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Film-Mechaniker

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  1. Als die ARRIFLEX 35 BL 4 herauskam, ich erinnere mich genau, kostete ein neues Magazin zu der Kamera DM 10'400.
  2. Die Pathé-WEBO-Rio-Phot für 9,5-mm-Film, 1960, hat eine mit dem Verschlußschieber verbundene Selenzelle, die im Lauf wie im Stillstand arbeitet. Man dreht am Blendenring des Objektivs, bis die im Sucher ersichtliche Nadel eines Drehspulinstruments senkrecht steht, dann löst man aus und kann während der Aufnahme nachkorrigieren. Es hat Patente auf Meßzellen in Kombination mit dem Verschluß gegeben. Bei den jüngeren Pathé-WEBO-M wird vom weiß lackierten Scheibenverschluß zurückgeworfenes Licht mit einer Zelle erfaßt. Ausgefallene Sachen, wenn man gewohnt ist, mit einem Handbeli. Messungen zu machen. Ein großer Unterschied zwischen der Amateurfilmerei und professioneller Filmproduktion ist, daß die Amateure sich eigentlich passiv verhalten gegenüber dem Licht. Bestenfalls wird gefiltert. Berufskameraleute sind für eine aktive Lichtführung verantwortlich. Nicht selten wird die Blendenöffnung festgelegt und dann die Szene mit Licht gefüllt, bis der Beli. sagt, es ist gut.
  3. Die Bolex H 16 EL weist ein halbautomatisches TTL-System auf mit zwei Leuchtdioden im Sucher, Lichtwaage genannt. Die hat aber mit Eumig zu tun, nicht mehr mit Paillard. Die Paillard-Bolex-H-Kamera professionell nennen, gehört in die Werbung. Sie ist es nicht, sie ist höchstens halbprofessionell nutzbar. Die frühen Modelle waren näher am Halbprofessionellen als alle späteren, weil die Filmseitenführung der Norm entspricht, weil die Greifergruppe aus Stahl gemacht ist, weil die Objektivgewinde im Revolver länger sind. Ditmar bauten ein Extinktionssystem in ihre Kameras ein in den 1930er Jahren. Die erste vollautomatische 16-mm-Kamera war die Bell & Howell 200 EE 1956, eine Amateurkamera. Für die Arriflex 16 ST kam erst 1976 ein CdS-Instrument heraus, TTL. Blendenautomatik konnte man mit einem Berthiot-Servo-Cinor 16 mm, f/2.8, haben. Die Kern-Vario-Switar mit Electric Eye stellen Vollautomatik dar. Kriterium ist das Filmmaterial: Umkehrfilme sollten auf den Punkt belichtet sein. Beruflich wird überwiegend Negativmaterial gedreht, das leichte Unter- und Überbelichtung verkraftet, und beim Kopieren kann man eingreifen. Logisch, daß eine bessere Amateur-Kamera zwanzig Mal mehr Funktionen aufweist als eine Mitchell. Mit einer Mitchell von 1940 kann man dafür heute noch arbeiten, während die Mehrzahl der Amateur-Kameras marode geworden ist.
  4. Es ist eine andere Denkweise erlaubt, die schnelle Neuerschaffung ermöglicht. Anders als beim Lebendigen, das Zeit braucht zum Wachsen und Heilen, ist es in der Technik gängig, Bestehendes sofort zu ersetzen, in diesem Falle eine Selenzelle durch eine Siliziumzelle. Hier hat es echten Fortschritt gegeben und Solarzellen lösten ja auch bei der Lichttonabtastung die Photozellen und -röhren ab. Ich habe noch keine Eumig C 16 im Auftrag zu bearbeiten gehabt. Die Kamera scheint wenig Interesse auf sich zu ziehen. Gleich beim Eumig P 8, den ich immer noch für einen der besten Normal-8-Projektoren halte. Um so einen zu überholen, muß man ihn vollständig auseinandernehmen, sonst kommt man nicht ans Getriebe heran, über welches Vor- und Nachwickler angetrieben werden. Jene Zahnräder können mit altem Fett verklebt sein. Egal, man will nur ein paar Tropfen Öl investieren. Gegenwärtig wuchert’s in den Gehirnen Richtung PL-Fassung-Optiken an C-Fassung-Kameras, eingebildeter Lichtgewinn und hochspannender Bildcharakter. Eine Kundin aus Frankreich behauptet, mit einer Eclair 16 NPR Synchrontonaufnahmen zu machen. In einem der Magazine, die ich überholen soll, fehlt die Rolle am Zählerarm. Die Kundin hat am Anfang berichtet, Filme wären zerkratzt . . . Wirrköpfe
  5. Gerne gehe ich darauf ein. Die Eumig C 16 sind sehr gut gefertigt, von der Anlage bis zum Zusammenbau. Sie weisen einen filmschonenden Geradzuggreifer auf, zwischen Blattfedern aufgehängte Kugellager in der Hauptgruppe, einen soliden Regler und eine als dicht verschlossene Einheit austauschbare Selenmeßgruppe. Auch eine C 16 benötigt Pflege, sie ist aber robust genug, um auch etwas vernachlässigt den Dienst zu tun. Wer mit dem Konzept einverstanden ist, hat DIE Reportage- und Reisekamera. Ein umfassenderer Text als der alte von mir ist in Arbeit.
  6. Ich warte auf Leute, die eine H 9 auspacken.
  7. Wovon denn? Erstens: Engländer. Zweitens: Er sagt, er wäre Neuling in Bezug auf Kinotechnik. Drittens vermutlich Krebs als Sternzeichen. Viertens: viele falsche Aussagen, wie The Jazz Singer erster Tonfilm und dabei die Annahme, es wäre ein Lichttonfilm gewesen. Fünftens: Oberflächlich. Beautiful engineering, weil er ein schrägverzahntes Stirnrad erblickt. Wie er sagt, ist der Mechanismus fest. Eingerostet. England hat sehr viel von seinen Ingenieurskünsten verloren. Vom einst hochstehenden Maschinenbau, Dampfkraftmaschinenbau, ist kaum mehr etwas geblieben. Das lebt alles nicht mehr. Kino ist auch nicht mehr Umgang mit Materialien, sondern Computerkram. Was soll man davon halten, wenn einer einen Kalee-Projektorkopf mit einem preisgünstigen Reinigungsmittel vollsprüht und mit der Zahnbürste am Lack kratzt? Ich nichts.
  8. FOMA can measure freshly perforated stock themselves as given by ISO 69 for 16-mm. film. If they can’t, end of discussion The problem is not alone perforating issues but also, as I’ve been suspecting for years, unstable triacetate base webs. I don’t know where FOMA buys TAC foil from, IPI Bitterfeld-Wolfen perhaps. Something should be done on that field, too.
  9. Karel, würdest du als Tscheche ein Mal mit Dana Hoiná oder Jiří Chrtek bei FOMA telefonieren? Bitte weise auf mangelhafte Perforation hin und lasse dich nicht mit Ersatzfilm abspeisen, sondern sage, dass FOMA die schlechteste Filmperforation weltweit liefert. Ich stehe für die Pflege und Einstellung von Perforierapparaten zur Verfügung.
  10. Scheiße. Entschuldigung, alle! Das ist ein dickes Problem bei FOMA BOHEMIA, ein böhmischer Bock.
  11. Die Geschichte hat noch eine weitere Wendung genommen, und die ging so: Nachdem ich die Verschlußgruppe glücklich befestigt hatte, begann ich den Rest der Front wieder anzubringen, Einlegeblech, Bildfensterplatte, Ausrichten des Bildfensters auf den Sucherausschnitt (nicht umgekehrt, was viel aufwändiger ist und kaum jemand bezahlt). Dann prüfe ich noch ein Mal alles, damit ich die Front mit der Kamera vereinen kann, und muß feststellen, daß der Verschluß plötzlich wieder macht, was er will. Die Flügel überdecken nicht mehr richtig, bei weiterer Manipulation wird’s gleich wild wie zu Beginn. Es muß etwas tiefer Liegendes entgleist sein. Hintere Verschlußgruppenplatte abnehmen, Verschluß wegnehmen und zerlegen. Am Planetengetriebe finde ich nichts. Dann, wie ich den festen Verschlußflügel in den Fingern halte und das Zahnrad untersuche, läßt dieses sich in den Blechflügeln drehen. Das habe ich noch nie angetroffen. Pause. Mit dem Hund auf die Felder, überlegen, wie das zu befestigen ist. Wider mein Fachwissen, Bleche kann man nicht löten, versuche ich es mit dem Lötkolben. Selbstverständlich geht es nicht, die Bleche leiten die Wärme sofort ab. Das müßte ich in einem Ofen machen, um alles auf etwa 200 Grad zu bringen. Die Verschlußflügel sind aus Aluminium, als Gegengewicht ist je ein dünnes Stahlblechteil angebracht. Zurück am Werktisch beschließe ich, das Stahlblech mit einem spitzen Werkzeug gegen die stählerne Buchse zu verstemmen, was gut gelingt. Es geht nichts über den Hammer! Endlich kommt auch diese H 16 wieder zu voller Funktion.
  12. Einen Separatdruck in größerem Format kann ich mir vorstellen, A 3 oder größer, ein beidseitig bedruckter Papillon als Zeitungsbeilage und zum Auflegen in Buchhandlungen, Drogerien, Bahnhof, Kiosk, wo auch immer. Für Werbung schon Kodak, Stuttgart, gefragt?
  13. Ein Stück Stahlblech, hartverchromt, ginge auch.
  14. Ja, sehr freundliche Person.
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