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Film-Mechaniker

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  1. Mir auch, wenn du einfach drauflos schreibst: Den Heimmarkt für den Absatz von Kopien auf kleinerem und später auf Sicherheitsfilm hatten Produzenten bereits vor dem Ersten Weltkrieg im Auge. Pathé frères lancierten das System Kok, dann Baby. Während 16 mm etabliert werden konnte (1923 bis 1929), kam im Normalfilmkino der Ton auf. Das war der Angelpunkt, denn sobald man auf dem kleineren Format brauchbaren Ton hatte, war die Bahn frei für Reduktionskopien aller Art. Das war eine konzertierte Industrie-Aktion, von langer Hand im Hintergrund vorbereitet. Für die Bell-&-Howell-Gesellschaft war bereits 1924 klar, daß sie das Feld der Studio-Kamera an Mitchell verlieren wird. Als Ausweg wählte die damals zu 95 Prozent alles beherrschende Firma (Perforierapparate, Kameras, Umroller, Spleißapparate, Kopieranlagen) den Schmalfilm und die tragbare Normalfilmkamera. Bell & Howell Filmo (16-mm-Film-Kamera) und Eyemo (35 mm) erhielten 1929 einen Dreierrevolver, 1930-31 einen Hochgeschwindigkeitsregler und 1934 als damals bestes Produkt seiner Art den Filmosound-Projektor zur Seite. Noch heute ein überzeugendes Gerät, wenn gepflegt. Normalfilmprojektoren baute BH mit Ausnahme einer einzigen Hintergrundanlage nicht. Man staunt, wie gut 16-mm-Tonkopien aus den 1930er Jahren zum Teil noch klingen. Sorgfältig gemachte 35er Tonkopien waren um 1932 einwandfrei. Mängel gab’s mehr in den Theatern. 16 und Doppel-8 sind sicher Amateurformate. Aus bestimmtem Grund wurde der Bildstrich auf Höhe Perforationsloch gestellt (damit nicht geschnitten werde). Die Entdeckung von 16 im Sinne, wie du meinst, geschah in den 1950er Jahren an der Berührungsstelle mit dem Fernsehen. Heute ist Super-16 en vogue, technisch nicht gerade eine Meisterleistung.
  2. Voll OT, kennst du das Pyréolophore?
  3. Warum sollte ich über Anlagen anderer Leute schnöden? Habe selber ein Vierbackenfutter aus China gekauft und meine Erfahrung damit gemacht. Preislich sensationell, technisch unter aller Sau. Den Vierkant des Schlüssels mußte ich erst mit der Feile bearbeiten, ehe er überhaupt eingesteckt werden konnte. Das ging sogar, weil nicht gehärtet. Die Schliffflächen waren auch alles andere als in Ordnung. Nach einiger Nacharbeit funktioniert das Ding jetzt. Ein europäisches Produkt der Art kostet das Achtfache. Über Dampfmaschinen sollten wir uns unterhalten.
  4. Das Modell 1923 sah so aus: Wenn man genau hinsieht, findet man einen Fehler, der sich beim Graveur eingeschlichen hat.
  5. Es ist umgekehrt, zum Einkuppeln dreht man den Hebel nach rechts. Nicht so wichtig, es ist mir einfach in den Sinn gekommen im Gespräch neustens mit einem Freund, der sie mir vielleicht abkauft. Er ist auch Forent hier, spricht aber praktisch kein Deutsch. Er ist derjenige, der die Bell & Howell 2709 und die Mitchell NC wie kein anderer kennt, solche restauriert, damit dreht und neuerdings auch eine Drehbank restauriert hat. Als gelernter Retoucheur bringt er bei den alten Geräten perfekt neuen Lack an. Sein Traum ist das Zusammenstellen von Kamera, Kopiermaschine und Projektor. Ein Ernemann II wartet bei ihm auf Behandlung. Wir sind uns einig, daß die Kopiererei das am wenigsten dokumentierte und am meisten mißachtete Teilgebiet der Filmtechnik ist.
  6. Ou leck, was hab ich wieder angerichtet!
  7. +1. Vor allem das Spiel ist über der Grenze des Grotesken. Die Filmschauspielerei ist für mich abstoßend überzogen geworden. So ein doofes Gehampel! Welcher Genuß dagegen das feine Mimenspiel älterer Produktionen, viel näher am Leben, etwa im französischen Kino.
  8. Wenn es nur keine Verwechslungen gibt! Brasilen liegt im Süden, einverstanden, die Baulieu fühlt sich dort auch sicher wohl. Als typischer High-End-70er Schmalfilmer hat er aber nicht mehr Kodachrome II verdreht, sondern KM 40. Keine Ahnung.
  9. Wo denn? Wer sagt so was? Totaler Quatsch, die Mechanik ist bis auf Feder und Getriebe genau gleich. Auch bei den elektrischen wird der Verschlußschieber beschleunigt und verlangsamt. Wie soll das anders sein? Echt, ihr Jungen springt manchmal vom Mars zur Venus ohne Zwischenhalt auf der Erde.
  10. Du meinst Kodak 2238 und 2237. Die haben farblosen Polyesterträger, es gibt sie „nur“ in 35 mm. Die Panchromasie ist nicht ganz vollständig, d. h. Rot kommt etwas dunkler als vergleichsweise bei Ilford Pan F. Die Filme sind fürs Labor bestimmt, wo entweder hinter Filtern oder mit LASER belichtet wird. Aber jeder kann damit anstellen, was er will. Entwicklung mit gewöhnlicher Chemie im Gegensatz zu Gigabitfilm. Vergleich mit Gigabitfilm zu Gunsten von Giga, der empfindlicher ist, wirklich panchromatisch ist, zu beliebigem Kontrast entwickelt werden kann bei voller Höchstdichte, etwa das doppelte Auflösungsvermögen hat und auch in 16 erhältlich ist.
  11. Bitte, wir haben unterschiedliche Ansprüche. Wenn ich bockfest schreibe, dann meine ich das auch, auf Stativ, auf Trickanlage, auf Schienenwagen. Draußen, wenn es windet, darf die Kamera nicht wackeln oder zittern. Das kommt lange vor Elektromotor und Maniabilität. Das haben auch Professionelle gemerkt, als ihr Pathé industriel (ab 1908) und selbst die Mitchell beim Westerndrehen unruhig wurden (Mickey-Mouse-Ohren-Magazine). Eine klotzförmige Debrie hat erstens mehr Bodenfläche und zweitens weniger Angriffsfläche für Wind. Mein Lieblingsdesign für eine Filmkamera
  12. Genau, alle Ligonie sind Ableitungen. André L. hat sich nicht viel Eigenes einfallen lassen. Die beste Kamera für 9,5-mm-Film ist wohl die Beaulieu R 9,5. Bei ihr kann man den Film auch zurückspulen, einfach nicht die ganzen 30 Meter wie bei der Paillard-Bolex H 9. Dafür kann man einen Elektromotor ansetzen, was bei den H 9 nicht geht, die alle vor dem Krieg gebaut worden waren. Beim Tempo gibt es keinen Unterschied Beaulieu-Paillard, beide Produkte erlauben stufenlose Verstellung zwischen 8 und 64 B./s, die Beaulieu sogar durchgehend, also von 64 auf 8 im Nu. Die Beaulieu Reflex 9,5 hat, wie ihr Name sagt, einen Reflexsucher, einen echten Spiegelreflexsucher sogar, und der ist im Gegensatz zum Spiegelreflexsystem der ARRIFLEX auch noch lichtdicht. Für die Beaulieu R muß nur noch eine wirklich stabile Halterung geschaffen werden. Der originale Fuß vermag die Kamera nicht bockfest zu halten. Es ist übrigens gerade eine bei eBay, France: http://www.ebay.fr/i...=item27e1714775
  13. Rudolf ist überlastet mit Aufträgen und kommt daher nicht mit. Er denkt sogar über Anschaffung einer zweiten LASER-Anlage nach. Ich habe noch immer nichts aus der Härterei erhalten, also kann ich Samstag kein Suter-16 präsentieren. Das soll ja auch Rudolf tun, es ist sein System.
  14. Tetenal-Docufine nach Beutler ist keine schlechte Idee, aber nicht notwendig. Positivfilm ist ohnehin feinkörnig, daher empfehle ich stärker verdünntes Rodinal. Sehr flexibel in der Anwendung und ergiebig. Ich sage ein Mal 1+100.
  15. Tatest du nicht
  16. Teilsolarisation als fotochemischer Effekt, nicht durch Licht Das Phänomen kommt umso häufiger vor, je feiner die Körnigkeit ist. Es wird bei bestimmten Materialien sogar gezielt genutzt, etwa beim nicht mehr hergestellten orthochromatisch sensibilisierten Direktumkehrfilm Eastman 7361.
  17. Was anderes als die Pathé Lido ist das?
  18. Was ich sehe, ist total erschöpfter Entwickler, Teilsolarisation, fürchterlicher Bildstand, ziemlich tiefer Lichteinfall am Anfang (vom Laden der Kamera) und elektronisch verzerrtes Bild. Die Fotografie mit Gegenlichtaufnahmen gefällt mir. Die Grauwerte passen. Was da im Himmel auftritt, ist ein fotochemisches Phänomen. Du mußt unbedingt mehr belichten und kürzer entwickeln, sonst hört das nicht auf.
  19. Ich unterscheide zwischen Kameras für Lader und solchen für Spulen. Letztere haben Vor- und Nachwickelzahnrollen und damit eine kleinere entkoppelte Filmmasse. Entsprechend sind die technischen Leistungen i. A. besser. Der Unterschied beim Bildstand braucht nicht umwerfend groß sein. Toll ist natürlich die Paillard-Bolex H 9 mit ihrer unbegrenzten Filmbewegung, der Einfädelautomatik und, falls vorhanden, dem Einzelbildzählwerk. Dann sind da die Pathé WEBO M mit Reflexsucher, ebenfalls 30 Metern Kapazität, Tempo 8 bis 80 und mehr, falls alles funktioniert, der Ciné-Nizo 9½ (15-Meter-Spulen), die englische Argus (1935) als Vorgänger der Beaulieu Reflex, natürlich die Beaulieu R 9,5 als vielleicht beste Neuneinhalber. Für technisch gute Bilder braucht man eine gute Filmführung und die Möglichkeit, verschiedene Objektive einzusetzen. Auch da wieder Paillard, Argus und Beaulieu vorne. Filmkanal der Pathé WEBO etwas kritisch Ligonie, abgeleitet vom Pathé Lido, mir persönlich zu wenig interessant Wer zuerst eine Argus für 9½ auftreibt und betreibt, der/dem offeriere ich kostenlose Überholung.
  20. Das Schicksal kann es. Es hat sich eine Änderung ergeben und ich fahre nach Deidesheim. Freue mich darauf, euch zu treffen!
  21. Leider doch nicht, muß am Samstag Geld verdienen gehen und kann es nicht ändern.
  22. Das ist diejenige der H 8, deren Bildfensterplatte einen Mittensteg hat. Die 16er ist vollflächig.
  23. Ich habe die Härterei gewechselt, weil günstiger, und Gott straft sofort: warten. Habe einen schlaffen Betrieb erwischt. Im Firmenvideo auf der Webseite wird etwas von Stunden erzählt. Montag soll die Ware abgeschickt werden, vielleicht kann ich nächste Woche schleifen.
  24. Film-Mechaniker

    printfilm

    Du hast klassisch unterbelichtet und gedrückt. Dadurch verflachst du auch den Kontrast, so genannte Ausgleichsentwicklung.
  25. Du würdest die Feder sich ganz entspannen lassen und sie ganz aufziehen können (unter der Gefahr, die Feder von ihrer Aufhängung außen abzureißen). Dafür läuft der Mechanismus länger, vielleicht eine Minute lang bei Tempo 24. Gegen Ende kann das Tempo nachlassen. Bei den meisten Federwerkkameras wird nur ein Teil der Federspannung genutzt mit dem Ziel eines möglichst gleichmäßigen Laufs während der Zeit.
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