-
Gesamte Inhalte
12.778 -
Benutzer seit
-
Letzter Besuch
-
Tagessiege
523
Alle erstellten Inhalte von Friedemann Wachsmuth
-
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Hallo Rudolf, zum Thema Durchlaufentwicklung habe ich gerade diese schöne Aufstellung entdeckt. Die Cramer-Maschinen zum Beispiel kannte ich noch nicht. Vielleicht ergattern wir so was ja mal irgendwo gemeinsam? :) -
Sehr schöner Projektor. Ich mag auch, wie leise er ist. Und erstaunlich zuverlässig für das ganze Plastik. Ich habe für meinen übrigens 5,- bei Ebay bezahlt. Er brauchte eine neue Lampe (ging noch, aber Funzel), eine Reinigung und ausserdem fehlt die Kappe des Focus-Knopfes... lässt sich aber noch problemlos bedienen. Man kann also auch mal Glück haben. :)
-
PrtScreen Taste. Danach hast Du einen Screenshot in der Zwischenablage. :)
-
Ich glaube nicht, dass Du mit der SR-aufgeblasenem Chaplin-DVD im Endresultat (also Deinem kopierten Film) bessere Ergebnisse als sonst haben wirst, Rudolf. Die Vorlage gibt dazu zu wenig her – die Auflösung der DVD ist zu gering und die Kompression (MPEG2) stark verlustbehaftet und recht altertümlich. Gut zu wissen, dass der VideoEnhancer nicht wertlos ist, aber erwarte in diesem Anwendungsfall nicht zu viel. :) Kannst Du mal zwei Screenshots posten -- einmal QT-Player auf 200% und einmal ein enhanctes Einzelbild? Am besten das jeweils gleiche? Würde mich sehr interessieren.
-
N exclusiv HL1001D - Riemen aufgelöst
Friedemann Wachsmuth antwortete auf fisheYe's Thema in Schmalfilm
Hallo Aaton, Das ich das Thema Wartung von Kameras meiden würde wie "der Teufel das Weihwasser" ist totaler quatsch. Lies meine DIY-Artikel noch mal, da sage ich genau, wann und wo man mit dem Selbermachen nicht weiterkommt. Übrigens kommt meine Nikon R10 morgen von Herrn Piehler zurück, der sie mir für 160,- neu geschmiert hat -- mir fehlt einfach Zeit und Muße im Moment. So viel zu Deinem Vorwurf. Die Aussage, dass jedes gebrauchte Schmalfilmgerät unbedingt als erstes zum Kundendienst muss wird nicht richtiger, in dem Du sie ständig wiederholst. Es kommt eben auch auf die Ansprüche an. Vielen Neu- und Quereinsteigern geht es doch gerade um das unperfekte, das unvorhersehbare, das fehlerbehaftete Endergebnis. Warum hat Dagie mit ihren hermdsärmeligen E100-D-Cross-Kursen so viel Zulauf und Erfolg? Warum liebt fast jeder Film-kreative ihre Orwo-Würmer? Warum entwickeln analoge Nachwuchsfotografen so gern in Nescafé mit Aspirin? Warum zahlen Leute manchmal hohe Preise für abgelaufenen Farbfilm? Warum hat es das Impossible Project geschafft? Weil sie weder K25-Schärfe noch 24 fps-Look noch perfekten Bildstand suchen. Den haben sie schon in ihrem iPhone. Es mag nicht Deine Welt sein, aber es gibt sie, die Menschen, die genau all diese Fehler suchen. Oder sie zumindest gern in Kauf nehmen. Die mit der Improvisationsreparatur erst mal glücklich sind, vielleicht glücklicher als mit der des Profis. Du musst das natürlich nicht befürworten, aber versuch doch mal, es zu akzeptieren, diese Einstellung nicht immer wieder zu werten. Ich wollte Dir doch auch absolut nichts böses und finde Deine Herangehensweise an das Thema Schmalfilm ja auch wirklich faszinierend. Jedem das seine. Schöne Ostern! -
Hallo Ihr Lieben, das atte ich irgendwie nicht so ganz klargestellt: Für rein analogen Workflow (mit Projektion) ist SR irrelevant, da implizit. Von der SR kann man nur profitieren, wenn man ein digitalisiertes Ergebnis verbessern will. Besonders anbieten tut es sich eben nach Scannen des Filmes zur Umwandlung in ein digitales Endresultat (hochredundante, unkomprimierte Vorlage: Perfekt!) Nehmen wir noch mal das so oft gehörte "PAL-Auflösung reicht für Super-8 auf jeden Fall" Argument. Erinnern wir uns zurück an unser Haar im Gegenlicht (siehe erster Post in diesem Thread). Hier wurden im Einzelbild nur wenige Filmkörner belichtet, für das Zeichnen einer Haarlinie reichte die Auflösung des Films einfach nicht. Bei einer PAL-Abtastung dieses Einzelbildes machen die winzigen Lichtinseln dieser paar Filmkörner den abtastenden (und viel zu großen) Pixel nur minimal heller. Egal, ob sich das Haar nun bewegte oder still stand: Alle Einzelbilder dieser Szene werden in der PAL-Abtastung nur ein paar um wenige Prozent erhellte Einzelpixel ergeben. Betrachtet man so ein PAL-Telecine-Ergebnis, kann sich weder im Kopf noch nach SR-Prozessing der Eindruck eines Haares einstellen. Durch das Pressen durch ein Pixelraster sind einfach Informationen verloren gegangen. Informationen die im Einzelbild wohl irrelevant sein, in der Summe der hochredundanten Einzelbilder aber eben zu Informationen werden. Noch einmal: SR hat nichts damit zu tun, das gefilmte Ergebnis zu verbessern. SR ersetzt weder Stativ noch scharfe Optik und gutes Filmmaterial. SR nützt lediglich, um digitalisierte Endergebnisse annähernd so gut aussehen zu lassen wie projizierten Film. Wie kann PAL-Auflösung zur Abtastung von Super-8 "ausreichen", wenn projizierter S8-Film auf 1,5x2 Meter noch so fantastisch scharf und detailreich aussieht?
-
schmalfilm 2/2012 kommt in 14 Tagen
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Jürgen Lossau's Thema in Schmalfilm
Also ich habe eben schon mal eine alte, unbenutzbare 16mm Rolle Isopan F (MHD frühe 70er) blankfixiert und trockne sie gerade. Mal gucken, ob ich es bis zur Veröffentlichung von Florians Rezept noch aushalten kann, aber das will ich sowas von auf jeden Fall versuchen. Natürlich nicht um Perfektion zu erlangen, aber um es mal selbst gemacht zu haben. :) -
@Reinhard: Verzeih, aber das stimmt so nicht. Die SR kann - mit entsprechenden Algorithmen - ganz optimal bei bewegten Motiven funktionieren. Bewegte Motive (und genauso eine bewegte Kamera) können sogar ganz erheblich zur Effizienz der SR beitragen. Motivbestandteile in ihrer Bewegung zu verfolgen und entsprechendes Objektmorphing zu erkennen ist heute algorithmisch kein großes Problem mehr. Das schafft man (mit Einschränkungen) sogar schon in Echtzeit auf Smartphones. Wie schon gesagt: Das (er)kennen von Bewegungen lässt zudem partielle Informationen über die Position im Raum (im Sinne der Tiefe/Entfernung) zu, was die Endergebisse signifikant verbessern kann. Banaler Beweis: Schmalfilm erscheint uns projiziert auch dann knackscharf, wenn sich die Protagonisten bewegen (bei XL-Kameras natürlich eingeschränkt). :)
-
@Rudolf: Die Beispielbidler vom Weizman-Institut sehen in der Tat grausam aus. Sie sind aber auch nicht wirklich SR, sondern eher ein Skalierungsalgorithmus. Sie gehen auch nur aus einzelnen Bildern hervor. Zudem wurde hier definitiv geschummelt, einige Ergebnisse sind soeinfach nicht möglich (zum Beispiel die unterste Reihe der Buchstabenreihe). SR ist eben keine fest Definition einer Methodik -- in diesem Fall wurde der Begriff aber doch arg weit gebeugt. Auch das unscharf maskieren hat nichts mit SR zu tun und bringt nur u.U. subjektiv verbesserte Wahrnehmung, keine Erhöhung der Informationsdichte. Und entschuldige, wenn ich nerve, lieber Rudolf, aber Du solltest nicht die Einzelbilder Deiner DVD durch SR verbessern, Du solltest einfach irgendwann per Bluray zuspielen. Auch wenn immer wieder Leute behaupten, "DVD reiche für S8 vollkommen" -- sie haben damit höchstens in Bezug auf Einzelbilder recht. Das betrachten von projiziertem Film ist ja dank unseres Gehirns schon ein SR-Erlebnis -- wenn denn die Zuspielqualität entsprechend hoch liegt.
-
N exclusiv HL1001D - Riemen aufgelöst
Friedemann Wachsmuth antwortete auf fisheYe's Thema in Schmalfilm
Ach Aaton, warum musst Du eigentlich jeden Menschen, der peripher und eher zufällig mit Schmalfilm in Berührung kommt und hierher findet, vor den Kopf stoßen, verschrecken und niedermachen? Meinst Du, das hilft unserem Hobby? Den einen beschimpfst Du gleich als Troll, für den anderen bist Du Dir zu schade... ich verstehe es nicht. So erstickst Du doch jede Chance auf Schmalfilmbegeisterung im Keim. Schädlicher geht es nicht... -
schmalfilm 2/2012 kommt in 14 Tagen
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Jürgen Lossau's Thema in Schmalfilm
To-tal gut, Florian. This made my day. Ich bin völlig verzückt von den Ergebnissen! Kennst Du dieses Genie schon? :) -
Hallo Rudolf, da musst Du mal googlen... ich weiss, dass es sehr gute Lösungen für Standbilder (Fotos) gibt (Photoacute ist eine), für Video ist das vermutlich noch alles ziemlich in den Kinderschuhen. Was ich auf die Schnelle gefunden habe: http://www.infognition.com/videoenhancer/index_de.html (kostenlose Testversion, aber nur WIndows). Keine Ahnung, ob das taugt. Ich kann aber gern mal ein Stück Modern Times durch meine Avisynthskripten laufen lassen... aber ich denke, da wärst DU mit der Bluray Version des Filmes schneller am Ziel. :)
-
Im vierdimensionalen Minkowski-Raum schon. :) Was ich vergaß zu schreiben: Gigebitfilm ist an sich schon so hochauflösend, dass SR kaum praktikabel durchführbar ist. Zumindest kenne ich keinen Scanner, der einzelne Schmalfilmbilder von Gigabitfilm ausreichend hochauflösend scannen kann, um spatiale Gwinne zu erzielen.
-
Also Gigabitfilm hat an sich nichts mit SR zu tun -- Er ist aber verdammt gut und damit zumindest für das erzielen höchster Auflösungen geeignet. Er löst ja weit höher auf als die meisten Objektive es tun. SR mit Gigabitfilm wäre eine besondere Herausforderung für Objektiv, Scanner, Algorithmen und auch den Rechner dahinter, würde aber unglaubliche Ergebnisse erzielen. Mit derzeitig verfügbarer Technik halte ich SR mit Gigabitfilm aber für unpraktikabel -- siehe unten. Zur SR selbst: SR ist kein Produkt (auch wenn es so klingt) und keine eindeutig definierte Technik, sondern eine Methode, die oft übersehene Nebeneffekte ausnutzt, um eine effektiv weit höhere Informationsdichte zu erzielen, als das einzelne Filmbild sie wiedergibt. SR funktioniert (etwas eingeschränkt) auch mit digitalen Daten, ist aber für unseren Analogfilm prädestiniert. Das faszinierendste: Unser Gehirn benutzt die SR-Methodik bei entsprechendem Input (Projektion echten Filmes) implizit, einwandfrei und ohne nennenswerte Denkanstrengung -- es nutzt sie unvermeidlich! Deshalb sieht projizierter Schmalfilm so verdammt viel besser aus als jeder Einzelbild-Scan. Grundsätzlich macht sich die SR die hohe Datenredundanz im Film zu nutze. Betrachtet man einen halben Meter Film, enthalten die einzelnen Filmbilder überwiegend gleiche Informationen. Die Codecs digitaler Filme machen sich u.a. dieses Phänomen zu nutze, um die zu speichernde Datenmenge zu reduzieren. Moderne Codecs beschreiben nach einem sogenannten "Keyframe" (mit allen Bildinformationen) nur noch die Unterscheide (das "Delta") zum jeweils vorigen Bild. Im Idealfall sind das nur Bewegungsvektoren für bestimmte Bildbereiche, "stehende" Bildausschnitte werden jeweils recycelt. Bei einer solcher Codierung beschreibt man aber nie alle Veränderungen zum vorigen Bild, sondern nur die "relevanten". Unten Relevanz ist eben relativ. Bei der SR macht man nun genau das Gegenteil. Man arbeitet idealer weise von vornherein ohne jede verlustbehaftete Kompression, extrahiert also jedes Einzelbild so detailreich und umfassend wie möglich. Kein Korn darf weggerechnet werden, keine Kante Kompressionsartefakte, kein Schatten Klötzchenbildung zeigen. Die Bedeutung des Wortes Redundanz kehrt sich hier um: Man lässt nicht Informationen weg, die ja "eh schon vorhanden" sind, sondern erfasst sie immer wieder erneut, weil sie sich eben geringfügig unterscheiden und in Summe ein feineres Bild zeichnen. Bei SR mit Analogfilm nutzt man vornehmlich zwei Dimensionen: Die spatiale (räumliche) und die temporale (zeitbasierte). Beide Dimensionen spielen im Analogfilm eine große Rolle: Die Zeitachse, da pro Zeiteinheit n volle, unkomprimierte Einzelbilder vorliegen und die räumliche, da Film kein klares, starres "Raster" hat, wie es bei einem jeden CCD oder CMOS Sensor naturgemäß der Fall ist. Beide Dimensionen spielen wunderbar ineinander. Konkret: Warum sehen wir im projizierten S8-Film eindeutig einzelne Haare im Gegenlicht, obwohl doch das Auflösungsvermögen des winzigen Filmbildes viel zu klein ist, um so ein Haar 3- bis 400-fach verkleinert abzubilden? Weil in jedem Filmbild ein paar Silberhalogenidkristalle das Licht dieses einzelnen Haares eingefangen haben und somit durch die Entwicklung eingefärbt haben. Zwar reichen sie alleine nicht, um das Haar als klare Linie im Filmbild zu zeichnen. Sehen wir jetzt aber 24 oder auch 100 solcher sehr ähnlichen Einzelbilder in schneller Folge hintereinander, verdichten sich die paar eingefärbten Kristalle im Kopf zu genau der Linie, die das Haar beschrieb. Und genau arbeitet die temporale SR: Sie nutzt die Informationsredundanz der Zeitachse, um viele (oder idealerweise alle) Informationen des erfassten Zeitraumes zu einer erweiterten Information zu verdichten und in jedem erzeugten Einzelbild wiederzugeben. Ein digitales SR-Ergebnis würde als im Idealfall in jedem Einzelbild dieser Szene das Haar so zeigen, wie es sich aus der Summe aller Bilder ergibt. Zum spatialen Aspekt betrachten wir mal das "i" aus Simons Beitrag oben, wie es ein digitaler Sensor sieht (und ein Monitor wiedergibt): Ein i, das weiss ein jedes Kind, ist ein Strich mit einem Punkt drüber. Nun lag das hier (imaginär) gefilmte i aber eben nicht ganz genau auf dem Pixelraster, oder es war eine Spur breiter als jenes. Der Strich des i "blutet" damit in die benachbarte Pixelspalte rein, sie wird dadurch hellgrau. Der i-punkt gar, an Schlichtheit kaum zu übertreffen, er besteht plötzlich aus vier unterschiedlich dichten, grauen Quadraten! Nehmen wir nun an, unser i als Motiv bewegt sich absolut nicht, die Kamera ist auf dem Stativ montiert und der Bildstand perfekt. Wir filmen das Motiv nun drei Sekunden lang. Eine digitale Kamera würde 75 absolut identische Einzelbilder liefern (bzw. ein Einzelbild und 74x die Information "sieht genau wie eben!"). Es gäbe gegenüber dem Einzelbild keinerlei Zusatzinformation durch die temporale Dimension. Unsere analoge Filmkamera würde die Kanten von i-Strich und i-Punkt vielleicht weniger scharf wiedergeben können. Dafür ist sie aber an kein filmübergreifend festes Raster gebunden. Ein Einzelbild sähe etwa so aus: Unser Film würde nun 72 solcher Bilder liefern -- aber jedes wäre ein bisschen anders als das vorige, denn die Kornverteilung ist chaotisch. Ein SR-Algorithmus (oder unser Hirn) würde schon aus nur fünf dieser unterschiedlichen Bilder dieses Ergebnis berechnen können: Im Grunde ist das schon die ganze Zauberei. Natürlich ist das Feld weiter, denn es gibt nicht "den Algorithmus". Ist die "Signal to Noise Ratio" (SNR) in kontrastarmen Bereichen oder bei gepushtem Tri-X zu niedrig, kann ein Algorithmus partiell Filmkorn mit Motiv verwechseln und so ins Schleudern kommen -- dann erzeugt er Artefakte. Andererseits kann man als "Abfallprodukt" der SR über Bewegungsvektoren aber auch Tiefeninformationen über das gefilmte Motiv erhalten. Schon ein kurzer, leichter Schwenk der Kamera beim Erfassen eines unbewegten Motives kann reichen, Entfernungen verschiedener Motivbereiche zu interpolieren. für ein 3D-Bild reicht das fast nie, die Tiefeninformationen können aber zum Beispiel sehr wertvoll beim Unterscheiden von Tiefenunschärfe und Bewegungsunschärfe sein. Durch Unschärfe freigestellte Motivbereiche sollen durch SR ja nicht plötzlich lauter unerwünschte Details zeigen. Das Feld ist ein weites und hochinteressantes. Avisynth geht an das Thema sehr hemdsärmelig und architekturbedingt gähnend langsam heran, liefert aber trotzdem oft schon verblüffend gute Ergebnisse. Andere, für Analogfilm optimierte SR-Software ist mir nicht bekannt, kann aber durchaus sein, dass es da noch einige Ansätze gibt. Beruflich habe ich mit der Entwicklung solcher Techniken und ihrer Umsetzung in Echtzeit zu tun -- allerdings auch nicht für Einzelbild-Scans analogen Films als Vorlage, sondern für (und auf) Mobiltelefonen... passt nicht so recht hier her. Ich hoffe, diese kurze Beschreibung ist einigermaßen verständlich und nachvollziehbar geworden. Gute Nacht! :)
-
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Danke für die ausführliche Erklärung Rainer, so ist es schon viel klarer. :) Auch wenn beides nichts mehr mit fazen zu tun hat, leiste ich mir doch noch zwei subjektive Statements: - Sich über mangelnde Pünktlichkeit des Schmalfilm zu beschweren, finde ich höchstens noch absurd, wenn nicht schon perfide. Selbst wenn kein genauer Tag im Monat angegeben ist -- was ist denn daran so schlimm? Ich habe lieber ein ausgewogenes, ausgereiftes und interessantes und bezahlbares Magazin im angegebenen Zeitraum als eine tagespünktliche Postille, die Pressemitteilungen als Berichte bringt und schlecht lektorierte (und geschriebene) Beiträge abdruckt. Wenn man so ein leicht flexibles Erscheinungsdatum als "unmöglich" und "schlampig" bezeichnet, frage ich mich wirklich, wo da wohl das eigentliche Problem liegt. Schliesslich ist www.schmalfilm.de fast immer tagesaktuell und die Zeitschrift immer voll frischem, buntem und gutem Stoff. Und auf unseren zu entwickelnden Film warten wir auch mal ein paar Wochen. (Und um das klarzustellen: Dieses Statement hat nichts mit meiner freien Autorentätigkeit dort zu tun! Jürgen kriegt auch harsche Kritik von mir. Aber inhaltliche und sachliche.) - Zu Herrn Muster und seinen Preisen: Ein Jammer. Einerseits ja wunderbar, was dort noch an Teilen und Kameras schlummert -- andererseits aber auch fatal, dass Herr Muster offenbar selber weiss, dass er den Kram niemals noch los werden wird. Wozu hortet man 20 nagelneue H8DS8, wenn man sie einfach nicht verkauft bekommt? Wenn Herr Muster so filmbegeistert ist, warum fördert er dann nicht ein Projekt wie das von Rudolf oder gar den Nachwuchs? Davon hätten alle mehr, auch er. Herr Muster könnte einen H8DS8-Verleih aufmachen und fünf seiner Kameras zum Tages- und/oder Metersatz vermieten. Bei einem Tagessatz von €15,- könnte er mit nur 5 Kameras fast 30.000 € im Jahr verdienen – abgesehen von den positiven Nebeneffekten wie geweckten Begehrlichkeiten, Wartungsaufträgen, Nachwuchsörderung, impliziter Werbung etc. Fände ich deutlich erbaulicher und konstruktiver als ein Kaufmuseum mit Mondpreisen, die absehbar kein Mensch mehr aufbringen wird. So, und jetzt zurück zum fazen. Hat Ilford schon geantwortet, Rudolf? -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Hallo Rainer, magst Du ein bisschen genauer erläutern, was SR2 und EXS2 sind? Sagt mir so gar nichts, klingt aber verdammt interessant. :) Und welches Labor macht Ende Juli zu? Hat der NDR ein eigenes? Irgendein Teil Information fehlt mir da... -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Rudolf, der Prozess entspricht wohl so ziemlcih dem Cibachrome-Verfahren, mit dem in den 70ern die Heim-Farbverarbeitung begonnen hat. Der Prozess ist absolut unproblematisch. Das hier verwendete Verfahren benutzt keine Farbkuppler, die Azo-Farbstoffe sind alle schon in der Schicht und werden beim Entwickeln selektiv herausgebleicht. Wenn ich richtig erinnere hat dieser Prozess mehr als ein Dutzend verschiedener Farbstoffschichten, so dass die Zahl an Zwischentönen (und der Farbraum) gigantisch sind. -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Hey Rainer, Das mit der Qualität des Panels habe ich Rudolf weiter oben auch geschrieben... da liegen wir gar nicht so weit auseinander. Und das ich Dich bzgl. des Abfilm-Vergleichs missverstanden habe, kann gut sein –– umso besser, wenn man es klären kann. :) De facto ist Rudolfs Kopieranlage nicht anders aufgebaut als ein Gerät zum Ausbelichten von Film - zumindest, wenn man von den Laserbetriebenen Geräten mal absieht. Und das die Qualität letztendlich von der Qualität der Zu- bzw. Ausspielung abhängt, sehe ich genau so -- Farbraum und Kalibrierung (und IMO auch Auflösung) des Panels können also gar nicht groß (bzw. gut) genug sein. Ich würde hier auch eher 2000 € anlegen, gemessen an den Filmpreisen für ein paar zig Kilometer ist das ja noch relativ gering, lohnt sich aber. Deine Aussage zu "alle Informationen [aus 16mm] bekommt man ach schon mit 1,6K" halte ich aber schlichtweg für falsch, selbst wenn das bei DI genauso gemacht wird. Wie viele andere auch übersiehst Du dabei die zusätzliche spatiale und temporale Informationsmenge, die a) durch die erhebliche Informationsredundanz und b) durch die Rasterlosigkeit von Filmmaterial entsteht... Stichwort Super-Resolution. Ich bin sicher (auch wenn ich es noch nicht probieren konnte), das man selbst auf S8-Material unterscheiden könnte, ob von DVD oder von BD zugespielt wurde. Zum Thema SR sollten wir aber wohl mal einen eigenen Thread eröffnen. Falls es denn jemanden interessiert.. steckt ja (gerade für analogen Film) noch ziemlich in den Kinderschuhen. -
Ich hab Ozaphan auch schon durch meinen P6 laufen lassen. Ging prima.
-
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Abgefahrenes Spezilazeug. Das juckt einen ja sehr in den Fingern. :rolleyes: Wird leider weder bezahlbar noch passend konfektioniert sein. Und wer Ilfochrome P5 im Durchlaufverfahren entwickelt, möchte ich auch wissen... theoretisch aber ein fantastischer Gedanke. -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Alternativ zur Blende könntest Du ja auch entweder die Belichtungszeit verändern oder (notfalls) einen bzw. zwei Graufilter einschwenken. Übrigens würde die Redundanz auch eine hohe Kratzerresistenz mit sich bringen. :) Und ja, das mit dem Makroobjektiv ist etwas theoretisch. Dein Kern ist aber (wie alle normalen Objektive) auf Unendlich gerechnet. Im Nahbereich ist die Schärfeebene so eben nicht ganz plan, was Du aber ja durch Abblendung kompensierst. GANZ genau genommen ist der Zerstreuungskreis für 8mm Film auch zu groß, aber man kann es auch übertreiben. ;-) Noch eine Idee zur Dreifachbelichtung: Mach doch einfach drei Rollen -- mit -1, normal und +1 (durch Blendeneinstellung. Die Bildreihenfolge ist bei denen dann ja absolut identisch. Dein Kunde kann sie an drei getrennten Orten aufbewahren (was sehr sicher ist) und bei Bedarf nach digitalisierung auch einfach wieder "mergen". Ein Framescanner numeriert die abgetasteten Einzelbilder ja einfch durch, da muss man dann nur später die drei Dateien mit den gleichen Nummern zusammensuchen. -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Sorry Rainer, aber da stimmt einiges nicht ganz. Filmt man S8 von der Leinwand ab, • geht das Bild durch zwei Objektive • geht das LIcht zusätzlich über eine reflektierende Wand, die das Licht streut • gibt es immer einen Parallaxenfehler • Gibt es oft Synchronisationsprobleme Rudolfs Maschine filmt eine plane, leuchtende Fläche direkt mit einem guten Objektiv auf förderlicher Blende ab. Durch die Einzelbildschaltung gibt es keine Sync-Probleme. Das ist ein himmelweiter Unterschied -- und ein Ausbelichter macht im Prinzip nichts anderes. Er nimmt nur weniger Raum ein. Rudolfs Ansatz ist (abgesehen vom derzeit nicht idealen Monitor und einem nicht-explizit-Makro-Objektiv) schon sehr nah am Optimum. Das Einscannen einzelner 16mm Bilder ist überhaupt keine exotische Angelegenheit - frag mal Daan Müller. Mit der 2K-Pike scannt er 5 Bilder pro Sekunde als Raw-Datei in 2K. Der Linescanner schafft noch viel mehr Auflösung (ich glaube sogar 14 Bit Raws). -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Hallo Rudolf, interessantes Projekt. Finde ich super. Negativfilm ist hier definitiv besser geeignet. Er hat sehr viel höheren Dynamikumfang, so geht man eventuellem Clipping in Farbe oder Luminanz aus dem Weg. Am besten natürlcih niedrigempfindlicher -- so 50 ASA oder weniger wären perfekt. Mein Tipp: Mach von jedem Foto drei Einzelbilder. Falls Möglich als Belichtungsreihe mit +/- 1 Blende. Nicht nur weil das wirklich alles an Detailinformation in LIchtern und Schatten einfängt, auch wegen den Möglichkeiten der Super-Resolution. Selbst wenn Dein Negativ nicht ganz jeden Pixel einzeln auflösen sollte, geht Dir so nichts verloren. (Das wäre dann spatiale SR, nicht temporale). Die drei Einzelbidler würde ich in jedem Fall machen, auch wenn Belichtungsreihen bauartbedingt nicht möglich sein sollten. -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Kalibrieren tut man v.a. die Grafikkarte (die erlaubt das über sogenannten LUT-Korrekturen), die Farben (und nur die) am Monitor selbst zu klaibrieren ist fast nie zielführend. Genau so eine LUT erstellt das Colorimeter für Deinen Monitor und Deine Grafikkarte (und bindet sie als ColorSync-Profil ein). Ganz einfach, wirklich. Man klebt das Colorimeter per Saugnapf auf den MOnitor, drückt 2-3 Knöpfe, wartet, fertig. Das Problem zu günstiger Monitore ist, dass zu viele Schwankungen mitbringen, auch ohne Temperaturschwankungen. Es kann reichen, dass dein Bild gerade viel rot hat, und schon stimmt die Darstellung anderer Farben nicht. Dein Auge verzeiht das (wie auch Änderungen an der Weißbalance), der Film nicht. Und für pumpende Farbstiche ist Film zu teuer... dann lieber ein paar hundert Fränkli mehr in das zuspielende Display investieren. :) Der E100D hat zum Beispiel im Rot einen Dynamikumfang, den wohl kein Monitor dieser Welt abdecken kann. Umso mehr gilt aber, dass ein Monitor im Rotbereich gar nicht dynamisch genug sein kann, um die Qualität des Fiilmes voll auszureizen. Auch hier wird Dir Bluray übrigens gegenüber DVD einen Vorteil bringen, denn deren Farbraum ist IIRC auch deutlich größer. -
"Analogisieren" also zurück von DVD auf Super-8 (zweite Version)
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Guest_Rudolf 51's Thema in Schmalfilm
Ich würde beim Monitor bloß nicht nur auf die Pixelzahl achten, sondern auch auf sein Gamut (Farbraum) und seine sonstige "Güte". Falls Du es noch nicht kennst, guck Dir mal http://www.prad.de/ an -- das ist ganz gut zum Überblick kriegen. Vor allem wenn Du mal Farbe kopieren willst spielt der Farbraum eine erhebliche Rolle. Seine Größe (bzw. Übereinstimmung mit dem Farbraum des Farbfilms) allein ist aber nicht das einzig wichtige, auch muss er kalibrierbar sein, im Sinne dass er reproduzierbar die gleichen Ergebnisse liefert, unabhängig von Temperatur, zur Zeit im Bild dominanter Farbe, Laufzeit usw. Das ist bei Billigmonitoren oft leider nicht der Fall. Mein Colorimeter (zum Farb-kalibrieren von Monitoren) kann ich Dir übrigens gerne mal leihen. Ich bin ziemlich sicher, dass das auch noch mit altem MacOS 9 tut, und ohne Kalibrierung sind Farbversuche eigentlich sinnlos...