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Farbcharakteristika im Schmalfilm
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Friedemann Wachsmuth's Thema in Schmalfilm
Ich versuche beruflich seit einigen Wochen mit einem sehr fähigen Mathematiker zusammen, auf Mobiltelefonen echte Tiefenunschärfe zu erzeugen, nachdem mich das billige Gaußsche Weichzeichnen von Look her einfach nicht überzeugt hat. Man macht sich kein Bild davon, wie unglaublich kompliziert das ist, nicht umsonst hat das noch keiner wirklich zufriedenstellend geschafft (und die wenigen guten Lösungen brauchen viele Sekunden bis Minuten pro Einzelbild, und das auf Hochleistungsrechnern. Unweigerlich haben wir dabei auch ausgiebig die Physik dahinter analysiert und nähern und langsam auch einem ansprechenden Ziel. Nach Fast Fourier Transformationen, Zerstreungskreis-Sprites, inversen Tentfunktionen als Voxelkerneln und anderem Hebräisch sind wir nun dabei, einen Vierlinser nebst Blende zu simulieren, durch die beschränkte Genauigkeit im LDR-Modell der verwendeten Grafikkarten allerdings mit Tricks und Krücken. Heute haben wir nach langen Nächten das erste mal einigermaßen ansprechende Ergebnisse am Testbild erreicht, inklusive blendenförmiger Bokehflecken auf Spitzlichtern in der Ferne. An anderen Motiven versagen die Algorithmen noch komplett. Was ich sagen will: Die Zahl der Parameter die Einfluss auf die Unschärfewirkung haben ist immens, und schon kleinste Veränderungen bewirken riesige Unterschiede. Erstaunlicherweise ist das Auge unerbittlich und bemerkt "falsche" Unschärfe (vor allem die Übergänge dahin) sofort. Somit ist es auch klar, dass Glasssorten, Blendenform und -position sowie Rechnung der Optik einen riesigen Einfluss auf die Bildwirkung haben; mindestens auf die Unschärfen. Natürlich sind nahezu alle 50/1.8er dieser Welt annähernd gleich aufgebaut, egal ob von 1960 oder 2012, aber es gibt ja noch viele andere Bauformen. Und da gibt es definitiv massive Unterschiede. Kann man auch einfach ausprobieren: Einfach mal ein paar Spitzlichter und Strukturen im Unschärfebereuch mit verschiedenen Linsen möglichst offenblendig aufnehmen. Dann sieht man es sofort, auch bei gleichen Brennweiten. -
schmalfilm 1/2012 erscheint in zehn Tagen
Friedemann Wachsmuth antwortete auf Jürgen Lossau's Thema in Schmalfilm
Photochemie in Getränkeflaschen ist ein absolutes No-Go und nicht zu rechtfertigen. Ich komme originär aus dem Rettungsdienst, muss aber Alans Erlebnis nicht noch weiter vertiefen. Das Risiko ist vielleicht klein, aber immer noch viel zu groß. Ich empfehle die Weithalsflaschen udn Kanister von diesem Ebay-Verkäufer -- die sind von sehr guter Qualität (m.E. identisch zu Jobo) und enorm preiswert. Regular8: Chemisch neutral genug ist jede Kunststoffflasche. Lagern solte man sie dunkel, luftdicht und kühl. Andere Parameter sind vernachlässigbar, denn angesetzte Chemie altert auch so schon. Hauptbeschleuniger dabei sind Oxidation und unreines Wasser. Ich verwende deminearlisiertes Wasser aus dem Baumarkt (billig, gut genug und bringt gleich praktische Kanister mit) und fülle die Weithalsflaschen ggf. mit Glasmurmeln auf, um die Luft rauszubekommen. Wenn ich eine Flasche mal ganz entleeren muss, kommt ein modifizierter Deckel mit "Murmelsieb" als Ausgiesser drauf. Teilmengen entnehmen geht auch so. -
Schon klar, Robby, aber die nachladbaren schwarzgrünen sind allgemien als "Kaccema" bekannt. Such mal bei Google Bildern nach Kaccema :)
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Hey Knut, nein, Ich hab nur Meterware, keine Reststücke. Ich würde so einen test aber unbedingt mit dem material machen mit dem sie filmen wird -- also vermutlich Kodaks E100D. Warum? Weil Du Meterware in eine Kaccema-Kassette laden musst. Die läuft oft sehr viel weniger leicht als eine Kodak-Kassette. Auch hat der Film andere Physik und reagiert anders als ein E100D -- Dinge wie Bildstand und Filmtransport testest Du also unter falschen Voraussetzungen. Und sparst Du wirklcih etwas, wenn Du 5m Fomapan bei Andec entwickeln lässt? Die Testkassette E100D könntest Du ja gleich mit "richtigem" belichten... Nur meine €0,02 -- ich wickle und tretet Dir gern 5m Foma ab, aber überleg ncoh mal gut, ob Du das wirklich willst. :)
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Foma, ja. Wieviel brauchst Du? Ist aber frisches...
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Nicht nur die Gradation ist da ein Faktor -- auf Colorneg aufzunehmen bedeutet ja auch, nachträglich noch die Lichtfarbe verändern zu können. Wer weiss, wie Gelb-, Rot- oder Blaufilter auf SW-Film wirken, der kann sich vorstellen was es heisst, all diese (und andere) Filter auch nach der Belichtung noch "anwenden" zu können, ohne dabei mehr Informationen zu verlieren, als es ein echtes Filter getan hätte. Reine Panchromasie ist langweilig und in den 30ern bestimmt auch noch nicht in Perfektion erreicht. Gerade Hauttöne lassen sich so prima einstellen. Das die Kopie letztendlich auf SW-Material gehört –– wegen Dmax, um ungewünschte Tonungen oder um Neutralitätssprünge beim Reelchange zu vermeiden, ist klar -- nur gibt es die Infrastruktur noch, so viele echte SW-Kopien zu ziehen?
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Irgendwo gabs hier einen Thread dazu. Es ist wohl Kodak Vision und dann in der Postpro entsättigt. Wobei ich die Gradation eigentlich angenehm fand... und manchmal auch nicht ganz panchromatisch wirkend. :)
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Noris Norisound 110 bildet Schlaufe im Gerät
Friedemann Wachsmuth antwortete auf reinhardcore's Thema in Schmalfilm
Mit Verlaub, "REBEL" – aber das ist einfach totaler quatsch und somit einfach falsch. Viele Projektoren haben sogar gekennzeichnete Schmiernippel für den Heimanwender – mein Noris 100 zum Beispiel weist sogar in der BDA auf regelmässiges ölen hin. Auch Schmierfilze sind oft mit Öl getränkt, nicht mit Fett. Und warum meinst Du gibt es bei Wittner "Projektorenöl" in der Halbliterflasche? Aber das gehört hier kaum in den Thread – und Du bist vermutlich ja eh nur ein Troll. -
Fall Du eh abtasten lässt, yufluv: Filme auf Ektachrome 100D, entwickle es aber in C-41. Du erhältst knallharte, gecrosste Negative mit viel Korn und falschen Farben -- natürlich invertiert.
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Noris Norisound 110 bildet Schlaufe im Gerät
Friedemann Wachsmuth antwortete auf reinhardcore's Thema in Schmalfilm
@Rebel: Wenn man das Öl so sparsam und richtig wie Kommata dosiert, ist das keine existierende Gefahr. Aber Du kannst Deinen Revuelux 5000 natürlich auch gern ungeschmiert oder verharzt laufen lassen, wenn Du meinst, dass das besser ist. :rolleyes: @reinhardcore: Es ist richtig, dass der Schleifenormer zurückspringt, wenn er die Schleifen (oben und unten) geformt hat. -
Noris Norisound 110 bildet Schlaufe im Gerät
Friedemann Wachsmuth antwortete auf reinhardcore's Thema in Schmalfilm
Das ist schon mal prima. Jetzt noch ein Tröpfchen guten Öls ans Lager und es könnte wieder gut einfädeln... :) -
Noris Norisound 110 bildet Schlaufe im Gerät
Friedemann Wachsmuth antwortete auf reinhardcore's Thema in Schmalfilm
Was ist denn nun mit der Andruckrolle -- dreht die sich leicht und ohne spürbaren Widerstand? -
:) Danke, Aaton. Keine Sorge, da greife ich im Leben nicht zu. ich träume bloß. Ich habe vielleicht auch je ein Dutzend Foto-Kamaeras und Filmkameras, aber ich habe schnell gemerkt: Mehr Filmen/Fotografieren tue ich dadurch nicht, im Gegenteil, man hat ständig angefangene Filme. Daher behalte ich nur die wenigen Kleinode, die besonders sind und/oder mir am Herzen liegen. Oder die ich wirklich benutze. Alles andere kommt/kam weg. Zum Glück habe ich auch gar nicht den Platz für viel mehr...
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Da hast Du wohl Recht, Martin. Aber Tagträume sind was schönes. :)
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Meine Güte. Ich kann gar nicht beschreiben, was in meinem Kopf gerade für Phantasien entstehen. ich muss das ganz schnell wieder wegklicken. :)
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REBEL, kannst Du Deinen Elmo-Hass bitte woanders ausleben? Der ist absolut kindisch, unproduktiv, unsachlich und hilft niemandem, ausser vielleicht Deinem Ego irgendwie. Danke.
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Helge, ich empfehle Dropbox -- kostenlos unter http://db.tt/6iIwZqC7 zu haben. (Der Link ist so komisch, weil ich 250 MB Speicherplatz bekomme, wenn ich Dich zu Dropbox kriege). Da hast Du zwischen 2 und 6 GB Speicher absolut kostenlos, so kann man dann auch per URL Bilder einbinden. Ist kinderleicht. Ein Tipp für die Motorachse, ggf. fürs nächste mal: Heparinspritzen oder auch normale Einwegspritzen mit langer Kanüle sind prima geeignet, um winzige Öltröpfchen auch an Stellen zu bringen, die sonst total verborgen wären. Einfach einen halben Tropfen vorne an der Nadel machen und dann vom zu schmierenden Teil aufsaugen lassen (kapillarischer Effekt). Ggf. 2-3 mal wiederholen. Super, dass Du den Fehler gefunden hast und beheben konntest!
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Super, Helge. Mach mal schön viele Fotos -- ich finde, wir sollten solche Aktionen hier im Forum viel mehr dokumentieren, so entsteht dann ein wertvolles Archiv mit Tips und Tricks für den Praktiker...
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Das versteh ich, dass Dir 9,5 ans Herz gewachsen ist. Ist ja auch faszinierend. Und eben viel günstiger als 16mm. Ich wollte Dir nur Mut machen, weil die Pathe nebst Koffer ja ob Deines E100D Vorrates noch warten muss. :)
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Freu Dich auf den E100D, Aaton. Ich habe gerade wieder mal gemerkt, was das für ein atemberaubend gutes Material ist. Gestern habe ich die vier Rollen Winterlandschaft (und Kinder) zusammengeschnitten und mit dem frisch gereinigten und justierten Bauer t610 (der jetzt einen festen Platz an der Wand hat) projeziert. Atemberaubend. Bildstand wie angenagelt (Nikon R10 ist da echt gut), Schärfe könnte kaum besser sein, Farben wie ein K25 (wenn nicht im Rot sogar noch besser), Hauttöne schmeichelnd (ich belichte den ja immer 2/3 Blenden über), Korn quasi nicht sichtbar. Kurz: Dieser Film von Kodak ist wirklich ein Geschenk. Lasst es uns nutzen, so lange es geht... ich glaube bereuen tut man keine Aufnahme, die man damit gemacht hat. Auch wenn sie nur 8mm breit ist.
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Ein toller Tipp, escalefilm! Das wird probiert.
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Wenn Du denn exakt passende bekommst... da sitzt ja schon noch ein bisschen Knopfmechanik oben drauf. Falls möglich wäre das natürlcih gut. Man kann Potis und Schalter aber durchaus so aufarbeiten, dass sie wieder neuwertig sind. Nur bei Relais ist es schwer, wenn die Kontakte verbrannt sind...
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Ja, Kontaktchemie vermeide ich an Potis. Erfahrungswerte... Ich benutze Kontaktspray aber auch nur, wenn es unbedingt sein muss. Lieber zerlegen, Ultraschallbad und polieren mit Lederstäbchen. "Heiß nachfetten" musste ich bis heute noch nie etwas, halte ich für etwas übertrieben bei einem Poti. Und Kratzen kommt definitiv nicht nur von aus dem Silber verflüchtigtem Fett, sondern auch von Dreck, Staub, Fett, Nikotin und dergleichen auf der Schleiferbahn. Mach einfach mal ein Küchenradio aus den 60ern auf. :)
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Man lernt nie aus :) Danke.
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Ich habe noch keine Nizo pro geöffnet gehabt. An die Potis und Schalter kommt man aber ja gut ran. Die Potis würde ich mit Teslanol T6-Oszillin angehen, besser aber noch auslöten und ins Ultraschallbad geben... falls möglich. Die Schalter ggf. mit Kontakt 61 waschen, mit Kontakt WL spülen und mit Kontakt 62 versiegeln. Beim "Heulen" tippe ich auf Motorwelle, einen Minitropfen Nyoil in die Lager zu träufeln sollte keineswegs schaden und bestimmt helfen. berichte dann doch mal mit Fotos, das hilft allen. :)