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Friedemann Wachsmuth

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Alle erstellten Inhalte von Friedemann Wachsmuth

  1. Oh doch. Smartphone-Optiken und Sensoren sind physikbedingt eigentlich untragbar schlecht. Was da an (meist sogar Motivdetail-spezifischen) Denoising, Kontrastanpassungen, Objektivkorrekturen, Debanding, Farbkorrekturen etc passiert ist meist eigentlich noch viel mehr als 50%. Zudem werden Photos moderner Smartphones aus Dutzenden oder Hunderten Einzelbildern ("Bursts") zusammengebaut. Aber wir driften ab 🙂
  2. So übertrieben ist das gar nicht. Nennt sich "computational photography" und ist definitiv nicht mehr aufzuhalten. (Wir müssen aber vor allem besser damit werden, dass man es weniger erkennt.)
  3. Man sieht bei Klaus' ja sogar noch den Einspritzpunkt. Da stimmten wohl Druck oder Temperatur nicht ganz... hoffentlich ein Einzelfall.
  4. Ich hätte jetzt auch @Jürgen Lossau gefragt. Zumal der auch eher einschätzen kann, ob Einzelfall oder Serienfehler...
  5. Das sieht in der Tat nach Fehlguss aus. Das Zeug bricht nicht so schnell (wie man beim öffnen merkt). Die Kassette sollte Kodak Dir problemlos erstatten.
  6. Ja! Pack den Film halt in 1-2 schwarze, verklebte Tüten und kennzeichne ihn deutlich (Material, Prozess, "loser Wickel").
  7. Nicht weil er entleert ist, sondern weil er ausgetrocknet ist. Aber: ja.
  8. Danke für Euren Input. So mache ich es.
  9. Es ist "90% fertig" und 25 Platinen liegen hier neben mir. Was noch fehlt sich Fertigstellung der Bauanleitung und ein "packagen" der Software. Fleißarbeit 🙂
  10. Dann obduziere danach mal dienKassette und berichte, wie die Ratsche aussah. 🙂
  11. Mehr dazu: https://hmharchive.com/project/edisons-home-kinetoscope/ https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/h:homekinetoscope-6633
  12. Ich brauche mal Denkhilfe / Input zu einem Detail. Meine Bauer-Sync-Lösung erlaubt es, die (gequarzten) Geschwindigkeiten zu wechseln, während der Projektor schon läuft. Startet man ihn also mit 18 fps und wechselt dann auf 24 fps, laufen beide Frequenzen Quarzstabil. Die offene Frage ist, wie ich nachregele. Im Grunde gibt es zwei Optionen: A: Der Projektor versucht behält die Synchronität zu einem z.B. parallel laufenden CD-Spieler, in dem er so lange "rennt" (oder bremst) bis er wieder in sync mit dessen (imaginären) Pulsen ist. In der Praxis heisst das: Wenn ich einen Film ab Startmarke versehentlich mit 18 fps abspiele, und merke das der Ton davon läuft, kann ich einfach auf 24 fps schalten, und der Projetor holt solaneg auf, bis der Ton wieder synchron läuft. B: Das Steuergerät "vergisst" die bereits gezählten und geregelten Impulse und fängt ab Wahl der neuen Geschwindigkeit einfach wieder sofort mit quargenauem Einhalten der Wunschgeschwinigkeit an. In jedem Falle werden bereits gezählte Impulse vergessen, sobald man den Projektor anhält. Was ist besser? Vorteil A: Eine Startmarke muss für einen Geschwindigkeitswechsel nicht neu angefahren werden, die Synchronität mit einem gequarzt laufenden Ton wird automatisch immer gewährleistet, bis man den Projektor stoppt. Nachteil A: Der Prjoektor "rennt" oder "kriecht" ggf. eine Weile, bis wieder Synchronität besteht. Der quarzgenaue Betrieb wird also später erreicht. Vorteil B: Jeweils das Gegenteil. Der Projektor ist schnellstmöglich im gequarzten Betrieb (gut um ggf abzufilmen), aber man verliert beim Geschwindigkeitswechsel die Synchronität mit einem Ton, falls einer läuft. Ich tendiere eher zu Variante A, da man die Zähler ja manuell jederzeit resetten kann, entweder durch kurzen Projektorstopp, oder durch eine Tastenkombi, falls einem Synchronität mit frei laufendem Ton egal ist. (Alternativ ginge auch Variante B als Default, und ein Geschwindigkeitswechsel "mit Shift-Taste" würde (auf expliziten Wunsch eben) die Synchronität ne diesem Wechsel beibehalten. Was meint ihr?
  13. Die Ratsche kann man bei der Kodak-Kassette nicht "vergessen", Simon. Die ist fester Bestandteil des Spritzgussteils. Sie verbiegt aber bis zur Dysfunktion, wenn man den Wickelkern einmal falsch herum gedreht hat, und die Sperre so "überwunden" hat (das ist ein beliebter und notweniger Schritt bei Leuten, die den Film zum Entwickeln aus der Kassette ziehen, statt die Kassette zu knacken). Klaus — irgendwie musst Du den Kern mit etwas Kraft falschrum gedreht haben. Das kann keine Kamera. Ich würde den Film einfach in eine Adox-Kassette umtopfen. (Und bei Doppel-8 kann ganz anderes schief gehen, also war das weder ein fundierter, noch ein hilfreicher Kommentar...)
  14. "Gestaltungsparameter: Separation" ist schön formuliert.
  15. Sorry, das war schlecht erklärt — ich versuche wiederzugeben, wie mir der Kollege vom Premiere-Team erklärt hat: Ursprünglich hatte Schwarzweiß-Fernsehen in den USA 30 Vollbilder/s mit 525 Zeilen/Bild. 30 * 525 ergibt 15,75 kHz, der ursprünglichen Zeilenfrequenz. Der springende Punkt ist, dass das Farbsignal (Chrominanz) im gleichen Frequenzband "mitläuft" wie Teile der Helligkeitsinformation (Luminanz). Es wird quasi in eine Lücke im Luminanzspektrum hineingelegt ( der "Color Subcarrier"). Damit kein Moiré-Effekt entsteht, muss die Phasenlage der Farbinformation von Zeile zu Zeile so variieren, dass sich diese Störungen beim Betrachten ausmitteln. Um Moirés zu vermeiden, wurde die Farbträgerfrequenz als "455/2 * Zeilenfrequenz" festgelegt (also 227,5 × Zeilenfrequenz = 3,579545 MHz). Dadurch verschiebt sich die Phase des Farbträgers von Zeile zu Zeile um exakt 180°. Diese halbe Wellenlänge sorgt dafür, dass sich die Störungen in zwei aufeinanderfolgenden Zeilen visuell gegenseitig aufheben. Damit dieser spezifische Faktor 227,5 eingehalten werden konnte und auch der Tonträger an seiner Stelle blieben konnte, musste man die Bildfrequenz um 1000/1001 absenken, denn sonst hätte man keinen einfachen Bruch zwischen Zeilenfrequenz und Farbträger gefunden, der zugleich rückwärtskompatibel war und störungsarme Farbwiedergabe ohne Moiré ermöglichte. Die exakte Synchronisation zwischen Chrominanz und Luminanz (und natürlcih Ton, um beim Thema zu blieben 😉 ist der Schlüssel, um sichtbare Störmuster (Schwebungen, Moiré-Effekte) zu vermeiden. Hierfür musste das Frequenzverhältnis ganz genau passen. Da sich dieses Verhältnis mit der ursprünglich starren 30-Hz-Bildrate nicht einstellen ließ, wurde die Frequenz minimal gesenkt. 15,75 kHz Bildfrequenz * 1000/1001 sind 15,73426 kHz. Nah genug dran für SW-Fernseher. 1575*1000/1001 * (455/2) = 3,579545 MHz, die Farbträgerfrequenz. Mit 999/1000 hätte die Farbträgerfrequenz 450 Hz zu hoch gelegen und der Phasenlagentrick nicht mehr funktioniert, es hätte Moiré gegeben. Die 60 Hz Netzfrequenz hätten übirgens zusätzlich noch dabei gestört, die Farbe dem alten Modell "unterzujubeln". Das man die 30*1000/1001 bzw 24*1000/1001 fps heutzutage leider nicht einfach durch herunterteilen von 16 MHz Systemtakt erzeugen kann, hat die Herren des NTSC damals offenbar nicht interessiert. 🙂 Aber ich kann mich auf 0.000000000004 Hz genau randithern. Die Herren des PAL hatten da einfach mehr Glück mit den Zahlen des Altsystems. (Und verschoben die Farbhilfsträgerphase ja bei jeder neuen Zeile "manuell" um 180°: Phase Alternating Line).
  16. Die 30*1001/1000 (29,97 Halbbilder/s) wurden gewählt, um abwärtskompatibel mit den (30 fps) SW-Fernsehern zu bleiben, und trotzdem die Farbinformationen übertragen zu können, ohne mit Interferenzen aus dem 60Hz Stromnetz rechnen zu müssen. 999/1000 hätte kein harmonisches, interferenzresistentes Ergebnis der Farbträgerfrequenz mit der (bestehenden) Zeilenfrequenz (15,734 kHz) ergeben.
  17. Das stimmt, so eine Mini-Schwankung ist in der Praxis ganz egal. Trotzdem müsste es auch ohne gehen. 🙂
  18. Im Schnee sollte man übrigens immer ne Blende weiter auf machen als die Automatik, bei Dampfloks im Schnee erst recht. Bin gespannt was Du von den Ergebnissen berichtest 🙂
  19. Ah, das hatte ich auch falsch verstanden. Es ist also jede einzelne Renzo-Box handkalibriert. Schöne Sache, wenn das auch bei wechselnden Temperaturen und Alter stabil läuft!
  20. ...oder man nimmt eben gleich einen TCXO.
  21. Super. Das beweist, dass Synchronisation in diesem Fall nicht nötig ist, da beide Systeme Quarzgenau (und damit von Haus aus synchron) arbeiten. Das ist die Korrektur der Teiler-Ungenauigkeit. Die mache ich auch, aber nicht einmal pro Minute, sondern laufend (dithering), durch entsprechend anteiliges Umschalten der beiden angrenzenden, jeweils nicht ganz korrekten Teiler. Was dabei aber bleibt, ist die Ungenauigkeit des Quarzes. Der AtMega weiß ja nicht, wann eine tatsächliche Minute um ist. Je nach Quarztoleranz kann eine Minute für ihn ja auch nur tatsächliche 59,9x Sekunden lang sein.
  22. Absolut verständlich, ja. 🙂 Du verwendest ja vermutlich auch eine Timer1 Konfiguration, oder? Das Runterteilen von 16 MHz ist halt nicht für alle Zielfrequenzen glatt möglich. Diesen Fehler kann man per Software kompensieren. Wenn der Oszillator am ATMega nun z.B. mit 15,999 MHz (30ppm nach unten) oder 16,002 MHz (100 ppm nach oben) läuft, gibt es nach ein paar Minuten ein Einzelbild Versatz. Und ob der Quarz exakt läuft "weiss" die Software ja nicht, daher lässt sich das auch nicht korrigieren... Ich gebe aber zu, dass das in der Praxis meist wohl kaum eine Rolle spielt. I tedeschi pedanti... 😉
  23. Hey Thomas, das ist interessant, dass die B77 auch "ESS kann". Ich dachte, dass sei Elmo-spezifisch. Spielfilmfassungen von digital (mit 29,97... fps produzierten) Filmen gibts auf Super 8 vermutlich nicht, oder doch?
  24. Ciao Renzo, verwendest Du auch einen TCXO in Deiner Box? Mit einem normalen Quarzoszillator wird's eh nicht genauer als drei Nachkommastellen... bei 30 ppm schwankt es schon zwischen 23,9767 Hz und 23,9753 Hz. (Was in der Praxis sicherlich oft nichts ausmacht).
  25. Ich hab gestern Abend auch alle geplanten Frequenzen (inkl. der krummen 24000/1001 fps für NTSC) implementiert bekommen, und zwar mit 0 ppm im Algorithmus. Das heißt jegliche Ungenauigkeit kommt nachher allein vom temperaturkompensierten Quarz (<2.5 ppm). Damit läuft der Projektor dann deutlich genauer als die meisten Quarzuhren. 🙂
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