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Film-Mechaniker

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  1. Eines meiner Lieblingsthemen ! Der edelste Fußboden im Kino ist Holzparkett, Eiche oder Esche. Ein Mal im Jahr wird der Saal leer geräumt, das Parkett mit Schmierseife gründlich gereinigt, geschwemmt, trocknen gelassen und geölt. PVC und andere Kunststoffbeläge tragen stets statische Ladung. Nur ein leicht zu reinigender Belag verdient, im Kino zu liegen: Linoleum.
  2. Günstig und doch synchron geht's mit einem Zweibandapparat, z. B. einem Siemens & Halske 2000. Man braucht die gleiche Länge Magnetfilm, wie deine zu bespielende Rolle lang ist. Wenn du das nicht selber machen kannst oder willst, starte einen Aufruf hier im Forum, würde ich vorschlagen.
  3. Tut mir leid, da muß ich passen. Daß zur Zeit, als Bosch-Bauer die Fabrikation von Kinoprojektoren aufgab, jemand weiter gießt, überrascht mich schon.
  4. Hallo, phil403 Ja, ich kenne da ein paar Hersteller von Film und mechanischen Projektoren.
  5. Kennt denn niemand einen Chinesen oder einen indischen Monee?
  6. Ich war in Los Angeles. Am Hollywood Boulevard ein Filmbuchladen, ich hinein. Wo, bitte, ist die Abteilung Technik? Keine Minute gestöbert, halte ich die dritte Auflage in der Hand des Buches The Technique of the Motion Picture Camera von H. Mario Raimondo Souto. Ich erinnere mich, daß ich das Buch vor vielen Jahren während meines Studiums in der ehemaligen Filmbuchhandlung Rohr in Zürich schon durchgeblättert, jedoch nicht gekauft hatte. Weil es sonst für mich nichts Interessantes mehr gab außer einem Originalplakat von Chinatown, wofür man 600 Dollar haben wollte, bezahlte ich und begann mit der Lektüre. Meine Reisebegleiterin hatte eine Weile nicht mehr viel von mir. Da kommt’s. Auf Seite 44 steht, daß August Arnold, Ingenieur der deutschen Firma Arnold & Richter, 1931 den genialen Spiegelreflexsucher entwickelt habe. Neunzehnhunderteinunddreißig ? Auf Seite 108 noch ein Mal. Langes Forschen, schreibt Souto da, von den Köpfen der Gesellschaft, August Arnold, Ingenieur, Dr. Robert Richter und Erich Kaestner (sic), habe zu ihrem einfallsreichen Suchersystem geführt, « in 1931 ». Nach Prüfung des Prinzipes an Hand von Prototypen wären sie mit der jetzt berühmten Arriflex herausgekommen. Neunzehnhunderteinunddreißig !
  7. Ich habe da einen Band: Bahnbrechend, 100 Pioniertaten und Entdeckungen. Gondrom-Verlag, Bindlach, 2005. ISBN 3-8112-2596-0 Kapitel „Als die Bilder laufen lernten“, Seite 165: « Grundlegende Technik Lumières Kinematograph entsprach in seinen Grundzügen späteren Filmprojektoren: Ein endloser, 35 Zentimeter breiter Zelluloidfilm mit Randperforation lief über zahlreiche Walzen im Zickzack um. Auf diese Weise konnte der Film in ganzer Länge untergebracht werden. Zwischen zwei Führungsrädern passierte er eine Betrachtungsoptik, der gegenüber eine Lichtquelle leuchtete. Ein schlitzförmiger Drehverschluss unterbrach den Lichtstrahl im Bildrhythmus. Der Film lief mit einer Geschwindigkeit von 46 Bildern pro Sekunde. Die Gesamtvorführung dauerte etwa 15 Sekunden. Schon 1896 konstruierte Thomas Alva Edison das Kinetophon, ein Licht-Ton-Gerät. Allerdings konnte es sich gegen die Stummfilmkinos der Brüder Lumière nicht durchsetzen. » Das ist buchstäblich aus einer Veröffentlichung, mit der man ganz offensichtlich nichts als Geld machen will. Wer auch immer den Quatsch zusammengeschrieben hat, weiß nicht, welchen Schaden er damit anrichten kann. So wie ich etwa auf den Seiten 100-101 über Charles Lindbergh lese, wie er 1927 über den Atlantik geflogen ist, so nimmt jemand Unbescholtenes den oben zitierten Text als korrekt an. Ich wollte das in die Runde geben. Ich hätte das Buch übrigens nicht gekauft, wenn es 35 Millimeter geheißen hätte.
  8. $9 bis $12, bei Vergünstigung (Schüler, Rentner, Veteran) $7.50 oder $8
  9. Darf ich nachfragen: Was macht den Wassmann (Marin) deiner Meinung nach unmöglich? Ich kenne jemanden hier in Basel, der auf seine Wassi schwört.
  10. Dem Bild nach beurteilt kann es schon Flecken geben. Das Öl wird auf jeden Fall in den Entwicklungsbädern aufgelöst. Ich würde bei solchem Rohmaterial meckern.
  11. Zugegeben, die Vorgabe polarisiert. Die Absicht ist, wirkliche Fehlkonstruktionen zu finden und zu benennen. Es gibt ja Projektoren aus China, Indien, Japan, Spanien, Frankreich, Italien, England, Rußland, . . . Maschinen ohne Handrad ? Kinoton FP 30. Man kann den Mechanismus nicht von Hand durchdrehen, sondern muß elektrisch durchtastern. Als Techniker kann ich da nur den Kopf schütteln. Man stelle sich eine Filmkamera vor ohne Handrad! Panavision, Arri, Aäton haben alle einen "Inching Knob". Die Philips-F.-P. 20 ff., auf welchen ich angefangen habe, sind Fehlkonstruktionen. Die Verteilung konkav-konvex der beiden Teile der Filmbahn ist verkehrt und die Seitenführung ist eine Vierpunktgeschichte ohne Rücksicht auf die (rechte) Bezugskante des Films. Man kann die Apparate schon recht gut einstellen, aber wenn man größere Bildwände bespielen will, wenn man Präzisionskopien ausnutzen will, wenn man mehr Licht auf den Film schickt, dann kommen diese Fehler zum Vorschein. Die Schärfe hält nicht, weil der Film flattert und sich wölbt. Ich gebe zu, daß das im Alltag alles kaum eine Rolle spielt, denn die Kopien sind meistens vierte Bildgeneration, stammen von Zahnkranz-Kopiermaschinen, werden nicht 400fach vergrößert. Die Frieseke & Hoepfner von Angelo Jotzoff, die ich gut kenne, sind grundsätzlich auch nichts Halbes und nichts Ganzes. Es geht mir einfach nicht auf, warum eine Kamera eine Viertelmillion kosten darf, während die Kopiermaschinen die Präzision des Negatives nicht übertragen und die Projektoren dann noch Umlenkrollen zwischen Schaltrolle und Bildfenster haben. So hat Film wirklich nichts mehr zu husten im Kino.
  12. Wir könnten doch ein Mal die Krücken zusammenstellen. Es wird viel geklagt im Forum, über die FP-30er, die unmöglichen Frieseke & Hoepfner, was weiß ich. Deshalb mein Vorschlag, daß unsere Erfahrungen und gestauten Aggressionen einen Schrottplatz schaffen, auf den man ungehemmt werfen darf, was man schon lange dahin wünscht. Nur keine Hemmungen ! Ich habe in Berlin die Meopta hassen gelernt. Es kann sich ja auch nur um Elemente eines Projektors oder einer Variante handeln. Zum Anfangen: Alles, was kein Handrad hat, gehört in den Regen hinaus. Projektor ohne Handrad: Das tat gut. Auja, Askania finde ich auch Schrott.
  13. Sachte Mahnung Leute, könnte man eventuell darüber nachdenken, daß das hier ein Vorführerforum ist? In aller Höflichkeit, und ich bin nicht Administrator: Es gibt Foren für alle Fragen rund um die Filmaufnahme und -gestaltung. Ich finde es persönlich gut, daß man sich hier bei der Projektion und ihren Aspekten aufhält. Bitte, begebt Euch doch mit Kamera und allem anderen zwischen Stativ und Klappe auf die passenden Seiten. Danke
  14. Ja, das alte Thema der Filmschmierung in der Super-8-Kassette . . . Du sollst wissen, daß noch niemand von Hand Super-8-Kassetten bestückt hat. Von Anfang an geschah und geschieht das bei ganz wenigen Filmherstellern in Automaten. Weil der Filmlauf in der Kassette alles andere als einfach ist, muß der Film mit einem Schuß Siliziumöl geschmiert werden. Die ganz geringe notwendige Menge ist bei Kodak wiederholt schon etwas zu viel geworden mit dem Resultat, daß eben Öl nicht bloß an die Filmkanten kommt, sondern auf die Fläche, wo es unerwünscht ist. Die Sache ist beschrieben worden im Schmalfilm.
  15. Gewöhnlich macht man das im Tonstudio und im Kopierwerk bzw. Filmlabor, also da, wo die Kopien hergestellt werden. Seriös ist Bespielung mit einer Apparatur, auf der der Film nur kontinuierlich läuft. Überspielung mit einem Tonprojektor geht auch. Wie beim Tonbandbetrieb sollte dem Bespieler bekannt sein, um welches Magnetmaterial es sich handelt, um seine Apparatur darauf einzumessen. Bepistung von Polyesterfilm gibt es bei der Firma Fipra, Berlin.
  16. Film-Mechaniker

    Guten Tag!

    Grüße dich, Thorge Du wirst sehen, daß es hier wie überall ist: Unmögliches erledigen wir sofort, Wunder dauern etwas länger.
  17. . . . eins von den dreißig Bierchen gestern war wohl schlecht . . .
  18. Hä, willst du mich melden? Ich hab' einfach Freude gehabt an Simon, weil ich auch so heiße, und bin in Stimmung gewesen. Meine Güte, ist's der fast volle Mond, der so empfindlich macht? Gruß aus Kalifornien
  19. 9700 Kopien von Spiderman 2 (122 Minuten) in Nordamerika: 106,5 Millionen Fuß Normalfilm, 58'200 Rollen zu durchschnittlich 1830 Fuß; 232,8 Tonnen Film, ein Eisenbahnzug mit 13 vollen Güterwagen
  20. Was ist daran unrealistisch? Ach so, es riecht nach Arbeit.
  21. Es ist vollkommen angemessen, was ich sage.
  22. Ja, Stahl und gewachster Film ist immer noch präziser und schonender, es ist auch weniger statische Ladung dabei. Nicht vergessen: Man sollte stets optimale Schleifengröße suchen, damit erstens die intermittierend bewegte Filmmasse so klein wie möglich ist und zweitens die Seitenführung gut spielt. Nur so ist mit minimalem Andruck guter vertikaler Bildstand zu erreichen. Ein gut auf den Film eingestellter Projektor schnurrt mit diesem zusammen. Wenn's knallt und knattert, fehlt's am Gespür.
  23. Film-Mechaniker

    35mm

    Ich war an einer Vorstellung des 5244/7244 von Kodak dabei, das war so 1990 in Zürich. Im allgemeinen Computer-Craze sind die meisten Beteiligten blind geworden gegenüber der traditionellen Kopiertechnik. Daß auch Viertgenerationbilder anständig aussehen können, ist Tatsache, die Franzosen haben's bewiesen mit Ridicule, 1996, ich erinnere mich gut an gepflegtes CinemaScope.
  24. Ich schreibe 1930er Jahre, nicht um 1930. Der Unterschied ist grade das Spannende, behaupte ich doch mit Todesmut, die Arriflex wäre 1936 an den olympischen Sommerspielen von Berlin im Einsatz gewesen, was Gerhard Fromm kaum bestreitet, auch wäre sie schon 1935 für Triumph des Willens verwendet worden. Was meine These stützt, ist die mündliche Erklärung von Andreas Demmer, der noch Eugen Schüfftan assistierte: Er war mit der Arriflex auf dem Graf-Zeppelin-Feld zu Nürnberg 1935. Ich sage sogar, daß die Arriflex so heißt, weil es auf Englisch lautet: A Reflex (Camera), und daß die Leute von Bell & Howell dahinter stehen, wo man 1932 dringend Geld brauchte. Ich behaupte, „A Reflex“ ist eine verdeckte Lizenzgeschichte Chicago-München, wo just zu der Zeit der 21jährige Erich Kästner eingestellt worden ist. Dem und August Arnold traue ich alles zu, nur nicht die Konstruktion der Arriflex. Das Leichtmetallgehäuse ist höchstvermutlich bei Friedrich Deckel gegossen worden. Deckel war damals führend im Bau von Zentralverschlüssen, die Aluminiumgußteile enthielten. Bei Bell & Howell hat man vermutlich Riemenantrieb des Magazins vorgesehen gehabt. In München ist aus irgend einem Grunde Zahnradantrieb daraus geworden. Vom Zahnrad geht's ja doch noch mit einer Rundschnur zum Wickeldorn. Ich kann mir vorstellen, daß ein Prototyp 1932 bei den Winter- oder den Sommerspielen dabei war (Lake Placid bzw. Los Angeles). Aufnahmen mit „A Reflex“ könnten von anderen Bildern unterschieden werden. Beim Olympia-Film von Leni Riefenstahl stechen solche Aufnahmen heraus, man findet sie etwa beim Turmspringen, wo wendig mitgezogen werden muß. Wer selber schon 35 gedreht hat, versteht, was ich meine. Nur die Kamera von Hans Hodres ist noch kompakter, besitzt aber keinen Spiegelreflex-, sondern einen Schachtsucher mit Sicht direkt auf den Film.
  25. Arriflex um 1930, wie kommst du auf diese Jahrzahl ?
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