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Film-Mechaniker

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  1. Logisch. Doch gerade die Paillard-Bolex-H bietet etwas mehr Schwierigkeiten bzw. geometrische Einschränkungen. Sehr gut läuft das DIY-Kopieren mit jungen Filmo 70, die Magazin annehmen. Die Filme laufen außer zwischen den Zahnrollen und im Kanal getrennt voneinander. Man kann volle 100 Fuß (30 m) laufen lassen, im Magazin haben 400 Fuß Platz. Der Geradzuggreifer und die Filmführung liefern besten Bildstand. An die Leistungen richtiger Kopieranlagen kommt man nicht heran, aber zum zeitnahen Mustern ist das Selberkopieren großartig. Kopierapparate bieten besten Bildstand im Falle von Schrittkontaktkonstruktionen, doppelt belichteten Bildstrich mit dem Stoß wahlweise am Kopf oder am Fuß, auch seitliche Schwärzung, Länge nur begrenzt durch das verfügbare Rohmaterial, bestimmte und exakt wiederholbare Lichtmengen in den Kopierfarben RGB, Möglichkeit, Tonnegativ mitzukopieren. Kopieren mit der Kamera hat dafür die Vorteile Einzelbildschaltungen, Langzeitbelichtung je nach Kamera, bei verstellbarem Verschluß die Möglichkeit, Blenden einzuführen (umgekehrte Dichte!), Möglichkeit zur Kombination mit Realaufnahmen (Fokus um Filmdicke versetzen!)
  2. Wenn ich mich recht entsinne, läßt der Objektivträger sich mit einem Hebel entriegeln, dann kann er aufgeschwenkt werden. Putzen mit einer Zahnbürste und eventuell etwas Alkohol
  3. Das kannst du auch mit den meisten Kameras. Einige eignen sich sehr gut, andere gerade so.
  4. Ich finde den 610 doof. Die Empfehlung lautet: Gerät mit Vor- und Nachwickel-Zahnrollen und gut zugänglichem Filmkanal, am besten Handeinleger
  5. Jan, weiter oben habe ich mich vielleicht zu zurückhaltend ausgedrückt. Bei einem so alten Gerät ist eine Generalüberholung wirklich das Gescheiteste. Einfach etwas hineinsprühen und -träufeln entfernt alte Fettharze und Abrieb nicht. An die entscheidenden Stellen kommt man allermeistens auch nicht heran, es sei denn, man tauche die ganze Kamera unter Öl, wovon ich aber dringend abrate. Die Schmierung von Federwerkfilmkameras ist komplizierter, als man sich vorstellt. Bislang habe ich darüber nichts veröffentlicht, doch hier möchte ich ein wenig darüber sagen. Bei den wie Uhrwerke aufgebauten Mechanismen brauchen die Lagerzapfen der Wellen ein Fett, das nicht davonläuft, dennoch langsam nachzieht und möglichst lange nicht oxidiert. Die Zahnräder dagegen, Doppelhebeln, müssen mit Öl geschmiert sein, weil die Zahnflanken doch recht schnell aufeinander abwälzen. Das Öl sollte von den Flächen der Zahnräder zu den Zähnen nachziehen. Deshalb sind einige (bessere) Konstruktionen mit Öffnungen ausgestattet, damit man ohne weiteres Zutun jederzeit Öl einbringen kann, manchmal direkt, manchmal über Filze. Dazu gehören die Filmo-70- und Eyemo-71-Modelle der Bell & Howell Co., die Arriflex 16 ST, die H-Kameras von Paillard-Bolex ab 1964 (mit der 1-1-Synchronwelle), die EMEL-C und andere mehr. Eine vollständige Liste ist mir nicht bekannt. Zentrifugalregler sind mit Bremskörpern aus Leder, Hartpapier, Kork, Hartholz, Messing, Stahl oder vollsynthetischen Kunststoffen besetzt. Leder sollte trocken bremsen, Hartpapier leicht ölig, Kork trocken (bildet eine dünne Verbundoberfläche aus den Korkfasern und Metallabrieb), Holz trocken, Metalle gefettet. Die Reglerlager wieder Fett, Zahnkränze ölig Die Antriebsfeder muß und kann man nicht leichtgängig machen. Es ist das Getriebe, das nicht leicht läuft, wobei die am schnellsten bewegten Elemente am stärksten bremsen. Also nichts in eine Federbüchse geben, das erzeugt nur eine klebrige Pampe, hier nachzusehen. Wenn ich dich auf meine Kamerabeschreibungen hinweisen darf, lade ich zu entspanntem Lesen ein. Solltest du dennoch selber Hand anlegen, wünsche ich gutes Gelingen. Es kann sehr lehrreich sein. Als ausgebildeter Mechaniker kenne ich (hoffentlich) ein paar Sachen mehr als ein Laie. So kann man an einigen Dingen anstehen oder vielleicht etwas kaputt machen, was oft schade ist. Einen Fernkurs werde ich bestimmt nie geben. Schön zu lesen, wie Filmen Freude macht!
  6. Das beste Bearbeitungsverfahren für Planparallelität ist das Läppen. Man müßte eine Filmportion mit der Bezugskante, das ist die Außenkante bei den Perforationslöchern, auf einem Teller stramm glattwickeln und sichern. Dann könnte man auf relativ grober Scheibe mit Druck von oben die Gegenkanten einebnen und gleichzeitig den Wickel auf Maß bringen. Wenn man das trocken durchführt, braucht der Film nur entstaubt werden.
  7. Wie willst du da nachschneiden? Zuerst messen, Notizen machen, dann helfen wir weiter.
  8. Du tust besser daran, deinen Projektor zu pflegen. Die Berührungsflächen zwischen Film und Apparat sind zwischen 35-mm- und 8-mm-Film nicht zu vergleichen. Ein guter (8-mm-) Filmprojektor erlaubt, den Filmkanal blitzsauber zu halten, hat also entweder wegschwenkbare oder ganz abnehmbare Teile. Etwas anspruchsvoller, aber immer noch machbar, ist der Eumig P 8, wo man am besten mit einer nicht zu harten Rundbürste vorgeht. Wichtig ist, Schäden an den Laufflächen zu vermeiden. Zerkratzte, verschrammte oder verbogene Metallteile müssen von einem Fachmann bearbeitet werden. Zum Glück sind Schmalfilmprojektoren heute nicht mehr teuer, so daß man halt gleich ein anderes Gerät beschafft, falls gröbere Schäden vorliegen.
  9. Bei Andec fragen, würd’ ich sagen.
  10. Filme werden gewachst für leichten Lauf auf dem Projektor. Das wird seit den Anfängen gemacht. Dazu wickelt man das Material auf einen Kern mit Glattwickelteller und klebt das Ende an. Danach reibt man eine Filmwachsmischung mit einem Papierstummel (aufgerolltes Weichpapier) hauchdünn auf die Kante, beidseits. Mit der Zeit verdunsten die flüchtigen Teile der Mischung, zurück bleibt das Wachs. Meist nimmt man Carnauba-Wachs, manchmal etwas Weichmacher für den Filmträger, ursprünglich Campher, und Paraffine. Bei Originalen würde ich das nicht ausüben, die bringst das Wachs selber nur mehr schwer vom Film. Betrachte die Maßnahme als für Kinokopien richtig und hauptsächlich auf amerikanischen Projektoren, die stählerne Leitschuhe um die Schaltrolle haben.
  11. Ja, ich weiß, niemand hat gefragt, aber da ich schon mal dran bin, ziehe ich’s jetzt durch. Da sind noch zwei, nämlich Pathé Royal für 25-Fuß-Spulen mit Federwerk, Angénieux-Zoom, Reflexsucher, TTL-Messung, Batterieprüfung, abnehmbarem Handgriff; hergestellt von Ditmar unter Lizenz; 1965 ELMO C-300 mit Doppel-8-Magazin, Elektroantrieb, Zoom-Optik 9~36, f/1.8, Reflexsucher, TTL-Messung u. a. m.; 1967
  12. Da sagst du etwas Erhebliches. Möglicherweise von Edward Nowill nachperforiert, dem ich Aufträge zwar gönnen mag, doch man sollte den Unfug lassen. Den Kodak-Chalon-Perforierapparat, den ich einst gekauft hatte, gibt es übrigens nicht mehr.
  13. Bin weiterhin am Zusammentragen von TTL-Doppel-8-Film-Kameras mit hellbleibendem Reflexsucher, diese integrierten Geräte interessieren mich eigentlich nicht so stark. Die schwere K 2 steht schlecht auf Stativ. https://www.filmvorfuehrer.de/topic/18970-seltene-kern-doppeloptik-zur-paillard-bolex-b8/ Paillard-Bolex P 1, P 2, P 3; 25-Fuß-Spulen, Federwerk; ab 1961 Bell & Howell Duo Speed Zoomatic 416 Director Optronic Eye; 25-Fuß-Spulen, Federwerk, Aufzugkurbel, Federkraftanzeige, TTL-Messung mit Selenzelle, Fußzähler, eingebautes Konversionsfilter, Blendenanzeige außen, Motor-Zoom; 1962
  14. Berichtigung: Das Kern-Paillard-Yvar 13 mm, f/1.8, ist ein Ernostar-Typ, keine Tessar-Variante.
  15. Die Anlage von K 2 und Bauer 88 R ist in Bezug auf den Sucher dieselbe. Aus einer Schemazeichnung, schon mehrfach reproduziert, jedoch immer noch deutlich genug, und aus einer Zerlegung ist eindeutig erkennbar, dass die Sucherausspiegelung vor der Blende liegt. Nach Geschmack wählt man zwischen dem Schneider-Variogon 8~48, f/1.8, und dem Kern-Vario-Switar 8~36, f/1.9. Katzenaugenblende, wie im Schema dargestellt, haben beide.
  16. Vom Schwarzweißfilm, der bei FPP angeboten wird, weiß man nur, daß er ISO 50 Empfindlichkeit hat. Ob es panchromatisches, orthochromatisches oder Hyperpan-Material ist, steht nirgends. Auch vom Aufbau ist nichts erwähnt, Lichthofschutz, Unterlage, Dicke, usw. Aber man braucht nicht rätseln, es ist Kodak Plus-X reversal. Die Farbnegative sind die Kodak-Vision-3-Typen 7203 und 7219.
  17. Kodachrome war der Oberhammer, aber man hat das Material nicht mehr beworben. Wie konnte man bei Eastman-Kodak das Produkt überhaupt, das man hatte, so eingehen lassen, frage ich mich immer wieder. Heute würde das wieder laufen, dessen bin ich mir sicher, als Planfilm in der Großformat-, als Rollfilm in der Mittelformatfotografie, als Kleinbilddiafilm, als Schmalfilm, in so vielen Varianten. Nun gut, der neue Ektachrome ist ein sehr schönes Material mit dem immensen Vorteil der ubiquitären Entwicklung.
  18. Was glaubst du, wovon ich seit Jahren auf mehreren Foren schreibe? Wenn die Gipsköpfe in Rochester nur endlich den Super-8-Quatsch lassen und dafür Ektachrome als 2 × 8 anböten, die kämen nicht nach mit fabrizieren. Sie könnten auch den Kodachrome-Preis leicht unterbieten, weil die Verarbeitung dezentral ist. Meine Hoffnung liegt zwar bei den Italienern, doch da klemmt es irgendwo furchtbar.
  19. Danke fürs Anzeigen! Farbnegativfilme, jetzt kommt Druck auf, einen Kopierdienst für Normal-8 anzubieten. Das Problem dabei ist, daß 8-mm-Farbpositivmaterial hergebracht werden muß. Schwarzweißkopierfilm ist erhältlich.
  20. Die K 2 auf jeden Fall, ich habe eine. Beaulieu nicht, da war ich auf dem Holzweg. Bei der Bauer 88 RS nehme ich an, daß der Sucher nicht verdunkelt, weiß es aber nicht schlüssig. Es gibt noch einige mehr, von denen wir zu wenig wissen. Die Entwicklung geschah von etwa 1962 bis 1965.
  21. Sicher, einige Paillard-Bolex K 2, Beaulieu Reflex Control 8 (MRA), Bauer 88 RS, . . .
  22. Der Code ADUNI steht für Atténuation Densité Unie, gleichbleibende Absenkung der Dichte. Die Filter haben das ISO-Feingewinde II M 21,5 × 0,5 und passen auf folgende Objektive: Switar 5,5-1.8 Pizar 5,5-1.9 Switar 12,5-1.5 Yvar 12,5-2.5 Yvar 13-1.8 (beide Versionen) Yvar 25-2.5 Yvar 36-2.8 Lytar 12,5-1.8 Lytar 13-1.9
  23. Noch mehr D-Mount-Produkte Alpex, Japan; Hersteller ?, 6,5-1.9; 1½“-1.9 Arco, Japan; möglicherweise von Dritten hergestellt. 6,5-1.4; 13-1.8; 13-1.4; 38-1.4; 75-2.8, eingeb. Reflexsucher Canon, Japan; 6,5-1.8; 13-1.4; 25-1.8; 50-2.2; 75-3.2 Fujitar, vermutlich Sun Pelepar, eingraviert Germany (?); Cine-Pelepar „C“ 1½ inch, f/3.5; blank oder schwarz Perfex-Dummy-Objektive aus Kunststoff für Schaufensterauslagen, möglicherweise von Wollensak oder Graf Sun (San), Japan; 6,5-1.9; 7-1.4; 13-2.5; 13-1.9; 38-3.5; 38-2.5; 38-1.9; 38-1.4; 38-1.1 Sylvania, Japan; ähnlich Soligor-Elitar, ev. Pentax-Cosmicar Walz, Japan; 6,5-1.9 Das japanische Firmenknäuel entwirren . . .
  24. Sehr schön, gratuliere. Nichts ersetzt die Axt im Haus des Zimmermanns.
  25. Das finde ich als Mechaniker durchaus angängig. Trockenschmierung ist so alt wie viskose, man denke an Talk auf Leder und Stroh auf Holz. Ich würde nur die Welle/Achse nicht zu polieren raten, weil das Polieren, wenn nicht richtig ausgeführt, zu Unrundheit führen kann.
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