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Probleme mit Super8-Projektor Bauer T525 - keine Drehzahlregelung


Empfohlene BeitrÀge

Geschrieben

Moin,

 

habe ein Bauer T525. Funktionierte einwandfrei, haben dort eine Sync-Platine eingebaut, die auch einwandfrei funzte. Dann wollten wir eine andere Platine einbauen und seitdem ist das Problem, dass der Projektor vorwĂ€rts genauso mit 30B/s wie rĂŒckwĂ€rts lĂ€uft.

 

Habe bereits T508 (Treibertransistor Motor) und T507 (Umschaltung 30B/s) getauscht - ohne Erfolg.

 

Der SchnellrĂŒcklauf funktionierte vorher allerdings nicht - da lief er auch immer mit 18/24B/s - jetzt lĂ€uft er rĂŒckwĂ€rts wie vorwĂ€rts mit 30B/s... wahnsinn.

 

Lichtschranke hab ich mit Oszi geprĂŒft, funktioniert.

 

Allerdings messe ich an Pin 11 des TCA955 im Betrieb ca. 7,2V und nicht, wie im Plan angegeben, 3V - das ist doch etwas zuviel, oder? Laut Datenblatt des TCA955 sollen dort +3V "VStab", also stabilisierte 3V interne Versorgungsspannung des TCA955 anliegen.

 

Weiterhin messe ich an Pin 5 garkein Signal, bzw nur ein sehr schwaches undefiniertes Rauschen im einstelligen Millivolt-Bereich und darunter. Laut Plan sollen dort 1,8Vss sÀgezahn-Àhnliches Signal anliegen.

 

Liegt vllt. hier schon ein Defekt an der Hautplatine vor? Wenn ich andere Seiten richtig gelesen habe zieht der Microcontroller seine Steuer-AusgÀnge R10 (30B/s) und R9 (18B/s) bei Ansteuerung entsprechend auf Masse und damit die Basis von T506/T507 auf Masse, so das diese leitend werden und die entsprechenden Widerstands-Kombinationen an Pin 5 des TCA955 die Drehzahlvorgabe stellen.

 

Vielen Dank fĂŒr eure Hilfe!

 

PS.: Hoffe das ist hier ein passendes Forum fĂŒr solche Probleme - finde sonst keine große Super8-Community im Netz.

Geschrieben

Ist die interne Referenzspannung des TCA noch irgendwo genutzt?. Wenn nicht, dann ist der wohl hin. Die alten Chips sind da etwas empfindlicher als neue gegen statische Entladungen.

Jens

Geschrieben

Jo, der sieht nicht gesund aus. Ich wĂŒrde nochmal die Spannungsversorgung, Pin 15 = 13V, prĂŒfen und den Ref-Pin von allem getrennt messen. Ansonsten gibts die Dinger aber noch. Mit dem Fototransistor der Lichtschranke siehts deutlich schlechter aus und sehr empfindlich ist er ĂŒbrigens auch.

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo,

Am Pin7 hÀngt i.A. ein 10u Elko. Das ist oft ein Tropfenelko weil Siemens das im Datenblatt so

angegeben hat. Sie wussten es halt nicht besser.

Diese Tantalelkos sind mittlerweile ALLE böse. Die bekommen einen Kurzschluss und die interne

Referenz geht kaputt. Beim Braun 1000 habe ich schon einige gewechselt. Ich denke beim Bauer

ist das Àhnlich. Also teste erstmal den Kondensator bevor du noch ein IC verheizt. Mit ESD hat

eher nix zu tun. Das ist kein MOS chip.

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Bearbeitet von MichaelB (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Ich musste in meinen Bauer t610 auch schon 4 Tantal-Elkos im Tonteil tauschen. Die Dinger werden langsam zu den Wima-Malzbonbons oder Ero-Papierknallfröschen der Röhrenradios... Zeitbomben halt.

Messtechnisch war mein Tantal ĂŒbrigens noch im Rahmen (20% mehr als NennkapazitĂ€t), aber er schlug im Einsatz eben durch. Im Zweifel wĂŒrde ich sie gleich alle tauschen, wenn man eh schon soweit auseinander baut.

Geschrieben (bearbeitet)

Stimmt, die bösen Tatale. Werden oft ab ca. 2,8V leitend. Etliche Schaltungen schon wieder funtionstĂŒchtig gemacht, indem ich alle Tantale der Spannungsversorgung erstmal rauskekniffen habe und dann nur die nötigen durch elkos ersetzt habe. Ebenso gibts auch Elkos, die leitend werden. Besonders Ă€rgerlich bei Röhrenamps, wenn die im Signalweg als Koppelkondensatoren liegen. Dann ist Schluß mit der negativen Gittervorspannung, die Röhren werden heiß oder die Trafos brennen durch. Übrigens, auch Keramikkondensatoren können diese Verhalten des leitendwerden ab einer bestimmten Spannung haben. Mein Oszi hatte das mal, da war dann die interene Spannung auch weg. Meist werden die Teile dann heiß, sodaß man es eventuell spĂŒren oder riechen kann.

Jens

Bearbeitet von Jensg (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Hm, wusste ich noch gar nicht, das Tantal-Kondensatoren solches Verhalten zeigen können. ich denke eher, das langes stromloses herumstehen solche Alterungserscheinungen verursacht.

Geschrieben

Man kann nicht alle ĂŒber einen Kamm scheren. In meinem T525 sind alle Tantalperlen noch ok, dagegen viele Elkos defekt. Hier auch mit verschiedensten Befunden, von Kurzschluß ĂŒber KapazitĂ€tsverlust bis zu völliger Funktionslosigkeit. Manche haben auch nach 30 Jahren keine meßbare VerĂ€nderung aufzuweisen. Ist wohl Ă€hnlich wie bei den Filmen. Jeder Hersteller hat so sein eigenes Rezept.

Geschrieben

Vielen Dank fĂŒr die Tipps. Habe erstmal 10x vom TCA955 bestellt ;)

 

Kann ich die Tantalperle einfach gegen ein passenden Elko ersetzen? Werde das auf jeden Fall tun und mal vorher auslöten und schauen ob grundsÀtzlich die Uref noch anliegt oder der TCA wirklich im Popo ist.

Geschrieben

Kannst du ersetzen gegen einen 16V-Elko. Bei den heute gĂ€ngigen Chinateilen darf man dann aber ĂŒber 5 Jahre Lebensdauer glĂŒcklich sein.

  • 7 Jahre spĂ€ter...
Geschrieben

Mein Bauer  T 525 S8 Projektor ląsst sich nich normal einschalten - der Drehkopf fĂŒr Filmtransport dreht sich  nach rechts aber macht Widerstand und  es ist unmöglich ihn weiter  zu drehen (VorfĂŒhrung mit GlĂŒhlicht  und mit vollem Licht.) Nach  links lĂ€sst sich ĂŒberhaupt nicht drehen d.h. ZurĂŒckspulen ist unmöglich. Der Projektor  transportiert aber den Film normal nur eben ohne Licht/Lampe.  

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