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Film-Mechaniker

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Alle erstellten Inhalte von Film-Mechaniker

  1. Typisch die härtere Entwicklung in Europa gegenüber der weicheren nach Kodak Das Vorhärten nach Kodak nicht übernehmen Ich empfehle, ein Rezept anzuwenden und so lange dabei zu bleiben, bis man fehlerfreie Resultate hat. Zu den Fehlern zählen auch unentwickelte Stellen von anhaftenden Luftbläschen, Runzelkorn von brutalen Temperaturwechseln, mangelhaftes Bleichen und Klären u. a. m. Von oben stehender Auswahl würde ich das Perutz-Rezept nehmen, allerdings mit weniger bis keinem Ätzalkali. Als Zweit- oder Positiventwickler kann man auch einen Papierentwickler einsetzen.
  2. Ich versuche, so viele deutsche Wörter zu verwenden, wie es geht. Statt Film sage ich Streifen oder Bildband. Wir reden ja auch vom Tonband. Tonspur, nicht Soundtrack. Vorführapparat ist ein wenig eckig. Bildwerfer ist doch cool. Oh, nein, knorke. Knorke ist berlinisch. Statt Archiv kann man Sammlung sagen. Manchmal ist es eher eine Aufhäufung. Stehbildwerfer finde ich hinreißend.
  3. Muß mich ja melden, sonst vermißt mich noch jemand . . . Grundsätzlich ist das Entwickeln von Kamera-Schwarzweißfilm keine Hexerei. Die kleine Zahl von Entwicklersubstanzen spiegelt wider, daß es eigentlich nur darum geht, aus den Entwicklungskeimen in etwa 100millionenfacher Verstärkung eine Silberwolle wachsen zu lassen. Die organischen Entwicklerverbindungen lagern sich dabei in mehr oder weniger gleichbleibender Manier um die aus den Kristallen sprießenden Silberfäden an. ID-11 (Ilford Developer) und D-76 sind identische Rezepte. Sie gehören in die große Gruppe der traditionellen Metol-Hydrochinon-Ansätze. Mehr und mehr wird das Metol durch das weniger giftige Phenidon ersetzt, das im Großen etwas andere Eigenschaften besitzt. Ich hatte, dies zur Illustration, in meinem Betrieb einen Hydrochinon-Phenidon-Entwickler als Hausrezept, hauptsächlich variiert in der Menge Sulfit. Viele Entwicklerrezepte unterscheiden sich bloß durch die Mengen solcher sekundärer Zutaten. Das Natriumsulfit löst Silbersalze auf. Man nutzt diesen Effekt für die so genannte unechte Feinkornentwicklung aus, weil über die Entwicklungsdauer ständig an den Körnchen geknabbert wird. Dies verringert das Silberwachstum im Ganzen. Ein Rezept läßt schneller entwickeln, als das Sulfit wirkt, ein anderes umgekehrt. Echte Feinkornentwickler sind auf Grundlage von Paraphenylendiaminen und Artverwandten gebaut. Die sind seit den 1890er Jahren bekannt. Man kann aber auch wie 1879 entwickeln mit Eisenoxalat, nur hat man ein sehr dünnes Bild zu vergegenwärtigen. Es ist aber unschlagbar weich und detailliert in den Schatten. Noch ältere Rezepturen aus der Zeit der Naßplatten funktionieren mit modernen Filmen kaum. Neofin-Chemie war ein erster Versuch, Strichfilme zu zähmen. Sie stammt vom Fotografen Willi Beutler, der aus harten Dokumentenfilmen brauchbare Halbtonbilder entwickelte. Im Gegensatz zur Neofin-Technologie hat man beim Gigabitfilm weiche Negative bei ausentwickelter Höchstdichte und entsprechend mehr Empfindlichkeitsausnutzung. Zum Umkehren möchte ich bemerken, daß das Verfahren mit dem Negativbild steht und fällt. Man kann nur ein schönes Positiv erhalten, wenn man erst ein wenigstens mittelkräftiges Negativ entwickelt hat. Dieses muß durch und durch gebleicht werden, bei den echten Umkehrfilmen (Fomapan R, Agfa-Scala) auch der Unterguß. Das Klärbad nach dem Bleichen muß gleichermaßen gründlich wirken und alles beim Bleichen löslich gemachte Silber herausziehen. Dazu ist energische Agitation nötig. Danach kann nichts mehr schief gehen: Die Zweitentwicklung ist Durchschwärzung aller Silbersalze, die noch in der Filmschicht liegen, und mit der Fixage holt man die verbliebenen Schleieranteile heraus. „Bitte, würden Sie mir sagen, wie ich ans Konservatorium komme?“ „Klar — üben, üben, üben!“
  4. Vielleicht ist eine Präzisierung zur Landschaftaufnahme angebracht. Ich schreibe kein Fugen-s, weil der Genitiv von Landschaft Landschaft ist. Im zusammengesetzten deutschen Wort stellt die Voranstellung eine Charakterisierung des Grundworts dar. Beispiel: Topf, Blumentopf. Es gibt ja auch den Kochtopf und den Nachttopf und noch mehr. Wir fragen: Wessen Topf? Antwort: Topf der Blumen. Aufnahme der Landschaft. Sterbensangst. Das Problem wäre nicht Langeweile, sondern Verwirrung. Wenn in einem Film eine Landschaft gezeigt wird, versteht der Zuschauer etwas oder eben nicht. In einem Zusammenhang kann die Landschaft durchaus bedrohlich wirken, zum Beispiel als bildliche Antwort auf eine Frage. Das wäre etwa die subjektive Sicht einer Figur in Erwartung einer Gefahr. Die Landschaft kann als Gag zum Lachen anregen, wenn da nichts ist, was vom Zusammenhang her sein sollte, usw. Eine Landschaft als Eröffnung wird gerne aufgenommen, weil der Betrachter sich in ihr umsehen kann. Eventuelle Schallereignisse, Musik, Geräusche, Sprache, beeinflussen diese Darbietung bereits. Es ist nie egal, was über Bildwand (und Lautsprecher) läuft. Sofern eine Filmdarbietung erkennbar nur aus Aufnahmen von Orten besteht, wird es je nach dem Verhältnis zum Veranstalter aber doch relativ schnell ätzend. Der Film ist eine Zeitkunst wie das Theater, der Tanz, die Pantomime und die Musik.
  5. Das tu’ ich gerne. Verharztes Fett. Mechanik reinigen und neu schmieren. Das Vario-Switar hatte ich in Gruppen schon auseinander. Die Elektrik sollte ich auch hinbekommen. PM?
  6. Ich kann dir nicht ganz folgen. Landschaftaufnahmen? Wenn du nicht fotografierst, welches Ziel verfolgst du denn beim Filmen? Möchtest du Veränderung einer Landschaft zeigen? Welches ist die Bewegung? Regular8, du bist mir sympathisch, das weißt du, aber hier scheint mir ein Stein des Anstoßes zu liegen. Filmen tun wir, um Bewegung festzuhalten und zu zeigen. Im Dokumentarfilm auf 35 mm, im Spielfilm auf 70 mm, im Industriefilm auf 16 mm ist eine Landschaft Schauplatz eines Geschehens, Hintergrund. Wir setzen eine Landschafttotale ein, um dem Zuschauer die Orientierung zu ermöglichen, um Raum und Zeitpunkt anzulegen. Eine Landschaft als solche zeigen sollte man nicht mit dem Laufbild. Urlaub- oder Ferienbilder aus dem Filmprojektor finde ich etwas vom Bemühendsten. Kleinfilm bringt auch nicht die erforderliche Auflösung. Ansel Adams hat viele Landschaften fotografiert. Er hat nicht gefilmt. In diesem Sinne möchte ich mich an alle Filmamateure wenden: Filmt, filmt schwarzweiß, filmt Handlung. Schneidet euer Material zur fließenden Darstellung eines Ablaufes. Doch seid euch bewußt, daß Landschaften, die berüchtigten Panoramen, nicht für sich selbst stehen können. Man bringt seinen Film mit ihnen um. Es ist, wie wenn Kapitelüberschriften in einem Buch über mehrere Seiten gedruckt wären. Wer mag so etwas?
  7. Es wird vermeldet, daß Cineco und Haghefilm gerettet wären. Es soll mit „Haghefilm Digital“ weitergehen. Frank Bruinsma gestern
  8. Manchmal schon bei dem Jammern im Elfenbeinturm. Die Aussage von Rochester, die Herstellung von Farbumkehrfilmen wäre sehr komplex, ist wirklich ein Witz für Doofe, wenn man sich ein wenig informiert über die Herstellung von Farbnegativen, die nicht minder komplex ist. Grundsätzlich haben die Manager Recht festzustellen, daß der Trend vom Umkehr- zum Negativfilm geht. Die Kodak-Kinefilmsparte macht mehr Geld mit 70, 65 und 35 als mit 16 und 8, egal, welche Verfahren zur Anwendung kommen. Andererseits ist die Eastman-Kodak-Gesellschaft ab nächstem Frühling Alleinherstellerin von Kine-Farbumkehr-Aufnahmematerialien. Beim Schwarzweißfilm ist FilmoTec da. Wittner hat ja dafür gesorgt, daß Negativfilme auch in Super-8-Kassette zu haben sind. Konfektionieren von Positivfilm gehört eigentlich dazu. Fomapan R gibt es nach wie vor in 35, 16 und 2 × 8. Bei Bergger in Paris wollte man meinen Vorschlag, ins Kinegeschäft zu steigen, vor Jahren schon nicht hören. Herrn Kahl lasse ich hier weg. Auf Gigabitfilm in den Formaten 9,5 und 2 × 8 müßt ihr noch warten. Was ist es denn für ein Verlust, wenn es keine Farbfilme mehr gibt? Als der BdFA gegründet wurde, gab es keine Farbfilme, keinen Ton, keine Reflexsucherkamera. Ehrlich, mir sind 3-D-Projektion und Dolby-Stereo im Kino eigentlich im Weg. Neulich beim Ansehen von Rien à déclarer hat es mich nur noch genervt, wie die einfachsten Dialogszenen mit Großaufnahmen gemacht worden sind. Breitbild wäre auch nicht nötig gewesen. Das Thema Landesgrenzen und geistige Enge verlangt in meinen Augen doch gerade Normalbild und eine gewisse Distanz zur Handlung. Filmtechniker rät jedem, der einen Film machen will, Film wohlgemerkt, nicht Video, mit den einfachen Dingen anzufangen. Die kosten auch am wenigsten Geld: Stativ. Anschaffung fürs Leben. Kann man auch mieten Einfache Kamera mit Federwerk und Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln. Läuft gepflegt immer. Hält 100 Jahre. 16 Bilder pro Sekunde Schwarzweißumkehrfilm, wie Fomapan R Stummprojektor, 16 Bilder pro Sekunde, gutes Objektiv Filmbetrachter, Umroller, Klebepresse, Schere, Kitt, Kerne, Gummibänder Notizheft, Bleistift und ein Thema
  9. Nanu, das hat man immer gekonnt. Wer hat die ersten Feinkornfilme im Format 35 angeboten? Perutz. Wer hat die Feinkornentwicklung mit Paraphenylendiamin erfunden? Angeblich ein Lumière. Von da gingen auch Lizenzen, etwa an Hauff und Eastman-Kodak. Wessen Schmalfilme sind jahrzehntelang zweite Wahl gewesen, obwohl großes technisches Potenzial dahinter stand? Ilford. Wessen Schmalfilme wurde von einem der drei großen irgendwann ein Mal zermalmt? Gevaert und Mimosa. Von Agfa. Welche Marke wurde in Deutschland nur schwach verkauft? Ferrania. Dort langten 1966 die Yankees zu (3M). Welche andere Marken waren bei den westlichen Photohändlern schlicht unbekannt, obschon diese sie hätten beschaffen können? Tasma, Svema, Foma, Efke, Forte und Azomureş. Was Kahl, Wittner und Fotoimpex mach(t)en, hatte schon Tura versucht. Wernigerode. Die fetten Umsätze waren nur mit der ganz breiten Verbrauchermasse zu machen, mit Menschen, die eigentliches Interesse am Filmen nie hatten. Die wollten einesteils einfach dabei sein, die Mode mitmachen, daß man filmt, anderenteils simpel die Erinnerungsstücke genießen, wenn Vati mal wieder den Vorführapparat aufstellt. Diese Käufer haben schon die Schellackplatten verbraucht, die Grammophone mit, und sie werden immer da sein, wenn sie einen Schmäh kaufen können. Einer Firma Kodak nachtrauern, die seit 1888 immer nur das Millionenverbraucherpublikum im Visier hatte, finde ich seltsam. Zur Verdeutlichung: Ich bin gerade am Auseinandernehmen einer Bolex Auto B, das zweite Modell der 16-mm-Film-Kamera von Bogopolsky. Das ist so ein billig gemachtes Massenprodukt, daß die Paillard-Bolex-Kameras dagegen wie Einzelstücke wirken, obschon sie in viel größeren Reihen fabriziert wurden. Ich habe bei der Abstimmung geklickt, daß ich rein schwarzweiß weitermachen würde. Freunde, wenn ich hin und wieder einen guten Schwarzweißfilm mit Kohlenlicht sehen darf, bin ich glücklich. Dem Amateurfilm wünsche ich Schwierigkeiten und kaum überwindbare Hindernisse, denn letztlich mag ich nur (noch) gegen Widerstände erkämpfte Sachen sehen. Massengeknipse, das jedes Kind mit seinem Telefon macht, hat doch mit der Filmerei nichts zu tun. Film soll auch etwas kosten, damit möglichst nur solche Leute sich heran wagen, die eine gewisse Zähigkeit mitbringen. Wenn ich mir zum Beispiel Quick, das Eichhörnchen von Heinz Sielmann anschaue, dann sehe ich, daß da mit einfachen Mitteln und Geduld ein zeitlos guter Streifen geschaffen worden ist. Sielmann drehte mit der ARRIFLEX 35, genau so gut hätte er im 16er Format arbeiten können. Auf jeden Fall hat er Stativ benutzt, Tarnung, Beobachtung und Fantasie. Zur Zeit sind wir am Fundamente zementieren für die Werkzeugmaschinen. Gegen Wochenende sollten Dreh- und Fräsmaschine im Lot stehen. Ich will einen Revolver mit zwei C-Gewinden zum Ciné-Kodak Special anbieten (Austausch), eine Objektivhalterung mit C-Gewinde für die Eumig C 16 (Umbau) und eine Halterung, in die man die Beaulieu R 16 einsetzen kann, damit sie auf Stativ endlich etwas taugt.
  10. Das ist eine elektrische Angelegenheit, bei der man den einen Lichtbogen abreißen läßt dadurch, daß man den anderen zieht. Der Gleichrichter bringt nur Leistung für eine Bogenlampe. Es sieht nicht gerade de luxe aus.
  11. Film-Mechaniker

    Sprossenschrift

    Wenn man Tonspuren der beiden grundsätzlich verschiedenen Aufzeichnungsverfahren nebeneinanderhält, entdeckt man, daß eine einzige Kante zwischen Schwarz und Weiß am besten geeignet ist für kleine Dynamik (leise Töne). Es steht die größtmögliche Fläche für die spitzen Winkel zur Verfügung. Über Doppelzacke, Zweifach-Doppelzacke und Mehrzackenschrift nähert man sich der quasi aus unendlich vielen Zacken bestehenden Sprossenschrift an, mit welcher man die größte Dynamik festhalten kann, weil die Lautstärkenunterschiede zwischen Blank und maximaler Schwärzung des Films liegen. Bei den Zackenschriften haben wir stets nur die maximale Abtastbreite zur Verfügung (Länge des Lichtstreifens). Das heißt, mit nicht zu dünner Sprossenschrift und genügend „Dampf“ von der Tonlampe fällt bei maximaler Modulation mehr Licht durch die blanken Stellen. Entsprechend sind die positiven Spannungsspitzen von der Zelle größer. In negativer Richtung ist mit Schwarzweiß- und Farbpositivfilm eine Dichte von log 2,8 ohne weiteres erhältlich. Diese bringt schon den optischen Kontrast von 1:630. Log 2,9 wäre 1:794 und log 3,0 1:1000. Tonnegativfilme entwickeln von Haus aus log 4, also den Kontrast von 1:10'000. So etwas bringt die beste Schallplatte nicht. Das schwächste Glied in der Kette des Kinotons ist die Tonspur selbst, das positive Abbild vom Tonnegativ, das eine optofotochemische Angelegenheit darstellt.
  12. Schon eindrücklich Schlimm die Sitze, da krampft sich mir immer der Magen zusammen, wenn ich diese Polyamid-Plüsch-Schaumstoff-Blech-Monster sehe, dann noch in geschmacklosen Farben. In ein Kino mit Holzinnenausbau gehören hölzerne Sitze. Die können ja auch gepolstert sein.
  13. (Saal-) Lichtregler Ich sehe Schützen, einen Motor, Kabelzüge und Roll-/Schleifkontakte auf Widerstandswicklungen. Das ist das Ding, mit dem man langsam dunkler und heller machen kann.
  14. Auf der einen Seite bin ich etwas feige, weil ich das Forum für ein wenig Werbung mißbrauche, auf der anderen Seite muß ich sagen, daß ich mir Reklame nach Maßgabe unseres Forums nicht leisten kann. So beschränke ich mich auf Information, frei von Marktgeschrei. Für die es interessiert: Die Drehbank ist mir beim Aufstellen entgegengekommen, buchstäblich. Die Rechte an der Deichsel des Handhubwagens, mit der Linken am Spindelstock, langsam kippt sie nach vorne, ich versuche, sie aufzuhalten, merke aber, daß sie mehr drückt als ich. 890 Kilogramm fallen um und kommen auf dem Rolli zu liegen. Ich habe keinen Kratzer. Glück im Unglück Die Fräsmaschine steht auch noch auf einer Palette. Freunde kommen zu Hilfe, beginnen auf mich einzuwirken, wir würden das schon hinkriegen mit Balken und hochstemmen. Nach einem Kaffee fälle ich den Entschluß, daß auf keinen Fall gestemmt wird. Nach Dank an und Verabschiedung des Automechanikers und des Schlossers klemme ich mich hinter den Computer und klicke etwas zusammen. Dann mit dem T 4 in die Innerschweiz, bis in den Schnee, wo ich einen „Elefanten“ kaufe, einen Werkstattkran. Der hebt 1000 kg und die Drehmaschine an der Bettöse im Nu. Auch die Fräse ist damit bald platziert. Uff! Beim Unfall sind Zug- und Leitspindel verbogen worden. Der Außendienstmann hat diese heute ausgebaut, sein Mobiltelefon bellt, wenn ihn jemand anruft, und mir erklärt, wie ich Ersatz einzustellen habe. Ersatz gibt es nicht. Zum Glück bin ich bald fündig geworden auf der Suche nach Spezialisten, die rasch und gut richten. Montag ist die Leitspindel dran. Die Zugspindel fertige ich selber neu an. Bei der Fräse kippt der Tisch noch fünf Hundertstel (X). Der entsprechende Außendiensttechniker hat mir am Telefon genau erklärt, wie das zu beheben ist. Nächste Woche wird also auch die Schäublin 13 einsatzbereit sein. An der Bohrmaschine fehlt mir noch ein Schalter, mit dem ich die Drehrichtung wechseln kann. Drehstromer, Phasenflip, Linkslauf will ich haben. Fehlen noch ein neuer Schalter fürs Werkstattlicht, der bestehende macht, was er will, und viele andere Dinge. Kollimator wird derzeit kalibriert, sollte auch bald zurück sein. Es liegen bereit Schraubendreher, Schrauben- und Mutternschlüssel, Meßinstrumente und Reinigungsmaterial. Es sind Fette da, Öle, Lösungsmittel, Bürstchen, Dorne, Stiftetreiber, Hölzer, Hämmer, Schraubstöcke mit Bleiaufsätzen, Zangen und Pincetten. In Schubladenschränken Anbohrer, Wendelbohrer, Senker, Reibahlen, Zentrierbohrer, Fräser und Drehwerkzeug. Krönender Abschluß wird ein Polierapparat sein. Ich freue mich auf gedeihliche Zusammenarbeit. Euer Filmtechniker am Rheinknie Ach ja, Zustelladresse vor der Grenze demnächst hier
  15. Worum geht es denn? Projizieren oder kopieren?
  16. Oh, ich bin jugendliche drei Mal 17 Jahre jung!
  17. Klassischer Standschaden, du schreibst ja, von einer Universität und nur 150 Betriebsstunden: An den Stellen, wo Schmiermittel sein sollte, ist es längst eingetrocknet und schmiert nicht mehr. Da reichen einige Minuten Betrieb und die Gelenke laufen aus, es sei denn, es wäre sonst etwas locker. Deine Schmieraktion in Ehren, doch so etwas muß mit mechanischem Verständnis durchgeführt werden und es muß eine Teildemontage erfolgen. Die Greifergelenke sind mit Federn vorgespannt, vielleicht ist auch eine Feder gebrochen. Wieso bricht eine Feder? Weil sie meistens nicht aus einer rostfreien Legierung besteht und also rostet. Warum rostet sie? Weil die alten Schmiermittel oft nicht säurefrei sind und also langsam eine Wasserstoffionenerosion an der Oberfläche einsetzt. Das Fett verkehrt sich also ins Gegenteil dessen, was man glaubt, daß es wäre. Verheerend ist Mineralfett zum Beispiel auch an/in Verbundstoffteilen. Diese Materialien sind porös und saugen die Fette langsam auf. Die Säure kann ihre zerstörerische Wirkung von innen her entfalten. So hatte ich eine vollständig aufgezogene Cinklox-Kamera für 16-mm-Film ausgelöst, worauf es Rrrraaaatschsch machte und die Feder war enstpannt. Ein Pertinax-Zahnrad verlor ein paar Zähne . . .
  18. Auf Normal-8-Film kommt eine Lichttonspur neben die Perforation. Nach ISO 4244, der Norm für den Super-8-Lichtton, soll die kopierte Spurbreite mindestens 0,76 mm betragen (0.03"), die Vollmodulation soll bei Zackenschrift 0,5 mm nicht übersteigen. Neben dem Bild haben wir grundsätzlich 0,81 mm Platz. Auf dem Normal-8-Film ist der Filmrand neben der Perforation 0,9 mm breit (alles theoretische Werte ohne Schrumpfung). Immerhin haben wir mit ISO 1201 die technische Vorschrift für 8-mm-Film-Magnetton. Die Magnetpiste darf 0,8 mm breit sein, der Abtastabstand beträgt 56 Filmschritte (± 1). Tempo ist 24. In Anlehnung an ISO 1201 könnte man eine 0,75 bis 0,9 mm breite Lichttonspur anbringen. Es ist nie an Normalachtfilm mit Lichtton herangegangen worden. Es stellt sich halt schon die Frage, ob jemand Filmkopien kauft, und wie viele solche Heimtonfilmliebhaber es wohl geben möchte. Ich stelle mir da ein Regal vor, in dem statt DVD-Kassetten Filmspulenboxen stehen. Ein 100-Minuten-Film ist im Normalachtformat 1800 Fuß lang. Das wären z. B. drei Mal 600 Fuß, die entsprechende Spule hat den Durchmesser von gut 20 cm, oder zwei Mal 900 Fuß. Mit dünnerem Material ließen sich die 900 Fuß auf 20-cm-Spulen wickeln. Vorteil Lichtton! Vielleicht, vielleicht kommt ja da noch was in Bewegung, ich meine, daß Enthusiasten zusammenlegen, um einen Vertrieb aufzuziehen. Lizenzen einholen, vorzugsweise von europäischen Produktionen, Zwischennegativ und Tonmaster in 8 vorfinanzieren, Kopierwerk finden. Schwarzweißklassiker mit Mono-Ton versprechen am ehesten Erfolg, weil Bildformat und Tonverfahren mit Normalacht aufgehen. Doch wie soll in 8 gehen, was in 16 nicht geht? An den Filmhochschulen tut man sich schon schwer mit 16, ich habe bei der Antrittsvorlesung meiner Professorin 1989 eine 16er Polyesterkopie mit einem Bell & Howell TQ (Totale Qacke) gespielt und die ganze Zeit irgendwo den Finger draufhalten müssen, weiß nicht mehr, was schief war, weil der technische Dienst der Uni nichts taugte.
  19. Meines Wissens nicht, Super-8-Lichttonprojektoren gab es einige wenige. Man kann aber einen Normal-8-Magnettonprojektor auf Lichtton umrüsten. Hast du entsprechende Filme?
  20. Korrekt. Darum hält Super-8 nie die Schärfe wie Normal-8. Bei langen Brennweiten und offen Loch tritt das zu Tage.
  21. Ja, das sieht ungut aus. Unannehmbar
  22. Vielleicht hilft die Wikipedia weiter . . .
  23. Für mich schon. Eine Frau ist nicht ein bißchen schwanger, sondern sie ist es oder nicht. In der Männerwelt nicht anders: Man entscheidet sich bewußt oder halt unbewußt für Masse oder für Klasse. Letzte Woche habe ich bei IKEA eine Nähmaschine ausgestellt gesehen. Ihr Preis: Fr. 89.95 (Euro 74,95). Die repariert einfach niemand. Super-8 ist genau gleich, alles Wegwerfkram. Das Kino ist nun mehrheitlich Video. Der Vorführer kann schlicht nichts mehr dazu tun, eine Vorstellung durchzuretten. Digitalpannen merkt man nicht kommen, es gibt nichts mehr, wo man irgendwie kleben und klemmen könnte, damit die Schau trotzdem zu Ende geführt wird. Der arbeitende Mensch ist ausgeschaltet, Wegwerfkram. Für mich ist nur das Technik, was dem Menschen gebührenden Raum läßt, ja, ihn grundlegend voraussetzt. Das führt uns der letzte Abschnitt der mehreren mechanischer Technik deutlich vor Augen, das Recycling. Entweder weiß der Rückbauer, womit er es zu tun hat, oder er vergiftet sich wie die Kinder und Jugendlichen in Ghana und China auf gigantischen Müllhalden. Ich hasse Super-8 und kann Herrn Kloses Initiative nichts abgewinnen. Für mehrere 10'000 Euro hätte er gescheiter eine Doppel-Super-8-Kamera entwickelt! Bei IKEA kaufe ich übrigens nur noch Dinge, die ich viele Jahre behalten will. Ich gestehe, daß das früher anders war, als Student hatte auch ich BILLY und dergleichen. Ironie des Schicksals: Jetzt habe ich meine Werkstatt mit GROLAND-Bänken neben einer Tischlerei, wo nur Massivholzmöbeln gebaut werden. Die kann ich mir nicht leisten.
  24. Olaf S8, du bist ja nicht auf den Kopf gefallen, oder? Wo befindet sich der Greifer?
  25. Sag’ mal, hast du bei dir die halbe Bavaria rumstehen? :lol:
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