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Gab es 70mm Filme auch ohne 6-Kanal-Ton?
filmempire antwortete auf Christian_Mueller's Thema in Nostalgie
Es gab tatsächlich 70 mm Kopien, die zwar 6 Tonspuren hatten, aber die Frontkanäle nur MONO Ton waren, d. h. alle 5 hatten ein MONO Signal. Ein Film war noch ganz besonders, da war nur die Spur 2 Mitte bespielt, der Rest der 6 Tonspuren nicht. Der Filmtitel: THE BIG FISHERMAN in Deutsch: DER FISCHER VON GALILÄA. Im Original war der sicher mit 6-Kanal-Stereo-Ton, aber der deutsche Verleih hatte wohl kein Geld um eine Mehrkanalmischung zu bezahlen, daher nur MONO Ton auf Spur 2, besser wäre gewesen, wenn wenigstens alle 5 Frontkanäle in MONO aufgespielt worden wären, wie das andere Filmverleihe machten. Übrigens waren bei vielen 70 mm Werken die Tonmischung nur von 4-Kanal-Master genommen worden. Es wurden zwar alle 6 Frontkanäle und der sogenannte Effektkanal bespielt, aber auf halblinks und halbrechts war genau das gleiche Signal wie auf Links und Rechts, also MONO nur etwas leiser. Und bei 2001 war die Musikaufnahme effektiv nur 2-Kanalig. Egal wie man die Spuren von der 70 mm Kopie abhört, ob links und rechts außen oder halb links mit links außen oder mitte mit links außen, es bleibt bei 2-Kanal-STEREO. Bei 35 mm 4-kanal-Kopien gab es ähnliche Werke: "Dem Tode entronnen" mit Musik in MONO, dafür eine extrem per Panoramaregler ausgestattete Sprachmischung. TOMMY in 3-Kanal-Magnetton. Wenn man da nur die Mitte spielte, konnte man den Gesang ohne Backroundmusik hören und das klang recht bescheiden. Bei JESUS CHRIST SUPERSTAR in 35 mm waren nur 3 Tonspuren aufgebracht, hier wurde der Effektkanal weggelassen, während in der 70 mm Version dieser bespielt war. Um noch weiteres Seltsames zu erwähnen: Bei der 35 mm Kopie von "Gottseidank es is Freitag" wurde auf allen Kanälen ein 12 KHz Ton draufgespielt, der eigentlich nur für Kanal 4 (Surround) vorgesehen sein sollte, damit diese dann aufgeschaltet wird. Gottseidank haben die bei 70 mm diese 12 KHz Töne nicht verwendet, weil die Spuren breiter waren und nicht so verauscht waren wie in den 35er Fassungen. -
Warum müssen eigentlich die 65 mm Negative restauriert werden, nachdem hier im Forum behauptet wurde, Negative würden nicht faden? Das die mechanisch sicher angeschlagen sind, wenn weltweit alle 70 mm Kopien angeblich vom Kameranegativ und nicht von einem Internegativ gemacht werden ist dann schon nachvollziehbar. Ich habe aber mal bei einer Dokumentation von MY FAIR LADY die Herren Katz und Harris gesehen, die in einer Rumpelkammer rostige 70 mm Container finden, daraus rostigen 70 mm Spulen herausziehen (mit Magnettonspuren drauf) und behaupten, das seinen die original Kameranegative. Am Leuchttisch werden dann die Schäden (Fussel in ein paar Frames im Haupttitel) usw gezeigt, die Farbstiche erklärt und ein verzerrter Ton gespielt, so wie er damals Dank OHNE DOLBY geklungen haben soll. Erst nach 1 Million Dollar später konnte dann die Welt endlich MY FAIR LADY so sehen, wie Katz und Co. das wollten und nicht George Cukor. Ich habe die restaurierte 70 mm Fassung leider nicht gesehen, nehme aber an, daß auch hier wieder Töne drinn waren, die nichts mit dem Original von 1963 zu tun hatte. Ich kenne nur die "Tonbearbeitung" von LAWRENCE in 70 mm, und der hatte in der deutschen Fassung von 1962 einen sehr höhenbetonten Ton im Gegensatz zu "Ben Hur". In der Katz Harris Abmischung dann viel Hall auf dem Surroundkanal (Musik und selbst die Sprache in der Wüste am Brunnen). Möglicherweise ist da auch jemand versehentlich an den Regler gekommen, was immer. Da ja heute bei allen Filmen der Surround in 3facher Ausführung beschallt wird, war bei Lawrence nur beim Gesang mit der Bank of Monte Carlo dieser einmal im Einsatz.
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Die PANAVISION Bildqualität in Filmen vor 1980 hatte eine Schärfentiefe die ich in keinem der teueren Hollywoodfilme von heute erkennen kann. Ich habe erst in den letzten Tagen 3 uralt Filme gespielt: "VIVA MARIA", "THE WAY WEST" und "SOLDIER BLUE". Toll wie das aussah, mit Ausnahme der Farben, die bei den ersten beiden Titel natürlich rotstichig waren. Der Bildeindruck war aber 70 mm ähnlich, das nicht nur wegen tollen Einstellungen, sondern auch mit viel Licht aufgenommene Gesichter der Darsteller in Innen- wie Außenaufnahmen. Es ist echt schade, daß die heutigen Werke keine Tiefenwirkung mehr haben. Alles ist flach und in der Totele unscharf. Dazu dann donnernde Pferdehufe einer Reiterhorde mit extremen Bass. Die Stimmen der Reiter dann aber nur aus der Mitte in MONO, tolle Sache.
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Ist das wirkliche Format von 70mm garnicht 2,2:1, sondern...
filmempire antwortete auf Christian_Mueller's Thema in Nostalgie
Ich habe mal verschiedene 70 mm Filmbilder mit der Lupe angeschaut und festgestellt, daß Ben-Hur sowohl in der 59er und 68er Fassung schönen sauberen schwarzen Bildstrich hat, der in manchen Szenen aber auch vom Weiß überstrahlt wird. Bei Lawrence von Arabien sind nicht bei allen Szenen der Bildstrich schwarz mit weißem Rand von circa 1 mm. Manche Bildstriche haben in der Mitte noch weisse Längsstreifen die schief laufen. Bei Salomon und die Königin von Saba ist der Bildstrich sehr dünn, dafür aber auch sehr ungenau, mit vielen Ausfranzungen. Bei einem 65 mm Positiv ohne Tonspuren habe ich das Bildfenster mit 52 x 23 mm Abgemessen. Hier ist der Bildstrich schwarz und abgerundet in den Ecken, zwischen dem Bildstrich noch eine weiße Linie usw. Aber was solls, die Masken im Projektor bilden sich ja bekanntlich auf der Bildwand nicht schaf ab, also war die Höhe samt dem Vorhangkasch eh beschnitten, während man in der Breite ja dank der Magnettonspuren eigentlich das Volle Bild mit sauberer Kante vorführen kann, demnach ist das schon wieder ein ganz anderes Seitenverhältnis als hier mit Din oder sonstige Normen abgehandelte Maße. Obwohl es ja sicher für alles Normen gibt, auch für die Bespielung von 70 mm Magnetton (Bezugsfilme für die Tonstudios gab es damals auch schon) aber leider hat hier ja auch keiner diese benützt. Jede 70 mm Kopie war in Pegel und Entzerrung anders (außer wenn die vom gleichen Studio kam, die die Magnettonspuren bespielte). Bei Dolby Lichtton ist das ja bis heute noch genau so, die Pegel sind bei jedem Film anders. Bei kaschierten 35 mm Breitwandfilme von 1:1,66 - 1:1,85 ist auch der Bildausschnitt (trotz Normen) jeweils nach oben oder unten verschoben. (Ich nehme an, das wird gemacht, damit die Vorführer etwas zu tun haben) -
Paukenschlag in Berlin: Digital Cinema startet durch!
filmempire antwortete auf cinerama's Thema in Digitale Projektion
Für die Hollywood Studios wäre das Einfachste, die Filme auf VHS zu produzieren, im Rechner zu schneiden, und weltweit am selben Tag per e-mail an alle interessierte "Filmfans" zu schicken. Gegen Aufgebühr auch an Handybesitzer mit LCD Display. Damit wäre der schnellste Umsatz gemacht und kein Kino müßte irgendwelche Beamer neu erwerben. Zudem brauchte man auch die vielen Kopierwerke nicht mehr und ein Haufen Filmaterial müßte nicht verschrottet werden. -
Ist das wirkliche Format von 70mm garnicht 2,2:1, sondern...
filmempire antwortete auf Christian_Mueller's Thema in Nostalgie
Die 48,6 x 22 mm stimmen auch, wenn man einen 70 mm Filmbild von Rand zu Rand und Bildstrich zu Bildstrich nachmisst. Die Projektormasken sahen aber ganz anders aus. In der Breite auf jeden Fall nicht bis zu den Magnettonspuren ausgefeilt und in der Höhe je nach Leinwandkrümmung mit extremen Bögen in der Mitte. Bei mir ist die Maske 48,2 x 22 mm und da sieht man schon manchmal den Bildstrich bei manchen Kopien. In der Mitte ist die Maske aber nur 19 mm hoch. Da fällt viel vom Bild ab wegen der Leinwandkrümmung. Ich habe mal die Masken für 70 mm im Cinerama Dome in Hollywood gesehen, da war in der Mitte sicher nur noch 16 mm Höhe zum Durchprojizieren. Früher haben die Hersteller der Titelei für 70 mm natürlich an die Mitte gedacht und ihre Schriften entsprechend nicht bis an die Bildstriche gesetzt. Bei Untertitel in 70 mm war das aber oft nicht berücksichtigt und konnten somit bei Zweizeilern auch nich vollständig gelesen werden. In späteren Werken (meistens Blow UPs) hat keiner mehr darauf geachtet, daß bei einer starken Bildwandkrümmung in der Mitte sehr viel Bildinhalt verlorengeht, aber da gab es ja auch eigentlich kaum mehr Kinos mit stark gekrümmter Bildwand mit ein paar Ausnahmen. BEN HUR hatte in der Erstaufführung dank Ultra Panavision (Camera 65) ein Seitenverhältnis von 2,70:1 wurde aber in vielen Theater auch in reduziertem Seitenverhältnis gespielt. Ich habe mal Ben Hur in 70mm gesehen da war im Haupttitel das B und das R nicht vollständig lesbar. Die 70 mm anamorphotische Fassung von 1959 hatte auch dickere Bildstriche als z. B. Doktor Schiwago von 1965. Dafür wurden aber nicht in jedem Kino neue 70 mm Masken angefertigt. Zumal die Bildwand ehe immer die gleiche war und für den Horizonalkasch nicht mehrere Haltepunkte für 70 mm vorgesehen waren. -
Ist das wirkliche Format von 70mm garnicht 2,2:1, sondern...
filmempire antwortete auf Christian_Mueller's Thema in Nostalgie
Das mit dem Seitenverhältnis von 2,05:1 bei 70 mm mit 6 Magnettonspuren stimmt so. Sicher hat aber jedes Kino ein wenig anderes Format gespielt, je nach Baugegebenheiten. Dank der starken Todd-AO Krümmung oder auch bei Supercinerama kam eh ein ganz anderes Bildseitenverhältnis zustande, das lag dann schon eher bei 2,5 x 1 je nach Kino und Bildwand. In den guten alten Tagen der Road-Show Veranstaltungen wurde allerdings 35 mm erheblich kleiner gespielt als das 70 mm Format. Da fuhr die Abdeckung nicht nur nach oben sonder auch zur Seite auf. Das war ja auch das große AHA Elebnis. Später, als weniger 70 mm Werke gespielt wurde, haben viele Theater ihr Scopebild einfach vergrößert um die volle Bildwandbreite zu nützen. In den meisten Fällen wurde dann nur noch ein Abdeckung nach oben gezogen, manchmal seitwärts weggefahren, die aufwendigen Seilzüge für beidseitige Horizontabdeckung bei auch noch stark gekrümmter Bildwand war sehr anfällig und mußte öfters überholt werden. -
Schade, daß der Kleinverleiher "West Side Story" nicht in 70 mm herausbringt. Da wären sicher im großen Filmpalast auch über 10 Besucher gekommen. Ich habe das Werk am Wochenende in einer herrlich rotstichigen 70 mm Fassung gesehen, der echte 6-Kanal-Magnetton war schon eine Wucht.
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Ich habe in Paris im Broadway Kino im Stadtteil Passy 1977 STAR WARS (Krieg der Sterne) in 70 mm auf der Spaciovision-Bildwand von Raynald Bassi gesehen und die hatte 380 qm und war aus 1420 Bändern gespannt ähnlich wie bei Cinerama früher. Die große qm Zahl kam von der Bildwandkonstruktion mit 180 grad Wölbung und gleichzeigit 90 Grad schräg nach hinten gespannten Bändern zustande. Eine etwas merwürdige Konstruktion aber mit besonders 3 D ähnlichen eindrucksvollen Bild. Mit DP 70 und Philips Vorverstärker, der Rest war High End Tonanlage mit Mischpult im Saal, den besten 70 mm Ton, den ich bis dahin gehört hatte. Die gleiche Anlage war auch im Cinema Variete in Brüssel eingebaut. Den gleichen Film habe ich kurz danach im Royal in Berlin gesehen, dunkles Bild und kaputten dumpfen Ton (Kanal 5 links außen war ganz ausgeschaltet). Hat sich danach was geändert in Berlin mit den Filmfestspielen?? Wenn als Riech Kino da nichts mehr investiert hat, kann man sich doch nicht wundern, wenn in der gleichen Stadt neue noch funktionierende Anlagen laufen. Und wenn schon keiner die alten 70 mm Kopien dort spielt, erst recht nicht.
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Das große Rennen rund um die Welt lief auch in Deutschland (auf jeden Fall in Stuttgart im Atrium) als 70 mm Blow Up. Das sah aber nicht gut aus, wenn man die "echten" 65 mm gedrehten Filme kannte. Über den Inhalt sollte man sich nicht streiten, aber die tollkühnen Männer fand ich Welten besser. Es gab ja auch noch Monte Carlo Rallye und andere Werke, die an den Erfolg von Those Magnificent Men anknüpfen sollten.
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Da habe ich mich auch schon gewundert, warum es nur die Abtastungen von 1970 auf Video auch in England gibt. Aber schöne Neuigkeiten, seit 16. März 2004 gibt es in USA eine NTSC Version mit 5.1 Digitalton und Widescreen auf dem Markt, da kommt sicher England bald nach. Die letzte englische Fassung war eine Laserdisc in Fullscreen und Stereo-Ton. Die US Version ist Widescreen. Was mit den deutschen Mehrkanalaufnahme ist ??? wer weiß das?? Schön wäre es auch diesen Film mal wieder in 70 im Kino zu sehen, aber in welchem? Wo gibt es noch farblich gute Kopien vom Film?