entstehende "Schwarzbuch Schmalfilm" wird an die UN-Menschenrechtskommission weitergeleitet. Merke: Nur ausführlichstes Unken, Nölen und Schlechtreden stellt die zukünftige Versorgung mit Umkehr-Filmmaterial sicher.
-
Schmalfilmpreise: Market Watch...
magentacine antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Es ist für diejenigen Schmalfilmer relevant und eine praktische Information, die sich Meterware selbst auf Tageslichtspulen wickeln. Nur weil etwas Dich nicht interessiert oder Dir nicht hilft, ist es noch lange keine Erbsenzählerei. -
Schmalfilmpreise: Market Watch...
magentacine antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Rudolf, Du irrst. Lies es in Fachbüchern und älteren Kodak-Publikationen nach, das versetzte Aufspulen ist Fakt. -
Filmempfindlichkeit in früheren Zeiten
magentacine antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Du wirst staunen, wieviele produktionsseitige Informationen es bei Barry Salt gibt, die in anderen filmwissenschaftlichen (auch technischen) Büchern nie auftauchen. Filmwissenschaftler scheuen das Salt-Buch wie der Teufel das Weihwasser, weil im Grunde Technik "bäh" ist, und es redet sich am unbeschwertesten über Filme, wenn man möglichst wenig darüber weiß, wie das Handwerk funktioniert! Ich lese gerade THE PARADE'S GONE BY, leider erst jetzt, obwohl bereits bei Brownlows Besuch in der "Schauburg" erworben...ähnlich präzise und liebevoll recherchiert. -
Für und Wider 4K - eine diskussionsrunde
magentacine antwortete auf Weltgeist's Thema in Digitale Projektion
Ganz schön vertrollt & auf Krawall gebürstet, dieser Thread. Kommentiert sich selbst. Kleiner Denkfehler: Auch bei einem Scope-Film auf BluRay sind schwarze Balken oben und unten mitkodiert, um die Differenz zwischen 2,39-Content und 1,78-HD-Format (=16:9) auszugleichen. Die Nutzfläche (aktive Zeilen) ist deshalb nicht größer als die einer 2K-Digitalprojektion. Nur muß diese Zeilen-/Pixelzahl im einen Fall einen Flachbildschirm füllen und im anderen Fall die Maximalfläche einer Kinobildwand, und dafür ist es in der Tat herzlich wenig. -
Damen machen Dir Komplimente und Du strafst sie, indem Du den Flughafen wechselst? :hasi: :shock1:
-
Die meisten Regisseure beruhigen sich, wenn sie zwei, drei Minuten das Trommelfell der Kinobesucher gequält haben und gehen befriedigt einen saufen/sich den Bauch beim Nobelitaliener vollschlagen. Der aufmerksame Vorführer reduziert dann wieder sanft auf einen Saalpegel, der keine Blauwale anlockt.
-
Filmempfindlichkeit in früheren Zeiten
magentacine antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Genaueres zu Filmempfindlichkeiten in der Früh- und späteren Stummfilmzeit kann man übrigens nachlesen in Film Style and Technology von Barry Salt (Buch, englisch, gut) -
Regisseur am Regler = immer 6dB zu laut Nervöser Regisseur = mindestens 9 dB zu laut Ausnahme: Jungregisseur mit "Kleinem Fernsehspiel" am Regler = Pegel werden dauernd zwischen Faderposition 2 und 10 fließend nachgeregelt wie bei Omma & Oppa aufm TV-Sofa
-
Hallo Martin, leider kenne ich den Film nicht und kann daher nicht weiterhelfen. Allerdings kommt mir 1.85 auch sehr spanisch vor angesichts des Produktionsjahrs und der TV-Coproduktion. Ich würde an Deiner Stelle vorsichtshalber auch zu 1.66 tendieren. Meiner Erfahrung nach sind weder originale Kopierwerks-Startbänder (Beispiel: Fassbinder-Filme der 1970er) noch Aktkartons mit signalfarbenen "Für Breitwand!"-Etiketten noch Einträge in IMDB u.ä. zuverlässig (Beispiel: bei THE HILLS HAVE EYES (1977), gedreht in Normal-16mm, gibt IMDB "Super-16" und Bildformat 1.85 an). Im Grunde hilft bei älteren Filmen mit Vollbild nur ein Test, wenn es die Zeit erlaubt.
-
Kleines Mittwochsrätsel ...Kameramänner in Badehose
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
Nicht unbedingt...ich habe das Buch durchaus gelesen und empfehle es daher guten Gewissens - selbst wenn man kein Esther-Williams-Fan ist. :mrgreen: -
Kleines Mittwochsrätsel ...Kameramänner in Badehose
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
...und natürlich den Hinweis auf dieses schöne Buch, das aus erster Hand die Produktionsweise, den Tagesablauf eines MGM-Stars und die Politik in einem Hollywood-Studio beschreibt! http://www.amazon.de...y/dp/0156011352 -
Kleines Mittwochsrätsel ...Kameramänner in Badehose
magentacine antwortete auf preston sturges's Thema in Nostalgie
THE ERRAND BOY (Der Bürotrottel, 1961), der ja in einem Filmstudio spielt? -
Remjet-Entfernung -- Geburt einer Idee?
magentacine antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Friedemann, in Ultraschall-Filmreinigungsmaschinen (RTI Lipsner-Smith, Robert Rigby usw.) gibt es im Reinigungsbad "rotating buffers", also angetriebene Rollen mit einem (Polyester)-Plüsch. Mit diesem Material ist es auch bei erheblichem Zug/Druck praktisch unmöglich, Kratzer zu bekommen, und durch Umwälzung und Filterung der Flüssigkeit dürften die Remjet-Rückstände beseitigt werden. Das Material ist außerdem preiswert, man müßte nur eine Rolle mit Klemmvorrichtung zur regelmäßigen Erneuerung bauen. -
Bei der Rotlicht-Tonabtastung? :mrgreen:
-
Na sowas - die Bundeswehr verbietet pornografische Tätowierungen: http://www.pornoanwalt.de/?p=10714
-
Hallo Kanne1000 - welcher 70-mm-Film wird denn da gezeigt?
-
Ich würde da zustimmen, was Fischerkoesen angeht. Das von @Stefan2 gebrachte Beispiel aus dem Disneyfilm möchte ich so nicht stehenlassen, weil das Bild ohne weiteren Kommentar in die Irre führt. Erstens: Man sollte wissen, daß unter dem Sammelbegriff "ethnic humour" in der amerikanischen Populärkultur in den 1930er Jahren sehr vieles akzeptiert war, was heute als eindeutig herabsetzend oder rassistisch empfunden und/oder bewertet wird. Aus der heutigen Bewertung kann aber nicht auf die Absicht und die damalige Wirkung rückgeschlossen werden. Ich will das hier nicht vertiefen, wer aber über rein reflexhafte Bewertung alter Filme hinausgehen will, kann sich z.B. in dem hervorragenden Zeitzeugen-Buch TALKING ANIMALS AND OTHER PEOPLE über die US-Trickfilmstudios dieser Zeit informieren. Der Autor Shamus Culhane berichtet auch einiges über den "ethnic humour", der besonders in den Ostküsten-Studios wie den Fleischer-Studios oder bei Terrytoons gang und gäbe war. Zeichner, Animatoren und Autoren hatten irische, mexikanische, deutsche, spanische und russische Wurzeln und fanden nichts dabei, Gags über andere Gruppen in die Filme einzubauen. In diesem Musikcartoon (MINNIE THE MOOCHER, Fleischer 1932) sprechen die Eltern von Betty Boop mit hartem deutschen Akzent, ebenso wie der Musiklehrer "Fritz Owl" in (Warner 1936). In den Trickfilmen bis Ende der 1930er Jahren waren Stereotypen als Quelle komischer Situationen absolut akzeptiert. Ein Beispiel dafür, bei denen von Chinesen bis Eskimos alles bedient wird, ohne daß ich es in irgendeiner Weise herabsetzend finde, ist der Warner-Cartoon SHUFFLE OFF TO BUFFALO (1933). Ich kann verstehen, daß ein Cartoon wie COAL BLACK AN DE SEBBEN DWARFS (Warner 1943) heute farbige Amerikaner befremdet, das ändert aber nichts daran, daß er zu seiner Entstehungszeit keineswegs so gemeint war. Der dort auftretende "Prince Chawming" veralbert keineswegs den schwarzen Amerikaner als solchen, sondern ganz klar das Phänomen der "Zoot Suiter", und das speziell vor dem Hintergrund des 2. Weltkriegs (COAL BLACK hat auch andere eindeutige Anspielungen darauf). Zweitens: @Stefan2 erwähnt nicht, daß THREE LITTLE PIGS mehrfach verändert wurde. In der ersten Fassung verkleidet sich der Wolf als Karikatur eines jüdischen Hausieres. Für die erste Re-release des Cartoons wurde die Szene neu animiert, jetzt war er ein Bürstenverkäufer ("Full brush man"). Als die Sprechweise immer noch als ethnisch gefärbt kritisiert wurde, veränderte Disney erneut den Ton. Über die Jahre wurde der Dialog übrigens noch mehrmals inhaltlich verändert, für die Homevideo und DVD-Versionen. Vermutlich eine Reaktion auf die Mitte der 1990er tobende Debatte um angeblichen Rassismus in ALLADIN. Walt Disney und dem Studio war durchaus bewußt, daß das, was in den frühen 1930ern als Humor durchging, schon wenig später gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel war. Drittens: Mir mißfällt der Relativierungsversuch, durch den hier der Eindruck entstehen könnte, es sei irgendwie alles das Gleiche. Der feine Unterschied zwischen der ersten Fassung von THREE LITTLE PIGS und den Karikaturen aus dem Nazi-"Stürmer" ? Im einen Fall brachten die Stereotypen Kinobesucher zum Lachen. Im anderen Fall wurde die Ausgrenzung, Enteignung, Vertreibung und Vernichtung einer Bevölkerungsgruppe propagandistisch vorbereitet. Echten Trickfilm-Rassismus findet man in einem Kurzfilm, der hier und anderswo nie genannt wird: VOM BÄUMLEIN, DAS ANDERE BLÄTTER HAT GEWOLLT, D 1940, Regie Heinz Tischmeyer. (Die in Holland begonnene NS-Produktion REINEKE FUCHS, die die Invasion "artfremder" jüdischer Nashörner im Walde zeigt, wurde nicht mehr fertiggestellt.) Oder auch in einigen hochagressiven Warner-Kriegcartoons wie TOKIO JOKIO oder BUGS BUNNY NIPS THE NIPS.