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magentacine

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  1. @filmempire: Nun ja, wir sprechen von einem Jess-Franco-Film aus dem Jahr 1976, ich glaube nicht, daß Herr Dietrich damals ahnte, daß das Negativ noch mal für Home-Cinema-Medien gebraucht werden würde... Außerdem wurde damals ja noch langsamer kopiert, so daß man im Schadensfall durch Dupnegativ ersetzen konnte (sofern wenigstens ein Interpositiv existierte). Manchmal wurde wohl auch einfach herausgeschnitten - ich erinnere mich da an Italo-Komödien der untersten Preisklasse, bei denen in der (klebestellenfreien) Vorführkopie enorme Bildsprünge, mitunter fehlende Dialogpassagen vorkamen. Dem Bildsprung gingen dann mitkopierte Abdrücke von Transportzähnen voraus, dann war Schluß. Bei einigen - sagen wir: Genrefilm-Verleihern kam es sogar vor, daß sie bei Ankauf ausländischer Filme sogar die Leihmiete für ein Bild-Dup sparten und stattdessen von einer Vorführkopie ein Internegativ machten, von dem dann die Vorführkopien entstanden. Wie @cinerama bereits ausführte, waren früher verschiedene Kerben und Stanzungen notwendig, um die Lichtschaltungen der Kopiermaschine auszulösen. Wenn ein Negativ eine Reihe von Kopierwerken durchlief, die unterschiedliche Verfahren benutzten, führte das u.U. zu einer Reihe von mechanischen "Sollbruchstellen". Und wenn für "Bahnhofskino"-Titel dann noch das jeweils billigste Labor den Zuschlag bekam...dann kann man nur staunen, was sich aus dem Filmmaterial nach Jahrzehnten mechanischer Mißhandlung und unsachgemäßer Lagerung noch herausholen läßt. "Man faßt es nicht!" (Hansi Kraus, Die Lümmel von der letzten Bank)
  2. Da möchte ich @carstenk zustimmen. Immer, wenn ich aus dem Bekanntenkreis mal wieder von einer "Daten-Katastrophe" höre, ist es so gelaufen: - Jahrelang werden unsortiert Daten angehäuft, so wie das Eichhörnchen die Nüsse in den hohlen Baum trägt. - Backups finden entweder gar nicht statt (Gottvertrauen & Glaube an 469€-Laptophardware) oder werden unsystematisch angefertigt. - Dateien werden manchmal aus Faulheit oder anderen Motiven so benannt, daß man später ohne Öffnen nicht mehr weiß, was sie enthalten. Ein mir bekannter Künstler, der sich qualvoll in eine bestimmte Grafiksoftware eingearbeitet hatte, benannte doch tatsächlich Bilddateien als "Sch****dreck_008" oder "A*****och_78" und war bereits zwei Monate später außerstande, sich zu erinnern, unter welchem Fluch er ein gaaaaaanz wichtiges Bild abgelegt hatte... ;) - Wenn Backups gemacht wurden, sind sie entweder nicht auffindbar oder in mehrfacher Ausfertigung (gern auch unbeschriftet) vorhanden. - Warnhinweise (Lesefehler, Abstürze usw.) werden mißachtet oder "umgedeutet", bis irgendwann die Platte "abraucht" und das Geschrei groß ist. Fazit: Externe Festplatten und Massespeicher (ohne bewegliche Teile) sind heute so preiswert, daß man zumindest Bilder und Dokumente zu akzeptablen Kosten mehrfach sichern kann. Kosten sind in Relation zu setzen zu Zeit und Aufwand, die man mit Aquisition und Bearbeitung hatte (Bilder aufnehmen, Texte scannen usw.).
  3. @jensg schrieb Kommt darauf an, von welchem Zeitraum und Land wir sprechen. In den USA wurden gewaltige Kopierauflagen vom Kameranegativ gezogen, weshalb die Negative dann auch entsprechend aussahen. Beispiele: REAR WINDOW (Das Fenster zum Hof) 389 Kopierdurchläufe http://cool-palimpsest.stanford.edu/byform/mailing-lists/amia-l/2000/01/msg00062.html LAWRENCE OF ARABIA (Lawrence von Arabien) über 200 Durchläufe (mit Schrittkopierung durch Autoselect Printing) Manche Negative bestehen aus großen Teilen Dupmaterial, weil beschädigte Passagen durch Dupnegativ mit entsprechend schlechterer Bildgüte ersetzt wurden, ich glaube GIANT (Giganten) und SEVEN BRIDES FOR SEVEN BROTHERS (Eine Braut für 7 Brüder) aus den 1950ern wären zwei prominente Beispiele. Nahezu alle Large-Format-Titel wurden vom Kameranegativ kontaktkopiert oder - siehe Technirama - Bild für Bild optisch vom Original auf das Farbpositivmaterial (Vorführkopie) umkopiert. Im Bonusmaterial zu JACK THE RIPPER (R: Jess Franco) erwähnt der Produzent Erwin C. Dietrich, daß das Originalnegativ durch verschiedene Länder gereicht wurde, wobei die Lizenznehmer die Serienkopien von einem Kopierwerk ihrer Wahl anfertigen ließen. Man kann sich vorstellen, wie das Negativ ausgesehen haben muß, nachdem jedes Kopierwerk seine eigenen Markierungen und Gebrauchsspuren hinterlassen hatte... Heute würde das keiner mehr machen, aber für viele Jahrzehnte - vor Einführung wirklich guter Dupmaterialien - war Kopierung vom O-Negativ neben dem Technicolor-Druckprozeß die einzige Methode, optimale Qualität ins Kino zu bekommen.
  4. Bei CD-R-Medien habe ich bisher folgende Erfahrungen gemacht: CD-R BASF (vor EMTEC-Zeit) von Kunst-Videoinstallation, nach Bearbeitung langsam gebrannt, ein Satz im Büroraum (trocken, mäßige Temperatur im Sommer) gelagert, eine Zweitkopie in klimatisiertem Lager (8 Grad, 30% LF). Die "gekühlten" Exemplare waren nach zwölf Jahren anstandslos lesbar und fehlerfrei, die normal gelagerten zeigten zu 50% leichte bis mittlere Lesefehler. Etwa 10% waren völlig unlesbar, auf verschiedenen LW probiert. Ähnliches sagen simulierte Langzeittests: Was die Scheiben tötet, ist der Temperatur/Luftfeuchtewechsel. Wichtige Bilddaten, die nur digital vorlagen (Scans), habe ich kürzlich auf USB-Medien zweitgesichert, scheint mir sicherer als die Silberscheiben und ist preislich kein Problem. Ein Kollege, der sein Geld mit Fotografie verdient, nimmt digital auf und läßt, wenn ein paar hundert Bilder beisammen sind, diese auf Kinefilm (Farbnegativ) ausbelichten, kostet pro Bild weniger, als Diafotografen für Spezialrähmchen u.ä. ausgeben. - "Scannen wird man immer können", meinte er dazu. :)
  5. Ist so nicht richtig - - die erste Kopie vom fertig geschnittenen Negativ ist die Nullkopie. Der Lichtbestimmer hat Helligkeit und Farbfilterung zwischen Einstellungen und Szenen bereits nach bestem Vermögen angeglichen. Anhand dieser Nullkopie (Projektion) können Kameramann, Lichtbestimmer und ggf. Regisseur festlegen, wie die endgültige Licht/Farbbestimmung aussehen soll. Die nächsten "Test"-Kopien bezeichnet man als Korrekturkopien, die Anzahl bis zur endgültigen Abstimmung hängt von Qualitätsanspruch der Auftraggeber und Befähigung der Lichtbestimmer ab. Steht die Lichtbestimmung, so kann man mit der Herstellung der Serienkopien (Vorführ- oder Theaterkopien) beginnen, die dann mit der festgelegten Filterung gezogen werden. Das gilt natürlich nur für Kopierung vom Kameranegativ, in der Praxis wird ein Zwischenpositiv/Zwischennegativ hergestellt, das die o.a. Filterungen bereits enthält. So kann die gewünschte Kopienauflage ohne Gefahr für das Original mit seinen vielen Naßklebestellen und mit einheitlichem Kopierlicht produziert werden. Kopierung vom Originalnegativ war bis in die sechziger Jahre durchaus üblich, für kleine Produktionen mit geringer Kopienauflage auch noch länger. Daher hat so mancher "Bahnhofskinofilm", wenn er halbwegs korrekt fotografiert wurde, dank Originalkopierung und damaliger Schrittkopiermaschinen eine erstaunliche Schärfe und Feinkörnigkeit. Heute ist natürlich alles viel besser, schöner und kreativer, Näheres dazu in den täglichen Werbeeinschaltungen im Unterforum für Digitalisierung. ;) Fußnote: Licht- und Farbbestimmung ist keine rein technische Arbeit, sondern erfordert Einsicht in kreative Absichten und Prozesse und ein gutes Farbsehen. Das gilt übrigens auch für Coloristen in der Filmabtastung und Postproduktion - die übelsten Bilder entstehen i.d.R. durch schlechten Geschmack und/oder Inkompetenz von Regisseuren, Produzenten und Kameraleuten (in dieser Reihenfolge).
  6. Bild: JAB Filmverleih / in70mm.com Zur Erinnerung: Ostermontag, 19 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums: FLYING CLIPPER Traumreise unter weißen Segeln in einer neuen 70-mm-Kopie frisch aus dem Kopierwerk mit endgültiger Licht- und Farbkorrektur und DTS-Ton.
  7. oceanic schrieb: ... die hatten schlechteren Bildstand und somit kopfschmerzverdächtig(3D braucht perfekten Bildstand,[...], waren flackriger und somit kopfschmerzverdächtig Interessant! Woher kommt denn bei 70-mm-Einbandprojektion mit nebeneinanderliegenden Teilbildern gegenläufige Bildstandsschwankung? :) Übrigens auch nicht beim 35-mm-Over/Under-Format, lediglich beim kaum verwendeten "Raumfilm Zeiss-Ikon" mit gegenläufig um 90 Grad gedrehten Teilbildern und bei unsachgemäßer Zweibandprojektion spielte das eine Rolle. Heute ist es natürlich bequem, die filmbasierte 3-D-Technik der 1950er lächerlich zu machen, indem man Falschinformationen verbreitet (z.B., daß früher alles in Rot/Grün gelaufen wäre) oder nur die Billigstprodukte à la ROBOT MONSTER oder an die trashigen 1980er-Filme von ROTTWEILER bis JAWS 3-D erinnert. Wer es sich leisten kann, sollte unbedingt das nächste World 3D Fest besuchen, um einmal historische Stereofilmformate technisch korrekt zu sehen. http://www.3dfilmpf.org/ TOP 3-D MYTHS: http://www.3dfilmpf.org/info-top-10-3D-myths.html Ansonsten stimme ich bezüglich der Animationsfilme zu, denn die sind ja meist so sorgfältig gestaltet und geplant, daß der Stereoeffekt nur noch zusätzlich errechnet werden muß (sozusagen per zweiter "virtueller Kamera"). Ob sich das Publikum auf Dauer mit Brillen, gleich welchen Systems, anfreundet und bereit ist, dafür mehr Geld hinzulegen, wird sich zeigen.
  8. Und um Bezug auf den Threadtitel zu nehmen: Nicht ganz! Ich gehe davon aus, daß es mit 3D-Produktionen nach der derzeitigen Welle bald rapide abwärts geht, das Verfahren aber nicht wieder verschwindet, sondern eine Nischenfunktion für bestimmte Genres (Animation, Effektfilme) behalten wird. Umstellung der gesamten Filmproduktion auf 3D sehe ich nicht, weil damit zuviele stilistische Einschränkungen und "Vorschriften" verbunden sind.
  9. @preston sturges: "Metroscopix" bestand aus Anaglyphenfilmen, also waren Rot-Grün-Zellophanbrillen angesagt. Ich habe das Buch "der 3D-Film" gerade nicht greifbar, meine aber, daß es sich um Eine Kompilation von Kurzfilmen aus den 1940ern handelte, die man koppelte, um von der 3D-Welle mitzuprofitieren. Aber was für ein elefantöses Plakatmotiv! ;)
  10. @filmempire: Vielen Dank für Deinen ausführlichen und informativen Text. 8) Ich lese mit großem Vergnügen Berichte von Festivals, zu denen ich nicht fahren konnte und freue mich, wenn jemand sich die Zeit nimmt, seine Eindrücke so detailliert zu schildern und technische Daten (verwendete Technik) herausfindet. :rotate:
  11. ...und der Käufer darf sich auf den berühmten Sony-Support einschließlich der extrem moderaten Ersatzteilpreise freuen. :D
  12. Interessant die Diskussion dazu bei den Kollegen in den USA: http://www.film-tech.com/cgi-bin/ubb/f16/t000339/p1.html Einfache Division ergibt, daß Sony den 4K-Projektor für $63.000/St. an AMC verkauft, nachdem ihn für $83.000 sonst kaum jemand kaufen wollte Wer mehr lesen kann & will als Pressemitteilungen und Jubelfunk, kann die Gründe dafür u.a. im obigen Thread nachlesen.
  13. EDITIERT: Da war @preston sturges schneller. Tja, wer zu viel formatiert, verliert das Rennen... ;) Diskussion zum Fall auf film-tech.com (auf I AGREE... klicken): http://www.film-tech.com/cgi-bin/ubb/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=1;t=009831 Zum Thema Löschen mit Wasser: Und hier eine ausführliche Stellungnahme des Kinos (gepostet von Richard P. May auf film-tech) Was ich mich jetzt frage: Sollte nicht ein Feuerschutzkanal verhindern, daß sich die Entzündung des Films auf die Abwickelspule ausbreiten kann? Die anderthalb Meter freiliegender Film im Laufwerk sind ja nicht das große Problem.
  14. Hier geht`s ja wieder mal zu... :roll: Eine Nitrovorführung findet in dafür zugelassenem und ausgerüstetem Vorführraum statt. Es kommt zu Filmriß, Film gerät in Brand, Sicherheitsmaßnahmen greifen sofort, niemand kommt zu Schaden. Die einzige interessante Frage ist in dem Zusammenhang, was den Filmriß verursacht hat und weshalb mehr Film als technisch unvermeidbar in Brand geriet. Eventuell wurde die Kopie nicht optimal geprüft oder Fehleinstellungen des Projektors führten zum Filmriß. Das Feuer wurde gestoppt, niemand kam zu Schaden. Der Rest sind Fragen, die die Versicherung stellen wird. Muß das gleich die übliche Halbwissen-Debatte auslösen?[/url]
  15. Nicht zu vergessen einige Einstellungen für PLAYTIME.
  16. Interessante These (wenn ich plutokennedy richtig verstanden habe): Erst muß eine Branche komplett macdonaldisiert sein, damit man wieder ein kleines, feines Lokal mit anständiger Küche eröffnen kann, um es als Premium-Angebot mit höheren Preisen zu vermarkten?
  17. cinerama schrieb: Das verstehe ich nicht ganz - waren in der neuen 70-mm-Kopie nicht auch die - farblich schlechteren - Kürzungen enthalten, oder trügt mich da die Erinnerung?
  18. @Sam schrieb: Die Antwort gibt RAH, nachdem er von Ole Alstrup danach gefragt wird: Grundsätzlich kann man zwar jeden Materialtyp in jedem Format konfektionieren lassen, die Frage ist nur, ob die Länge der gekürzten Szenen - nur um die geht es ja - die höheren Kosten und Mindestbestellmenge rechtfertigt. Daß bestimmte Materialtypen nicht regulär im 65mm-Format zu haben waren, veranlaßte übrigens Ende der 1970er auch Trickfirmen wie Industrial Light & Magic, das Vistavision-Format für Spezialeffekte wiederzubeleben - damit standen alle üblichen 35mm-Filmtypen zur Verfügung und konnten normal entwickelt werden. Technische Diskussion ist gut und notwendig, aber muß man eine angekündigte Restaurierung - und mehr ist es derzeit offenbar noch gar nicht - wirklich vorab bemängeln, zumal Harris ja selbst schreibt, daß noch gar nicht alle Methoden und Prozesse einsatzbereit sind (siehe Kontext MAD MAD MAD MAD WORLD) ? ;)
  19. Ein einziger Beitrag geht in diese Richtung, und das ist noch wenig, wenn man bedenkt, welchen Status die Alamo-Verteidigung in der US-"Mythologie" einnimmt. Es werden durchaus technische Fragen gestellt (und beantwortet), etwa zur Vistavision-Verwendung, dem Zustand des Negativs, der Bearbeitungsmethode und den unterschiedlichen Fassungen.
  20. Wer an Details interessiert ist, kann hier mit R.A. Harris direkt kommunizieren: http://www.hometheaterforum.com/htf/ht-software-high-definition/283892-robert-harris-bits-resurrecting-restoring-alamo.html#post3527347 Originalpost des Artikels hier: http://www.thedigitalbits.com/articles/robertharris/harris032009.html
  21. Ganz großes Lob für diese Website! - Gute Idee, einen "chronologischen Mix" aus Spielplan, Dokumenten und persönlichen Erinnerungen zu verwenden, das fesselt einen beim Lesen richtig. Unglaublich die vielen Umbauten, Cinemiracle mehrfach ein- und wieder ausgebaut, DP 70 rein, zurück zu Bauer 35mm, dann wieder auf 70mm mit U2, Cinerama-Lamellenwand - da war wirklich was los! Ein Vorbild für zukünftige Kino-Websites.
  22. Eine U2 sollte man natürlich nur mit originalem Todd-AO-Material in 30 B/s füttern! ;) B12 läuft meines Wissens mit dem 1440-UpM-Motor sehr wohl 24 B/s, mit der U2 kenne ich mich nicht aus. Was meint stefan2 dazu? Konstruktive Ausnahmen ändern nichts daran, daß 24 Bilder die Norm sind. Wer daher - wie im Thread beschrieben - technisch sowohl 24 als auch 25 B/s spielen kann und sich für 25 entscheidet bzw. seine Vorführer dazu zwingt, betrügt seine Besucher und verzerrt das Werk des Filmemachers. Weniger sichtbar, aber keinen Deut besser als das Abschneiden oder Kürzen von Abspännen, Ouvertüren (bei alten Filmen) oder Auslassen ganzer Akte (ja, das gab's, früher war nicht alles besser...). Zur korrekten Wiedergabe z.B. von TV-Produktionen ist 25er Frequenz in der Tat wichtig, weil die Verlangsamung/Absenkung des Tons deutlich störender ist als die Beschleunigung/Erhöhung. Für Erstaufführungskinos hat das wenig Bedeutung, denn wer einen Film explizit zur Kinoauswertung produziert, sollte sich an die Norm halten oder zumindest die Tonhöhenverschiebung für die Kinoversion digital kompensieren. Sonst ist man wieder bei Zuständen, wie sie Guido Seeber in DER PRAKTISCHE KAMERAMANN (1927) schildert. Er empfiehlt dort, wichtige Einstellungen (fallende Objekte, Schriftstücke) nicht zu kurz stehen zu lassen, da sonntags der Kinobesitzer gern "Dampf macht", um eine weitere Vorstellung unterbringen zu können.
  23. Zuschlag ab 120 Minuten ist schlichte Abzockerei, sonst nichts. Diese Grenze ist zu dicht an der Durchschnittslänge heutiger Spielfilme, wegen 10 oder 15 Minuten fallen bestimmt keine Vorstellungen aus. Abspiel mit 25 B/s ist eindeutig Betrug, weil eine Dienstleistung (Aufführung eines Werks, das eine klar definierte Zeitdauer hat, siehe FSK-Freigabe) in kürzerer Zeit erbracht wird. Ob der Zuschauer das bemerkt, ist dabei egal. Bei Analog-Tonwiedergabe findet zusätzlich eine von der Produktion nicht geplante und hörbare Veränderung der Tonhöhe (Musikwiedergabe!) statt, technische Gründe wie beim PAL-TV gibt es im Kino dafür nicht.
  24. Habe mir das MyZeil gestern abend mal angesehen, Kino könnte ich mir allenfalls dort vorstellen, wo sich jetzt das VIZZ-"Kiderparadies" befindet. Vermutlich waren die seinerzeit angekündigten Kinos als Maßnahme zur abendlichen Belebung des Ladens gedacht, das aber sicher, bevor die großen Publikums-Magnete wie SATURN (2 Stockwerke) zugesagt hatten. Rechnen kann sich ein Kinobetrieb bei den Mieten eigentlich nicht. Architektonisch mal was anderes, aber bei gut der Hälfte der Schnickschnack-Läden ahne ich ähnliche Fluktuation wie bei der benachbarten Zeil-Galerie "les facettes". Eins ist sicher: Rolltreppenfans kommen auf ihre Kosten - angeblich "Europas längste Rolltreppe". http://www.myzeil.de/index.php?item=Home〈=de
  25. So wie bei KING KONG? :lol: Dann doch lieber ein Remake von THE COURT JESTER mit Jim Carrey! ;)
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