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Friedemann Wachsmuth

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Alle erstellten Inhalte von Friedemann Wachsmuth

  1. Genua das ist das Problem: Das man bei 7 Blenden Unterbelichtung noch brauchbare Schatten (bzw. Lichter) bekommt, ist eben nichts als eine leere Behauptung. Sieben Blenden Unterbelichtung heisst 1/128 des Lichtes, das der Belichtungsmesser vorschlug! Was noch als "brauchbar" wahrgenommen wird, hängt eben massiv vom Motiv und der subjektiven Wahrnehmung ab. Ich garantiere Dir, dass sieben Blenden Unterbelichtung auch bei +2 Pushentwicklung KEINE printbaren Negative mehr ergibt, zumindest nicht bei normalen Motiven. Halt Dir das mal vor: Das ist die gleiche Unterbelichtung, als würdest Du einen 50 ASA Film wie 6400 ASA belichten. Bei Feuerwerk siehst Du da vielleicht noch ein bisschen was, mehr aber nicht. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr glaube ich, Pro8mm meint mit dieser Behauptung wohl doch eher den Kontrastumfang, also "Dynamic Range", nicht "Latitude". Sie wären auch nicht die ersten, die das verwechseln. Aber auch dann ist es eine gewagte Behauptung. Ich glaube nicht, dass es einen Farbnegativfilm gibt, der > 1:16000 ohne Clipping abbilden kann. Wie auch immer: Das Material ist garantiert hervorragend, die technischen Daten von Pro8mm dazu aber Bauernfängerei, höchstens auf dem Niveau von GHz und Watt-Musikleistung.
  2. Irre, wie hier wieder einige Leute Zeit zum Abdriften haben... :blink: Also ich hab heute einen herrlichen, ausgiebigen Spaziergang im Duvenstedter Brook gemacht und dabei zwei Kassetten E100D in einer neuen Nizo 561 vom Flohmarkt (15 €) belichtet. Ich konnte mich vor Motiven dort kaum retten. Rotwild, Damwild, schönste Natur... Es ist ein gutes Gefühl, dieses fantastische Material von Kodak einfach zu benutzen, solang es eben verfügbar ist. Kassette in die Kamera geschoben und losgefilmt. Ich brauchte keinen Graufilter, keinen Handgriff, kein Stativ und kein Arsenal teilangepasster C-Mount-Objektive. Ich hatte nicht mal eine Tasche mit! Einfach die Kamera in der Hand, die Schlaufe um den Arm, die Ersatzkassette in der Jackentasche. Die beiden Filme habe ich sofort danach entwickelt, getrocknet und eben schon ein erstes Mal projiziert: Die Farben perfekt neutral bis warm gesättigt, Schärfe und Korn gewohnt brillant, Bildstand wie angenagelt. Zusammen mit den zwei Filmen aus dem Wittmoor neulich wird das gleich zu einem schönen Naturfilm geschnitten. "Es gibt nichts gutes, ausser man tut es." (E. Kästner) Dies nur mal als Beweis, dass man HEUTE mit der eigenen Ausrüstung Spaß und Freude haben kann. Eine Wartung ist oft nicht nötig (klar, manchmal schon). Ich muss keine Filme konfektionieren lassen oder einfrieren, denn noch ist S8-Film einfach und relativ preiswert verfügbar, kaufkraftbereinigt nicht mal teurer als früher. Ich muss mir keine Sorgen um Zubehör und Reparaturen machen, denn es gibt sehr viel mehr Kameras als Filmende in den Wohnzimmerschränken dieses Landes. Klar, dieses sorgenfreie Filmerleben wird irgendwann vorbei sein, aber das wissen wir doch alle. Also: Pflücket den Tag! Denkt an Herrn Kästner! Ich finde es quatsch, sich für alle Fälle zu "rüsten" und sich nur noch mit der Ausrüstung, Formatfragen, Kodaks Zukunftsorakeln oder Unternehmensethik zu beschäftigen, statt einfach Schmalfilmer zu sein. Kodak wird eben bald insolvent gehen und in kleinen Teilen dann noch ein bisschen weiterleben. Fujifilm ebenso. Natürlich wird Filmen teurer werden, was dachtet ihr denn? Was ausser Computerteilen wird denn überhaupt je billiger? Siehste. Ich glaube es gibt Leute die filmen, und Leute die fast immer nur planen zu filmen. Ich bin froh, zu den ersteren zu gehören, denn so hab ich was von meinem Hobby, so lange es geht. Mit oder ohne Kodak, denn ändern kann ich das sowieso nicht. "Es gibt nichts gutes, ausser man tut es." (E. Kästner)
  3. Oh schön! Wie wird der getstet? Per Andec-Wetgatekopie und die dann projiziert? Fände ich am tollsten. :)
  4. Sind auch nur 3'20, nicht 3'45. ;-) Otti: "14 Blenden Latitude" sind NICHT 14 Blenden Belichtungsumfang, sondern Belichtungsspielraum. Du kannst also keinen Kontrastumfang von 1:2^14 (1:16384) abbilden. Das wäre auch ziemlich absurd. Heissen soll das, dass man bei +/- 7 Blenden Belichtungsfehler noch akzeptable Ergebnisse kopieren kann. Am Rande bemerkt: Ich halte diese Zahl für absurd und falsch -- Pro8mm hat es da irgendwie noch nie so genau genommen mit der Latitude. Bei Kodak habe ich diese Zahl auch nicht nachlesen können. Es hängt natürlich immer davon ab, was man filmt -- eine flache Landschaft im Nebel lässt sich bestimmt auch bei 3 oder 4 Blenden Fehlbelichtung ganz gut printen. Eine Tageslichtszene mit Schatten und Himmel nur mit Abstrichen. Im allgemeinen kann man sagen, dass niedrigempfindlicher Negativfilm (wie dieser) mehr Belichtungsspielraum hat als hochempfindlicher, aber 14 Blenden kumulativ ist einfach fischig. Ganz egal: Das Material ist mit Sicherheit großartig! Vielelicht zieht Wittner ja bald nach.
  5. Oh Niklas, das dokumentiere mal. Wäre bestimmt für viele interessant, vielleicht ja auch für die Schmalfilm?
  6. Einmal reicht. :)
  7. Ich habe kürzlich fast 50 Rollen selbst gedrehter Super-8 Filme von meiner Großmutter geerbt. Alles zusammen fast 5 km! Etwa 70% Kodachrome, 30 Moviechrome. (Sie schrieb das jeweils dazu!). Die Filme sind zwischen 1968 und 1979 aufgenommen, also teils schon weit über 40 Jahre alt. Allesamt sitzen auf Kunststoffspulen unterschiedlichster Fabrikate und in Kunststoffdosen verschiedener Hersteller. Gelagert wurden sie mindestens die letzten 15 Jahre schlecht, stehend, zu lose gewickelt und ganz oben in einem recht warmen Heizungskontrollraum. In den letzten Wochen habe ich die alle genüsslich gemeinsam mit der Familie gesichtet. Was soll ich sagen? Keiner der Filme riecht nach Essig. Ein einziger der Filme (15m zum Glück nur) hat die Agfa-Flecken, der wässert gerade. Alle Filme liefen reibungslos und gewohnt geräuscharm durch den Bauer t610. Zwei Nassklebestellen gingen auf, 26 (ab 1977) Agfa-Trockenklebestellen gingen auf. Der Klebefilm war dabei so lose, dass er mir jeweils noch vorm Filmeinlauf entgegen fiel. Die habe ich mit der Hähnel dann schnell geflickt und gleich weiterprojeziert. Die Farben waren durchgehend überzeugend, die optische Qualität bestechend (alles mit der Microflex gedreht!) Von Schrumpfung oder anderem Verfall konnte ich nichts erkennen -- trotz Plastik. Meine eigenen Filme lagern auf Possospulen in Weissblechdosen mit Lassoband -- zwar noch nicht so alt, aber auch noch kein Zeichen von Verfall. Nur mein erster VNF 7240, der riecht seit seinem ersten Tag unverändert nach Champignons. Der lagert ein bisschen separat.
  8. Ich hab vorgestern Abend "M - eine Stadt sucht einen Mörder" von Fritz Lang angesehen, in der unglaublich gut restaurierten Fassung auf Bluray. Das war ein Erlebnis. Nicht nur könnte ein so alter SW-Film kaum besser restauriert sein (ohne dabei Korn o.ä. wegzubügeln), auch als FIlm ist er einfach großartig. Der Ur-Krimi. Und die Länge eineiger Szenen und Einstellungen ist genau richtig, um die wunderbaren Requisiten der damaligen Zeit wahrzunehmen. Und Gründgens war einfach unbeschreiblich gut. :)
  9. Eine Reinigung von Bildfenster und Filmkanal hätte das wohl verhindern können... einen gebrauchten Projektor "sofort" mit Film zu beschicken ist etwas leichtsinnig, oder?
  10. Aaton, Du bist viiiiel zu herstellerhörig! Was Bauer von Haus aus empfahl hat doch absolut NULL Bedeutung. Bestimmt gabs auch damals schon Provisionsschneiderei oder unfähige/falsche Endkontrollen. Und vielleicht hat Isco ja ne Zeitlang die als Aufklärungsoptik ungeeigneten Optiken an Projektorhersteller verramscht? Erfahrungsaustuasch ist da doch sehr hilfreich. Zu guter letzt: Selbstverständlich haben Objektive Fertigungstoleranzen. Sogar heute noch, wo viel mehr maschinell passiert. Wenn 3 Meter Bildgröße "nicht normal" sind -- dann sind sie es eben nicht. Trotzdem will sie einer haben. Lass ihn doch machen, ist doch toll, wenn er dann Erfolg hat! Was ein Hersteller selber zu seinen Objektiven sagt... das wäre mit das letzte, auf das ich etwas geben würde. Da könnte man ja auch einfach Prospekten glauben.
  11. Super, Simon. SO muss man das machen. Nicht wieder panisch vom Selbstversuch abraten. Pfff. Ich habe mit 17 mal ein mässiges Nikkor SLR-Zoom-Objektiv bekommen, dass mindestens ein paar Monate lang in der Obstschale eines Hotels lag... ohne Rückdeckel. Hatte ein Gast da vergessen. Im Inneren fand ich u.a. tote Drosophila! Ich habe es auch zerlegt (stümperhaft forschend), gereinigt und sogar wieder zusammengesetzt bekommen. Es hat funktioniert -- war aber nicht gut genug zum Behalten. Schon vorher nicht. :) Mein Tipp für die großen schmalen Ringe mit zwei Löchern oder Schlitzen, die die einzelnen Elemente festhalten: Japanspachtel aus dem Baumarkt. Kosten sehr wenig, sind ausreichend steif und lassen sich mit dem Dremel und Trennscheibe prima bearbeiten. Ich habe mit durch das Zurechtdremeln von Schlitzschraubenziehern und Japanspachteln schon sehr oft das passende Werrkzeug gebaut, um die leidigen Zwei-Punkt-Ringe (oder -Schrauben) gelöst zu bekommen. Übrigens gibt es eine tolle Filmreihe auf Youtube, die die Herstellung eines extrem großen Canon-Objektivs von Anfang bis Ende beschreibt. Dort sieht man auch die Menschen (!), die ein Objektiv zusammenbauen. Sehr sehenswert. Drei Teile sind das: , , Im dritten Teil sieht man auch mal das von denen eingesetzte Werkzeug: Ist natürlich sehr elegant, aber aufwendiger zu fertigen. Und Du hast am Angenieux ja nichts zu verlieren. Niklas: Bitte ignoriere alle hier gemachte Panikmache und Schlechtrederei. Lass Dir von so einem Genörgel nicht den Spaß an der Freude nehmen. Du weisst: Deine Chancen auf Erfolg sind sehr gering, wenn auch vorhanden. Deine Chancen auf VIEL lernen sind enorm hoch. Und wenn DU Freude an so etwas verrücktem hast, dann reicht das alleine ja schon als Grund, es zu tun!
  12. Schön, das freut mich sehr!
  13. Otti, Dir gebührt für Diesen Beitrag ein Oscar. Du hast so unendlich recht. Ich bin fatalistischer Selbermacher und kann auch Elektronik... Aber ich bin vorsichtig geworden mit solchen Projekten hier. Nach spätestens 5 Posts Driften sie in die immer gleiche Diskussion ab, mit immer dem gleichen beteiligten. Das ermüdet. Da Filme ich lieber oder gehe in die Dunkelkammer. Aber du hast Recht: Resignation ist eigentlich nicht das richtige...
  14. /me reicht Tee für alle und fährt gleich nach Bremen, Kinder abholen und Filmen auf dem alten Vulkangelände. Carpe Diem!
  15. Schöne Idee, Jim. Ich mag das. Gerade und auch mit der Musik. Das pumpen stört aber wirklich ein bisschen... mal richtig abtasten lassen?
  16. Ohne jetzt gerade eine offene hier zu haben, ist dieser Graufilter für die Umstellung auf 160T (von 40T). Dunkelt den Beli also zwei Blenden ab.
  17. Kommt Montag, in der Firma steht der Scanner mit ADF :) Das Jaulen liegt eigentlich immer an trockenen Lagern, hier tippe ich Motorlager. Kommst Du an die Achsen mit ner Kanüle vielleicht ran?
  18. Ich hab ein Service Manual für die 300 mittlerweile... Kann ich Montag gern mal scannen.
  19. Ich hab das vor einer Weile mal länglich mit einem Augenarzt beim Lagerfeuer diskutiert. Aus dem Kopf: Kurz: Beide haben Recht. Mittel-Lang: Das Auge hat die Kapazität für die Wahrnehmung sehr breiter Bilder, unsere Wahrnehmung ist typischerweise aber nicht sehr breitwandig. Ausführlicher: Ohne den Kopf zu bewegen, können wir (inkl. Augenbewegung) horizontal ca. 190° und vertikal ca. 140° wahrnehmen. Ohne Augenbewegung (mit Augen zentriert) ist das "Wahrnehmungsfeld" wohl ca. 1,8:1. Tatsächlich erfassen und voll auswerten tun wir aber nur ein Feld von ca. 1,3:1, der Rest wird passiv wahrgenommen. Man muss sich einfach vorhalten, dass ein Großteil der Sehleistung durch das Gehirn passiert. Wir haben ja auch kein "Zoom" und können uns trotzdem auf unterschiedlich große Bilddetails konzentrieren. Keine Ahnung ob das jetzt hilft :) EDIT: Dies ist auch ganz interessant.
  20. Leider habe ich keine 300er Microflex, Andreas... und zudem zoome ich fast immer nur per Hand und das dann bei stehender Kamera. Ohne Patienten ist es also schwer, einen Therapievorschlag zu machen... ;)
  21. Davon habe ich hier auch noch ein paar rumfliegen... aber noch nie benutzt. Steht noch an :)
  22. Übrigens echt ein Highlight, der Artikel. :)
  23. Ich habe das damals auch via Kahl ausprobiert. Die Kassette die man bekam war aber keine Kaccema, sondern eine im Schraubstock aufgeknackte Agfa. Da zu gab es in Schwarzpapier eingewicklete und eingedoste Film-Wickel, die man im Dunklen einfriemeln konnte. Funktionierte ganz gut, allein das Material war nicht so dolle... aber noch in einer Qualität, die mich nicht zum reklamieren brachte.
  24. Ja, im Grunde gleich, nur sind Projektoren weniger filigran und haben mehr Kraft :) Ich bin kein Freund von Nähmaschinenöl, erst recht nicht auf Kunststoff. Guck mal hier: http://www.micro-tools.de/OEle-Fette/ -- davon hast Du lange was, und Deine Geräte auch.
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