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Film-Mechaniker

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  1. Soeben hat mich die Nachricht erreicht, daß Daniel Colland, der Leiter von Color Films Archives in Epinay, unperforierten Ektachrome 5294 ankaufen und zu Neuneinhalb schneiden und perforieren wolle. Es ist eine Einladung samt Bestellformular verschickt worden, man wünscht Kauf von jeweils drei Rollen zu 30 Metern oder drei Galettes zum Befüllen der Pathé-Lader. Verkauft wird nur mit Entwicklung bei C. F. A. in Frankreich. Die 30-Meter-Portion kostet einschließlich Entwicklung € 115. Wer bei der Aktion mitmachen mag, kann bei mir die Unterlagen anfordern, die ich gerne per E-Mail zusende. Ansonsten findet man Informationen auf dem 8mm Forum, Abteilung 9.5. Mir persönlich ist das Angebot zu teuer und ich will Schwarzweißmaterial, das ich auch selber bearbeite. Das soll jedoch niemanden davon abhalten, mit einer Neuneinhalber Kamera und frischem Ektachrome etwas anzustellen.
  2. Nachtrag zu FORTE Die Gründung erfolgte 1912. Der Aufbau wurde durch den Ersten Weltkrieg um Jahre verzögert. Was normalen und Kineschmalfilm betrifft, ist nur wenig Material aufzutreiben. Immerhin habe ich eine Foto gefunden, auf der Debrie-Perforierapparate zu sehen sind. Etwas verwirrend ist, daß kein 16-mm-Material von Forte hergestellt worden zu sein scheint. Fortepan-Umkehrfilm in 2 × 8 ist bekannt, bis heute nur kleine Portionen. Den Darstellungen nach hat sich das in den 1960er Jahren abgespielt. Man könnte auf den Gedanken kommen, daß Forte nie Schmalfilm fabriziert, sondern angekauft hat. https://www.vaconline.hu/2021/02/08/nem-terkep-e-taj-100-eve-kezdodott-a-fotokemiai-gyartelep-epitese/ Einen Hinweis darauf, dass doch zumindest 16-mm-Streifen vorlagen, könnte das hier sein:
  3. Filmt schwarzweiß!
  4. The Old Film Company, Suffolk; http://www.theoldfilmcompany.com/Page3_7.htm
  5. Wundere mich auch, habe ich etwas über Pilz in Kunststoff gesagt? Es ist wohl das ranzige Fett, das stinkt. Kollektor-Elektromotore geben im Lauf Ozon ab, das riecht auch. Gegen Kellermief hilft nur Zerlegen, Waschen, Fönen oder wie lautet das beim Friseur schon wieder?
  6. Es war nicht als Vorwurf gemeint. Ich wollte vielmehr zum Ausdruck bringen, daß es nie zu spät wäre, das Gute zu entdecken. Das ist nur der Fall bei mangelnder Schmierung.
  7. und auf Tausenden von Nachttischen tickende Wecker mit Radium an Zeigern und Ziffernblatt.
  8. Das liest man mit Genugtuung. Hättest auch ein altes Modell von Bell & Howell nehmen können, da ist kein Plastik drin. Läuft immer.
  9. Noch ein Schweißgerät, das käuflich zu erwerben steht: https://www.recycledgoods.com/gryphon-816-film-splicer/
  10. https://www.ebay.co.uk/itm/125794242121?hash=item1d49ebce49:g:hhoAAOSwIOtjlg2G
  11. Sonst bin ich doch der notorische Vermuter.
  12. 3242 wird von Kodak regulär beidseitig perforiert angeboten. https://www.kodak.com/content/products-brochures/Film/Kodak-Motion-Picture-Products-Price-Catalog-US.pdf
  13. Was bringt dich zur Annahme, das Material habe Acetatunterlage?
  14. Ich vermute Kodak 3242.
  15. Das hatte ich auch gemeint. Der Projektor ist nicht schlecht. Schon die ineinandergezwängten Spulen erzählen eine ganze Geschichte.
  16. Wunderbar, ganz nach meinem Geschmack. Die Anleitung zur Ricoh-Zoomphonic ist leider ganz langweilig, weil praktisch fehlerfrei gesetzt. Von den Bildern abgesehen Dankeschön
  17. Hinten ist er modern und relativ gut zu unterhalten. Vorne ist mir der Filmlauf zu wenig offen und die Lampe zu schwach. Leisen Lauf kann ich bestätigen, das ist auch etwas wert. Die Optik ist gut, stimmt.
  18. Habe eine Firma im Badischen geortet, die aufs Ultraschallschweißen spezialisiert ist. https://www.herrmannultraschall.com/de/
  19. Heat sealer in Suchmaske eingeben, dann kommt eine Unmenge an neuen Geräten, die wie der Lektra-Splicemaster funktionieren und eigentlich bloß eine Führung und zwei Paßstifte benötigen, die man sogar von einer kleinen Naßklebepresse übernehmen könnte. Die Filmenden müssen auf ganz wenig Überlappung zugeschnitten werden, ein Zehntel reicht.
  20. In einem Prospekt ist so etwas nicht schlimm, aber ausgerechnet in einer Anleitung, die dazu gemacht wird zu zeigen, wie man den Film richtig einlegt, einfach supergeil.
  21. Nichtsahnend nehme ich wieder ein Mal die Zoomphonic zur Hand und die Gebrauchsanleitung. Darin finden sich ja dicke Hunde, seht selbst:
  22. https://www.youtube.com/watch?v=mrJP82ZZiag
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  23. Filmo ist schon besser, weil man einem heute bald 100jährigen Exemplar einfach Öl geben braucht und dat Ding läuft. Von den Bolex-Paillard-H ist die Hälfte i. A., weil die Feder ermüdet, das Getriebe beschädigt, Revolvergewinde aufgestaucht oder eine Spulenpeese verdorben ist. Bei manchem Exemplar, das ich überholte, waren auch Reparaturen mit Mehrkosten dabei. Bei dem Eyemo 71-A neulich war eine neue Schlingfeder einzusetzen. Alles andere ging flott. Aufziehen, Sperre setzen, überprüfen, verpacken. Im Prinzip kommt aus der Mehrzahl von Kameras ungefähr der gleiche Bildstand. Durch den großen Öffnungswinkel beim Filmo 70 haben die einzelnen Bilder mehr Bewegungsunschärfe, was fließendem Ablauf zu Gute kommt, es sieht weicher aus. Beaulieu R machen kurz belichtete Einzelbilder. Man kann es akademisch nennen, ich sehe es.
  24. In der Zwischenzeit waren wir mit dem Hund im Wald, ich konnte das alles noch mal im Geiste durchgehen. Wie geschrieben, ist der Bell & Howell Filmo 70 für das 16-mm-Filmformat das Maß der Dinge und da kommen nicht meine subjektiven Ansichten zum Tragen, sondern objektive, nachvollziehbare, meßbare: Öffnungswinkel im Scheibenverschluß 204, bei den frühen Modellen 216 Grad; Geradzuggreifer mit gehärteten Zähnen, Positionierabstand +3 wie bei den meisten Projektoren; aktive Seitenführung über eine relative kurze Filmlänge; Vor- und Nachwickler mit Drehfederung; sehr genauer Hochgeschwindigkeits-Fliehkraftregler bei den jüngeren Modellen; einfacher, aber zuverlässiger Fußzähler, jederzeit verstellbar; Mechanimus zum Ölen; Möglichkeit, die Hauptfeder zu entspannen oder stärker vorzuspannen; im Deckel untergebrachter Rohrsucher, Sucherobjektive für helle Sicht und stufenloser Parallaxenausgleich bei jüngeren Modellen; Scharfstelllupe ab Modell 70-D, 15fache Vergrößerung; Ausbaumöglichkeiten Handkurbel (Rückwicklung, Vorwärtslauf), Magazine, El’mot.; Objektivhalterungsgewinde in Revolverscheibe aus Stahl; einfache, zuverlässige Laufsperre für Mechanismus. Die Beaulieu bieten Nachspannen der Feder im Lauf, die Reflex-Modelle einen Spiegelsucher mit 100 Prozent Licht auf dem Film, sie sind kompakt und vergleichsweise leicht. Dafür sind der Federkern verstemmt (das Federhaus kann daher nicht ohne weiteres vom Mechanismus getrennt werden), das Gehäuse aus dünnem Alublech, das Sucherrohr oft voller Härchen, der Greifer in Position +4 beim Verlassen des Films, die Belichtung ungleichmäßig oben/unten und kürzer, als von Marcel weiland angegeben. Ich mag die Reflex-Beaulieu des Suchers wegen, aber die Mechanik bringt einen manchmal zum Heulen. Gewindestiftchen, die auf etwa anderthalb Umdrehungen halten müssen, eine in beide Drehrichtungen belastete Schlingfeder unter der Aufzugkurbel und anderes unmögliches mehr. Ersatzteile bei Björn Andersson Eine ETM-P ist viel robuster als die Beaulieu Reflex. Wenn es nicht auf den Positionierabstand ankommt (Wer hält sich denn mit so etwas auf?!), er ist +5, dann hat man mit ihr das europäische Arbeitspferd vor allem in der Kälte. Der Genaueinstellsucher weist eine klassische planparallele Mattscheibe aus Glas auf, die man notfalls selber nachbearbeiten oder leicht ersetzen kann. Reflexsucher wird überbewertet, siehe Paillard-Bolex-H. Die kleine GIC, die es für drei Filmformate gab, kann im Lauf nachgespannt werden. Sie läuft mit Tempo 16 und macht Einzelbildaufnahmen. 15-Meter-Spulen, C-Mount, simpler Sucher. Sehr robust. Gerade die Nichtverfügbarkeit von 9,5-mm-Film ist doch die Herausforderung. Richard ist vielleicht so geschickt, daß er einen Locher herrichtet. Ich würde sofort Rohmaterial für meine H 9, Beaulieu R 9,5 und GIC 9.5 kaufen. „Normalacht ist mehr Loch als etwas“, den alten Spruch kenne ich auch. Pfunzelig ist mancher 8-mm-Projektor, bis man einen guten nimmt. Es gibt einige mit genügend ,Dampf‘. Oft ist nur ein billiges Objektiv vorhanden. Hat man das gegen ein gutes getauscht, sieht alles schon anders aus. Steenbeck beeindruckt mich nicht. Ich habe jahrelang mit Steenbeck, Oude Delft, Moviola, Prevost, Schmid, KEM und noch anderen gearbeitet. Die Steenbeck sind voller PVC-Teile, die vergammeln, mühsam in der Pflege und viel zu groß. Ja, Prevost sind riesig, bringen aber ein besseres Bild her. Zum Vergleichen müßte man beim Steenbeck die Haube abnehmen und projizieren. Oude Delft hat helles Bild. Moviola ungeschlagen handlich und zum Indieeckestellen. Das Bild klein, aber hell.
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