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Film-Mechaniker

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  1. Wir müssen sehr vorsichtig sein bei historischen Vergleichen. Übers Geld läßt es sich leichter reden, das sind abstrakte Zahlen. Dem Geld stehen Waren gegenüber und da sind konkrete Gegenstände in ihrer Zeit. Die Herstellung gerade von Automobilen ist eine andere geworden. Es werden gar keine PW mehr gebaut ohne Automaten und Computer. Die Autos selbst sind voller Elektronik, voller Elektromotoren. Ein Ami-Schlitten aus den 1950ern ist im Vergleich mit einem Daewoo von heute regelrechte Low-Tech. Bei der Filmkamera ist die Entwicklung ungefähr 1968 stehen geblieben. Damals wurde die Arriflex 35 BL entwickelt, von der sich die jüngeren Arriflex und Panaflex mechanisch kaum unterscheiden. Den letzten mechanischen Input brachte noch Moviecam hinein. Die Super-8-Kamera ist von der Logmar abgesehen Stand der Technik 1896 beim Filmtransport, damals kam die Pathé-Kamera mit Rätschengreifer heraus. Es ist also besser möglich, Gegenstand und Preis durch die Zeitläufe gegeneinander abzuwägen. Filmprojektoren wurden auch kaum weiterentwickelt. Bei ihnen spielen Materialien und Verarbeitung die entscheidende Rolle. Negativbeispiel: TQ-Reihe von Bell & Howell mit berstenden Kunststoffschnecken. Positivbeispiel: Eumig P 8, sehr gute Mechanik. Öl dran, moderner O-Ring, flitzt. Übrigens der meistverkaufte 8-mm-Projektor in Europa
  2. Ja, die Elektroden sind aus Wolfram. Wolfram ist das Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt, es einzuschmelzen benötigt viel Energie und spezielle Öfen. Wenn du Lust hast, fragst du mal einen Hersteller von Wolframkarbidwerkzeug an, zum Beispiel Walter in Tübingen.
  3. Nicht mehr alle. Einige Vision-3-Kamerafilme sind auch auf Polyester erhältlich, z. B. 500 Tungsten 5219.
  4. Für Aufnahmen aus der Hand braucht man ja keine Kamera mit Präzisionsmechanismus. Umgekehrt, Kamera mit einfachem Greiferantrieb auf Stativ, kommt meistens etwas Besseres heraus. Die Logmar-Kamera berechtigt erneut die Mitnahme eines Dreibeins. Ein Hoch darauf!
  5. Ist niemandem der Fehler aufgefallen? Eastman-Kodak macht Estar nicht seit 100 Jahren, sondern seit 60. 1955 wurde von Du Pont eine Lizenz genommen, das ursprüngliche Britische Patent 578'079 lief 1966 ab. Mit immer neuen Wendungen wird der Patentschutz am Leben gehalten, gerichtet kristallin, gegengerichtet kristallin, neue optische Eigenschaft, neue Oberflächenbeschaffenheit, usw. Das T beim T-Perforator ist der Anfangsbuchstabe des Namens einer der Erfinder, Clifton M. Tuttle.
  6. Noch etwas Ähnliches mit Bildern dazu. http://www.fdtimes.c...Kodak_LoRez.pdf
  7. Am 14. März 2015 ist ein Artikel über Kodak erschienen, ich habe mal eine Übersetzung gemacht. http://www.democrata...ester/70299168/ Das nächste Kapitel der Star-Wars-Reihe, die im Dezember in die Kinos kommt, hatte seinen Anfang nicht vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie. Es begann, wie wir gleich sehen werden, im Gebäude 317 des Eastman-Business-Parks als Haufen kleiner weißer Kügelchen, die in Eisenbahnwagen ankommen. Diese Kügelchen werden in einem ersten Schritt zu Puder gemahlen, um die Auswahl an fotografischen Filmen, Kinefilm, Luftbildfilm und gedruckten Schaltungen zu liefern, die immer noch von der Eastman-Kodak-Gesellschaft ausgehen. Kodak verläßt sich für die Zukunft auf eine Zahl von Techniken des 21. Jahrhunderts wie seine Prosper-Digital-Druckanlagen und seinen Vorstoß in druckverwandte Technik für solche Erzeugnisse wie Computer-Berührungsfolien. Doch die Gesellschaft hat auch riesige Einrichtungen und Hunderte von Angestellten, die den Anfängen des Filmmachens aus dem 19. Jahrhundert verschrieben sind. Star-Wars-Teil VII, die Stärke erwacht ist ein Film aus einer Vielzahl von Großproduktionen dieses Jahres, die auf Kodak-Film aufgenommen sind. In allen Teilen des Eastman-Business-Parks findet man Plakate von Klassikern wie Casablanca und Jurassic Park, deren Gemeinsamkeit ist, daß sie auf Kodak-Film gedreht wurden. Das Material, etwa die Vision-3-Linie-Kinefilm, nimmt einen Weg durch einen Schwall des Eastman-Parks von den Sonderchemikalien, die Kodak macht, zu den Gebäuden 30, 38, 317 und 326 durch unterschiedliche Schritte in jedem davon. Während die kaufmännische Seite von Kodak weiterhin Wege zu finden versucht, das Kinefilmgeschäft trotz Schwund gewinnbringend zu halten, beschäftigt sich sein Personal mit dem gleichen Problem. Wie hält man Maschinen und Abläufe in Schwung, die für weit größere Mengen gebaut wurden? Die Fabrikationslinie in Gebäude 317 für Estar-Film, ein Polyester, der mit lichtempfindlichen Chemikalien beschichtet wird, läuft weitgehend rund um die Uhr. Sie muß, denn das Anfahren der Anlage kann zwei Wochen dauern, sagt Produktionsleiter Wayne Martin: „Diese Maschinen wurden gebaut, um zu laufen.“ In 317 schmilzt das Polyesterpulver und wird in einen ununterbrochenen Strom gedrückt, ein dickes, breites, Kilometer langes Plastikbonbon, das danach aufgeheizt und ausgezogen wird, von etwa 35 Zentimetern auf die fünffache Breite. Die meisten Aufnahmefilme einschließlich der Bewegtbildfilme haben einen Acetatträger, den Kodak von einem Lieferanten ankauft. Filme für die Kinoprojektion sind auf Estar. „Wir erfinden fortlaufend, selbst beim Estar, das wir seit 100 Jahren machen“, sagt Martin. „Wir versuchen immer, es zu verbessern.“ Unterdessen werden in Gebäude 30 Lastwagen und Behälter für Feinchemikalien vorbereitet und zusammengemischt, sie werden die Estar- und Acetatbeschichtungen ausmachen. Einer der wichtigen Gebäudeblöcke sieht nur selten Tageslicht, am Licht wird Film wertlos. Das Silbernitrat kommt als wacklige weiße Klötze an, wie fester Reispudding, Klötze, die Kodak in großen Metallkesseln mit anderen Zutaten zusammen verflüssigt. Die Emulsionen und Lösungen ziehen dann um ins benachbarte Gebäude 38, um auf Polyester gegossen zu werden. Das ist eine Angelegenheit, die sich über grob 1,2 Kilometer durch eine Gießanlage zieht, in völliger Dunkelheit. Als Film noch ein viel größeres Geschäft war, hatte Kodak ein halbes Dutzend Beschichtungsanlagen und goß einst drei Tage lang ununterbrochen, 72 Stunden, um mit der Nachfrage mitzuhalten. Nun ist es noch eine. Der Beschichtungsablauf hat etwas von einem vielschichtigen Sandwich-Brot außer daß es mit verrückter Geschwindigkeit und mikroskopisch feiner Genauigkeit gemacht wird, bei 100 bis 300 Metern in der Minute. Verschiedene Schichten werden übereinander gelegt, wobei Wissenschaft und Zusätze dafür sorgen, daß sie nicht ineinander fließen. Kodak-Filme bewegen sich von zwei oder drei Schichten für einfache Schwarzweißfilme wie Tri-X bis zu 15 oder mehr für Kodachrome. Aber diese Schichten sind zusammen nur ein Haar dick, sagt Martin. Gegossen geht der Film durch eineinhalb Kilometer Trocknung, ehe er in großen Holzkästen verstaut wird, die Rollen von einigen Kilometern enthalten. Der letzte Schritt geschieht in Gebäude 326, wo die Filmrollen in unterschiedliche Breiten von 16 bis 70 Millimeter zerschnitten werden, in fast vollständiger Dunkelheit. Löcher werden gestanzt, in Geschwindikeiten bis zu einem Kilometer pro Minute. Die Firma hat heute 14 solcher T-Perforiermaschinen, es waren ein Mal viel mehr. Die zurückgehenden Gewinne mit Film haben Arbeit nach Rochester zurück gebracht, die einst andernorts ausgeführt wurde. Die Foto-Konfektion war früher in Mexiko, zum Beispiel die Fertigung der Filmpatronen und das Verpacken in die kleinen gelben Schachteln. Das kam vor rund vier Jahren zum Eastman-Park zurück. Doch wie Kodak Filme macht, hat sich auch organisatorisch verändert. An der Stelle der Fertigungsstraße, wo jede Person alle Tage dasselbe tut, wandern die Angestellten oft mit den Gußeinheiten. „Hätte mir jemand vor fünf Jahren gesagt, daß die Leute an einem Tag in Gebäude 30 sind und am nächsten in 38, hätte ich es nie geglaubt“, sagt Martin. Im Schatten der Nacht Teile des Eastman-Parks sehen auf den ersten Blick aus wie eine Disco. Die Lichter in vielen Gängen und Aufzügen mehrerer Gebäude der Filmherstellung sind abgedunkelt und in den Farben Grün und Orange gehalten. Das Ziel ist, die der Schneeblindheit ähnlichen Arbeitskrankheit zu vermeiden, weil viele Kodak-Angestellte die meiste Zeit ihrer Arbeit in fast völliger Dunkelheit verbringen, da sie mit lichtempfindlichen Chemikalien hantieren, und ihre Augen bräuchten mehrere Minuten länger, um sich beim Gang in einen normal hellen Flur anzupassen. Matthew Daneman, 14. März 2015 MDANEMAN@DemocratandChronicle.com __________________________________ Zwei Anmerkungen von mir: 1. T-Perforiermaschinen bei Eastman-Kodak sind kontinuierlich wirkende Anlagen. Nach vielen Jahren Herumprobieren haben die Kodaker eine vergleichbare Genaugkeit zwischen zwei Walzen hingebracht, wie sie mit intermittierenden Konstruktionen üblich ist. Filme mit dem Vermerk Reduced Tolerance Perforations ist schrittweise perforiert. Das war ein Verkaufsbluff von 1986. 2. Kodachrome. Man behält sich in Rochester ja vor, irgendwelche Filme bei Bedarf wieder aufzunehmen. Was es damit auf sich hat, wissen die Chefs wohl selber kaum. Du kannst also ein Kodachrome-Labor auftun und bei Kodak anrufen: Hallo, ihr könnt loslegen! Ich glaube nicht, daß da je Kodachrome kommen wird.
  8. Bei Bewegung, viel Bewegung, braucht die Auflösung nicht riesig sein. Laufbilder gibt es in ganz verschiedenartiger Ausgestaltung: schwarzweiß, flau im Kontrast, mit geringem Bewegungsanteil oder schwarzweiß, eher hart, mit großflächigen Bewegungen oder in Naturfarben, mittlerer Kontrast, mit mittlerer Bewegungsfülle, usw. Man kann sich schon rein technisch über Filmschichten unterhalten, ist aber eher öde. Gehört der Inhalt nicht auch dazu? Seien wir ehrlich, wenn die junge Brigitte Bardot auf der Leinwand erscheint, bleibt uns doch einfach die Luft weg. Auflösung!
  9. Nö. Wollte ich schon beim ersten Beitrag schreiben. Die Qualität des Forums gründet in all den nicht veröffentlichten Beiträgen. Wenn ihr wüßtet, was ich alles schon wieder gelöscht habe statt einzustellen! Der Impuls, auch seinen Senf zu etwas zu geben, kann stark sein.
  10. Friedemann, etwas ungerecht, denn die Agfa-Avichrome und -Aviphot sind unmaskierte Materialien für Verwendung in Großformatkameras. Bei ihrer Rezeptierung hat niemand an Schmal- und Kleinfilm gedacht. Die Körnigkeit bzw. Farbstoffewolkigkeit fällt bei 200 auf 200 mm Bildfläche nicht ins Gewicht.
  11. Die Reparatur finde ich gut gemacht, doch würde ich nicht mit Fett schmieren, sondern mit Graphit. Er schmiert auch viel zu viel Fett hinein. Das ist ein Kandidat für verklebte Feder nach zwanzig, dreißig Jahren.
  12. Jetzt ist YouTube auch bei mir angesprungen, manchmal hakt es. Der sagt doch tatsächlich wiederholt, wir haben 155'000 Watt mit der Tonanlage. Er hat einfach keine Ahnung. Cool, so kann ich ihn ins Album kleben neben Architekten, die völlig unpraktische Gebäude entwerfen, und Küchenhersteller, die Design vor Funktion stellen. Seit einem Monat wohne ich nun in einem Haus aus der ersten Hälfte der siebziger Jahre und in der Wohnung ist eine Forster-Küche, Modell Perla, von 1975. Tiefpunkt der Zivilisation, tiefste siebziger. Flebbe hat die Frisur auch noch von damals. Hihi
  13. Hundertfünfzigtausend Watt? Die Formulierung geht mir nicht durch die Synapsen: Die Tonanlage ( . . . ) soll ( . . .) Leistung umfassen. Ich verstehe es nicht. Eine Anlage umfaßt soundso viel elektrische Leistung? Sind es Spitzenwerte, gilt das für Sinuston 1000 Hz? Liefern die Verstärker diese Leistung oder können die Lautsprecher sie aufnehmen? Setzen die Lautsprecher 150 kW elektrische Leistung in mechanische um? Was sollen 150'000 W in einem Kino? Da müßten die Verstärker ja ebenso viel, nein, sogar noch etwas mehr elektrische Leistung erhalten, denn sie haben ja Verluste. Wenn der/die Verstärker mit Netzspannung betrieben werden, ich nehme 230 Volt an, fließen bei 150'000 W bescheidene 652 Ampère. Die kann man zum Beispiel auf sechs Drehstromkreise verteilen, womit die einzelnen Leiter bei 400 V gut 20 A tragen müssen. Irgendwie unglaubwürdig, diese 150'000 Watt.
  14. Das kann nur Ferrania-Scotch sein. Ich habe vor einem Monat mit Mortsel Kontakt gehabt, die engagieren sich nicht im Geringsten für den Kinefilm.
  15. Urlaubs- und Familienfilmer filmen schnell, filmen oberflächlich, es ist mit der Video-Kamera und mit dem Handy nicht anders. Warum nachmachen? Was bewegt sich in der Kathedrale, was bewegt sich in der Grotte? Aber gut, ich will niemandem das Souvenirsammeln vermiesen. Mir ist praktisch keine Filmkassette für Amateure bekannt, die eine Filmmengenanzeige hat. Ich bin da gerade am Suchen, aber Neuneinhalb Pathex und Ercsam, die alte Doppel-8-Kassette, der Nizo-Rapider, der Agfa-Lader, die Siemens-Kassette, der Kodak-Duex-Lader, Agfa-Movex 8. Auch professionelle Kameras haben Kassetten ohne Filmvorratsanzeige. Dazu gehören die Bell & Howell Standard, die Mitchell, die ARRIFLEX von 1937, Ausnahmen: Registriergerät von Siemens & Halske, Kodak-50-Fuß-Kassette mit 16-mm-Film
  16. Urlaubs- und Ferienfilmer filmen schnell, filmen oberflächlich, es ist mit der Video-Kamera und mit dem Handy nicht anders. Warum nachmachen? Was bewegt sich in der Kathedrale, was bewegt sich in der Grotte? Aber gut, ich will niemandem das Souvenirsammeln vermiesen. Mir ist praktisch keine Filmkassette für Amateure bekannt, die eine Filmmengenanzeige hat. Ich bin da gerade am Suchen, aber Neuneinhalb Pathex und Ercsam, die alte Doppel-8-Kassette, der Nizo-Rapider, der Agfa-Lader, die Siemens-Kassette, der Kodak-Duex-Lader, Agfa-Movex 8. Auch professionelle Kameras haben Kassetten ohne Filmvorratsanzeige. Dazu gehören die Bell & Howell Standard, die Mitchell, die ARRIFLEX von 1937, Ausnahmen: Registriergerät von Siemens & Halske, Kodak-50-Fuß-Kassette mit 16-mm-Film
  17. Hallo, Jens In der Kassette wird nichts entwickelt. Der Begriff entwickeln hängt bei Fotografie und Kinematografie mit dem nassen Teil des Ganzen zusammen. Naß bedeutet, der Film wird in ein Wasserbad mit Chemikalien drin getaucht. Nichts persönliches, bin bloß hinter den Wörtern her Ansonsten gibt es keine Möglichkeit festzustellen, welche Länge bei einer Super-8-Kassette abgerollt ist. Das ist eines der Merkmale eines benutzerunfreundlichen Systems. Erst am Ende erscheint ein in den Film wärmegeprägtes EXPOSED. Auch der Single-8-Kassette kann man nicht ansehen, wieviel Material abgerollt ist.
  18. Film-Mechaniker

    Dias

    Es gibt ja auch Imkerfilme. Buenos dias! Nee, danke, ich mache meine Bilder selber! Kann nicht anders, der alte Witz fällt mir immer wieder ein.
  19. Du hast eine große Auswahl an Kameras für 16-mm-Film. Wenn du von Geschmacklichem abstrahieren kannst, ist der sachliche Weg frei. Mit einem Anforderungskatalog kannst du abarbeiten: Professionelles Gerät/Amateurgerät Objektivfassung: Bajonett/Revolver Reflexsucher/Einfacherer Sucher Tonruhig/Lärmig Dann folgen die weniger einschneidenden Dinge, wie Geschwindigkeiten, Magazingröße, Filterschieber, Budget. Vom Unterhalt her sind die amerikanischen und deutschen Kameras am besten, die französischen weniger. Die Bolex H 16 EL hat ein sehr gutes Belichtungssystem, wenn du auf so etwas Wert legst.
  20. Die GSMO hat ja selbsteinfädelnde Magazine. Während ich noch keines näher untersucht habe, kann ich mir gut vorstellen, daß es bei mangelnder Pflege zu Schrammen kommt. Staub- und Sandkörnchen können furchtbar sein, hakige Pollenkörner tragen manchmal das Ihre bei. 30-m-Magazine gab es auch zur Caméflex und zur Arriflex 16 SR.
  21. Es läuft über Kopierwerke und Zulieferer. Die sind auch an Umsatz mit Film interessiert, verdienen am Entwickeln sowieso nicht, also lassen sie sich herbiegen in der Hoffnung auf Folgeaufträge: Kopien, Duplikate, Archivelemente, Montagearbeit, Geräteverleih. Kodak betreibt schon einige Jahre das so genannte Imagecare-Programm, mit dem sie versuchen, möglichst viele Labore auf einen Nenner zu bringen. Auf Deutsch heißt das Alleinstellung, auf Englisch monopoly. Überall ECN-ECP-Chemie, Eichstreifen, Protokolle, Verwaltung bis zum Untergang. Es kann interessant sein, mit solchem Package zu produzieren, nur produzieren immer weniger Leute chemische Kurzfilme. Bei Langfilmen ist der allseitige Gewinn verschwindend klein, bei den entsprechenden Budgets ist vielmehr entscheidend, wie die Auswertung aussieht. Meiner Meinung nach hat Kodak als Hauptfehler das Kino nicht weiter chemomechanisch gehalten. Die Kopierfilme sind viel zu teuer, alle.
  22. Hä? Beitrag #1 lesen, Volker gibt von ANDEC 12 Euro je Meter an.
  23. Komme auf das Thema zurück Ich gehe von 240 Metern Filmlänge aus, 800 Fuß in der Filmtechnik. Kodak Vision Color Intermediate 3242 kostet in der Mindestmenge $5343.36, das sind 6 × 2000 Fuß. Kodak Vision Color Print 3383 kostet in der Mindestmenge $506.34, das sind 2 × 3000 Fuß. Jede Person, die den Auftrag ausführen will, muß wenigstens $5849.7, netto, auslegen, es sei denn, sie könne irgendwo kleinere Mengen dieser Filme auftreiben (bei anderen Kopierwerken, Trickspezialisten, usw.). Von der Vorführkopie würde man im Kontakt auf 3242 ein Zwischennegativ herstellen und davon auf 3383 wieder ein Projektionspositiv. Hinzu kommt der Aufwand für den Ton. Der wäre klassisch ein neues Negativ ab vorhandener Lichttonspur. Das kostet in der Mindestmenge mit Eastman 3378 $1553.60, netto, 10 × 1200 Fuß. Ein preislich günstigerer Weg ist der, von der vorhandenen Tonspur eine Abtastung zu machen, das kostet ungefähr 30 Euro, um dem Positivmaterial in einem separaten Lauf in der Tonkamera eine verkehrte Belichtung zu geben. Diese verkehrte Tonspurbelichtung wird auch positive Tonspur genannt, was eine falsche Bezeichnung ist, aber das ist weniger wichtig. Nicht alle Kopierwerke bieten das an. Weiter kommen hinzu Prüfung der Vorlage (Durchgreifen, Spleiße prüfen, reinigen), Entwicklung von Zwischennegativ und Positiv, Verpackung (Kern oder Spule, Beutel, Dose). Wir müssen also mit wenigstens 6000 Euro rechnen. Herr Draser offeriert mit 3000 Euro professionelle Qualität zu gutem Preis. Nun die nichtprofessionellen Möglichkeiten Agfachrome RSX-II von Wittner, E-6-Farbenumkehrfilm in 16 mm; 2 × 400 Fuß 398 Euro ohne Entwicklung, ein Rohfilmspleiß in der Kopie Agfachrome RSX-II von Wittner, 2 × 1200 Fuß 869 Euro ohne Entwicklung, kein Spleiß in der Kopie Ferrania 100 Neu, in näherer Zukunft, E-6-Farbenumkehrfilm in 16 mm; Preis noch offen, erhältliche Längen noch offen Meine persönliche Vorliebe wäre, Bild- und Tonnegativ aufzustöbern. Das kannst du, Volker, in der Zwischenzeit ja in aller Ruhe und mit geringstem Aufwand versuchen. Wer hat den Streifen wann und wo produziert? Wo wurde kopiert? Forschung
  24. Ich find’s auch lustig, was wir hier ablassen. Vor allen Dingen filmtheologische Debatte, da wird mir warm ums Herz. Für die Stelle bei Enz muß ich graben, so aus dem Gedächtnis heißt die Brochure Filmschaltwerke oder Filmlaufschaltwerke oder so etwas. Da schreibt er gegen den Schluß und ganz entgegen der Grafik mit Beschleunigungskurve, die für sehr kurze Zeit ins Unendliche schießt, daß die Verhältnisse für den Film günstig wären. Entweder hat er die Kinematik der Wellenschleifen nicht erfaßt gehabt oder sich in Lobhudelei über eine westliche Errungenschaft ergangen. Die Feststellung bei der SMPTE, daß CS-Zahnung und Normalperforation gehen, mußte ja sein angesichts der Stöhnerei unter den Kinobetreibern. Zahnrollen kaufen, wozu auch?! Für Film mit Magnettonpisten müssen die ja noch antimagnetisch sein. Die Dolly-Kopie hatte grausam viel Schrumpfung, die hätte der Verleiher von sich aus schon entsorgen gesollt. Andere waren von tschechischen Filmen auf Orwo-Material, Postřižiny, Rozmarné léto, Sedmikrásky, auch mit 6 bis 9 Promille und mehr, eine davon, ich weiß nicht mehr welche, war noch mattiert. Total regeneriert war eine Kopie von Quai des Orfèvres (1947), die hatte ein sagenhaftes Bild. Vom Mattieren des Trägers, Acetat, kam eine schwache Lichtstreuung ganz nah bei der Bildschicht hinzu, ich kann das nicht beschreiben. Zusammen mit Frieseke & Hoepfner 66, Xenonlicht und Zeiss-Ikon Alinar entstand Kino, von dem Video, egal ob digital oder analog, Kontinente entfernt bleibt.
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