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Das ist ja nicht mehr lustig hier. Hört bitte auf mit dem Analog-Digital-Hin-und-Her. Auflösung und Pixelzahlen, so ein Blödsinn! Entweder diskutiert man Film oder Video. Video, Fernsehen, Computerzeug, analog oder numerisch, das hat alles mit Film nichts zu tun. Ich weiß schon, daß es so Dinge gibt wie Einlesen (to scan), Ausbelichten (film out), CGI (Computer Generated Imagery), DCP (Digital Cinema Package), kenne sogar Quad-Ampex, aber die Diskussion ist so doof wie die allgemeine Relativitätstheorie, an der nichts stimmt. Wer mit Film nichts zu tun haben will, der soll es sagen. Wer von der Filmtechnik nichts versteht, aber dennoch mitschreibt, muß damit rechnen, von mir gelesen zu werden. Nicht, daß ich mich für den Filmtechnikpapst halte, aber bei mir gibt es nur Film. Für Video habe ich keine Synapse frei. Oder habe ich etwas nicht verstanden? Ach so, daß man hier nicht mitmachen soll, klar.
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Sandro, du hast ja die Visifocus-Schärfentiefeanzeige mit den bronzefarbenen Punkten. Benutze sie, steig’ ein! ''16mm-Welt'' Neueinsteiger...
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Transformers : the last scrap metal
Film-Mechaniker antwortete auf sir.tommes's Thema in Allgemeines Board
Richtige Einstellung -
Hat die Kamera auch nicht, sieht man trotz der Unschärfe. Glasfilter vorschrauben oder Folien vorkleben
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Kern Switar, Pizar, Yvar, Genevar, Rx, Ar, Dv, preset, MC, usw.
Film-Mechaniker antwortete auf Mich's Thema in Schmalfilm
Als Tessar-Typ ohne Gewährleistung 150 Euro -
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Film-Mechaniker antwortete auf Mich's Thema in Schmalfilm
Das Macro-Yvar 150 hat auch 15 Blendelamellen. Unnützes Wissen -
Ja, Bruchlandung »Kodakery« auf dem Einbandrücken – wenn ich in Kodakery-Heften (elektronisch) blättere, sieht alles anders aus. Die Web-Publishers stehen sich heute selber im Wege, indem sie große Worte setzen, jetzt rein typografisch, wodurch ihnen weniger Platz bleibt für Text. Das nervt mich auch an den sich immer mehr verbreitenden Webseiten, ein Bildchenfest wie für Kinder!
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Film-Mechaniker antwortete auf Mich's Thema in Schmalfilm
Nein, die Leute haben keine Ahnung. Ich sehe Yvar 150, also die Dreilinser, für 1000 bis 2500 Euro angeboten, was einfach nur eine Frechheit ist, denn eine Garantie leistet keiner. Es wird mint condition und vintage in einem Satz geschrieben, woraus man sofort schließen kann, daß die Sache unseriös ist. 300 Euro ist die Obergrenze für solche Objektive. Die gleichen doofen Leute halten dafür ein Weitwinkelobjektiv, das aus mehr Linsen besteht, für wenig wert. Das Switar 10 darf bis gegen 600 kosten meinetwegen. Yvar 75 sind auch bei 400 bis 600, völlig daneben. Die Hälfte ist genug. Nach dem Zustand, in dem sich die Dinger befinden, sind eigentlich nur zweistellige Beträge angebracht. Was den Bildcharakter betrifft, gehe ich mit dir einig. Triplette haben eine gewisse Weichheit, wenn man so sagen will, die darauf beruht, daß sie nur für zwei Farben einigermaßen korrigiert werden können. Meistens hat man Blau, den kurzwelligen Anteil, nicht berücksichtigt, was auch richtig ist. Du setzt eine Gelbscheibe ein und schon ist alles UV, Violett und viel Blau nicht mehr im Spiel. Mit anderen Worten, man kann mit einem Triplett und warmfarbigem Filter sehr scharfe Aufnahmen auf Schwarzweißfilm machen. Vierlinser leisten dann einen großen Schritt nach vorne. Das sind die Tessar-Typen, die Ernostar-Typen, erweiterte Triplette und wie du sagst, einige Leitz-Konstruktionen. Das Macro-Elmar 90-4 besteht auch aus vier freistehenden Einzellinsen. Weiter sind da noch die alten symmetrischen Vierlinser, Dialyte, Zeiss-Unar, Goerz-Celor und manche andere mehr. Wem das alles nicht zusagt, dem rate ich zu Spiegelobjektiven. -
Aber natürlich, in der Praxis sieht das Meiste anders aus als in der Theorie. Ich gebe gerne exakte Auskunft, auch auf ungefähre Fragen. Mit der Formel kann Sandro jede Belichtungszeit ausrechnen, auch für halb oder dreiviertel geschlossenen verstellbaren Verschluß. Das Gemeine am Amateur-Film ist, daß Umkehrmaterialien möglichst genau belichtet sein sollen. Mit Negativ und Positiv hat man Spielraum.
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Ich weiß doch nicht, welche Kamera Martin Rowek zuletzt hatte, gehe aber davon aus, daß es keine von vor 1954 ist. Die alten Modelle haben Verschlußöffnung 190 Grad, ab Seriennummer 100'401 ist er 170 Grad. Du rechnest also 360° ÷ 170° = 2,117. Diese Zahl multiplizierst du mit der Bildfrequenz, z. B. 24/s, und erhältst (als Kehrwert) die Belichtungszeit: 50,8. Am Belichtungsmesser liest du für 1/50 Sekunde ab.
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Welches Modell?
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Kern Switar, Pizar, Yvar, Genevar, Rx, Ar, Dv, preset, MC, usw.
Film-Mechaniker antwortete auf Mich's Thema in Schmalfilm
Die Macro-Yvar 100 mm und 150 mm haben vier freistehende Linsen, eine zusätzliche positive vor der Frontlinse des Tripletts, logisch, für kürzere Entfernungen. Sie sind als erweiterte Triplette anzusprechen. -
Tja, was erwartest du, ruessel, daß dir jemand je ein paar frische Packungen der verschiedenen Kodachrome herzaubert, damit du selber ausprobieren kannst? Ich schenke dir reinen Wein ein: Es wird nicht geschehen. KM II war weicher als KM 25, hatte auch weniger satte Farben, mein Lieblings-Kodachrome.
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Rüssel, zu ungenau? Bei Wikipedia kann man die Empfindlichkeiten der Versionen nachlesen. KM II erschien 1961, steht auch in der Wiki, hast du offenbar überlesen. Was geändert wurde? Es gab mehrere Verarbeitungsverfahren. Beim ersten von 1935 bis 1938 angewandten gab es Erstentwicklung, Silberbleiche, Cyan-Kuppler-Entwicklung, Farbstoff- und Silberbleiche in den oberen zwei Farbenschichten, Magenta-Kuppler-Entwicklung, Farbstoff- und Silberbleiche in der obersten Schicht, Gelb-Kuppler-Entwicklung, Farmerscher Abschwächer zur Silberentfernung ohne Beschädigung der Farbstoffe. Dazwischen Trocknungen. Das Verfahren K-11 ist gleich K-II. Dann kamen K-12 und schließlich K-14, zusammen also vier. Höhere Empfindlichkeit wurde erreicht mit Verdoppelung der Schichten, d. h. jeweils zwei Schichten unterschiedlicher Sensibilisierung pro Farbe. Die Filterfarbstoffe wurden besser angepaßt, das Ganze für Tageslicht- und Kunstlichtmaterial. Tafelkristalle wurden ein Mal für einen 400-ISO-Kodachrome eingesetzt, der aber nicht in den Verkauf kam. KM hat also durchwegs kubische Kristalle.
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Bei der Wikipedia findest du die groben geschichtlichen und technischen Angaben, wobei die Geschichte der beiden Musiker, die den Wurf gemacht haben sollen, so erstunken ist wie manche andere noch, die man aufgetischt hat. Es war ein Kodak- Angestellter, der die Lösung für das Problem der wandernden Farbstoffe fand. Kodachrome war der erste Mehrschichten-Farbenfilm ohne Farbstoffe, also ein Mehrschichten-Schwarzweißmaterial mit Filterschichten. Anfänglich hatte er 10 ISO Empfindlichkeit gegenüber Tageslicht. Man findet mehr oder weniger gute Abtastungen von KM im Netz, die jedoch niemals den Eindruck der Filmprojektion vermitteln können, weil Fernseh- und Computerbildschirme Rot, Grün und Blau additiv mischen, Filme hingegen mit Gelb, Purpur und Blaugrün subtraktiv. Purpur ist die Halbhalbmischung von Rot und Blau, Blaugrün spricht von sich selbst und Gelb ist die Mischung von Rot und Grün. Das additive Farbenmischverfahren ist näher beim Auge, weil wir für Rot, Grün und Blau empfindliche Zellen in der Netzhaut haben, doch die weniger scharfe Trennung der Grundfarben bei der subtraktiven Mischung macht gerade den weichen Charme von Kodachrome aus. Die dünnen Schichten der Kodachrome-Filme unterscheiden sie von allen anderen.
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70 mm - Vorführtermine (In- und Ausland)
Film-Mechaniker antwortete auf cinerama's Thema in Nostalgie
Gestern veröffentlicht: I went to the Langley theater today that has the old IMAX theater in it. I got confirmation they are showing Dunkirk in 15 perf 70mm film print. Apparently they never removed the old IMAX film projector, but installed it on a rail system so the two projectors could slide one out and the other in place for a show. She also confirmed they haven't used the film projector in 4 years (last time was Nolans Batman 3 film). She said IMAX was sending out a projectionist just for Dunkirk to make sure the IMAX film print goes without a hitch. Makes sense as what current employee would know how to setup a film projector these days? I don't know why Interstellar didn't get a 70mm film print for this theater, but with all the 70mm hype of late, Nolan's push to show it on that finally stuck with theaters across the world. I did ask her if they'll use the film projector for movies like the up and coming Star Wars. She said she didn't know, but it didn't sound like it will happen. Its all up to the movie companies whether they want to show it on film or not. Nolan has the push to do it. Übersetzung: Ich bin heute ins Langley-Theater* gegangen, wo das alte IMAX-Kino drin ist. Ich erhielt die Bestätigung, daß sie eine 70-mm-15-Loch-Kopie von Dunkirk zeigen. Offenbar entfernten sie den alten IMAX-Projektor nicht, sondern bauten Schienen ein, damit der eine Projektor ein- und der andere ausgerollt werden kann. Sie bestätigte auch, daß sie den Filmprojektor seit vier Jahren nicht mehr gebraucht haben (zum letzten Mal für Nolans Batman 3). Sie sagte, IMAX würde einen Vorführer nur für Dunkirk schicken, um sicherzustellen, daß die IMAX-Kopie ohne Probleme läuft. Scheint sinnvoll bei der Frage, welcher Angestellte heute einen Filmprojektor einstellen kann. Ich weiß nicht, weshalb es von Interstellar keine 70-mm-Kopie für dieses Kino gab, doch trotz dem 70-mm-Schwang neulich is Nolans Nachdruck, ihn als Film zu zeigen bei den Kinos weltweit nicht durchgekommen. Es liegt ganz bei den Verleihern, ob sie ihn als Film zeigen wollen oder nicht. Nolan hat die Möglichkeit, es zu tun. ______________________________ *Langley, British Columbia, Kanada -
Siemens & Halske C 8, unentschlossenes Konzept einer Familienbilderkamera
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Es ist kein Kabel, sondern eine Tragekordel. Passierte mir auch erst, doch da ich fest montierte Tragekordeln von Bell & Howell Filmo 8 kenne, hat’s dann geschaltet.- 23 Antworten
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http://dancan.dk/?page_id=1200 http://www.preservationequipment.com/Catalogue/Archival-Storage/Digital-Film/Film-Cans https://www.universityproducts.com/stil-design-archival-film-cans.html http://www.gaylord.com/c/Storage-Boxes-and-Cans http://urbanskifilm.com/supplies.html https://gotparty.com/hollywood_movie_reel.htm http://www.tuscancorp.com/archive-storage.html https://pec.co.uk/film-editing-supplies/film-cans-metal-and-plastic.html http://www.filmcan.co.uk/ http://www.hollingermetaledge.com/modules/store/index.html?dept=25&cat=147 http://www.wittnercinetec.com/epages/WittnerCinetec-Super8-16mm-Film.mobile/en_GB/?ObjectPath=/Shops/WittnerCinetec-Super8-16mm-Film/Categories/Filmdosen https://www.bagsunlimited.com/category/880/canistersboxes http://filmforevermpe.com/t/film-cans https://www.indiamart.com/proddetail/tin-containers-3504862655.html http://www.kodak.com/motion/products/lab_and_post_production/supply_items/cans_amp_cores/default.htm#
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Siemens & Halske C 8, unentschlossenes Konzept einer Familienbilderkamera
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Keine Fragen oder bissigen Anmerkungen? Bin etwas enttäuscht- 23 Antworten
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Preis und Leistung 339 Reichsmark 1936, heute 2017: € 1461.75 C steht für Cassette, Französisch oder Englisch. Es ist ein Lader wie der Nizo-Rapider oder der letzte seiner Art, der Duex von Kodak. Er macht den Grundgedanken aus. Man legt die volle und eine leere Tageslichtspule in den Lader ein, Film in der Leerspule eingesteckt. Der Hauptnutzen davon ist eine Einrichtung, welche verhindert, daß der Film von der Vorratsspule abgezogen wird. Bei Erreichen eines bestimmten Wickeldurchmessers werden eine Sperre ausgelöst und das Federwerk angehalten. Man kann also den Meterzähler nachzustellen vergessen haben, der Lader befiehlt, umgedreht zu werden. Bei Belichten der zweiten Hälfte ist die Sperre nicht wirksam, der Film kann ausrauschen. Als Idee eine kluge Erleichterung des Doppel-8-Systems, doch der Lader hat leider seine Verwicklungen. Zuerst sind das die engen Schluchten. Während bei den meisten Doppel-8-Kameras die Filmschleifen sich frei einstellen können, ist das Material hier schon deutlich gebremst. Rollen gibt es keine, das wurde bei der Single-8-Kassette besser gemacht. Der Gleitkanal verhindert eine lange Filmbühne mit der üblichen Hemmung. Bildfensterplatte und Andrückrahmen sind deshalb kurz gestaltet, der Andruck geschieht über etwa 15 Millimeter Länge. Als Folge davon wurde eine Einrichtung erforderlich, die den zwischen den Schleifen zu wenig gebremsten Film nach jeder Schaltung stillsetzt. Es handelt sich um eine Sperrklinke, die im Perforationsloch –1 gegen die obere Lochkante hält. Der Transportgreifer zieht von –1 bis +1, also über die optische Achse als Nullpunkt hinweg. Wir haben einen Darling-Greifer, der mit einer Schulter die Sperrklinke auf Blattfeder wegschiebt und losläßt. In Ruhestellung steht die Sperrklinke in der Perforation. Nun paßt der Positionierabstand –1 so gar nicht zu den Projektoren, wo ausgerechnet der Siemens & Halske H(eimkino) 8 einen Greifer besitzt, der neun Perforationslöcher weiter unten wirkt. Der jüngere Siemens & Halske 800 positioniert +6. Es ist schade, daß die Geräte einander geometrisch nicht entsprechen. Wenn man jedoch Abtastung im Auge hat, kann die C 8 wieder auftrumpfen. Näher beim Bild als in einem der benachbarten Löcher geht Filmpositionierung ja nicht. Ich möchte hervorheben, daß es sich nicht um einen Sperrstift handelt. Ein solcher füllt definitionsgemäß das Perforationsloch in einer oder in zwei Dimensionen aus. Andererseits laufen Sperrstifte- und greifer immer mit ein wenig Spiel, was es bei der fest verschraubten Klinke nicht gibt. Daß die C 8 eine Familienkamera ist, steht außer Zweifel, denn mehreren Ansprüchen der engagierten Filmer kann sie nicht gerecht werden. Einer ist, einen Drahtauslöser zu benutzen. Warum man keinen Drahtauslöseransatz gemacht hat, wissen nur die Götter. Ein anderer ist durchgehender Parallaxenausgleich. Weshalb nur 16-mm-Filmer den haben konnten, steht in den Sternen. Im Sucher sind Marken für 2 und einen Meter. Wieder einer ist Verwendung der Kamera ohne Lader. Wohl ist der Film korrekt geführt, der seitliche Andruck erfolgt nach Norm mit einer Blattfeder am Gehäusedeckel, doch ohne Lader ist die Laufsperre drin. Schließlich fände man die Möglichkeit des Objektivwechsels nicht schlecht. Das Busch-Glaukar, ein Triplett, hat eine Fünflamelleniris und wird zum Scharfstellen als Ganzes verschoben. Die optische Ausrüstung ist mager. Hinter dem Objektiv läuft ein Schieberverschluß auf und ab. Bei Beaulieu war das später ganz ähnlich. Das Guillotine-System war aber schon beim Pathé-Baby in Gebrauch, die 9½-mm-Film-Kamera von 1923. Gleich mit der Greiferantriebsscheibe verbunden spart es Platz und Kosten. Streng genommen wird das Bild nicht gleichmäßig belichtet, aber man muß Gnade vor Recht walten lassen, denn die Einsparungen auch dieser Stelle kommen wieder der Antriebsfeder zu Gute. Man kann also längere Aufnahmen planen. Das widerstrebt dem sparsamen Filmer, dessen Filmvorrat mit zwei Aufzügen verdreht ist. Man steht vor der Konsumfalle, ist verleitet, mehr Film samt Entwicklung zu kaufen. Agfa, Kodak, Bell & Howell, Univex, alle hatten einem vorgerechnet, daß 8-mm-Filmen nicht teurer wäre als fotografieren. War das nicht ein idiotischer Vergleich? Ideen und Ausführung Im Boden ist eine Gewindebüchse für ⅜-Zoll-Stativschraube eingenietet. Die quaderförmige geschlossene Gehäuseform leistet gute Auflage auf einem Stativ und erleichtert das Verstauen. Familienfreundlich ist der so genannte Aufsichtsucher, ein Winkelsucher für tiefen Kamerastandpunkt vor Kleinkindern und Haustieren. Das hat kein Smartphone. Werfen wir einen Seitenblick auf die ersten Doppel-8-Film-Kameras, die Ciné-Kodak Eight. Diese schlanken Geräte haben eine kombiniert genutzte Zahntrommel. Das Filmeinspannen geht leicht vor sich und man hat dabei das gute Gefühl, daß nichts schief gehen kann. Mir persönlich sind Lader und Kassetten nicht geheuer. Bei der mir vorliegenden C 8 macht gerade der Lader Probleme. Der Auslösebolzen der erwähnten Laufsperre springt nicht in Ruhelage zurück, weil sein Federchen gebrochen oder müde geworden ist. Ohne Beschädigung des Bakelit-Laders ist nicht an das Federchen heranzukommen! Ich kann ohne Röntgen-Strahlen-Aufnahme nicht wissen, ob der Bolzen aus zwei miteinander verschraubten oder verstemmten Teilen besteht. Man kann seine beiden Enden nicht ein Mal packen, um zu versuchen, sie auseinanderzuschrauben. In der Laderschale steht 34 und somit weiß ich, daß vor über 83 Jahren ohne Rücksicht auf Verluste ein nicht reparierbarer Lader konstruiert worden war. Das Federchen versagt den Dienst. Ausbohren und neu machen? Das wird teuer. Immerhin ist auch dieser Schwachpunkt erkannt. Mit der C 8 hat man die Möglichkeit, Rampen fast ohne Helligkeitänderung auszuführen. Wo Professionelle in der Nachbearbeitung mit Computer-Programmen hantieren oder teure Kameras einsetzen, schiebt Papi hier einfach den Tempoknopf hoch und die Sache ist im Kasten. Bauer hatte das später auch, bei der unscheinbaren 88 L, die einen Override von 16 B./s auf 64 mit Blendenkorrektur bietet. Der Zweigewichteregler kann beim Anhalten mit dem ihn antreibenden Hartpapierzahnrad auslaufen, ein Schlingfederfreilauf sorgt dafür. Das Werk hat 1.5 Zoll Außenbreite, 4.625 Zoll Höhe und die Länge von 4.25 Zoll. Die Stützen haben Ø 0.3125 Zoll. Die Platinen sind 2 Millimeter stark. Zoll- und metrische Maße nebeneinander sind typisch für die 1930er Jahre. Die Verbindung des Schärfestellrings mit dem Objektiv ist ein wenig abenteuerlich, ein geknickter Dorn greift mit Spiel in eine Nut des eigentlichen Gewinderinges. Überhaupt wirkt die Kamerafront beeindruckend. Dahinter ist jedoch nicht viel vorhanden. Ließe man das immense Skalenschild weg, sähe die C 8 enttäuschend nüchtern aus. Vermutlich noch nirgends beschrieben Neben dem Lader kennzeichnet die C 8 eine relativ große Zugfeder. Das vorliegende Exemplar macht 928 Schaltungen, die Laufzeit von 58 Sekunden. Das hat sonst kaum* eine 8er, schon gar nicht eine so frühe. Bei anderen Kameras kann man die Feder im Lauf nachspannen. Hier wurde ein größeres Gewicht in Kauf genommen, etwas ausgeglichen mit einem leichteren Blechgehäuse, um Mami und Papi das in die Hand zu geben, was heute mit dem iPhone verhundertfacht ist. Im Vergleich mit den meisten anderen Kameras, die nach 20 oder 25 Sekunden stillstehen, ist die C 8 ein Federmonster. Offenbar war allein die Vorstellung, eine Minute lang aufnehmen zu können, das viele Geld wert. Man konnte sagen: Ich bin faul, will nur wenig aufziehen müssen. Das Gewicht ist die Quittung darauf. Meine neueste Entdeckung bei der »Cassette« 8 betrifft die Zugfeder. Sie könnte sogar doppelt so lang sein, will heißen, eine ganze Spulenlänge durchziehen. Die Federbüchse hätte dann den Außendurchmesser wie hier mit blauen Linien angedeutet. Wieder aus unerklärlichem Grund ist sie aber kleiner. Ich schätze den Unterschied auf zwölf Windungen. Wurde Siemens & Halske diskret bestraft für Knausrigkeit? Wir werden es vielleicht nie wissen. Aber wir kennen die Laufzeit von irgendwo her. Genau, die Agfa-Movex Reflex von 1962-63 zieht volle Spulenlänge durch und hat ebenfalls eine Sperre, die beim ersten Lauf wirkt. Die C 8 wäre also fast 30 Jahre vorausgegangen. Allerdings besitzt die Agfa-Movex Reflex eine Umlagerungsfeder, die deutlich dünner und damit leichter ist. Dafür wiegt das Druckgußgehäuse mehr. Die C 8 hat ein Werk aus vernickelten Messingplatinen und die meisten der Zahnräder aus Stahl. Einiges ist sorgfältig ausgeführt, vieles nicht, die selbe Differenzierung wie bei Eumig, Paillard, Beaulieu, Pathé, Ditmar, Nizo und den meisten anderen Herstellern. Richtig altmodisch ist die Belederung mit eingeprägten Zierlinien, da klingt noch das 19. Jahrhundert an, und es ist Leder. Das Zählwerk wird von zwei Nasen angetrieben, die mit dem Federhaus verbunden sind. Unvergleichlich ist, daß auf der Anzeigescheibe die beiden Filmhälften sowie 15 Meter aufgetragen sind mit rot eingerahmten Enden [7,5] und [0-15]. Das ist übersichtlich: Die Verriegelung des »Cassetten«raums wird mit einer kräftigen Feder gesichert, der Schiebeknopf ist versenkt. Das ist seriös ausgebildet. Was gar nicht überzeugt, ist die Verbindung zwischen dem schweren Werk und dem dünnwandigen Gehäuse. Die Kamera steht unten auf einem Schraubenkopf und auf einem Niet. Vier kurze Schrauben halten das Werk in der Schale. Strebenbleche halten Schale und linke Gehäuseseite zusammen. Der Gehäuseboden ist verzogen, der gleiche Schaden, wie bei der Beaulieu R 8 auch schon gefunden. Angesichts dieser Dinge glaube ich beinahe, eine alte Tischuhr aus Illinois vor mir zu haben. Beim Montieren der Kamera richte ich das schwarz lackierte Druckgußteil, den Objektivträger, dem Schachtsucher gegenüber aus. Diesen kann man nur einsetzen und festschrauben, an eine Ausrichtung ist nicht zu denken. Wenn nun aber der Objektivträger mehr oder weniger gekippt steht, wird die an ihm befestigte Sperrklinke auch etwas tiefer in der Filmperforation stehen. Es läuft auf ein gegenseitiges Nachstellen von drei Komponenten hinaus, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Wenn ich nämlich die Sperrklinke justiere, muß ich die Schulter am Greiferarm zurechtbiegen, bis deren Zusammenspiel wieder stimmt. Ein durchgreifender Service dieser Konstruktion ist teuer, weil man da einige Stunden Arbeit hineinstecken muß. ________________________________________ *Längere Laufzeiten bieten Nizo AK 1, Nizo-Heliomatic Trifo, Wollensak 43, Revere 8 Modell 99 mit Zusatzfederwerk. Das sieht so aus:
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- double eight
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Warum Bewegtfilme auf ECN-2 getrimmt anstatt ebenfalls C-41?
Film-Mechaniker antwortete auf FilmCurlCom's Thema in Schmalfilm
Wir haben es mit zwei geschichtlichen Entwicklungslinien zu tun. Eastmancolor ist 1950 nach der Zwangsveröffentlichung der Agfacolor-Patente entstanden. Das C(olor)-41-Verfahren ist 1972 herausgekommen. Letztlich stehen für alle Silberbleichverfahren die Agfacolor-Forschungen der 1930er Jahre am Anfang. EC-Filme müssen nicht öfter dupliziert werden als andere Farbnegative. Schon die ersten Muster sollen eine schlüssige Beurteilung aller Einzelheiten ermöglichen und spielbare Kopien ab Original sollen doch auch drin liegen, findet ihr nicht auch? Es ist so, daß Anpassungen bei den Dupliziermaterialien vorgenommen werden, nicht beim Aufnahmefilm. So ist das CRI gekommen und gegangen, so ist von früher zwei verschiedenen Farbdupliziermaterialien, eines für Zwischenpositive und eines für Zwischennegative, nur eines geblieben. Eastman-Kodak führt zwar drei Zwischenfilme, sie werden jedoch in Verbindung mit sich selbst benutzt. Typ -273 ist ein speziell weicher Internegativfilm. Typ -242 ist der universelle Dupfilm. Für den Positivkontrast, sei es bei Papier, sei es bei Film, wird das jeweilige Material eingestellt. Aufsteilen geht immer, deshalb sind flach graduierte Negative üblich. Kodak Vision -242 Estar hat keine schwarze Rückschicht. -
http://www.imdb.com/title/tt3402236/ Neue Produktion mit einem Haufen Filmsterne, ob es Filmkopien geben wird?
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wer kann helfen mit eymax anastigmat v 2" 50.8mm
Film-Mechaniker antwortete auf stefan76's Thema in Schmalfilm
Hoffentlich beteiligen sich noch mehr Filmer an diesem Austausch. Ich persönlich erfreue mich jeweils an den verschiedenen Modellen, wie sie über die Jahre erschienen waren. Umbauten gerade für Foto-Objektive finde ich an der Sache vorbei, Filmaufnahmeobjektive sind etwas anderes. -
wer kann helfen mit eymax anastigmat v 2" 50.8mm
Film-Mechaniker antwortete auf stefan76's Thema in Schmalfilm
Danke für die Blumen Es ist auch für mich hochinteressant, unentdeckte Sachen zu erforschen. -
wer kann helfen mit eymax anastigmat v 2" 50.8mm
Film-Mechaniker antwortete auf stefan76's Thema in Schmalfilm
Gern geschehen. Damit andere auch etwas von der Geschichte haben, welche Nummer hat dein Eymax? Vielleicht erzählst du auch noch etwas von deinem Eyemo, welches Modell, wie du dazu gekommen bist, was du filmst. Normalfilm drehen ist etwas vom Wertvollsten, das man in unserer Branche tun kann. Mein Eyemo ist von 1931. Ich habe ihn 2003 bei einem Altwarenhändler entdeckt und gekauft. Es stellte sich heraus, daß er ursprünglich einem der aktivsten Produzenten hierzulande gehörte. Seit der Überholung, die damals ein Kollege durchgeführt hat, läuft er prächtig. Von verschiedenen Aufnahmen habe ich noch Kopien neben Bildern aus einem ICA-Kinamo, eine lustige kleine Kamera. Die habe ich aber nicht mehr.