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magentacine

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Alle erstellten Inhalte von magentacine

  1. Zur Vorgeschichte und dem Prinzip der Bewegungsillusion gibt es ein spezielles für Kinder entwickeltes Buch: MAGISCHE SCHATTEN
  2. Kein Vorteil, es sei denn, man will nur Standbilder aus dem Film herausvergrößern. Kürzere Belichtungszeit = schlechtere Bewegungswiedergabe Je kürzer, desto eher beginnt es bei Schwenks und Bewegungen quer zur Aufnahmeachse zu "shuttern". Besonders bei 16 oder 18 B/s. Zu hohe Filmempfindlichkeit besser mit Graufilter kompensieren, auch wenn in vielen Schmalfilmbüchern etwas anderes steht.
  3. Charles C. Clarke: "Professional Cinematography" für klassische Studiofotografie (1950er/60er) siehe auch hier: Buch Clarke Für 1970er und 1980er eindeutig Schaefer/Salvato: "Masters of Light - Conversations with contemporary cinematographers" Leseprobe bei Amazon: Masters of Light Sehr informative Interviews zu den Neuerungen, Fortschritten aber auch Marotten der 1970er und 1980er, Lektüre setzt ein bißchen technische Vorkenntnisse voraus. Für die 1980er gibt es viele Bildbeispiele (prädigital) in Gerard Hirschfeld: Image Control: Motion Picture Filters and Lab Techniques Image Control
  4. Was man alles selbst bauen kann, wenn man genügend Zeit, Wissen und Energie hat, zeigt dieser Blog, dessen Autor sich seine eigene 35-mm-Spiegelreflexkamera gebaut hat. Sehenswert - unbedingt beide Seiten lesen. Homemade SLR camera Aber Schmalfilm erfordert sicher noch mehr Präzision und Werkzeug...
  5. Wahnsinn - abgebildete Perforationskanten, das habe ich noch bei keiner Super-Technirama-70-Kopie gesehen...
  6. An Material und Herstellung gemessen ist der Preis für einen solchen Filmsplitter sicher hoch - aber die Frage ist doch auch, wie man seine eigene Zeit bewertet. Wer Spaß daran hat, sich das kleine Helferlein zu bauen, fragt nicht nach der Zeit. Übrigens gibt es aus der Minox-Szene schöne Anleitungen hier: A New Slitter Design Building a Slitter Nur als Anregung, die gezeigten Modelle sind zum Teilen von 35mm und 16mm auf Minoxformat gedacht. Der Einfluß der Schnittgenauigkeit auf den Bildstand ist nicht zu unterschätzen. Manche Spielfilmkopien auf 8mm verdankten den schlechten Bildstand dem ungenauen Trennen von 2x8 oder 4x8 Multirank-Kopierfilm, sofern der Bildstand nicht bereits im 16mm-Ausgangsmaterial verhunzt war. Manchmal bezahlt man eben den Nutzen, nicht die aufwendige Konstruktion oder hochwertige Materialien. Ich habe mal $35 für ein Plastikabdeckung bezahlt, deren Materialwert (sieht aus wie recycelte russische Badeschlappen) unterhalb der Nachweisgrenze liegt, ein ganz billiges Spritzgußteil. Aber auch die beste Methode, die btreffende Kamera bei abgenommener Kassette vor Staub und anderen herumfliegenden Stoffen zu schützen - Materialwert: fast null, Machart: primitiv, Nutzen: unbezahlbar.
  7. Sieht wirklich die ganze Rolle so aus? Keine Macht den Drogen! :) Ich hatte mal eine Eastman-Kopie von 1955 in der Hand, die nur noch monochrom Fanta-Orange mit wenigen pinkfarbenen Zwischentönen leuchtete - Bavaria Kopierwerk, eine 4-Kanal-Magnettonkopie des "ersten deutschen CinemaScope-Films".
  8. @Ligonie 2001: Natürlich gibt es eine Wegwerfmentalität, das hat auch niemand bestritten. Wenn aber jemand sich aus mehreren Geräten ein funktionierendes zusammenbaut, finde ich nichts Anstößiges daran. Du konstruierst da einen moralischen Aspekt, der keine Grundlage in der Realität hat. Die angesprochenen 10€-Schmalfilmkameras werden ja nicht liebevoll von altbewährten Fachleuten instandgesetzt, wenn sie kein böser Bastler kauft, sondern schlicht weggeworfen. Was wir dazu meinen, "interessiert keine Sau" bzw. geht den Leuten "am A... vorbei", um Deine Lieblingsformeln zu gebrauchen. Mit den Mediamarkt-Schnäppchenjägern hat das Hobby-Basteln überhaupt nichts zu tun, denn das eine ist reiner Konsum (=viel für wenig haben wollen), das andere schafft aus anderer Leute Schrott etwas Gebrauchsfähiges. Nur weil Dir persönlich das Konzept mißfällt, unterstellst Du anderen gleichsam niedere Beweggründe. Daß jemand sich zehn baugleiche Kameras kauft und jede wegwirft, die nicht mehr geht, widerstrebt auch meinem Gefühl, aber geht's mich etwas an? Wird jemand geschädigt, werden Werte vernichtet, die sonst erhalten blieben? Antwort auf beide Fragen: Nein! Wohl wahr, aber was hat das mit diesem Forum zu tun? Du teilst regelmäßig mit harten Worten aus, wenn jemand abweichende Vorstellungen äußert oder Vorschläge macht, die Du aus Deiner langjährigen Erfahrung FÜR DICH nicht sinnvoll findest. Zugleich reagierst Du sehr schnell beleidigt, kündigst an, gar nichts mehr zu sagen (was zum Glück selten eintritt) oder stellst Andeutungen in den Raum, welches Unrecht Dir anderswo widerfahren ist. Ich finde Deine Beiträge oft erhellend und anregend, weil eben die jahrzehntelange Erfahrung eines engagierten Schmalfilmers und Fotografen dahintersteht. So sehr mir aber Deine Eugen-Bauer-Anekdote gefällt, sie geht am Thema vorbei. Ich vertrete nicht mal dies, mal das, sondern sage, daß die verschiedenen Arten, das Schmalfilmhobby auszuüben, absolut gleichberechtigt nebeneinanderstehen, da hilft kein Herumpoltern und kein Spott. Wie immer mit besten Grüßen!
  9. Wie Spielfilme ins Pay-TV kommen (Werbespot):
  10. Um den Thread "Etwas Theorie" nicht noch weiter off-topic zu schieben, hier ein paar Anmerkungen, die mir schon länger fällig zu sein scheinen: Für den Amateur gibt es kein Falsch und Richtig. Die Beschäftigung soll Vergnügen bereiten, und die Ergebnisse müssen keinem Maßstab genügen außer dem eigenen. Das ist der Unterschied zum Berufsfilmer, der sich sein Werkzeug nicht auf dem Flohmarkt oder bei eBay zusammensuchen wird. Wer mit anderer Leute Zeit und Geld operiert, hält sich an technische Normen und geht auf Nummer Sicher. Wenn ich eine Kamera bei einem Geräteverleih miete, kann ich davon ausgehen, daß Auflagemaß und Bildstand stimmen, daß Magazine sauber laufen und keine Schrammen produzieren. Daß die Optiken regelmäßig auf dem Prüfprojektor landen und Schärfenmarkierungen stimmen. Das ist der professionelle Ansatz: Man unternimmt alles, um Risiken zu vermeiden und sein Werkzeug in bestmöglichen Zustand zu versetzen. Auch als Amateur kann man so vorgehen; also Geräte von Händlern kaufen, sie für einige hundert oder tausend Euro überholen und in Tiptop-Zustand versetzen lassen. Es ist eine Frage der Mentalität, und wenn jemand sich nur mit perfektem Werkzeug wohlfühlt, ist das für ihn DAS RICHTIGE. Für ihn selbst - nicht unbedingt für andere! Man kann das Hobby auch von der Bastelseite angehen. Kann sich Geräte, die früher unbezahlbar waren, bei eBay kaufen und damit experimentieren, kann sein Material selbst entwickeln und dabei etwas lernen. (Die, die aus Fehlschlägen oder Schaden nichts lernen, geben es ohnehin rasch wieder auf.) Man kann alles ausprobieren, was einem einfällt und ist keinem Rechenschaft schuldig. Wenn man das Filmhobby als eine Variante von "Jugend forscht" betreibt, genießt man den Luxus, nichts zu müssen. Wer also neben Gelassenheit, Humor und Selbstkritik auch Ausdauer hat, um solange zu tüfteln, bis er zum anvisierten Ergebnis kommt (oder einem noch besseren), für den ist es DAS RICHTIGE. Für ihn selbst - nicht unbedingt für andere! Ich habe für beide Seiten Verständnis, weil ich mich gern auf Technik verlasse. Wenn ich hin und wieder professionell etwas für andere drehe, wird jedes Magazin auf Andruck, Friktionszug und Lichtdichtheit geprüft und regelmäßig eine Testaufnahme gemacht, handentwickelt und zur Kontrolle projiziert. Da ist Erbsenzählerei absolut angebracht. Wenn ich aber auf dem Flohmarkt eine 6x6-Balgenkamera kaufe, benutze ich das Maß an gesundem Urteilsvermögen, wie es einem früher jedes Fotobuch vermittelt hat. Verschluß geht, die volle Sekunde stimmt nach zehn, zwölfmal Spannen und Auslösen ungefähr, die Irisblende geht leicht und ohne Spiel, der Balgen hat keine sichtbaren Risse. Also belichte ich einen Testfilm, entwickle ihn nach Vorschrift und sehe mir das Ergebnis an. Wenn die Kamera soweit gute Ergebnisse liefert, genügt mir das, denn ich verwende sie als Amateur. Weder reise ich damit in den Dschungel, um die seltene pausbäckige Haselmaus (musculus ligonis peacemanis) abzulichten noch fotografiere ich hochbezahlte Bikini-Models am Strand von Cannes damit. Man könnte zu Recht einwenden, daß eine Schmalfilmkamera etwas komplizierter ist als eine 6x9-Einfachstkamera. Dennoch läßt sich das Wesentliche (Bildstand, Schärfe, Blendenfunktion) mit einem einzigen Testfilm überprüfen. Die Belichtungsmesser-Problematik wird maßlos überschätzt, es gibt schließlich Handbelichtungsmesser, deren Bedienung niemanden überfordern wird, der sich experimentell auf das Thema Schmalfilm einläßt. Vielleicht findet man es frivol, wenn einer Filmtechnik zum Ein-Euro-Tarif kauft, der Begriff der Wegwerfmentalität geht aber komplett an der Wirklichkeit vorbei. Weggeworfen werden Kameras und Projektoren von Besitzern, die keine Verwendung mehr dafür haben, egal ob das Gerät einmal einen Monatslohn gekostet hat, egal ob es ein Produkt schweizer oder deutscher Feinmechanik oder unreparierbares Einwegprodukt ist. Was bei eBay nicht verkauft wird, landet im Abfall. - Werkzeuge sind da, um benutzt zu werden, und wer zehn Super-8-Kameras kauft, davon vier "schlachtet", um damit vertraut zu werden und sich aus den übrigen sechs zwei funktionierende zusammenbastelt, der handelt ebenso rational wie ein anderer, der sich ein Spitzengerät kauft und es für Hunderte oder Tausende wie einen edlen Oldtimer restaurieren läßt, bevor er einen Meter Film belichtet. Der Berufsfilmer MUSS (professionell arbeiten). Der Amateur KANN (spielerisch-bastelnd oder professionell arbeiten). Es gibt so viele interessante Themen im Schmalfilmbereich - ist es wirklich nötig, immer wieder diesen Graben zwischen Perfektion und Spielfreude auszuheben und zu behaupten, nur die eigene Position sei RICHTIG ? Es gibt kein FALSCH und RICHTIG, wo es um Liebhaberei geht.
  11. @Ligonie 2001: Eine Randbemerkung zu Deinem Thema - es betrifft nicht speziell dieses Forum, sondern alle filmtechnischen Foren im Netz: Neulinge lesen nicht mehr. Noch nie war es so leicht und so billig, an gebrauchte Literatur zum Thema heranzukommen. Ältere Amateur- und Profifilmbücher sind teilweise vorbildlich in der Vermittlung der Grundlagen und praktischen Anwendung, und man kann sie für ein Taschengeld erwerben. Für die Mehrzahl der Menschen unter vierzig sind Bücher (ausgenommen Romane und Selbsthilfeliteratur) offenbar eine exotische Kulturtechnik; da wird im Netz nach sehr Speziellem gefragt, ohne daß auch nur die Grundlagen nachgelesen werden. Lieber fünfzehn Threads eröffnet als einmal eine Bibliothek betreten oder ein Buch bei ZVAB bestellt. Mir macht gutgeschriebene Fachliteratur Freude, aber oft höre ich, daß Lesen - selbst wenn man das Wissen gerne hätte - nur als Last und Quälerei empfunden wird. Schönes Zitat aus einem US-Forum, da schrieb ein Ahnungsloser: "I don't want to learn, I want to know." - Das Wissen sollen ihm bitteschön andere mundgerecht vorlegen... Als Chinese oder Inder käme ich aus dem Lachen gar nicht mehr heraus... Ansonsten leiser Widerspruch: Mir sind auch abseitige Themen willkommen, wenn bei ihrer Besprechung etwas Nutzbringendes herauskommt. Beim von Dir angesprochenen Super-8-Normal-8-Thema ist das für mich gegeben: Ich habe gelernt, daß es ein exotisches Gerät wie den TCM-Projektor gibt. Wenn's mich nicht anspricht, lese ich nicht weiter - das tut keinem weh.
  12. @cinerama: Nein, Peck nicht, da hast Du recht! Seine Figur scheint aus CAPTAIN HORATIO HORNBLOWER herübergebeamt worden zu sein... ;)
  13. Die Titelsequenz ist natürlich wieder von Saul Bass. Nicht so "markenzeichenmäßig" wie seine Arbeit für Otto Preminger oder eigenwillig wie bei SPARTACUS, aber eben typografisch äußerst durchdacht und mitreißend montiert. Unglaublich, wobei Bass seine Hand mit im Spiel hatte: Saul Bass (Looniverse) Die All-Star-Besetzung schadet dem Film nicht, weil die Stars ein wenig neben ihrem gewohnten Image spielen, besonders Kirk Douglas und Charlton Heston.
  14. "...and now for something completely different": Weiß vielleicht jemand, ob die 35-mm-Kopien von DAS GOLDENE HAUPT (in der DDR) auf Orwo-Farbpositiv kopiert waren oder als Farbdruckkopien importiert wurden?
  15. @dunklermichael: Mit meiner kleinen Typenbeschreibung will ich natürlich unprofessionelles Verhalten keinesfalls entschuldigen, denn als Kunde hat man wenig vom Nachvollziehen psychischer Notlagen, sondern will einfach dringend seine Geräte wiederhaben. Bei einem "Unersetzlichen" im Süddeutschen bin ich gar zum Frontalangriff übergegangen, d.h. ich vereinbare einen Termin und schalte - sehr wichtig! - sofort danach das Mobiltelefon aus. Nun kann er nicht mehr kurzfristig absagen und weiß, daß ich bald vor seiner Tür stehen werde. In der Regel finde ich einen schweißgebadeten Techniker vor, der hochmotiviert an dem betreffenden Gerät arbeitet, das bis vor drei Stunden noch friedlich Staub im Regal anzog. Der Preis besteht allerdings darin, daß man evtl. stundenlang danebensitzt/steht und zuschaut, bis das Gerät wieder läuft... Immerhin hat es mich motiviert, einige einfache mechanische Dinge (Kameramagazine für 35-mm-Konvas) intensiv zu studieren, damit ich sie eigenhändig instandhalten kann... :) P.S.: Der beschriebene "Frontalangriff" funktioniert übrigens nicht bei Leuten, die sich verleugnen lassen und einen nach 150 km Fahrt eiskalt vor der Tür stehen lassen!
  16. @totalvision, so ging's mir auch schon - kurz reingeschaltet, dann zwei Stunden Film geguckt...! Franz Planer an der Kamera (später drehte er KING OF KINGS), die Musik von Jerome Moross und ein großartiges Ensemble, das fesselt. Das wäre in der Tat ein schönes Blowup geworden!
  17. Im Bereich Filmtechnik trifft man oft auf hervorragende Techniker, Tüftler und Perfektionisten, die im Grunde beste Arbeit leisten können und auch wollen. Der Hund liegt anderswo begraben: Mancher hat nie gelernt, "nein" zu sagen, eigene Überlastung oder Überforderung zu erkennen und dem Kunden mitzuteilen. Ich kenne einige fast geniale Filmtechniker, die ihren Ruf trotz höchster Kompetenz und angenehmem Charakter verspielt haben, und keiner von ihnen "meint es böse" oder begreift, daß er seine Kunden zur Verzweiflung treibt. Zu viele Aufträge werden angenommen, saisonal anfallende Arbeiten vergessen, der Kunde mit windigen Zusagen vertröstet (werden niemals eingehalten) und ein ständiger "Rangierbahnhof" aus nichterledigten Aufträgen betrieben. Manchmal vergißt man auch, Rechnungen zu schreiben oder Zahlungen zu kontrollieren, das führt dann zu finanziellen Notlagen und noch weniger Zeit, die Aufträge abzuarbeiten. In größter Not und bei steigendem Druck durch verschiedene Kunden folgen dann Notlügen, z.B. "Das Gerät ist schon fertig, muß nur noch zusammengebaut werden" (ist noch nicht mal aufgeschraubt), man habe sich leider in der Versandadresse geirrt und es sei zurückgekommen, bis hin zu angeblichen Todesfällen im Verwandtenkreis oder eigenen Herzanfällen (die sich irgendwann real einstellen, wenn diese Lebens- und Arbeitsweise beibehalten wird). Manchmal wird das Gerät auch hastig zusammengepfuscht, nur um etwas liefern zu können. Ergebnis: Das Vertrauen ist verloren, der Techniker ist überarbeitet und fühlt sich ungerecht behandelt, weil alle auf ihm herumhacken, Kunden ärgern sich bis zur Weißglut, resignieren und bekommen ihre Geräte nicht zurück, unnötige Wartezeiten laufen auf, teilweise eher in Jahren als in Monaten zu bemessen. Und das alles, weil jemand nicht sagen kann: "Nein, ich habe keine Zeit für Ihren Auftrag" bzw. "Wenn ich das machen soll, dauert es ein Jahr!". Vielleicht klingt das für manchen übertrieben, aber ich habe das so oft erlebt, daß es mir eher die Regel als die Ausnahme zu sein scheint.
  18. @preston sturges: Die Integration der M.C.S.-Szenen hat mich auch schon beschäftigt. Gab es denn in der 70-mm-Kopie Naßklebestellen, die auf Einsetzen eines Klammerteils im Kopierwerk hindeuten würden? Ich erinnere mich leider nicht mehr, ob die gesamte Verfolgungssequenz 65mm war, eindeutig waren es die bewegten Aufnahmen von Sanders & Hackett am Feuerwehrauto und die Brückenaufnahmen. Praktikabel wäre das nur gewesen, wenn nicht zu häufig Zwischenschnitte auf Technirama-Aufnahmen stattgefunden hätten. Die Alternative wäre eine optische Umkopierung der Verfolgungssequenz vom 65mm Kameranegativ auf 8-perf Duplikat mit Anamorphose gewesen, theoretisch über Farbauszüge, wie man es bei Spezialeffekten zuweilen tat. Technisch zwar möglich, angesichts der Qualität der M.C.S.-Szenen halte ich es aber für unwahrscheinlich. Indizien liefert da, wie bei so vielen Fragen (CS 55)nur Untersuchung der Kopie... Ich tippe daher bis zum Beweis des Gegenteils auf Klammerteil.
  19. @cinefox48: Ganz im Gegenteil: Fast alle auf 65mm gedrehten älteren Filme sind auf 70mm kontaktkopiert. Wenn Du 65mm Negativ und 70mm Positiv übereinanderlegst, ist die Perforation nämlich deckungsgleich. Die Differenz von 5mm ergibt sich aus der zusätzlichen Breite von je 2,5mm außen, um Platz für die (äußeren) Magnetpisten zu schaffen. Ausnahmen: Verfahren, bei denen eine Kompensation der Bildgeometrie erfolgte, zum Beispiel Vorverzerrung zur Kompensation tiefgekrümmter Bildwände (It's a Mad Mad Mad World) oder entzerrte Kopien von anamorphotischen Verfahren (Vorführkopien Fall of the Roman Empire, von Ultra Panavision auf 1:2,21 entzerrt). Diese Verfahren laufen natürlich über optische Kopierung. Ebenso, wie bereits erwähnt, Super Technirama 70. Die Qualität der optischen Kopien von Technicolor resultiert auch aus der ab 1954/55 konsequent durchgeführten Naßkopierung.
  20. Noch kürzer Groucho Marx: "Hello, I must be going!" :)
  21. Auch gut: Tetenal ULTRAFIN LIQUID als Negativentwickler. Tetenal EUKOBROM LIQUID als Positiventwickler. Möglicherweise bringt Tetenals NEOFIN BLAU bei Schmalfilm noch einen Qualitätsgewinn, ist im Gegensatz zu Ultrafin ein Einmalentwickler. Mit Eukobrom habe ich immer wieder Kleinbild-Titeldias entwickelt, die auf ORWO-Kinopositivfilm fotografiert waren, sah gut aus.
  22. Viel Erfolg und guten Besuch auch für die nächste Veranstaltung! Gerade gesehen: Kleiner Promotion-Bericht über die 8/4-K-Bearbeitung von THE SOUND OF MUSIC. Natürlich mit den unvermeidlichen Vorher-Nachher-Vergleichen von altem, verblaßten Material und der neuen BluRay-Fassung... <_< TSOM Restoration
  23. Kodak hat Isopropanol als geeigneten Reiniger abgesegnet, es sind keine Nachteile für Träger oder Emulsion zu erwarten: Cleaning Solvents (Tabelle) [W]e have found that isopropyl alcohol is an effective cleaning solvent for photographic materials. [...] We recommend isopropyl alcohol that has a purity of 98 percent or higher as a good, general-purpose cleaning solvent for photographic materials. Isopropyl alcohol (also known as 2-propanol or isopropanol) has several benefits. It is available in small volumes at a reasonable price; it has been successful in cleaning tar, streaks, processing scum, and opaque from photographic products; and it had no detrimental effect on the image stability of the emulsions we tested. Use only isopropyl alcohol that has a purity of 98 percent or higher. Alcohol with a lower purity, such as rubbing alcohol, will cause streaking and take longer to dry. Also, the higher water content of rubbing alcohol may cause the emulsion of the photographic materials to swell, resulting in physical damage and possible deterioration of image-forming dyes. Quelle: Recommendations for Cleaning Photographic Materials Literaturempfehlungen: (alle aufgeführten SMPE/SMPTE-Journals sind bei archives.org legal und gratis herunterladbar) Crabtree et al, "Cleaning Liquids for Motion Picture Film", Trans. of SMPTE, Aug. 1927, pp. 277-293. Turner et al, "A Machine for Cleaning Motion Picture Film", Journal of SMPTE, Jul. 1958, vol. 67, pp. 480-485. Fassett et al, "Practical Film Cleaning for Safety and Effectiveness," Journal of SMPTE, Sep. 1958, vol. 67, pp. 572-589. Journal of the SMPTE, vol. 66, Oct. 1957, pp. 607 to 615.
  24. @Filmheld: Stimmt alles, was Du sagst - aber die großen US-Verleiher sind ja nur ein Puzzleteilchen in großen Medienkonzernen mit vielfältigen Beteiligungen. In welcher Form der "content" ans Publikum kommt, ist denen "ganz oben" im Grunde egal, lies mal nach, was der berüchtigte Disney-Mann Bog Iger über die Jahre so losgelassen hat (Suche auf film-tech.com). Zuschauer, die man in der Fläche verliert, wenn die Kinobranche schrumpft, werden sich auf andere Nutzungsformen (Pay per View, Pay-TV) umstellen, es sei denn, daß sie keine aktuellen Filme mehr sehen wollen. Wenn man sich ansieht, wie defizitär Sky/Premiere jahrelang arbeitet und welche Unsummen in die Pay-Schiene investiert wurden, dann wird sich schon jemand seine Gedanken gemacht haben. Starrsinn oder Idealismus sind's ganz sicher nicht! Deine Argumentation ist in sich richtig, die Frage ist nur, inwieweit man das Publikum nach und nach umerziehen möchte, Film nicht mit Kinobesuch gleichzusetzen. Um den Marketingzirkus aufzuführen, reichen Multiplexe in den Großstädten und Ballungsgebieten vermutlich dann aus... :(
  25. KINOMUSEUM schrieb: 1. Bei den 65mm-Produktionen amerikanischer Major-Studios eher, aber was ist mit den europäischen und britischen Produktionen, mit den zahlreichen Technirama-Produktionen? Ich möchte gern glauben, daß ~10.000 Meter geschnittenes Technirama-Negativ eines in Spanien gedrehten Monumentalfilms unversehrt und klimatisiert bei Technicolor Rom oder London liegen, von der dreifachen Länge an 8-perf-Sicherungsauszügen ganz zu schweigen - aber wetten möchte ich nicht darauf! Auch als Restaurierung bezeichnete Neukopierungen alter Technirama-Titel kommen nicht mehr vom Originalnegativ, beispielsweise HONEYMOON/LUNA DE MIEL (1959) von Michael Powell oder THE TRIALS OF OSCAR WILDE (1960). 2. Da die 65mm-Titel fast durchgehend vom Kameraoriginal kopiert sind, und das teilweise in optischer Schrittkopierung und mit V/R-Betrieb für verlustfreie Blenden (Technicolor Autoselect u.ä.), ist mit erheblichen Schäden und fehlenden Passagen zu rechnen. Damals wurde dann Duplikatnegativ eingefügt, um weiterkopieren zu können, oft halbe oder ganze Akte. Viele 35-mm-Studio-Archivkopien (also Neukopien vom Eastman-Kameranegativ) der US-Studios haben lange Passagen mit farbstichigem, grobkörnigen Dupcharakter. Selbst wenn das Kameranegativ also gut archiviert ist, kann es in Teilen inakzeptabel aussehen. Als SPARTACUS vor 22 Jahren restauriert wurde, war es noch gar nicht möglich, so hochauflösend zu scannen und zu bearbeiten wie heute. Wenn Originalnegativ oder stellenweise Farbauszüge gut sind, ist eine Vorführkopie sowieso nicht nötig, auch mit fortgeschrittenen photochemischen Methoden wäre ein extremer Rotstich nicht auszugleichen gewesen. Konkretes Beispiel: Am Ende des Films gibt es eine Nahaufnahme von Jean Simmons, die zu Kirk Douglas (am Kreuz) aufschaut. Diese Einstellung wurde m.E. schon bei der EA-Positivkopierung im Negativ beschädigt, denn sie ist bereits in einigen 70-mm-Kopien der EA grobkörnig und verwaschen (mit Schlieren im Bild). Für eine zukünftige Restaurierung könnte man also, wenn das beschädigte Stück Originalnegativ nicht mehr existiert und keine Auszüge vorliegen, durchaus von einer 70-mm-Kopie scannen, die Farbe digital rekonstruieren und die alte Qualität wiederherstellen. Das Ausmaß des Farbschwundes läßt sich an den Testtafeln der alten Kopien ausmessen. Ähnlich ist es mit 2001: A SPACE ODYSSEY - wo mögen sich die beschädigten Originalnegativteile der Schlußsequenz (ab Glaszerbrechen bis Fahrt auf Monolith) wohl heute befinden? Wenn das O-Negativ und Farbauszüge nicht mehr zur Verfügung steht oder beschädigt ist, ist die 70-mm-Kopie als Element zweiter Kopiergeneration das auflösungsmäßig hochwertigste Bildmaterial. Farbschwund - konnte man früher nicht hinreichend korrigieren, heute ist es möglich. In der Praxis werden die meisten Technirama-Titel heute zu wenig Marktwert haben, als daß jemand sie überhaupt restauriert. Ich kann mir nicht vorstellen, daß für KAISERLICHE VENUS oder LES MISERABLES genug DVD/BR-Kunden zusammenkämen, um irgendeine LF-Restaurierung zu finanzieren. Bildbeschnitt ist ein weites Feld, bei einer Restaurierung könnte man sicher eher mit einer Formatabweichung leben als mit schlechter Bildgüte. Ob bei einer Roadshow-Produktion die Bildkomposition auf 35mm CS "optimiert" war oder auf das Roadshow-Premiumformat, darüber kann man nur spekulieren. Ausgangspunkt meiner Überlegung war aber eigentlich, daß die EA-Kopien unbedingt bewahrenswert sind, selbst wenn es von einzelnen Titeln Neukopien oder Restaurierungen gibt - entgegen der populären Sichtweise, solche Fassungen seien "für die Tonne", sobald es BluRay gibt.
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