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Film-Mechaniker

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  1. Sehr gut, du steigst eine Stufe hinab, nicht zurück, wo alles Metall ist und eben der Film offen auf Spule. Und die Projektoren! Wenn du Freude an etwas älteren Modellen hast, empfehle ich den Bell & Howell Filmo 8. So einen müßte man total überholen, doch dafür flitzt der Bursche dann. Über die Rohfilmlage in Doppel-8 bist du ja im Bilde. Gigabitfilm muß ich auf 2012 verschieben.
  2. Cargo Ächz, es ist ein Problem aufgetaucht, das ich nie erwartet hätte. Wollt ihr’s wissen? Ich muß wissen, wie das ganze System mit den Filmlängen aussieht. Es gab und gibt also die nominellen Rohfilmlängen 25, 50, 100, 200, 400, 500, 600, 800, 1000, 1200, 2000 und 6000 Fuß. 25' ist die kleine Portion Doppel-8 und DS-8. 50' geht in die Fairchild Cinephonic Eight hinein. Auch in 16 sind 50'-Kameras draußen (Bolex Auto, Nizo und einige andere). Dann die weit verbreiteten Hundertfüßler in 70, 65, 35, 16, Neuneinhalb und D 200' kommt vor bei Gigabitfilm (auf 100'-Spule), bei der Akeley, der Newman-Sinclair Auto, der Arriflex. 400' ist üblich bei Magazin-Kameras von Aaton bis Zeiß Ikophon. 600' faßt die Auricon Pro. 800' ist bei den Formaten 9,5 und 16 üblich als Akt gleicher Laufzeit wie beim Normalfilm. Egal, welches die nominelle Länge einer Portion ist, es geht doch nur, wenn die Beteiligen sich daran halten, daß der Eigentümer des Materials Anrecht auf die nominelle Länge hat. Das heißt, ich kaufe beim Fotohändler eine 100-Fuß-Rolle Film, was mir im Format 16 genau 4000 Bilder sichern soll. Nun brauche ich bei jeder Kamera wenigstens zwei, drei Fuß zum Einspannen, mit Tageslichtspulen mehr, damit das beim Einspannen belichtete Material abgedreht werden kann. Nach der Aufnahme hätte ich auch gerne etwas Überlänge, damit ich nicht im Wechselsack entladen muß. Ich habe zusammengetragen, wie lang die Portionen der Filmfabrikanten wirklich sind. Agfa-Gevaert gab im Format 35 112 Fuß, in 16 108 Fuß. Eastman-Kodak liefert 109 Fuß in 35 und 16 auf Spule, die Dunkelkammerpackungen enthalten 10 Fuß Überlänge. Bei einer Rolle Fomapan R habe ich 406½ Fuß gemessen. Fuji gibt ein Mehr von 12 Fuß auf Tageslichtspule in 35 und 16, bei den Portionen auf Kern 13 Fuß. Ilford-Kinefilm war durchgängig 15 Fuß länger. Doch FilmoTec packt netto ab. 400 Fuß Orwo N 74 zum Beispiel sind 400 Fuß lang. Für die Auslegung der Entwicklungsspiralen brauche ich eine verlässliche Praxis. Je nach Kamera und persönlicher Einfädelmethode ist der Filmanfang zwischen drei und neun Fuß lang (einer bis drei Meter), bevor das erste Bild kommt. Bei vielen Kameras läuft das einfache Zählwerk nach Aufsetzen des Deckels mit, doch nicht bei allen. Ich muß nach dem Einspannen auf eine Marke stellen und bis Null laufen lassen. Eventuell stelle ich Einzelbildzähler noch auf Null. Die Praxis hat mich gelehrt, daß es vorkommt, daß auf den letzten Zentimetern wichtige Bilder aufgenommen wurden, die unbedingt entwickelt werden müssen und nicht abgeschnitten werden dürfen. Wegen mangelnder Disziplin wird die Sache hochgeschaukelt: Plötzlich sind nicht 100 Fuß Negativ da, sondern 114. Das Positiv wird natürlich auch 114 Fuß, aber um die Länge vermehrt, die zum Einspannen in die Kopiermaschine benötigt wird. Mit der Debrie Matipo, man glaubt es kaum, braucht man nur 2½ Fuß vor dem ersten Bild. Es gibt jedoch noch andere Konstruktionen. Ich ächze, weil ich die Spirale so kompakt wie möglich halten will, denn jede Windung mehr bedeutet mehr Gewicht. Die 500-Fuß-Spirale hat nämlich schon spürbar Masse. Leider schwimmt sie nicht, das wäre eine Erleichterung bei der Arbeit. Man hebt sie auch beim einfachsten Prozess doch einige Male aus dem Wasser. Das geht in den Rücken. Die Entscheidung, ob vertikaler oder horizontaler Einsatz, ist längst gefallen. Vertikal ist viel schlechter als horizontal. Ihr seht, ich ackere alles durch, und zwar in einer Zeit, da die vielen kleinen Dinge um den Film aus der Praxis kommen. Ich bestehe darauf, daß 200 Fuß 35-mm-Film Anrecht auf 3200 Einzelbilder im Normalschritt geben, doch nicht mehr (4267 im Dreilochschritt). Die Filmbearbeiter sollen das Recht haben, das entwickelte Original mit Blankfilm einzufassen. Dabei schneiden sie Überlängen ab, respektieren jedoch ein erkennbares erstes und letztes Bild, das von Vorteil eine Notiz auf Klappe enthält, geschlossen bei stummen Aufnahmen, leicht geöffnet, wenn Ton dabei ist. Immerhin würde ich wünschen, daß auch Orwo-Aufnahmefilme in Zukunft mit wenigstens 8 Fuß Überlänge zu haben sind, in allen Formaten und Portionen. Die Cargo-Spiralen werden jeweils 10 Fuß mehr aufnehmen. Uff!
  3. Hallo, alle! Zwischenbericht zu Cargo Eine Spirale für 2000 Fuß wird es nicht geben. 500, 200 und 100 definitiv. Filmbreiten von 16 mm bis 105 mm (Mikrofiche DIN A 6) Es wird auch möglich sein, Neuneinhalb und 8 mm gleichmäßig zu verarbeiten, ebenso wird es eine Möglichkeit geben, Schmalfilm 16 mit fotografischer Tonspur sowie mit den Bildformaten Super-16 und Ultra-16 sauber zu entwickeln. Das betrifft wahrscheinlich nicht alle Interessierte, ist aber dennoch wichtig, sollte jemand den Wechsel von Maschine zu Spirale in Betracht ziehen. Eine Trockentrommel aus Leichtmetall wird ungefähr einen Meter Durchmesser und zwei Meter Länge haben. Diese faßt (1 m × π = 3.141 m, 2000 mm : 40 mm = 50 Windungen, 3.141 m × 50 = 157 m) 516 Fuß. Die mit kleinerem Fassungsvermögen haben kleineren Durchmesser und sind kürzer. Wir sind kurz vor der Fertigung der Prototypen, ich hoffe, daß es noch diesen Monat klappt. Allerdings fordert das Zubehör mir noch etwas Denkarbeit und Rechnerei ab. Hätte ich mehr Geld, sähe die ganze Planung anders aus, aber ich suche nicht nach Ausreden. So long
  4. Joseph Wulf: Theater und Film im Dritten Reich. Rowohlt, Gütersloh, 1964 „Im Prinzip wurde die Gleichschaltung des Films im Dritten Reich durch das Propagandaministerium betrieben. Dort gab es die Abteilung V ‒ Film ‒, die sich mit der «Betreuung» des Films befaßte. Aufsatz von Dr. Hans Erich Schrade in Presse-Dienst der Reichsfilmkammer vom 12. Januar 1937, Auszug: Nach der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus erhielt auch die Filmzensur, die nunmehr vom Reichsministerium des Innern zum neugegründeten Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda überging, eine völlig neue Grundausrichtung, die ihren Niederschlag im Lichtspielgesetz vom 16. Februar 1934 fand. Dieses Gesetz gibt die Grundlage für das Zensurverfahren und für die Entscheidungen des nationalsozialistischen Zensors. Zunächst sei festgestellt, daß ohne Unterschied alle Filme, die öffentlich zur Vorführung gelangen, der Zensurpflicht unterliegen. Dazu gehören also nicht nur die großen Spielfilme und die Kulturfilme, die im Vordergrund des allgemeinen Interesses stehen, sondern ebenso jeder Werbefilm und auch beispielsweise jeder stumme Schmalfilm, den irgendwo ein Amateur von einer sportlichen oder Vereinsveranstaltung hergestellt hat und den er in seinem Klub oder Verein zeigen will, denn der «öffentlichen Vorführung werden Vorführungen in Klubs, Vereinen und anderen geschlossenen Gesellschaften gleichgestellt» (§ 4 des Lichtspielgesetzes). Alle für den Film und seine Prüfung geltenden Bestimmungen finden auch auf die Filmreklame sinngemäß Anwendung. Alle Plakate, Photos und Handzettel, die in der Öffentlichkeit für einen Film werben, müssen der Prüfstelle vorgelegt werden. Filme und Filmreklame unterliegen somit durch die Prüfpflicht den im Lichtspielgesetz festgelegten Grundsätzen der nationalsozialistischen Filmzensur. Alle Filme ohne Spielhandlung, also Kulturfilme, dokumentarische Filme und Werbefilme, werden vom Kammervorsitzenden ohne Zuziehung irgendwelcher Beisitzer geprüft; er trifft nach der Besichtigung seine Entscheidung, die er im einzelnen Fall schriftlich begründet. Jeder Spielfilm, d. h. jeder Film, der eine fortlaufende Spielhandlung enthält, um derentwillen er hergestellt wurde (§ 1 Absatz 2 des Lichtspielgesetzes), kommt in eine Kammersitzung. Zu jeder dieser Sitzungen werden 4 Beisitzer zugezogen. Die Beisitzer sind bekannte und ausgesuchte Persönlichkeiten der Einzelkammern der Reichskulturkammer, die von den Präsidenten der Einzelkammern vorgeschlagen und vom Reichsminister Dr. Goebbels ernannt werden. Wesentlich ist, daß die 4 Beisitzer lediglich beratende Stimme haben. Es wird bei der Urteilsfindung nicht abgestimmt, sondern der Vorsitzende entscheidet allein und hat für seine Entscheidung auch die Verantwortung zu tragen. Damit ist eine einheitliche, grundsätzliche Linie, in den Entscheidungen eine einheitliche Spruchpraxis garantiert. Nach der vollzogenen Prüfung und der erfolgten Zulassung erhält jeder Film seinen Reisepaß.“ Ich bin für solche Fragen sensibilisiert, seit ich mich 1988 mit unserem Filmgesetz befasse. Damals lautete Artikel 5 der Verordnung zum Gesetz: Der verfilmte Stoff und seine Gestaltung dürfen nicht im Widerspruch zur geistigen Grundhaltung der Schweiz stehen.
  5. Klasse! Augenmerk auf den Antrieb richten, das ist ein Schwachpunkt des AP XII. Motorenlager prüfen, Rundschnüre durchsehen. Das Schönste sind die Kohlenlampen. Wichtiger als Reinigung der Zahnrollen ist Schmierung der Mechanik. In dem Falle halt das Öl kalt ablassen, mit Aceton-Petrol-Mischung 1:2 langsam von Hand durchdrehen und alles gründlich spülen. Dieses ablassen und frisches Öl einfüllen. Kohlenlampenmechanik auch sorgfältig reinigen und mit wärmefestem Fett schmieren. Als ersten Film dürftet ihr Mon Oncle von Jacques Tati aus dem Jahre 1958 spielen.
  6. Dafür kontrastreicher
  7. Wunderbares Zuspiel. Disney war ein Faschist, Spielberg ist ein verlogener Sack und Cameron wie die beiden anderen auch ein Langweiler. In jedem Sissi-Film ist menschlich mehr zu erleben als bei deren Produktionen zusammen.
  8. Es gibt so viele Filmkameras, daß noch in vielen Jahren kein Mangel an solchen sein wird. Geräteverleiher werden noch lange mechanische Kameras in Kisten halten. Man weiß nie, welche Generation den Film wieder entdeckt. Ich stelle mir vor, in zehn Jahren wird das Filmemachen durch und durch neu ausprobiert, dann erst macht sich ein Mozart des Films ans Werk. Wir werden die Händel und Haydn gewesen sein. Fuji und Kodak fabrizieren 2022 vielleicht noch eine kleine Auswahl an Farbfilmen. Schwarzweißfilme stellen andere günstiger her. Die Großen können mit ihren Pilotanlagen jederzeit beste Qualität liefern. Du kannst jederzeit eine Kamera von 1925 oder 1975 mit frischem Film laden, eine Optik ansetzen und Kino machen. Mit zu entwickelndem Film, in jeder Hinsicht, haben viel mehr Menschen Möglichkeit, Zeit und Raum. Weniger Lohn kommt mit der künftigen Rezession sowieso.
  9. Das kannst du nicht sagen, in der Sowjetunion war das der Stolz mancher Filmamateure. Was wissen wir denn vom Leben hinter dem eisernen Vorhang vor 1989? Doch ich erteile dir Absolution. Zehn Rosenkränze!
  10. Was ich heute verraten kann, ist, daß unsere Spiralen metrisch vermaßt werden. Gestern Wechsel von einem möglichen Hersteller zu einer anderen Firma, vorerst auf Stufe technische Zeichnung Ja, peaceman, die Mechanik ist die eigentliche Crux. Nein, Rudolf 51, es gibt keine Knäuel. Mit jeder Spirale wird ein Manual geliefert, in dem ich beschreibe, wie ich mit der Ausrüstung umgehe. Wer eine bessere Methode findet, ist frei, es anders zu machen. Wichtig ist ja nur das Prinzip, daß Filme in ebener Spirale mit ihrer gesamten Oberfläche in einem Moment ins Bad gelangen. Die Ionenentladung an der Filmoberfläche geschieht mit irrer Geschwindigkeit, ich sage jetzt nicht Lichtgeschwindigkeit. Ergo geht es um möglichst gleichmäßiges Vorbeiströmen von Badflüssigkeit am Film. Mit Spirale ist Querströmung sehr gut durchführbar, ein Vorzug gegenüber maschineller Bearbeitung. Seid gegrüßt. Habt ihr übrigens meine Vorstellung der Revere-Kamera gelesen?
  11. Peaceman hat vollkommen Recht. Die Maske ist nicht schon da mit einfacher Entwicklung und wenn, dann abhängig vom Rezept, d. h. E-6 ist chromogen, C41 nicht. Aber egal, jeder ist ein Held, der etwas selber unternimmt. Saalbau, du bist ein Held. Sollte ich sagen, sei ein Held!?
  12. Ob Herr Kahl weiß, was er hortet? Ich habe heute mal ernsthaft Messungen gemacht an der 30-Meter-Spirale und habe festgestellt, daß die Spiralenflansche zöllig sind, die PVC-Teile drum herum metrisch. Es sieht so aus, daß die Spirale in Tanks von 15 Zoll Innendurchmesser paßt, ein im Küchen- und Labormechanikbereich gängiges Maß. J. J. Bockemühl hat möglicherweise, bitte, es ist nur eine Vermutung von mir, in den 1960er oder 70er Jahren in Ann Arbor, Michigan, das Spritzgußwerkzeug für Kunststoffspiralen aus der dortigen Fotoindustrie gekauft. Seit den 1930er Jahren gab es in Ann Arbor Fabrikation von Kleinbildkameras, später im Zusammenhang Mansfield-Argus auch Schmalfilmgeräte und Diaprojektoren. Laborgeräte und -zubehör wurde ebenfalls hergestellt. Ich meine, deutsche Produkte von nach dem Zweiten Weltkrieg weisen einfach keine Zollmaße auf. Kahl hat also ursprünglich amerikanisches Werkzeug bei sich, es muß schon eine Palette voll sein.
  13. Man kann jeden Film umkehrentwickeln. Ich kann nicht voraussagen, wie das herauskommt bei dem Material, mit dem du da etwas vorhast. Eine Probe würde das erhellen, 30 cm genügen schon. Je nach Filmformat brauchst du eine Entwicklungsdose und ein paar Deziliter je Bad. Nur Mut!
  14. Es ist weltweit die Lösung der Erhaltung der Farben, sie mittels so genannter Auszüge auf stabilem Schwarzweißfilm zu erhalten. Ich möchte nicht überheblich erscheinen, glaube mir bitte, daß ich mich in der Archiv-Technik auskenne.
  15. Was heißt denn in cineramas Zeiten? Lebt er nicht mehr? Falsch ist, daß beim Duplizieren Qualitätseinbuße auftritt. Seit 2002 ist der Kornzuwachs weg. Gigabitfilm sei Dank. Stell dir vor, du bist Hersteller eines analogen Projektors und willst eine Serie aufbauen, die alle 16 bis 70mm-Formate mit allen Seitenverhältnissen und Tonverfahren der vergangenen 50 bis 100 Jahre unterstützt. Technikferne, pur. Es sind doch gerade die Elektronikverfechter, die vom deus ex machina träumen, alles soll mit einem Kästchen machbar sein. Ringsum Krokodilstränen über Steve Jobs, der weiße Wegwerfkästchen propagierte. Monopoly, kennst du das Spiel? Es gab Kombiprojektoren, aber stets nur für zwei Filmformate, also 70-35 oder 35-16, und wenn drei, dann die vergessene Paillard G 3 von 1933 oder der Diksi-Tfp. von 1938 für 16, 9½ und 8. In Bezug auf die Bildformate bietet Schmalfilm kaum Probleme, das ist alles 3:4. Manchmal geht es um einen Anamorphoten am 16er Projektor*. 70-5 ist genormt 1:2,2. Die Vielfalt betrifft 35-mm-Film. *Super-16 ist reines Aufnahmeformat für Normalfilmkopien, Bildseitenverhältnis 3:5. Ultra-16 finde ich ideal, aber wie alles Ideale weltfremd. Man kann den Film kaum führen. Großzügige Filmränder sind ein Segen. Da haben Timecode Platz, Fußnummern, Herstellermarken, Tonspuren, Bildnummern u. a. m. Ich hatte gestern ein Gespräch mit einer Frau, die sagte, daß das Phänomen Kino vorbei ist, also daß Menschen sich zu Hunderten in einem Saal niedersetzen und auf eine Bildwand starren. Wenn das zutrifft, dann ist auch elektronisches Kino nix. Stellen wir nicht die Tendenz fest, daß Daten nach Belieben verarbeitet werden? Die Jungen ziehen sich nur noch Häppchen rein, 5 Minuten YouTube ist schon lang. Fernsehen ist mit Ausnahmen zum Einschlafen. Ich will sagen, daß man einerseits einflußloser User geworden ist, andererseits aber Allgewalt sucht, was pünktliches Erscheinen zu einem angekündigten Zeitpunkt ausschließt. Die Wanderarbeiter im Reich der Mitte können sich solchen Luxus nicht leisten. Wir können die Digitaltechnik nur so günstig kaufen, weil Asiaten sie IHR WISST ES JA. Wenn es obsolet wäre, daß Menschen sich in geschlossenen Räumen in Sitzreihen gemeinsam etwas ansehen und anhören gehen, dann wären auch der Kasper vorbei, René Maliks Maulwurfn, den ich so liebe, und das Theater. Vielleicht kommt das noch. Ich bleibe dem Theater fern, weil die Intendanten und Dramaturgen pathologische Fälle sind, fast alle, so daß ich die Hoffnung auf eine von innen heraus erarbeitete Aufführung der Räuber oder der Zimmerschlacht fast aufgegeben habe. Was mir bleibt, ist die Erinnerung an die Wallenstein-Trilogie 1999 zu Prag mit Walter Skotton und einer großartigen Sandra Löwe. Regie hatte Ossi Fuchs.
  16. Ich schätze 200 kg.
  17. Aus technischer Sicht treibt ein Satz Projektionsobjektive und Filmbahneinsätze die Kosten ein Mal in die Höhe, nämlich bei seiner Beschaffung. Danach sind die Objektive jahrzehntelang nutzbar. Upgrades nicht erforderlich. Bitte, nicht einfach drauflos schreiben im vermeintlich sicheren Bewußtsein, das analoge Kino gehe eh den Bach hinunter. Wenn dir jahrzehntelang nicht geheuer ist: Triplette und Petzval-Vierlinser tun es für die meisten Kopien. Das können Objektive aus den 1950er Jahren sein, längst amortisiert. Um noch eins draufzusetzen: Objektive wird man voraussichtlich noch in 1400 Jahren herstellen können. Man braucht Glas, Hülsen und Ringe aus Metall. Computertechnik setzt Industrie voraus, die langfristig viel wahrscheinlicher den Bach hinunter geht. Was die Tonsysteme betrifft, mag ich nur sagen, daß es da um relativ einfache Schaltungen geht und daß keinerlei Programme nötig sind. Das Komplizierteste ist wohl der Digital-Analog-Wandler.
  18. Ich lach mich krank und wieder gesund
  19. Hallo, saalbau Mit der Frage greifst du mitten hinein. Mehrschichten-Farbfilme nach dem Agfa-Eastman-Kodak-Verfahren können natürlich schon einfach in Entwickler gelegt werden. Damit hast du ein Schwarzweißnegativ. Nun ist jedoch die Farbstoffkupplung nicht erfolgt und die ist für das Resultat entscheidend, ob die Farbstoffwolken größer oder kleiner ausfallen. Im fertigen Farbennegativ hast du ja kein Silber mehr, das Bild besteht aus je zwei Farbstoffschichten. Man kommt bei den komplizierten Verfahren also nicht ums volle Programm herum. Was man mit einfacher Schwarzweißentwicklung prüfen kann, sind Aspekte der Aufnahme, also Bildstand, Schärfe, Handlung. Schleier im Silbernegativ müßte man hinter den ungekuppelten Farbstoffen und hinter der Farbmaske ausmachen, praktisch unmöglich. Schleier in den sechs Silberbildern ziehen, wie du dir bestimmt vorstellen kannst, Farbstiche nach sich. Ein Geringes an Schleier wird jeweils im Bleichbad weggenommen, aber verlasse dich da auf keinen Fachmann. Als ich Farbentwickler bei Cinégram war, wußte ich eines Tages einfach, daß die Filmhersteller einen Trick anwenden, damit aus so einer Maschinensoße Brauchbares herauskommt. Das war noch ECP 2.
  20. Kuckuck! Schauen wir uns eine andere 16-mm-Film-Kamera an, die http://www.leo.org/d...n/to_revere.mp3 103. Sie kostete 1956 mit einem vergüteten Wollensak 25-2.5 und Steuer $169.50, das wären heute $1386.25. Das Modell 101 mit einem C-Gewinde hatte auf dem Preisschild $139.50 mit gleichem Objektiv, heutige $1140.90. Was steckt in dem Produkt? Ich finde, die Verehrung (engl. to revere = verehren) ist teilweise berechtigt, zu bestimmten Teilen völlig aus der Luft gegriffen. Wenn ich mit dem Unhaltbaren anfange, dann muß zuerst der Sucher besprochen werden. Der ist eine Zumutung. Das Okular ist fest verschraubt, für den Besitzer unmöglich auf sein Auge einzustellen. Am anderen Ende des Rohrs braucht man ein Sucherobjektiv, das man mit dem Aufnahmeobjektiv zusammen kauft. Einen Parallaxenausgleich gibt es nicht. Die Halterungen für Sucherobjektive sind aus Kunststoff und in den Objektivrevolver eingepreßt. Ebenfalls unmöglich ist das Thema Einzelbildaufnahme: Ich habe zwei Revere 103, von denen die eine Momentaufnahmen macht und die andere den Verschluß so lange offen hat, wie ich den Auslöseknopf oder den Drahtauslöser drücke. Die Bildfrequenzeinstellung ist unsicher. Es ist Zufall, wenn die Kamera das Tempo macht bei Einstellung auf eine der Marken. Die Revere sind auch lärmig. Hohlräume Nun die Stärken. Der Filmkanal hat die gleiche Qualität wie der einer Paillard-Bolex H 16, Fensterplatte geläppt und poliert. Der Ausschnitt mißt 7,48 × 10,35 mm. Greiferabsatz von vorn nach Norm (DIN 69) in Position +3. Der Greifer bewegt sich parallel zu den Filmkanten. Seitliche Filmführung mit je einer rostfreien Blattfeder drei Filmschritte von der optischen Achse entfernt. Andrückplatte mit zwei Schraubenfedern, Längsnuten ähnlich Arriflex Die Kamera hat 6-Zähne-Wickler, einseitig gezahnt, und eine Einfädelautomatik wie die H 16, die auch aufspringt, wenn man den Kameradeckel schließt. Die Revere hat eine starke Zugfeder, bei der es aber keinen deutlichen Halt gibt beim Aufziehen. Ebenso läuft sie vollständig ab. Mit gepflegtem Mechanismus zieht sie 1200 Schaltungen durch, also 50 Sekunden bei Tempo 24. Der Verschluß hat einen Öffnungswinkel von 144 Grad im Mittel. Ich schreibe dies so, weil der Ausschnitt in der Stahlblechscheibe nicht radiale Kanten hat, sondern angewinkelte, siehe Bild. Abstand zum Film: 7 mm Leicht, kompakt, robust, so könnte man diese Amerikanerin nennen. Das Leichtmetall-Druckgußgehäuse, man muß das Design aus den ersten 1950er Jahren mögen, erträgt manchen Einsatz. Die Bodenfläche von ungefähr 80 × 40 mm bietet guten Stand. Es gibt ein Stativgewinde ¼". Billig, verklebt, pflegeunfreundlich sollte man auch sagen. Ganz klar, Samuel Briskin, Gründer der Revere Camera Company in Chicago, hat hier einen Apparat konstruieren lassen, der sich verkaufen soll. Was Jahre später mit den Kameras passieren mag, hat nicht interessiert. Für eine Neuschmierung muß das Gerät komplett zerlegt werden, wozu auch Spezialwerkzeug nötig ist. Ich mußte drei besondere Schlüssel beschaffen. An einem Ort ist es unmöglich zu erkennen, welcher Schlüssel eingesetzt werden muß, nämlich beim tief sitzenden Gewindestift am Okular. Aus dem Zusammenhang nimmt man an, daß es mit dem selben Schlüssel geht wie an anderen Orten. Heute, nach 55 Jahren, liegt die Kamera vor mir, komplett trocken. Dabei ist das Getriebe nicht schlecht gebaut, der Regler hat eine relativ lange Welle, es gibt abwechselnd Messing- und Verbundstoffzahnräder und die Geschwindigkeit läßt sich ununterbrochen durchstellen, d. h. von 16 auf 64 Bilder pro Sekunde und umgekehrt. Okay, die Beaulieu R 16 hat das auch. Meiner Meinung nach steht die Revere 103 zwischen Paillard-Bolex H respektive Pathé-WEBO und Eumig C 16. Federwerk und Regler sind besser als bei der Bolex. Mit dem divergierenden Objektivrevolver nähert sie sich sogar der Arriflex 16. Aber suchermäßig ist die Eumig besser. Zusammengefaßt eine Kamera für 16-mm-Film, die man günstig findet, in die zu investieren sich mechanisch ohne Frage lohnt. Die Hohlräume können gut mit Gummi und Filz aufgefüllt werden, wodurch man eine viel ruhigere Kamera erhält. Man darf einfach keinen Anspruch an den Sucher haben. Immerhin bekommt man die alte Klarheit zurück, wenn man Okular, Zwischenlinse und Sucherobjektive vom Fachmann reinigen läßt. Ein Wort zu den Aufnahmeobjektiven. Wollensak hat Anastigmate für Kleinformate gebaut, die erst mit Velostigmat bezeichnet wurden. Nach dem Krieg wurden sie vergütet und trugen von da an den Namen Raptar, der Zusammenzug von Rapid Tessar Anti Reflection. Bei den Ciné-Raptar handelt es sich also um günstige Vierlinser bis etwa Öffnungsverhältnis 1:2,5. Größere Lichtstärke erfordert mehr Linsen, so daß fünf- und sechslinsige Doppel-Gauß-Typen als Raptar bis 1:1,5 natürlich deutlich mehr kosten. Die Teleobjektive sind dann wieder Vierlinser. Die normalbrennweitigen 2,8-Objektive der Revere-8-mm-Kameras sind Triplette wie übrigens auch Kern-Yvar, Meopta-Mirar, Steinheil-Cassar, Schneider-Radionar, Zeiß-Novar, Voigtländer-Vaskar u. a. m. Man hat bei Revere darauf abgestellt, daß die Paillard-H-Patente in den Vereinigten Staaten nach einer festen Laufzeit ablaufen. 1936 plus 17 gleich 1953. Eine neue Spulenkamera für 16-mm-Film sollte der H 16, zunächst in den USA, preislich Konkurrenz liefern. Ich sehe wirklich keinen Unterschied zwischen einer Bolex und einer Revere, was die Filmhandhabe betrifft. Eine H 16 kostete damals mit $282.50 (no Fed Tax) fast das Doppelte.
  21. Am Fernsehen: Corinna Wohlfeil, Börse Frankfurt
  22. http://www.cinerdistan.co.uk/index.htm
  23. 122 Meter (400') Film am Stück entwickeln soll möglich werden. Bei uns schreiten die Vorbereitungen für die halbautomatische Filmentwicklungsausrüstung voran. Es ist noch keine Firma gegründet. Wir wollen 100-, 200- und 500-Fuß-Spiralen liefern. 500 wegen der entsprechenden Portionen und Magazine in 65 und 35 Ernste Interessenten mögen sich bitte melden. Je genauer wir die Nachfrage kennen, umso sicherer und umso früher kommt die Sache zu Stande. Mehrere Hundert wird eine Spirale kosten, doch ist das eine Anschaffung fürs Leben. Im Gegensatz zu den JOBO-Spiralen werden unsere auf jede Filmbreite zwischen 16 mm und 105 mm einstellbar sein. Durchmesser voraussichtlich 4, 6 bzw. 9 dm Es ist wie beim Atomausstieg: viele kleine Einheiten anstatt weniger großer. Es lebe das Filmlabor!
  24. Nachtrag ILFORD Harman Technology, Ltd, gegründet 2005, um die Ilford-Anlagen in Mobberley zu übernehmen. Stellen die Ilford-Produkte, aber auch für andere Marken her. Nicht Ilford-Farbmaterialien
  25. Nachtrag PLANCHON Zusammenarbeit mit LUMIERE: Gegen Ende 1894 liefert Planchon eine erste Rolle von 6,55 Metern Länge. Man findet sie zu dünn und zu weich. Lumière schreibt neun bis zehn Hundertstel Millimeter vor und eine bestimmte Menge Glycerin pro Ansatz. Erst ein Jahr später, Anfang Dezember 1895, stimmen die Filmeigenschaften. Frühjahr 1896 wird alles vertraglich geregelt, die Filmlänge dabei auf 50 Meter festgesetzt. Die Projektionspositive der ersten öffentlichen Filmvorstellung in Frankreich nach Weihnachten 1895 sind Planchon-Material, nach dem Etiquette-bleue-Rezept der Lumière beschichtet, kopiert aber aller Wahrscheinlichkeit nach von Negativen mit Planchon-Beschichtung, eventuell sogar von Papiernegativen aus dem Jahre 1894. Wir werden es nie wissen, weil die Originale untergegangen sind. Perforiert wurde stets kurz vor dem Einsatz. http://www.societech...0-v-2-sav-2.pdf
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