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fcr

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Alle erstellten Inhalte von fcr

  1. fcr

    Opfermann & Co.

    Opfermanns erste Schmalfilm-Bücher kamen in den 1940er Jahren heraus und waren, wenn ich mich nicht irre, frei von NS-Propaganda oder -Untertänigkeitsfloskeln. Das war in dieser Zeit ja keineswegs selbstverständlich, beim Thema Film erst recht nicht. Vielleicht interessant, mehr zu den (ggfs. persönlichen) Hintergründen zu erfahren.
  2. Hokushin kann man in den Niederlanden sehr einfach und für ca. die Hälfte des o.g. Preises finden: http://www.marktplaats.nl/z.html?query=hokushin&postcode= Die waren hier früher Standardprojektoren in Schulen und werden immer wieder verkauft.
  3. Sorry, aber da bist Du leider viel zu optimistisch. Die gesamte Überwachungstechnik von NSA, Stasi & Co. wurde zuerst in der Nachkriegszeit zur Überwachung analoger Medien entwickelt. Du unterschätzt, wie gut inzwischen Mustererkennungsalgorithmen (die analoge Signale in digitale Information umsetzen bzw. semantisch interpretieren) sind. Diesen Algorithmen ist es piepegal, ob sie mit digitalen oder analogen Bildern/Signalen gefüttert werden. Automatische Gesichtserkennung z..B. ist heute gut genug, um auch mit körnigstem Super 8-Material zu funktionieren. Selbst das Konsumieren analoger Medien kann man z.T. beobachten. Wenn man z.B. Zugriff auf Messdaten des Stromnetzes hat, kann man anhand typischer Verbrauchs-/Stromspitzen wahrscheinlich auch ein Erkennungsprofil für laufende Super 8-Projektoren entwickeln. Und wenn Musik über Streamingdienste boykottierst, und Dich mit Vinyl sicher fühlst - falsch geraten. Mit Richtmikrophonen und Sensoren kann man die Schallschwingungen von Deinem Fenster abtasten, automatisch Musiktiteln zuordnen und Dich auf dieser Basis (ebenfalls automatisch/algorithmenbasiert) psychologisch profilieren. Wenn Du das Thema ernsthaft und nicht nur symbolisch angehen willst, musst Du Dich mal systematisch mit Hackerkultur, Kryptographie und Anonymisierung beschäftigen, zu Vorträgen von Chaos Computer Club & Co. gehen oder das "Cypherpunk"-Forum lesen. Anderenfalls ist eine Empfehlung wie "boykottiere digitale Medientechnik und verwende stattdessen alte Analogtechnik, um Dich vor Big Brother zu schützen" sogar kontraproduktiv, weil sie Laien in falscher Sicherheit wiegt.
  4. SPIEGEL ONLINE hat in seiner Rubrik "einestages" einen sehr schönen - und sogar technisch kompetent geschriebenen - Artikel übers Schmalfilmen. Der Hauptteil geht dabei übers Filmen in Normal 8 mit einer Bolex: http://www.spiegel.de/einestages/der-schmalfilm-ganz-kleines-kino-a-949648.html Zitat daraus: "Dennoch war der Super-8-Film ein tolles und kreatives Medium. Von kleinen Kurzspielfilmen über die unvermeidlichen Erinnerungsstreifen bis hin zu echten zeithistorischen Dokumenten habe ich heute einen Fundus, der ein halbes Leben widerspiegelt. Etwa die Urlaubsfilme und die Familienaufnahmen, die unsere drei Töchter beim Heranwachsen zeigen. Oder ein langer Film, in dem etliche Weihnachtsabende hintereinander geschnitten sind - für andere vielleicht nervig, für uns einer der spannendsten Filme überhaupt, der die Entstehung unserer Familie zeigt wie die Jahresringe eines Baums. Dann die Streifen, die die Zeit der siebziger und achtziger Jahre wieder vor Augen führen und die politische Atmosphäre jener Zeit wiedergeben. Sie zeigen echte zeitgeschichtliche Ereignisse wie sich prügelnde Neonazis oder demonstrierende Ärzte. Und die Bildqualität dieser kleinen, stummen Streifen ist doch unerreicht. Kürzlich sahen wir einen Videofilm aus der Zeit der Geburt unserer dritten Tochter wieder. Nach 25 Jahren waren diese Aufnahmen verwaschen, die Farben schwammig, die Konturen teils matschig - ein verfärbtes, unscharfes, unklares Bild. Die Bilder der Super-8-Filme aus jener Zeit dagegen sind immer noch konturenscharf und die Farben natürlich."
  5. fcr

    Schmalfilmen

    Es gibt analoge Medienkompetenz und -Inkompetenz, und es gibt digitale Medienkompetenz und -Inkompetenz. Geschätzte 80-90% aller früheren Analog-Freizeitknipser dürften ihre Negative nicht mehr haben (und wenn, dann wahrscheinlich nicht gut geordnet/archiviert), sondern nur Papierabzüge. Geschätzte 80-90% alle heutigen Digitalnutzer macht keine Backups und kennt Open Source-Player wie VLC nicht, die auf allen Systemen laufen, praktisch jedes Videoformat abspielen und mit der sich Deine oben beschriebenen Probleme ("Formatwechsel / "Player spielt nicht") erledigen.
  6. War das letzte mal vor zwei Monaten bei Foto Braune, und hörte vom Inhaber, dass es dem Laden gut geht, weil das langsame Wegsterben der alten analogen Fotografen und Filmer durch die vielen jungen Kreativen aus der ganzen Welt kompensiert wird, die ins angesagte Neukölln ziehen und Stammkunden bei Foto Braune werden. Zitat: "Ohne die jungen Spanier hätten wir ein Problem". Der Mann spricht im Gegensatz zu vielen Altneuköllnern flüssig Englisch und kommt prima mit der neuen Kundschaft zurecht. Geschichten wie diese sollte man allen Berlinern ins Stammbuch schreiben, die über den Hipster-Zuzug und die Touristen mosern.
  7. Um mal (wie im "Leben des Brian") am falschen Ort "Jehovah" zu rufen: Die Kombination der Logmar mit dem 50D-Negativmaterial ergibt ein Bild, das bis auf die kleinen analogen Unperfektheiten auffallend dem ähnelt, was meine Blackmagic Pocket Cinema Camera liefert. Was ist auch kein Zufall ist, denn sowohl Kodaks Vision-Emulsionen, als auch die Kameras von Blackmagic, Arri und RED sind auf flache Bildcharakteristik für digitale Postproduktion/Color Grading getrimmt. Bei diesen Ähnlichkeiten kann man sich schon fragen, ob man sich als Amateur Mehraufwand und -Kosten fürs analoge Filmen noch antun möchte. Was ich mir aber toll vorstelle: Diese Kamera mit Fomapan oder dem (leider in Super 8 nicht mehr erhältlichen) Adox CHS-100.
  8. fcr

    E100D in N8

    Ich haette noch zwei 30,5m-Rollen E100D in der Wittner-Konfektionierung gegen ein faires Gebot abzugeben. Liegt bei mir im Kuehlschrank, und ich komme in naechster Zeit nicht zum Filmen.
  9. Du brauchst eine standardisierte 18%-Graukarte aus dem Fotofachhandel.
  10. Vielleicht doch zur Beruhigung: Das digitale Ausgangsmaterial hatte ich mit einer Blackmagic Pocket Cinema Camera gedreht, einer Videokamera, die Raw-Bilder aufzeichnet und daher einen viel höheren Belichtungsumfang (ca. 13 Blenden) und viel mehr Farbtiefe (12 Bit statt 8 Bit pro RGB-Kanal) liefert als gewöhnliche Videokameras inkl. filmender Spiegelreflex- und Systemkameras. Wäre das Material mit einem Smartphone oder einer handelsüblichen Videokamera aufgezeichnet worden, sähen die Farben künstlicher/video-neonartiger aus, gäbe es künstliche Schärfung/Kantenaufsteilung im Bild und wären (in der südkalifornischen Wüste von Joshua Tree bei ca. 35 Grad!) die Schatten abgesoffen und die Spitzlichter ausgebrannt. Der Violett-Farbstich an den Bildrändern ist übrigens kein Retro-Effekt, sondern lag an einem nicht mehr ganz taufrischen ND-Filter. Ausserdem half beim "Filmlook", dass ein Cooke Kinetal 17.5mm-Objektiv vor die Kamera geschraubt war. Auch ein Software-Filter wie Filmconvert kann keine Filmanmutung aus digitalem Bildmaterial erzeugen, dem wegen starker Kompression und kamerainterner Bildbearbeitung die nötige Bildinformation fehlt.
  11. Den Filmconvert-Tip kann ich bestätigen - hier mal ein schnelles Beispielbild. (Dessen digitaler Ursprung ist allerdings schon durchs 16:9-Format offensichtlich - habe mir die Mühe des Beschneidens auf 4:3 gespart.)
  12. Ja, vorbildlich, wie die Macher die Materie einerseits gründlich und technisch anspruchsvoll, andererseits entspannt und kurzweilig vermitteln. An keinem Punkt wird, wie im deutschen ÖR heute üblich, die Geschichte übervereinfacht, weil man den Durchschnittszuschauer für debil hält. Und, aus meiner nördlichdeutsch sozialisierten Sicht: das Schwyzerdütsch (von dem ich nicht immer alles verstehe) ist einfach umwerfend charmant!
  13. Freue mich schon auf Euch - bin ab morgen (Freitag) dabei.
  14. Hoffe, ein paar von Euch bei meiner Präsentation des WORM.filmwerkplaats-Programms zu treffen!
  15. Ein Problem ist natürlich, wenn in der verbliebenen Super 8-Szene tatsächliche soviele Soziopathen und Sonderlinge unterwegs sind, dass deren Drohgebahren zum Geschäftsrisiko für Filmanbieter werden.
  16. fcr

    Ferrania

    Das hast Du korrekt verstanden. Und die Kickstarter-Kampagne ist wiederum für die Wiederinbetriebnahme der großen Maschinen. Nur dass dies die wenigsten Kickstarter-Spender begriffen haben. Die denken, sie spenden für die Produktion der Filme aus der Versuchsanlage.
  17. fcr

    Ferrania

    Nur dass 250.000 der Etat einer herkömmlichen Altbausanierung sind - und nicht gerade die Summe, mit der man großindustrielle Maschinenparks saniert....
  18. fcr

    Ferrania

  19. fcr

    Ferrania

    Ich habe gerade eine Ferrania-Werbemail zu der Kickstarter-Kampagne erhalten und bin erst dann hier aufs Forum zurückgekehrt (um die zwischenzeitlichen Reaktionen zu lesen). Leute, ohne hier die Dinge zu pessimistisch sehen zu wollen, aber die Kickstarter-Kampagne ist leider ein Offenbarungseid: - Ferrania schreibt https://www.kickstarter.com/projects/filmferrania/100-more-years-of-analog-film?ref=users, dass sie zur Zeit nur eine sehr begrenzte Charge Film produzieren können ("we are able to make just one very limited batch of film this year") - offensichtlich geht eine echte Serienproduktion noch nicht. - Die Kickstarter-Geldsammlung über 250.000 Dollar dreht sich nicht um die Produktion von Film, sondern die Sanierung dreier Maschinen. Daraus kann logisch nur folgen, dass Ferrania das Geld ausgegangen ist, um die Fabrik aus eigener Kraft (bzw. den eingesammelten EU-Fördermitteln und Krediten) zu sanieren. Und für diejenigen, die sich mit Kickstarter nicht auskennen: eine Kickstarter-Spende bzw. eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne (bei der die $250.000 komplett eingesammelt werden) bedeutet keinesfalls, dass das Projekt auch gelingt. Es gibt auch keinerlei rechtliche Verpflichtung des Kampagnenstarters, die Förderer zu entlohnen. Gerade viele Technologieprojekte, die sich über Kickstarter finanzierten, sind letztlich gescheitert, siehe diesen Artikel. Ich wäre an Eurer Stelle äußerst vorsichtig mit dem Einsatz von Geld bei dieser Kampagne.
  20. fcr

    Ferrania

    Das inhaltslose Retro-Marketing nervt mittlerweile so sehr, dass ich die Twitter-Nachrichten von Ferrania abbestellt habe. Mir schwindet durch diese unseriöse Kommunikation langsam der Glaube, dass aus dem Ferrania-Unterfangen noch was wird.
  21. fcr

    Ferrania

    Zurück zu Ferrania: Ich höre von denen zu viel Marketing (mit Umfragen, Podcasts etc) und zu wenig konkrete Information über Produkte und roadmaps.
  22. Datum steht jetzt fest: Saturday 24th of October 2015 WWW.GS8D2015.JIMDO.COM Contact: info@mobileskino.ch Please spread the word! *** Dear Friends Here finally the exact date of the celebration of Super8's 50th anniversary: Saturday 24th of October 2015. We had overwelming feedback to our first call and with still more than a year to go we are happy that already people from 26 cities have been in touch and plan to organise an event. I am regularly updating the list here: http://gs8d2015.jimdo.com/gs8d-2015/ We're looking forward to many more to come! Please keep spreading the word! Best wishes, David & Florian of MOBILESKINO
  23. Gerade von David Pfluger erhalten: GLOBAL SUPER8 DAY is coming in OCTOBER 2015 WWW.GS8D2015.JIMDO.COM Contact: info@mobileskino.ch Please spread the word! Liebe Freunde Im Jahr 2015 feiert Super8 sein 50-jähriges Bestehen. Ein Grund zu feiern! Bereits vor 10 Jahre waren wir Teil der Kerngruppe in der Feier des GS8D 2005 welcher mit grossem Erfolg stattgefunden hat. Dies dank Super8-Enthusiasten auf der ganzen Welt, die Vorführungen am gleichen Tag organisierten. Wir möchten euch alle bitten, wieder mit uns zu feiern! Im Oktober 2015 an einem noch zu bestimmenden Datum werden wir ein Super8-Screening in Basel, Schweiz organisieren. Bitte tut das gleiche, wo auch immer Ihr seid, und verbreitet diese Nachricht damit wir so viele Leute wie möglich erreichen! Unser Plan ist es alle Vorführungen am gleichen Tag im Oktober 2015 zu koordinieren. Wir werden die Veranstaltung in Deiner Stadt nicht organisieren, aber wir sammeln die Informationen die wir von Euch Organisatoren erhalten um auf einer Webseite den globalen Überblick zu geben und den Veranstaltungen eine gemeinsame Plattform zu geben. Dies ist eine erste E-Mail, um die Nachricht zu verbreiten. Bitte setz Dich mit uns in Verbindung, wenn Dir die Idee gefällt und wenn Du Dir vorstellen kannst, ein Screening in Deiner Stadt zu veranstalten. Du verpflichtest Dich zu nichts, wir möchten nur gerne ein erstes Gefühl dafür bekommen, wie viele von Euch da draußen sind. Es spielt keine Rolle, ob die Veranstaltung die Du planst groß oder klein ist: Zeige Super8-Filme in Deinem Garten mit Freunden oder mit tausenden von Menschen im lokalen Stadion. In einer Ära der bröckelnden Film-Infrastrukturen, lasst uns Super8 feiern und dem Geist des Filmemachens mit echtem Film neue Kraft geben! Mit besten Grüssen und wir freuen uns darauf von Euch zu hören! David & Florian von MOBILESKINO Basel, Schweiz
  24. Müsste gehen, aber dann auch - wie im PDF-Datenblatt sichtbar - mit heftiger Fisheye-Verzeichnung.
  25. Das Objektiv sieht sehr stark nach einem CS-Mount-Objektiv aus (mechanisch identisch mit c-mount, aber mit kürzerem Auflagemaß und daher nicht adaptierbar). Mein Rat: Finger weg!
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