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Film-Mechaniker

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Alle erstellten Inhalte von Film-Mechaniker

  1. Jetzt fühle ich mich als Ahnungsloser. Daß LaVezzi zumachte, wußte ich wirklich nicht. Wenn Frankfurt spricht, muß ich verstummen. Kurt Enz scheint ein Kino-Papst zu sein, er hat aber fertigen Quatsch veröffentlicht, zum Beispiel die Beschleunigungsverhältnisse des Films beim IMAX-Wellenschleifen-Projektor. Für mich keine Autorität
  2. Beim originalen COMMAG-System für CinemaScope beträgt der Abstand der Lochreihen (quer über den Film) und der Zähne 28,63 mm. Normalfilm hat den Lochreihenabstand 28,17 mm. Unterschied mathematisch 0,46 mm Je nach Schrumpfung und Zahnbreite und bei Fluchtungsfehlern können die oft scharfen Zahnflanken in die Eckenrundung von Normalfilm laufen. Schäden sind die Folge. Es wurde jahrzehntelang erzählt, man könne die CS-Zahnrollen auf den Projektoren lassen und Normalfilm spielen. Ich habe manche Kopie mit kaputter Perforation gesehen. Der schlimmste Fall war eine Hello-Dolly!-Kopie mit Normalperforation, Lichttonspur und drei Magnetpisten. Purpurstich, zerrissen, eine Ruine. Centfox blieb hart, ich kämpfte, es war der Anfang vom Ende des Kinos, 1995 glaube ich. Es gibt keinen Grund, für Normalfilm nicht Normalzahnung einzusetzen. Am breiteren Zahn (gegenüber CS) ist der Verschleiß geringer. LaVezzi in Amerika bietet die so genannte Posi-Trol-Zahnung an, mit der grobe Seitenfehler verhindert werden. Das gilt alles für Acetatträger. Mit Polyester sieht es anders aus.
  3. Ja, leichtes Durcheinander, aber dem kommen wir schon bei. Du hast Recht mit dem Zusammenhang Kufendruck-Schaltrollenabnutzung. Die Zugkraft von der Aufwicklung betrifft die Schaltrolle nicht, denn zwischen ihr und Nachwickelzahnrolle spannen wir ja eine Schleife in den Film. Auch die Zugkraft im Film von der Abwickelbremse geht nicht auf die Schaltrolle, sondern auf den Vorwickler. Es ist bekannt, daß ein Zusammenhang besteht zwischen Lochabstand im Film und Abnutzung der Zahnrollen. Wenn die Teilungen übereinstimmen, dann ist die Abnutzung am kleinsten. Zahnrollen für halborganische Filmträger (Nitrat, Acetat) sind für eine geringe Filmschrumpfung von etwa 0,1 Prozent ausgelegt, denn die Mehrzahl der Kopien im kommerziellen Betrieb kam mit ihrem Alter von einem halben bis zu einem Jahr mit etwa diesem Schrumpfungsbetrag ins Kino. Für Film mit stärkerer Schrumpfung als 0,6 Prozent sollte man die Zahnrollen gegen entsprechende tauschen. Polyester entspannt die Sache. Es kann eigentlich immer wie frischer Film angesehen werden. Um auf den Kufendruck zurückzukommen: Die Geometrie des Filmkanals muß erst gepflegt sein. Das will heißen: Schief gelaufene Kufen, abgefahrener Samt, mangelhafte Seitenführung, da setzen wir zuerst an. Wenn das stimmt, prüfen wir, ob der Film und die Schaltrolle miteinander fluchten. CinemaScope-Zahnung und Normalperforation gehören nicht zusammen. Zuletzt gibt es auch Unterschiede bei den Materialien der Zahnrollen. Es gibt welche aus besserem Baustahl, dann hartverchromte und welche aus gehärtetem (rostfreiem) Stahl. Ein anderer Zugang ist, billige Zahnrollen aus Kunststoff einzusetzen. Die wechselt man natürlich fleißiger aus.
  4. Rechtlich darf man den Eintrittspreis, an dem der Verleiher beteiligt ist, nicht nach unten aufteilen. Man kann aufschlagen. Wenn Besucher bereit sind, mehr zu bezahlen, und an der Kasse klar dargestellt wird, wofür der Aufschlag verwendet wird, dann kann niemand etwas dagegen einwenden. Man kann 100 Euro mehr verlangen, dieses Geld läuft auf ein Investitionskonto des Kinos, alles paletti.
  5. Langlochriegel oder Riegel am Spulendorn Er wird von einem Spannstift gehalten.
  6. Stimmt, von 1969 bis etwa 1995 war es SEPMAG 35, dann SEPDIG mit 6-Kanal-CDs. Etwas später dann HDDs
  7. Habe eben wieder so eine Human-Resources-Antwort erhalten mit dem Satz: Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir die Stelle intern besetzen konnten.
  8. Natürlich verstehe ich Patrick, auch ich finde die Einfachheit einer Berufsfilmkamera herrlich wohltuend gegenüber den integrierten Super-8-Kameras mit automatischer Blendenregelung in fest eingebauter Zoom-Optik, eventuell Power Zoom, von der Kassette weggeschwenktem eingebautem Konversionsfilter (respektive nicht), elektromotorisch verstelltem Verschluß, Reflexsucher mit Lämpchen und Skalen, aber keiner Wasserwaage. Eine Filmkamera ist die LOMO, sie gehört aber nicht in die Kinematografie, die definitionsgemäß einigermaßen fließende Bewegungen liefert, sondern in die Chronofotografie, daher Wiederaufnahme des Standes der Technik um 1892. Dagegen habe ich auch nichts, im Gegenteil, Ursprüngliches pflegen ist mir selber ein Anliegen. Was mich anätzt, ist das Plastik. Die Verbindung zur Geschichte, in diesem Fall mehr als ein Jahrhundert zurück, ist von der Wegwerfhaltung der Moderne getrübt. Mit Moderne meine ich die Zeit seit dem Börsensturz 1929. Gut, es sind „nur“ 79 Euro oder noch weniger, doch wenn das Ding nach ein paar Filmen den Geist aufgibt, war es dieses Geld zuviel.
  9. Nein, das würde das Stabi wieder verdünnen. Abstreifen, wenn du willst, mit feuchtem Viskose-Schwammtuch, trocknen lassen
  10. Also, wieso nennt ein Mitteleuropäer so etwas nach einem vergangenen sowjetrussischen Industriekombinat? Leningradskoje optiko-mechanitscheskoje obedinenije, Ленинградское оптико-механическое объединениеa, kann jeder bei Wikipedia nachlesen. Mir geht das nicht auf und erkläre mir keiner, LOMO wäre gleichbedeutend mit billig und so und hip und heutiges Lebensgefühl. Quatsch von Möchtegernekünstlern! Cool, ich hab den Manfred-Sound übernommen . . . Für nur ein paar Euro mehr kann man sich eine richtige Filmkamera beschaffen, von Eyemo über ARRIFLEX bis Mitchell. Heute kann man für 5000 eine Mitchell kaufen!
  11. Sieht nach 1982 aus, Emmanuelle erschien 1974.
  12. Du kannst aber spitzfindig sein. Auch in Silicone, wofür ich eigentlich ein deutsches Wort suche, ist Silizium drin. Silikon, wie du schreibst, ist bloß Eindeutschung eines Fremdwortes, gleich schlecht wie Kasch oder Spagetti. Man könnte vielleicht von siliziumlegierten Kunststoffen sprechen oder von siliziumhaltigem Plastik. Plastisch sind die Stoffe ja.
  13. Das Profil der Scheiben und des Riemens/Ringes sollten schon zusammenpassen. Vorteil der O-Ringe: dreckbillig Es gibt auch bessere O-Ringe aus Siliziumkunststoffen (Silicon für Englischsüchtige). Ich finde, man darf schon von Zeit zu Zeit nach dem Riemen sehen. Wenn ich im Eumig P8 einen O-Ring einsetze, kostet der mich 89 Rappen, weil ich 50 Stück eingekauft habe. Die ungebrauchten habe ich in einem Beutel mit etwas Talk, damit sie nicht zusammenkleben. Vor dem Einsetzen abwischen Keilriemen sind aus vulkanisiertem Kautschuk, sprich: Gummi. Ein Radiergummi besteht übrigens selten aus Gummi. Anfänglich waren sie aus gummi arabicum. Das zu lösende Problem sind die zwei Feinde der Kunststoffe, Ozon und Wärme, beides ist im Filmprojektor vorhanden. Ozon wird richtig gut produziert von Kohlebürstenkollektoren.
  14. Georges Herbuveaux hatte 1957 ein Geschäft gegründet, das noch mit Chemie und Fotografie und Kinefilm zu tun hatte. Seine Tochter Christine Irène Herbuveaux, Jahrgang 1949, führte GH Films bis 2011 weiter. Dann kam ein Philippe Molk, Jahrgang 1977, der alles für einen Pappenstiel übernahm und es MK Films nannte. Die Webseite ist noch in Betrieb, vielleicht etwas dilettantisch gemacht. Jahrzehnte lang lieferte die Firma Amorce und Hilfsmaterialien für Entwicklung, Montage, Vertonung und Projektion: Nun stehen Streifenschneider und Perforiermaschinen zum Verkauf: Philippe will 15'000 Euro dafür. Traurig
  15. Ich würde sagen, es besteht ein Unterschied zwischen LASER-Strahlen, die wild über ein Publikum geworfen werden, und der fest auf eine Bildwand gerichteten LASER-Projektion. Fall es geometrisch möglich ist, daß jemand im Saal in den Projektionsstrahl blicken kann, gibt es eventuell eine Auflage. Allerdings ist das schon ein zerstreuter Strahl oder Teil des Strahlenbüschels, also etwas anderes als so ein Disco-Finger.
  16. Da steht: On top of all that, IMAX's quality control systems means that the theater experience a movie-goer in Sydney has, will be exactly the same experience as someone in Toronto has. Sensors in the actual projectors keep track of everything from temperature to humidity, and all of that data is monitored remotely from IMAX's HQ. So if an individual component in one of the projectors reports an abnormally high spike in temperature, the company will know that a failure could be imminent and will dispatch a technician to replace the part before it actually fails. Auf Deutsch: Darüber hinaus bedeutet das IMAX-Qualitätssystem, dass das Erlebnis eines Kinobesuchers in Sidney genau das gleiche sein wird wie das von jemandem in Toronto. Fühler in den Projektoren liefern laufend Daten von Temperatur bis Luftfeuchte und alle Daten werden im IMAX-Hauptsitz gesammelt. Wenn also ein Element in einem Projektor eine Temperaturspitze anzeigt, wird die Firma wissen, dass ein Ausfall drohen kann und einen Techniker entsenden, der das Teil ersetzt, bevor es tatsächlich ausfällt. Das kennen wir zur Genüge: erst die Vorführer entlassen, dann irrwitzige Technik installieren und am Ende vielleicht einsehen, dass Vorführer die bessere Lösung sind, weil die ganze Zeit am Ort, mit dem Plunder vertraut, Probleme im voraus erkennend und sofort behebend. Verschont uns vor dem Kram! LASER-Projektion kann sicher gut aussehen, ich befasse mich seit Jahren mit dem Thema. LASER brauchen jedoch erst Aufwärmung und dann Kühlung im Betrieb. Viel ist nicht gewonnen. Die tollen Kontrastzahlen brechen im Saal gleich wieder ein durch Streulicht von Notausgangleuchten und von den Rängen. Das Publikum ist nicht durchgehend schwarz gekleidet. Ein Kontrast von 2000:1 oder mehr ermüdet auch unnötig.
  17. Kondensatoren sind wohl das Thema. Auch ein Simon
  18. Film-Mechaniker

    Unbekannte Teile

    Austauschelemente eines Zweiformatprojektors 70-35. Oben in der Mitte ein Wiedergabe-Magnetkopf für Todd-AO-6-Kanal-COMMAG-Kopien Unten rechts die Schaltrolle für 70-mm-Film Ich tippe auf einen Italiener oder könnte das Material zu Zeiss-Ikon-Prevost Favorit gehören?
  19. Habe ich in #3 bereits angeregt, wurde verworfen.
  20. Olaf, würdest du bitte ein Mal nachsehen, auf welcher Seite die festen und die beweglichen Elemente der Seitenführung sind? Wenn du das auf einem Bild zeigen würdest, wären wir alle weiter, zum Beispiel mit zwei eingeklemmten Zahnstochern . . .
  21. Reg dich wieder ab, Chris, es sieht ein jeder auf dem von Martin eingestellten Bild, daß die Anfederung auf der Perforationsseite geschieht und zwei feste Anlagen gegenüber vorhanden sind. Serienmäßig verkehrt
  22. Das ist interessant. Bei Martins Projektor ist die Seitenführung auf jeden Fall verkehrt.
  23. Dann bleibt die Feststellung, daß der Bauer Selecton den Film nicht normgerecht führt. Gestern hab’ ich eine Beaulieu TR 8 fertig montiert, die ist auch weit ab der Norm. Filmtechniker, du nervst, ich weiß. Wenn man ins Feld führt, daß die meisten 16-mm-Kopien von Zahnkranzmaschinen stammen, ist das Thema Bildstand natürlich eh erledigt.
  24. Der Meinung bin ich auch. Dieserart funktioniert die Seitenführung nicht. Die Klötze auf Blattfeder gehören auf die andere Seite, zur linken Filmkante von hinter dem Projektor Richtung Bildwand gesehen. DIN-ISO 69
  25. Der Film ist richtig eingelegt. Hat der Projektor nicht eine kleine Blechmaske im Filmkanal, die möglicherweise verrutscht ist? Achtet auch auf die Teile der Filmseitenführung, die Federn und Anschläge, die der Film berühren soll. Da mit einer weichen Zahnbürste und ein wenig Alkohol sanft putzen. Mit dem Fingernagel prüfen, ob die Federn spielen
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