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Film-Mechaniker

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  1. Das Beste an der Stelle ist kein Glas, nur Luft. Kann man sich leisten, wenn andauernd Überdruck im Saal gegenüber dem Bildwerferraum herrscht, dann wird der Schall von dort sozusagen zurückgeblasen. Die Bildwerfer müssen auch möglichst still sein. Das Zweitbeste und natürlich Praktischere ist eine Glasscheibe, und zwar auf beiden Seiten entspiegeltes planparallel geschliffenes Quarzglas. Das darf ruhig drei Millimeter stark sein. Dann kommen die drittbesten Varianten.
  2. Ja, fürs Klärbad kann man ruhig mehr Sulfit nehmen. Da habe ich jetzt nicht unterschieden. 50 bis 60 g/L ist gut. Ich bearbeite immer mit ununterbrochener Bewegung in allen Bädern.
  3. Was für ein inkompetenter Vorführer läßt Film auf Kern ohne Flanschen ab Spulendorn laufen?!!! Jetzt wird mir vieles klar.
  4. Beim Bleichen wird nichts herausgelöst. Dazu bringt man den Film in ein Klärbad. Man kann die Konzentration verringern, wenn man zum Ausgleich mehr agitiert. Die Bäder sind dabei natürlich schneller erschöpft, jedoch besser ausgenutzt. Mein Hausrezept hat 30 g Natriumsulfit im Liter, sowohl im Klärbad als auch im Entwickler. Die doppelte Menge an Sulfit hatte ich auch schon, das frißt dann aber schon ziemlich an den Salzen. Wie man ansetzt, ist weniger wichtig als daß man es immer gleich macht. Klassisch legt man für einen Liter eines Bades drei Viertel Liter Wasser vor, löst darin in der richtigen Reihenfolge alle Substanzen und füllt zuletzt auf. Nach diesem Verfahren ist das Volumen näher bei einem Liter, Kristallwasser fällt aber etwas mehr ins Gewicht. Mir ist es lieber, einen Liter Wasser vorzubereiten und darin die Zutaten aufzulösen. So habe ich die Gewichtsanteile nach Rezept bei etwas mehr Volumen. Vielleicht noch zu beachten: Manches Rezept wirkt frisch ungleich wie nach etwas Gebrauch. Dieser Effekt hängt stark vom bearbeiteten Filmmaterial ab. Gerade aus Fomapan R lösen sulfithaltige Entwickler einiges an Silberbromid, das mit Kaliumbromid zusammen bremsend wirkt. Die Empfindlichkeit wird schlechter ausgenutzt. Während der Entwicklung wird auch gediegenes Brom frei, bei offenem Bad im Dunkeln kann man das riechen. Ein erster Schwall Br2 verläßt den Film schon bei der Belichtung.
  5. Keiner hat selber Rohfilm bepistet, das war bis zum 21. Jahrhundert industrielle Sache.
  6. Aaton-Timecode und folgende Bei ARRI wurden Stativkopfbewegungen magnetisch aufgezeichnet, eine Abart von Motion Control, was seinerseits eine Unterart von CNC ist.
  7. Wenn mehrere Kameras auf Dasselbe gerichtet sind, bedarf es oft nicht ein Mal irgendwelcher Marken. Das Geschehen bietet Anhaltspunkte genug. Wenn mehrere Kameras Unterschiedliches aufnehmen, dann entscheidet das Tongeschehen, zum Beispiel bei einem Interview, in dessen Hintergrund Musik oder was auch immer Bestandteil anderer Aufnahmen ist. Die Frage ist dann, ob die Zeitgleichheit wichtig ist oder nicht, und Schwierigkeiten gibt es dann nur, wenn die Bildfrequenzen nicht übereinstimmen. Ich hatte schon Bild und Ton auf dem Schneidetisch, wo eine Kamera mit 24 B./s gelaufen sein muß und der Ton mit 25 überspielt war, das bringt man nie zusammen. Ansonsten kann man, wenn man ein Mal Übereinstimmung gefunden hat, bis Rollenende laufen lassen. Auf 16'000 Bilder (11'06") werden Abweichungen innerhalb eines Bildes toleriert, also ± ½ Bildlänge. Wenn es im Bild heftige Wechsel gibt, eine Person geht nahe vorüber oder ein Kamerawackler, der drin bleibt, dann kann man mogeln. Man schneidet an solchen Stellen, um einzelne Kader einzusetzen. Einfacher ist es, beim Ton etwas einzusetzen oder herauszunehmen, mit Schrägschnitt praktisch unhörbar. Je wilder das Geschehen, umso leichter lassen sich Schnitte verstecken. Es brauchen nicht viele Schnitte zu sein, wirksam müssen sie sein.
  8. Film-Mechaniker

    EMEL

    Völlig krank, solche Forderungen. Obwohl ich es nicht exakt weiß, besteht das Dreifachtele bestimmt nicht aus mehr als vier Linsen. Dallmeyer machte früher auch ein D-Mount-1½ inch, f/4, was ein Triplett ist. Bis f/1.9 wurden mit den Gläsern von damals auch Petzval-Typen hergestellt, also Vierlinser mit einem verkitteten Achromaten vorne und zwei getrennten Linsen hinten. Das Petzval-Portrait-Objektiv ist in vielen Abwandlungen immer wieder gebaut worden, weil es bei vertretbarem Aufwand große Mittenschärfe hat. Beim Abblenden verbessert sich die Schärfe gegen den Rand hin. Für entspiegelte Membrane könnten Interessenten Geld zusammenlegen. Ich schätze, wir bräuchten etwa 50 Leute mit einer Kamera, die neu gereflext werden soll, dann geht die Rechnung auf. Ich habe im Moment anderes um die Ohren und kann mich nicht um ein Kickstarter-Projekt kümmern.
  9. Film-Mechaniker

    EMEL

    Es ist alles reparierbar, ich stelle bloß fest, daß die meisten Kunden nicht Tausende dafür bezahlen wollen. ? Von der Untersuchung der Christen habe ich noch viele Gläslein, die ich einseitig entspiegeln lassen müßte. Das kostet einen Happen. Die Gläser sind leicht zu beschaffen, eigentlich für alle Membran-Kameras.
  10. Ich habe da einen Schmarren geschrieben insofern, als daß man vom Einstellprisma natürlich auch ohne Verschiebeuntersatz Gebrauch machen kann. Erst den Sucher aufs Auge einstellen, dazu Revolverscheibe von der oberen Öffnung wegdrehen, den Himmel oder sonst eine helle Fläche anzielen und mit dem Drehknopf seitlich am Sucherrohr die Körnung der Mattscheibe scharf stellen. Ich empfehle sehr eine weiche Augenmuschel.
  11. Film-Mechaniker

    EMEL

    Die EMEL-Reflex hat eine Glasmembrane wie die Pathé WEBO M, Christen DB, Kiew Alpha, Mitchell.
  12. Ganz richtig. Alles hat zwei Seiten. Mindestens
  13. Seit Jahrzehnten bei mir in Gebrauch, braucht keinen Strom.
  14. Das muß mit Nixie-Röhren kommen.
  15. Ach, das ist das Einzige, das dich interessiert? https://www.cinematography.net/edited-pages/sync-without-slate.htm
  16. Die Grundlage sind quarzgeregelte Motore von Filmkamera und Tongerät. Damit kann man Klappe schlagen, piepsen und leuchten, in die Hände klatschen, was auch immer hilft. Bei den Tonbandgeräten hat man im Bestreben, den Bandschlupf auszuschalten, auch eine vom Quarz heruntergezählte Steuerfrequenz mit aufgenommen, 1000 Hz oder 60 oder 50. Später erhielt der Motor des Magnetfilmläufers beim Umspielen vom Band entweder eine mit dem 1000-Hz-Signal abgeglichene Steuerfrequenz oder direkt leistungsverstärkt das aufgezeichnete niederfrequente Signal. Da es bei der Wiedergabe auch wieder Schlupf geben kann, nicht identisch mit dem der Aufnahme, wurden noch ein Mal Korrekturschaltungen einbezogen. Die Frage bei dem Ganzen ist doch, ob man HiFi-Ton braucht oder nicht. Ich würde heute mit einem Stick-Gerät digital aufnehmen. Den Kameramotor quarzen ist aufwändiger, aber machbar. Hinterher kann man auf Schnürsenkel umspielen und nach Herzenslust daran herumschneiden, auch perforiertes Ton- band verwenden oder Magnetfilm, z. B. mit einem Siemens & Halske 800. Es gibt Tonkoppler mit Zahnrollen, z. B. den von Bauer zum T 10, den Paillard-Bolex- Synchronizer u. a. m., womit es keinen Bandschlupf beim Abspielen gibt. Über dünnes Magnettonband oder robusteren Magnetfilm entscheidet der Geschmack. Als Wiederholung: Zweikanalaufnahme, ein Kanal für die Aufzeichnung des Kamera- geräusches mit einem angebundenen kleinen Mikrofon. Analog, begreifbar, hörbar, unbestechlich-dokumentarisch. Abhören, auf Bandrückseite markieren, schneiden, montieren, korrigieren, fertig.
  17. Sehr schön, ein AGA-Baltic, und auch sehr schön, die Zeiss-Ikon-Prevost-Favorit, wie sie richtig heißen:
  18. Uwe, vielleicht hast du eine Idee, welchen Zweck die drei Vertiefungen bei den Objektivgewinden in der Revolverscheibe haben könnten. Darüber rätsle ich schon ewig.
  19. Das ist ja keine Schande. Der Film wird hinter der mittleren Revolverposition belichtet. Klassisch hat man ein Normalobjektiv in der Mitte, ein weitwinkliges unten und ein Tele oben eingeschraubt. Wenn du dir einen Rackover-Untersatz besorgst, kannst du vom Einstellprisma hinter der oberen Öffnung Gebrauch machen. Du drehst ein Objektiv nach oben, Blende ganz offen, und stellst über den Eye-Level-Focus, wie der Vierkantsucher genannt wurde, scharf. Dann drehst du die Optik mit dem Hebel in die Mitte, blendest ab und filmst. Das Rackover setzt die Kamera um die gleiche Strecke um, die zwischen den Öffnungen besteht, so bleibt das Objektiv am Platz. Du kannst sehr genaue Nah- und Makroaufnahmen damit machen, jegliche Parallaxe zwischen Bildfenster und Sucher wird aufgehoben. I steht für INSTANTANEOUS und T für TIME, die zwei Einzelbildschaltungen. Auf I macht die Kamera Schnappschüsse, auf T bleibt der Verschluß so lange offen, wie du den Seitenauslöser nach vorne drückst. Ein Drahtauslöser und eine über dem Seitenauslöser anzubringende Halterung sind da nützlich.
  20. Habe mich schon gewundert, daß das Pan-Cinor nicht in Aufnahmestellung steht. Das Sucherrohr geht dann links über den Deckel.
  21. Den Cine ELMO 8 habe ich bewußt nicht in die Liste aufgenommen, weil er nicht so sehr unbekannt ist. Dennoch möchte ich die Kamera hier erwähnen, weil sie in den dreißiger Jahren herausgekommen ist, viel Ähnlichkeit mit der EMEL-C hat und einige witzige Einrichtungen enthält, wie zum Beispiel eine im Deckel untergebrachte Filmuhr, die durch den Abwickeldorn hindurch von der Zugfeder angetrieben wird. Eine Spur weniger hoch als die EMEL und etwas schmaler, dafür länger, ist diese von der durch die Bell-&-Howell-Gesellschaft mitgegründeten Firma ELMO montierte Doppel-8-Film-Kamera nicht ganz zu vergessen. Die Filmandrückplatte ist bei den alten Exemplare nicht herausnehmbar. Der Cine ELMO 8 hat einen im Perforationsloch +3 absetzenden Rätschengreifer, eine einigermaßen ernst zu nehmende Filmseitenführung und den Verschlußöffnungswinkel 156 Grad. Das Aufziehen der Feder geht praktisch geräuschlos vor sich. Etwas seltsam erscheint mir der mit Umlenkprismen verkomplizierte Sucher. Das D-Gewinde ist 4,58 mm lang und dahinter ist noch mehr Raum: Welches Objektiv kann nicht aufgesetzt werden? In der Hochkonjunktur wurde die Kamera vereinfacht, das heißt die Filmzahntrommel wurde weggelassen. Damit verlor der Cine ELMO 8 einen wesentlichen Vorzug.
  22. Es ist eine einfache Formel. Projektionsdistanz geteilt durch Brennweite, multipliziert mit Filmbildhöhe bzw. -breite. H = (D/f) × h und B = (D/f) × b Die zu zeigende maximale Filmbildhöhe beim Format 1:1,85 ist nach ISO 2907 11,33 mm. Beispiel: 20'000 mm/75 mm = 266⅔ × 11,33 = 3021 mm
  23. Kein Kinomaterial bei mir außer einem Paar Möller-Anamorphoten für Normalfilmprojektion, in gutem Zustand, die ich abgeben würde. Ein FP 3 ist auch noch da, der wäre kürzlich beinahe ins Altmetall geflogen, dann habe ich ihn aber doch behalten. Wer ihn will, darf ihn abholen 15 km nördlich von Zürich. Umroller und Spulen habe ich keine mehr.
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