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Nicht empfohlen: SOM Berthiot C-mount 10 mm, f/1.9
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
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Nicht empfohlen: SOM Berthiot C-mount 10 mm, f/1.9
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Geplante Obsoleszenz betrifft nicht nur die Produkte, sondern auch die Unternehmen. Es ist keine SOM Berthiot mehr da. Meopta gibt es noch.- 8 Antworten
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Nicht empfohlen: SOM Berthiot C-mount 10 mm, f/1.9
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Danke für deine Worte Es geht ja nicht um eine Reparatur, sondern vielmehr um Erhebung des Nichtbrauchbaren in den Stand von Brauchbarem. So sehen anständige Blendelamellen aus, schnell von einer anderen Baustelle abgeknipst: Noch nicht gereinigt.- 8 Antworten
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Nicht empfohlen: SOM Berthiot C-mount 10 mm, f/1.9
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Noch zum Verdeutlichen, die Lamellen sind aus Feinblech von 0,06 mm Stärke gemacht. Hab’s eben gemessen- 8 Antworten
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Eben mußte ich das Objektiv aufgeben, es ist bitter. Das Glas ist noch wie neu, sieben Linsen in sechs Gruppen, aber die Blende ist Schrott. Ihr seht die Machart, man hat das Material, eine unmagnetische Legierung (?) einfach mit einer Nadel durchstoßen. Die so entstehenden Krönchen, wenn man davon sprechen darf, müssen Kräfte übernehmen, die man sonst massiven Bolzen überträgt. Wohl kann man mir sagen, ich hätte ja viel Zeit und solle nicht jammern, sondern mit einer Ahle (die ich passend besitze) das Zeug wieder richten. Die Sache ist jedoch leider die, daß ich mit der Reiß- oder Nähnadel nur zwei-, vielleicht drei Mal an die Ausstülpungen heran darf, dann brechen sie ab. Das Objektiv wurde mir vor Jahren geschenkt. Die Blende war völlig auseinander. Damals war ich noch nicht mit Objektiven beschäftigt, übergab das Ding einem Kollegen. Das hat gekostet. Die Krönchen hatte er nicht wieder aufgestülpt, weshalb die Lamellen zu wenig Führung hatten in den Nuten des Blendenkorbes und wieder heraussprangen. Irgendwann ist Schluß, und zwar heute. Man müßte eine Halterung herstellen, in der die Lamellen alle gleich zu liegen kommen. Dann könnte man die Stellen glatt ausstanzen, um anschließend Bölzchen einzulöten. Zum Punkten oder Verpressen ist zu wenig Material vorhanden. Das Objektiv würde zwar wieder an Wert gewinnen, bezahlen wird das aber niemand. Wie bekomme ich ein Cinor 10-1.9 für 400 Gelder los, wenn es bei eBay deren für 40 gibt? Wollensak hatte auch diese Blendenmachart, ich habe da drüben von einem berichtet. Was meint ihr, seht ihr doch noch Potenzial?
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Kodak stellt neue Super-8-Kamera vor
Film-Mechaniker antwortete auf Jürgen Lossau's Thema in Schmalfilm
Wenn man in die 1930er Jahre zurückblickt, waren die Geräte teuer und der Film relativ günstig. Heute wird einem Plastikkram geboten und viel zu teurer Betriebsstoff. Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen. Man muß sich vielleicht überlegen, ob man Verbraucher sein will oder Produzent. Verbraucher verbrauchen alles, Möbel, Kleider, Schuhe, Auto, Haus. Es ist ihnen egal. Die Reichen leben davon. Produzenten machen zum Beispiel einen Film, stecken Aufwand hinein, mehr oder weniger gut, und sehen einen Wert im Erzeugten. Wenn ich nur zum momentanen Spaß filme und nicht an die Zukunft denke, bleibe ich auf der Konsumentenseite. Es braucht einen bewußten und anstrengenden Schritt hinüber ins andere Lager. Es schickt wieder jemand eine Filmkamera zu mir, es wird Geld angelegt. Meine Arbeit soll möglichst als guter Nutzen erhalten bleiben. Ich kann nicht anders. Der ewige, alte Opportunismus geht mir ab. -
Eine Beaulieu TR 8 mit drei Kern-Objektiven, sieht sehr anständig aus: http://www.ebay.ch/itm/BEAULIEU-TR8-8mm-film-camera-Lens-arriflex-arri-/292204696121?hash=item4408c1d239:g:ducAAOSw42JZNYUQ
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Kodak stellt neue Super-8-Kamera vor
Film-Mechaniker antwortete auf Jürgen Lossau's Thema in Schmalfilm
Das gibt es nicht ein Mal, wenn man genau hinschaut, erkennt man, daß das mit Photoshop zusammengesetzt ist. Wenn jemand so etwas baute, würde er die Augenmuschel natürlich drehbar machen. Eine Augenmuschel kann man aber sowieso drehen, es sei denn, sie wäre angeklebt. Man könnte auch den Schacht umgekehrt anbringen. -
http://www.lastampa.it/2017/06/04/edizioni/savona/il-ferrania-film-museum-apre-a-palazzo-scarampi-7vaFlhe3akuI7CrEvrNJ0K/pagina.html Ein interaktives Museum der Industrie- und Landschaftskultur Gestern wurde das «Ferrania-Film-Museum» im Palazzo Scarampi eröffnet, dem historischen Gebäude, das am Savonarola-Platz zu Cairo steht, und es befindet sich in der Phase der Fertigstellung. Der gerade abtretende Bürgermeister Fulvio Briano hat die Vorstellung begonnen mit der Erklärung, wie die Idee entstand, die Geschichte der Ferrania und ihrer Belegschaft zu erzählen als Beispiel italienischen Könnens. Eine Art Zeugenaussage, nach Briano, die den nächsten Bürgermeister dazu einlädt, das Rezept und das Vorgehen zu finden, womit dieser Raum aufgewertet werden könnte, was eine großartige Gelegenheit ist, die Grenzen des Bormida-Tals zu überwinden. Der Anthropologe Gabriele Mina, dem die Betreuung des Museums anvertraut wurde, ist sichtlich gerührt, von seiner Studienarbeit zu berichten, Geschichtsforschung, Gespräche, Untersuchung und Nachprüfung von Material, das er in diese einmalige Ausstellung gebracht hat. Bezeichnend ist die Stelle, wie er auf die Interviews zu sprechen kommt, als Mina unterstreicht, daß er bei Ferrania unter zwei vorherrschenden Auffassungen arbeitete: «Zugehörigkeit, mit dem Stolz, in dieser besonderen Einrichtung dieser Fabrik gewirkt zu haben, und Unbeirrbarkeit, ja wirklich die Gewohnheit, keine Fehler zuzulassen.» Am Nachmittag ist die außergewöhnliche Eröffnung für das Publikum gefolgt (die endgültige, wahrscheinlich im Herbst, wird von der nächsten Verwaltung wahrgenommen werden), über sechs Räume in der Gestaltung nach dem Architekten Marco Ciarlo. Bei der Initiative dabei auch Antonio Pinna Berchet, Präsident der Stiftung 3M, und der Verwalter von Ferrania Technologies, Giuseppe Cortesi. Übers. von mir, schnell hingeschludert; Artikel vom 4. Juni 2017
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Bencini Comet 8 – außen hui, innen pfui
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Ach, so, dann einen guten Appetit! Danke auch- 15 Antworten
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Bencini Comet 8 – außen hui, innen pfui
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Jetzt stehe ich grad auf dem Schlauch, was sind abweichten, Du?- 15 Antworten
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- bencini
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Siehe doch ein Mal nach, ob du Schleifspuren im Filmkanal findest, von den Filmkanten seitlich erzeugt. Prüfe auch, ob das Metallstück federt, das im schmaleren Einsatzteil. Wenn das durch Fusseln und Abrieb festgeklemmt ist, kann kein guter Bildstand kommen. Mit Zahnbürste und Sprit putzen. Hab’ Freude am Filmen!
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Es riecht nach ungenau geteiltem Material, worauf dein Projektor empfindlich reagiert. Hast du selber entwickelt und gespalten? Beim Aufeinanderlegen des Films von jeweils einer Hälfte einer Doppel-8-Portion sind Abweichungen leicht zu erkennen. Womöglich ist die Filmseitenführung im Wechselfenster nicht (mehr) gut. Bei engerer unterer Film- schleife funktioniert sie offenbar, bei größerer nicht. Ohne Seitenführung kein guter Bildstand
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Nachtrag FILM FERRANIA Società a responsabilità limitata (G. m. b. H.), gegründet 2013 Viale della libertà, 57 17014 Cairo Montenotte, Savona, Italia ww.filmferrania.it Nicola Baldini, Filmer; Marco Pagni, Leiter des Filmlabors Movie and Sound Firenze, über welches Chemikalien für FF beschaftt wurden/werden; Corrado Balestra, Emulsionär; Ivano del Prato, Chemiker; Luisa Tavella, Emulsionärin; Giuseppe Valle, Mechaniker; Ezio Perrone, Gießer; Dave Bias, Marketingleiter; Anne Bowerman, Marketingspezialistin Erster Versuchsguß von P 30 Alpha, eine Neuauflage von Ferrania Pancromatico 30 Scheiner, in 30 Metern Länge, im Dezember 2016. Streifenschneider von 1917. Nächster Test erste Januarwoche 2017. Weiterer Guß von 30 Metern Länge am 2. Februar 2017. Bell-&-Howell-Perforierapparate aus den 1930er Jahren. Aktiv mit dem Verkauf von P 30 Alpha seit dem 15. März 2017 mit Auslieferung noch im selben Monat, eine Portion im Format 135-36 € 8.50 Geplant ist die Herstellung des Films auch in den Formaten 120, 127, 4" × 5", 16 mm und Super-8; bis gegen Ende 2017 ein E-6-verarbeitbarer Farbenfilm gleicher Konfektion.
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Siemens & Halske C 8, unentschlossenes Konzept einer Familienbilderkamera
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
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- double eight
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New York, 1. Mai 1965, die Eastman-Kodak-Gesellschaft stellt ihr Super-8-Filmformat vor. MEANWHILE IN MILANO bereitet man sich bei der Firma Bencini auf den Bau einer neuen Doppel-8-Kamera vor. Von der Technik von Laufbildgeräten hat man keinen blassen Dunst, also kauft man bei der EKC eine Lizenz. Letztlich kommen auch viele Kodak-Geräte vom Engineering Laboratory an der North Rockwell Street, Chicago. Dort sind ein Haufen Erfahrung und vor allem der Überblick über das Vorhandene beisammen. 1966 beginnt Bencini mit dem Verkauf einer der letzten Doppel-8-Kameras, der Comet 8. Sehen wir sie uns an. Mechanik Der Geschwindigkeitsregler und das Schaltwerk sind mit dem Verschluß vereint. Während das Zusammenführen mehrerer Funktionen auf ein Bauteil Vereinfachung und Vergünstigung des Ganzen mit sich bringen kann, ist hier der Fehler begangen worden, einen ziemlich langsam laufenden Geschwindigkeitsregler zu verwirklichen. Die zwei Fliehkörper, bewegliche Arme des weißen Kunststoffstückes, reiben auf der Innenfläche des schwarzen Kunststoffringes. Wehe, wenn sich da etwas verzieht! Der schwarze Bremsring der Regeleinrichtung ist weich elastisch. Es ist eine knapp brauchbare Gestaltung. Die Comet 8 besitzt wie einige andere Surrsurr eine Umlagerungsfeder. Die meines Exemplares hat die Maße 21⅞‘ auf ½“ auf 0.007“ (6650 × 12,7 × 0,178 mm), in jeder Hinsicht zöllig, und zieht 616 Bilder durch, 38½ Sekunden Laufzeit. Ich messe 32 Sekunden, woraus ich schließe, daß das Tempo anfänglich über 20 B./s ist. Der Lauf ist mehr schlecht als recht, kein Vergleich selbst mit der billigsten französischen Mühle. Brächte die Feder gleichbleibende Kraft, würde diese Anlage konstantes Tempo leisten. Eine Umlagerungsfeder muß aber von noch besserer Güte sein als eine gewöhnliche Spiralfeder, sonst passiert das, was man nicht brauchen kann, das Federwerk wird gegen Ende langsamer. Es ist nicht das Alter. Mit einer besseren Feder würde der Komet nicht abstürzen. Am inneren Ende ist sie mit zwei rechteckigen Öffnungen versehen, die augenscheinlich keinen Zweck haben. Die Feder ist mit dem Haspelkern nicht verbunden. Der schiere Drall, den man ihr auf den letzten vier Zentimetern gegeben hat, bewirkt, daß sie sich von selbst einrollt. Einer der Flansche der Plastikhaspel ist innen kegelig ausgebildet. Die Haspel ist am Kern immer noch etwas breiter als die Feder. Die Kanten des gespaltenen Stahls sind roh, nicht überschliffen. Wie das zusammenspielt, begreife ich nicht. Auf der Feder gleitet die Nase eines angefederten Arms aus Stahlblech, an dem ein Stück oranges Plastik angenietet ist. Es schiebt sich gegen Ende des Federablaufs von unten ins Sucherblickfeld. Für eine federschonende Rolle hat es offenbar nicht gereicht. Der Verschluß hat eine Öffnung entsprechend 130 Grad, ihr seht das aufgenietete Blech. Wie bei der SEM Véronic kürzere Belichtungszeit für eine Strand-Schnee-Sonne-Kamera. Gegenüber 170 Grad macht dies eine halbe Blende weniger Licht auf dem Film aus. Der Rätschengreifer setzt +1 ab. Er ist zwischen drei Kugeln gelagert und mit einem Stahlblatt angefedert, das ist ganz gerissen gemacht. Das Getriebe besteht aus zwei Zahnrädern. Wenn man die Handgriffhalterung wegschraubt, steht das mit dem vorderen Federdorn auf einer Achse laufende 120-Zähne-Rad frei. Wenn das keine Einladung für den Einsatz eines Zusatzmotors ist! Ein Achtzähneritzel müßte 960 Umdrehungen pro Minute machen für 16 Bilder in der Sekunde. Oder eine für ein Einzelbild. Diese Funktion gibt es nicht. Handkurbelbetrieb wäre mit wenig Aufwand einzurichten. Auf Grund des minderwertigen Getriebes lohnt es nicht, die Feder zu verbessern. Die Zahnform ist auch nicht die beste. Bei einem Winkelgetriebe mit axialem Eingriff eines Rads sollten dessen Zähne Keil- oder Ballenform haben. Sie sind gerade. Das treibende Rad wird mit einer Blattfeder gegen das getriebene Ritzel gedrückt. Grausam. Auf dem Film gleitet ein verchromter gewölbter Fühlhebel, der mit der Mechanik der Meter-Fuß-Anzeige verbunden ist. Der Filmkanal ist starr, es gibt keine aktive seitliche Führung. Lichte Weite ist 16,06 mm. Weshalb auch die verchromte Andrückplatte ein Bildfenster aufweist, verstehe ich nicht. Im Gegensatz zur Eumig C 3 geht es optisch nach hinten nicht weiter, da stehen Blattfeder und Stützbolzen der Andrückeinheit. Man kann sich bloß denken, daß nichts reflektieren kann, wo nichts ist. Die Öffnung ist dimensioniert 3,51 auf 5,16 mm beim genormten Projektorbildfenster von 3,40 auf 4,55 mm. Geht. Die Spulenanordnung und damit die Gehäuseform sind wie bei Leicina, Canonet 8 und beim Filmmagazin von Jules Carpentier aus dem Jahre 1909. Niedriges Profil, große Bodenfläche, gute Stativauflage, schlanke Erscheinung Optik Das Objektiv ist ein vergüteter Vierlinser von 12,5 mm Brennweite. BLUESTAR. Was heißt schon BLUESTAR? Das Spezielle daran ist, daß es aus zwei unverkitteten Achromaten besteht, ein dialytisches System wie die Goerz-Celor und -Artar der Belle Epoque, oder das Animar f/1,9 von Bausch & Lomb, ein aufgelöster Aplanat. Die beiden negativen Linsen sind plankonkav geschliffen, die ebenen Flächen stehen zueinander, ein Abstandring dazwischen. Es handelt sich um nichts anderes als den Normal-Cine-Raptar von Wollensak. Seine Bronzehülse ist außen mit dem metrischen ISO-Feingewinde III M13 versehen und mit einem quer angestellten Gewindestift in der Druckgußfront gesichert. Davor ist eine Schutzscheibe aus Glas angebracht. Die optische Achse liegt 1¼ Zoll, 31,75 mm, über dem Gehäuseboden. Tuning Damit sind wir beim interessantesten Teil angekommen. Ein derart solides Gehäuse hat kaum eine andere Herstellerin verwendet. Dieser Komet stürzt unbeschädigt ab. Die aufgeklebte Verbundabdeckung auf der rechten Seite konnte ich nicht ohne ihren Totalverlust wegnehmen. Sie muß weg, damit man an eine der vier Schrauben herankommt, die beide Gehäuseschalen zusammenhalten, hier ein Mal wohltuend richtig Messingschrauben. Man bekommt frische Zierdecken aber leicht wieder hin. Warum das Gehäuse nicht neu lackieren, blau wie eine Vespa 180 Grimstead Hurricane mit orangen Gegenakzenten? Weil da ein Gewinde im Frontteil ist, bietet sich eine simple Modernisierung und Aufwertung an. Durch Weglassen der vor dem Objektiv wirkenden Katzenaugenblende erhält man die Möglichkeit, einen Adapterring einzusetzen. Dieser kann ein D- oder auch ein C-Gewinde tragen. Eventuell fräst man noch den Umfassungswulst weg, um Wechselobjektive besser bedienen zu können. Der Abstand Film-Gewindewulst ist ¾“ (19,05 mm). Der Innendurchmesser im Frontteil ist 27 mm. Sofern man nicht eine neue Front mit kürzerer Auflage herstellt, geht es folglich um längere Brennweiten. Zurückgehen zur originalen Ausstattung bleibt jederzeit möglich, die Kunststoffteile sind einfach miteinander verschraubt, die Katzenaugenblende gesteckt. Das vordere Frontteil ist mit dem hinteren verstiftet, mit Spiel. Hinter dem Stativgewinde hängen noch Späne in der Bohrung von der Fertigung. Die meisten Kunststoffteile tragen Gräte oder aufstehende Abrisse der Anspritzstellen. Die Sucherparallaxe beträgt waagrecht 11/16“ oder gerundet 27 mm und senkrecht 13/16“ oder 30,16 mm. Man braucht sich also bloß noch einen Untersatz bauen, der die Kamera um diese Wege verlagert, und schon kann man den Bildausschnitt genau einhalten, bis zum Berühren der Objektivfrontlinse. Im zukunftlosen Massenmarkt Beim Zerlegen hatte ich plötzlich ein Déjà-vu. Die Schrauben gleichen jenen in der Kiew Alpha 16. Immer mehr vervollständigt sich bei mir die Vorstellung, wie der Technik-Transfer im Westen jeweils ablief, nämlich ohne Pläne, sondern mit Material, und zwar bis zu den Schrauben. Was anderes als montierbare Ware brauchen Lizenznehmer denn? Vermutlich gab es jeweils Vormodelle, unvollständige, um den Vertragspartner bei der Stange zu halten. Nach erfolgter Zahlung wurden sofort Gehäuse verschickt, alle Teile einschließlich der Zierbleche, die einander in der grafischen Gestaltung grundsätzlich stark ähneln. Das wäre auch ein Mal eine Betrachtung wert. Bencini war mit den Fotoapparaten ab 1963, wie andere Hersteller auch, am Kodapak-System nicht vorbeigekommen. Eine Verbindung mit der amerikanischen Fotogeräte-industrie hat daher schon bestanden. So ergriff man die Flucht nach vorne mit einer weiteren Billigfilmkamera, als ob es die Kodak Brownie 8 und die japanischen Doppelachter nicht gäbe! Die Comet 8 kostete damals 18‘000 Lire, heutige € 174,86. Die Lizenz war bestimmt günstig zu haben. Der Kodak Brownie 8 mit Aufzugkurbel, aufgerechneter Preis $202.75, wurde von 1960 bis 1962 fabriziert. Die Kunststoffteile müßten alle entfettet werden. Bencini hat die Dinger so richtig fürs schnelle Geld rausgehauen, man hieß die Arbeiterinnen für unbestimmte Zeit Fett hineinpinseln und alles wurde mit Phenolharzkleber verschlossen. Das eklig stinkende Zeug hält tierisch gut. Seriennummern gibt es nicht. Man findet die Comet 8 meist auf italienischen Internetplätzen und Flohmärkten für wenig Geld. Meine ist von Rimini. Das Gefühl, eine moderne Filmkamera di fabbricazione italiana spazieren zu führen, wäre super, wenn sie nicht so lumpig liefe. Die Bedienungsanleitung: Angabe der Jahrzahl: Donato Consonni Convertitore storico lira-euro https://www.facebook.com/groups/111177045591022/ https://www.leblogvespa.com/vespa/modeles/vespa-180-super-sport-1965/
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Film-Mechaniker antwortete auf Sandro Proske's Thema in Schmalfilm
Geschriebenes ist also kein Medium. Was bezahlt ihr mir, damit ich ein gutes Video mache? Wie gesagt, ich habe Interessanteres zu tun. -
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Film-Mechaniker antwortete auf Sandro Proske's Thema in Schmalfilm
Ich hab’s mir schon überlegt, aber finde es jedes Mal lächerlich. Braucht die Menschheit heute YouTube-Anleitungen zum Schuhebinden? Einem YouTube-Video allerdings möchte ich mal eines gegenüberstellen, da versucht jemand zu zeigen, wie man eine Paillard-Bolex H putzt. Das ist nun fertiger Mumpiz. Auch die vielen Demonstrationen von Leuten, die einen Projektor in Betrieb nehmen, elend. ich investiere meine Energie lieber in anderes. Wenn man mit meiner Beschreibung nichts anfangen kann, dann bitte sagen. -
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Film-Mechaniker antwortete auf Sandro Proske's Thema in Schmalfilm
Die vielen Video, mit denen gezeigt wird, wie man es nicht machen soll . . . Man behalte die volle Spule in der Hand, hindere mit einem Finger den Film daran, sich abzurollen, ziehe mit der anderen Hand ein Stück Film ab, stecke den Anfang in den Kernschlitz der Aufnahmespule, drehe ein, zwei Windungen darauf und stecke dann beide Spulen gleichzeitig auf die Dorne, mit den Zeigefingern die beiden Schleifen machend. Man macht sich nur das Leben schwer, wenn man die volle Spule gleich einlegt. Das hieß einst Drop-in loading. Die volle Spule hat das Dreiersternloch unten, die leere das Vierer. Bei Kameras mit Zahnrollen geht es darum, den Film zuerst unter den Vorwickler zu bringen, auch bei den Paillard-Bolex H. Wenn man also den Anfang so weit im Mechanismus hat, kann man die volle Spule aufstecken, den Film immer leicht angespannt, und vorwärts laufen lassen. Nach einigen Umdrehungen ist die Drahtpeese zum oberen Spulendorn angespannt, die Spule kann sich nicht mehr drehen. Jetzt läßt man fertig einfädeln, öffnet die Schleifenformer und befestigt den Film an der Leerspule. Auch bei der Arriflex 16 macht man das am besten so. -
Super 8 Negativschnitt - Positivkopie Idee
Film-Mechaniker antwortete auf FilmCurlCom's Thema in Schmalfilm
Bernhard hat alles Recht, das durchzuziehen, er stünde damit nur in der Tradition der Amateurfilmbewegung. In den 1920er Jahren wurde schon sehr viel zu Hause gemacht. Zu Bedenken möchte ich noch geben, daß wegen der Kompatibilität von Doppel-8 mit 16 mm jenes Format Vereinfachungen und Vergünstigungen mit sich bringt. Das fängt beim Entwickeln an und geht über Synchronroller bis zur Projektion. DS-8 kann auch wie 16 mm gebadet werden. Dem Mutigen gehört die Welt.- 16 Antworten
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Super 8 Negativschnitt - Positivkopie Idee
Film-Mechaniker antwortete auf FilmCurlCom's Thema in Schmalfilm
Du betrittst das Reich des Berufsfilms mit Amateur-Material. Muster sind sehr nützlich, also nach dem Entwickeln das unzerschnittene Negativ zum Kopierwerk bringen ist schlauer. Diese ersten Positive kannst du immer wieder projizieren und durch den Betrachter ziehen und markieren. Du erstellst daraus deine Arbeits- und Schnittkopie. Dann schneidest du das Original nach der Vorlage. Zuletzt läßt du vom fertig montierten Negativ Kopien ohne Spleiß ziehen. Die können problemlos mit Magnetpiste versehen werden.- 16 Antworten
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Es soll der Nachkinowelt nicht besser gehen als uns, die wir uns jahrzehntelang über bekloppte Untertitel in Kopien ärgerten. Die kann man auch nicht ausschalten, sind nämlich einkopiert, heiß eingeprägt, geätzt oder gelasert. Kopie verdorben In der Schweiz wurden Sexfilmkopien sogar dreisprachig betitelt, da war die untere Bildhälfte einfach im Arsch.
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Wittner bis Sommer geschlossen
Film-Mechaniker antwortete auf Stefan vom Stein's Thema in Schmalfilm
600-Meter- oder 2000-Fuß-Spulen haben einen Durchmesser um 15 Zoll oder 38 cm. Mit einem Maßstab ist der größtmögliche Radius, das ist die Strecke von der MItte des Spulendorns bis zum Projektorgehäuse, leicht ermittelt. Der Radius ist der halbe Durchmesser. Hier gebe ich Chris Recht, etwas Eigeninitiative darf schon sein. -
Es gibt Rodinal und Rodinal. Welches hast du, Bernhard?
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Wittner bis Sommer geschlossen
Film-Mechaniker antwortete auf Stefan vom Stein's Thema in Schmalfilm
600er