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Wenn ich hier anknüpfen darf, dann wie folgt. Sicherungs- und Duplizieraspekt können getrennt voneinander oder mit einem einzigen Duplikat als aufgewischt gesehen werden. Was ich meine, ist, daß es sich lohnen soll, ein Original einer Kopieranlage auszusetzen. Dabei finde ich nun wichtig zu wissen, daß von mechanischem Stress nicht gesprochen werden sollte. Wenn man es richtig macht, dann liegen Ausgangsmaterial und Duplizierfilm entspannt auf dem Bildfenster und werden dennoch der Kamera-Geometrie entsprechend positioniert. Pendelfenster mit festen Paßstiften gibt es und man kann sie dem geschrumpften Ausgangsmaterial anpassen. Es gibt jedoch aktuelle Bemühungen, die beste aller denkbaren Anlagen zu bauen. Ein Prototyp für stark geschrumpften und beschädigten 16-mm-Film ist in der Fertigstellung, ich kann bei Interesse vermitteln. Das Gleiche kann auch für 35 gebaut werden. Das Interessante an der neuen Anlage ist die Möglichkeit, fürs Dup Dünnfilm zu verwenden. Die Vorteile sind: Vollflächiger Kontakt mit dem Ausgangsmaterial garantiert, damit maximal scharfe Übertragung; Duplikat hat nur noch den halben Umfang, damit wird Archivraum gespart; Dünnfilme gibt es ausschließlich auf Polyesterunterlage, damit ist erneute Schrumpfung praktisch ausgeschlossen. Als Beispiel darf ich auf von mir hergestellte Kontaktduplikate hinweisen, die ich mit dem halbstarken Gigabitfilm 40 (0,07 mm) in seiner Entwicklerchemie machte. Die Originale waren schwarzweiße Umkehrpositive von 1941 und 1942 mit um die 20 Promille Schrumpfung plus ausgerissener Perforation. Kopien auf üblich starkem Positivmaterial ab Gigabitfilm-Duplikaten laufen durch Projektoren und hinterlassen den Eindruck, man sehe das Original. Nur minimale Korrekturen sind in die Lichtbestimmung eingeflossen. Zu sehen beim Sportmuseum Basel
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Darf ich vorstellen: Pathé WEBO M
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
Man lernt nie aus. Da war die Facine, 1935. Diese 16-mm-Film-Kamera hatte schon verstellbaren Schmetterlingsverschluß, allerdings mechanisch und automatisch bewegt von Haus aus. Jetzt ist mir auch klar, wie Weisbrod und Broido auf ihre Doppelkurvenwalze zur Betätigung der Verschlußflügel kamen, nämlich um dem Patent auf die Facine-Mechanik auszuweichen. Verstellbaren Umlaufverschluß gab es schon 1896, der war an sich Allgemeingut. -
Weitwinkel-Festbrennweite mit C-Mount?
Film-Mechaniker antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Gucksdu http://www.43rumors....-by-seb-farges/ -
optimale kinosaalform- gibt es sie?
Film-Mechaniker antwortete auf unwissendbisgehtnich's Thema in Newbies
Warst du ein Mal in einem gut erhaltenen griechischen oder römischen Amphitheater? -
8mm kleben? Trockenklebepressgeschichtenfrage...
Film-Mechaniker antwortete auf Oranje's Thema in Schmalfilm
Hab’ ich. Das Beste. Die Franzosen haben Marguet, die Engländer Premier, die Ami Maier-Hancock. http://www.apecity.c...nstructions.pdf Hammann ist der Beste. Er hat Spalter und Klebepresse als getrennte Geräte, was nur Vorteile hat. -
8mm kleben? Trockenklebepressgeschichtenfrage...
Film-Mechaniker antwortete auf Oranje's Thema in Schmalfilm
Du hast nichts falsch gemacht. Klebebandspleiße laufen einfach nicht so glatt durch die Geräte wie naß gemachte. Das Wichtigste ist, daß der Lochabstand über die Klebestelle gleich groß ist wie sonst im Material. Um das zu untersuchen, legst du den unversehrten Film ins Montagegerät, sprich: Klebelade oder -presse, und siehst sogleich, wie genau das paßt. Bei Cinekett und allen Klebefolien oder -bändern hat man eine über die Zeit schwimmende Verbindung. Die Gummiharzklebstoffe erlauben ein langsames Auseinanderdriften der Filmstücke, insbesondere wenn der Film unter Zug steht und das ist der Fall bei strammer Aufwicklung. Nur chemisch verbundene oder miteinander verschweißte Filmstücke bleiben richtig beieinander. Für die temporäre Montage waren Dr. Leo Catozzos und Carlos Rivas’ Erfindungen ein Segen. Für die langfristige Verbindung rate ich zu Kitt. Polyesterfilm kann man schweißen. Die Schweißgeräte sind so teuer, daß sie sich für den Gelegenheitscutter nicht lohnen. -
Komisches 8mm Material aus Taiwan
Film-Mechaniker antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Ich sehe keine Doppelperfo., so weit ich mit Vergrößern am Monitor erkennen kann. Hättest du eine Aufnahme aus der Nähe? -
https://www.olx.ch/d...zeiten/1370587/ Geradzuggreifer mit drei Zähnen, Höhenverstellung durch Greiferversatz Dreiflügelblende, Tempo 15 bis 25 1000-Watt-Röhrenglühlampe, max. Antriebs- und Lüftermotor, 110 Volt Dieser Lichttonprojektor ist mechanisch ein Traum.
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8-mm-Film vor 2000 Zuschauern . . .
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Technik
Carsten, es tut richtig gut, das von dir zu lesen. Ich komme mir oft wie ein einsamer Rufer in der Wüste vor, wenn es um Kinoprojektion geht. Die Lichtspiele sind nicht nur inhaltlich gestorben, etwa 1972, sondern vor allen Dingen als Lichtspiele. Braungrüngraues Gesumpfe, flache Perspektiven, keine Lichtgestaltung, schlaffer Schnitt, alles am Besucher des Lichtspielhauses vorbei. Dafür Ultra-Mega-Hyper-Sound aus 94 Lautsprechern, die noch den Saal verschandeln. Mir ist jeder Nazi-Revue-Film lieber als der Mist der vergangenen 30 Jahre, weil ich da wenigstens etwas zum Schauen habe! Nur wenige stechen heraus aus dem optischen Schmelzkäse, Ballhaus, Nykvist, weiß der Geier. Gestaltung, verdammt noch Mal! Echt, jetzt! -
8-mm-Film vor 2000 Zuschauern . . .
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Technik
Mit der Einschränkung, daß die Kunststoffteile schlechter altern als die metallenen. Da sind Plastikzahnräder drin. Sonst finde ich den M8 auch sehr gut. -
Zufällig bin ich auf diese Anzeige gestoßen. Interessant finde ich diesen Abschnitt: Übersetzung: Außergewöhnliche Lichtstärke: Am 17. März 1959 ist vor 2000 Zuschauern im Pleyel-Saal ein 8-mm-Film projiziert worden über eine Strecke von 60 Metern auf eine Bildwand von 6 Metern Breite, mit einem M8. Nach allgemeiner Ansicht war das Bild scharf und hell. Was meint ihr? Da war wohl keine 500-Watt-Lampe eingesetzt, sondern eher eine 1000er, und der „Film“, mehr wird dazu ja nicht gesagt, war auch vermutlich kein Umkehrpositiv, sondern eine angepaßte Kopie.
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Um was für einen Projektor handelt es sich?
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Hier ist die Zwischenstufe zwischen den Objektiven mit manueller Blendeneinstellung und dem Belichtungsautomaten. Während man bei Paillard eine Fotozelle zwischen Objektiv und Verschluß schiebt, um das Licht zu messen und die Blende nach einem Instrumentenzeiger im Sucher stellt, hatte man bei Kern die elektrodynamisch bewegte Zweilamellenblende mit zwei Objektiven zu einer käuflich erwerbbaren Einheit verbunden, ästhetisch womöglich nicht das Gelbe vom Ei, vom pragmatischen Standpunkt aus ein valables Angebot. Das Yvar 13-1.8 als Tessar-Variante und das Yvar 36-2.8 als Triplett können in den Zweierrevolver der B8 eingeschraubt werden, wozu ein Gewindering mit Antriebsstern dient. Der andere Objektivanschluß besteht aus einem radial geschlitzten kegligen Paßring. Das Ganze hält, wenn man von Hand kräftig anzieht. Das normalbrennweitige und das Tele-Objektiv können rasch getauscht werden, der bekannte Vorzug des Revolvers. Nur das Tele-Objektiv wird fokussiert, es ist eine Schärfentiefeanzeige vorhanden. Einzustellen sind Filmempfindlichkeit von 10 bis 400 ASA-ISO-Graden, Verschlußstellung offen und halb geschlossen sowie Tempo 12-16-18-24-32-48-64. Das mir vorliegende Exemplar mit der Seriennummer 930747 hat einen lästigen Schaden, und zwar von einer ausgelaufenen Quecksilberzelle. Es ist mir noch nicht gelungen, die teils amalgamierten, teils korrodierten Ringe der Zellenhalterung ohne Schaden zu lösen. Ohne da heranzukommen, wird die Doppeloptik nicht wieder in Betrieb genommen werden können. Das Projekt steht jedoch. Die Optik ist wenig bekannt. Ich habe bei den heute greifbaren Kern-Unterlagen eine Erwähnung gefunden (http://www.kern-aara...iensammlung.pdf), bei Photohistorica.ch eine Prospektabbildung (http://www.photohist...946 001001h.jpg), ein Bild bei Collection Cinéma Privé (http://camera-carle....paillard-bolex/) und einen Eintrag bei der Kamerdatenbank https://www.kamerada.../object_id/1046. Die Duomatic ist 1958 erschienen. Das Gehäuse ist ein Leichtmetall-Druckgußteil, es hätte eine lange, erfolgreiche Serie werden können. Die Idee hat für sich, daß man seine B8 mit Blendenautomatik, aber auch weiterhin manuell haben kann. Doch der Geschmack der Käufer richtete sich bereits aufs Zoom-Objektiv. 1958, nach 47 Jahren seit der Bell-&-Howell-Berufskamera mit Revolver, erschien dieser zu umständlich. 1959 wurde das Pan-Cinor 8‒40 von Berthiot mit D-Fassung und für die H 8 Reflex erhältlich, mit der P1 war 1961 bei Paillard der Übergang vom offenen Konzept der Schmalfilmkamera zum geschlossenen vollzogen. Geschlossenes Konzept heißt Vollautomat, alles enthaltend. Daß ja nicht alles enthalten sein kann, wurde verschwiegen. Eine Hintertür zum Handbetrieb wurde zwar nicht vergessen, denn man kann die Blendenautomatik außer Betrieb setzen und die Iris selber einstellen, doch da ist keine Mehrlamellenblende mehr, sondern eine Vorrichtung mit zwei übereinandergeschobenen geschlitzten Blechen, die vom Ideal der kreisrunden Diaphragma noch weiter entfernt ist als die Lamelleniris, und die Genauigkeit der Einstellung läßt zu wünschen übrig. Schon halbe Blendenstufen zu setzen, ist knibbelig. Die Duomatic kostete heute € 291,20. Wenn jemand Interesse an der Doppeloptik hat und sie kaufen möchte, restauriere ich sie mit dem Vorbehalt der Preisberechnung auf Grund des erforderlichen Aufwandes. Immerhin kann ich dabei auf Wünsche bezüglich Zellenhalterung eingehen, denn das geht in einem. So wäre sie modernisiert und noch lange Jahre nutzbar. Dazu kann ich auch eine B8 überholen und eventuell mit einem neuen chicen Kunstleder statt dem klassischen schwarzen Narben-Marokko versehen. Zusammen kann das hinreißend aussehen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ich pimpe Ihre Bolex auf Legally Blonde oder Simmentaler Fleckvieh oder zum Beispiel auch, da die B8 aus den 1950er Jahren kommt, auf rautengesteppte Polstertapete. Hier eine Ausführung Lézard: Die B8LA würde heute übrigens Fr. 1750 kosten, das fokussierbare Yvar 13-1.9 Fr. 600. Aus zweiter Hand ist halber Neupreis das Höchste, was man verlangen kann, wenn die technischen Funktionen einwandfrei sind und der Erhaltungszustand stimmt. Daher 300 Franken fürs überholte Yvar 13-1.9 und € 145,00 für die Duomatic minus die Abwertung durch den Zellenschaden. ___________________________ Preisliste Paillard, 1. Oktober 1961
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Suter-16, das etwas andere Filmformat...
Film-Mechaniker antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Habe eben Meldung erhalten, ein Teil ist in Weil angekommen. Wie sagte alt-Bundesrat Adolf Ogi, PKS, 1992? „Freude herrscht!“ -
Suter-16, das etwas andere Filmformat...
Film-Mechaniker antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Es tut mir leid, es reicht nicht mehr für Januar. Mir fehlen Teile, auf die ich warte. Diese Nacht kann ich kaum schlafen. Hat verschiedene Gründe -
Nach ISO 1201, in Kraft seit 1972, soll der Tonvorzug von magnetischen Aufzeichnungen auf Normal-8-Film 56 Bilder ±1 betragen.
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Volker, um auf deine Frage zu antworten, gebe ich unumwunden zu, daß wohl kaum jemand direkten Nutzen meiner Untersuchungen hat. Man kann ja meine Beiträge übergehen. Links liegen lassen Zum Erhalt der Schmalfilmerei trage ich vielleicht insofern bei, als man versteht, es gibt Leben in der Reparatur-Szene. Ich darf sagen, daß ich mit etwa einem Dutzend Menschen weltweit übers Internet in Kontakt stehe, die professionell Filmgerät auseinander- und wieder zusammenschrauben. Mario Ferrari, Rudolf Muster kenne ich seit vielen Jahren, mit Herrn Grassmann gibt es gutes Verständnis, mit Franzosen, Amerikanern oder Italienern. Nicht mit Damores Valcarenghi Ich sehe mir viele Videos an, in denen man irgend jemanden sieht, der ein modernes Foto-Objektiv zerlegt, oder von Firmen, die einem ihr neuestes Fräsdrehzentrum verkaufen wollen, usw. So bin ich irgendwo aufs Drehdrehen gestoßen, eine neue Drehmethode mit rotierendem Werkzeug. Irgendwo versuche ich auch, Vertrauen zu gewinnen. Bei der Auseinandersetzung mit Olaf habe ich mir gewiß selber geschadet. Ich finde aber immer noch, daß Olaf von mir eine funktionierende Kamera erhalten hat und einen Haufen Informationen obendrein für weniger als die Hälfte des Geldes, das er nach Italien trug, von wo seine Pathé unbrauchbar zurückkehrte und von wo er keine technische Einzelheit erfahren hat, obwohl Valcarenghi die originalen Prüfeinrichtungen und Ersatzteile besitzt. Ich möchte hier zeigen, daß mir der Umgang mit Spiralfedern geläufig ist. Vor einigen Jahren hatte ich ein englisches Grammophon in Reparatur. Da ging es um ein weit kräftigere Feder, 30 mm hoch, Stärke 0,8. Bei Omega gibt es nun Unruhfedern aus reinem Silizium, unmagnetisch und formbeständig. Man gibt vier Jahre Garantie. Technik ist mein Leben. Wie heißt es so schön — Ordnung ist das halbe Leben. Ja, und Unordnung die andere Hälfte. :)
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Nachtrag M. CAPPELLI, S. a. Via Friuli 31 Piazza Crispi 5 Milano Platten, Rollfilms Wurde von Ferrania übernommen TENSI & Cia, S. p. a. Gegründet 1870 als Kupferstecherei Corso Porta Romana, 1880 via Orti Milano 1905 Fratelli Tensi, Fabrikation von Fotoplatten, Fotopapier und Klappkameras 6 × 9 Via Andrea Maffei 11 Kinefilm und Kleinbildfilme Marken Alfa, Superalfa, Teiacromo (16 DIN, 18 DIN), Teiapan F (17 DIN), Teiapan TSS (19 DIN), 1973 von Ferrania übernommen, hinter der FIAT-Interessen standen
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Danke euch für die Materialien! Wenn jemand Französischsprachiges Guy du Manoir hört oder liest, muß er schmunzeln, denn das wäre auf Deutsch etwa Kerl vom Herrensitz. Faciné ziemlich sicher mit accent aigu Seht ihr es auch oder nur ich, da ist eine Kobra auf dem Namensschild? Aus dem Breker-Katalog
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Über die dritte große europäische 16-mm-Film-Kamera
Film-Mechaniker antwortete auf Film-Mechaniker's Thema in Schmalfilm
http://www.ebay.com/...=item43c4dc346d Zugreifen! -
Danke, daß du fragst Es sind da zwei Geschichten, an denen ich zweifle, die offizielle von Bolex-Paillard über die H-Kamera, erschienen 1935, und die offizielle von Arnold & Richter über die ARRIFLEX, benutzt an den Olympischen Sommerspielen Berlin 1936. Wenn einer der Autoren des Wikipedia-Artikels Fernsehsender Paul Nipkow Recht hat mit seinem Eintrag, dann wurde 1935 eine umgebaute (!) ARRIFLEX beim Zwischenfilmverfahren benutzt. Bei Paillard wie bei ARRI wird im selben Jahr 1932 ein junger Ingenieur angestellt, der später Ruhm erntet, obschon es sehr unwahrscheinlich ist, daß es seine persönliche Leistung gewesen war. Bei Paillard ist das ein Marc Louis Renaud, geboren am 27. Mai 1906 in Lausanne, bei ARRI ein Erich Kurt Kästner, geboren am 5. April 1911 in Jena. Der Schweizer war zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses also um die 26, der Deutsche etwa 21. Wir kennen den jeweiligen Vertragsbeginn nicht genau. Auffallend ist einfach, daß August Arnold nun wirklich im ärgsten Depressionsjahr einen blutjungen, will sagen: unerfahrenen Maschinenbauer einstellt. Es drängt sich dabei doch die Frage auf, ob man nicht einen sicheren technischen Trumpf in der Hand habe für solche Aktion. Renaud war Elektroingenieur. Er heiratete am 3. November 1934 eine Tochter des Direktors Albert Paillard, die am 15. August 1910 in Ste-Croix geborene Susanne. Was sicher nicht stimmt an der offiziellen H-Geschichte ist die Behauptung, die Gestaltung dieser Kamera beruhe auf der Bolex B. Das schreibt zum Beispiel Michael Tisdale auf seiner Website Bolex Collector. Die H ist von Grund auf verschieden von der B. Ähnliche Gehäuserundungen liegen in der Natur der Sache, die äußere Form als möglichst kompakte Hülle der Innereien zu halten, wozu auch zwei 30-m-Spulen gehören. Auf Renaud lautet ein Paillard-Patent, und zwar für eine Regelung eines Elektromotors, Priorität Schweiz 1937. Sonst finde ich durchaus andere Namen im Zusammenhang mit der H. Wenn man die von ARRI veröffentlichten Texte aufmerksam liest, dann stellt man fest, daß Kästner erstens nie als alleiniger Konstrukteur der ARRIFLEX genannt wird und auch den Technik-Oscar nicht alleine erhielt, daß zweitens Kästner selber sagt (in den Zitaten), es habe damals bereits Kameras mit Reflex-Verschluß gegeben, und daß drittens eine Lücke klafft beim Punkt Druckgußgehäuse. Bei der Paillard-Bolex H steht fest, daß die Gehäuse bei Injecta gemacht worden sind, bei der ARRIFLEX herrscht eisernes Schweigen. Die Gehäuse können bei Friedrich Deckel gespritzt worden sein, lange sprach man auch von Spritzguß, sie können jedoch bis zum Beweis von etwas anderem genau so gut aus den Vereinigten Staaten gekommen sein. Ich lese von Hydronalium-Legierung, wobei das Unglaubliche darin besteht, daß der Prototyp ein Druckgußgehäuse gehabt haben soll. Da stimmt einfach etwas nicht, denn Prototypen pflegen keine Serienteile zu besitzen. So gehen meine Gedanken.
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Ich habe die Federhäuser aus der Bolex B, Nr. 6726 (1928), und aus der Paillard-Bolex H 16, Nr. 10005 (1938), nebeneinander. Sie haben beide 120 Zähne und den gleichen Modul (Teilung 7:3). Sie sind verschieden hoch. Bei der Feder der Bolex B ist das Sperrzahnrad auf der Innenseite, bei der Feder der PBH auf der äußeren. Das Planetenrad, die Befestigung seiner Achse am Federhausdeckel und das Sonnenrad* sind bis auf wenige Zehntel gleich. Beide haben Lücken für 10 Umdrehungen des Federkerns. Die Feder der Bolex B hat die Maße 0,63 × 12,71 mm, die Länge habe ich nicht bestimmt, weil ich dazu die inneren Windungen ausstrecken müßte, was kaum möglich ist. Es gibt natürlich noch andere Wege, die Länge zu messen. Die Feder der H 16 hat die Maße 0,63 × 14,54 mm. Die Federbüchsen haben den Innendurchmesser 86,3 mm bei der Bolex B bzw. 84,4 mm bei der H. Erkenntnis: Die Genfer Bolex hat eine Halbzollfeder (12,7 mm), die H offenbar eine metrische. Der Innendurchmesser von 86,36 mm entspricht 3.4“. Beide Büchsen sind leicht unrund, was ja nicht verwundert. Das Büchsenblech ist 0,8 mm stark. Die Bolex-Feder hat eine quadratische Öffnung im äußeren Ende und ist an einem kreisrunden Kopfbolzen eingehängt, die H-Feder hat eine rechteckige Öffnung und ist an einem zweiseitig verrundeten rechteckigen Kopfbolzen eingehängt. Was im Vordergrund liegt, ist eine Filzschnur, die die von der Zähnung durchbrochene Büchse von innen her abdichtet. Es ist eine ordentliche Menge Graphit in den Federhäusern vorhanden, meiner Meinung nach viel zu viel. Hier die gesäuberte Büchse: An beide Federkerne bin ich nicht herangegangen, sehe jedoch , daß die Feder angenietet ist. Der Federstahl hat eine leicht gelbliche Färbung, die typische Anlauffarbe von der Wärmebehandlung. Am äußeren Ende ist bläulicher Anlauf von der zusätzlichen Erwärmung fürs Ausnehmen der Öffnung. Beide Federn haben verrundete Kanten. Beide Federn waren mit drei Umdrehungen des Kerns vorgespannt. Der Deckel des H-Federhauses ist mit drei kurzen Schrauben gesichert, bei der Bolex ist er nur aufgedrückt. Körnungen zeigen an, wie Büchse und Deckel zusammengehören. Der Bolex-Federkern ist unter der Feder so geformt, daß die Niete nicht aufträgt, bei der H ist er rund. Ich bin mir zu 99 % sicher, daß Paillard die Federn für Bogopolsky in Genf gemacht hatte. Wenigstens die H-Kamera-Spiralfedern sind schweizerisch mit 7-mm-Vierkant am Kern und Innenlinksgewinde M5. Alles in allem gleichen sich die Federn und die Federhäuser sehr. Das Spannende an der Geschichte ist, daß das Griffstück des Aufzugschlüssels vom Federwerkzusatz zum Cinégraphe von 1923 über die Genfer Bolex bis nach dem Zweiten Weltkrieg, Paillard-Zubehör-Code SLUZE, unverändert das gleiche geblieben ist. Wir müssen uns zum Verständnis in die Wirtschaftskrise ab Herbst 1929 zurückversetzen, so gut wir können. In kürzester Zeit sind damals Firmen zahlungsunfähig geworden, Aktienkapital praktisch auf Null entwertet, alles Materielle dafür aufgewertet worden. Was man hatte, versuchte man in Geld umzusetzen. Jedes Bauteil, auch Halbzeug, bekam steigenden Wert, sofern man es verbauen und Produkte verkaufen konnte. Das Warenlager von Paillard hatte viel mehr Gewicht als die Aktien, und so behielt man selbst das verchromte Warmumformstück in der Kiste, bis es wirklich nicht mehr gewünscht war. Ich habe diesen Januar bei Bolex International nach dem Schlüssel gefragt. Marc Üeter antwortete, daß sie keinen mehr davon hätten. Daß er existiert, hat mir ein Sammler in England mit diesem Bild bestätigt: Obwohl Longines Tischuhren baute, zu denen sie auch die Triebfedern machten, scheinen der Federwerkzusatz zum Cinégraphe und die Federn der Bolex-Auto(matic)-Kameras nicht von ihnen zu stammen. Wenn meine These stimmt, daß Bogopolsky für die Apparate Lizenzeinkäufe machte, Projektoren und Kameras, dann ist es nicht abwegig anzunehmen, daß man ihn bei Longines auf Paillard aufmerksam gemacht hatte, falls er nicht von selber auf die Grammophon-Firma zuging. Somit wäre klar, wie E. Paillard & Cie überhaupt auf die konkursite Genfer Unternehmung Bol gekommen war, die sie Ende September 1930 dann mit Patenten und Material aufkaufte. ___________________________________ *Das Sonnenrad ist die Einzahnscheibe, die am Planetenrad ansteht.
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Preisgestaltung Fomapan Umkehrentwicklung bei Wittner
Film-Mechaniker antwortete auf Fabian's Thema in Schmalfilm
Nnnggn, ganz richtig ist ne jamais couper cette amorce. -
Schmalfilmpreise: Market Watch...
Film-Mechaniker antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
An der Stelle doch eine kleine Hymne auf Bogopolsky. Er hatte in den 1920ern ein Patent auf Federwerkschnellaufzug, das ging mit einem dünnen Stahlkabel, an dessen Ende ein Zugring befestigt ist. Ein Auszug, ich schätze, nicht länger als 80 cm, spannte die Feder, aufrollen tat sich das Kabel unter dem Zug einer schwachen zweiten Spiralfeder. Kennt ihr diese Spielzeughelikopter, die man mit kräftigem Schnurzug zum Wegfliegen bringt?