-
Gesamte Inhalte
8.461 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
222
Inhaltstyp
Profile
Forum
Galerie
Alle erstellten Inhalte von Film-Mechaniker
-
Dallmayr – Kaffee Dallmeyer – Optik Das Dreifachtele f/1.9 ist nach meinem jetzigen Wissensstand ein Vierlinser, vermutlich ein Petzval-Typ. Weil ich mit der Restaurierung von Friedemanns C 93 zu Ende komme, möchte ich hier eine Anleitung zum Filmeinspannen geben. In der Anleitung von EMEL geht ein Punkt etwas unter, eine andere Einzelheit stimmt nicht ganz. Feder spannen, damit der Greifer vorsteht Schieber zurückziehen Volle Spule unter die Hand nehmen, Film abziehen, in Kanal schieben, auf Zahntrommel legen, zwischen Umlenkrollen schieben und Spule auf Dorn setzen Zweite Schleife in Film legen, wieder auf Zahntrommel, zwischen Umlenkrollen stecken Darauf achten, daß Film mit einem Loch auf Greifer sitzt, beide Schleifen so groß machen, daß Film das Gehäuse oben und unten gerade berührt, Schieber unter Prüfung, ob Perforation und Zähne zusammenkommen, nach vorne schieben Film an Aufwickelspule festmachen, Spule aufsetzen, andrehen Laufen lassen und prüfen, ob Film das Gehäuse oben und unten nicht streift Deckel aufsetzen, Film auf 0 vorlaufen lassen, ev. Bilderzähler nullen Man sollte die Filmschleifen so groß wie möglich machen, weil sie an sich recht eng herauskommen. Artikel über EMEL folgt bald.
-
Beaulieu MR8 CDS-Batteriedeckel lässt sich nicht öffnen
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Quecksilberoxidzinkzellen haben 1,35 Volt. -
Fixierentwicklung, eher für den Notfall, weil heikel. Die Geschwindigkeit des Fixierens und die der Entwicklung müssen abgestimmt sein, sonst kommt das Negativ zu dünn oder zu dicht heraus. Temperatur, Agitation, Zustand des Bades und die Art, wie ein Filmmaterial reagiert, sind zu heikel für verläßliche Ergebnisse. Nur für Erfahrene
-
Beaulieu MR8 CDS-Batteriedeckel lässt sich nicht öffnen
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Drehspulinstrumente sind Uhrmacherzeug, ich rühr’ das nicht an. -
Beaulieu MR8 CDS-Batteriedeckel lässt sich nicht öffnen
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Einen Haushalt-Gummilappen auflegen und mit einer verstellbaren Rohrzange darüber und Gefühl losdrehen. Rechtsgewinde Ansonsten das „Rucksäcklein“ (Guest_Rudolf 51) als Ganzes abnehmen und weitersehen -
Provisorische Digitalisierung zur Internet-Präsentation auf Youtube
Film-Mechaniker antwortete auf Carena48's Thema in Schmalfilm
Dem zweiten Punkt muß ich widersprechen, es gibt gute und sehr gute Abtastung zu anständigem Preis. Mein Geschäftspartner des Vertrauens ist Thomas Brügger mit seinen Garage-5-Productions. Ich bin total zufrieden mit seiner Arbeit. -
Das hat etwas. Frage an Radio Eriwan: „Wäre es möglich, daß man anstelle von John F. Kennedy Nikita Chruschtschow erschossen hätte?“ Antwort: „Im Prinzip ja, aber es ist fraglich, ob Onassis die Witwe genommen hätte.“
-
Nein, das hast du natürlich nicht. Meine Sorge bezieht sich auf die Wirkung, die Do-It-Yourself-Tipps heute haben können. Anders als zu DDR-Zeiten, wo man einander kannte und wußte, wem man was sagt, lesen nun übers Internet fremde Menschen irgendwelches Zeug, auch kunterbunt durcheinander von Fach- bis Hinterhofniveau hinab, und zwar von Lima bis China und vom Nordkap bis zum Kap der guten Hoffnung, mit dem Google-Übersetzer grob verständlich gemacht. Ich begegne immer mehr Geräten, mit denen offensichlich Doktor gespielt worden ist, und sollte dann Wunder vollbringen. Das Unschöne dabei ist, daß umso mehr gewerkelt wird, je schlechter die Konstruktionen und die Ersatzteilelage dazu sind. Prominentes Beispiel Krasnogorsk-1/-2/-3. Aber auch bei Beaulieu gibt es kaum mehr Teile. YouTube ist voll von Life-Hacks und idiotischen Ratgebervideos, von denen ich einige über Filmkameras kenne. Da wird wirklich viel Unsinn erzählt. Du hast sicher keine schlechte Absicht gehabt. Wie sagt meine Bekannte Claudia Brüllmann, ursprünglich aus Thüringen? „Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.“
-
Wahrlich, selbst ganz vorsichtig finde ich falsch an der Stelle. Man kann Schaden anrichten, zum Beispiel ein Sandkorn einklemmen, etwas Holz vom Zahnstocher hinterlassen. Von Teileingriffen rate ich entschieden ab. Auch mir passieren Dinge, ich weiß aber immer, was ich getan habe, und behebe dann den Fehler.
-
Über die Arriflex 16 werde ich bald einen Artikel veröffentlichen, in dem mehrere Jahre Forschungs- und technische Arbeit stecken. Zwischen den Kameras bestehen gewaltige Unterschiede, zum Beispiel derjenige, daß man die Arriflex von außen ölen kann, die Pentaflex alias Pentacon AK 16 nicht. Die Mechanismen sind sehr verschieden, der Verbleib von Schmiermittel an den erforderlichen Stellen entsprechend.
-
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Beaulieu M(onoptique) R(éflexe) 8, leer, sagen wir bis € 90. Das Gehäuse ist nicht Druckguß, sondern tiefgezogenes Alublech. Schwachstelle davon der Boden, dessen Auflagefläche ohnehin nicht übergroß ist. Der Spiegelschieber hat Spiel in zwei Richtungen, braucht er auch, um leicht zu gleiten. Kann man als Techniker minimieren War das Thema nicht eine Paillard-Bolex C 8 und richtige Filmbelichtung? Alles gesagt? -
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Ma foi! Tatsächlich, da hab’ ich nicht hingeschaut, der Griff gehört nicht dazu. Es ist übrigens eine TR 8 bei ebay.de, https://www.ebay.de/itm/143349478284?ViewItem=&item=143349478284 -
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Für Taschenkameras ohne Elektrik oder Elektronik führe ich einen Service für pauschal 200 Euro durch. Ich empfehle bei Geräten, die man nicht bloß in der Vitrine haben, sondern benutzen will, eine Generalüberholung. Dazu zerlege ich komplett, reinige jedes Teil, montiere und schmiere neu, stelle ein. Weil das doch einige zusammenhängende Arbeitsstunden ausmacht, erstelle ich jeweils nach Augenschein, ich muß ein Gerät also in Händen haben, einen verbindlichen Kostenvoranschlag. Überraschungen gibt es immer wieder, darüber berichte ich stets sofort per PM hier oder mit E-Mail. Für eine Paillard-Bolex H benötige ich mindestens vier Stunden. Meine Stunde kostet, alles Kleine eingeschlossen, Fr. 90. Optiken gehen immer extra, weil ich nicht wissen kann, welche Gewindestifte zerbrechen, wie die Iris konstruiert ist, welche Schäden Fettsäuren oder Sand im Innern angerichtet haben, usw. Immerhin weiß ich mittlerweile um die Blendenmechaniken vieler Objektive. Problematisch sind Taylor, Taylor & Hobson mit verstemmten Mitnehmern und Berthiot mit unzulänglichen Lamellenzapfen. Deutsche Objektive sind im Allgemeinen mit guten Lagerzapfen ausgestattet, auch Kern-Paillard, Angénieux, Boyer, Kinoptik. Meopta hat zum Teil furchtbare Mechaniken eingesetzt. Bei den amerikanischen bieten Kodak-Optiken manchmal Schwierigkeiten auf Grund der Aluminiumlegierungen. Von Bausch & Lomb sind keine Unterlagen aufzutreiben, das sind immer Blindflüge. Wollensak gehen recht gut. Vom Zustand des Glases kann man sich selber ein Bild verschaffen, indem man Front- und Hinterlinse reinigt (vorsichtig mit Schminkpinsel allen Schmutz entfernen, dann mit alkoholfeuchten Wattestäbchen von innen nach außen entfetten), um im Gegenlicht (Taschenlampe) Kratzer, Pilze, Kittflächenprobleme auszumachen. Bei Unsicherheiten helfe ich gerne mit meinem Wissen. Wo ich NICHT helfen kann, ist beim Preis. Jede/r muß selber wissen, was sie/er für einen bestimmten Gegenstand zu zahlen bereit ist. Anhaltspunkte kann ich geben, z. B. das Höchste, das man für eine nackte Kamera ohne irgendwelche Garantie, d. h. ohne eine Optik, ohne Elektromotor, ohne Zubehör, zahlen sollte. -
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
-
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Eine TR 8 könnte ich aus dem Fundus aufarbeiten und verkaufen. -
Die Werkstatt überlebt — in Öl eingelegt
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Talk
Man hat mitverfolgen können, wie ich einen Perforierapparat anschaffte, ihn zerlegte und die Kosten fürs Werkzeug aufrechnete. Noch und noch habe ich von Doppel-8-Rohfilm aus Material geschrieben, das als unperforiertes 16 mm erhältlich ist, auch von beidseitigem 16. Zu Gigabitfilm habe ich explizit ausgeführt, was gesagt werden kann, es ist sang- und klanglos untergegangen. Viele wollen Körnigkeit und Farbstiche. Rudolf hat meine Anweisung, wie die Streifen durch seinen Filmspalter gezogen werden müssen, in den Wind geschlagen und sich beklagt. Von alledem abgesehen gibt es noch so viele Projektoren, daß die von mir entsorgten keine Verluste darstellen. Der Diksi-Tfp. hat eine furchtbare Schwäche, die mir die Entscheidung leichter machte, der Variatorantrieb. Den Steenbeck 938 zerstörte ich schon vor Jahren. Zu viele Spanplatten und Keilriemen Neues ist nötig, um den Film am Leben zu erhalten. -
AA-Zellen können bis über ein Ampère (1000 mA) bringen, etwa eine halbe Stunde lang.
-
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Über die habe ich etwas geschrieben. https://www.filmvorfuehrer.de/topic/19751-die-rache-der-jeanne-lise-fournier/ -
Die Werkstatt überlebt — in Öl eingelegt
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Talk
Zum Abschließen dieser Geschichte möchte ich nachtragen, daß nun auch das Lager aufgelöst ist, wo ich die Fräsmaschine, vier Stahlschränke voller Werkeuge und noch manches vom Labor gehalten hatte. Die Fräse ist verkauft. Ich habe noch ein Mal Projektoren aller Formate entsorgt. Es ging nicht anders. Doch es gibt Gewinn daraus, die Miete entfällt, alter Ballast ist weg, ich blicke wieder mehr nach vorne. ? -
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Da hab’ ich mich unklar ausgedrückt. Der Bildstand der Taschenkameras ist nicht a priori schlechter. Die haben einen anders gestalteten Filmkanal und mit den Spülchen funktioniert einfacher Greifertransport gut. Es ist sogar so, daß die alten H 8 den Positionierabstand +5 haben, d. h. der Greifer verläßt den Film im fünften Perforationsloch, von der optischen Achse aus gezählt. Ab 1954 ist der Pa. +3 und stimmt mit dem der Projektoren M 8 und 18-5 (und anderen Marken) überein. Wenn die Geometrie der Geräte gleich ist, verlieren Lochteilungsfehler der Perforation ihre Wirkung, der Bildstand ist besser. Wie @Friedemann in einem Thread über Super-8-Material gezeigt hat, treten Lochteilungsfehler hauptsächlich über die Lochgruppen auf, die gestanzt werden. Die Perforierapparate schneiden Lochgruppen, im Format 35 jeweils vier Lochpaare (oder die acht Löcher um ein Bild herum), im Format 16 jeweils drei. Bei DS-8 und D.-8 kommt es auf den Apparat an. Mehrere Filmfabriken hatten auch kontinuierlich wirkende Perforieranlagen. Bei Eastman-Kodak wurde ab etwa 1948-49 einiges an Kinefilm mit den so genannten T-perforators konfektioniert. Die spuckten etwa drei Mal schneller Perforiertes aus als die intermittierenden. Nur um eine Ahnung vom Volumen zu geben: 1913 war der Ausstoß von Agfa 30'000 Kilometer, 1922 der von Eastman-Kodak 236'500 Kilometer. Die Rohfilmhersteller hatten richtig zu tun beim Perforieren. Die Reparaturwerkstatt von Eastman-Kodak nur für die Perforiermaschinen hatte in den besten Zeiten 60 Angestellte. Allein beim Normalfilm waren ab 1952 vier Lochtypen in Gebrauch (die Bell-&-Howell-Form, später ISO 491-N, Kodak-Standard alias ISO 491-P, Dubray-Howell und für CinemaScope das so genannte Fox hole). Bei Kodak wurde bemerkt, daß 16-mm-Film kontinuierlich perforiert kaum schlechteren Bildstand bringt. In den 1980er Jahren nahm man dann wieder Abstand davon und verkaufte wie sonst intermittierend gelochten Schmalfilm mit „reduced tolerance perforation“. -
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Nur die H 8 Reflex hat C-Gewinde, Auflagemaß 15,305 mm. -
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Die H 8 nimmt 100 Fuß Film auf für 8000 Bilder in Reihe. Laufzeit 8'20" bei Tempo 16 Die frühen Modelle haben 190 Grad Verschlußöffnungswinkel. Die Kamera fädelt den Film automatisch ein, erlaubt unbegrenzte Filmbewegung rückwärts wie vorwärts, hat die Einzelbildfunktion Langzeit (mit Drahtauslöser), Einzelbildzähler, läuft von 8 bis 64 B./s und hat ein mattiertes Einstellprisma. Die Kamera zählt mit dem Rackoveruntersatz zu denjenigen des Umlagerungssystems, wo das Aufnahmeobjektiv in die selbe Lage zurückgebracht wird, die es für die Einstellung eingenommen hat. Die H 8 hat Vor- und Nachwickelzahntrommel, damit gleichbleibend große Filmschleifen und Kraftentkopplung von den Spulen. Das trägt zu Filmschonung und gutem Bildstand bei. 30 Meter Film auf Spule wären zu viel Masse für bloßen Greifertransport. Bei jüngeren Modellen kannst du Elektromotoren ansetzen, sogar gequarzte. Der Revolver der H ist größer als der der C, es haben dickere Optiken nebeneinander Platz. -
Es ist Handelsrecht. Ich kaufe eine Filmportion, z. B. zehn Meter Fomapan R. Es ist von Anfang an klar, daß die Überlänge (10 m – 7,62 m = 2,38 m) als Lichtschutz, nicht für Aufnahmen dienen soll. Das Doppel-8-System ist von Kodak 1932 so erklärt worden, man erhält 50 Fuß mit einer Klebestelle auf Vorführspule zurück. Wie soll man denn in der Entwicklungsanstalt anders arbeiten können, als alle Filme auf selbe Länge zu kürzen? Ein Riesenstreit würde entbrennen – „Der hat aber mehr als ich!“ – wie die Menschen so sind. Abmachungen. Genau diese Geschäftsbedingungen haben auch Super-8 begünstigt, das 50 Fuß Film am Stück mit sich bringt, indem sie wegfielen. Beim Berufsfilm ist es nicht anders. Die Nutzlänge auf der vorhandenen Länge kann nicht beliebig ausgedehnt werden, sonst schaukelt sich das hoch über das Fassungsvermögen von Magazinen und Dosen hinaus. Zum Kopieren müssen mehrere Meter Allonge angebracht werden, die das Einspannen in die Kopiergeräte ermöglichen. Auch eine Kopiermaschine hat einen gewissen Hochlauf, weit kürzer als ein klassischer Tonfilmprojektor mit Schwungmasse im Tongerät. Beim Naßkopieren wird mehr Vor- und Nachspann benötigt als beim trockenen. Für die Kinokopien gilt bis heute eine Höchstlänge von 2000 Fuß pro Akt. Es gibt keine 2200-Fuß-Dosen. http://mcnygenealogy.com/book/kodak/cine-kodak-v08-n09.pdf https://books.google.ch/books?id=FygDAAAAMBAJ&pg=PA27&lpg=PA27&dq=eastman-kodak+double-eight+film+1932+one+splice&source=bl&ots=xph0J3RTf1&sig=ACfU3U1DFWuxOA08dfkQfGducUPl7NRrUg&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwiQvoH2nP_jAhUHV8AKHe9UC6cQ6AEwCnoECAgQAQ#v=onepage&q=eastman-kodak double-eight film 1932 one splice&f=false
-
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Man nehme immer ein paar Gelatine-Filter mit, von denen man bei Bedarf für eine Aufnahme eines einfach vors Objektiv hält. Man trägt nicht schwer daran. MIttel- bis langfristig lohnt sich die Suche nach passenden Glasfiltern. Das FILTIN-Yvar, ein Triplett, hat vier Filter eingebaut, Gelb-Rot-85-Skylight. Mit drei Linsen können nicht alle optische Fehler korrigiert werden, insbesondere bei den Farben. Die meisten Triplette sind für den Spektralbereich von Grün bis Rot korrigiert. Die kurzwelligen Anteile von Ultraviolett bis Blau lassen sich mit allen vier Filtern dämpfen. Für Schwarzweißfilm kommt das Wratten-Filter 85 eigentlich nicht in Frage, es ist das Konversionsfilter für Kunstlicht-Farbenfilme im Tageslicht. Bei Sonnenschein bewirkt das Gelbfilter starke Dämpfung von Violett und Blau, die Bilder gewinnen an Schärfe und Plastik. Mit dem Rotfilter wird auch noch Grün gedämpft, Laub und Gras kommen dunkler und Wolken vor dem Himmel werden ganz deutlich. Das Skylightfilter schaltet nur UV aus, was bei weniger guten Lichtverhältnissen nützlich sein kann. Die Länge des gelben und des roten Striches bei der Filtermarke am Schaltring zeigt die erforderliche Blendenkorrektur an, eine Blendenstufe fürs Gelb- und zwei Blendenstufen fürs Rotfilter. Bei Verwendung des Konversionsfilters sollte am Belichtungsmesser ein gleiches Filter vorgesetzt werden. Der richtige Blendenwert kommt dann von selbst heraus. Man kann auch die Blende um ⅔ Stufen weiter öffnen. Für das Skylight-Filter ist keine Blendenkorrektur notwendig. -
Mit alter analoger Bolex Filmkamera korrekt belichten
Film-Mechaniker antwortete auf SteffenK's Thema in Schmalfilm
Die Paillard-Bolex C 8 hat 170 Grad Öffnung im Verschluß, womit die Belichtungszeit bei Tempo 16 mathematisch 1/33,9 Sekunde ist. Ich würde für 1/35 s ablesen. Wie Ulrich sagt, spielen mehrere Faktoren hinein. Das Tempo stellst du genauer ein, indem du jeweils ganze Aufzüge, deren Länge du mit totem Film aufs Bild genau bestimmen kannst, ablaufen läßt und das Temporad nachstellst, bis der Mechanismus nach der berechneten Zeit anhält, z. B. 35 Sekunden (Anzahl transportierter Bilder/16 B./s). Es trifft zu, daß die Meßwerke auf die meistverkauften Filmmaterialien abgestellt waren und die hatten 25 ASA: Agfa-Isopan-Feinkorn-Umkehr, Agfacolor-Umkehr-Tageslicht, Agfacolor-CUK, Ferraniacolor Daylight, Fujicolor Reversal Daylight, Ilfochrome, Kodak Panatomic-X als Negativ, Kodachrome II ab 1961, Kodachrome 25 ab 1974, Orwo UP 15, Perutz-Perkine U 15, Dynacolor und Sears Color Daylight, Tasma CO-22 und der eine oder andere Film, den ich noch nicht auf meiner Liste habe. Es gab aber schon früh hochempfindliche Filme, z. B. Agfa-Isopan Ultra Speed mit 400 ASA, Du Pont 931 A mit 160 ASA, Ferrania Panchro 37 mit 400 ASA, Gevapan 32 Ultra mit 125 ASA, Kodak Super-XX mit 200 ASA, ab 1954 Kodak Tri-X reversal auch mit 200 ASA, Orwo UP 27 mit 400 ASA und Perutz-Perkine U 27. Die Doppel-8-Filmerei hat sich mit dem ersten Kodachrome als Rückgrat entwickelt, das Material hatte 10 ISO Empfindlichkeit.
