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Interview mit der Filmemacherin Ute Aurand, die nach wie vor nur analog mit der Bolex auf 16mm dreht und auch analog schneidet, und deren letzter Film auf der Berlinale läuft: https://www.taz.de/!5569305/ [...] Ich habe drei Jahre daran gearbeitet, und das geht dann mit einem Gefühl von Abgeschlossenheit einher. Man ist dadurch etwas gelassener. Es ist natürlich trotzdem aufregend, denn es handelt sich ja um einen 16mm-Film, von dem eine Kopie gezogen werden musste. Die zweite Rolle kam erst einen Tag vor der Premiere, da ist man schon nervös. [...] Das gesamte Prozedere um die sogenannte Postproduktion bedeutet für mich, dass ein Negativschnitt hergestellt werden muss und eine Mischung, das Ganze muss ins Kopierwerk, was immer lange dauert und unberechenbar ist. Es müssen Korrekturkopien gemacht werden, die werden dann hin und her geschickt. Und ich hatte mich für ein Kopierwerk in den USA entschieden. Warum? Hier in Deutschland gibt es nur noch Andec in Berlin, mit denen kooperiere ich auch, aber in der Form haben ich noch nicht mit ihnen zusammengearbeitet. Ein USA-Kontakt zu einem Kopierwerk kommt durch Robert [Robert Beavers, US-amerikanischer Experimentalfilmer und Lebensgefährte, d. Red.], aber in diesem Fall habe ich mit Colorlab aus Maryland in der Nähe von Washington gearbeitet. Das ist aber alles erst geschehen, nachdem ich die Zusage von der Berlinale hatte. Und dann musste es sehr schnell gehen. Und wie konnten sich die Leute vom Forum dann Ihren Film besehen? Ich hab ihnen den Film am Schneidetisch gezeigt, fertig geschnitten war er ja schon. Das war im Silent Green, dort haben sie 16mm-Sichtungstische. Der Ton kam aus meinem Computer. In Kategorien der Selbstvermarktung gedacht, besitzen Sie mit dieser Arbeitsweise und Technik natürlich ein interessantes Alleinstellungsmerkmal. Das Verrückte ist, dass ich nie ein anderes Medium benutzt habe. Ich habe immer analog gearbeitet. Dadurch reflektiere ich es vielleicht gar nicht so stark wie zum Beispiel besonders jüngere Zuschauer. Beim Medienboard [Medienboard Berlin-Brandenburg, d. Red.] bin ich wahrscheinlich die, die Filme ganz und gar auf 16mm macht. Das heißt, es gibt sehr wohl Kontexte, in denen das ein Markenzeichen ist. Mir selber ist das gar nicht so recht. Es geht ja um den Film und nicht immer um das Medium. Ich finde die Medium-Debatte etwas übertrieben. Ich mach’das weiter, und es ist ein Statement, das stimmt, aber es ist nicht so, dass ich sage, alles andere ist unmöglich. Ich sehe das wirklich absolut in Beziehung zu der Arbeitsweise, mit der ich angefangen habe. Ich wohne auch seit vierzig Jahren in meiner Wohnung. Sie sind treu. Ja, ich betrachte meine Kamera auch ein wenig wie ein Instrument. Du schmeißt ja auch nicht einfach eine Violine weg, weil es jetzt ein Keyboard gibt.
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Auf der Berlinale läuft ein auf Super-8 gedrehte Spielfilm-Romanadaption von Elfriede Jelineks "Kinder der Toten": https://www.arsenal-berlin.de/berlinale-forum/programm-forum/hauptprogramm/die-kinder-der-toten.html Gedreht wurde er von Kelly Copper und Pavol Liska, zwei freien Theatermachern; Produzent wat Ulrich Seidl. Kritik: "Sie haben aus Jelineks Werk ein freies, wüst zerfleddertes – und darin kongeniales – Splatterding gemacht". "Es ist zum einen: ein Film, auf 8 mm gedreht. Entstanden allerdings während eines ganzen Monats, den das Team auf Einladung des Festivals Steirischer Herbst in der Steiermark zugebracht hat, um dort am Ort des Romangeschehens, was an Steiermärkerinnen und Steiermärkern kreuchte und fleuchte, als Laiendarsteller*innencrew zusammenzutrommeln. Schauplätze, nur zum Beispiel: das Restaurant Alpenrose, der real existierende Wasserfall Totes Weib, Berge, Täler, Wälder, nicht zuletzt ein auf einem verlassenen Fabrikgelände eingerichtetes klandestines Kino. [...] Das alles ist also eine Art satanisches Oberammergau im Alpenland." https://www.taz.de/!5568936/ Hier Videoaufnahmen der Dreharbeiten:
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Hier noch mehr Information über den geplanten Firmenverkauf: https://www.insideimaging.com.au/2019/exclusive-kodak-up-for-sale/
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Kodak Alaris sucht offenbar einen Käufer für seine Filmsparte: https://www.thephoblographer.com/2019/02/02/reports-state-that-kodak-alaris-is-looking-to-sell-assets/
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Um wieder zu Jacquestatis Ausgangspostings zurückzukommen, hier mal meine 10 cents aus eigener Erfahrung: Video war früher keine Alternative - es sei denn, zu reinen Dokumentationszwecken (wie der statischen Aufzeichnung eines Vortrags) -, weil es im Gegensatz zu Schmalfilm kein fotografisches Bild hatte. Selbst noch im MiniDV-Zeitalter bedeutete Video: totkomprimierte Bilder mit geringer (8bit-) Farbtiefe, Aufzeichnung in Halb- statt in Vollbildern und mit gestauchten Pixeln, Dynamikumfang von vielleicht 6 Blenden mit ausgebrannten Spitzlichtern und abgesoffenen Schatten. Auch als MiniDV von HD abgelöst wurde, bedeutete das - bezogen auf die Einzelbilder - die Bildqualität einer alten 2 Megapixel-Digitalknipse, die JPEGs in höchster Kompressions- bzw. kleinster Qualitätsstufe schießt. Nicht oder nur schlecht abschaltbare Automatiken und fest eingebaute Zoomobjektive (statt guter Festbrennweiten) taten ihr übrignes. Das alles hat sich für mich geändert, seitdem es preiswerte Wechselobjektiv-Kameras gibt, die RAW-Video schießen (wie die Blackmagic Pocket oder, per Firmware-Modifikation, eine ganze Reihe von Canon EOS-Kameras), mit zu Super 8, Super-16 und Super-35 äquivalenten nutzbaren Sensorgrößen. Das heisst in der Praxis, dass der Unterschied in Bildqualität und Handling zwischen Schmalfilmkamera und preiswerter digitaler RAW-Filmkamera nicht größer ist als der zwischen einer analogen und einer digitalen Spiegelreflex-Fotokamera - und dass die nachträgliche Bildgestaltung (Dunkelkammer versus Software wie Photoshop oder Resolve) zwar vom Prinzip her verschieden, aber von den Möglichkeiten und der Qualität äquivalent ist. Hier ein in Super 8 gedrehter kurzer Film von einem Filmfestival: Hier ein im letzten Jahr in digitalem RAW gedrehter Film von einem Musikfestival: Das digitale Bild ist anders, aber nicht schlechter. Auch nicht schlechter im Sinne von "flacher" oder "schneller". In den Farben hat es die "Tiefe", die früher nur Film hatte (und stark komprimiertes Video immer noch nicht). Schnell abgedreht ist das Material auch nicht, weil die Kamera vollmanuell (inkl. Belichtung und Fokus) bedient wird, bei RAW große Datenmengen anfallen und man deshalb zwar nicht ganz so sparsam mit dem Material umgehen muss wie bei Super 8, aber auch nicht einfach nur draufhalten kann. [Eine 64 GB-Speicherkarte reicht für eine Viertelstunde Aufzeichnung.] Und man hat auch kein Fertigmaterial im Schnitt, sondern muss jede Einstellung so entwickeln und farbkorrigieren, wie man das auch mit einem RAW-Foto machen würde. [Die Kamera selbst, eine alte EOS-M, kostete mich übrigens nur 120 Euro in einem Gebrauchtladen.] Von dem Wissenschaftssoziologen Thomas Kuhn stammt das Konzept vom "Paradigmenwechsel". Für Kuhn bedeutet es gerade nicht, dass (in den Wissenschaften) ein Paradigma bzw. eine Weltsicht durch eine andere einfach abgelöst wird. Vielmehr wird das alte Paradigma vom Allgemeinen zum Besonderen: Es lebt als Spezialparadigma weiter. In meinem Fall hat sich ein großer Teil früherer Einsatzzwecke für Super 8 erledigt - einen Film wie den hier ganz oben stehenden würde ich heute nicht mehr auf analogem Filmmaterial drehen. Allerdings drehe ich digital im Stil eines Schmalfilmers, nicht eines Videografen, mit praktisch den gleichen Handgriffen und Techniken (vom Schärfeziehen bis zum Blendenwinkel). Heute verwende ich Schmalfilm vor allem in Projektionsinstallationen, vor allem in Schleifen, und da gehen Dinge, die mit digital nicht gehen: Zufallsfaktoren bei Simultanprojektion, Einbezug von Filmartefakten wie Korn und Staub, oder auch Zeichnen auf Film bei simultaner Tanzperformance: Verglichen mit den 80er Jahren zwangen schon vor zehn Jahren höhere Kosten zu sparsamerem und spezialisierterem Umgang mit dem Medium Schmalfilm. Das hat jetzt eben noch zugenommen - das Motto "klein, aber fein" gilt eben um so mehr.
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Auf Super 8 gedrehter Horrorkurzfilm aus den Niederlanden: Die gesprochenen Texte braucht man nicht unbedingt zum Verständnis der Handlung. Hintergrundbericht zu den Dreharbeiten (via Google Translate, da ich zu faul zum Übersetzen bin): https://translate.google.com/translate?sl=nl&tl=de&js=y&prev=_t&hl=en&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Fschokkendnieuws.nl%2Finterviews%2F5162-anna-op-super8&edit-text=
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Hier noch der Trailer:
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16mm-Film sorgt für Furore im Cannes-Wettbewerb: "Mit Alice Rohrwachers 'Lazarro felice' gab es auf dem heuer künstlerisch gut aufgestellten Filmfestival Cannes ein erstes Meisterwerk zu sehen. [...] Happy as Lazzaro (Lazzaro felice), der dritte Spielfilm der Italienerin Alice Rohrwacher, sticht aus dem Wettbewerb besonders heraus. Bei der Premiere am Sonntag währte der Applaus ganze 15 Minuten, die Filmcrew und auch Teile des Publikums waren ergriffen. Es war einer dieser raren Momente auf Festivals, bei denen endgültig ein Stern aufgeht." https://derstandard.at/2000079731996/Meisterwerk-Happy-as-Lazzaro-beim-Filmfestival-in-Cannes-Ein-Wolf "Rohrwachers Film ist wie aus der Zeit gefallen: Die leicht unscharfen 16-Millimeter-Bilder mit den runden Ecken und den ausgefisselten Bildrändern evozieren eine Epoche, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart parallel zu existieren scheint." https://www.tagesspiegel.de/kultur/cannes-tagebuch-6-land-der-traenen-land-im-umbruch/22125532.html
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Arte mit einem Bericht über Künstler-Analogfilmlabors, denen das Kurzfilmfestival Oberhausen jetzt eine eigene Sektion widmet: Labs, KreativLabore für den analogen Film https://www.arte.tv/de/videos/082629-000-A/labs-kreativlabore-fuer-den-analogen-film/ Das Arte-Team war in Rotterdam und sprach mit meinen filmwerkplaats-Kolleginnen Esther Urlus und Nan Wang. (S.a. den 'Schmalfilm', Heft 2/2011)
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Kodachrome jetzt als Spielfilm auf Netflix: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/netflix-roadmovie-kodachrome-mit-ed-harris-und-jason-sudeikis-15558100.html
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Vorerst nur als Kleinbild- und Rollfilm, aber ein Jahr später auch in der Super 8-Kassette: https://www.thephoblographer.com/2018/04/01/kodak-kodachrome-returns-in-both-35mm-and-120-emulsions/amp/
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Fumeo professioneller 16mm Xenon-Projektor (1000W/2000W) für 1.750 Euro in den Niederlanden: https://www.marktplaats.nl/a/audio-tv-en-foto/films-8mm-16mm-en-35mm/m1255458971-fumeo-xenon-16-mm-projector.html?c=9b26ed2a557deff636f4f8b9c5b7a618
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Somikon ist die Hausmarke von Pearl, das nur am Rande. (Das sind Geräte verschiedener, hauptsächlich chinesischer Produzenten, die Pearl in sein Vertriebsprogramm nimmt und dann die Somikon-Marke draufklebt.)
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Kodak scheint sich mit seinem "Kodak Coin"-Abenteuer so ins eigene Bein geschossen zu haben, dass der Aktienmarkt gegen die Firma spekuliert und dieser Artikel den Untergang der Firma prophezeit: https://gizmodo.com/oh-my-god-kodak-is-going-to-die-isnt-it-1822569343/amp
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Kompakter Filmscanner, der auch Super 8-Film digitalisiert - frage mich allerdings wie der Filmtransport funktioniert ohne Projektormechanik: https://petapixel.com/2018/01/11/kodak-scanza-new-compact-budget-film-scanner/ Ob man damit ganze Filme scannen kann oder nur einzelne Frames als Standbilder, bleibt also abzuwarten.
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Das ist jetzt Kodaks neues Produkt: https://www.dpreview.com/news/6002001981/kodak-launches-kodakcoin-photo-centric-cryptocurrency-and-kodakone-platform "Kodak will be launching its own "photo-centric cryptocurrency" called KODAKCoin alongside a blockchain-powered image rights platform called KODAKOne." Nein, kein Aprilscherz. Die sind wohl von allen guten Geistern verlassen.
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Fernsehtip für den 20.12., ARTE, 0.50-1.40: "Er nannte sie 'Bolex'", Dokumentarfilm über Jacques Bolsey In dem Film sind wohl auch Ausschnitte von Bolseys eigenen Familienfilmen zu sehen. Hoffentlich steht die Sendung anschließend in der ARTE+7-Mediathek.
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Es geht wieder schlecht mit Kodak - 46 Millionen Dollar Quartalsverlust bei 379 Millionen Umsatz. 425 Angestellte werden entlassen und Investionen reduziert: https://www.dpreview.com/news/0316289949/kodak-to-lay-off-425-employees-after-reporting-millions-in-losses
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Experimentalfilm-Tausendsassa Pip Chodorov (u.a. Mitbegründer des Künstler-Analogfilmlabors L'Abominable, des Filmverleihs Re:Voir in Paris und des Internet-Forums frameworks) überrascht immer wieder - diesmal mit einem auf Super 8 gedrehtem Musikvideo für eine koreanische Popband:
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Kodak kündigt Ektachrome fürs Jahr 2018 an, in diesem Jahr soll es noch eine Vorserie geben: https://www.dpreview.com/news/3211087137/kodak-will-bring-back-ektachrome-film-this-year-start-selling-it-in-2018
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Kodak hat offenbar keinen Dienstleister, der Negativfilm mit adäquater Farbtiefe scannen kann. Wenn dieser Dienstleister auch beim künftigen Entwickel- und Scanservice eingesetzt wird, wären die jetzigen Filmbeispiele immerhin ehrlich.
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Vermutung: Eine Börse/ein Markt, der sich sowohl an Fotografen (Click) und Filmer (Surr) richtet, eventuell als reisende Veranstaltung wie das Stadtflimmern.
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Tippe mal auf einen Filmwettbewerb für super8.tv....
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"This is correct. We don't know. It's the very harsh reality. But we have a plan. What became clear the minute we started production of P30 was that we are still far too small to feasibly make color reversal." Muss man das vielleicht mal ins Deutsche übersetzen, für alle Mitlesenden, die im Englischen nicht so zuhause sind: "[Frage an Ferrania:"] Niemand weiß, wann die E6-Filme verfügbar sein werden? "Das stimmt. Wir wissen es nicht. Das ist die grausame Wirklichkeit. Aber wir haben einen Plan. Als bei uns die Produktion des P30 anlief, wurde deutlich, dass wir immer viel noch zu klein sind, um Farbumkehrfilm durchführbar herzustellen". Dann die spätere Zufügung/Korrektur: "'Zu klein' ist, im allgemeinen Sinne, nicht der richtige Ausdruck. Korrekter müsste es heissen, dass wir heute im Jahr 2017 'weniger fähig' sind, die Kickstarter-Filme herzustellen als noch im Frühjahr 2015". Klappe zu, Patient tot.
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Ferrania kann doch niemals als reiner S/W-Hersteller wirtschaftlich überleben. Wie soll das gehen in einem schon übersättigten und weiterhin schrumpfenden Markt?